Rot und knapp…

rotes Kleid für Barbie… kann natürlich nur heißen, daß Barbie ein weiteres Kleid bekommen hat.

Der flutschige Jersey passt gut zum bewährten Schnitt aus der alten Burda Barbie und die Blüten haben auch eine gute Proportion fürs Puppenkleid. Außerdem hat es der Restekiste wieder etwas Stoff erspart, wenngleich nicht sehr viel.

Waschlappen stricken….?

Ja warum eigentlich nicht?

gestrickter WaschlappenIch hatte mir ja 2011 mal beim amerikanische Wollanbieter WEBS eine große Überraschungstüte bestellt, nachdem auf Ravelry einige wahnsinnig davon geschwärmt hatte. (Was sich finanziell aus europäischer Sicht nicht rentiert hat, auch fand ich die Qualitätszusammenstellung jetzt nicht soooo überragend, aber es war ganz interessant, mal Garne auf die Nadel zu bekommen, die man bei uns nicht bekommt.)

Damit landeten auch etliche Knäuel Baumwollgarn bei mir, zu denen mir immer nicht recht was einfiel. Socken und Handstulpen aus Baumwolle sind halt nicht so warm wie Wolle. Untersetzter brauche ich keine und Spüllappen mag ich nicht gestrickt, die werden ja zwischen der Benutzung nicht trocken. Da bin ich ein Fan von Microfaser.

Als ich jetzt wieder mal Anleitung zum Garn suchte, stieß ich aber auf das Stichwort „facecloth“, also Waschlappen. Das dann schon eher, zumal mein Waschlappenvorrat eh immer etwas knapp ist.

Also strickte ich einen „Spa Day Facecloth“ aus einem Knäuel „Sampa“ von Mirasol Yarn. Und siehe da… der fühlt sich auch im Gesicht gut an.

Ich sehe eine Perspektive für meine Baumwoll-Einzelnkäuel… 😉

Frühstart in die Weihnachtssaison

SockenDieses Jahr habe ich die Weihnachtssocken für meinen Bruder aber fertig…  Und zwar noch vor Ostern. Und ja, ich rede von Weihnachten 2020.

Dann muß er dieses Jahr Weihnachten nicht wieder enttäuscht gucken, weil er was anders bekommt. 😉

Das Garn ist bewährtes Schachenmayr Regia, diesmal in der Farbserie „Metropole Color“. Hautpsächlich Ringel und der schmale Musterstreifen trifft überraschenderweise tatsächlich meistens. Erfreulich. Bei mir gibt das ja sonst meist irgendein Kuddelmuddel.

Diesmal wieder mein „Standardsockenrezept“ mit kleiner Variante am Bündchen.

Am IT-Piece der Saison…

… komme auch ich nicht vorbei.

BehelfsmaskenZehn Masken sind es bei mir geworden. (Auf dem Bild waren einige schon verschenkt, andere schon im Rucksack.)

Behelfsmaske getragenIch habe die Anleitung von HappyDanDong TV verwendet. Ich hasse ja im Allgemeinen Videoanleitungen, aber diese ist gut. Klare Bilder, präzise Abläufe.

Und abgesehen vom einmaligen Bügeln am Anfang kann man an der Nähmaschine in einem Zug durcharbeiten, was ein zügiges Arbeiten ermöglicht. (Wobei die Zentimeterskala zum Messen an Anschiebetisch meiner Nähmaschine auch hilft.) Ich habe mal die Stoppuhr mitlaufen lassen… weniger als 15 Minuten pro Maske, allerdings wird man nicht viel schneller und in Serie nähen bringt auch nicht viel, weil die Abläufe eh schon reibungslos durchführbar sind.

Ich habe ohne weiter Nachzudenken einfach alles Nähfußbreit genäht, was bei mir vermutlich etwas mehr ist, als im Video, ich denke zumindest nicht, daß die dort gezeigte Nähmaschine auch 9mm Stichbreite hat. Aber für mich passt sie so. 19cm hat sich als geeignete Länge für den Gummi herausgestellt. 17cm geht nur sehr kurz (für einen kurzen Trip in den Supermarkt reicht es, aber mehr lieber nicht), 18 cm ist okay, 20 cm wird die Maske etwas locker. (Stoff ist ja schwerer als die Vliesmasken.) Also 19 cm perfekt für mich.

Die Stoffe sind „was so da war“… da ich nicht so viel mit schlichten Baumwollwebstoffen nähe (und von meinem Khadijama tatsächlich nichts übrig war, was groß genug gewesen wäre), habe ich da auch nicht so viele Reste. Naja, schön müssen sie nicht sein.

Mal gucken, ob ich noch mehr nähe. Je mehr ich habe, desto seltener muß ich waschen. Und ich fürchte… die begleiten uns noch länger.

 

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Vogue V9300, Version B mit A (Top MarcyTilton)

Shirt Vogue V9300 in rotDas ist wieder ein Beispiel „Stoff sucht Schnitt“. Wobei das jetzt erst mal der Teststoff ist, aber ich kann gerade eh noch mehr in rot brauchen.

Schon wieder seit einigen Jahren liegt ein Stoff mit einem etwas größeren Druckmuster bei mir, den ich nicht langweilig „schlicht“ verarbeiten will, aber auch nicht zu klein zerschneiden. Mein erster Plan gefiel mir dann genäht doch nicht so gut wie gedacht (Also schon, aber nicht für den Stoff…) und dann lief mir dieser Vogue Schnitt aus der Marcy Tilton Designer Kollektion über den Weg.

Schnitt Vogue V9300Der Schnitt V9300 ist im Ganzen schlicht, hat aber einige Teilungsnähte an ungewöhnlicher Stelle. Und vorne gibt es einen kleinen Zipfel, den man je nach dem nach außen, nach innen oder irgendwo dazwischen stülpen kann.

Außerdem hat das Kragenbündchen noch einen kleinen Schlitz an der Seite.

Dabei bleibt das Shirt im Schulterbereich aber schmal, so dass es nicht formlos ist.

Da das Shirt hinterher vor allem zu Hosen passen soll, entscheide ich mich für die längere Variante B, das ist für mich eine günstigere Proportion. Die Ärmel nehme ich allerdings von Variante B

Die interessante Schnittform hat allerdings einen Nachteil: Dadurch, dass der Schnitt keine normalen Seitennähte hat, kann man nicht einfach ein FBA machen und auch meine anderen Änderungen nicht einfach durchführen. Also… versuche ich das zu vermeiden.

Zipfelshirt Vogue in rotDer Schnitt kommt in den Größen XS bis XXL, die Doppelgrößen der normalen Größen entsprechen. Dadurch sind allerdings die „Löcher“ zwischen den Größen größer. so ist die Oberweite be Größe L 97-102 cm, bei Größe XL 107 bis 112. Der Maßtabelle nach, passt meine Oberweite genau zur Größe XL. Normalerweise nehme ich eine Größe kleiner und mache ein FBA, worauf ich bei dem Schnitt aber keine Lust habe.

Also nehme ich Größe XL und mache dafür die Schulter 1cm schmaler. In der Hoffnung, dass das passt.

Eine Linie zum Kürzen gibt es, ich nehme oberhalb der Taille 3 cm cm Länge raus. Normalerweise nehme ich noch mal 3 cm in der hinteren Mitte und zu den Seiten verlaufend raus. Aus das spare ich mir.

Die Hüfte liegt eigentlich knapp bei XXL, aber die Übergänge bei dem Schnitt sind schwierig, ich messe die Schnitteile durch und da durch das Zipfelteil ja sehr viele Weite bringt… müßte das reichen.

Markierung BrustpunktUm den Sitz hinterher wenigstens grob überprüfen zu können, markiere ich aber (siehe Bild) mit Heftfaden den Brustpunkt und lasse das bis zum Schluss drin. Um zu sehen, ob der auch auf der Brust landet.

(Wenn man gaanz genau guckt, sieht man vielleicht das Fadenkreuz auf dem Bild… Sitzt gut genug auf der Brust.)

Als Probestoff habe ich einen Viscosejersey mit etwas Elasthan genommen, den ich vor sehr, sehr vielen Jahren mal bei Sacré Coupons mitbekommen hatte. Mit kleinen weißen Blümchen. Der Stoff ist extrem glatt und flutschig, von der Sorte „weicht sogar Blicken aus“. Was beim Zuschnitt etwas schwierig war. Aber zu bewältigen. Dafür fällt er sehr weich.

Eigentlich steht in der Schnittbeschreibung, der Stoff müßte längs- und querelastisch sein, dazu gibt es auch die bewährte Dehnschablone auf der Schnitttüte. 50 Prozent Dehnbarkeit sind gefordert.

Die hat mein Schnitt in Querrichtung nur knapp, in Längsrichtung schon gar nicht. Die Längsdehnbarkeit ist aber meines Erachstens für Modell B nicht wirklich nötig. Beim Modell A werden ein Teil und ein Ärmel quer zum Maschenlauf zugeschnitten, da ist das nötig (mehr oder weniger), beim Modell B hingegen nicht. Nur die Halsblende hätte etwas dehnbarer sein dürfen… aber es ging. Die hätte man natürlich auch quer zum Maschenlauf zuschneiden können, um das Problem zu beheben. Aber es ging auch so.

Bei mir ist allerdings der Schlitz im Ausschnitt auf der anderen Seite, nicht wie auf dem Bild gezeigt. Da muß ich mir die Schnitteile noch mal angucken, ob ich das versehendlich verkehrherum aufgelegt habe. Ich pause meine Schnitteile ja auf Folie durch und alles wird (da außer den Ärmeln ohnehin alles asymmetrisch ist) nur einlagig zugeschnitten. Da kann das schon passieren.

Was mich an der Anleitung dann irritiert ist, dass man zwar einen superstretchigen Stoff nehmen soll, der dann aber mit zwei Reihen Steppstich genäht wird. Also nicht dehnnbar. Die Technit ist nicht schlecht, weil man sehr flache Nahtzugaben bekommt… aber so groß ist der Vorteil auch nicht. Ich habe mich für den Overlockstich der Nähmschine entschieden. Das geht auch und geht schneller.

Um zu sehen, ob man das Halsbündchen tatsächlich mit Steppstich absteppen kann, habe ich erst mal anprobiert… der Ausschnitt ist aber weit genug, so dass es nicht stört.

In die Schulternaht hätte elastische Einlage aufgebügelt werden sollen. Hatte ich nicht da… ein Streifen von dem Stoff, in Längsrichtung (wo er wenig dehnbar ist) reichte auch. Und die Schulternaht habe ich mit normalem Steppstich genäht und die Nahtzugaben auseinander gebügelt. Das mag ich an der Schulter einfach lieber.

Die Säume am Top und an den Ärmeln habe ich von Hand genäht. (Hexenstich, große Stichlänge und den Faden nicht zu fest angezogen.) Gefällt mir  hier besser, als eine sichtbare Steppnaht. Und bleibt elastisch. Beim Rest habe ich mich an die Anleitung gehalten. Die auch nicht weiter schwierig ist.

Shirt von hintenMit dem Ergebnis bin ich weitgehend zufrieden. Der Look ist toll, ich mag es, das Zipfelteil unterschiedlich hinzuppeln zu können. Wobei es in meinem sehr weichen Stoff nicht so auffällig fällt. (Der endgültige Stoff wird Baumwolle mit Elasthan, der ist etwas steifer, da wird es auffälliger.)

Die Passform… ist letztlich wie zu erwarten.

Wenn man genau hinsieht, seht man die nicht gemachte FBA. Dafür auch keine Abnäher.

Und am Rücken sieht man die 3cm Länge zu viel schon deutlich. Aber da man sich sonst bewegt, nicht rumsteht und auch der eigentliche Stoff mehr Eigenstabilität hat, werde ich es trotzdem nicht ändern. Denke ich.

Ich überlege allerdings, die rechte Seitennaht (das ist die, die „normal“ ist) zur Hüfte hin noch etwas zu erweitern. Das „mogelt“ dann noch etwas.

Aber ich glaube… das ist jetzt der Schnitt für meine Stoff. (Aber das habe ich beim letzten Mal auch schon gedacht…)

 

Khadijama

PyjamaIn die Abteilung „nötiges Nähen“ fällt dieser Pyjama, aber da ich im Moment auch keine Kundenkontakte habe, ging es relativ schnell. Und eigentlich ist ein schöner Pyjama auch was Schönes…

Als Stoff habe ich mir einen lange gehüteten Khadi Stoff aus Indien aus der Truhe genommen. Ist ja irgendwie auch doof, wenn man alle Stoffe immer für „schön“ hortet… und so viel und so lange getragen wie ein Pyjama wird eigentlich sonst kein Kleidungsstück.

Da der handgewebte Stoff nur schmal liegt (und nach dem Waschen natürlich nicht breiter wurde) mußte ich etwas improvisieren. Auf Streifenlauf konnte ich schon mal gar nicht gucken. Da die Streifen eh nicht symmetrisch sind, fällt das aber gar nicht so auf. Die Ärmel mußten im Querfadenlauf zugeschnitten werden (was jetzt speziell bei diesem Stoff auch keine Rolle spielt.) Für die Hosenbeine war der Stoff nicht ganz breit genug, deswegen bekam die Hinterhose einen kleinen Zwickel. Die Länge der Hosenbeine richtete sich dann danach, wie viel Stoff noch übrig war… Und über den Fadenlauf des Unterkragens reden wir mal nicht… Immerhin mußte ich den nicht stückeln.

Der Schnitt ist mein bewährter Pyjamaschnitt, der mal aus Patrones war, vergrößert wurde… und mit heutigem Wissen eigentlich ganz anders hätte angepasst werden müssen. Aber was soll’s… er tut es gut so.

Verarbeitet habe ich den Stoff mit breiten französischen Nähten, so sieht alles innen und außen gut aus. Und ich habe die Knopflöcher meines Einhorns ausprobiert… im Gegensatz zu meiner alten Maschine hat die neue einen Knopflochschlitten und damit gibt es tatsächlich auf Anhieb immer gleich große Knopflöcher. Das werde ich auch künftig lieben.

Die Knöpfe hatte ich auch noch im Vorrat (seit die Läden zu haben, ist es endlich mal wirklich gut, den Vorrat zu haben), sie müßten von Jim Knopf sein.

Jetzt muß es nur noch wärmer werden, dann kann ich meinen luftigen Pyjama auch tragen. Der Stoff ist wirklich sehr luftig, eher grob gewebt und bei Gegenlicht transparent. Also vielleicht doch ganz gut, dass es ein Pyjama wurde, keine Straßenkleidung. :o)

Und wenn du keine Farbe hast…

Dekoostereier… dann beklebst du deine Ostereier halt mit Stoff.

Im Laufe der Jahre werden ausgeblasene Eier ja nicht besser, das eine oder andere verschwand auch und kam nicht wieder… und da ich über Ostern alleine Zuhause saß, hatte ich auch mal Zeit, Eier zu dekorieren.

Nur keine Farbe und keinen Kleber… (ich bin ja kein Bastelhaushalt…)

Da fiel mir aber der selbstklebende Stoff von domotex wieder ein. Und das geht ganz prima. Beim rechten Ei habe ich Dreiecke geschnitten und überlappend unregelmäßig aufgeklebt, beim linken Streifen.

OstereiDanach habe ich dann tatsächlich noch Plakafarbe in zwei Grüntönen gefunden…

Beim linken Ei habe ich Klebekristalle (ich denke Tedi) als Tupfen aufgeklebt.

Dann fand ich Dekoklebebebänder von Lidl in verschiedenen Breiten, auch in ganz schmal. Eigentlich Weihnachtsmotive, aber auch relativ „neutrale“ Sachen wie Herzchen oder irgendwas grafisches.

OstereiLängs kleben funktioniert besser als quer. Bei quer muß man das Klebeband dann doch etwas „knittern“.

Jetzt warte ich noch auf den bestellten Klarlack (kommt frühestens in zwei Wochen), dann kann ich die Farbe noch stabilisieren.

Aber für „nix im Haus“ war das dann gar nicht so schlecht. 😉

 

 

Sockenkleeblatt

Weihnachten hatte ich zwar keine neuen Socken für meinen Bruder… er aber alte für mich.

Die gestopft werden mußten…

gestopfte SockenUnd je länger die Socken schon in Betrieb sind, desto unwahrscheinlicher ist es, dass ich noch Orignalwolle habe. Da die Stopfstellen aber alle auf der Fußsohle liegen, ist es zum Glück egal.

Und nein, die Löcher waren nicht so groß. Ein Paar hatte sogar noch gar kein komplett durchgelaufenes Loch (mein Bruder ist lernfähig), aber wenn ich sie schon habe, dann stopfe ich die dünnen Stellen dann gleich ziemlich großräumig. Viele Reihen Maschenstich. Das sollte jetzt wieder für eine Weile halten.