Sommersocken

Summer Socks

SockenMeine Reisesocken sind schon sei geraumer Zeit fertig, aber ich wollte die nächste Hitzewelle abwarten, um ein Photo zu machen. 😉

My sock project for travel has been finished for a while, but I wanted to wait for the next hot days to take the picture.

Die Anleitung ist wieder Geek Socks von Wei S. Leong, diesmal in einer sommerlichen Variante aus Schachenmayer nomotta Regia Cotton in der Färbung „Indian  Color“. Das Garn hat die Farbwechsel leider oft zu schnell, so daß es nicht ganz so gut für dieses Muster geeignet ist. Aber als mir das klar wurde, hatte ich keine Lust mehr, aufzutrennen. Und als Socken erfüllen sie ihren Zweck.

The pattern is Geek Socks by Wei S. Leong again. This time in a summery version made of Schachenmayer nomotta Regia Cotton in the „Indian Color“ way. The yarn has to many color changes that go only over one or two rows, so it is not ideal for that pattern. But when that became clear I did not want to rip everything out. And they will fulfill their purpose as socks.

Revue de Presse: Burdastyle September 2015

Titel BurdastyleDer Titel der Septemberburda verheißt „Lieblingsstücke“, was ja schon mal gut ist. Das Titelbild hingegen ist dann eher aus der „schnell genäht und formlos“ Abteilung und überdies eher blaß. Aber gut…

Über das Thema „Lieblingsstück“ referiert dann auch Frau Bily im Editorial. Dass sie da Etukleider verspricht gefällt mir schon mal.

Zuerst geht es aber mit den kreativ-Basteleien los. Also dsa mit den Federn muß ich nicht haben. Und warum mit Druckknöpfen und nicht gleich festnähen? Auch die riesigen Comic-Motive. Ja, in den 80ern hatte ich das auch, bin mir aber noch nicht ganz sicher, ob ich das wieder haben muß.  Zumindest nicht  mit den gezeigten Motiven, vielleicht stattdessen etwas Tardi vergrößern? Die sichtbar eingebauten Reißverschlüsse dann schon eher. Aber dafür brauche ich dann keine Anleitung.

Unter „Charity“ sollen wir dann sinnlose kleine Monster nähen, die dann durch die Tribute to Bambi Stiftung verkauft werden sollen. Guter Trick, andere machen die Arbeit und der Burda Verlag bzw. die Bambi Stiftung können sich mit irgendeiner großzügigen Spende schmücken.

„Resteverwerter“ ist diesmal ein Herztascherl, das offensichtlich oktoberfestinspiriert ist. Mal abgesehen davon, daß es durchaus liebevoll und detailreich gearbeitet ist (und mit Photoanleitung kommt, die Materialanforderungen sind so speziell, daß die Wahrscheinlichkeit, das aus Resten hinzubekommen eher minimal sein dürfte.

„Soft und Easy“ nennt sich die erste Modestrecke. Zarte Pastelle mit grau und, soweit die ersten Bilder nicht trügen, eher puristische Schnitte. Vielversprechend. Warum Maximantel 105 allerdings unbedingt mit dem aktuellen Modewort „Caban“ versehen wird ist mir nicht klar. Abgesehen davon, daß ich bezweifle, daß der Doubleface seetauglich und wasserfest ist… ein Canban ist nun mal in erster Linie kurz. (Alles andere wäre für einen Matrosen bei der Arbeit auch sehr unpraktisch.) Und warum nur die Saumzugabe mit Schrägband eingefasst wird, die Nahtzugaben aber nicht, die mindestens ebenso sichtbar sind…?

Kleid Burdastyle
Auch wenn es völlig schlicht ist und ich dafür sicher nicht noch einen Schnitt bräuchte (so er in meiner Größe überhaupt angeboten würde) gefällt mir das Shirtkleid 108B ausgesprochen gut. Taschen in der Teilunsnaht machen es überdies praktisch.

Am Shirt 120A gefällt mir der dramatische Wasserfallkragen, der auch als Kapuze um den Kopf gelegt werden kann. Bei den Ärmeln bin ich mir hingegen nicht so sicher, zusammen mit dem lappig weichen Stoff wird es doch etwas „Nachtgespenst“. Auch Minirock 103 mit der Hüftpasse ist nicht schlecht. Da er aber aus Leder ist und nicht abgesteppt liegen die Nahtzugaben offensichtlich nicht flach und der Übergang zwischen Passe und glockigem Teil sieht sehr unschön aus. Die Longjacke vom Titel zur Röhrenhose… nein, so viel Sack. Rüschenkleid 111 in hellblau ist dann das Grauen pur! Rüschen, Jabot (so steif wie es fällt eher ein Plastron) und noch eine „Taillenschluppe“. *urgs*

Kleid Burdastyle
Dann doch deutlich lieber Etuikleid 116. Mir gefallen sowohl die Schlitze in den Ärmeln, also auch die Teilungsnähte im Vorderteil, auch wenn man die im Stoff nicht so sieht. Ermöglichen aber eine sehr gute Anpassung an die Figur.

In Langgröße gibt es dann mal wieder eine Marlenehose. Mit den tief gelegten Bundfalten sieht sie auch toll aus, aber zumindest gefühlt gibt es das regelmäßig in den langen Größen, oder?

Nochmal Begeisterung von mir für Kleid 106. Pseudowickelkleid mit einer Drapierung an der Seite. Leicht irritiert bin ich nur, daß die Zeichnung die Drapierung bis zur Seitennaht zeigt, auf dem Bild sie aber in der Längsteilungsnaht endet? Was m.E. attraktiver und interessanter aussieht.

„Stoffkunde“ befassst sich dann mit Doubleface. Also das sich die Stofflagen bei geklebtem Doubleface leichter Trennen lassen… da will ich mich mal nicht festlegen. Wenn er durch Fäden zusammen gehalten wird geht es auf alle Fälle. Es ist mühsam. Aber es geht.

Accessoires gibt es dann auch, in Silber, beige und pastell. Die Handtasche von COS sieht nicht übel aus. Nur ist eine Clutch bei mir ja unpraktisch und zum Ausgehen ist sie dann doch etwas schlicht.

Beauty zum Überblättern….

Hippiemäßig dann wohl die Modestrecke, die vom Film Love Story inspiriert ist. Dafür bin ich dann wohl zu jung, denn das weite Kleid 112 im Patchworkstil schreit bei mir nur „Nachthemd!“. Cape 115B ist da doch deutlich attraktiver.  110 dann ein geblümtes Minikleid mit Volants an Ärmeln und Rock… mußnichsein. Dann doch lieber die Kombination aus Canbjacke und dem Rock mit breiter Hüftpasse. (Von dem man hier nur das schwingende Rockteil sieht.) Hat ein bißchen was von Schuluniform, kann man aber durchgehen lassen. An Tunika 113A gefällt  mir vor allem die große Spitze vorne, aber daß die selbst am recht gerade sitzenden Model unmotiviert nach vorne fällt, gefällt mir dann wieder nicht. Und Maxikleid 101 ist irgendwie eine Kreuzung aus Fräulein Rottenmeier und „Unsere kleine Farm“. Ein Lichtblick ist da Kleid 107 mit der Wickeloptik, hier mit kleinen Ärmeln. Das wirklich gerne auch in meiner Größe… Das luftige Blümchenkleid 113B ist einerseits nett, auf der anderen Seite frage ich mich, warum sie da Ripsband um die Tascheneingriffe gesteppt haben? (Also außer weil sie es können…) Es gibt dem Design nichts.

Kleid Burdastyle
Sehr 60th das schlichte Kleid 108A mit dem doppelten Bubikragen. Ich mag ja keine Poloverschlüsse und auch derartige Kragen nicht unbedingt, aber in der Kombination ist das überaus reizvoll.

Dann gibt es noch mal die Jacke im Cabanstil mit einer „Bikerhose“. Die den Blick von grauenhaft mageren Modelstelzen auf noch häßlichere Schuhe lenkt. Ah okay, sind von Longchamps, das gefällt mir ja sonst auch nicht.

Ein wenig „Stilkunde“ verrät uns dann ein paar Sätze über die Cabanjacke (wenn man wenig genug darüber weiß, ist sogar Information enthalten) und natürlich werden die passenden Accessoires zur Modestrecke vorgestellt. Mit dem Hut mit der glockigen Krempe könnte ich mich glatt anfreunden, warum eine Brille aber ein „Accessoire“ ist…?

Jacke Burdastyle
Sportkleidung für den Alltag will uns die nächste Modestrecke nahe bringen. Mit der jogginghose ins Büro ist ja nicht so mein Konzept, aber die Ski-inspirierte Jacke 121 mit den klaren Formen und dem Kragen der als Statement durchgeht hat meinen Beifall. Leider in Kurzgröße…

In Langgröße dann wieder die Marlenehose, nur diesmal als Trainingshose aufgemacht. Och nö. Beim Oberteil fällt es nun nicht so auf, daß es angeblich ein „Schiri-Shirt“ ist. (Welche Sportart eigentlich?)

Kleid Burdastyle
Minikleid 109 B hat zwar ein bißchen was von 60er Jahre Science Fiction Film, aber mit dem dramatischen Kragen gefällt es mir trotzdem.

„Champion Jacke“ 117B könnte von Japanischen Kampfsportarten inspiriert sein. So im Sitzen hat es viel von Bademantel, das müßte man mal noch in ein paar anderen Körperstellungen sehen. Das „Schiri-Shirt“ heißt dann „Trikot“ und ist aus schwarzem Paillettenstoff genäht. Und… so sieht es auch aus. Daß Jockeys Capes tragen ist mir jetzt neu, aber vielleicht ist bei Modell 115A gemeint, daß der Stoff wie eine Pferdedecke aussieht? Kleid 120B, wieder der Kapuzen-Wasserfallkragen. Also aus Glanzjersey und die Ärmel immer noch so lappig… ne, muß nicht. Und Kleid 109A ist halt aus Mesh Stoff, wobei ich die Idee mit der Kapuze aus Mesh ja gut finde, aber wenn das Ergebnis selbst an einem Model mit langen Gliedmaßen eine gedrungene und „halslose“ Figur erzeugt, dann sollte man das doch als Mahnung nehmen….

Neues vom Laufsteg… Ah, „Polokleid“ ist ein Trend. Die sehen zwar alle nicht nach Polo aus, aber nach netten Kleidern. Maxikleid, Marlenehose,… nichts Neues. Cape, auch nicht gerade neu. Und Metallic Kleid… nein, eher nicht.

Der Favorit für Frau Bilys „Best of Styling“ ist die „Sporthose“. Vielleicht braucht der Trend viel Anschubhilfe um einer zu werden? Daß sie aber Plus-Oberteile dazu trägt, damit es Oversized wirkt glaube ich irgendwie nicht so recht. (Abgesehen davon legen die Proportionen nahe, daß die „Plus“ Teile im Original nicht so sehr Plus sind.

Da sich München aufs Oktoberfest zubewegt bekommen wir die üblichen Dirndlvariationen. Ich fürchte, ioch habe da schon alles gesehen, aber da ich Dirndl an sich schön finde, gucke ich sie mir doch gerne wieder an. Aus Retrostoff oder eher „klassischem“ Hellblau. Auch die Ehtnovariante, die eher ein Kleid ist.

Dirndl Burdastyle
Die etwas rockig-romatische Version 127 gefällt mir sehr gut. Ich fürchte, das hat was mit meiner Prägung in den 1980ern zu tun… weiße Rüschenröcke und so.

Dirndl Burdastyle
Und auch wenn die angeblich traditionell österreichische Variante sicher Puristen die Tränen ins Auge treibt, ich finde es doch recht elegant.

Und selbst wenn es bei den „news“ wieder nur ums Shoppen geht, da Materialien und Stoffe für Trachten nicht an jeder Ecke gibt, ist das diesmal sogar interessant.

Dafür kann ich die Beautyseite überblättern. Nein, Frisurenvorschläge gehen nicht immer…

Auch die Leserinnenmodelle sind diesmal durchweg Dirndl. Erstaunlich wo in der Welt und in Deutschland Frauen sich gerne mal ein Dirndl nähen. Wenn gleich die „üblichen Verdächtigen“ der Regionen besonders viel vertreten sind.

Die Kindermodelle sind ebenfalls diesem Thema gewidmet…. Größe 98 -122 von der Hose im Krachleder-Stil über das Dirndlkleid mit Schürze bis zum klassischen Dreiteiler.

Auch „leichter nähen“ befasst sich in vielen Anleitungsbildern mit dem Thema. Aber leider keine trachtentypischen Verarbeitungstechniken, sondern eben nur… ein „Modedirndl“.

Der „Modedoktor“ zeigt das Verlegen von Abnähern. keine große Kunst, aber knapp und nett gezeigt.

„Top im Job“ ist das Motto der Plus Größen. Die Kasakbluse kann mich nicht so ganz begeistern, ist aber tragbar.

Kleid Burdastyle
Schlicht und ganz auf meiner Linie ist Kleid 132B. Auch wenn ich nicht genau weiß, ob ein ausgestelltes Kleid noch ein Etuikleid ist und der Effekt viel mit dem Stoff zu tun hat… gefällt es mir. (Und für so ein Kleid muß man dann auch keinen neuen Schnitt rauskopieren, sondern kann einen passenden Standardschnitt benutzen.

Hose und Shirt in Schwarz… nun ja, nicht besonders berauschend und auch nicht besonders Business, aber ein schicker Schlafanzug.

Kleid Burdastyle
Um so schöner dann wieder das schlichte Midikleid 128 mit den interessanten Teilunsnähten. Das variiert die Fadenläufe uns sorgt so für Lebendigkeit im einfarbigen Stoff. Nur für mich nicht in Midi…

Der Hosenanzug auf der nächsten Seite ist dann wieder so ein typisches „Molli-Teil“, bei dem die Jace sorgsam den Po bedeckt. Was nicht immer die beste Proportion ergibt. Shirt 134 würde ich jetzt auch eher als lässige Freizeitteil sehen und nicht unbedingt als Businessteil. Aber gut. Und die Capejacke… nicht uninteressanter Stoff, aber auch nicht so spannend.

Accessoires gibt es dazu auch, aber eher wenig auffällig neben die Werbung geklebt. Schwarz und weiß ist natürlich auch nicht so spannend.

Unter „green fashion“ gibt es dann wieder diverse Infoschnipsel bzuw. eher Produktwerbung.
Neonbunt sind die Dekoideen. (Erinnert mich an die Kerzen von Trudon, scheint wohl wirklich ein Trend zu sei.) Bißchen bunte Wolle verstopfen… ach ne, das muß nicht sein. Hat auch viel von der Bastelstunde in Kindergarten oder Jungschar…

Unter „community“ dann die geballte Eigenwerbung… kein „social media“, auf dem wir Burda nicht finden und verfolgen können. (Obwohl… Twitter ist nicht dabei.) Aber da die burdaeigene Webseite schon eine so ausgesprochen miese Funktionalität besitzt (schafft es übrigens gelegentlich sogar, meinen Computer völlig zum Absturz zu bringen…), werde ich den Rest auch lieber meiden.

„Event“ nennt sich dann die nächste Eigenwerbung. Ein „Burda Style“ Talent wurde gesucht und dann gab es einen Besuch auf der Fashion Week in Berlin. Wie üblich vor allem Bilder ohne Aussagewert und nicht viel informativere Texte.

Der „Werkstattbesuch“ entschädigt dann. Zwar war vermutlich niemand in Japan, aber die Kombination aus Shibori (Färbetechnik) und Plissee ist faszinierend. Und macht sofort Lust, das auch mal auszuprobieren…

Zum Abschluss dann der „Stoff des Monats“. Ein Ethnoprint und wenig inspirierend.

(Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen beim Verlag.)

Hohlkreuzanpassung ohne Mittelnaht?

Sway back adjustment without a center seam?

Streng genommen ist ein Hohlkreuz ja eine Hyperlordose der Wirbelsäule. Und erfordert eine Schnittanpassung, damit es passt. Ähnliche Probleme haben auch Leute (wie ich) die einen ausgeprägten Po haben. Die Änderung am Rückenteil ist nicht schwierig, aber hinterher ist das Rückenteil natürlich gebogen und man braucht eine Mittelnaht.

Sway back can be due to a hyperlordosis of the spine or of you are (like me) bottom heavy with quite some of it stucking out at the back. The pattern adjustment is not difficult, but then you have a center middle seam, because the center back will be curved.

An einem Shirt (oder hier einem Jerseykleid) will ich das aber nicht immer. Da fiel mir ein, daß ich irgendwann mal von einer Technik gelesen habe, bei der sozusagen Flächen transferiert werden. (Ich weiß nicht mehr, wo und von wem, die Idee ist aber definitiv nicht von mit.) Geht das? Keine Ahnung, aber einen Versuch ist es wert.

On a knit shirt or a simple jersey dress I don’t always like that. So recently I remembered heaving read about a technique that transfersareas. (I don’t remember where I’ve read about it and whose idea it was, but it was not mine.) Is that possible? I don’t know but it’s worth trying.

Flächen
Nachdem ich den Rücken gekürzt habe, habe ich die Linie des Oberteils gerade nach unten verlängert. Das rote Dreieck zeigt, was weg soll. Und grün ist, was ich an der Seitennaht zugefügt habe.

After shortening the center back I’ve prolonged the straight center (fold) down to the skirt part. The red triangle shows what has to go. And green is what I’ve added on the side seam.
Strecke abmessenUm die neue Seitennaht zu bestimmen, gehe ich mit dem Patchworklineal Stück für Stück von der Taille nach unten. Ich messe den Abstand der zweite roten Linien (vom oberen Bild – also die hintere Mitte) und gebe genau auf der gleichen Höhe den Betrag an der Seitennaht zu.

To get my new side seam I take my big grid ruler and from top (waist) to bottom I am measuring the distance between the two red lines (from the pic above – center middle). Adding that distance at the same height to my side seam.
neues Rückenteil

Jetzt noch den „Überschluss“ an der rückwärtigen Mittelnaht wegfalten. Jetzt habe ich in der rückwärtigen Mitte wieder eine gerade Linie.

Now I am folding back the „surplus“ an the back middle. The result is a straight line in the center back.

Ob das dann funktioniert? Ich weiß es nicht. Es ist noch nicht ganz fertig. Und… es wird sicherheitshalber wieder ein Nachthemd. :-)

Does it work? I don’t know yet. It’s not finished. And… it will be my usual testing item, a night „dress“. :-)

Revue de Presse: fait main N° 403 (Août 2015)

Titel Fait MainNach langer Zeit ist es mir mal wieder gelungen, eine Ausgabe der Fait Main in meinen Besitz zu bringen. Das Top vom Titel gefällt mir ja gut, aber der Reiz dürfte eher im Stoff als im Schnitt liegen. (Und bei Lichte betrachtet… jetzt nicht unbedingt optimal für mich…)

Das Editorial verspricht leichte Sommermode, die bequem zu tragen ist und die man gerne in den Urlaubskoffer packt. (Zumindest wenn der Urlaub Richtung Meer und Strand geht, vermute ich mal.) Da so was schnitttechnisch ja meist nicht so spannend ist, bin ich mal gespannt, ob mir in dem Heft dann was gefällt.

Bei den vorgestellten Büchern finden immerhin zwei meine Aufmerksamkeit: Ein zweibändiges Werk von der Garnfirma Katia, eine Mustersammlung. Auf so was stehe ich ja… (nicht daß ich nicht schon welche hätte…) und ein Buch von Burda, das einige Schnitte von „Cousu Main“, der französischen „Great British Sewing Bee“ Ausgabe mit Schnitt und Anleitung herausbringt.

Das anschließend vorgestellte Artikelmischmasch von Tomaten bis zum Kinderwagen fasziniert mich mal wieder durch Zusammenhangslosigkeit und Sinnfreiheit.

„Hübsche Basisteile“ versprechen dann die ersten genähte Modelle. Kleid, Hose, Minirock und zwei Oberteile lösen das auch ein, Urlaubstauglich, aber nichts, was ich nicht schon in ähnlicher Form hätte. Dafür gibt es einen Bildernähkurs für den Poloverschluss der Bluse.

Sehr niedlich dann die gestrickte Kombi aus roten Rock und weißem Pulli mit roten Karos für Mädchen (2 bis 10 Jahre). Allerdings aus eher dickem Baumwollgarn, da denke ich dann doch eher an die Nordsee. Andererseits natürlich nicht winddicht…

Über die Jeanne Lanvin Ausstellung im Palais Galliera hätte es gerne mehr als eine Seite sein dürfen. Aber selber schuld, ich hätte ja hingehen können… (Wenn ich nicht so eine Abneigung gegen Schlange stehen hätte…)

Die von einem Isabel Marant Modell inspirierte Umsetzung eines Laufstegmodells hat jetzt bis auf die Stoffarbe und ganz grob das Feeling nicht viel mit dem Vorbild gemein. Was in diesem speziellen Fall die Sache aus meiner Sicht aber eher besser macht….

Kleid Fait MainPorzellanfarben oder auch an griechische Inseln erinnernd dann ein schlichtes Etuikleid mit Wiener Nähten. Ein von mir geliebter Klassiker, der auch in dem großen Muster (wer denkt hier nicht an Deko-Stoffe?) gut aussieht. Daß es dazu dann eine lange Weste gibt, die wie ein zu groß geratener Blazer ohne Ärmel geschnitten ist muß dann aber nicht sein. Scheint aber leider gerade Mode zu sein. *seufz*

Farblich passend in Blautönen gibt es dann auch ein Picknickset mit Taschen, Tischsets und flachen Sitzkissen. Da das alles funktional ist (die Tischsets haben Fächer fürs Besteck und die Tasche wiederum Vortaschen, in die die Tischsets genau hinein passen) könnte ich mir glatt vorstellen, das zu nähen und zu nutzen. Fürchte allerdings, daß das nicht auf  allgemeine Zustimmung hier stoßen würde… (Alles in einen Rucksack stopfen trägt sich ja auch viel bequemer und so…)

Das nächste Strickmodell erinnert mich wieder an die 80er… die Proportionen sind unstimmig. Das luftige Grundmuster gefällt mir hingegen sehr gut….

Die Basteleien mit Abklebeband sind jetzt nicht so meines… Abkleben, Farbflächen… Bringt das Produkt von Tesa gut zur Geltung, ist aber sonst nichts, was man nicht schon x-mal gesehen hätte und auch nichts, wofür man wirklich eine Anleitung bräuchte.

Im Haut Languedoc gibt es offensichtlich nicht nur ein Textilmuseum, sondern seit 15 Jahren auch jedes Jahr ein „Fadenfest“ rund um alles Textile, egal ob Stricken oder Nähen, ob Spinnen oder… noch dazu ein Flohmarkt, der sich auf diesen Bereich beschränkt. Das wäre es doch beinahe Wert, sich zur touristischen Hochsaison in Frankreichs Süden zu begeben…

Langweilig dann das nächste Strickmodell aus einem eher häßlichen Effektgarn. Obwohl…. in einfarbig wäre das vielleicht gar nicht so schlecht… (Ich bin ja eh kein Fan, von diesen willkürlich gefärbten Garnen, für die man sich dann krampfhaft Modelle ausdenken muß, die abgestrickt nicht ganz fürcherlich aussehen… )

Den dekorativen Einsatz von Pompoms überblättere ich mal lieber… *wurgs*

Besser gefällt mir da der Blick über den textilen Tellerrand zu einer Ausstellung die sich dem Thema „Meer“ mit verschiedenen Künstler und in verschiedenen Techniken nähert. Auch die Berichterstattung über die Restaurationarbeiten am Château de Chantilly finde ich interessant bzw. die könnten durchaus ausführlicher und mit mehr Bildern sein… (Sujektiv habe ich den Eindruck, diese Berichte seien kürzer geworden?)

Gestickte Fliegenpilze in groben Kreuzstich für einen Nachttischlampe… okay, als kindgerechtes Projekt und für das Kinderzimmer mag das noch durchgehen.

Ganz süß dann die bunten wattierten Elefanten. Da verstehe ich jetzt gar nicht, warum die auf Kinder beschränkt sein sollten… 😉

Klar maritim sind dann die Shirts und Shorts für kleine Jungs (1-4 Jahre), wobei das über die Farbe des Stoffes sowie aufgemalte Motive erreicht wird. Also leicht nachzumachen und die Basisschnitte vielfältig verwendbar. Für Mädchen zwischen 2 und 6 gibt es ein fröhliches Sonnenkleid.

Gestrickt dann ein Jäckchen mit Ananas und ein Ananasbeutelchen. (Für 6-10 jährige.) Ich bin  mir nicht sicher, ob es die Farben sind, die billig und „quietschig“ wirken oder ob mir das einfach ein bißchen zu viel von allem ist, aber das… muß nicht sein.

Jouy-en-Josas feiert dieses Jahr seine Stoffe bzw. den „Erfinder“. Da wäre ab Herbst eine weitere Ausstellung… wenn das nicht so blöd an der RER C läge, man kommt von Paris aus nur so umständlich hin…

Kleid Fait MainDas Kleid in Plus-Größe hat einen langweilig simplen Schnitt. Aber so genäht sieht es dann doch sehr ansprechend aus.

Das Kleid daneben mit Riesenwasserfall auf dem Bauch UND Volants um die Knie… nein, zuviel und überdies unharmonisch.

Rock Fait mainDas graue Ensemble (immer noch „Plus“) auf der nächsten Seite ist auf den ersten Blick langweilig. Bis man den Rock anschaut. Die Raffung ist ansprechend und was mir besonders gut gefällt: Nur im Vorderteil. Die Rückansicht bleibt glatt.

„News“ stellen dann wieder diverses Näh- und Bastelzeug vor. Ein Stift mit kleinem Lineal und Wasserwaage ist zumindest witzig. Ob nützlich…?

Dann gibt es noch einige Kleider und Röcke. Pünktchen nett, Schnitt standard. Das Modell vom Titel… nein, mit dem Rüschenrock gefallen mir die Proportionen gar nicht. Danach noch ein Kleid mit einem leichten Retrotouch. Das ist… auf den dritten Blick dann doch ganz apart. In dem wilden Muster geht der Charme des Schnittes beinahe unter.

Die Beauty-Seiten überblättere ich genauso wie bei Burda….

Dann noch ein gestreifter Strickpulli. Der Wechsel zwischen den Farben und unterschiedlichen Muster ist gar nicht so unattraktiv. Der Streifenverlauf über die Armkugel ist sogar bewundernswert. Vielleicht etwas kürzer und nicht ganz so diche Nadeln?

Und der Ausstellungsbericht über mittelalterliche Theater- und Opernkostüme im Schloß von Pierrefonds… wo ist da wohl die nächste RER Haltestelle…?

(Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen beim Verlag.)

Konfitüre zum zweiten…

Confiture II

KirschkonfitüreDa sich unsere diesjährige Himbeerernte in sehr engen Grenzen hält (wartet im Gefrierschrank, gibt aber höchstens ein Glas, wenn man Marmelade kocht) habe ich auf dem Markt auch noch Süßkirschen geholt und verkocht. Einen Teil gewürzt mit Quatre Épices, einen Teil „normal“.  Auch die stehen jetzt im Keller. Bis auf das eine Glas, das ich gleich mal probieren mußte… (Merke: 1,5 TL Gewürze wäre vielleicht auch genug gewesen… aber lecker!)

Since our rapberry „harvest“ this year was so poor (is still in the freezer, but will hardly make on jar of jam if we use it for that) I bought locally grown sweet cherries on the market and made confiture of them. Partially with Quatre Épices, partially „plain“. They are also in the storage cellar now. Exept the one jar I had to try right away. (Note to self: 1,5 tbls of the spices might have been enough also… but the result is yummy!)

Konfitüre zum Ersten….

Confiture I

ErdbeermarmeladeAuch wenn meine Jacke auf die Reißverschlüsse wartet, es gibt ja immer saisonalen Kleinkram. Das ist die Erdbeermarmeladenproduktion von diesem Jahr. Einmal mit Vanille und püriert, einmal „normal“ und stückig. Die Deckelchen sind aus dem gleichen Stoff, die aufgestickten Schriften aber unterschiedlich. So kennt man sie dann auch im Vorratskeller halbwegs auseinander.

My vest is waiting for the ordered zippers, but there is always seasonal stuff. That’s this years strawberry jam. Partiallywith vanilla and mixed, the other part plain and with chewable pieces. The covers use the same fabric, but the embroidered writing is in different colors. So you can pick the right one in the storage cellar.

Wieder diversifizierter Nadelblick: August 2015

Diversified again: fresh from the needles august 2015

Allmählich nähere ich mich wieder meinem üblich eher chaotischen Arbeitsstand an, bei dem diverse Projekte gleichzeig halbfertig rumliegen…

Slowly I am back to my usual working scheme that makes me having several not finished projects around…

Jackenteile
Meine Bikerjacke besteht aus zugeschnittenen Teilen, es gibt auch einzelnen Nähte, aber im Großen und Ganzen warte ich hier auf die Reißverschlüsse.

My biker jacket is cut, some seam also exist, but mostly it’s folded away and waits for the zippers.

Jerseykleid burda 6785
Derweil habe ich mir schon mal den Schnitt vorgenommen, der eines der Oberteile werden soll. Burda 6785. Dank der h&h habe ich da ja mal wieder einen Einzelschnitt von Burda, was ich schon lange nicht mehr genäht habe. Bevor ich meinen Stoff für das Shirt zerschneide gibt es also erst mal ein Probeteil aus einem billigen Stretch-Viscose Jersey das, regelmäßige Leser ahnen es schon, als Nachthemd herhalten darf. Da fehlt nur noch der Saum und vermutlich ein paar Handstiche, um den Beleg im Vorderteil zu befestigen.

So I started the preparations for one of the tops that are supposed to complete the outfit. I choose Burda 6785 which I got as a gift on the h&h trade fair. Since it is a very long time that I used a Burda pattern not from the magazine I wanted to test first. I had a cheap viscose four way stretch knit in my stash I sacrificed for the testing. And regular readers might guess… this will end up as a sleepwear. Here only the hem is missing and maybe some handstiches to tack down the front facing.

Strickkleid
Mein Strickkleid ist leider noch nicht fertig. Liegend misst es etwa 80cm, angezogen zum Glück etwas mehr, weil das Eigengewicht des Kleides auch nach unten zieht. (Mein „Vorlagekleid“ misst 106 cm.) Und da der Wolladen leider schließt, habe ich dort noch das letzte Knäuel in blau gekauft. Damit könnte es dann wirklich reichen.

My knit dress isn’t finished yet. Laying on the floor it measures about 80cm, luckily the weight pulls it down a bit when worn. (The dress I took the measurements from has a lenght of 106cm.) And since the yarn shop is closing down I bought the last skein blue they still had. So the yarn might be enough.

begonnene Socke
Zusätzlich habe ich Socken für meine Aktion Socken stricken für Obdachlose angeschlagen. Noch nicht viel zu sehen, mal schaun, wie viel ich so schaffe…

Then I started socks for my Knitting socks for the homeless campaign. Not much to see and we’ll see how many socks I can manage.

Häkeldecke
Und natürlich gibt es ein Bild der Häkeldecke. Ich habe gestern davon profitiert, daß es trocken war, habe sie im Garten ausgelegt und vom Balkon aus photographiert… (Da ich seit gestern nichts dran gemacht habe, ist der Stand aber auch noch aktuell. 😉 )

And of course a picture of my endless Granny Hexagon. Yesterday it was dry and sunny, so I dragged it out in the garden and took a picture from the balcony above…. (Since I did not work anything on it since yesterday the pic is still up to date. 😉 )

Aus dem Blogarchiv

From the archives

August 2006, viel Gardinen (August 2006, lots of window treatment)

August 2007, die Challenge nahte: (August 2007, Working on the Challenge)

August 2008, viel gestrickt.

August 2009: wohl ein ruhiger Monat

August 2010, mehrere Anleitungen

August 2011: Noch so ein Strickmonat

August 2012:

August 2013: nicht viel los. (not much)

Revue de Presse: Burdastyle August 2015

Titel BurdastyleWir haben endlich wieder ein paar heiße Tage und Burda kommt mit Herbst daher. Zugegeben, wollte ich für diesen Herbst was nähen, sollte ich besser anfangen. Oder im Mai angefangen haben… Bei mir keimt die Hoffnung, daß wieder interessantere Schnitte dabei sind. (Den Text sollte man besser nicht lesen… eine Modestrecke mit „Lachen, träumen, happy sein“ anzukündigen ist eher abschreckend. Benutzen die jetzt Textcomputer, die selber vormulieren?)

Im Editorial stimmt uns Frau Bily dann auf Animal Prints ein. Sind die denn immer noch nicht out? (Gelegentlich und in kleinen Dosen toll… aber jetzt geht das schon wieder seit so vielen Jahren, daß es langweilig ist.)

Bei den „kreativ trends“ geht es mit Faltarbeit los. Origami aus Stoff. Aufwendig, aber echte Hingucker. Die gezeigte Jacke von Chanel hat schon was… Halstücher durch einen Ring fädeln… nun gut, da brauche ich aber ganz sicher keine Anleitung für, auch nicht, um den Ring herzustellen. Und die Sache mit dem Photoprint ist auch interessant. nur daß der Stoff hinterher hart ist, ist weniger praktisch.

Die erste Modestrecke startet dann gleich mit den Leoprints. nun ja, mal auf die SChnitte konzentrieren. Kleid 122 hat einen spannenden. (Apropos… Herbstmode und ärmellos? Könnt ihr euch mal entscheiden?) Allerdings hat man bei dem Stoff nicht viel davon. Rock 118A kommt mit einer Frontpartie daher, die an eine Seemanshose erinnert. Kleid 121A hat eine raffinierte Faltenpartie. Zumindest in der Zeichnung. In der Ausführung wirkt es eher so, als habe jemand noch ein Stück Stoff rumliegen gehabt und das irgendwie verwenden wolen. Oder wie ein Geschirrtuch, daß man um die Hüften geschlungen hat um mal was wegwischen zu können. Modell 102 ist ein Parka, halt aus Leo. Dann ein Leoshirt…. Der Zweiteiler aus Rock 119 und Shirt 120A hat durchaus was interessantes, mit der sichtbaren Abseite der Volants. Aber in dem Muster einfach zu viel Leo. Und Jacke 101 sieht, mal abgesehen von dem Leo, so aus, als wüßte sie nicht, ob sie ein Swingermantel werden will oder lieber eine Kittelbluse. Unetschlossen, irgendwie.

Make Up Tips, Augemake Up im Nude Look. Wollen wir ds wirklich in unserer Nähzeitung? *blätter*

„Western“ ist die nächste Modestrecke. *örks* Aus dem Alter bin ich raus. Ein Teppich als Mantel zum 1001 Mal. Ein Krepp mit Ikat Muster zu einem Kleid mit einer Taille aus Bündchenware verwurstet… geht sicher schnell, sieht aber auch so aus. Außerdem… Ikat gedruckt geht ja gar nicht…. Weste 104 in Kurzgröße sieht eher nach Karneval aus. Und die Kombination aus Minrock und Jacke in braun passt auch eher für das saisonale Cowgirl Kostüm.

Jacke BurdastyleÜberraschenderweise findet sich mit Modell 106B dann aber auf einmal ein schicker Blazer. Was an dem „Western“ sein soll erschließt sich mir aber nicht. mit der deutliche Taillierung hat er eher was von einer englischen Reitjacke und die puffig eingesetzten Schultern erinnern ein wenig an die 1940er. (Und die Falten verraten, was an tiefen Revers grundsätzlich etwas schwierig ist, wenn der Oberkörper nicht völlig flach ist.)

Rüschentop 112A könnte auch ganz gut aussehen. Interessant ist es jedenfalls, da wären Photos in anderen Positionen jetzt schön. Shirt 113 hat hingegen zu viele Rüschen…. Und Midirock 111A mit den Cowboystiefeln wirkt wie ein willkürliches Styling nach dem Motto „das muß jetzt noch in das Western-Thema passen“.

Abgerundet wir das dann durch eine „Stilkunde“ (wobei man die geschichtlichen Hintergründe glauben kann oder nicht) sowie diversen Accessoires, die man mögen kann oder nnicht. in meinem Fall eher nicht, die Leidenschaft für Fransentaschen hat mich im Moment nicht gepackt. (Ring 10 ist ganz nett… der heißt aber „Jaipur“ was darauf hindeutet, daß er mit dem Thema an sich nicht so viel zu tun hat.)

Kinderkleidchen (und Oberteile) gibt es in Größe 104-128 und ach hier werden sie als „Cowgirl“ der Modestrecke angepasst. Wobei der Zusammenhang zu dem Thema schon etwas mühsam hergestellt wird.

Kleid Burdastyle
Was eher ein Vorteil ist, denn das Kleidchen 135B ist ein schlichtes Modell, das durch die eckig eingesetzten Ärmel ein nettes Detail bekommt. Was man auch durch eine Paspel betonen könnte oder vielleicht durch unterschiedliche Stoffe… Color Blocking auch für die Kleinen… 😉

Kleid BurdastyleUnd schon gibt es genau das für die Damen… 122B ist ein genialer Schnitt und Color Blocking mit sanften Farben steht auch denen (wie mir…) wo Kontraste nicht so angesagt sind.

117 nennt sich Longweste, wird aber getragen wie ein Kleid. Ich glaube, als Kleid könnte ich mich damit anfreunden, vielleicht aus einem etwas weniger steif fallenden Stoff. Die Teilungsnähte von Shirt 124A in Langgröße sind eigentlich interessant, aber in der Ausführung hat es was von Eislaufkostüm. Auch das Kleid mit dem Faltenlappen gibt es noch mal aus Uni-Stoffen. Schon besser, aber der Gesamteindruck eiens Wischlappens bleibt. Okay, das könnte erklären, warum ein Kinderwagen als Accessoire im Bild ist. Ganz schlicht Kleid 123, ich mag ja so was, aber hier hat der Gesamteindruck was von Klosterschülerin. *hm*.

Anzug BurdastyleHosen und Jacken in 7/8 Länge gefallen mir ja in der Regel nicht, aber diese Kombination ist die Ausnahme. Das sieht ausnahmsweise mal nicht aus wie eingelaufen und das Rüschentop ist zwar nur teilweise zu sehen, gibt dem ganz schlichten Outfit einen richtigen Kick. (Und beweist, daß sich manchmal aufwendige Teile auch zum Drunterziehen lohnen können….)

Shirt 120B mit der Drapierung würde ich gerne mal noch in anderen Körperhaltungen sehen, so sieht man leider etwas wenig.. Und in Langgröße noch mal die interessanten Teilungsnähte in einfarbigem Stoff als Kleid. Sieht vermutlich gut aus, aber die Pose des Models verdeckt alles.

„beratung“ nennt sich die nächste Seite. Wie man den „malerisch“ Look (der wohl in der vorangegangenen Modestrecke gezeigt wurde) richtig umsetzt. Die Idee, einen Look in die Kernbestandteile zu zerlegen ist da gut. Die Umsetzung… wenige Worte und auch diese faszinierend inhaltsarm.

„Neues vom Laufsteg“… auf den Plaidmantel kann ich verzichten, Karohosen sind nicht für mich. Die Hosenanzüge schon eher. Und das Color Blocking in diesen eher gedämpften Farben. In beiden Fällen gefällt mir sogar die Umsetzung von Burda sehr gut.

„Zeitlos schön“ ist die nächste Modestrecke überschrieben. Kein Thema eingefallen, oder wie? Die Weste in Kurzgröße kam beim Country Stil schon mal vor, ohne gefranse ist sie immer noch kein Lieblingsstück, aber definitv besser.

Kleid BurdastyleAls zeitlos würde ich das Kleid 114 mit den üppigen Rüschen nicht bezeichnen und ob ihm für ein Etuikleid nicht ein wenig Taillierung fehlt kann man auch diskutieren, aber trotzdem gefällt es mir! Ob ich so was auch brauche? Das müßte doch auch jenseits von Größe 42 gehen…

Vokuhila-Rock mit Langarmshirt. Langweilig, aber in dem Styling durchaus edel. Und praktisch fürs Büro. Das Sewatshirtkleid gibt es noch mal, diesmal einfarbig und statt Bündchenstoff in der Taille gibt es Gummismok. Da man das Model geschickterweise so in den Sessel drapiert, daß man über die Form des Kleides am Körper nichts sagen kann, bleibe ich bei meinen Zweifeln, ob so was jenseits des Grundschulalters gut aussieht. Sweater 114C mit Karohose 125B kombiniert zwei weite Teile, was erwartungsgemäß eher nach Schlafanzug aussieht. Blazer 106A sieht mir in dieser Version mit dunkelgrünem Samt doch ein wenig zu sehr nach Halali aus… Rock 118B sieht kariert deutlich besser aus als in Leo und Überwurf an Shirt 120C ist auch mal zu sehen… doch, sieht ganz gut aus.

Kleid BurdastyleEndlich darf auch das Kleid in Langgröße zeigen, was es kann. Doch, sehr schön. (Übrigens… das Bild im Heft ist gegenüber der Webseite gespiegelt… :-P)

Die empfohlenen Accessoires zu dieser Modestrecke sind dann offensichtlich dickes Gold. Oder mit Blick auf den Preis in den meisten Fällen eher vergoldet oder goldfarben. Praktischer für Modeschmuck… (Nichts dabei, was ich dringend haben muß.)

Bei „best of styling“ befasst sich Frau Bily mit dem Seidenshirt 115. Da das Shirt recht zurückhaltend ist, kann man natürlich alles dazu kombinieren. Wobei ich die Variante „Filmvestival“ noch am besten finde. Mit dem langen weiten Rock sieht es langweilig aus und die pinken Highheels (um eine Ausstellung zu besuchen… jaja….) zur Hose im Tulpendesign gibt das dann ein krampfhaft „artsy“ Outift. (So wie Leute, die glauben, sie müßten selber wie ein Ausstellungsstück aussehen, damit man sie für Kunstkenner hält… *gg*)

Beauty im Test? Das ist neu… offensichtlich haben sich Frau Biliy und drei andere Redaktionsmitglieder einige Cremes mindestens einmal irendwo drauf geschmiert und geben nun ein Urteil ab. Wieder zwei verschwendete Seiten… *seufz*

Für die Plus-Modelle ist ihnen offensichtlich schon mal kein Modethema eingeffallen. „Gute Laune Mode“ ist fast so schlimm wie „Komfort Größen“… Und natürlich fängt es mit einem Hemdblusenkleid an. Das ist ja sooo innovativ und dashamwajanochniegesehen. Kleid 127A hat eine Art Pellerine für die Arme. Auf der Zeichnung sieht es nach Nachthemd aus, auf dem Photo verdecken Arme und Teetasse das Detail verschämt.  Dann noch mal ein Hemdblusenkleid, nur gemustert. Culottes und Shirt… Gut, Culottes sind Mode und die eine oder andere will eine haben, aber die Zusammenstellung so ist… nun ja, Lümmeln auf dem Sofa.

Kleid Burdastyle127B ist eine Variante der Pelerine, die sieht auf dem Photo doch glatt attraktiver aus, als auf der Zeichnung. Wenn man nicht ganz so lahm näht wie ich, kann man das auch noch für diesen Sommer fertig bekommen.

Strickmantel 132 hat einen schönen Schnitt. Für einen Morgenmantel. Trägt man das jetzt so? Kasackkleid 130 ist mal wieder ein Sack. (Wobei es ja Frauen gibt, denen das steht…) Als Bluse 128 ist es auch etwas netter, aber warum die Armkugel so sehr Richtung Überarm rutscht?

Die nächste Beautyseite hat was mit Lavendel zu tun und kann überblättert werden.

„Multitasking“ ist das Motto des „Style-Mix“. Das Business Outfit ist ganz nett…

Die „Nähschule“ zeigt die Lederjacke. Eine allgemeine Lederkunde wäre vielleicht noch nett. Aber die Säume werden brav geklebt.

Den Modellen der Leserinnen widmen sich diesmal drei Seiten. Durchweg tolle Modelle. (Und gut, daß die im Heft gezeigt werden, denn auf der Burda Webseite findet man außer Werbung eh nichts.)

Die „Warenkunde“ befasst sich mit Markierwerkzeugen. Für mich ist da zwar nichts neues dabei, aber es werden wirklich sehr viele Varianten gezeigt. (Und kleiner Tip: Die meisten Produkte gibt es vergleichbar von verschiedenen Firmen.) Sogar ein billiges Produkt wie Seife wir vorgeschlagen.

Die Dekosparte befasst sich zum ich weiß nicht wie vielen Mal mit dem Thema „Koralle“. Das hatten wir doch schon, oder? Allmählich reicht’s mal.

Die Fragen an den „Modedoktor“… wie zu erwarten nicht sonderlich tiefgreifend, aber dem einen oder anderen kann es sicher helfen.

Mit dem Patchwork Teil kann ich diesmal gar nichts anfangen. Das mag zwar gut Stoffreste verbrauchen, aber das Ding ist einfach nur häßlich.

Um so schöner dafür der Atelierbesucht. Makramee mit feinen Fäden für Schmuck ist nicht neu, aber hier wird es mehr als virtuos angewandt. Daß Edelsteine mit eingearbeitet werden gibt noch einen Extra-Touch. Noch besser gefallen mir jedoch die filigranen Knotenwerke von Aude Tahon. Echte Schmuckstücke im wahrsten Sinn des Wortes. Ausgesprochen unspannend dann der Stoff des Monats. Bunter Blumendruck. Ja nun…

(Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen beim Verlag.)

Grob, lose, weich und knapp – eine Zuschnittherausvorderung

Gross, loose, soft and short – a challenge to cut

Vor einigen Jahren habe ich bei Malhia Kent vom Grabbeltisch mal einen wunderschönen Stoff mitgenommen. Ein echtes Reststück mit unregelmäßigen Rändern zu einem Spottpreis. (Ich glaube, es war mit 10 EUR ausgepreist, ich hatte aber noch mehr gekauft und dann noch ein bißchen runtergehandelt.) Von Anfang an hatte ich eine kurze Jacke im Sinn. (Daß es für mehr nicht reicht war auch klar.) Daher soll das der Stoff zu meiner Biker-Stil Jacke werden.

Some years ago I’ve purchased a beautiful fabric at Malhia Kent from the bargain table. A real remnant, with irregularily shaped borders and for like nothing. (I think it had been marked 10 EUR, but I bought some more that day and asked for a discount on the whole purchase.) I had intended a short jacket right away. (It was very clear it would not be enough for more.) So that’s to be my biker-style vest.

Was der Stoff aber nicht hat ist irgendein Halt. Er ist aus unterschiedlichen Fäden und Bändern locker gewoben und läßt sich quasi beliebig verschieben. Und zerfranst schon beim Anschauen. Hier ist schon der Zuschnitt eine echte Herausforderung. Abgesehen davon, daß die Menge für die geplante Jacke wirklich sehr, sehr knapp ist.

What the fabric does not have is any kind of stability. Its woven very loosely from different ribbons and strings and you can pull it any direction you want without ever knowing which might be the right one. And it ravels like hell. So cutting is already a challenge. Which does not get easier by the fact, that the amount of fabric I have is really very, very, very tight for the pattern I want.

Schnitt auf Unterlegstoff gesteckt.

Die Lösung habe ich hier im Unterlegstoff gefunden. (Der ohnehin nötig ist, damit die Jacke irgendeine Form behält.) Der erste Schritt war, das Schnittmuster zu zeichnen bzw. aus einem schon weitgehend passenden Schnitt anzupassen. Ich will Biker Stil. Sieht man ja gerade auch überall, gefällt mir eh und zu dem eleganten Stoff stellt es einen stilistischen Bruch dar, wie ich das gerne mag. Da ich von der Stoffmenge her keinen Spielraum für irgendwas habe, habe ich den Schnitt wirklich minutiös angepasst mit zwei Probeteilen aus Bettbezug und inklusive unterschiedlicher Ärmellängen für meine unterschiedlich langen Arme. (Das ist nicht viel und ich gleiche es sonst über die Nahtzugabe aus, aber hier zählt jeder halbe Zentimeter und die Ärmel bekommen Reißverschluß Schlitze, müssen also unten wirklich exakt abschließen.)

My solution was the underlining. (That is necessary anyhow, to make the vest keep any shape.) First step was drawing/altering the pattern. I want biker style, I trend I like and having the elegant fabric with that pattern is that kind of „dissonance“ I like. Since I am quite short of fabric I have no room for any mistake or alteration later so I made two muslins to get it right and even made both sleeves of different lenghts according to my arms. (The difference is small, but here every 5mm count and also I will make zippers in the sleeve vents, so it really has to fit exactely.)

Als Unterlegstoff habe ich eine billige rosa Baumwolle gekauft. Etwas steif, nicht zu fein gewoben, damit die Jacke am Ende (hoffentlich) die richtige Mischung aus „Stand“ und „lässig“ bekommt. Den Unterlegstoff habe ich gewaschen und gebügelt und genau in den Stoffbruch gelegt. (Die Ränder sind durch die Webekanten etwas wellig, daher habe ich da Abstand gehalten und eben auch nicht die Kanten des Stoffes aufeinander gelegt, sondern darauf geachtet, den Bruch wirklich genau im Fadenlauf zu legen.) Zugeschnitten habe ich mit 1,5cm Nahtzugabe und so exakt wie möglich.

My underlining is a cheap pink cotton. A bit stiff, not fo finely woven and I hope it will give enough shape to achive a good mixture of „enough shape“ and „still casual“. I’ve washed and ironed it, of course, and then folding it in half. The selvage is wider than the fabric and gives „ruffles“ So I avoid it in cutting and make sure the fabric fold is exactly on the straight grain.) I’ve cut a 1.5 cm seam allowance and tried to precise as possible.

Beschriftung auf StoffDanach habe ich alle Teile auf der linken Stoffseite dünn mit dem Clover Marker beschriftet. Rechtes Teil, linkes Teil… auch alle anderen nötigen Markierungen habe ich auf den Stoff übertragen.

Then I labeled the wrong side of the fabric of each pattern piece, very finely with the Clover fine marker. Right side, left side… and I traced all other necessary marks to the fabric.

Stoff mit Häkelnadel reparierenBevor es weiter ging, mußte ich allerdings den Stoff noch ein wenig reparieren. Vorteil der losen Webung ist, daß das mit der Häkelnadel geht. (Material von der Grabbelkiste halt…)

Before I could continue I had to reweave a ribbon. Advantage of the loose weave is, that a crochet hook can do the task. (Well, it was from the bargain/junk table…)

Schnitteile aufgelegtAnschließend ging das puzzeln los… die Schnitteile aus meinem Unterlegstoff habe ich rechts auf links auf meinen Oberstoff gelegt und rumgeschoben, bis zumindest der unabdingbare Teil untergebracht war. (Eigentlich hätte ich gerne beide mittlere Vorderteile aus dem Stoff zugeschnitten, aber ich habe Kontraststoff für die Belege, notfalls geht auch das.) Da die Teile so die Endgröße haben, kann ich auf Stoß legen. Und ich schneide natürlich in einfacher Stofflage zu, auch das geht einfacher, wenn man jedes einzelne Teil hat.

Then it was jigsaw time… I put all pink pieces with their right side of fabric on the wrong side of my fashon fabric and moved them, until I could at least place all necessary parts. (I would have liked to do both middle fronts from that fabric, but I have a contrasting fabric for the facings and was prepared to use that.) Since I do not have to add seam allowances I can really put the pieces side by side. And I am cutting in single layer, which is easier if you have every single pattern piece.

Anschließend habe ich jedes Teil einzeln festgesteckt, genau auf den Fadenlauf geachtet und dann auf der Nahtzugabe (etwa 7mm von der Stoffkante entfernt) festgeheftet. Dann das nächste Teil stecken und festheften und so weiter….

Then I took one underlining piece, pinned it, double checket the grain, and then handbasted it to the fashin fabric. About 0.7 cm from the border of the fabric, in the midth of the seam allowance. Then I took the next piece, pinned, basted… and so on…

Schnitteile festgeheftet.Und viele, viele, viele Stunden später hatte ich jedes einzelne Teil festgeheftet. Zeitlich habe ich mich selten so verschätzt… ich hatte schon damit gerechnet, daß das zwei, vielleicht drei Stunden dauert. Aber letztlich waren es eher sechs Stunden. Da sich der Stoff extrem gegen sich selber verschiebt, habe ich darauf geachtet, daß er unter jedem Schnitteil glatt liegt, die Teile des Stoffes dazwischen sind teilweise ziemlich wellig. Aber das… ist egal.

And then, many, many hours later, I had each and every pices basted to my fashion fabric. I am not good in guessing time, but here I was wrong as rarely. I had thought it would take me about two hours, maybe three, to do that. In the end it was more six hours. The ribbons in the fabric have no stabiity whatsover, you can push it wherever you want. So I made sure that the fabric under my underlining fabric lays flat. All the ruffles between the pattern pieces… I did not care for.

(Die gute Nachricht? Ich bekam doch auch das zweite mittlere Vorderteil noch drauf. Danach war ich allerdings so genervt, daß ich den Stoff weggefaltet habe und den Zuschnitt erst zwei Tage später gemacht habe.)

(Tha good news? In the end I managed to cut both middle fronts from the fabric. But after all that basting work on the floor I was so bugged that I folded away the fabric and cut it only two days later.)

Das Projekt hat jetzt erst mal Pause, denn ich brauche Reißverschlüsse auf Maß. Und da hat erst die Herstellerfirma Betriebsurlaub, dann hat mein Kurzwarengeschäft Betriebsurlaub, so daß die frühestens Mitte August eintreffen. Aber ich habe ja noch reichlich anderen Stoff zum Verarbeiten…

Now the project is on hold again, because I need the zippers made to my specifications. And now the producer is on holiday, after that the shop where I ordered it is on holiday… so they will not reach me before mid August. But I have sufficiently other fabrics to work with…