Mein Spendennähen aus Resten geht weiter.
Im Spendenaufruf für den Knackpunkt in Düsseldorf war auch erwähnt wurden, dass BHs generell knapp sind. Jetzt hatte ich zwar keinen BH-Rest, aber der Stoff meines Pyjamas ist ein sehr elastischer BW-Jersey. Und da die Mädchen in der Notschlafstelle noch sehr jung sind, habe ich mir überlegt, dass sie vermutlich mehr Bedeckung als Halt brauchen. Und habe die Reste in sechs Bustiers verwandelt.
In einer Meine Nähmode (Ausgabe 3/2018) habe ich einen Bustier-Schnitt in Größe 36/38 gefunden und genäht. Also im Original ein Simplicity Schnitt.
Der hellblaue Stoff von der Pyjamahose hat nicht für alle Bustiers gereicht. Ich hatte aber noch hellblauen Falzgummi, den habe ich für den Rest verwendet.
Genäht habe ich wieder mit Overlock und Cover, habe die Verarbeitung auch etwas abgewandelt. So habe ich die Armausschnitte zuerst eingefasst und danach die Seitennähte genäht. Optisch nicht ganz perfekt, weil man dann einen Teil der Overlocknaht außen hat, aber es beschleunigt die Sachen deutlich. Die Einfassung habe ich zuerst mit der Nähmaschine „geheftet“ (im Zickzackstich) und dann festgecovert. Bei den Einfasstreifen aus dem blauen Jersey blieb die Naht drin, die sieht man nicht mehr. Beim Einfassgummi habe ich das, was auf der Innenseite sichtbar war, rausgezogen. Das Bündchen unten wird eigentlich mit zwei Seitennähten genäht, ich habe, soweit das Material reichte, im Bruch zugeschnitten und die Naht in die hintere Mitte verlegt.
Ob es für die Mädels funktioniert, weiß ich nicht, ich werde um Rückmeldung bitten, denn wenn es nicht funktioniert, nähe ich keine mehr. Wenn es Wünsche für Modifikationen gibt, kann man das beim nächsten Mal anders machen.
Zur Passform kann ich natürlich nichts sagen, denn mir passt da keines davon. Ein paar Sachen sind mir beim Nähen aber aufgefallen und einiges würde ich definitiv beim nächsten Mal anders machen.
Der erste Punkt ist, dass die Einfassstreifen für die Ausschnitte kaum Minusweite haben. Die können deutlich kürzer und es würde auch schöner. Dann soll man das Vorderteil ein der Mitte ein Stück raffen. Dummerweise gibt es keine Anweisung, wie viel und da es zum Einfassstreifen für den Halsausschnitt auch keine Angabe zur vorgesehenen Dehnung gibt… Das hilft jetzt gar nicht weiter.
Auch das Bündchen unten (was hier nur als Durchzugsstreifen für den Gummi drin definiert ist) hat keinerlei Dehnung vorgesehen. Und der Gummi aus meiner Sicht auch eher wenig. Das würde ich für mich sicher enger nähen und aus meiner Sicht sähe es auch besser aus, wenn man den Bund schon mit Dehnung annäht. Es sind ja alles dehnbare Stoffe.
Naja, mal gucken, ob es für die Mädels brauchbar ist. Das ist hier die Hauptsache.












