Hosenanpassung mit System, Teil 2

Pants fitting shell, part 2

Weiberfasching haben Frau mhs und ich (und ihre Tochter) vergnüglich verbracht (oder so) nämlich indem wir an dem Schnitt weitergearbeitet haben. Sie war über die Woche fleißig gewesen und hatte das Schnittpapier sorgfältig gebügelt und dann auf Malerfolie übertragen.

FigurErster Punkt ist messen. Brav die Klamotten abgeworfen, die Schuhe aber anbehalten. Frau mhs ist mutig und hat mir erlaubt, ihre Figur als Silouhette hier zu zeigen. (Daß die Konturen so krakelig sind, hat mit meinen mangelnden Bildbearbeitungsfähigkeiten zu tun… aber die Grobrichtung sollte klar werden.) Wir haben einen Gummi um den Laib geknotet und erst mal etwas Gymnastik gemacht, um die Taille zu finden. Die Position ist jetzt höher als da wo sie sonst ihre Hose trägt, aber wir haben uns entschlossen, strikt nach Anleitung vorzugehen und die Taillenhöhe später zu verändern, wenn wir den Rest des Schnittes angepasst haben.

The Thursday of Carneval Frau mhs and I (and her daughter) had fun another way, we worked on the fitting shell. She had ironed the paper of the shell and had copied everything very carefully to plastic sheet.

First thing was measuring. So taking of the clothes, keeping on the shoes. Brave Frau mhs allows me to show her silouhette. (That the contours are a bit scrawly is due to my low abilities in image editing…) We knotted a string of elastic around her body and then made some gymnastics to allow the string to find her waist. The position now is much higher than where she likes to wear her pants, but we decided to work strictly after the instruction sheet. And we will alter that later, once the pants are fitted.

Figur seitlichDie Anleitung zum Messen ist ausführlich und es war fast problemlos, dem zu folgen. Interessant fanden wir beide wie die Schrittlänge gemessen wird.

Schwierig waren zwei Punkte: Einmal der Hüftumfang. Frau mhs hat keine ausgeprägte Hüfte, von daher mußte ich mich beim Messen auf mein Gefühl verlassen. Der Abstand Taille-Hüfte den ich angenommen habe entsprach aber der Tabelle. Da lag ich wohl richtig.

Ansonsten entsprach nichts der Tabelle, was aber keine große Überraschung war. Wir hatten Größe 18 genommen und die Körpermaße oszillieren um die Standardtabelle herum, einige kleiner, die meisten größer. Überrascht hat uns, daß die Beine verlängert werden müssen, denn Frau mhs ist eigentlich etwas kleiner als der Schnitt vorsieht. Aber gut… diesmal ist unser Motto: Nicht denken, die Anleitung abarbeiten.

Die andere Schwierigkeit war die Sitzhöhe zu messen. Zum einen habe ich schlicht und ergreifend keinen Stuhl mit einer geraden festen Sitzfläche, zum anderen ist das Messlineal letztlich so weit vom Körper weg, daß man eigentlich nur peilen kann.

The instructions how to take the measures are detailled and it was easy to follow them. The way to determine the crotch length was very interesting.

We had only two points that were somehow difficult. One were the hips. The pics show, that she has not very pronounced hips, so I had to guess. But the distance between waist and hips was inside the parameters of the table, so I probably guessed right.

Apart from that nothing was really according to the table of measurements, but that was not a big surprise. The fitting shell is size 18 and the body measurements were either bigger or smaller than the standard measurements. What came out a little surprise was that we had to lengthen the pants. Frau mhs is normally petite so that was very unusual. But we decided not to think, just to follow the instructions.

The other measurement that was difficult to take was the crotch heigth. First I just have no flat and hard surface to sit on and secondly the ruler to measure with is quite far away from the body so I had to fix it from a distance.

SchnittDanach haben wir dann genauso stur den Schnitt verändert.

An einigen Stellen mußte noch etwas Folie untergelegt werden, an anderen reichte die ausführliche Nahtzugabe von 2,5 cm.

Da Frau mhs ein Kurvenlineal und einen Schneiderwinkel hat, haben wir an einigen Stellen nur die Punkte markiert und sie wird sie Zuhause zu Linien verbinden.

Die neuen Schnitteile sehen definitiv… interessant aus. Aber es sind einige Veränderungen dabei, die wir bei unseren bisherigen Versuchen so noch nicht probiert haben.

Also sind wir mal hoffnungsvoll. Je nach dem, wie weit Frau mhs kommt, geht es beim nächsten Mal vielleicht sogar mit einer zugeschnittenen Hose weiter. Mal sehen…

Then we used the measurements to alter the pattern.

On some places we even had to use more plastic sheet to make the pattern big enough. We mostly only marked the new points and did not trace the sewing line. Frau mhs has a tailors curve at home so she’ll do it with that.

The altered pattern pieces look quite different from any pants pattern we had ever seen. And there were alteration that we never have tried before. So this inspires hope…

So if everything turns out well, we might already have a cut fabric the next time…

2 Gedanken zu „Hosenanpassung mit System, Teil 2

  1. Hallo Frau Nowak, eigenlich wollte ich ja nach Bhs gucken, aber zufällig bin ich hier gelandet. Ich habe genau die gleiche Problematik, die Ihre Freundin hat, ähnliche Silhouette. Ich habe nachher gar keine Hosen mehr genäht, weil man an den Oberschenkeln, wegen des Bauches, ständig mit Stoffbergen zu kämpfen hat, die einen noch dicker aussehen lassen als man sowieso schon ist;). Palmer /Petsch hat auch nichts daran geändert. Bis ich auf die Idee gekommen bin, mir eine Hose mit Einsatz zu nähen. Ich habe meine Hinternbreite gemessen und mit dem Maß am Schnitt verglichen. Es hat sich herausgestellt, dass ich bei diesem Maß um mind. 2 Größen kleiner zuschneiden könnte, als wenn ich nach dem Hüftumfang gehe. Was man da an Stoffbergen einsparen kann.. Da ich schlanke Beine habe, wie Ihre Freundin auch, brauche ich mir um die restlichen Maße keine Sorgen machen. Ich habe mir also einen Schnitt von Burda für eine Umstandshose gekauft, in der Größe zugeschnitten, die meinem Hinternmaß entspricht und siehe da…. eine tolle Hose, keine Stoffbäusche mehr. Ich nähe meine Hosen nur noch so, wenn ich einen anderen Schnitt möchte. lege ich das Schnitteil des Stretcheinsatzes auf den Schnitt und ändere so den Schnitt ab. da mein Becken nach hinten abklappt, füge ich hinten noch ca. 3cm ein. Ach so, und wenn man keinen ausgeprägt gerundeten Hintern hat, sollte die hintere Naht fast gerade sein. Bei den Umstandshosen ist das aber, glaube ich, sowieso so. Mir erspart das jede Menge Fummelei am Schnitt und ich nähe jetzt jede Hose, die ich will.Auf Taschen verzichte ich gerne, oder ich setze sie ans Bein.
    Gruß
    Kirsten Mook aus Oldenburg

  2. Hallo Kirsten,

    an so was haben wir auch schon gedacht, aber der Einsatz ist nicht wirklich gewünscht. (Und sieht zu dem im Büro auch etwas doof aus. :o) )
    Wir versuchen es zumindest noch einmal auf die herkömmliche Art. 😉

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