Revue de Presse: Meine Nähmode 4/2016

Titelbild "Meine Nähmode"Hemdblusenkleider sind ja bekanntermaßen nicht so meine Sache, es reichte aber nicht, mich vom Kauf der Herbstausgabe der „Meine Nähmode“ abzuhalten.

Nach dem Überblättern des absolut belanglosen Editorials landet man bei einer Kombination aus Hose und Oberteil, die ich jetzt als „Hausanzug“ titulieren würde. Auch wenn die Zeitschrift es „Hosenanzug“ nennt. Die langen Teilungsnähte ermöglichen aber sicher eine gute Anpassung der Tunika und es muß ja nicht die Hose aus gleichem Stoff sein… An sich hat das Teil ja schöne, klare Linien.

Langer, schmaler Rock mit hoher taille, diverse Shirt-Varianten und eine Jacke mit großen Revers. Die Jacke ist gar nicht so schlecht, aber es hat doch viel von „schon mal gesehen“.

Dann das Hemdblusenkleid vom Titel, wahlweise auch kariert. Ne, auch wenn die Größe stimmen würde… nicht meines.

Gut gefällt mir hingegen die Tunikabluse mit dem Wickeleffekt und dem Schllüssellochausschnitt. Auch wenn diese Schnittform natürlich inzwischen auch nicht mehr neu ist.

Bahnenrock mit Knöpfung vorne… ein Basisteil in verschiedenen Längen.

Und weil es Herbst wird, gibt es auch diverse Variationen kuscheliger Jacken, die mit „Große Größen“ angepriesen werden. In Wirklichkeit sind es die Größen M, L, und XL. Also eher der normale bis etwas mollige Bereich.

Kleid meine NähmodeDoch dann gibt es auch mal ein Highlight für mich. Das Kleid Modell 23 hat zum einen eine leichte Boule-Form, von der ich inzwischen weiß, daß sie mir steht, es hat auch schön akzentuierte Raglanärmel durch Reißverschlüsse. Leider nicht ganz meine Größe, aber das Reißverschlussdetail kann man wieder an jeden anderern Raglanschnitt anbauen.

Die nächste Seite nutzt der OZ Verlag dannn, Bücher aus dem eigenen Haus anzupreisen. – Wobei deren Bücher keineswegs schlecht sind, nur die Themen sprechen mich gerade gar nicht an.

Hose Meine NähmodeHosen und ganz besonders Freizeithosen fliegen bei mir ja in der Regel völlig unter dem Radar. Modell 26 mit dem Überschlagbund gefällt mir aber gut. Leider nur bis Größe L. (Und da der Schnitt Unisex ist, gibt es ihn für Herren auch mit Kordelzug im der Taille.)

Oberteil Meine NähmodeUnd dann kommt doch endlich mal ein echter Grund für mich, das Heft nicht nur zu kaufen, sondern auch zu behalten… Modell 27 und 28 sind bis Größe XXL und eine dritte Seite zeigt, wie wandelbar der Kragen getragen werden kann.

Anschließend wird eine mir völlig unbekannte Dame vorsgestellt, die sich offensichtlich auf Makerist tummelt. Vorstellungen von anderen Näherinnen mag ich ja immer, hier ist die dame aber offensichtich so bekannt (weltberühmt auf Makerist oder so), daß man sie stattdessen eher zu den Herbsttrends und so befragt. Nun ja, das ist jetzt nicht so prickelnd, da weiß sie auch nichts, was nicht viele andere auch schon geschrieben hätten.

Passend langweilig dazu ist dann auch die Kombination aus Jerseyhose und Shirt mit angeschnittenen Ärmeln daneben. Gut, es fällt unter „easy“ und hat somit seine Bereichtigung, zu einer Jerseyhose fällt mir jedoch nicht viel ein, was ich als „ausgehtauglich“ klassifizieren würde.

Ähnlich gemütlich wird es auf der nächsten Seite dann mit den großen Größen. Wobei die großzügige Weste aus einem passenden Strickstoff durchaus einen attraktiven Hingucker ergeben kann.

Auch danach wieder „Easy“, aber ohne Jersey. Eine recht klassische Bluse mit Schultersattel und verschiedenen Kragenvarianten kann sicher gut zu verschiedenen Anlässen kombiniert werden.

Raglan Sweater mit Glitter zum Rock… wobei der Sweater durch dreieckige Einsätze dann doch einen speziellen Effekt bekommt. Nicht ganz mein Stil, aber sicher auch für Teenies gut tragbar. Zumals man je nach Stoffwahl ganz unterschiedliche Effekte bekommt.

Zum Abschluss noch eine schräg geschnittene Tunika mit Zipfel. Daß die nicht in meiner Größe dabei ist muß mich nicht grämen, so einen Schnitt habe ich schon vor Jahren gekauft. in meiner Größe und auch bei Simplicity… 😉

(Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen selbstverständlich beim Verlag.)

 

6 Gedanken zu „Revue de Presse: Meine Nähmode 4/2016

  1. Dieser wandelbare „Kragen“ ist ja schon toll, aber ich habe es beim Gedanken an das Tragen eines vernünftigen BHs abgehakt. (Mit trägerlose BHs habe ich bislang nie von der Umkleidekabine mit zur Kasse genommen…)

    • Ich hatte schon lange keinen mehr, aber mit selber nähen sollte auch das immer noch drin sein… genug Stütze nach unten, notfalls mit Stäbchen… dann sollte das schon hinhauen.

      (Früher hatte ich auch gekaufte, aber da war noch weniger zu tragen. 😀 )

  2. Ich glaube, ehe ich mir für sowas extra meinen speziellen BH bastele, gehe ich eher ohne. 😉
    Mit sieht halt nur gefälliger aus.

    • Kommt halt auch immer auf die Figur an… „ohne“ ginge bei mir gar nicht mehr… Blöderweise sind die echten Dessousfachgeschäfte ziemlich ausgestorben, die konnten wirklich viele Probleme lösen.

  3. Ich bin heute gerade an einem vorbeigegangen, das gerade das Schaufenster zum Thema große Größen dekoriert hat. Alteingesessen. Naja, quasi, es ist von 1953.
    Und zwei Straßenbahnhaltestellen weiter ist ein weiteres von 1904, das trägt noch das Wort „Korsett“ im Namen. Beide sind noch echte Fachgeschäfte.

    • Mir fällt bei mir ein Wäschegeschäft ein… aber bisherige Kaufversuche wurden vom mir nicht zusagenden Angebot vereitelt. Und zumindest die eine Verkäuferin ist mäßig sachkundig… Mit zweien in der Nähe bist du gut ausgestattet.

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