Aus dem Blogarchiv

From the archives:

Oktober 2006, immer noch die Bluse (October 2006, still fiddling around with the blouse)

Oktober 2007: Challengenachbereitung und Parisshopping (October 2007: Doing the aftermath of the Challenge and shopping in Paris)

Kreistaschen – Teil 2

Nachdem ich in den nächsten Wochen viel auf Achse sein werde, werden die Updates hier im Blog wieder etwas seltener sein, also beeile ich mich mal, das „Geheimnis“ der Taschen noch bis zum Ende zu lüften. 😉

TascheineingriffWeiter geht es mit der Tasche.

Die gebügelten Nahtzugaben werden jetzt zurückgeschnitten. Je nach Stoffdicke kann man auch die Einschnitte (die ja schon da sind) zu kleinen „V“ erweitern.

(Ich habe es übrigens ausprobiert, es bügelt sich wirklich leichter, wenn man Nahtzugaben noch lang sind und man erst danach zurückschneidet. 😉 )

The next weeks I will be traveling around a lot. So new blog entries will be less often. So I’m trying to finish my explanation about the circle pockets before…

On we go…

After pressing the seam allowance I’m cutting them back. On thick fabrics it’s a good idea to cut little „V“s in the seam allowance. Otherwise the cuts to the stitches that are already there are enough.

(And yes, I’ve tested it… it is definitely better to iron first and cut back later… less burned fingers… 😉 )

Tascheneingriff verstürztAnd now, finally after all that preparation, you can turn the lining fabric through the circle. Now its on the left side, where it belongs.

Again pressing… only I handbasted before, to make sure, it would ly flat.

After pressing I’ve sewn along the circle, very close to the border, like 2mm apart.

Again short stitchlength helps to follow the circle smoothly.

So, und nach der ganzen Bügelei wird das Futter endlich durch den Kreis nach inen zu wenden. Der Futterstoff ist jetzt endlich auf der linken Seite des Ärmels, wo er ja auch hingehört.

Bügeleisen ausgeschaltet?

Lohnt nicht… auch die gewendete Kante will gebügelt werden. Allerdings habe ich vorher von Hand geheftet, damit der Stoff wirklich flach liegt und auch das Futter hinterher nicht vorspitzt.

Und sogar die Nähmaschine darf wieder ran! Ich steppe die Kante knappkantig ab, einen oder zwei Millimeter von der gewendeten Kante entfernt. Auch hier ist eine kurze Stichlänge das ganze Geheimnis, um der Kurve gut folgen zu können.

Taschenbeutel fertigJetzt haben wir ein schönes rundes Loch, aber noch keine Tasche…

Damit eine Tasche draus wird, kommt das zweite Stoffstück ins Spiel, ihr erinnert euch? Ich erwähnte das am Anfang.. 😉

Das wird jetzt einfach von hinten auf das Loch gelegt. Auf das Futterstoffteil, das ja mit dem Kreisausschnitt verbunden ist. Und zwar so, daß die rechte Stoffseite durch das Loch zu sehen ist. Gut, bei meinem Stoff ist das jetzt fast egal (wobei ich festgestellt habe, daß die beiden Seiten nicht ganz identisch sind… nur fast…), aber falls man was bedrucktes hat oder so, dann spielt das durchaus eine Rolle.

Das liegt also Kante auf Kante auf dem Futterstoffstück und wird an diesem festgesteckt oder geheftet. Aber nur an dem Futterstoff, nicht an dem Ärmelstoff!

Dann näht man, dazu arbeitet man mit dem Futterstoff nach oben. Näht also quasi zwischen Oberstoff und Futterstoff. Wenn die Nahtzugabe etwas breiter ist, geht es einfacher.

Anschließend habe ich die Kanten der beiden Taschenstücke noch zusammengefasst mit dem Overlockstich der Nähmaschine versäubert.

Das Bild zeigt dies von links, nicht schön, aber es war eilig und es wird nie mehr zu sehen sein, der Ärmel ist ja gefüttert…

Okay, we have a nice hole, where you could insert things, but this alone doesn’t make it a pocket. But you remember? I cut a second fabric patch… a red one.

This I’m placing on the lining patch, right side of fabric down, that is right side of fabric is what you see when you look through the hole…

Then pinbasting or handbasting the pocket fabric to the lining fabric. The lining fabric alone, not to the sleeve fabric!

To sew the two patches together you have to sew lining side up, sort of between the lining fabric and the sleeve fabric. Larger seam allowances makes it easier. After that I used the overlockstitch of my sewing machine to secure the cut edges. Less important for the boiled wool, more important for the lining fabric…

As the picture shows this was done in a hurry and not very neatly. But I was in a hurry and under the sleeve lining no one will ever see…

Kreistasche fertigVoilà, a pocket!

In this case a small one, perfect to have always important things with you, like sewing machine needles… 😉

(For the two bigger pockets I attached the upper edge of the pocket with some blind hand stitches to the mainfabric, to prevent the pockets from sagging.)

Will I get to see more crazy shaped pockets in the future? 😉

Voilà, eine Tasche!

In diesem Fall eine niedlich kleine, perfekt um wichtige Nähaccessoires immer bei der Hand zu haben.

(Bei den zwei großen Taschen am Vorderteil habe ich noch den oberen Rand der beiden Taschenteile mit Handstichen blind an den Stoff der Vorderteile genäht, damit die Tasche nicht herunterhängt.)

Gibt es in Zukunft mehr verrückt geformte Taschen? 😉

Kreistaschen – Teil 1

Die kreisförmigen Tascheneingriffe meiner Challengejacke waren das zweite Detail, für das ich eine Beschreibung versprochen hatte…… hier kommt sie.

Schablone für Ausschnitt Auch hier gilt, daß der Effekt einer ganz einfachen Technik zu verdanken ist. Etwas mühsam, zugegeben, aber einfach.

Und natürlich kann man nicht nur Kreise damit machen, jede Form ist möglich… Dreieck, Quadrat,… auch Sterne, Herzen,… wozu man eben Lust hat.

Das schwierigste war eigentlich, zu bestimmen, wie das Karo aus den großen Taschen im Vorderteil hervorgucken sollte.

Also habe ich den Schnitt für das Taschenteil genommen und ein Loch ausgeschnitten, so groß wie hinterher der Ausschnitt in der Jacke auch sein sollte, und habe den auf meinem Glencheck herumgeschoben.

(Die anderen Bilder zeigen allerdings eine Tasche im Ärmel, da ist der Ärmel kariert und der Taschenhintergrund rot. Also bitte nicht irritieren lassen.)

The second detail people at the big gathering in Aachen wanted to know about were the circle-pockets.

Again the technique is easy. Not effortless, but easy.

You are not even restricted to circles, you can do any shape: triangles, stars, hearts,… as you like.

The most difficult thing was the design decision, what part and which direction I wanted the checks show on the jacket front. So I took my self-drafted pattern for the pocket, cut a hole the size the checks were to appear under the black fabric of the jacket and tested, what effekt I liked best.

(Please don’t be irritated… the other pics show a red pocket in the Prince-de-Gaulle sleeve…)

First things to do is cutting and pressing. Cutting two rectangles, the height is the diameter of the circle plus the depth of the pocket. The width again the diameter of the circle or larger. Plus seam allowances. (I took about one centimeter.) I cut it once from lining and once from the fabric I want to appear behind the cut out shape.

The pressing… Pressing a patch of Vlieseline G785 on the left side of the sleeve fabric at the place where I want to do the cutout. And pressing Vlieseline on the lining pocket.

G785 is my choice because it is extremely lightweight and does not influence the drape of the fabric.

Los geht es mit schneiden und bügeln. Ich schneide zwei Rechtecke, so hoch wie der Kreis plus die gewünschte Taschentiefe und so breit wie der Kreis oder breiter. Nahtzugaben an allen vier Kanten nicht vergessen! (Ich habe einen guten Zentimeter zugegeben.) Die beiden Taschenteile werden einmal aus Futterstoff geschnitten und einmal aus dem Hintergrundstoff. Also der Stoff, der hinterher in dem Kreisausschnitt zu sehen sein soll.

Eingriff absteppenDanach ist Bügeln angesagt. Ein Stück Vlieseline G785 auf die linke Seite des Ärmels. Dahin, wo hinterher der Kreisauschnitt sein soll. Die gleiche Vlieseline kommt auch auf die linke Seite des Futterteils.

G785 wähle ich deswegen, weil es besonders leicht ist und den Fall des Stoffes nicht beeinflußt. Wäre der Ärmelstoff um den Kreisausschnitt herum steif, wäre das nicht so schön. (Hat man festeren Stoff, kann man natürlich auch andere Vlieseline nehmen.)

Anschließend (nachdem die Vlieseline wirklich gut ausgekühlt ist!) zeichne ich den Kreis auf die linke, mit Vlieseline bebügelte Seite des Futterteils.

Das Futterteil wird mit der rechten (also unverstärkten) Seite auf die rechte Seite des Ärmelstoffs gelegt, festgesteckt und dann wird mit kleinen (Stichlänge 1,8-2) Stichen die Kreislinie nachgenäht.

Ich habe es ganz normal mit Transporteur und Nähfuß gemacht, man kann es natürlich auch Einspannen und frei arbeiten. Nur auch da sollte man auf eine kurze Stichlänge achten. Gerade bei komplizierteren Umrissen kann das sogar die einfachere Lösung sein.

Die kurzen Stiche machen es zum einen möglich, der runden Form besser zu folgen, zum anderen sichert man so den Stoff ein Stück weit gegen ausfransen.

After ironing and waiting for the Vlieseline to cool down really well I’m drawing a circle on the left side of the pocket lining patch.

Then I place my lining patch right side down on the right side of the (sleeve) fabric, secure it with some pins and then stitch on the line. It’s important to choose rather tiny stitches, (stitchlength 1.8-2 on my machine). One reason is, because a curved form can better be followed with shorter stitches (and still look corved), the other reason is, that the short stitches secure the fabric against raveling.

I did this step sewing normally, feed dogs up. But you can also lower the feed dogs and hoop the fabric. Only make sure your stitches are short enough. If you have a complicated shape this might still be easier.

After that short moment of sewing its again pressing.

Just press the seam flat to melt the stitches in the fabric.

einschneidenAfter that it’s cutting again. Sharp scissors from the middle of the circle to the stitches. Through both layers of fabric. Don’t cut through the stitches, but do not end to far apart either!

The cutting is done in a way to form pieces like pieces of a cake. Depending on the size of the circle I make 12 to 16, even more. The smaller the segments are, the more „round“ the circle will turn out.

If you end to early or you do not cut enough segments, the circle will bekome „edgy“.

(The picture shows the cutting from the left side of the fashion(sleeve) fabric.)

Ja und nach diesem kurzen Moment des Nähens ist auch schon wieder Bügeln angesagt.

Nämlich erst mal den genähten Kreis schön flach bügeln, um die Stiche in den Stoff hineinzudrücken.

Danach heißt es erneut beherzt zur Schere greifen und den Kreis aufschneiden. Durch beide Stofflagen. Von der Mitte zu den Stichen hin, so wie Tortenstücke. Dabei die Stiche natürlich nicht durchschneiden, aber auch nicht zu frühe aufhören. Die Schere muß also scharf sein, am besten bis in die Spitze, dann klappt das auch.

Hört man zu früh mit dem Schnitt auf, dann wird der Kreis nicht wirklich rund, sondern eckig. Ähnliches passiert, wenn man nicht genug „Tortenstücke“ schneidet. Ich mache je nach Kreisgröße 12 bis 16. Mehr schadet in der Regel nicht.

(Das Bild zeigt diesmal übrigens die linke Seite des Jackenstoffes.)

Nahtzugabe ausbügelnUnd schon geht es wieder ans Bügeleisen. Die Naht muß jetzt nämlich auseinander gebügelt werden.

Das heißt, Futtersegment zu Futterstoff, Oberstoffsegment zu Oberstoff. Dabei sollte man aber nur genau über der Naht bügeln, um keine unerwünschten Falten hineinzubekommen.

Ich benutze dazu das Bügelkissen und drücke nur die Spitze des Bügeleisens auf die Naht. Am besten Segment für Segment.

Dabei sind die spitzen „Ohren“ der Kreissegmente recht praktisch, weil man den Stoff da schön auseinander ziehen und nur genau auf der Naht bügeln kann.

(Fortsetzung folgt….)

And again… pressing. Pressing the seam open.

That’s a bit tedious, because you have to do it segmnt after segment.

I’ve been using the pressing ham and I’ve tried to touch the seam just with the tip of the iron, to avoid producing unwanted pleats or creases. :o)

Here the long „ears“ of the segments comy handy, because there you can hold the fabric while ironing without burning your fingers.

(To be continued…)

Negativapplikation: Drunter statt drauf (Teil 2)

zurückschneidenNachdem ich gestern auf einem gemütlichen Mininähtreffen bei Silvia in Aachen war (fünf Leute passen gerade perfekt um den Nähtisch… *g*) geht es erst heute mit der Applikation weiter. (Was ich bei dem Treffen genäht habe kommt auch noch… irgendwann später. Ein paar Handstiche sind noch nötig.)

Oben ist aufgeschnitten, jetzt muß natürlich auch unten der überstehende Stoff weg.

Hier benutze ich meine große Nähschere. Ich halte das Werkstück ziemlich genau wie das Bild zeigt, die Jacke liegt in meinem Schoß und mit zwei Fingern der linken Hand spanne ich den Applikationsstoff etwas.

Dann kann ich knapp an den Stichen schneiden, ohne unbeabsichtigt in etwas anderes hineinzuschneiden. Und wenn ich den gespannten Stoff loslasse, zieht er sich noch näher an die Stichreihen zurück.

Yesterday we had a very relaxed and productive (I finished something, except some hand-stitches. I hope to finde the time to show it that week…) sewing-meeting at Silvias shop in Aachen. (Five is the perfect number to fit the table…) So my explications about the negative applique had to wait for today.

Okay, the main fabric has been cut out, next thing is to cat away the „seam allowances“ of the applique-fabric.

Again I’m using my big, sharp scissors. (BTW… shears, scissors… I never know what to use… anybody who can explain what applies when?) The picture shows quite well how I’m holding the fabric while cutting. The jacket rests in my lap and two fingers of my left hand hold the applique-fabric taunt.

Ansicht der RückseiteSo I can cut close to the stitches, avoiding to cut at unwanted places and when I release the red fabric it retracts a bit and comes again a little closer to the stitching.

So that is what it looks like from the back after beeing cut back.

Und so sieht das ganze von der Rückseite aus, nachdem der Stoff zurückgeschnitten ist.

Negativapplikation VorderseiteUnd so sieht die Applikation von der rechten Seite aus.

Man sieht (trotz Bearbeitung in gimp), daß schwarze Stiche auf schwarzen Stoff kaum zu sehen sind.

Wenn der Oberstoff nicht sehr ausfranst könnte man die Applikation jetzt sogar so lassen, man hätte dann eine offenkantige Applikation. Allerdings hätte ich mir in dem Fall mit den Steppstichreihen etwas mehr Mühe geben müssen…

And that’s the right side view.

Even after some work with gimp you see, that black stitches in black fabric are not very well do see…

If you have a fabric that does not ravel much, you can finish here. (And if you like the look of a raw edge applique, of course.) In this case, of course, I would have worked the rows of stitching with a little (lot) more care…

Applikation umranden So my application gets a satin stitched border, as a „traditional“ applique would get, too.

In case you may wonder… yes, I’m using a hoop together with a „normal“ pressure foot and the feed dogs working. There is no law against that… :o) The Prince de Gaulle fabric had a strong tendency to stretch under the pressure foot. I didn’t want to use tear-away stabilizer, because that leaves a bit of residue under the satin stitches, and didn’t want to use water soluble stabilizer (e.g. Soluvlies) because I didn’t want to wash the jacket before the presentation. Neither had I wanted to use iron on stabiliser, because I wanted the fabric to remain soft without influencing the drape…

If all that is the case… hooping is the perfect solution. (And if you are sewing circles it becomes even easier to guide the fabric with the round hoop…)

To become a close border without building to much stitches I had to sew over the border twice. The first round I used my usual satinstitch length plus two units on my sewing machine. The second round was in normal stitch lengths for satin stitch. For a shiney and smooth appearance ‚ve used embroidery thread, Gütermann-Sulky it was.

Da ich keine offenkantige Applikation wollte, bekamen meine Kreise als Randabschluß einen ganz normalen Satinstich (auch Raupenstich oder Knopflochstich genannt).

Und, ja, man kann einen normalen Nähfuß und den Transporteur mit einem Stickrahmen zusammen benutzen. Mein Problem war, daß der Karostoff und die gekochte Wolle beide sehr weich sind und daher beim übernähen mit dem dichten Satinstich eine deutliche Neigung zur Wellenbildung hatten. Stabilisieren wollte ich nicht. Aufgebügelte Vlieseline hätte den Stoff an der Stelle etwas steifer gemacht, was ich nicht wollte. Stickvlies zum Abreißen bleibt unter Satinstichen auch immer etwas drin. Oder/und ist unendlich mühsam rauszupopeln. Wollte ich auch nicht. Und Soluvlies zu verwenden hätte bedeutet, daß ich die Jacke vor der Challengevorführung noch mal hätte waschen müssen. Wollte ich auch nicht.

Also war der Stickring die perfekte Lösung. (Mit dem netten Nebeneffekt, daß man den Stoff dank des runden Stickrings sogar leichter kreisförmig führen kann….)

Um eine glatten Kante zu bekommen, brauchte ich in diesem Fall zwei Runden Satinstich übereinander. Damit es nicht zu dick wird, habe ich für die erste Runde die Stichlänge zwei Einheiten länger gestellt als für den normalen Satinstich. Das hielt die kleinen Faserchen des fransenden Glenchecks ganz gut im Zaum. Und dann noch eine Runde normal enger Satinstich, für das glatte Finisch. Deswegen auch Stickgarn dafür. Gütermann-Sulky in diesem Fall.

Negativapplikation fertigUnd so sieht die negative Applikation fertig aus. (Nein, nicht perfekt rund, aber rund genug…. 😉

Stellt sich vielleicht die Frage: warum eigentlich „negativ“ applizieren?

Ein Vorteil ist, daß man nur eine Stoffschicht hat, die Applikation ist also dünner und weicher, je nach Stoff wirkt sich das natürlich unterschiedlich aus.

Der zweite Grund war, daß ich den afrikanischen Stoff (rechts auf dem zweiten Bild) durch die Biesen etwas gerippt hatte. Diese Rippen wären durch die Satinstiche nicht gut glatt zu bekommen, der Rand wäre beim aufapplizieren also immer ungleichmäßig geblieben.

Und das dritte Anwendungsgebiet (was hier keine Rolle spielte) ist, daß man damit ein Loch bearbeite kann, ohne es vorher stopfen zu müssen. 😉

Vielleicht hat ja jemand Lust bekommen, es auch einmal mit einer negativen Applikation zu versuchen?

The last picture shows the finished circles. No, they are not perfect circles, but good enough to be circles.

Remains the question, of course, why one should do reverse appliques?

One advantage is, that they remain softer, influence the drape of the fabric less than a „normal“ applique. How strong the effect is depends on the fabric and the garment, of course.

Another reason to use that technique was, that I had created a kind of „ribbing“ on the african print fabric. If you try to make satin stitch over such a structure you will find out, that the stitches cannont „press“ the ribbing flat, therefore will not lie smooth and flat.

And a third reason (in general, not for me in this case) is you can repair holes without having to mend them first… 😉

Maybe now you are motivated, to try a negative applique, too?

Negativapplikation: Drunter statt drauf (Teil 1)

In Aachen habe ich einigen Leuten versprochen, zu erklären, wie ich die Applikationen auf meiner Jacke gemacht habe. Mir war bis dahin nicht recht bewußt gewesen, daß diese Technik irgendjemandem unbekannt sein könnte, weil sie wirklich sehr einfach ist. Aber dann habe ich mal in meinen Büchern geblättert und festgestellt, daß sie nur in englischprachigen Büchern beschrieben wird. (Gut, ich habe inzwischen deutlich mehr englische Bücher als deutsche zum Thema Nähen, daran kann es auch liegen.) Sie firmiert dort unter dem Titel „negative application“, ich habe keinen besseren deutschen Begriff gefunden, also bezeichne ich es jetzt auch mal als „Negativapplikation“.

At the big sewing party an Aachen some weeks ago I was asked about the appliques on my jacket. They were negative applications, something very easy to do, so I was a little surprised, that not everybody knew it. But then I started digging into my sewing books and found, that the technique indeed is only described in english ones. (Okay, most of my sewing books are in English, so that is not representative…) So I promised a tutorial…

Stoff feststecken Zuerst legt man ein Stück des Applikationsstoffes unter den Oberstoff und steckt oder heftet es fest. Die rechte Seite des Applikationsstoffes liegt dabei auf der linken Seite des Oberstoffes In meinem Fall ist das der rote Wollstoff, den man ein wenig hervorspitzen sieht.

Das Stoffstück muß ein Stück größer sein, als die Applikation hinterher, damit man es außerhalb der späteren Kontur feststecken oder -heften kann.

Die Form, die die Applikations hinterher haben soll, zeichnet man auf den Oberstoff. Ich bin faul und benutze in diesem Fall meinen Papierschablone, mit der ich die Position der Kreise auf der Jacke bestimmt hatte.

Anschließend näht man die Kontur drei mal mit eher kleinen Steppstichen ab. Die Stepplinien sollten dabei nebeneinandern verlaufen, nicht übereinander.

Je nach Form kann man das auch mit Transporteur und normalem Nähfuß machen, ich habe Stickring und Stopffuß benutzt und den Transporteur versenkt.

First I took a scrap of the red boiled wool and pinned it on the back of my jacket, right side of scrap on left side of jacketfabric. Depending on the fabric you can baste it, too, if it’s to small or to big or the fabric to delicate for the pins.

Then you have to transfer your motive on the right side of the fabric. I was very lazy and used the paper templates I had made to test the placement of my design. I just let them on and did sew around.

You stitch the contour of your motive three times with tiny stitches. One row of stitiching next to the other, not stitching the same line three times.

Kontur nachgestepptI was lazy again and decided to do this with hoop, darning foot and feed dogs down, but you can as well sew with your feed dogs working. For motives with straight lines I would recommend that.

The picture from the reverse side shows the three rows of stitching better. They don’t have to be very regular, as you can see…

You will also notice, that the pictures do not show always the same applique, due to availability of the camera during working on the jacket I couldn’t photograph all steps on the same part of the jacket. But the technique is always the same…

The second pic shows my work on the black fabric, and there regular stitching was impossible, because I simply couldn’t see the black thread on the blacj fabric well enough… I was kind of stitching blind…

Das Bild von der Rückseite zeigt die drei Stichreihen deutlicher. Es zeigt auch, das sie keineswegs gleichmäßig sein müssen.

Und falls sich jemand wundert: Ja die Bilder stammen nicht von der gleichen Applikation, sondern von verschiedenen Teilen der Jacke. Die Kamera war nicht immer passend verfügbar, aber da es ja einige Applikationen waren, habe ich es geschafft, jeden Arbeitsschritt irgendwann einmal zu erwischen…

Ab dem zweiten Bild geht es nämlich mit dem schwarzen Jackenstoff weiter. Der ist auch der Grund dafür, warum die Stichreihen gar so ungleichmäßig sind. Der schwarze Nähfaden war auf dem schwarzen Stoff so schlecht zu sehen, daß ich mehr oder weniger blind genäht habe und die meiste Zeit nicht wirklich gesehen habe, wo schon Stiche sind und wo nicht…

Oberstoff aufschneiden Beim nächsten Schritt ist große Sorgfalt gefragt. Der Oberstoff muß jetzt eingeschnitten werden.

Ich benutze dazu meine scharfe Nähschere und mache erst einen kleinen Schnitt in die Mitte des kreises. Dabei ziehe ich die untere Stoffschicht, also den roten Stoff, ein Stück nach unten, damit ich das Risiko minimiere, ihn mit durchzutrennen.

Den kleinen Schlitz erweitere ich anschließend mit der Stickschere zu einem langen Schlitz bis an meinen Rand aus Stichen.

(Als ich das erste Mal Negativapplikationen gemacht habe, wußte ich übrigens noch gar nicht, daß das eine bestimmte Dekorationstechnik ist. Ich hatte den Trick mit dem Unterlegen und Aufschneiden in einem Nähbuch zum Thema Flicken gefunden und dachte, das könnte man doch auch dekorativ nutzen. Tja, wieder nichts neues erdacht, die Idee hatten andere auch schon gehabt… 😉 )

The next step isn’t difficult either, you jast have to be veeery carefully… You have to cut from the right side in the upper layer of fabric without damaging the lower layer…

I’m using my big, sharp sewing scissors to snip in the middle of the circle. To avoid dammage to the other layer of fabric I’m pulling it a bit away from the reverse side.

After that I’m taking my small embroidery scissors to cut, still with extreme caution, from the snip to the stitches.

(When I made my first negative applique I dind’t know it was a special technique. I got the inspiration from a German sewing book that described ways to repair dammaged clothes. One of the was underlaying with a scrap of the same fabric. And I had thought this a good idea for decorative use, even on a non dammaged garment. I think I was a little disappointed, when I much later detected „my“ idea in an English sewing book… not my invention, but not a big surprise, that others had had the idea before me. 😉 )

Oberstoff wegschneidenAnd on it goes with carefull cutting.

To avoid dammage in the red fabric I have inserted a finger of my left hand in the long slit, to separate the two layers of fabric. And I have been cutting slowly and carefully with my small embroidery scissors, as close to the stitching as possible. Without cutting through them of course!

Weiter geht es mit sehr vorsichtigem Schneiden.

Um den unteren Stoff vor Schaden zu bewahren schiebe ich einen Finger meiner linken Hand in den Schlitz im Oberstoff und trenne so die beiden Stoffschichten. Und dann ganz langsam und vorsichtig mit der Stickschere so eng wie möglich an den Konturstichen entlang schneiden.

Ohne diese durchzuschneiden, versteht sich!

Die größte Überraschung war für mich, daß ich tatsächlich alle Kreise korrekt ausgeschnitten habe. Nicht einmal habe ich falsch geschnitten oder den Unterstoff beschädigt.

Eigentlich gegen jede Wahrscheinlichkeit. :o)

Aber ich glaube, Konzentration und eine scharfe Schere waren hilfreich.

Biggest surprise was, that I did all that circles without any „miscutting“! Not even once did I cut at an unwanted place or dammage the wrong fabric layer.

Against all odds, isn’t it? :o)

Well… I think strong concentration and sharp scissors did help.

P-A-Challenge 2007: Jacke und Rock im Einsatz

Die Challenge ist zwar vorbei, aber für mein Outfit geht es jetzt erst los, das will ich ja weitertragen. Und jetzt kommen endlich die versprochenen Bilder am lebenden Objekt.

Bilder von Jacke und Rock, den diese beiden trage ich zusammen, allerdings mit einem einfachen schwarzen Pulli oder Shirt, nicht mit dem Challenge-Shirt. Das werde ich zu Jeans tragen. Wenn ich es gesäumt haben werde. Dann gibt es auch Bilder davon…

Als erstes die Ansicht von vorne. Letzte Woche in Paris, auf dem Weg zum Abendessen bei Freunden. Deswegen auch das kleine Pralinenpäckchen in meiner Hand und die Sommer BizzKids, die Kleine unserer Freunde dürfte jetzt allmählich groß genug dafür sein.

(Mir fällt auf, ich brauche dringend einen Friseur, das geht echt nicht mehr als Frisur durch… und außerdem, seit meine Waden so fett sind, scheinen meine dicken Knöchel verhältnismäßig schmal…. hat auch was. :o)

The Challenge is over, but for my garments life just begins. Because I do wear it.

Challenge-Outfit in Paris

And so finally pictures from me wearing my outfit. At least a part of it, because I wear skirt and jacket together, but with a plain black sweater or shirt, not with my Challenge Shirt. That I’ll be wearing with jeans. Pics still to come. After I will have hemmed it…

First picture is the front view.

Im standing in Paris in our street there, ready to go and have dinner at our friends place. That’s also why I’m carrying a small parcel of handmade choclets (not handmade by me, but by someone who knows how to do that) and the summer issue of Bizzkids. Our friends daughter should have nearly grown into the sizing range now.

(I notice that I urgently need a good hairdresser. The mess on my head qualifies as hair-un-do, but no coiffure… and since my calves are fat now, my think ankles seem much finer that they used to. There’s a good point in everything… :o)

The second picture shows the side view. The dots are there, too.

Then I turned around for the rear view… so my husband could tell me, that the batteries were low now. And he couldn’t take the third picture. 🙁

I’ve been wearing it to work since, but in the morning I’m to hurried to take a picture and when I come back at night my husband is to tired to do so and I don’t look very well either. 😉

The skirt recovers quite well from wrinkles on the hanger over night, but directely after a day sitting in front of a computer and a one to two hour train and Straßenbahn ride it is not at it’s best…

Jacke Rücken Das zweite Bild zeigt die Seitenansicht, auch da gehen die Punkte weiter.

Und dann drehe ich mich um, damit mein Herzblatt auch die Rückenansicht aufnehmen kann… um zu hören „Die Batterie ist leer.“ Also kein Bild von der Rückansicht. 🙁

Ich hatte die Jacke zwar inzwischen auch zur Arbeit an, aber morgens geht es bei uns definitiv zu hektisch zu, um noch ein Bild zu machen und Abends ist zum einen mein Herzblatt zu müde für so schwierige Aufgaben und zum andere ich zu desarrangiert, als daß das wirklich noch gut aussehen würde.

Der Rock hängt sich zwar gut wieder aus, aber direkt nach der Zug und Straßenbahnfahrt ist er nicht gerade in Bestzustand, besonders hinten.

Also gibt es nur eine Rückenansicht der Jacke auf dem Bügel.

Daß das Vorderteil unten hervorschaut hat figurtechnische Gründe, wenn ich es anhabe, dann stimmt der Saum.

Aber man sieht so noch ein Detail, nämlich daß ich die Blenden auch aus dem gemusternte Stoff genäht habe. Ursprünglich hatte ich je geplant, sie aus dem schwarzen Silicon Popeline zu nähen, aber dann fand ich, daß zu diesem auffälligen Kleidungsstück etwa peppigere Blenden besser passen.

So the backview of the jacket has to come on the hanger. Elseway it will never happen…

You can see the front hanging low under the hemline of the back, but this is due to my figure. When I’m wearing it, the himline is even. I hope…

But so you can see that the facings were made of the african print and not, as originally intended, of the black Silicon Popeline. I decided that more „special“ facings would match the „crazy“ jacket better than just plain ones.

Jackenärmel mit TaschenAnother detail, that may not be clear from the other pictures: some of the dots are not just dots, but pockets. I like things that are functional and decorative…

Jackenärmel mit TascheOne side has just the right size to put in my „Navigo“ pass for the Paris Metro. (Okay, I confess, normally I have the Navigo in my bag, because the system also works when you put your bag with the card inside to the reader, so deep down in the bag is a perfect place.

The other pocket is very usefull to store cards on trade fares and other similar events. This I used immediately at the sewing party in Aachen to put in Mr Heimanns card. I think I did tell, that ELNA spontaneousely sponsored a serger as another price for the Challenge. So I got Mr. Heimanns card, to mail him the winners address. (He is a very nice guy who knows a lot about sewng machines anyhow, so having his phone number and email cannot be wrong… 😉 )

Doing pockets like this is not complicated at all, but in Aachen some people asked me how I did it, so I promised to describe it in my blog. Which I’m hopefully going to do in the next days. It’s really easy and you can create pockets in any shape with that technique.

Ein anderes Detail was man auf den anderen Bildern nicht sieht: Einige der Punkte sind nicht nur Punkte sondern Taschen. Dekorativ und funktionell gleichzeitig ist ja sowieso mein liebstes. 😉

Die Taschen sind unterschiedlich groß, eine Seite paßt genau für meinen „Navigo“ Paß für die Pariser Metro. Okay, ja, ich gestehe, normalerweise ist mein Navigo in der Tasche. Denn das System funktioniert berührungsfrei, man kann also prima einfach die Tasche mit der richtigen Stelle auf den Leser legen und schon gehen die Schranken auf. Unten in der Handtasche ist also ein perfekter Platz für ein Navigo.

Die andere Ärmeltasche paßt genau für Visitenkarten. Die konnte ich in Aachen auch gleich verwenden. Daß Herr Heimann von Elna uns ganz spontan noch eine Overlock als weiteren Challengepreis zur Verfügung gestellt hat, hatte ich ja schon erzählt, oder?

Und so brauchte ich natürlich die Emailadresse um die Postadresse der Gewinnerin zu übermitteln. Außerdem ist Herr Heimann ein ganz Netter der sich außerdem sehr gut mit Nähmaschinen auskennt. Also ist es ganz sicher kein Fehler, seine Telefonnummer zu haben. 😉

In Aachen wollten ja einige wissen, wie ich diese Taschen gemacht habe. Ich habe versprochen, das hier im Blog zu beschreiben und das wird auch noch kommen, in den nächsten zwei Wochen, hoffe ich. Die Technik ist jedenfalls ganz einfach und man kann damit Taschen in beliebiger Form machen, es müssen keine Kreise sein.

Und was ich auch nicht vergessen habe (auch danach war ich gefragt worden): Die Beschreibung wie ich die anderen Kreiseinsätze gemacht habe (die Kreise sind nämlich nicht einfach aufappliziert) kommt auch noch. Auch das ist keine Hexerei, wenn man es mal gesehen hat.

P-A-Challenge: Jury-Leid

Uff, die Nähparty ist vorbei und irgendwann hole ich sicher den Schlaf auch nach. Oder so. Nachdem ich den vom letzten Jahr nachgeholt habe…

Mein Outfit wurde weitgehend fertig. Nur für die Perlen und die Lichtleitfaser hat es nicht gereicht, ich dachte, wir hätten noch Telefondraht, hatten wir aber nicht. Das Jackenfutter habe ich Freitag morgen größtenteils mit der Maschine eingenäht, danach ging es nach Aachen und in Silvias Laden dann bis ungefähr 3.00 Uhr weiter. Unterbrochen von einem leckeren Essen beim Thailänder… Aber Silvia und Toblerone haben mit mir Stellung gehalten.

Der Saum meines Oberteils blieb ungesäumt. Der Strick ribbelt nicht und ich hatte mich entschlossen, das Teil in den Rock zu ziehen, da sieht es keiner… werde ich aber irgendwann noch nachholen, ich will das Shirt ja sonst noch anziehen, aber auf Hosen. Bilder kommen irgendwann noch, ganz Neugierige können auf der Hobbyschneiderin-Seite schon die Bilder zur Challenge und die Bilder von der Nähparty angucken.

So richtig hart wurde aber erst der nächste Tag… nein, nicht wegen der lächerlichen vier Stunden Schlaf die übrig geblieben waren… schlimmer war…. wir hatten ja einen Preis für die Challenge und mußten infolge dessen auch bewerten. Und neben Anne und Toblerone war ich das dritte Jurymitglied.

The sewing party in Aachen is over. One day I will get back the lost sleep. After I got back last years lost sleep….

I nearly managed to finish my Outfit. I didn’t have the time to do something with the „add on“ material, the optical fibre and the roccailles. Also the hem of my top isn’t done yet. But I decided to wear it inside my skirt and the knit didn’t ravel at all, so no problem. Lining the jacket took until 3 a.m. on Saturday. Silvia and Toblerone kept me company in Silvias shop. There is a certain magic, sitting between fabrics and notions in the middle of the night and sewing something.

(Pictures will be coming, but there are a lot in the hobbyschneiderin-Forum about the Challenge and the party.)

The next day then was really hard. Oh no, not for the short night, four hours of sleep isn’t that bad anyway. No, the „problem“ was, we had a prize (two to be precise) so the jury (that means Anne, Toblerone and me) had to decide, which outfit was best.

And that was really, really hard. I saw one person entering the place and thought „oh, that is perfect! It’s fits the person and the figure, it is so well sewn, how will anybody compare?“

Then I turned around, spying another well known fabric and thought: „How creative! That is so great!“ and the next „Simple… but… oh, this detail, and that small thing, and so well sewn“. And so on…. So I took photos and notes… and did the same on Sunday. All in all we had ten persons coming with their finished clothes to the party in Aachen and two more who had finished in time and had put pictures on the webside. (We had started with 52 participants, so a „return rate“ of about 1/4 isn’t that bad.)

It was so thrilling to see and check out in detail, how the same material had turned into completely different ideas! And all of the results were great. Different, but awesome. Really everybody had done a great job.

Und es war wirklich sehr, sehr hart. Als ich in den Saal des Eurogress kam sah ich die erste und dachte „Oh, das ist perfekt! Es sitzt und paßt so wunderbar zum Typ. Sauber genäht ist es obendrein. Wie kann da noch jemand mithalten?“

Und dann drehe ich mich um, erspähe den bekannten Stoff an einer anderen Ecke und denke „Wahnsinnig kreativ, diese Idee, das ist ja sooo toll!“ und einen Blick weiter „Schlicht… aber… dieses Detail hier… das Detail dort… wie raffiniert… und so ordentlich genäht.“ Und so ging es weiter. Ich machte Photos und Notizen… das ganze am Sonntag wieder. Zehn Teilnehmer waren mit ihrem fertigen Outfit erschienen, zwei weitere hatten sich mit Bildern im Internet beteiligt. (Mit 52 Teilnehmern hatten wir angefangen, macht also etwa ein Viertel, das auch fertig wurde. Nicht so schlecht.)

Es war einfach wahnsinnig aufregend zu sehen, wie das selbe Materialpaket sich in komplett unterschiedliche Outfits verwandelt hatte. Und alle waren toll. Verschieden, aber jedes wunderbar auf seine Weise.  Jeder, aber auch wirklich jeder hatte die Aufgabenstellung sehr gut erfüllt.

Sonntag Nachmittag zogen wir uns dann zu dritt in eine Ecke zurück und diskutierten. Wir waren uns ganz schnell einig, daß es schwer ist. Daß alle etwas spezielles haben und sehr gut sind. Also hieß es die Bewertungskriterien enger zu ziehen…. Nähtechnik, Paßform,Kreativität, Alltagstauglichkeit,… ganz unterschiedliche Anforderungen. Typgerecht und in sich stimmig waren ausmahmslos alle Outfits, das taugte schon mal nicht als Unterscheidungsmerkmal. Anne überlegte schon, ob sie dem netten Herrn Seitz von Alterfil noch zehn weitere Garnboxen rausleiern könnte… Erde an Anne… erstens sollten wir großzügige Menschen nicht ausnutzen und zweitens ist er auf einer Messe in Asien. Und es ist Sonntag…

Also weiter diskutieren, sortieren, abwägen… allmählich schaffen wir es, die Auswahl auf fünf einzugrenzen.

Jetzt hilft nur noch Korinthen kacken. Winzige Unterschiede im Detail aufspüren, diskutieren, abwägen, wieder überlegen. Irgenwann sind wir bei drei. Aber zwei Preise. Neben der Box mit 48 Rollen Alterfil Nähgarn in verschiedenen Modefarben das Wochenende in Oederan, dem Sitz der Firma, nicht nur Übernachtung und Frühstück, nein, mit Werksbesichtigung, denn Alterfil produziert tatsächlich noch in Deutschland. (Im Übrigen bin ich neidisch, daß ich den Preis nicht gewinnen kann, denn so eine Werksbesichtigung fände ich auch spannend….)

Sunday afternoon Anne, Toblerone and me, we find a calm place and start discussing. We agree very quickly that it is hard to choose. Because everyone did something very special and everyone did it very well. So we used the criteria more strictely…. how well is it sewn technically, fit, creativity, wearability,… very different cirteria. The all over harmony of the outfit and the question if it did fit the personlity of the wearer didn’t help at all. Here they were all perfect… Anne startet to phantasize about getting ten more thread-boxes from Alterfil… but first it wouldn’t be nice to abuse the generosity of Mr. Seitz and second he is on a trade fare in Asia… and it’s Sunday…

So more discussing, weighing arguments,… slowly we come down on five.

Now it’s nitpicking time, our only chance…. findig smallest differences, more discussing, thinking… Some time later we have redused it to three. But only two prices. The threadbox from Alterfil with 48 spools of thread in different colours and the weekend in Oederan, two nights plus a visit to the factory. Because Alterfil is still producing in Germany. (And I do envy the winner, because visiting a factory is something that would thrill me, too.)

The Anne jumps up. Walks over to the Elna booth and starts talking to Mr. Heimann. And… Elna is generous, too! We are getting a serger (Elna 344), our new second price.  And so… we finally can decide. And make some people very, very happy!

I thought it was sometimes difficult to make my Challenge-garments. But deciding about the others was much, much harder… 😉

Schließlich springt Anne auf, düst zum Elna Stand und redet mit Herrn Heimann. Und… Elna ist spontan und großzügig, wir bekommen eine Elna 344 Overlock-Maschine. (Nettes Gerät, Differenzial, bunte Einfädelhilfen und was man sich alles so wünscht… :o) )

Und endlich, endlich machen wir drei Leute glücklich!

Ich dachte für die Challenge nähen wäre schwierig… aber zu bewerten hat mich glaube ich mehr Schweiß gekostet. 😉

P-A-Challenge: Die Jacke und aktueller Stand

PapiervorlagenUnd schon wieder sieht es so aus, als ob ich alles mögliche täte, aber nicht nähen.

So ganz stimmt das aber nicht.

Auch wenn erst mal eine große Portion Papierarbeit angesagt war.

Ich habe mit dem Computer ganz viele Kreise in verschiedenen Durchmessern ausgedruckt und ausgeschnitten.

Again it may look as if I wasn’t sewing.

But this time it’s not true. I am sewing on my jacket. Still not sure, whether it will be finished on time…

But before sewing there was a lot of paperwork to do.

From the Computer I printed may circles in different diameters and cut them out.

The task: There are still two fabrics I haven’t used yet, the red boiled wool and the african print. Also left some of the Prince-de-Gaulle fabric. And luckily a lot of the black fabric I purchased in addition to the Challenge fabrics.

Designentscheidung As the jacket is supposed to match the skirt, I wanted to use the Prince de Gaulle as far as possible. I absolutely wanted to do the sleeves in that pattern, for the simple reason, that it is soft and will be much easier to ease it in the armhole than the black fabric that is very dense and relatively stiff.

This left me enough fabric for the middle back also. I think I wanted to do it in the back, because I remembered what Kathleen Fasanella said about coffin clothes and what Summerset said about the „wow-factor“ of the back. (No, I’m far away from comparing to her! She’s doing real artwork, I’m just sewing.) Allright, my „derriere“ is probably enough „wow“ by itself, but so nothing can make it worse… :o)

Die Aufgabe: zwei Stoffe müssen noch untergebracht werden: Die „gekochte Wolle“ und der afrikanische Druck. Außerdem hatte ich noch einiges von dem Glencheck übrig sowie glücklicherweise jede Menge von meinem schwarzen Zusatzstoff.

Da die Jacke zum Rock passen soll, wollte ich so viel wie möglich von dem Karo verwenden. Die Ärmel mußten aus dem karierten Stoff werden, denn nur der würde sich halbwegs vernünftige einhalten lassen. Mit dem sehr fest gewebten schwarzen…. keine Chance. (Manchmal ist die richtige Stoffwahl die halbe Miete.)

Außerdem blieb noch genug Karo für die rückwärtige Mitte übrig. Ich glaube ich wollte den karierten Stoff deswegen hinten, weil ich im Kopf hatte, was Kathleen Fasanella über „Sargkleidung“ schreibt, bei der das Design an der Vorderseite aufhört und weil ich mich an Summersets Statement erinnerte, an der Rückseite sollte ein „Wow-Effekt“ sein. (Nein, ich vergleiche mich nicht mit Summerset, sie spielt in einer anderen Liga, weit weg von meiner Näherei.) Gut, mein Hinterteil ist wahrscheinlich an sich schon genug „wow“, aber schlimmer kann es eigentlich nicht werden, nur interessanter.

Und dann begann ich mit meinen Papierkreisen auf dem Stoff zu spielen.

Bis zu dem Ergebnis.

Die Idee, die sich dabei herauskristallisierte: Die Position der Kreise, entspricht Elementen des klassischen Jackets: Die Taschen, die Brusttasche, ein Riegel im Rücken, um den Hals herum ein Kragen, vielleicht auch eine Perlenkette. Wie man es sehen möchte…

Next thing was, that I started to play around with my paper circles on the fabric.

Design umgesetzt Until I had the result above. The idea that happend while playing was, that the circles kind of „mimic“ elements of a classical tailored jacket. So the Placement of the pockets, breast pocket, a belt in the back and a collar around the neckline. Or maybe a collier. As you want to see it.

Some of the circles are funktional, as pockets, other just decorative.

The last picture shows the state of the jacket as it is this very moment. You see that I used the circles to show the two missing fabrics. But there are still some white paper circles.

I’m still not sure whether I will make it on time, the jacket isn’t sewn, lining and facings are not even cut… but I’ve checked how much black Venezia lining I still have and went to town today, to buy more at the Stofferia. Also I bought the zipper. Or the zippers, because I’m not sure which lenght I will need….

Friday I’m going to Aachen, so I should finish Wednesday… because Thursday there is too much work, like wokr for earning money to sew.

I keep hoping…

Einige der Kreise haben eine Funktion bekommen, als Taschen, andere sind rein dekorativ.

Das letzte Bild zeigt den aktuellen Stand der Jacke, so kurz vor dem Bettgehen…. Man sieht daß ich die Kreise benutze, um die beiden noch verbleibenden Stoffe einzubringen. Wie man ebenfalls sieht, es liegen auch noch einige Papierkreise auf dem Stoff…

Ich bin immer noch nicht sicher, ob ich rechtzeitig fertig werde. Die Jacke ist noch nicht genäht, Futter und Besätze nicht mal zugeschnitten. Immerhin habe ich heute meine Venezia-Vorräte überprüft und bin daraufhin in die Stofferia gedackelt um nachzukaufen. Und den Reißverschluss habe ich auch gekauft. Die Reißverschlüsse, um genau zu sein. Da ich mir über die Länge noch nicht so ganz klar bin, habe ich mal zwei gekauft…

Freitag werdeich nach Aachen aufbrechen, das heißt, ich sollte Mittwoch fertig werden. Donnerstag steht mal wieder Geld verdienen auf dem Programm und so wie es derzeit aussieht, ein eher langer Tag.

Aber die Hoffnung stirbt zuletzt…

P-A-Challenge 2007: Noch nicht aufgegeben

Auch wenn es hier im Blog so aussehen könnte, ich habe die Challenge noch nicht aufgegeben. Es gibt sogar Fortschritte, wenngleich auch kleiner, als sie nötig wären. Fürchte ich.

Rock Zuerst einmal: Der Rock ist fertig. Es war nicht ganz einfach, den Saum unsichtbar hinzubekommen, zumal auf dem glatten Silicon Popelin, aber es war machbar. Der Rock gefällt mir sehr gut, so wie er geworden ist und ich werde ihn sicher öfter tragen.

Da eine breite Saumzugabe in runden Säumen ohnhin nicht sehr praktisch ist und ich zudem ja nicht so viel Stoff hatte, habe ich den Saum mit einem breiten Schrägstreifen einbesetzt. (Eigentlich wollte ich die Technik hier zeigen, aber als ich endlich Zeit hatte, den Saum zu machen, gaben die Batterien den Geist auf und geheimnisvollerweise besteht der Ersatzbatteriesatz nur noch aus drei Batterien… vier wären nötig.)

Even though it might be looking like that in the blog: I haven’t given up the Challenge. There’s even some progress. I’m just not sure whether it’s enough to finish in time…

The skirt is finished. It was a bit of a challenge (but that’s the name of the game…) to attach the hem invisibly, namely in the black silicon popelin, but it was possible. I quite like the skirt and I think, I will be wearing it a lot in the future.

I had planned to show the hemming, because I used an extra cut wide bias strip as hem (large hem allowances in curved hems are complicated and this technique also is very usefull to deal with a shortage of fabric), but the day I finally started doing it, the batteries of my camera gave up and the recharche set somehow lost one in the last two weeks… :-/ So the picture of the finished gament will have to do.

Oberteil Also the shirt is nearly finished, it only needs to be hemmed.

Where the problem shows, so I haven’t done it yet….

Auch das Oberteil ist fast fertig. Es fehlt nur noch der Saum.

Was hier die Problemzone ist und somit noch nicht gemacht ist…

Um das Shirt an den Rock (und die geplante Jacke) anzupassen habe ich in die Teilungsnaht zum Strickstoff eine winzige schwarze“Paspel“ (da ich keine Kordel drin habe, sondern nur einen Streifen Schrägband hervorspitzen lasse bin ich mir nicht sicher, ob das auch als „Paspel“ qualifiziert – kenne aber auch keinen besseren Namen) hervorblitzen lassen. Ausschnitt und Ärmelsäume sind ebenfalls mit Schrägstreifen aus dem schwarzen Stoff versäubert und zwar so, daß der schwarze Streifen wenige Milimeter hervorblitzt.

Mit dem Ergebnis… bin ich grosso modo zufrieden. Zu einer Hose, etwa einer Jeans, sieht es recht nett aus, zu dem Challengerock wird es nicht meine erste Wahl werden.

Problematischer ist die Frage der Saumlänge: So wie es ist, sieht es auf einer Hose gut aus. Zum Rock hingegen ist die Proportion grausig! Wenn ich es aber stark kürze, dann paßt die Proportion innerhalb des Shirtes nicht mehr, macht optisch kürzer und dicker.

Da werde ich noch eine sehr gute Idee brauchen…

To adjust the top with the black skirt (and the to be mostly black jacket) I inserted a kind of „piping“ in the yokeseam. (There is no filler cord in it, it’s just a bias stripe of the black fabric that shows, so I’m not sure, whether piping is the correct term. But I don’t know a better one…?) AlsoI used bias stripes of the black fabric for sleeve hem and the neckline, letting them show some milimetres.

The result I.. qite like, but definitely less than the skirt. It looks nice with a pair of jeans, but with the skirt…

Well, as I said, it isn’t hemmed yet. The length it has now really looks cute with trowsers, but with that skirt it looks just awfull. Somethin mach shorter is needed. Only… when I’m shortening the top, the proportions of the top itsself become all wrong. the yoke is to big then, it makes me look shorter an fatter. (I have enough of that, no need of adding…) Plus that afterwards I plan to wear the top with my jeans, so I’d like to have it long for that.

I’ll be needing a real good idea…

So there remains the jacket. The pattern is altered to hopefully fit (no time for a second musslin) and I’m tossing the pattern over the floor (I have no cutting table) for days now, to decide, which parts I want to make from the plaid. the rest will be black, luckily I purchased quite a lot of that fabric.

Bleibt also noch die Jacke. Der Schnitt ist hoffentlich passend geändert (Zeit für ein zweites Probeteil sehe ich nicht) und ich schubse die Schnitteile seit einigen Tagen über den Fußboden (mein Zuschneidetisch…) und kann mich nicht entscheiden, welche Teile ich noch aus dem karierten Stoff zuschneiden will. Der Rest wird dann schwarz, von dem Stoff habe ich glücklicherweise noch genug…

P-A-Challenge 2007: Auf den letzten Metern…

Stickgarn… wurde die Stickerei fertig.

Man sieht, viel ist nicht mehr übrig von dem Garn.

(Dafür habe ich von mehreren Nähfreundinnen Hilfe aus ihrem eigenen Garnvorrat bzw. Bezugsquellen angeboten bekommen… Vielen Dank Euch allen!)

The last meters of yarn… and the embroidery was finished. There isn’t much left, is it?

(But again I have to mention my local sewing friends in this area: I got several offers to pass me some thread from their own stock(s) and I got adresses where to get this thread from in general. A big Thanks to all of you!)

And I have to confessed… I’ve finished it Friday, sorry for keeping you waiting for so long. But I left for Paris more or less immediately after finishing and our Paris appartment doesn’t have internet. And I came back only yesterday night. So here’s the post. :o)

(Next posts will be about Paris, I think…)

Stoffkombination Ja und dann muß ich noch gestehen, daß ich am Freitag noch fertig wurde, mit der Stickerei. Allerdings bin ich praktisch unmittelbar danach nach Paris gefahren und erst gestern nach wiedergekommen. Deswegen gibt es erst heute wieder einen Eintrag.

(Die nächsten Einträge sind dann über Paris… wen wundert’s… 😉 )

Nach dem sticken habe ich den Stoff zuerst kalt gewaschen um den Trickmarker Aqua aufzulösen, danach in die Waschmaschine gegeben, um das Soluvlies restlos wegzubekommen. (Der Trickmarker muß auf alle Fälle kalt und ohne Waschmittel ausgewaschen werden!)

Das Ergebnis ist so, wie ich es mir gewünscht hatte. Der ganze Stoff wirkt farbiger und paßt so besser zu dem Strickstoff. Und das Druckmuster ist noch erkennbar, aber eben nicht mehr so deutlich.

Gut, im Detail darf man nicht hingucken, die Stickerei ist weit von gleichmäßig entfernt und auch viel zu eckig. (Wegen des doppelten Garns im Oberfaden konnte ich nicht so kleine Stiche machen, wie dazu notwendig gewesen wären. Außerdem hätte es noch länger gedauert…) Aber ich wollte ja einen bestimmten Gesamteffekt und den habe ich so erreicht.

After stitching I had to wash the fabric twice. Once with cold water under the tap, to remove the Trickmarker Aqua. (Here it must be cold water and any detergent is not allowed.) And then warm with a little washing powder in the machine, to remove the Soluvlies completely.

The result… well you shouldn’t look on the stitches in detail, they are quite irregular and my „rounds“ are more „squary“ because working with long stitches did speed the whole process… but the effect over all is, as I had imagined it: The print is still there, but less clear and the fabric as a whole seems to be darker and accords therefore better with the knit.