Butterick B6031, Modell B (Unterhemd)

(The English review is on pattern review again.)

Schnittumschlag Die nostalgischen “Patterns by Gertie” finde ich ja oft süß und als Unterwäsche war auch mal was dabei, was ich mir für mich vorstellen konnte. Gekauft hatte ich ihn allerdings eigentlich wegen des Unterkleids, da habe ich noch keinen Schnitt für Jersey. Genäht habe ich jetzt aber das Hemdchen B, die etwas längere Version.

Was ich auch interessant finde ist das Konzept, daß der Schnitt gleich in drei verschiedenen Körbchengrößen vorliegt. Statt eine FBA einfach passend ausschneiden hat auch seinen Reiz.

Allerdings ist die Größenauswahl dann doch nicht so einfach. Der Schnitt erklärt zwar, wie man aus Brustweite und Oberbrustweite die Körbchengröße bestimmt, aber in der Größentabelle ist die Oberbrustgröße nicht angegeben. Also muß man im Prinzip rechnen…. Brustumfang laut Tabelle minus 2,5cm (entspricht Körbchengröße A/B) ergibt die zu jeder Größe zugehörige Oberbrustweite. Und dann kann man davon ausgehend wieder die eigene Körbchengröße ermitteln.

CamisoleOder man macht es wie ich, und nimmt die sonst übliche Größe bei Butterick und dazu Cup C. Also Größe 22, den Brustteil in Cup C und zur Hüfte auf eine “virtuelle” 24 rausgezeichnet. (Der Schnitt geht nur bis Größe 22.) Außerdem habe ich 2cm rundum in der Länge rausgenommen.

(Rechnerisch wäre ich übrigens eine 18E… Das ist aber auch nicht realistisch…. Proportionen sind nun mal sehr individuell. ;) )

(Bei den Photos an der Puppe bitte beachten, daß die nicht meine Größe hat, das ist eine Dekopuppe, die viel kleiner ist als ich.)

MarkierungDas Kopieren der Schnitteile war schnell erledigt, das sind nicht so viele. Was mich allerdings ein wenig irritierte ist das Paßzeichen am Körbchenteil. Das lag für Größe 22 nämlich außerhalb des Schnittteils. (Also außerhalb der Nahtzugabe.) Bei den anderen Größen war das nicht der Fall.

Das Zusammennähen ist auch nicht schwierig, ich habe mich im Großen und Ganzen an die Anleitung gehalten. Was ich geändert habe war zum einen, daß ich die Abnäher in den Oberteilen erst abgesteppt und danach zurückgeschnitten habe und die obere Kante des Rückenteils habe ich mit Dessousgummi versäubert, der oben ein wenig übersteht. Außerdem habe ich den angenäht und abgesteppt wie sonst bei Dessous auch.

Was ich unpraktisch finde ist, daß die Länge der Gummibänder für die obere Kante der Vorderteile und des Rückenteils nicht einfach in Zentimeter angegeben wird, sondern man ein Schnitteil dafür hat, mit dessen Hilfe man den Gummi “ausmessen” kann. Ich denke, die Zeiten, als eine Heimnäherin vielleicht nur Schnüre zum Ausmessen hatte, sind doch vorbei…

SpitzendetailEtwas mühsamer war die Sache mit der Spitze. Meine Spitze war viel breiter als vorgesehen. Zum Glück ließ sich die Spitze aber gut längs teilen. Das war sehr mühsam, weil es sehr viele Kurven gab, aber das Ergebnis war es doch sehr wert. (Den Stoff darunter weg zu schneiden war auch etwas mühsam…)

SchnittteileErst als ich die Seitennähte zusammen nähen wollte, funktionierte das nicht.

Das Rückenteil war etwa 3cm zu lang. Nun kann sich das natürlich schon mal verschieben, wenn man gebogte Spitze überlappend annäht. Aber auch wenn man die Schnitteile nebeneinander legt, stellt man fest, daß es nicht funktioniert. Nicht nur sind die angegebenen 6mm Nahtzugabe an der Stelle nicht möglich, es ergibt sich sogar ein Spalt. Und selbst dann paßt es an der oberen Kante nicht. Außerdem stimmen die Paßzeichen der Seitennaht nicht überein.

SeitenansichtAlso den Gummi an den Rändern wieder abgetrennt und 3cm nach unten gezogen.

Leider paßt mein AlterfilS120 farblich sehr exakt zum Stoff und gleichzeitig krallen sich die Stiche tief im Material fest. Den Gummi auf voller Breite abtrennen war somit definitiv keine Alternativ. Und auch für die wenigen Zentimeter war ich extrem dankbar, daß ich gerade leihweise eine Tageslichtlampe zur Verfünung habe, um sie für die HS24 Seite zu testen. Das war wirklich extrem hilfreich.

Als Träger habe ich statt Spitze BH-Träger genommen, Davon habe ich genug. Allerdings habe ich da auch gut 10cm Länge zugegeben, die angegebenen Werte kamen mir arg kurz vor. (Und es hätte fast noch mehr sein können.) Die Schleifchen habe ich dafür weg gelassen.

SaumFür den Saum hatte ich nicht mehr genug Spitze, also habe ich stattdessen einen Muschelsaum improvisiert. An romantischen Unterhemden mag ich das ganz gerne und es geht ganz einfach, mit jedem Stich, den man über den Rand des eingeschlagenen Stoffes hinaus nähen kann.

Einen Langzeittragetest wird es hoffentlich erst in einigen Monaten geben. Wegen mir muß es jetzt nicht so schnell wieder kalt werden….

RückansichtWas mich ansonsten beim Tragen irritiert ist, daß der Abnäher offensichtlich nicht wie gewohnt unterhalb der Brustspitze endet, sondern darüber verläuft. Das scheint aber auf den Photos auf der Schnitttüte auch so zu sein.

Der Rücken hingegen ist viel zu hoch. Und der Schnitt sitzt etwas enger, als auf dem Bild. Das wiederum stört aber nicht. :o)

Fazit: Ich glaube, der Schnitt zeigt, daß Gradieren nicht ganz so einfach ist. Dabei ist wohl ein bißchen was schief gelaufen.

Trotzdem ist das Ergebnis tragbar und sieht sehr süß aus. Bei der nächsten Version werde ich aber den Rücken oben etwa 3cm kürzen und die Träger noch etwas verlängern.

Den Schnitt wird es also nicht zum letzten Mal geben.

 

 

 

Langweilig, aber nützlich…

Boring, but useful…

dessous1402Panties in einem Hautton. Nach bewährtem Schnitt. Nein, langweiliger geht es nicht mehr. Aber gerade auf den Sommer hin nützlich, besonders unter heller Kleidung. Und sie passen nett zum Hemdchen.

Panties in a skin tone. Made with my TNT pattern. No, it couldn’t be more boring. But also useful, especially with summer and light clothes approaching. And they fit the cami well.

Da meine bisherigen Bezugsquelle für Dessousstoffe ja versiegt ist, habe ich das erste Mal aus Österreich bei Wien2002 bestellt. Der Service war gut (mir viel zu spät ein, daß ich auch Bügelband brauchte, das konnte aber noch zugefügt werden) und die Versandzeit akzeptabel. Genäht hat sich der Stoff auch gut, wie der Dauertragetest ausfallen wird, wird man sehen.

Since the shop where I used to buy my lingerie fabric has closed definitely I tried to order from Austria at Wien2002 for the first time. Service was good (I had forgotten the wiretunnel, but they could add that without any problem) and the shipping time acceptable. The fabric did sew well, how the long time qualities are we will see.

Graue Freunde

Grey Friends

Graue FreundeIch gab mich mal wieder dem nutzlosen Nähen hin… aus Stoffresten entstanden nach meinem Buch von Aranzi Aronzo diese beiden niedlichen Gesellen.

A bit of refreshingly useless sewing. Using some scraps from my last projects and patterns from my book by Aranzi Aronzo those cute guys were born.

Die Stoffe stammen von meinen letzten Projekten. Die graue Cargohose, die dazu gehörige Jacke und die Wickelbluse, für die ich aber noch keine Schnittkritik geschrieben habe, weil ich noch mit einer Verschlusslösung kämpfe, die sie tragbar machen würde. Die Haare sind Reste von den blauen Handstulpen, leider ist das Garn auch damit nicht aufgebraucht.

graue Freunde im GrasThe fabrics you have mostly already seen, there are the grey cargo-style pants, the jacket and then the wrap top. I haven’t postet the wrap top yet, because I am still fighting to find a closure solution that would make it wearable. The blue hair is leftover yarn from the blue hand warmers. It is still not used up…

Von der Anleitung bin ich mal wieder abgewichen, denn ich habe die Gesichter zuerst mit der Maschine genäht und danach die Figuren zusammengenäht. Die Augen und der Mund sind als “reverse Appliqué” ausgeführt (gibt es da einen deutschen Begriff?), die schwarzen Pupillen aus Fleece dann aufgenäht. Und nachdem ich mir die Halsausschnitte der Kittel angeguckt hatte, habe ich diese zuerst angezogen und die Figuren danach erst gestopft.

I changed the instructions in so far that I made the faces first with the machine. Eyes and mouth are made in reverse apppliqué technique, the black pupils are sewn on top. And after I had evaluated the neckline of the tunics I decided to dress the dolls first and stuff them afterwards.

Sehen die für euch eigentlich wie Mädchen oder wie Jungen aus? Oder einer so, einer so?

For you… do they look like girls or like boys? Or one each?

Revue de Presse: Burdastyle April 2014

Titel Burdastyle

(Wegen der vielen Messen hat das den Monat mal wieder sehr viel länger gedauert… also in letzter Sekunde…)

Das April Heft leuchtet einem am Kiosk erst mal mit grell neon orangener Schrift entgegen. Die die Abbildung im Internet gar nicht wieder gibt. Die Anmutung der Printausgabe ist wirklich völlig anders. Außerdem können wir uns auf ein fortbestehen der langen Hippie-Kleider einrichten. Gut für mein Maxi-Kleid… Daß “weiß” ein Thema ist überrascht nicht, ebensowenig wie “Ostern”, vermutlich in der Dekoabteilung.

Das Editorial gleicht dann auch den Titel etwas aus, indem hier tatsächlich “weiß” den Ton angibt. Na dann schaun wir mal…

Die Kreativ-Trend Seite zeigt erst mal ein atemberaubendes Häkelkleid von Hervé Léger. Da sind die Burda-Blüten natürlich nur ein müder Abklatsch, aber um Billigklamotten trendgerecht aufzubereiten reicht es allemal. Wer nicht nähen kann oder mag muß also zumindest nicht aussehen wie “von der Stange”. Auch das Dreieck Thema ist eigentlch nicht schlecht. Und vor allem die Idee, einen Rockaum mit riesigen, farblich abgestuften Dreiecken zu besticken. Nach dem Prinzip der “Fliege”, die sonst den Schlitz gegen aufreißen schützen darf. Das ist wirklich eine raffinierte Idee! Auch die geschlitzen und innen gefütterte Ärmel gefallen mir. Nicht wirklich praktisch, weil es überall reinbaumelt, aber sehr attraktiv…

Lätchen aus alten T-Shirts und Sweatshirts sind keine neue Idee, aber schnell gemacht und witzig. Und falls man dadurch die gruseligsten Jugenderinnerungen der Eltern einem sinnvollen Verwendungszweck zuführen kann, ist das ja nicht verkehrt.

“Go West” ist dann das Motto der ersten Modestrecke. Ob die Südstaaten der USA als Beispiel für selbstbestimmte Frauenleben taugen weiß ich nicht so genau, aber um die Realität geht es ja nicht… nett ist das Sommerkleid in Langgröße. Auch die Hose mit Hüftpasse und das Karoblüschen. Mit der Passe mit Wickeleffekt durchaus mal eine Abwechslung. Kurzblazer aus Jeans mit Leinen… auch nett. Reißt mich nicht, aber vermutlich liegt es daran, daß ich Jeans zwar trage, aber nicht so wirklich als Modethema sehe. Reizend auch der Kinderlatzrock. Die Mädchensachen sind wohl mal wieder eingestreut. (Größe 98-122). Natürlich aus Liberty Stoff… der derzeit unvermeidliche.

Kinderkleid Burdastyle Sehr süß finde ich aber Kinderkleid 139. Diese eckige Ziersteppung gibt was Sportliches. Das könnte man auch ohne die Rüschen gut sehen. Ansonsten schlicht und süß.

Das Empirekleid 124 in Damengröße ist mir dann glaube ich etwas zu süßlich Retro. Außerdem hat es häßliche Nahtkräusel und der Saum fällt unter “schade um den Stoff”.

Satteltasche Burdastyle Satteltaschen fürs Fahrrad selber nähen ist irgendwie bescheuert. Andererseits eröffnet das auch ein paar Möglichkeiten… auch wenn das Ergebnis sicher nicht so wasserfest sein kann, wie meine Ortlieb-Taschen.

Mit der Empirebluse 119 in Langgröße kann ich mich auch nicht wirklich anfreunden. Vielleicht aus einem weniger steifen Stoff? Kinderbluse und Short sind auch nicht wahnsinnig spannend, aber nett und brauchbar.

Kleid Burdastyle Warum mir Kleid 118 gefällt kann ich gar nicht sagen. Puffärmel sind nicht so mein Fall. Aber der Rest ist schlicht, der Wasserfall schmeichelnd. Doch, gelungen.

Die Lederschürze 143 würde ich als Zugeständnis an den Vintage-Trend werten. Definitiv nicht meines. Kleine Mädchen mit Latzhose sind immer irgendwo süß, aber so einen Schnitt braucht man nur einmal im Leben. Und das Kleid… nein, zu viel Kittelschürze.

Die Pflegeprodukte auf der Beautyseite kann ich wieder mal fix überblättern…

Die “Berichterstattung” über die Berliner Mode Woche leider auch. Nicht nur, daß sie schmal zwischen Werbung eingequetscht ist, nein, die Bilder sind so microklein, daß man nix erkennt.

Das Fashion-ABC ist inzwischen bei “N” angelangt und ich lerne, was “Nebelblümchen” und “Nonnenärmel” sind. Wobei google diese Begriffe auch nicht (im Zusammenhang mit Mode) kennt. Denkt sich Burda jetzt was aus, wenn die Begriffe nicht ausreichen?

“Solo für weiß” ist ja ein beinahe unvermeidliches Sommerthema. Diesmal wieder ein einer puren Umgebung photographiert. Der Oberall sieht ja wirklich gut aus. Unpraktisch, aber schön.

Kleid Burdastyle Noch hübscher das Kleid 117 in Wickeloptik für Kurzgröße. Schlicht, aber mit einem spannenden Detail.

Schlauchkleid 112 hat zumindest eine interessante technische Zeichnung. Wie das getragen aussieht weiß man dann immer nicht. Da wäre die Rundumsicht mal praktisch. Etuikleid 108 hat auch eine schöne technische Zeichnung, aber hier wirkt das auf dem Photo dann doch wie… fast extravagant gibt komisch. Pulli und Bundfaltenhose… ja halt. Weißer Herrenanzug gefällt? Diesmal drin. Größe 46 – 56. Schlauchshirt und Rock 114 kann man wieder nichts dazu sagen… gut versteckt durch Pose.

Ensemble Burdastyle Ein positive Überraschung ist die Kombination aus Bluse 115 und 7/8 Hose. Das ist eine Kombination, die mir in den Proportionen normalerweise gar nicht gefällt und schon gar nicht mit solchen Schuhen. Hier mag ich aber die japanische-puristische Anmutung.

Kleid Burdastyle Oh… und Kleid 106 erst! Keine Schnörkel, aber avantgardistische Alltagsmode. Ob das in meiner Größe auch noch gut aussieht?

Dann haben wir wieder eine Beauty-Seite zum Überblättern und das “accessoire” ist die Pilotenbrille. Ich mag zwar Sonnenbrillen, aber diese Modelle machen mich gerade alle nicht so an.

Direkt vom Laufsteg gibt es Hippiekleider (immer noch), Kurzblazer, Retrokleider (wobei die nicht alle Retro aussehen), Architectural Tops (yeah!), Overalls (unpraktisch) und Sommerparkas (inzwischen eher ein Dauerbrenner als ein neuer Trend). Bis auf die Tops reißt mich ja gerade nichts wirklich vom Hocker.

“Sun Downer” ist dann das Motto für… tja, eher Strand oder Hippie oder Ethno? Oder ein bißchen von allem? Das Maxikleid vom Titel gibt es in Langgröße. Obwohl ich Maxikleider mag, kann ich mich dafür nur mäßig erwärmen, dieser auf dem Bauch sitzende Sabberlatz gefällt mir einfach nicht. Besser sieht der Minirock 113 auf, aber sind das Falten vorne oder eine aufspringende Tasche? Wo ist denn die Schnittzeichnung geblieben? Bei dieser Modestrecke gibt es offensichtlich keine. Daher kann ich über Kleid 127 gar nichts sagen, denn das Bild zeigt nur den um das Model drapierten Stoff und den noch dazu in Fehlfarben. Wer wissen will, warum es “Smokkleid” heißt, muß wohl bis in den Anleitungsteil blättern. Die Kombination aus Kurzblazer 126 und Bundfaltenhose 110C sieht deutlich besser aus, als ich das erwarten würde. Entweder gewöhne ich mich an den Look, oder die Kombination machts? Auch bei Mantel 104 und Kurzweste 125 komtm leider nur der Stoff zur Geltung… Ach, für die letzten zwei Modelle dürfen dann doch noch mal kleine Zeichnungen ran. Hm, der Ausschnitt, der mir an Kleid 106 so gut gefällt, kommt in diesem Stoff nicht gut zur Geltung. Und der Overall hat viel von Schlafanzug.

Daß man zu Jacquard spezielle Accessoires braucht, war mir bislang neu, aber Burda nutzt die Seite auch, um noch kurz zu erklären, was Jacquard überhaupt ist. Das schadet schon mal nicht. (Mehr davon und weniger Kaufvorschläge wären mir natürlich lieber.)

Für das “Best of Styling” hat sich Frau Bily diesmal den geheimnisvollen (weil ohne Zeichnung) Mantel vorgenommen. Der ist recht schlicht im Schnitt aber tatsächlich gut zu kombinieren. Und so gefallen mir die drei Vorschläge sogar. Gut, um in München auf Entdeckugnstour zugehen würde ich nicht unbedingt eine Clutch nehmen und Sandaletten bei einer Taufe im April in kalter Kirche kann gefrorene Zehen geben… aber im Großen und Ganzen finde ich das alles sehr tragbar.

“Ortstermin” ist dann an sich dich eine gute Idee, neben einem Hinweis auf die Creativa gibt es auch noch andere Orte oder Werkstätten, an denen man sich kreativ ausleben kann. Einige davon werden kurz vorgestellt. Davon erfährt man ja nicht immer. Und so was wie eine Siebdruckausrüstung ist nicht ganz billig, wenn man das woanders machen kann, ist das ja auch nicht schlecht.

“Beste Freunde” zeigt das allzeit beliebte Thema “ein Schnitt, viele Varianten”. Hier an einem Blazer. Völlig “klassisch langweilig” vom Schnitt.

Blazer Burdastyle Wobei mir da die Variante mit den Kettchen in der Borte gut gefällt. (Letztlich sind es dann doch nur zwei Varianten, der Rest sind Stylingvorschläge an mehr oder weiger “normalen” Frauen. Also mehr Frauenzeitung als Nähzeitschrift, aber gut.) Die Stylingvorschläge reißen mich jetzt alle nicht vom Hocker, die haben so was verkrampft trendiges. Nun ja..

Der Blazer darf dann auch als Modell für die “Nähschule” her halten. Sechs Seiten gönnt Burda dem.

Dann noch mal Stylingtips, nett sich einfach “mode”. Spontan fällt mir auf, daß ein Kleid aus dem”normalgrößenspektrum” mit einem Mantel aus dem Plusbereich kombiniert wird. :-P Nennt sich “Easy Glam” und für mich paßt da eigentlich nichts zusammen, Weder Mantel zum Kleid und noch weniger Schmuck und Schuhe. Da ist der “Business-Mix” doch stimmiger. Auch “Ladies Lunch”, hier sind die knallroten Schuhe zum anosntens zurückhaltenden Outift zwar auffällig, aber die Handtasche balanciert das dann aus. “Boy meets Girl” mein hoffentlich die Zusammenstellung der Teile, denn zum (ersten?) Rendezvous würde ich so besser doch nicht gehen. Bei dem “Hippie mit Stil” weiß ich nicht so recht, Schuhe und Schal gehen klar zum Kleid, die Brille vielleicht besser zum Blazer, aber Kleid und Blazer? Erzeugt bei mir spontan die Frage “Aber warum den bloß?”

“City Dschungel” ist das Motto der Plus Strecke. Nun ja, an den Animal Prints habe ich mich ja inzwischen etwas satt gesehen, aber sie scheinen unbeirrt weiter im Trend zu liegen.

Outfit Burdastyle Um so überraschender, daß mir gleich das erste Outfit sehr gut gefällt. Die einzelnen Schnitte sind allesamt nichts besonderes, aber die Zusammenstellung ist von einer angenehm lässigen Beinahe-Eleganz. Da stört sogar das Muster der Hose nicht allzusehr.

Daß Modell 130 “Eggshape” Mantel heißt, muß den nahenden Ostertagen geschuldet sein. Die Form nannte sich doch letztes Jahr noch “Boule” oder? Jedenfalls ist die Schnittform sicher gut einsetzbar, aber der Stoff zu viel Leopard. Zurückhaltender dann der Schlangenprint auf Hose 134A, allerdings wirft das Teil im Gehen ungefähr überall häßlich Falten… über dem Bauch, im Schritt, am Oberschenkel, am Knie und die Taschen klaffen auch auf. Na dann kann ich ja alle meine missglückten Hosen weiterhin mit stolz tragen und unter “Des ghört so” verbuchen… Shirt 135B sieht auch ausbaufähig aus, wobei ich mir nach dem Photo nicht ganz sicher bin… und den Mantel gibt es noch mal als “Sommerparka” mit Kapuze und in Nato-Oliv. Ist das jetzt besser als der Leo? ;-) Blusenshirt 133 ist pur und schlicht, aber warum ist der Kragen so viel größer als der Hals? Gehört das so? Schmeichelnd sieht aber anders aus. Und Shirt 135A aus der Nähe wirft Falten, die ich so auch nicht dringend haben muß. Da muß ich mich dann doch nicht dringend mit rum ärgern.

Shirt Burdastyle Dann doch lieber Knotenshirt 136. Das sollte mal auf meine mentale to do Liste. Allerdings sollte der Stoff eher dünn sein, bei dem vielen Geknote…

Die Osterdeko muß deses Jahr ofensichtlich in leuchtend pink. Für einen Kindergeburtstag oder ein Gartenfest wäre ich dem ja nicht mal abgeneigt, aber bei Oster bin ich, wie bei Weihnachten auch, eher “Traditionalistin”.

Die “Best Sites” kann ich wieder überblättern, nur ein anderes Wort für Werbung…

Dann gibt es noch einen “Organisator” für kleiner Mengen an Borten zum Basteln. Meine Bänder auf Wickelkarten umzubetten hatte ich auch schon überlegt, aber so scheint mir das eher unpraktisch. Dann doch lieber jede getrennt.

Und zum Abschluss noch mal Streifenstoff. Naja. Stoff halt.

Fazit: Auch das Heft hat wieder das eine oder andere Highlight… und kann mich gleich dem nächsten Monat zuwenden…

(Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte dafür liegen selbstverständlich beim Verlag.)

Frühlingsüberblick April 2014

Spring Overview April 2014

Wickelbluse Der neue Überblick fängt mit einem alten Photo an. An der Wickelbluse und deren Problematik hat sich nämlich noch nichts getan. Bzw. nichts, was zu einem Ergebnis geführt hätte. Aber ich arbeite noch dran und habe nicht vollends aufgegeben.

The new overview starts with an old photo. The wrap top and the problem are still where they were two months ago. There is something I am working on, but that takes time. But I have not given up completely.

BH

Damit sich die fast fertige Bluse nicht so alleine fühlt, gibt es einen fast fertigen BH (Élan 511) dazu. Hier sind noch die Bügel zu kürzen, die Enden zu versiegeln (wofür ich immer noch keine dauerhaft wirksame Methode gefunden habe…) und dann das Bügelband zu verschließen.

My nearly finished top needn’t feel lonely, I added a nearly finished bra (Élan 511). The wires need shortening and then I have to seal the ends (where I still haven’t found a really satisfying technique for) and close the wire tunnel.

clutchthreads1401Das nächste Projekt ist auch schon in den Startlöchern: Eine (bzw. mehrere) Clutch nach der Anleitung aus der Threads vom November 2013. Nach der kleinen und wenig bemaßten Schemazeichnung die Schnitteile herstellen war nicht so ganz einfach… Inch-Maße lassen da viel Spielraum.

The next project is already waiting: One (or several) clutch after the instructions from Threads from November 2013. Making the pattern with those tiny schematics which give only few clear measurements was not easy. Having everything in inch does not help precision…

mutu1311Auch fast fertig ist mein Strickkleid. Hier muß noch eine Spitze am Saum gegen genäht werden. Ich hoffe, dann rollt er sich nicht mehr. Grau war das beste, was ich bekommen konnte, da ich sie gerne elastisch wollte. Damit ich es tragen kann, wird es noch ein Unterkleid brauchen (die Armausschnitte gehen arg tief), aber das hat dann ein paar Monate Zeit… bis nächsten Winter.

My knitted dress is also nearly finished. I have to sew on the lace to the left side of the hem. Grey was the best I could get and I hope It won’t roll after that. To wear the dress I will need a kind of a slip (the armholes are veeery low) but that is not urgent. I hope I will not need it before next winter or at least autumn.

sock1409Fast fertig sind die nächsten Socken. Eine weitere (noch wildere) Variation auf das Stitch Surfer Muster. Keine Ahnung, warum rosa, aber mir war gerade danach….

Nearly finished the next socks, Another (even wilder) variation of the Stitch Surfer pattern. No idea why I choose this color, but I kind of felt like it…

mogr1404Den aktuellen Hexagonstand will ich euch natürlich auch nicht vorenthalten… hier bin ich inzwischen bei 345, das Ende ist schon fast zu sehen. Vermutlich noch dieses Jahr. Zumindest was die Hxxagons betrifft, sie alle zu einer Decke zusammenzufügen ist dann noch mal eine andere Geschichte…

Of course you will not miss the update on my hexagon project… I’ve crocheted 345 so far. I can nearly see the end. Probably this year. At least for the hexagons, making them into a plaid will be another story.

buch1401Ergänzend diesen Monat noch einen Blick auf die aktuelle Bettlektüre. Das gelbe Buch muß ich bis Ende des Monats mehr oder weniger auswendig können (was weniger dramatisch ist, als es klingt, weil ich nur die Unterschiede zur vorherigen Auflage neu “lernen” muß, das ist nicht so viel) und zu dem anderen kann ich noch nichts sagen. Das liegt da seit zwei Tagen, aber reingelesen habe ich noch nicht.

Additionally a look on my bedside lecture. The yellow book I have more or less to know by heart until end of the month (what is less dramatic than it looks, because I only have to “learn” what is different from the last edition and that is not that much) and for the other one I can’t say anything yet. It sits on the table for two days, but I haven’t read a word of it.

 

Aus dem Blogarchiv

From the archives

April 2006:

April 2007:

April 2008:

April 2009:

April 2010:

April 2011:

April 2012:

Ganz schnelle Handstulpen

Very fast fingerless mitts

Zumindest theoretisch, wenn man statt Maschenprobe erst mal eine Stulpe mit doch etwas zu kleinen Nadeln strickt, dann dauert es etwas länger.

At least theoretically. If you skip the gauge and knit one mitt with to small needles instead then it takes a bit longer.

HandstulpenIch hatte ein Knäuel “Joana” von Schachenmayr nomotto. Von dem hatte ich so ein- oder zwei Meter gebraucht, um einen Mütze fertig zu stricken. Also suchte ich was für das dicke Garn mit der eher kurzen Lauflänge.

I had one skein of “Joana” by Schachenmayer nomotta left. I had needed a bit more than one meter to finish a hat and was left with one not even full skein of a thick yarn with not to much meterage.

Und da fand ich bei ravelry dieses Modell: Bofur’s fingerless Gloves von Anya Lowery. Was mich fasziniert ist, daß dies wirklich die einfachste Konstruktion eines Handwärmers ist: Perlmuster, ein Schlitz für den Daumen… und es funktioniert! Die grobe Optik gefällt mir sehr gut. Dadurch daß die Finger und der Daumen weitgehend frei sind, kann man auch gut arbeiten. Die sollten eigentlich auch gut sein, um im Winter am Computer zu tippen. Dabei bekomme ich nämlich auch gerne kalte Finger. Ich gehe allerdings davon aus, daß ich das diesen Winter nicht mehr testen werde…

And then I found the Bofur’s fingerless Gloves pattern by Anya Lowery on ravelry. I am very fascinated by the extreme basic construction principle: Seed stitch, an opening for the thumb…. done. I like also the look a lot. Fingers and thumb are mostly free, so great to do some work. And they should be useful to type on the computer on cold winter days. I tend to get cold hands from this. But I do not think I will have to test it this winter...

Einziges Problem: Es ist immer noch Garn übrig… das war nicht so geplant.

Only problem: There is still some yarn left… that was not the plan.

Platte Füße zum zweiten… h&h 2014

Aching Feet again… h&h 2014

Dieses Jahr fand ja parallel zur Creativa die andere große Messe statt, die handarbeit & hobby oder kurz h&h. Eine Fachmesse, also kein Zutritt für Endverbraucher (es sei denn, jemand verschenkt eine Karte oder nimmt einen mit), sondern vor allem für Händler bzw. “Großeinkäufer” und Berichterstatter. Einkaufen kann man als Endverbraucher auch (fast) nicht, aber es gibt neue Produkte zu sehen, manche sogar erst als Vorabmodelle. Und für die Berichterstattung auf Hobbyschneiderin24 werden wir auch noch das eine oder andere Produkt zum Testen bekommen.

This year another important trade fair took place at the same time as the Creativa, the handarbeit und hobby or h&h. This one is not a fair for common public, but mostly for dealers and other professionals (unless you know a dealer who takes you with him) and for press and others who tell about it. So as a consumer you can’t buy stuff (or only very few items) but many companies show their new products, some even preproduction models. And for our articles on Hobbyschneiderin24 we will get some protucts for testing within the next weeks and months.

Ein paar erste Bildeindrücke habe ich ja schon gezeigt, aber es gibt natürlich auch ein paar persönliche Eindrücke.

I’ve already shown some first impressions in pictures , but you’ll get some personal impressions here also. 

Rollschneider, Patchworklineale und auch die Schneidmatten dazu gibt es jetzt auch in bunt. Die Firma Vesalia GmbH bietet das jetzt farbsortiert. Die Matten haben sie selbst, so sagen sie, bereits in ihrem Fotogeschäft erprobt und sie halten dort bei professioneller Benutzen mehr als zwei Jahre dort. Daß sie auch in 1 m x 2 m erhältlich sein werden finde ich ebenfalls sehr interessant, das ist für Zuschneidetische doch eine sinnvolle Größe. Der Rollschneider ist unerwartet leicht, liegt aber gut in der Hand.

Roller cutter, patchwork rulers and cutting mat are available in bright colors now. Vesalia GmbH offers them in a nice assortment of colors. They have been using the mats for their photographic business for years and say they keep for more than two years under those heavy use conditions. What I like is that the mats are not only available in many colors, but also up to a size of 1m x 2 m, that makes them interesting for use on a cutting table. The roller cutter I’ve found surprisingly lightweight, but it feels very good in the hand, has a nice grip. 

Gut gefallen hat mir auch der Stand von Soven aus Slovenien. Unauffällig, aber einen Blick wert. Die Firma produziert natürliche Wolle aus heimischen Schafen. Auf dem Stand wird die Strickwolle gezeigt, gefärbt mit Blütenextrakten. Ich finde sie recht farbintensiv für natürliche Färbung. Vom Griff her eine ganz typische Naturwolle, mit viel Lanolin. Leider nur in einer Stärke erhältlich. (Daneben stellt die Firma aber auch Wolle für Gebäudeisolation her, Filz, Bettfüllungen,…) Die Webseite hat leider zwar einen Button für “Deutsch” aber der funktioniert wohl leider (noch?) nicht.

Another booth I liked was the one of Soven from Slovenia. It was not very prominent, but well worth a look. The company is producing eco wool from local sheep. They showed mostly their knitting wool, dyed with flower extract. I found them quite intensive in color for natural dyes. I also liked how the wool felt, a typical natural wool feel, very rich in lanolin. They are producing only one yarn weight for knitters. But they have also wool for building insulation, for bedding or felt. The web page has buttons for English and German, but at the moment they are not working (yet?). 

Fasziniert hat mich auch diese Kollektion an Schokolade und Pralinen. Obwohl sie auch bei näherem Hinsehen sehr echt aussehen, sind sie nicht eßbar. Die Herstellung dürfte mit echten Pralinen vergleichbar sein, nämlich in Handarbeit. Nur das Material ist anders, etwas elastisch.

Fascinating also this collection of chocolates. They look very realistic, even when giving it a close look. But they are not edible. Though the production seems to be similar to real chocolates: individually and by hand. Only the material is differently, a bit elastic.

AdjustoformSchon letztes Jahr war ich beeindruckt gewesen von der Fülle unterschiedlicher Büsten bei Adjustoform. Da kam ich nur nie dazu, mal jemanden anzusprechen…. Dieses Jahr habe ich das “Rätsel” mal gelüftet. Die britische Firma (die auch in Großbritannen produziert) stellt die meisten Büsten her, die unter verschiedenen Namen bei uns verkauft werden. Die unterschiedlichen Serien haben etwas unterschiedliche Proportionen und es gibt viel mehr unterschiedliche Büsten, als man meist zu sehen bekommt. Sprich: auch hier lohnt sich Beratung und ein Nachfragen, wenn das Standardangebot nicht paßt.

The big choice of different dressforms at Adjustoform had already impressed me last year, but I hadn’t time to investigate further. But this year I managed to ask… They are producing their dressforms in Great Britain and they are making most of the dressforms that are sold in Europe (maybe even further, but I didn’t ask about that) under different names. The different series have slightly different proportions and the choice is much bigger than what you normally get to see in shops. So it makes sense to go to a shop with qualified personal to choose the right dressform. And to ask if the standard choice is not right for you.  

Strick-O-Mat von AddiLustig fand ich auch den Automaten von Addi. Noch nicht serienreif, aber falls sich ein Einzelhändler findet, der so was aufstellen und bestücken will, dann kann er sich bei Addi melden. :-) Ich fände Sockenwolle gut oder auch Plastiknadeln am Flughafen vor der Security… oder neue Nadeln nach der Landung. :D

I liked the projct dispenser by Addi. At the moment it’s more an idea than realitiy, but if a dealer wants to fill and maintain one, he is invited to contact Addi. I’d like small project material like sock wool. Or plastic needles before you pass the security at an airport. Or new needles after landing…

Maison SajouZum Stand von Maison Sajou war ich eigentlich deswegen gekommen, weil meine ansonsten ganz entzückende Stickschere von ihnen einen kleinen Grat vorn hat. Und ich wollte mal wissen, ob das normal ist. Nun, das ist natürlich nicht normal und sie haben mir die Schere sogar sofort umgetauscht. Da wir dann ins Gespräch kamen, endete ich mit einigen Maschinennähgarnen zum Testen. (Und leider kann ich mich diesem Nostalgiedesign auch nur ganz schwer entziehen…)

The reason why I went to the booth of Maison Sajou was, that I have adorable embroidery scissors of them which I’ve hardly used so far, because they were a bit burred at the top and snatched the fabric. So I asked if that was normal which it was of course not. And since they had one pair of those scissors at hand they repaced mine on the spot. Then we started chatting a bit and I ended up with some machine sewing and embroidery thread for testing. (And I love that vintage design…)

Jim KnopfTja… und ich sagte ja fast nichts kaufen…. bei Jim Knopf wurde ich dann dieses Jahr wieder mal schwach. Die letzte Ecke mit “Impulsknöpfen” habe ich dann schon gar nicht mehr angeschaut…

Well… I said you can only buy a few things. This year again I could not resist the buttons of Jim Knopf. And I did not even look at the last corner with “impulse buying” buttons….

Creativa 2014 – (k)ein Beutezug

Creativa 2014 – (not) a shopping trip

Auch dieses Jahr konnte ich nicht widerstehen und haben mich auf den Weg nach Dortmund gemacht. Und schlauerweise schon mal das meiste Geld Zuhause gelassen.

I couldn’t resist again this year and went to Dortmund to the Creativa. (Europe’s biggest craft fair.) And was smart enough to leave most of my money at home.

geklöppeltes Armband von Beatrice MüllerMan findet dort ja diese Leute, die morgens mit dem größtmöglichen Trolley anreisen, dann die Händler strikt nach Plan abarbeiten, immer wieder volle Tüten an der Garderobe daponierend und um 15 Uhr mit prall gefülltem Gepäck wieder abdüsen. All dies, ohne jemals rechts und links geguckt zu haben. Was schade ist. Denn es gibt auch anderes zu sehen. Der geklöppelte Edelstahlschmuck von Beatrice Müller zum Beispiel. (Die zurecht derzeit “Weltmeisterin” im Klöppeln ist, finde ich. Wobei ich vorher nicht mal wußte, daß es da eine Weltmeisterschaft gibt.)

At the Creativa you find people who arrive early in the morning, dragging the biggest possible shopping cart behind them. (Which they have to deposit before entering the real fair part.) They have a plan printed on paper and will go from one booth to the next, exacely as planned. Depositing from time to time full bags in their cart and at 3 p.m. they are done and leaving, dragging the now very heavy cart behind them. And never having looked left or right. Which is a pitiy, because you can shop there, but there are plenty of other inspiring things to see. As the stainless steel bijoux above. Done in bobbin lace. Made by Beatrice Mueller who is the “world champion” in bobbin lace at the moment. (I never knew their was a championship for that.)

In meinem Artikel auf hobbyschneiderin24 habe ich noch mehr Bilder. ;-)

In my article on hobbyschneiderin24 I have more pics. ;-)

Bänder KafkaSo ganz ungeschoren kam aber auch ich nicht davon. Daß ich bei Kafka eine Tüte Bandreste mitnehmen würde war ja geplant. Die sind einfach toll und man hat immer was da, wenn man was braucht. Daß dann auch noch ein Meter von dem neuen Rosenband in der Tasche landete…. ja ich weiß gar nicht, wie das passieren konnte…

Buying a small grab bag of beautiful ribbons at Kafka had been planned. That I added one meter of the brand new rose ribbon… I have no idea how that could happen…

Bänder Kafka
Gebügelt sehen die Bänder dann übrigens so aus…. und ich fand meine Tüte diesmal extrem gut bestückt, sehr viele lange Stücke dabei… Kann mir jemand noch eine mitbringen….? ;-) (Sie verkaufen immer nur eine pro Person.)

That’s how the ribbons look after ironing them. And I think the bag was very well filled this time. Very long pieces… Can somebody bring me another one…? ;-) (They only sell one per person.)

Knöpfe von Zwerenz bei AlterfilVöllig überraschend traf es mich hingegen am Stand von Alterfil… Herr Amrhein verfolgt offensichtlich seine “Made in Germany” Strategie weiter und hat mal eine Kiste Knöpfe von Zwerenz mit gebracht. (Zu einem häßlich geringen Preis, für die Qualität… das war gar nicht gut für meine Widerstandskräfte, wie man sieht…) Im Webshop sind sie noch nicht, soll aber noch kommen. (Die Grundidee ist wohl, im Webshop mehr Produkte aus heimischer Produktion anzubieten, so daß man bessere Chancen hat, die Versandkosten sinnvoll zu verwenden. Finde ich ja schon mal gut.)

Complete surprise on the other side at the Alterfil booth… Mr Amrhein continues his “Made in Germany” strategy and brought a box of buttons by another German company who is still producing here: Zwerenz. (And the price was so badly low for the quality. The pic shows that this was not good for my resistance…) The buttons are not yet at the online shop, but they are supposed to come. (The idea is, to offer a bigger diversity of products in the online shop, to make it easier to get a nice order to reduce the shipping cost per item. I like the idea, of course.)

Außerdem gibt es ein neues Overlockgarn im Angebot (etwas weicher, weil ohne die typische Beschichtung) und eine spannende andere Aktion, die aber einen eigenen Artikel bekommen wird… davon also später mehr.

And they are offering a new serger thread (a bit softer, because it comes without their typical coating) and they started another interesting thing, but that will get it’s own post… so that will be for later.

Stempel von der StempelschmiedeBei der Stempelschmiede war was weihnachtliches und es “küchiges” geplant. Tja… aber dann konnte ich mich nicht zwischen den zwei Nähmaschinen entscheide und ein grünes Stempelkissen braucht Frau doch auch, oder? (Der kleine ist aber der Aktionsstempel, den es geschenkt gibt!) – Und ich sehe gerade, die antike Nähmaschine ist von Bärbel, dann ist ja klar, daß die mit mußte. ;-)

At Stempelschmiede I had planned to buy one christmas themed and one kitchened themed stamp. But then I could not decide between the modern and the antique sewing machine motive and a green ink pad is important also in life, isn’t it? (The small one is the special stamp for the fair, that is for free!) – And I just recognized that the antique sewing machine is one of Bärbel‘s designs. So I absolutely had to buy it.

SpitzenreißverschlüsseTja… und dann war da auch noch der nette Nähschotte Matthew, der zwar seine Domain schon publiziert, den Shop aber offensichtlich noch nicht online hat. ;-) Was mir relativ egal sein kann, weil ich mich ja an seinem Stand direkt bedienen konnte. Er hat diese entzückenden Reißverschlüsse nämlich in gaaanz vielen Farben. Ich habe mich dann auf drei beschränkt, davon dann aber bitte gleich den Fünferpack.

Well, and then there was this Nähschotte (=”sewing Scottsman” Matthew, who is well publishing the URL of his shop, but the shop evidently isn’t ready yet. ;-) Which I don’t mind because I could shop at his booth directly. And he has those adorable zips in many colors. I managed to stay in control and buy only three… packages of five each.

Und das alles mit nur 20 EUR in der Tasche, für die ich auch noch einige Kaffees kaufen mußte. Wie das geht? Nun… leider haben auch auf der Creativa immer mehr Händler Geräte zur Kartenabrechung dabei und einige schicken mir sogar eine Rechnung nach. Wie soll das mit mir enden, wenn das Schule macht?!? (Trotzdem war ich wohl die Einzige, die mit nur einer Tasche da raus ist…)

And all that for somone who hadn’t taken more than 20 EUR cash with her. How that? Prices that low on the fair? No. But more and more dealers allow paying with bankcard or credit card. And some even gave me the merchandise and will send me an invoice after the fair. How will that end, if more shop owners will follow the example?!? (And still… I think I was the only one who left the premises with only one bag. At least that…)

Revue de Presse: Threads April/May 2014 (172)

Nachdem sich die letzte Ausgabe ja etwas Zeit ließ, kam das April/May Heft wieder in gewohnter Manier, nämlich in den letzten Februartagen. Der Titel läßt mich viel erwarten: Nähen mit transparenten Stoffen, Kleidung im schrägen Fadenlauf und eine sinnvolle Beleuchtung es eigenen Nähplatzes sind aus meiner Sicht mehr als interessante Themen.

Zuerst gibt es aber die Frage an die Autoren, nämlich wann sie herausgefunden haben, daß Nähen ein wichtiger Teil ihres Lebens sein würde. Irgendwie war das bei denen allen sehr früh. Ich hingegen habe Handarbeit in der Schule gehasst. Und daß Nähen nicht nur der Produktion von Kleidung dient, sondern mich auch tatsächlich interessiert kam eigentlich erst in den späten 20ern, als ich in Frankreich das erste Mal auf gutsortierte Buchhandlungen stieß, die mir zeigten, daß es da noch mehr als Burda gibt. (Wie war das bei euch?)

Das Editorial lenkt den Blick auf den forschenden Aspekt des Nähens (rausfinden, was geht und was nicht) und auf die Kreativität. Mit beidem kann ich mich ja ganz gut identifizieren.

Leserbriefe… Lesertips. Den “best tip” mit dem Silikon finde ich tatsächlich mal interessant. (Falls ich es mal brauche.)

Die “notions” sind weniger interessant, meine Bügelanlage würde ich sicher nicht gegen ein kabelloses Eisen tauschen. ;)

Um so schöner der Artikel über “Beaded Edges”. Drei verschiedene Arten, und nicht nur dekorativ,sondern auch hilfreich, einen Saum zu beschweren. (Allerdings ist das Kleidungsstück dann nicht mehr so gut zu waschen.)

Beim “how did they sew that?” mogeln sie dieses Mal. Knöpfe als Minirosen sind sicher auch attraktiv, aber zum einen was anderes und zum anderen… ob Rosen als Knöpfe so geeignet sind?

Gut gefällt mir auch die kleine Handytasche. Regt den Spieltrieb mit Stoffresten an und gibt sicher hübsche Geschenke. (Ich bin ja nicht so der Typ für solche Täschchen….)

Die Pattern Reviews widmen sich dem Frühling. Die Jacke von Style Arc gefällt mir ganz gut und auch das Kleid mit der Raffung von McCall’s. Aber so eine echte Offenbarung ist diesmal nicht dabei, nicht mal von Marfy.

Ein spannender Artikel kommt hingegen von Kenneth D. King. Ein Revers, das quasi im Kleidungsstück verschwindet. Das gleiche Prinzip, was auch in den Pattern Magic Büchern gezeigt wird. Hier in einer Schritt für Schritt Anleitung mit vielen Photos.

Insttruktiv auch der Artikel über den Einsatz von Bordürendrucken. Verschiedene Möglichkeiten, wie man sie im Zuschnitt berücksichtigen kann, auch wie unterschiedlich die Wirkung sein kann. Am besten gefällt mir allerdings das Kleid, das durch einen geschickten Zuschnitt aus einem wild gemusterten Stoff den Eindruck von Musterstreifen erzeugt.

Da ich im Moment ja darauf hoffe im Verlauf der… sagen wir nächsten 24 Monate… zu einem Nähzimmer zu kommen finde ich den Artikel über die richtige Beleuchtung natürlich interessant. Und stelle beim Lesen fest, daß die Überlegungen eigentlich die gleichen sind, wie für eine Küche… womit ich schon eine gewisse Erfahrung habe. (Den Teil über die verfügbaren Leuchtmittel kann man nur eingeschränkt nutzen, das reflektiert eher den Technikstand in der EU vom letzten Jahr. Andererseits macht gerade die LED Technik im Moment so rasant Fortschritte, daß man da mit Schreiben und Drucken kaum mehr nach kommt.)

Ein kleiner Überblick über die Laufstegtrends ist auch nicht schlecht. Zumal er schon nach Farben und Formen gegliedert ist da kann man was mit anfangen, wen man will. (Das abgebildete Organza-Kleid von Fendi schreit ja nach DIY, der Druck sollte mit Stempeln auch gut zu machen sein…

Transparente Stoffe sind ja eh Dauerbrenner für Frühling-Sommer, da paßt der Artikel mit den Verarbeitungstips auch gut. Bei den Möglichkeiten, Ausschnittkanten zu verarbeiten ist auch noch was dabei, was ich zumindest ganz genau so noch nicht gemacht habe. Und gerade bei transparenten Stoffen sind oft auch kleine Unterschiede sichtbar.

Den nächsten Hingucker gibt es dann bei “Abstract Piecework”. Ich bin ja nicht direkt ein Fan von “tragbaren Kunstwerken”, aber als Einzelstück oder für einen besonderen Anlass spricht nichts dagegen, abstrakte Kunst in ein Kleidungsstück zu übersetzen. (Zumal Künstler wie Sonia Delaunay auch textile Kunst entworfen haben.) Das paßt auch gut. Der Artikel zeigt, wie man einen Schnitt selber entsprechend verändert und auch wie man mit Abnähern und Teilungsnähten umgehen kann.

“Teach yourself To Sew” widmet sich dem Schrägschnitt. Nicht neu für mich, aber eine übersichtliche zusammenfassung zum Thema, etwa wie sich Stoffe verhalten, welche besser und welche weniger gut dafür geeignet sind… welche Schnitte man gut nehmen kann und auch einige Verarbeitunstips sind dabei.

Der Blickins Nähzimmer/Studio zeigt diesmal Sandra Betzina, hier hätte ich gerne den Aufbau des Zimmers als ganzes gesehen, und nicht nur die Deko. Aber mit meiner Liebe zu Grundrissplänen stehe ich wohl recht alleine, die meisten Leute können sich da ja nicht so viel drunter vorstellen.

Beim Blick in “readers closet” gefällt mit diesmal die Jacke mit Sashiko und Yoyos besonders gut. Normalerweise bin ich ja kein Fan, von Yoyos auf Kleidung (auch auf Deko oft nicht), aber hier ist die Jacke so geschmackvoll umgesetzt, daß es einfach nur toll ist.

“A stitch in time” ist wieder sehr USA zentriert, daher weniger spannend. Und um zu vermuten, daß weiß ein Thema im Modesommer sein wird, muß ich keine Zeitschrift lesen. In welchem Sommer wäre weiß nicht aktuell gewesen?

Die Fragen an die Experten erklären, wie man einen Taillenbeleg selber konstruiert (geht einfach, weiß ich schon) und es gibt grundlegende Erklärungen zur “Physiologie” der überschnittenen Schulter. Das ist nicht völlig neu, aber doch noch mal wieder interessant.

Die Abschlussgeschichte widmet sich der alten, erprobten Nähmaschine. Nett und so.

Von dem Kleid auf der Rückseite kann ich mich diesmal nur schwer losreisen… ein Überkleid aus bestickter Spitze und diese enorm süßen Knöpfchen… *anhimmel*