Ich liebe Tauschgeschäfte…

I love swapping…

… oder “Man muß nicht alles selber können”. :-)

… or “You needn’t be able to do everything yourself”. :-)

Lace GarnAuf dem Ravelry Treffen 2013 in Köln habe ich mir zwei schöne Kammzüge von Lana Passion (Merino/ Tencel) gegönnt.

On the 2013 Ravelry Meeting in Cologne I’ve purchased fiber from Lana Passion (Merino/Tencel).

Nun gibt es zwei Arten, wie ich “buntes” Garn mag, entweder als seeeehr langen Farbverlauf oder ganz “durchmischt”. Beides findet man aber als feines Lace Garn nicht in so wahnsinnig großer Auswahl (und wenn, dann nicht in Farben, die mir gefallen.)

Now there are two ways I like “multicolor” yarn, either with veeeery long color runs or completely “mixed” so you have no real pattern at all. Both is not so easily available as lace yarn. (And if, the not in colors I like.)

Jetzt kann ich aber nicht wirklich spinnen und schon gar nicht so fein, da trifft es sich gut, daß Angelika gerade ihre Spinn- und Web-Werkstatt “Spinn!Webe!” angemeldet hat und meinen “Auftrag” entgegen genommen hat. Im Austausch gegen einige Tage Paris mit persönlicher Führung durch mich an alle möglichen textil-interessanten Orte. Irgendwie habe ich das Gefühl, ich habe hier den besseren Schnitt gemacht… ;-)

Now my spinning abilites are not very good not to talk about spinning lace. So it is great that Angelika just started her spinning and weaving business “Spinn!Webe!” and took my “job”. Swapping against some days in Paris with myself as a guide to a lot of interesting places for textile lovers. Somehow I think it’s me who got out more of the swap… ;-)

Ich freue mich schon drauf, das Garn zu verstricken. Es ist fester gesponnen als Lace-Garne meistens und das Gestrick sollte somit eine schöne Definition bekommen. Wie es sich verhält, wenn es mal nass war, wird auch spannend… Die ersten Maschenproben sind schon auf der Nadel!

I am looking forward knitting it. It is tighter spun than most lace yarns are and should give a nice definition to the stitches and the pattern. It will also be thrilling how the yarn will behae once it will be relaxed in water… The first swatches are already on the needle!

 

Revue de Presse: Burdastyle September 2014

Titel BurdastyleKaum habe ich ich mich durch das Augustheft gearbeitet, liegt auch schon die Septemberausgabe am Kiosk. Der Titel kann sich wohl nicht recht zwischen Dirndl und Rockabilly enscheiden. Oder so. Wobei ich die Farben ja durchaus mag.

Das Editorial widmet sich dem Oktoberfest. Ein Münchner Thema. Und anderen Trachten, die wir aus aller Welt mitbringen und Zuhause dann tragen. Oder auch meistens nicht tragen. (Sage ich, nicht Frau Bily.)

Gebastelt wird dann bei den Kreativ-Trends. Halstüchern kommen angeblich wieder im Western-Style mit der Spitze nach vorne. (Gibt es irgendeinen 80er Trend, der gerade nicht wieder hochgespült wird?) Dann basteln wir bunte Armbänder. Das mit dem gefältelten Leder…. war das nicht schon mal in der Burda? Oder habe ich das woanders gesehen? Mit dem kann ich mich jedenfalls am ehesten anfreunden. Auch die Blusenvariationen mit Drehungen und Falten sind recht nett.

Extrem retro sind dann die Karovariationen. Karierter Trägerrock und Collegejacke sind sehr “Grease”. Die Collegejacke ist übrigens für Männer. Der Herrenschnitt des Jahres oder so. Kurzjacke 127 ist sicher ein guter Schnitt, um einen beliebigen gerade modischen Stoff in Anwendung zu bringen. Hier eben Karos.
Kleid Burdastyle Nicht widerstehen kann ich natürlich dem Etukleid. Die Teilungsnähte an den Seitenteilen bringen schöne und gleichzeitig dezenter Forrmung, die aufgesetzten Taschen tragen nicht auf und das Karo ist so klein, daß es aus der Entfernung eher wie uni wirkt. Kurzum: Das ginge doch auch perfekt in größeren Größen.
Bluse Burdastyle Trotz Schößchen gefällt mir auch Bluse 109 gut. Die Raglanärmel geben eine schöne Schulterlinie und auch die Schlitzöffnung vorne gefällt mir als lässiges Detail. (Und der Verschluss liegt in der Seitennaht. Was mir ja auch liegt, mit den Knöpfen vorne habe ich ja immer so meine Probleme…)
Niedlich, aber weniger mein Fall der Minirock. Erinnert mich eher an die Pseudopunks der 80er. Und Sweatshirt 114B? Ein formloses Ding halt. Eher langweilig. Auch Parka 119 in Langgröße hat keinen spannenden Schnitt. Die Kombination mit dem weichen Bouclé Stoff hingegen könnte doch interessant sein. So wirklich gut zeigen das die Bilder leider nicht.

Anschließend gibt es Stylingtips zum Thema “Karo”. Warum allerdings der Text “Jeans geht immer” neben einem roten High Heel steht…? Naja, irgendwo mußte man die Produkte wohl unterbringen..

Danach dann noch mehr Produkte, nämlich kleine Handtaschen. Eckig und mit Schulterriemen habe ich früher oft getragen. Aber seit Strickzeug und Handy eigentlich immer dabei sind, sind die eher zu klein. Wobei die schwarz-blaue nett ist. Falls ich mal 250 EUR übrig habe…

Das “modelexikon” ist wenig überraschenderweise bim “S” angekommen. Nette Bilder, sonst nichts Neues… Aber ist ja eh nur als Deko gedacht.

“Landpartie” liefert dann die jahreszeitlich unvermeidlichen Dirndl und Abwandlungen. (Diesmal ergänzt um ein Dirndlkleid für Mädchen und einen Janker für Jungs in Größe 110-134.) Bei diesen Modesterecken weiß ich meist nicht recht, was man dazu sagen soll. Es sind ja keine klassischen Trachten, sondern Modedirndl und trotzdem ist es eigentlich jedes Jahr das gleiche. Mal der eine Stoff, mal der andre… aber letztlich alles “more of the same”. Ah, es sind aber noch mehr Kinder-Varianten… inklusive Strickjacke und Herzchentasche. Ich frage mich gerade, ob Rock 133 mit der festgenähten Schürze völlig bescheuert oder irgendwie gut ist?
Dirndl Burdastyle Und dann taucht doch noch was auf, was mich überrascht. Die Kombination aus Bluse, Corsagenkleid und Überkleid. Hat vielleicht nicht mehr so viel mit Dirndl zu tun, ist aber ein schmucker Hingucker. (Und wenn man die Trachteschnürung weg lässt und andere Stoffe nutzt, könnte das auch ein völlig “untrachtiges” Kleid geben.)
Auch an Taschen und Accessoires ist die Modestrecke reich. Eine Köchertasche, eine Bügeltasche für den Gürtel… So könnte Trachtenstil auch außerhalb Süddeutschlands tragbar werden.

“Beauty” zeigt Frisuren, wird aber dennoch überblättert…

“Pimp Up” zeigt, wie das titelkleid in völlig unterschiedlichen Varianten wirken kann. Das ist für alte “Schnittbastelhasen” nicht neu, aber wer noch nicht so viel Erfahrung hat, kann an den Schnitten und Schnittzeichnungen schon eine Menge Möglichkeiten ableiten. Die man dann ja auch auf andere Schnitte übertragen kann. (Da ich Kleider mag, gefallen mir übrigens alle Varianten. Ich könnte nicht entscheiden, welches die “beste” ist.)

Von den Laufstegen der Welt gibt es diesmal “Cooles”. Grobstrickpullover sind nicht neu, bei den Karosweatern könnte ich mich vielleicht mit dem Laufstegmodell von Timo Weiland anfreunden, das scheint aber eher gestrickt zu sein. Was das “Prinzessinnenkleid” und das “Rockabilly-dress” ausmacht ist nach den Bildbeispielen nur mittelmäßig klar. Blumenrock… auch nicht neu, oder? Ebensowenig das “Bahnenkleid”, wobei hier wohl der spezielle Effekt darin zu liegen scheint, daß die mittlere Stoffbahn auffällig gemustert ist. Der Ansatz gefällt mir ja ganz gut.

“Prachtvoll” nennt sich dann die nächste Modestrecke. Und die Blumenmuster erinnern mich gleich an die Plusstrecke aus der letzten Ausgabe, die ich so grauenhaft fand. Wobei Kleid 108 auch zauberhaft sein könnte, aber das sieht man auf dem Photo mal wieder nicht. Auch die Kastenjacke 107 mit den Metallzippern als Dekoelementen hat was. Soweit man das auf dem Bild erkennen kann… Grauenhaft hingegen das “Garniturkleid” mit Blümchen. Siehe die Plus Streck im letzten Monat…. Rock 105 und Kurzarmbluse 103A wirken wie ein langes Kleid. Irgendwie nett, aber auch irgendwie *blah*. Kleid 102 gefällt mir auch in schwarz sehr gut (die andere Variante war kariert, siehe oben). Die geblümte High Waist Hose… wäre ohne den breiten schwarzen Gürtel vielleicht sogar schön. Auch die Schalkragenbluse 112 in Kurzgröße ist hübsch, allerdings wohl nicht ohne Top zu tragen, weil der Verschluss erst ab der Taille greift. Für eine Bluse unpraktisch.

“Accessoires” zeigt dann nicht nur einige mehr oder weniger zu Blumen passendes Beiwerk, sondern liefert auch noch einen kleinen Text dazu, der irgendwie den Bogen von Chintz aus Indien zu modernen Blumenmustern spannt.

“Beauty” ist rosa… diesmal mit Schminktips. Immerhjin ein Trend, bei dem man mit einer Farbe für das ganze Gesicht auskommt… :-P

Für “Best of Styling” hat sich Frau Bily die Jacke mit den Zipper-Details vorgenommen. Auf den Bildern kommt sie endlich gut zur Geltung und so gefällt sie mir wirklich gut. Blumen, aber so “gebrochen”, daß es eher sportlich als romatisch oder gar kitschig wirkt. Der Stylingvorschlag zum Leopardenkleid hingegen.. dazu noch einen weiteren gemusterten Schal… das ist zu viel, erschlägt sich gegenseitig, nichts kommt zur Geltung. Die beiden Kombinationen zur Hose sind hingegen okay, auch wenn ich mit zerrissenen Jeans nach wie vor nichts anfangen kann…

“Mode Power” hat was mit grau zu tun. Und mit starken Silhouetten, Couture-Touch, sportlich und klassisch. Mit anderen Worten: statt einleitungstext gibt es mal wieder eine Buzzword-Sammlung. Den Bildern nach scheint aber “grau” die zutreffendste Beschreibung zu sein. (Was schon mal gut ist, denn ich habe mittlerweile ja einiges in verschiedenen Grautönen und trage das auch gerne noch eine weitere Saison…) Über Longbluse 115 kann man aber schon mal nichts sagen, das Photo auf dem Motorrad zeigt alles mögliche, aber wenig von der Bluse. (Die technische Zeichnung liegt irgendwo zwischen Schlupfjacke und Strandkaftan.)
Rock Burdastyle Wie ein langer Rock mit Schleppe alltagstauglich aussehen kann kommt hingegen bei Modell 106 um so besser rüber. Grau dürfte dafür eine gute Farbe sein, denn dann sieht man den unvermeidlichen Schmutz am Saum nicht so leicht. (Ich frage mich allerdings, wie oft man sich mit so was in der Straßenbahntür verhakt? Und wie oft einem jemand drauf tritt? Jedenfalls besser keinen Gummizug, sondern einen sehr festen Bund in der Taille…)
In Langgröße gibt es die gekürzte Version eines Parkas. Was für mich dann allerdings ein Widerspruch in sich ist. Aber gut. Nicht wirklich aufregen,aber eine nette Rockvariante ist Rock 117. Bürotauglich und trotzdem nicht ganz standard. Tweed-Blazer 120 ist dann ein “Master Piece”. Eigentlich ganz schön, aber der Sitz an den Schultern gefällt mir so nicht gut. Oder fehlt es nur an angemessener Einlagenverarbeitung? Hemdblusenkleid 116 hingegen… höchstens fürs Sofa. (Aber die Ästhetik der Photos gefällt mir bei dieser Modestrecke. Grafisch und reduziert in den Farben, schön gemacht.) 121 ist dann ein “Grobstrick”Pulli in Langgröße. Allerdings genäht. Irgendwie… mag die Designidee gut sein, aber auf dem Bild kommt das nicht gut rüber. Oder die Idee ist nicht gut….
Kleid Burdastyle Dafür begeistert mich das “kleine graue”, Modell 122 um so mehr. Die vielen Teilungsnähte, das Godet vorne… Nur sollte man sich eine schöne Verarbeitung der Nahtzugaben überlegen. Futter gibt es keines und durch die kürzere Saumlänge vorne stehen die schon sehr im Fokus.

“Mode-Mix” belehrt uns dann mal wieder, wie wir die Teile aus dem Heft auch anders kombinieren können. Wirklich vom Hocker reißt mich nichts, aber wie die Version “Wall Street” ein Bustierkleid ins Büro tragbar macht ist schon ganz nett. Bei “Slim Line” und “Coole Tracht” gefallen mir die Proportionen nicht recht, “College” ist auch nicht gerade spannend und “Fifties Chic” schon sehr für Retro-Fans.

Die nächste “beauty” Seite widmet sich Produkten aus Granatapfel. Ah ja, man versucht es mal mit dem Obertheme “Früchte” oder “Pflanzen”. Immer die gleiche Werbung, aber ein netter Ansatz.

Die Plus-Mode ist auch folkloristisch, aber ohne bayerische Tracht. Eher exotisch. Die gepatche Jacke 137 ist gar nicht so schlecht. Wenn man passende Stoffe hat, könnte man damit auch mal Reste los werden, was in großen Größen ja nicht so einfach ist. Andererseits müßten die Stoffe schon arg gut zueinander passen, damit es eben nicht so nach Flickwerk aussieht. Nichts für mich ist das Jerseyshirt mit der Spitzenbordüre am Hals. Zu hüftbetont. Aber ansonsten durchaus schmuck. Tunikakleid 136 ist mir dann zu sehr “80er Jahre, wir retten die Welt” Stil.
Kleid Burdastyle Dafür verliebe ich mich um so mehr in das Bahnenkleid mit dem Mustermix. Das wäre doch auch was für einen meiner Saris, mit den unterschiedlich dichten Mustern?
Rock 142 mit dem eingesetzten Godet ruft keine Begeisterungsstürme bei mir hervor, aber ist eine gute Möglichkeit, ein nicht so großes Stoffsouvenir einzubauen…
Hose Burdastyle Hose 141 soll Sarouelhosen aufgreifen. Also in der Form kann sogar ich mich damit anfreunden! (Über das Shirt reden wir mal nicht…)
Dann noch mal das unförmige Tunikakleid 135. Ne, bestenfalls als Nachthemd. (Wobei… für schlanke Beine und viel Bauch vielleicht gar nicht so übel.)

“Ausstellungen” macht in der Tat Lust, das eine oder andere zu besuchen. Von der Unterwäsche-Ausstellung in New York hatte ich im im Blog “Male Pattern Boldness” schon gelesen (und bedauert, daß mich mein Weg da nicht hin führt). Aber vielleicht schaffe ich die 50er in Paris oder, was ganz exotisches, den Häkelkosmos in Krefeld?) Die 30er in Brüssel wären auch toll. Das ginge ja im Prinzip als Tagesausflug, aber kurzfristig gekaufte Bahntickets sind immer so teuer…

Der “atelierbesuch” führte diesmal nach Paris zu Mahlia Kent. Deren Stoffe sind wirklich extrem faszinierend, da würde ich bei der Herstellung auch gerne mal zugucken. (Immerhin gibt es einige davon in dem Laden in Paris….)

Ein weiteres Event wird angekündigt, die “Lange Nacht des Selbermachens”. Ab Ende August sollen die Daten veröffentlicht werden. So sich bis dahin genug Anbieter gemeldet haben, nehme ich an. Aber die Idee ist eigentlich ganz lustig… Basteln und Werken koordiniert im ganzen Land. Ob so was in Deutschland funktioniert?

Die “Nähschule” widmet sich der Jacke 107 mit den Reißverschluss-Einsätzen. Nur warum bei einer Jacke das leichte G785 als Vlieseline verwendet wird… allmählich wird das ja zur Manie…

“Basteln mit Kids” ist so ein typisches Regennachmittag-Projekt: Holzstück, Schneckenhaus, Farbe und Kleber. Nun gut, wenn man die bunten Schnecken tatsächlich in eine Garderobe einbaut wird es etwas aufwendiger.

“Von den Socken” ist man bei “Aus Alt mach Neu”. Wobei alte Socken ja typischweise Löcher haben, dagegen machen diese Anleitungen auch nichts. Ist also eher “Pimp my Sock”. Die Variante mit den Katzenköpfen ist für mich Katzenfan natürlich niedlich. In der Praxis aber vermutlich vor allem für unter 16jährige und Japanerinnen geeignet… :-P

Auch der “Deko” Bereich hat das Oktoberfest im Fokus. Eine Laugenbreze aus Filz als Serviettenhalter, dekorierte Zahnstocher für die Käsehäppchen,… Kann ich gut ohne leben.

Die nächste Bastelanleitung zum Knöpfegestalten ist dann interessanter. Ob allerdings Nagellack beim Waschen lange hält wage ich zu bezweifeln. (Ebenso ob 1cm eine geeignete Nahtzugabe ist, wenn der Knopf, den man bezieht, nicht sehr riesig ist…)

Die Kaufvorschläge… Verzeihung “news” stehen auch im Zeichen des Bayern-Chics unter dem Motto “Alpen Ethno”. Wobei der Aufmacherstoff mit Rosen auf kleinem Karo liegt ja auf meiner Linie…

Nicht überraschend ist dann auch, daß die Leserinnenmodelle ebenfalls Dirndl sind. Nicht wenige Beispiele übrigens aus den USA…

Noch eine nutzlose Seite…. “event”, die “Weiße Nacht” in Berlin. Mit den üblichen Winzbildern von Personen die keiner kennt und Kleidern, die man vielleicht gerne größer sehen würde.

Ein weiterer Seitenfüller unter dem dehnbaren Label “leichter nähen” ist dann “erste Hilfe bei Kleindungsmissgeschicken”. Von Fleckentfernung bis zum Nähset und der Sicherheitsnadel. (Ach was…)

Zum Abschluss noch der Stoff des Monats. Diesmal Druckstoff in der Optik türkischer Fliesen. Das… ist gar nicht so uninteressant…

Fazit: Diesmal wieder einige sehr schöne Teile, vor allem Kleider. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, Schnitte und Mode werden weniger, das Gelaber wird mehr? Mag jemand mal nachzählen?

(Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen selbstverständlich beim Burda-Verlag.)

Revue de Presse: Meine Nähmode 3/2014

Titel ZeitschriftAuch die Herbstausgabe der “Meine Nähmode” beglückt mit einem hübschen Kleid auf dem Titel. Die Paßform im Brustbereich könnte man noch verbessern… aber der Gesamteindruck gefällt mir.

Versprochen werden dann wieder Schnitte von Größe 34-54. Ein kurzer Check der Schnittübersicht verrät allerdings, daß die “mittleren Größen” von 38-44 am besten bedacht werden. (Was ja kein Fehler sein muß.) In Größe 34 finde ich allerdings gar kein Modell, realiter ist hier also Größe 36 (drei Modelle) die untere Grenze, dazu noch sechs Modelle in 36/38. Nach oben ist das Versprechen allerdings ähnlich großzügig, drei Modelle in Doppelgröße 52/54 beenden den Reigen. Wobei ich da die abgeleiteten Varianten schon einzeln gezählt habe. Für die zierlichen sowie die Plus-Größen gilt also, besser vor dem Kauf mal rein zu gucken, ob das Angebot mit dem eigenen Geschmack übereinstimmt.

Mit den Schößchen-Blazern werde ich immer noch nicht warm, wobei die kragenlose Variante sicher nicht schwer zu nähen ist.

Rock Meine NähmodeDafür gefallen mir die Abwandlungen des Bleistiftrocks allesamt. Ganz besonders der mit der Raffung. Vorteil dabei: Sobald man einen passenden Rockschnitt hat, kann man diese Details auch selber anpassen, wenn man kleiner als Größe 40 oder größer als Größe 46 ist.

“Jetzt werden sie zum Designer” heißt es danach. Man paßt sich entweder Burda oder dem Trend zum Re- und Upcycling an und bietet zwei Vorschläge, wie man Standardkleidung in Trendstücke verwandelt. (Beide Varianten jetzt nicht mein Geschmack, aber gut.)

Schlicht aber durchaus mit kleinen Faltendetails die Kombination in Großen Größen, Kleid, Jacke und Shirt jeweils mit Raglan. Das Kleid könnte ich durchaus mal als Nachthemd testen.

Weiter geht es mit Shirts mit Knotungen und Raffungen. Nett, aber zumindest die Knotenoptiken haben wir doch ausreichend gesehen. Bei der Variante mt der Raffung auf dem Brustbein weiß ich nicht recht. Ich glaube, die ist eher was für junge Mädchen und nur angedeutee weibliche Formen. Da sieht es aber durchaus nicht unnett aus.

“Edel kombiniert” mit diversen Tunika-, Hosen- und Rockvarianten kann mich hingegen nicht begeistern. Das sieht doch alle sehr gewollt und weniger gekonnt aus.

Ganz schlicht und einfach dann ein Shirt. Mit Raglan und kleinem Brustabnäher. Letzteres ist eine interessante Variante, weil es auch problemlos eine FBA ermöglicht.

Anne hat sich offensichtlich mal ein professionelles Photo gegönnt. Das sieht doch gleich viel besser aus! (Allerdings steht das Oberteil entweder extrem seltsaman der Schulter ab oder beim Freistellen hat jemand mal wieder nicht aufgepasst… Sollte man das schon an Photoshopdeasaster schicken? ;-) ) Thematisch geht es um Zierstiche. Also ein echtes Laber- und Geschmackssache Thema.

Als Herbst-Accessoire bietet das Heft diverse Schal-Varianten. Wieder so ein “unddazubrauhtmaneineAnleitung?” Zeug. Paßt dann aber auch in Größe 34, nehme ich an.

“Moderner Landhauslook” nennen sich dann die Jackenvariationen. Bei Modell 33 und 34 kannich das nachvolziehen, Jacke 35 geht aber genauso ins Büro. (Die Jeans-Variante mit Rüschen 34 finde ich für junge Mädchen übrigens recht witzig.)

Bei den schwingenden Herbstkleidern weiß ich dann wieder nicht… ist das eher Retro oder einfach nur altbacken? Kommt vermutlich auf Stoff und Styling an. Wenn man es nicht ausgerechnet mit Blümchen macht, könnte aus dem Schnitt was werden.

Noch mal Große Größen, diesmal bis 50/52 und fix genäht als Kimono. Nein, Raglan Ärmel ist auch dabei. Und die eine oder andere Raffung. Eher Standardteile für die Massenproduktion.

Kleid Meine NähmodeDas Titelkleid gibt es noch in verschiedenen Variante, wobei mir diese mit dem einseitigen Zipfel gut gefällt. Paßform an der Brust könnte (sollte) man noch verbessern und für das Rockteil vielleicht einen Jersey oder Strickstoff mit einem weicheren Fall… das wäre doch fast wieder ein Kandidat für ein Weihnachtskleid…

Als Kontrast dann Tunnelzughose und Kimonoshirts. Dafür, das die Schnitte wirklich ultra-einfach sind, wirkt die Kombination zwar lässig, aber überraschend angezogen.

Jacke Meine NähmodeIdeal für Teenager finde ich diese romatische Version der Bikerjacke. Ein paar Volantreihen, romantisch, aber gleichzeitig cool. Sehr gelungen!

Zum Abschluss darf das klassische Hemdblusenkleid nicht fehlen, das mich ja nach wie vor nicht begeistert. Aber immerhin ist man damit nie wirklich falsch angezogen…

Fazit: Das Heft spielt seine üblichen Stärken aus: Viele einfache Schnitte und jeweils mehrere Variationen des gleichen Basisschnittes. Das ist gerade für Anfänger oder Näher mit wenig Zeit praktisch, denn man muß nicht alle Teile neu abpausen und bekommt auch Routine, weil die Nähschritte natürlich auch nicht so sehr abweichen. Dennoch kann man sehr unterschiedlich aussehende Teile anfertigen. Abwechslung auf die einfache Art. (Und wer verstehen möchte, wie Schnitte funktionieren kann sich auch angucken, welche Teile wie verändert werden, um einen anderen Look zu erzeugen. Dann kann man das irgendwann auch selber…)

(Die Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen beim Verlag.)

Dekadenz-Clutch

Clutch of Decadence

ClutchDie Clutch aus der Threads läßt mich ja nicht los. Diesmal brauchte ich allerdings tatsächlich eine weitere kleine Tasche.

I can’t get over this clutch after Threads Magazine. But this time I really needed the bag.

Zur Hochzeit meines Bruders hatte ich mir ja ein dunkelblaues Kleid genäht. Und mich damals schon mit einer improvisierten Tasche durchgemogelt. Das war bei der Hochzeit nicht so schlimm, weil die in einem Privathaus statt fand, wir ein Auto im Hof stehen hatten und auch nicht so viele Leute da waren. Ich konnte also meine (Wert)Sachen auch woanders sicher unterbringen. Diesmal ging es aber zum Ball anlässlich des 350jährigen Jubiläums meiner alten Schule und da brauchte ich eine verschließbare Tasche. Dunkelblau ist immer noch eine doofe Farbe, so habe ich wieder keine gefunden. (Oder sie waren mit silber und Strass, was aber nicht zu meinen Sandalen und meinem Schmuck gepaßt hätte.) Davon, daß ich nicht bereit bin dreistellige Euronenbeträge für einen Abend auszugeben mal ganz zu schweigen.

For my brothers wedding I had sewn myself navy dress. And had not been able to find a matching purse, small bag or whatever, so I had to do with something quickly improvised. That was not too bad for the wedding, there were only few people around, it took place in a private house and we had the car next to the house. So it was no problem to store (valuable) items somewhere else. But now I was heading for a ball for the occasion of the 350th anniversary of my old school. So I needed something with a closure. Navy still is a difficult color, so I couldn’t find a matching purse or clutch. (Or they were blue or navy with silver and rhinestone, which would not have matched my golden sandals.) Not to talk about the fact that I am not willing to spend more than 100 EUR for one night out!

Clutch mit FutterAlso habe ich mir bei Marché St. Pierre in Paris in der Abteilung für hochwertige Deko Stoffe einen Rest bestickter Seide aus der Kiste gefischt. Als Reißverschluss habe ich bewußt einen groben (eigentlich teilbaren) Zipper mit dicken Messingzähnen genommen. Und weil ich sonst kein passendes Futter da hatte, habe ich die Tasche einfach mit einer anderen bestickten Seide (nämlich von der Kimonojacke) gefüttert. Etwas dekadent… aber ist ja eine Abendtasche…

So I picked some embroidered decorators silk from the remnants bin at Marché St. Pierre in Paris. For the zipper I chose heavy metallic teeth as a contrast. And then I could not find a matching lining in my stash. And finally ended up with another ebrodered silk… (from this kimono jacket). Kind of decadent… but it’s for an elegant occasion…

Jetzt muß ich mir nur noch überlegen, was ich mit der restlichen Seide mache. Bei Dekostoffen ist 1,90m nämlich ein Rest…

Now I have to find a use for the rest of the fabric. Since it was decorators fabric 1.90m was a remnant…

 

Revue de Presse: Burdastyle August 2014

Titel Burdastyle Nachdem hier endlich Sommer eingekehrt ist, stimmt uns Burda wieder auf lange Ärmel ein. (Ja, ich weiß, da man die Sachen vielleicht auch noch nähen will macht das Sinn. Trotzdem…)

Auch das Editorial befaßt sich mit dem Modeherbst und verspricht unter anderem pastellige Farben, die jetzt aber “Macaronfarben” heißen. (Kleiner Hinweis am Rande, Macarons können auch sehr intensiv gefärbt sein… je nach Lust des Bäckers.) Außerdem werden wir aufgefordert, einen Schal für das TRIBUTE-TO-BAMBI Charity Event zu stricken. Wie ist das noch mal? Der Verlag macht auf wohltätig, arbeiten dürfen aber die Leser? Immerhin mit der Chance eine Elna Nähmaschine zu gewinnen. Dennoch… was beim Gemeindebasar völlig okay ist, weil ja auch klar ist, daß das später zu verteilende Geld von den Gemeindemitgliedern und ihrer Hände Arbeit erwirtschaftet wurde, gefällt mir bei einer Stiftung deutlich weniger.

Doch jetzt zu den Kreativtrends. Die verschiedenen Techniken, sich an günstige Ballerinen Bänder hinzubasteln und so Trendstücke zu erschaffen sind allesamt hübsch. Und wenn Rucksäcke jetzt wieder die “IT-Tasche” sind, kann ich ja mal meine alten aus dem letzten Jahrtausend aus dem Schrank holen.

Elegant geht es dann mit dem Motto “Sightseeing in Athen” los. Ich glaube, das Shirt mit Taillenraffung 132 könnte gut aussehen. Wenn sie nicht Handtasche UND Hand davor plaziert hätten… das kann man besser machen, oder? Cape scheint Modethema zu bleiben.
Kleid Burdastyle Kleid 104B erschließt sich zwar erst in der technischen Skizze so richtig, aber die vielen Teilungsnähte in dem Uni-Stoff sind genau die Art von raffinierten Understatement, die ich so liebe!

Um so weniger mag ich dafür die Tunika daneben. Das sieht aus wie eine übergroße Weste und diese Art von Westen… mag ich immer noch nicht. Naja, ist Kurzgröße. Der Kurzmantel 102 mit seinem schlichten Schnitt ist auch nicht schlecht.
Kleid Burdastyle Auch bei Minikleid 106B gibt es wieder raffiniert-elegante Teilungsnähte. Wirklich hübsch.

Zum Cut-Out Kleid 116B würde ich gerne was sagen kann es aber nicht. Mann sieht den Rücken nicht und die Vorderseite auch nicht. Die Silhouette ebenfalls nicht wirklich. Raffungsshirt 133 sieht zumindest in dem schlappsigen Stoff nicht so toll aus. wie ich das nach der Zeichnung erwartet hätte.

Schönes Bild von leckeren Macarons. Ach so, es geht um die Parfums, wer interessiert sich dafür, wenn er Macarons haben kann?

Accessoires gibt es dann auch in Pastelle. Das Beste ist wohl der Ameisen-Stuhl von Arne Jacobsen, aber der mußt ja nicht in Pastell sein…

Für “Best of Styling” nimmt sich Frau Bily den Kurzmantel vor. Weil man “nördlich von Rom auch im Sommer einen Mantel” braucht. Okay, zumindest diesen Sommer liegt Köln dann südlich von Rom. :-P (Okay, nach den letzten beiden Sommern war das nicht so abzusehen…) Die Kombinationen sind durchaus ale tragbar, der Mantel ist offensichtlich wandelbar.

“Rock Stars” klingt nach einem guten Modethema. Daher darf es auch eine DJane vorführen. Shirt 120 und Rock 122B sind mir ein bißchen zu glitzerig, aber der Schnitt des Shirts könnte schön sein. Aus einem Stoff der vielleicht etwas weniger schlapsig ist?
Kleid Burdastyle Gut gefallen mir auch die Cut-Outs am Kleid 117. Die kann man auch an jeden anderen Schnitt anbauen. Oder ausbauen. Je nach Sichtweise.

Cape 123 bietet zumindest Platz für Dekoration, wobei ich diese Strasssteine wohl eher für ein Abendcape bevorzugen würde.  Materialmix ist nicht so mein Ding, aber Shirt 114 könnte mich fast dazu motivieren. Rock 115B sähe aus einem anderen Stoff möglicherweise besser aus. Die Kombination aus Kurzblazer und kurzem Rock erinnert mich irgendwie an die 80er… Minikleid 119 siht auf der Zeichnung sehr reizvoll aus, aber das Photo verrät das nicht.
Kleid Burdastyle Ein absoluter Eye-Catcher ist das goldene Wickelkleid 118. Vielleicht nicht für micht und mir fiele auch kein Anlass dafür ein… aber damit fällt frau garantiert auf.

Der Rock mit Godet und das Kimonoshirt daneben können mich dann wieder nicht begeistern. Irgendwie… fad, trotz des Geglitzers. Wobei natürlich die Raffung des Oberteils im Rock versteckt ist… was bleibt ist dann nicht mehr spannend.

Passend zu dem Geglitzer gibt es ann Goldschmuck als Accessoires. Große goldenen Ohrhänger, um genau zu sein. Modell 11 ist ganz nett. Und Modell 12. Wobei ich die fast genauso schon habe. Seit über 20 Jahren…

Beim Buchstaben “R” ist das Fashion ABC angekommen. Die üblichen Belanglosigkeiten und der “Regenschirmrock”, der mir im deutschen Sprachraum so auch noch nie unterkommen ist. (Ein Kurzumfrage im Familien- und Freundeskreis ergab, daß auch den Damen, die diese Zeit aus erster Hand erlebt hatten der Begriff nicht geläufig ist.) Schade, daß auch eine Fachredaktion meint, einen englischen Begriff wörtlich ins Deutsche zu übersetzen wäre automatisch die richtige Lösung. :-(

Herrenstil für Damen läuft diesmal unter “College Stil”. Wobei das ja früher immer die bunten Blousons amerikanischer Colleges meinte. hier kommen jetzt eher Nadelstreifen ins Spiel. Die Weste in Langgröße gefällt mir schon mal gar nicht. Das Kleid 131 in Kurzgröße ist so weit ganz nett, aber Kleider, die wie Rock und Bluse aussehen finde ich einfach unpraktisch. Man muß immer alles waschen, sonst eben nur die Bluse (häufiger). Beim Shirt mit Plissee Rock kommen wir dann schon eher auf den Look einer Schuluniform. Habe ich aber über die Jahrzehnte schon interessanter umgesetzt gesehen. Und weiße Bluse zu Karo-Bermuda mit Umhängetasche ist beinahe der Inbegriff des truschigen schlechthin. (Also truschig, beim Versuch sich irgendwie schick zu machen.) Etuikleid 104A sieht hingegen auch in dunkel sehr gut aus. Ein Lichtblick. Streifenblazer 126 ist zwar nichts besonderes, aber ein schöner Klassiker, von dem man lange was hat. Da rentieren sich gute Materialien und aufwendige Verarbeitung. Bei Shirt 121 wieder eine interessante Raffung auf der Schulter, die die Pose des Models aber leider wieder gut versteckt. Von der Knickerbocker sieht man hingegen immer noch zu viel. (Wenn ich das noch ein paar Jahre sehe, gefallen sie mir vielleicht sogar wieder, aber im Moment einfach nur doof.) Mantel 128 in Langgröße ist auch ein langlebiger Klassiker. Aber wer sich dieses Schuhstyling ausgedacht hat sollte den Beruf wechseln. Grauenhaft…

Danach zeigen die Akzente vom Laufsteg, wie Burda Trends umsetzt. Die Patchkleider gefallen mir zumindest zum Teil sehr gut. Auch die goldenen Kleider, obgleich mir da der Anlass fehlt. Nicht schlecht ebenso die Artprints auf Tops, wenngleich die halt sehr am Stoff hängen, den man erst mal bekommen muß. Tunika in Nude ist eher ein belangloser Stil und bei den Volants… ja?… nein?… weiß nicht. Gar nicht hingegen Longwesten, in keiner Variante.

Die Modestrecke “Kunststücke” verspricht Stoffe mit photorealistischen Drucken oder bildschöne Motive. Etuikleid 106A muß letzteres sein, denn photorealistisch ist das nicht. (Vermutlich meint es jeglichen Digitaldruck? Da liege ich mit meiner Seide vom letzten Jahr aj völlig im Trend.) Die ausgestellte Kastenjacke 101 ist dann einfach schwarz. Wie das zum Thema paßt? Der Stoff ist “Hightech-Pikeejersey”, für die Bezeichnung hat aber eine Marketing-Abteilung eine ganze Nacht saufen müssen, oder? Das schon sattsam bekannte Kleid mit den vielen Teilungsnähten hat hier Nummer 103 und sieht in der Tag auch so “bunt” attraktiv aus.
Rock Burdastyle Sehr gut gefällt mir auch Rock 105B mit dem einseitigen Godet. So bekommt man eigentlich jeden Motivdruck in beliebigem Format tragbar. Ist der Stoffrapport kleiner, macht man halt das Godet größer. (Und Jersey muß das ganz sicher auch nicht sein.)

Die Idee, einen Druck zu plissieren gefällt mir auch gut, allerdings braucht man dazu Kunstfaser, damit es haltbar wird, die mag ich ja nicht so gerne. Die Plissieranstalt hätten wir hingegen vor Ort. Top 113 sieht als Schnitt gar nicht so übel aus, auf dem Photo scheint aber das Muster etwas unglücklich zu verlaufen, sieht aus, als sei da über der Brust ein Dehnungsstreifen. Und der Rock mit Volants… ich weiß nicht recht. Wunderbar photographiert ist Kleid 116A. Ob das doch eher formlose Kleid in Wirklichkeit auch so gut aussieht, weiß ich gar nicht. Aber den Stoff könnte ich mir für mich gut vorstellen. Ich glaube, ich will gar nicht wissen, was der kostet… :-P Kimonoshirt mit Samtshorts hingegen… ach nö, muß nicht sein.

Direkt danachgibt es dann auch Styling-Vorschläge für die “Art Prints”. Einersetis soll der Schuh auch ein Statment sein, andererseits dan vielleicht doch ein neutraler Basic, wenn man ihn tagsüber tragen will. Und im Styling muß man ein Gesamtkunsgtwerk mit exzentrischen Accessoires werden, Haare und Make Up sollen dann aber zurücktreten. Hm.

Danach berichtet Burdastyle wieder von einem “event” in München. Ein dawanda Designer Markt. Ich glaube, das brauche ich nicht. In Köln gibt es diverse Läden, die in dem Stil verkaufen. Wir sind halt Großstadt, da gibt es das ganzjährig und nicht nur für Events… *gg*

Nagellack ist ist ja nicht mein Thema, aber das Bilder “beauty” Seite ist schön gestaltet.

Weiter geht es mit einem weiteren “In” Material, Neopren. So eine richtige Sparte scheint das nicht zu sein, aber man erfährt ein bißchen was über das Material, bekommt ein paar Bilder mit aktuellen Modellen daraus (das trägt sich wirklich angenehm??) und eine bunte Mischung an Accessoires und Kosmetik, die eher so wirkt, als sei das alles, was sonst keinen Platz im Heft gefunden hätte.

“Mode-Mathe” zeigt uns diverse Zusammenstellungen der Heftmodelle, für die, die sich da selber nichts vorstellen können. Für mich gehen die Gleichungen alle nicht so ganz auf. Ein Teil gefällt mir, das andere nicht… Nun gut, auf Gleichung 4 können wir uns doch einigen.

Die “nähschule” befasst sich mit dem Minirock (132A). Wobei mich die Angabe “Rockstoff mit ewas Stand, mit und ohne Elasthan-Anteile” schon wieder misstrauisch macht. Aber gut, der Bund wird eh mit Stanzband gearbeitet, zumindest an der Stelle ist es dann egal…

Die Leserinnen-Modelle werden durch die Lila- und Rosatöne vereinigt, In der Farbstellung schiene bevorzugt festliche Modelle genäht zu werden.

Der “Atelierbesuch” führt zu Schmuck aus Metall und Plexiglas. Auffällig. Und gefällt mir. Außerdem könnte es einen echten Besuch gegeben haben, Frau Bily ist jedenfalls auf einem Bild zusammenmit der Designerin. (Oder man traf sich auf einer Messe…) Dafür bleibt diesmal geheim, wo die Designerin arbeitet. (Okay, in Paris findet man ihre Werke, in St. Tropez auch. Ich fürchte nur, so viel ist in der Urlaubskasse dann nicht mehr übrig…)

Blumig wird es dann bei den Plus-Größen unter dem Stichwort “Stil-Blüten”. Kleid 142 hat zwar ein interessantes Godet auf der Zeichnung, die Ausführung mit hochgeschlossenem weißen Kragen und Manschetten ist hingegen grauenhaft. Es sei denn, man möchte einen Kostümfilm über ein Mädchenpensionat ausstatten. Dafür sieht die Kombination aus Rück und Blouson auf der gegenüberliegenden Seite dann nach “ich war heute morgen noch zu betrunken, daher habe ich einfach die nächsten zwei Sachen vom Stuhl gegriffen” aus. (“Perfekt gekleidet” ist der Untertitel dieser Modestrecke… äh… nein. Bisher nicht.) Raglanschirt aus Steppstoff ist wahrschienlich gemütlich, aber zeigen würde ich mich damit niemandem wollen. Auch Cocktailkleid 141 hat einen gut zu verwendenden Schnitt. Aber aus dem Stoff Marke Kittelschürze sicher nicht zum Ausgehen. Ob die Drapees an Rock 140 gut aussehen ist eine spannende Frage, die das Photo uner dem grauen langen Sweater versteckt. Mit “City-Jogging-Hosen” freunde ich mich nach wie vor nicht an (heiße ich Cindy oder was?) and die Raffung des Seideshirts liegt genau unter der kunstvoll drapierten Haarsträhne des Models. Oder das Bild ist gegenüber der Zeichnung gespiegelt, es konnte auf der anderen Schulter eine Drapierung geben? Oder vielleicht auch nur eine Falte. Wer weiß das schon so genau… Bei der schwarzen Version des Shirts liegen dann die Haare auf beiden Schultern… Hose und Blouson werden auch in der Stoffkombination nicht schöner. Eine derart grauenvolle Plus-Strecke hatte ich wirklich schon lange nicht mehr.

Danach ist ja die Beauty-Seite über “Zitroniges” beinahe interessant.

Die Kinderkleider sind eher Mädchenkleider in Größe 92-116. Mit unvermeidlichen Füchsen und anderen Waldtieren (die im Druck). Nett. So wirklich reißt mich das aber alles nicht. Alles sehr… tja, irgendwie muß ich an Ferienkleidung denken. Strand und andere unkomplizierte Umgebungen. Irgendwie… nicht meines.

“Sehenswert” heißt es jetzt und bietet Shopping Adressen aus Mailand. Immerhin auch ein Stoffgeschäft dabei.

Warum wir jetzt alle Turnbeutel mit Seepferdchen drauf nähen sollen ist mir nicht so ganz klar? Aber Burda nennt das “Aktion”.

Der Deko-Bereich ist sehr bunt. Im Moment nichts, was ich haben wollte, aber die verschiedenen Drucktechniken sind nicht uninteressant. Muß ja kein Neon sein und vielleicht auch nicht unbedingt als Deko…

“Aus Alt mach Neu” bringt auch einen völligen Klassiker. T-Shirt zu Fransen einschneiden. Diesmal noch ein wenig geknotet, aber trotzdem…

Die “Best Sites” widmen sich dem hemmungslosen Shoppen und können daher locker überblättert werden.

Dann noch mal “leichter nähen”, diesmal Filzmäuschen. Garniert auf dem Foto mit Macarons…

Und zum Abschluss noch Tüllspitze als “Stoff des Monats”. Kommt auf dem Bild sogar gut zur Geltung…

Und jetzt poste ich das noch… in zwei Tagen kommt schließlich schon das September-Heft…

(Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen natürlich beim Verlag.)

Spannen in der Runde

Blocking around

Fußschoner spannenLochmuster oder neudeutsch Lace sehen ja gespannt einfach schöner aus. Nur wie macht man das, bei rund gestrickten Sachen? – Genau, zwei alte Saftgläser müssen herhalten. (Zum Glück habe ich ein buntes Sammelsurium in unterschiedlichen Größen, so daß die passende dabei war….)

Lace looks better blocked, but how do you do this if your item has been knitted in the round? – Right, some old glasses will do. (Luckily I have a quite mixed assortiment in different sizes so one did fit…)

Frischer Nadelblick: August 2014

Fresh look on needles: August 2014

WickelbluseAuch diesen Monat ungelöst: Das Paßformproblem der Wickelbluse. Allerdings habe ich jetzt einen Lösungsansatz…. ich habe nämlich eine blau gefärbte Baumwollspitze gefunden, die farblich genau passt. Ich werde die Spitze einfach in die Seitennähte einsetzen. Dann wird die Bluse etwas weiter und das sollte den Zug vorne weg nehmen…

Still unsolved: The blouse still does not keep closed. But I have a new idea for a solution… I found a piece of lace, dyed in a matching blue, in my stash. I think I will open the side seams and insert the lace. So the top becomes a bit wider and should pull less at the front. 

BH BügelAuch mein BH ist noch nicht fertig. Die Bügelspitzen haben jetzt aber die ersten zwei Schichten Lack…

My bra isn’t finished either. But the cut wires have the first two layers of varnish…

RockWie zu erwarten hat sich auch an meinem Sweat-Rock nicht viel getan. Es gibt eine rückwärtige Mittelnaht und viele Knitter, weil er jetzt zwei Monate gefaltet in der Schublade lag.

As expected no real progress on my skirt. The back middle seam is closed also and it has a lot of creases from laying folded in a drawer for two months.

SeidenkleidDafür hat sich der Haufen Folienschnitteile nicht nur in ein Testkleid verwandelt, sondern das endgültige Kleid ist auch fertig. Es fehlt nur noch der Saum. (Was allerdings auch nötig ist, denn ich habe auch nur noch einen Nähtag….) Die Versäuberung mit Schrägband mache ich mit der Maschine, der Rest ist Handarbeit. Das heißt, notfalls kann ich es auch noch vor Ort machen, kurz vor der Feier…

But all those pattern pieces on plastic sheet did not only turn into a test dress but the “real” dress is nearly finished also. Only the hem is missing. (Which is very necessary, because I have only one sewing day left….) The binding for the hem allowance I will sew with the machine, but the rest will be hand stitches. Means in the worst case I can do it last minute before the party…

MützeAuch die Mütze sieht unverändert aus. Das täuscht allerdings. Nachdem ich auf der Ravelry Seite zur Anleitung doch eine Angabe zur Maschenprobe gefunden habe, habe ich die Mütze aufgetrennt und größer neu gestrickt. Und dann noch mal komplett geribbelt und mit zwei Maschen weniger ein drittes Mal gestrickt, weil das Garn nicht reichte…

The hat also looks unchanged. But that is wrong. Since I finally found informations about the gauge on the raverly page of the patter I frogged everything and started again bigger. Then I frogged it for a second time and restarted with 2 stitches less, because the yarn was not enough….

SockenGanz neu sind die Socken. Die sind nicht für mich und sollen eine speziell feste Sohle haben, weil sie eher so zum Lümmeln auf dem Sofa sein sollen.

Just started are those new socks. They are not for me and are supposed to have an extra stable sole, because they will not be worn in shoes, but on the sofa.

gehäkelte HexagonsGroßen Fortschritt bei meinen Hexagons, ich habe nämlich 405, also bin ich fertig. Da ich mich aber noch nicht entscheiden kann, wie ich es zusammenhäkle, werde ich noch ein paar mehr häkeln, um meine Farbauswahl zu vergrößern.

Big progress with my hexagons, I have 405 now, so I am oficially finished. But since I can’t decide how to crochet it together I will continue a bit to create a bigger choice of color combinations.

Inzwischen sind es ganz schön viele Projekte… ich hoffe, bis November oder so habe ich das mal wieder etwas reduziert…

That are a bit more projects than I normally like… I hope to reduce the number by November or so….

Aus dem Blogarchiv

From the archives

August 2006, viel Gardinen (August 2006, lots of window treatment)

August 2007, die Challenge nahte: (August 2007, Working on the Challenge)

August 2008, viel gestrickt.

August 2009: wohl ein ruhiger Monat

August 2010, mehrere Anleitungen

August 2011: Noch so ein Strickmonat

August 2012:

Es ist wieder Marmeladenzeit!

ErdbeermarmeladeIt’s confiture-time again!

Dieses Jahr hatte es ja mitten in der Erdbeerzeit ein Unwetter gegeben, so daß die Erdbeern am nächsten Wochenende auf dem Markt alle etwas angedätscht, aber dafür auch enorm billig waren. Da konnte ich nicht widerstehen und es gab Erdbeermarmelade.

This year there was some heavy rain at high strawberry season. So the next Saturday strawberrys were supercheap at the market, but only good for making preserves. So I couldn’t resist and made strawberry confiture.

Und als mein Mann dann einige Wochen später Himbeermarmelade kochen wollte, mußte ich endlich die Deckelchen sticken, damit wir sie nicht verwechseln… Gestickt wie immer, frei geführt im Stickrahmen. Die Form ist diesmal anders, nämlich tatsächlich rund geschnitten. Ich habe nämlich gerade von Clover den “5 in 1 sliding gauge” zum Testen und damit geht das Kreise malen so schnell, daß der Aufwand noch drin ist. Und es sieht ja so viel netter aus…

Than DH announced he would be making rasperry confiture some weeks later. So now I had to hurry up to make the doilies for the jars, before we mix everything. They are free embroidery like always, but this year they are circles, not rectangles. I have the “5 in 1 sliding gauge” by Clover to test it and drawing a circle on fabric goes so quickly with that item that it was worth the tiny extra amount of time. And looks so much nicer….

Revue de Presse: Threads September 2014 (174)

Titel ThreadsKurz nach Sommerbeginn liefert Threads schon die Septemberausgabe. Daran gewöhne ich mich vermutlich nie. Der Titel zeigt schon mal ein ansprechendes Kleid, auch wenn ich mir nicht so sicher bin, ob ich wirklich Webekanten auf alle Nähte nähen will…

Die Autoren der Ausgabe werden diesmal gefragt, wie sie den “Nationalen Nähmonat” im September zu begehen zu gedenken. Nun gut, so was wie einen offiziellen Nähmonat haben wir in Deutschland ja nicht. Eigentlich interessanter Gedanke, oder? Die Autoren kenne ich diesmal alle nicht. Da bin ich natürlich um so gespannter.

Das Editorial beschließt, daß wir alle toll sind, weil wir nähen. Oder so… Belanglos, aber irgendwas muß man ja schreiben.

Selbiges gilt für die Leserbriefe. Wobei, wenn ich ein Tablet hätte, würde ich es vielleicht interessant finden, daß es jetzt auch eine Android Version der Threads gibt.

Die Lesertips. Wirklich überragend die Idee, eine Faltschablone zu benutzen und seine Stoffe so zu falten, daß sie genau die Tiefe des Lagerregals haben. Da wäre ich ja alleine nie drauf gekommen… Interessanter der Tip, den Schnuraufnähfuß zu nutzen, um die Naht unterhalb eines Reißverschlusses nahtlos schließen zu können. Hätte man vermutlich auch drauf kommen können, wenn man den Fuß hätte. Brauche ich den wohl auch noch.

Das vorgestellte Nähzubehör hingegen nicht. Auch gut.

Wesentlich spannender hingegen die Anleitung, um so eine Art “Eis-Batik” zu machen. Das muß ich wirklich mal ausprobieren! (Aber das sage ich bei solchen Sachen immer, komme aber nie dazu…)

Etwas banal finde ich diesen Monat das “how did they do that”. Muster mit Nieten, Hotfix oder genähten Metallteilen erzeugen… da braucht es aber nicht wirklich eine Anleitung dafür. (Zumindest keine, die über die jeweilige Packungsaufschrift hinausgeht.)

Auch nicht wirklich neu ist der “Quick to make” Shrug. aber durch den plssierten Stoff bekommt das altbekannte Prinzip doch wieder einen neuen Look. Dürfte an mir leider eher nicht so gut aussehen…

Die “Pattern Reviews” widmen sich schräg geschnittenen Designs. Neben einem Vogue Kleid (leider ohne Photo) finde ich sowohl das Kleid von StyleArc als auch den Mantel von Center for Pattern Design reizvoll. Irgendwann werde ich mich doch mal mit weiteren Schnittherstellern auseinandersetzen müssen, wenn es da so interessante Dinge gibt…

Der Artikel über die Verwendung der Webkante überzeugt mich dann doch nicht davon, künftig alle meine Webkanten abzuschneiden und aufzuheben. Zum einen brauche ich so selten funktionales Webband, daß es einfacher ist, alle fünf oder zehn Jahre einen Portion “Haushaltsband” zu kaufen (das dann doch etwas stabiler ist, als die Webkanten der meisten Stoffe) als die Wohnung anzubauen, um all die Webkanten einzulagern. Zum anderen überzeugen mich die dekorativen Verwendungen einfach nicht. Und nicht unwesentlich: Ich durchschneide die Webkante beim Zuschnitt in der Regel mehrfach, weil ich doch ein sauberes Zuschnittergebnis als wertvoller erachte, als eine aufgehobene Webkante. Und vorher abschneiden wäre mir zu riskant, ich brauche oft jeden Zentimeter Stoffbreite….

Spannend der Artikel zum Schnitte gradieren. Ich habe ja zu dem Thema ein Buch der Modeschule ESMOD, was eine völlig andere Methode als “professionell” beschreibt. Die in Threads hat eventuell den Vorteil, das es einfacher sein könnte, den Schnitt auf den Körper passend (also ggf. unproportional) zu gradieren und nicht einfach eine Konfektionsgröße mehr oder weniger.

Eher Werbung scheint mir der nächste Artikel… Handnähen mit Silamide erklärt vor allem, was Silamide ist (gewachster Nylonfaden) und warum es ganz toll ist, den zum Handnähen zu benutzen. Viel besser als Seide. Ein Produkt, das zumindest ich noch nicht vermisst habe. (Und eigentlich ist es zum Pelznähen erfunden worden, wo es sicher Sinn macht.)

Hinter den “High-End Elements” zur Aufwertung der Garderobe verbergen sich schlichtweg die Anleitungen für eine unterlegte Naht und für Cargo-Taschen. Nun ja, große Worte für simple Sachverhalte.

Im großen und ganzen auch nicht neu für mich, wie man einen BH mit Schaumstoffgrundlage näht. Aber ein paar Details sind anders, als ich sie bislang kenne. Das kann man ja mal bei nächster Gelegenheit ausprobieren. (Und wer es noch nie gemacht hat, findet eine ausführlich bebilderte Anleitung.)

Neu für mich hingegen die Technik die Claire Shaeffer zeigt, wie man einen Reißverschluss völlig unsichtbar einnäht. Und nein, nicht einpunktieren, der Reißverschluß wird auf die Nahtzugabe genäht und die Nahtzugabe dann auf den Unterlegstoff. (Der muß also vorhanden sein.) Es ist aufwendig, erfordert viele Handstiche (auch wenn man einzelne Schritte davon vielleicht auch mit der Maschine machen könnte), aber wenn man mal keinen in Farbe oder Länge passenden unsichtbaren Reißverschluss zur Hand hat… könnte ich das ja mal ausprobieren.

Neidisches Sabbern dann bei Bericht über die Einkaufsmöglichkeiten im New Yorker Garment District. Da könnte man doch mal Pauschal-Arrangements anbieten: Mit dem Nachtflug und einem leeren Koffer hin und am Abend mit vollem Koffer zurück. (Oder auch nicht… das bliebe sicher nicht unter der Zollfreigrenze und wenn ich mir einen Koffer voller Stoffe an einem Tag kaufen würde, dann dürfte ich mir mindestens zehn Jahre lang keinen Stoff mehr kaufen. Was auch doof wäre.)

“Teach yourself to sew” wird anspruchsvoller, diesmal geht es in aller Ausführlichkeit um Belege. Wie meist bei solchen Anleitungen werden verschiedene Möglichkeiten gezeigt und die Einleitung befasst sich auch kurz mit den Vor- und Nachteilen von Belegen.

Helen Haughey kenne ich zwar nicht, aber ihr Nähzimmer gefällt mir. Hell, sortiert, aufgeräumt. Darin scheint jemand wirklich zu arbeiten.

Sehr gut gefallen mir auch die Werke der Leserinnen. (Okay, vielleicht nicht so die Schluppenbluse…. aber die anderen beiden.)

A stitch in time befasst sich mit dem “Nationalen Nähmonat” im September (haben wir ja in Deutschland nicht) und einige Workshops. Die Pantone Herbstfarben sind hingegen international und das Color Coding von Schmetz Nadeln auch. (Wobei das nicht neu ist und meiner Bevorzugung für Organ keinen Abbruch tut.) Und wie man das Ende eines Reißverschlusses kratzsicher verpackt, habe ich schon selber rausgefunden. :-)

Die Fragen an die Experten befassen sich einmal mit Belegen, die nicht Vorschauen sollen (nicht neu) und die andere Antwort dürfe an der Frage vorbei gehen… Der Rat, möglicherweise von Tierchen befallene Kleidungsstücke zu einem professionellen Textilkonservator zu bringen dürfte für 99,9 Prozent aller Fälle völliger Overkill sein, weil es nämlich nicht um wertvolle oder gar antike Textilen (mit Bestandteilen aus Holz, echtem Fischbein oder Elfenbein) geht, sondern um normale Kleidung, die vielleicht nicht so heiß gewaschen werden dar. Daß der Gefrierschrank eventuell nicht kalt genug wird, das will ich hingegen nicht ausschließen. Aber bevor man es wegwirft, einen Versuch wert. Dazu stehe ich.

Und zum Abschluss noch die Geschichte und das Vintage Kleidungsstück. Diesmal ein Morgenmantel der mich nicht so wahnsinnig begeistert…