P-A-Challenge: Jury-Leid

Uff, die Nähparty ist vorbei und irgendwann hole ich sicher den Schlaf auch nach. Oder so. Nachdem ich den vom letzten Jahr nachgeholt habe…

Mein Outfit wurde weitgehend fertig. Nur für die Perlen und die Lichtleitfaser hat es nicht gereicht, ich dachte, wir hätten noch Telefondraht, hatten wir aber nicht. Das Jackenfutter habe ich Freitag morgen größtenteils mit der Maschine eingenäht, danach ging es nach Aachen und in Silvias Laden dann bis ungefähr 3.00 Uhr weiter. Unterbrochen von einem leckeren Essen beim Thailänder… Aber Silvia und Toblerone haben mit mir Stellung gehalten.

Der Saum meines Oberteils blieb ungesäumt. Der Strick ribbelt nicht und ich hatte mich entschlossen, das Teil in den Rock zu ziehen, da sieht es keiner… werde ich aber irgendwann noch nachholen, ich will das Shirt ja sonst noch anziehen, aber auf Hosen. Bilder kommen irgendwann noch, ganz Neugierige können auf der Hobbyschneiderin-Seite schon die Bilder zur Challenge und die Bilder von der Nähparty angucken.

So richtig hart wurde aber erst der nächste Tag… nein, nicht wegen der lächerlichen vier Stunden Schlaf die übrig geblieben waren… schlimmer war…. wir hatten ja einen Preis für die Challenge und mußten infolge dessen auch bewerten. Und neben Anne und Toblerone war ich das dritte Jurymitglied.

The sewing party in Aachen is over. One day I will get back the lost sleep. After I got back last years lost sleep….

I nearly managed to finish my Outfit. I didn’t have the time to do something with the „add on“ material, the optical fibre and the roccailles. Also the hem of my top isn’t done yet. But I decided to wear it inside my skirt and the knit didn’t ravel at all, so no problem. Lining the jacket took until 3 a.m. on Saturday. Silvia and Toblerone kept me company in Silvias shop. There is a certain magic, sitting between fabrics and notions in the middle of the night and sewing something.

(Pictures will be coming, but there are a lot in the hobbyschneiderin-Forum about the Challenge and the party.)

The next day then was really hard. Oh no, not for the short night, four hours of sleep isn’t that bad anyway. No, the „problem“ was, we had a prize (two to be precise) so the jury (that means Anne, Toblerone and me) had to decide, which outfit was best.

And that was really, really hard. I saw one person entering the place and thought „oh, that is perfect! It’s fits the person and the figure, it is so well sewn, how will anybody compare?“

Then I turned around, spying another well known fabric and thought: „How creative! That is so great!“ and the next „Simple… but… oh, this detail, and that small thing, and so well sewn“. And so on…. So I took photos and notes… and did the same on Sunday. All in all we had ten persons coming with their finished clothes to the party in Aachen and two more who had finished in time and had put pictures on the webside. (We had started with 52 participants, so a „return rate“ of about 1/4 isn’t that bad.)

It was so thrilling to see and check out in detail, how the same material had turned into completely different ideas! And all of the results were great. Different, but awesome. Really everybody had done a great job.

Und es war wirklich sehr, sehr hart. Als ich in den Saal des Eurogress kam sah ich die erste und dachte „Oh, das ist perfekt! Es sitzt und paßt so wunderbar zum Typ. Sauber genäht ist es obendrein. Wie kann da noch jemand mithalten?“

Und dann drehe ich mich um, erspähe den bekannten Stoff an einer anderen Ecke und denke „Wahnsinnig kreativ, diese Idee, das ist ja sooo toll!“ und einen Blick weiter „Schlicht… aber… dieses Detail hier… das Detail dort… wie raffiniert… und so ordentlich genäht.“ Und so ging es weiter. Ich machte Photos und Notizen… das ganze am Sonntag wieder. Zehn Teilnehmer waren mit ihrem fertigen Outfit erschienen, zwei weitere hatten sich mit Bildern im Internet beteiligt. (Mit 52 Teilnehmern hatten wir angefangen, macht also etwa ein Viertel, das auch fertig wurde. Nicht so schlecht.)

Es war einfach wahnsinnig aufregend zu sehen, wie das selbe Materialpaket sich in komplett unterschiedliche Outfits verwandelt hatte. Und alle waren toll. Verschieden, aber jedes wunderbar auf seine Weise.  Jeder, aber auch wirklich jeder hatte die Aufgabenstellung sehr gut erfüllt.

Sonntag Nachmittag zogen wir uns dann zu dritt in eine Ecke zurück und diskutierten. Wir waren uns ganz schnell einig, daß es schwer ist. Daß alle etwas spezielles haben und sehr gut sind. Also hieß es die Bewertungskriterien enger zu ziehen…. Nähtechnik, Paßform,Kreativität, Alltagstauglichkeit,… ganz unterschiedliche Anforderungen. Typgerecht und in sich stimmig waren ausmahmslos alle Outfits, das taugte schon mal nicht als Unterscheidungsmerkmal. Anne überlegte schon, ob sie dem netten Herrn Seitz von Alterfil noch zehn weitere Garnboxen rausleiern könnte… Erde an Anne… erstens sollten wir großzügige Menschen nicht ausnutzen und zweitens ist er auf einer Messe in Asien. Und es ist Sonntag…

Also weiter diskutieren, sortieren, abwägen… allmählich schaffen wir es, die Auswahl auf fünf einzugrenzen.

Jetzt hilft nur noch Korinthen kacken. Winzige Unterschiede im Detail aufspüren, diskutieren, abwägen, wieder überlegen. Irgenwann sind wir bei drei. Aber zwei Preise. Neben der Box mit 48 Rollen Alterfil Nähgarn in verschiedenen Modefarben das Wochenende in Oederan, dem Sitz der Firma, nicht nur Übernachtung und Frühstück, nein, mit Werksbesichtigung, denn Alterfil produziert tatsächlich noch in Deutschland. (Im Übrigen bin ich neidisch, daß ich den Preis nicht gewinnen kann, denn so eine Werksbesichtigung fände ich auch spannend….)

Sunday afternoon Anne, Toblerone and me, we find a calm place and start discussing. We agree very quickly that it is hard to choose. Because everyone did something very special and everyone did it very well. So we used the criteria more strictely…. how well is it sewn technically, fit, creativity, wearability,… very different cirteria. The all over harmony of the outfit and the question if it did fit the personlity of the wearer didn’t help at all. Here they were all perfect… Anne startet to phantasize about getting ten more thread-boxes from Alterfil… but first it wouldn’t be nice to abuse the generosity of Mr. Seitz and second he is on a trade fare in Asia… and it’s Sunday…

So more discussing, weighing arguments,… slowly we come down on five.

Now it’s nitpicking time, our only chance…. findig smallest differences, more discussing, thinking… Some time later we have redused it to three. But only two prices. The threadbox from Alterfil with 48 spools of thread in different colours and the weekend in Oederan, two nights plus a visit to the factory. Because Alterfil is still producing in Germany. (And I do envy the winner, because visiting a factory is something that would thrill me, too.)

The Anne jumps up. Walks over to the Elna booth and starts talking to Mr. Heimann. And… Elna is generous, too! We are getting a serger (Elna 344), our new second price.  And so… we finally can decide. And make some people very, very happy!

I thought it was sometimes difficult to make my Challenge-garments. But deciding about the others was much, much harder… 😉

Schließlich springt Anne auf, düst zum Elna Stand und redet mit Herrn Heimann. Und… Elna ist spontan und großzügig, wir bekommen eine Elna 344 Overlock-Maschine. (Nettes Gerät, Differenzial, bunte Einfädelhilfen und was man sich alles so wünscht… :o) )

Und endlich, endlich machen wir drei Leute glücklich!

Ich dachte für die Challenge nähen wäre schwierig… aber zu bewerten hat mich glaube ich mehr Schweiß gekostet. 😉

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