McCall’s M9581, Polargear (Jacke)

Ich wollte ja dieses Jahr erst mal so einiges fertig nähen. Diese Jacke habe ich letztes Jahr bei einem Nähkränzchen in Aachen angefangen und wollte sie eigentlich auch direkt fertig nähen. Das war am 25.Februar 2008. Gut… aber jetzt ist sie fertig.

One of my plans for this year was to finish my projects before starting new ones. This jacket was supposed to be a quick project, I started it on a „Nähbrunch“ in Aachen and had planned to finish it that day. That was february, 25th, 2008. Well… it’s finished now. When I started it I needed a hooded jacket, but than I did this hooded jacket in april and the other one suddenly was less urgent. And the English Review is on Pattern Review as always.

Jacke McCall'sIch brauchte zum damaligen Zeitpunkt eigentlich schnell eine Fleecejacke mit Kapuze, denn im Frühling und Herbst reicht die Kostümjacke alleine nicht recht und bei leichtem Nieselregen ist so eine Kapuze schon recht praktisch. Allerdings habe ich mir im Motivationsmonat April eine andere Kapuzenjacke genäht und so war die Fleecejacke nicht mehr ganz so dringend.

Den Schnitt habe ich 2003 bei einem WalMart in Pittsburgh gekauft, weil mein Herzblatt eine Fleecejacke brauchte. (Ja, die habe ich so etwa ein Jahr später dann auch genäht…) Für ihn war es Variante „D“ mit einem Kragen. (Falls sich jemand wundert, daß McCall’s Schnitte so lange im Angebot hat: haben sie auch nicht. Der Schnitt ist nur noch in Restbeständen zu haben, gedruckt wird er nicht mehr.)

Ich habe damals Größe L gekauft. Der Schnitt ist kein Mehrgrößenschnitt. Praktischerweise paßt die Jacke damit auch für meinen Brustumfang. Und sie ist so weit, daß ich sie ohne Probleme über der Hüfte zu bekomme. Obwohl ich laut Tabelle an dieser Stelle Größe XL nehmen sollte. Die Jacke ist wirklich sehr weit und nicht gerade figurfreundlich. Aber dafür kann man sie gut über eine andere Jacke drüber ziehen, was in dem Fall wichtiger ist. Und ich habe einen relativ weichen und schmiegsamen Fleece genommen.

Die Schulter habe ich etwa zwei Zentimeter verschmälert, die Ärmel etwa 5 cm gekürzt. Ich habe einfach die schon fertig genähte Jacke meines Mannes angezogen und mit Nadeln weggesteckt. Auch bei meinem Mann sind die Schultern eher breit und die Ärmel tendentiell lang, was aber durch die Gummis im Ärmelbündchen nicht stört.

FleecejackeNeben der Vorgabe „schnelles Projekt“ sollte die Jacke zu schwarz passen, denn ich habe seit einiger Zeit wieder schwarze Hosen und zu denen paßt meine dunkelblaue Fleecejacke einfach gar nicht. Also war rot die gewünschte Farbe.

Orange steht mir eigentlich gar nicht, aber das rot gefiel mir, also habe ich mir im Scherzkeks-Laden diesen kuschelweichen karierten Fleece gekauft.

Bis auf die Taschen, die Abnäher in der Kapuze und die Säume ist die Jacke komplett auf Silvias Overlock genäht (Fleece Jacken sind einer der wenigen Fälle, wo ich eine Ovinaht tatsächlich angemessen finde.) Da gab es auch keine Probleme und ich habe mich sogar mal einfach an die Anleitung gehalten. (Außer daß ich die Besätze nicht mit Vlieseline verstärkt habe.)

Der Plan, mein Projekt an einem Tag fertig zu nähen erfuhr allerdings dann einige Dämpfer. Einmal dauerte es, den Stoff halbwegs paßgenau zuzuschneiden. Und trotz aller Mühen hat es nicht geklappt. Die Taschen mußte ich unterschiedlich hoch aufsetzen. Dafür stimmt da allerdings das Muster, so daß man es dann nur aus der Nähe sieht. Und auch die vordere Mitte trifft nicht genau am Reißverschluß. Warum auch immer… ich habe mit Wondertape geheftet, da stimmte es noch. Nach dem Nähen nicht mehr. In der Höhe stimmt der Rapport allerdings, von daher behaupte ich einfach mal, daß es Absicht war. *g*

Fleecejacke

Der zweite Dämpfer war, daß Silvia zwar unendlich viele Reißverschlüsse hat, aber genau an dem Tag der richtige Rotton in der richtigen Länge nicht da war. Bzw. die von mir gewünschte Länge nicht „von der Stange“ existiert. Und bei teilbaren Reißverschlüssen ist es doch schöner, wenn sie oben und unten „passen“. Also habe ich mir bei Plissee Becker in Köln dann die gewünschte Farbe in der gewünschten Länge mit dem gewünschten Zipper ausgesucht und bestellt. Prym macht so was nämlich.

Das allerletzte Hindernis war dann noch die Kordel für die Kapuzen. Einmal bin ich hier von der Anleitung abgewichen, indem ich für die Kordel keine Knopflöcher genäht habe, sondern eine Öse.

Und dann hatte ich erst mal die wahnsinnige Idee, eine rote Kordel im richtigen Farbton zu wollen.

Das habe ich irgendwann aufgegeben und suchte eine schwarze. Karstadt hatte aber keine schwarze Anorakkordel (in geeigneter Dicke), so daß ich mich noch bis Stoff Müller durch den Regen kämpfen mußte. (Immerhin habe ich so mitbekommen, daß sie ab August umgezogen sind. Auch gut zu wissen.)

Doch jetzt ist auch die Kordel eingezogen (und mit einigen Handstichen iun der Mitte an der Kapze festgenäht, das sieht die Anleitung auch nicht vor. Aber es verhindert, daß man die Kordel mal versehentlich durchzieht) und ich habe eine neue Fleecejacke mit Kapuzen. Nicht schön, aber praktisch. Wobei… mit dem Rot zusammen steht mir das Orange gar nicht so schlecht…

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