Nähmaschinenhändler in Indien

Sewing machine dealers in India

NähmaschinenWeiter geht es mit den Berichten aus Indien: In Jaipur liefen wir durch ein Viertel, in dem ein Händler für Nähmaschinen neben dem anderen stand. Also nutzte ich die Gelegenheit für ein wenig Markforschung.

Some more news from India: In Jaipur we walked through a quarter with many sewing machine dealers. So I did a bit of market research.

Zunächst mal stehen die Regale mit vielen Maschinen voll. Jeder renomierte Maschinenhändler ist vertreten: Bajaj, Dharti, Geminy, Godrej, Krishna, Kumar, Kusum, Poonam, Samrat, Singer, Tarang, Usha, Videocon,…  – Wie, nie gehört?

Gut, den Namen „Bajaj“ lernt man in Indien schnell, denn so heißt auch ein sehr verbreiteter Hersteller der dreirädrigen Autorikschas. Usha stellt Ventilatoren her, daher sieht man den Namen auch noch öfter und von Singer haben wird dann doch alle schon mal was gehört. Aber wie man sieht… es gibt noch viel mehr. 🙂

Nähmaschinen First of all they have racks full of sewing machines. All renowned brands can be found: Bajaj, Dharti, Geminy, Godrej, Krishna, Kumar, Kusum, Poonam, Samrat, Singer, Tarang, Usha, Videocon,…  you name it, they have it. – What? never heard of?

Well, „Bajaj“ becomes familiar quickly because under this name also the three-wheeler autos are produced, Usha makes fans, so that you see fairly often also and Singer we know… but there is more on the market.

Das geschulte Auge erkennt natürlich die technischen Unterschiede der verschiedenen Modelle: Sie können alle geradeaus nähen, sie haben eine Handkurbel und… äh… es gibt sie in verschiedenen Farben. Sehr wichtig. (Es gibt tatsächliche „Schnellnäher“, die haben eine andere Übersetzung an der Kurbel.)

NähmaschinenThe trained eye easily spots the technical differences: They all do straight stitch and have an hand crank and… you can have different colors. Important feature. (There are indeed „fast sewing“ machines with a different gear ratio on the hand crank.)

Ich habe dann auch mal gefragt, was so eine Maschine kostet: Je nach Ausstattung 1500 – 2500 indische Rupien. Zum Vergleich: der Mindestlohn liegt bei 100 Rupien pro Tag, wobei es natürlich jede Menge Leute, die schlechter bezahlt werden. In Rajasthan liegt der Mindestlohn für unqualifizierte Tätigkeiten bei 3500 Rupien im Monat, was zum Beispiel auch einer unserer Fahrer dort bekommt. Da das schon nicht die unqualifizierteste aller Arbeiten ist, kann man sich dann so leicht denken, was andere verdienen….

My curiosity had me ask, what those machines do cost: between 1500 and 2500 rupies. The minimum wage in India is 100 rupies/day and of course there are plenty of people who earn less. In Rajasthan the minimum wage is 3500 rupies/month for nonqualified workers. Reallity is that this is what one of our drivers earned and driving a car is not the most unqualified job possible. So you can guess, what others earn…

Vorteil der einfachen Bauweise ist natürlich die Flexibilität. Je nach Kundenwunsch kann die gleiche Maschine in einen Holzkasten als transportable Maschine gesetzt werden oder fest in einen Tisch eingebaut. Auf Fußantrieb umrüsten geht ebenfalls und wir konnten an einer Stelle beobachten, wie ein Industriemotor angebaut wurde.

NähmaschinenAdvantage of the simple technique of those machines is the flexibility. The dealer can create nearly everything the customer wants: set into a wooden box to make a transportable machine, fixed in a table, changing it to a treadle machine and at one place we could even see how they attached an industrial style motor.

Tja… und dann habe ich doch noch was gefunden, was unserem Bild einer Nähmaschine ähnlicher sieht. Eingewickelt in Plastikfolie und zusätzlich unter einer Kuststoffhaube: Eine elektrische Nähmaschine. Usha by… Janome. 🙂 Die kann dann auch Zickzack. (Wer sich mal einen Überblick verschaffen will, was für Typen in Indien so erhältlich sind, Usha hat eine Webseite.)

And then finally… I’ve found something that looks like what we are used from a sewing machine. Wrapped in plastic under a plastic display cover: an electrical sewing machine. From Usha by… Janome. 🙂 This one can do zigzag stitch also. (If you want to check what kind of sewing machines the Indian market offers: Usha has a website.)

4 Gedanken zu „Nähmaschinenhändler in Indien

  1. Oh! Was für ein Kulturschock! Ich dachte die alte Pfaff die ich neulich ausgegraben hatte wäre nur bis ca 1950 gebaut worden. Auf den Fotos kann ich kaum einen Unterschied zu ihr erkennen. Ich habe immer damit gehadert, dass heute keine Metallguss-Maschinen für den Privatanwender mehr hergestellt werden. Alles was ich brauche ist Gradstich und Zickzack. Bei Usha fand ich nun lediglich Gradstich oder Janome-Modelle. Falls Dir mal eine Maschine aus Metallguß und Zickzack unter die Augen kommt, ruf mich an! Viele Grüße, Bärbel

  2. Fliegste dann stande per nach Indien und holst die da ab? ach fancyle, so günstig ist sie dann auch nicht mehr. Und wie heißt es bei der HS „Und damit zum Macheniker deines Vertrauens, damit er sie wieder richtet, gell?“
    Dieser Laden erinnert mich an einen Klamottenshop in Paris, der letztes Jahr die ganze Ladenfront mit solchen Maschinen dekoriert hat. Vielleicht find ich das Bild noch..
    LG
    M.

  3. Oh bitte die Damen,

    ich brauche solche Nähmaschinen – habt Ihr eine Ahnung wie ich da dran komme???
    Liebe Grüße

    Emma

    • Da in Indien mehr oder weniger alles geht, wenn man vor Ort ist, kann ich mir vorstellen, daß dir ein lokaler Händler das Ding auch irgendwie nach Deutschland schifft. Dauert dann ein paar Monate… aber hinfliegen wirst du vorher selber müssen. :-/

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