Historische Barbie in blau und grau

Ankleidepuppe im historischen KostümAus den Resten meines Gartennähens bekam Barbie natürlich auch was ab. Diesmal wieder ein historisches Kostüm, was mit den vielen Teilen aufwendig und fuddellig zu nähen war. Vom Hut mal ganz zu schweigen…

Aber ich schätze, meine Nichte ist aus dem Alter bald raus, dann habe ich das wieder hinter mir. (Die Designeffekte machen oft Spaß und auch das Zusammenstellen der Stoff und so, Beim Nähen bin ich dann nach wie vor gespalten, vor allem, wenn es so viele Teile mit so vielen Nähten sind… )

Kleingemustert…

Behelfsmaske dunkelblauNach dem Ausflug zu Jeans und einer Mittelnahtmaske wieder zurück zum bewährten, gefalteten koreanischen Modell…

(Ja, ist langweilig, aber da ich das Blog auch für meine eigene Statistik nutze, müßt ihr da jetzt durch. Also nur für die Dokumentation.)

Der Stoff ist der von meiner Terrassendeko, als Hemdenstoff gut geeignet. Im Ganzen gibt es drei Masken in dem Design, bei der dritten habe ich Vlieseline L11 eingelegt, weil der Stoff etwas wenig Stabilität hat und sich so gerne vor Nase und Mund legt. L11 hatte ich da und es erfüllt seinen Zweck. Allerdings legt es sich damit ein bisschen weniger gut über der Nase an…

Beim Gummi bin ich auf etwas breiteres gewechselt, was aber auch sehr weich ist. Kommt aus irgendeinem Dessous-Posten und ich habe noch reichlich davon… trägt sich auch bequem.

Jeansmaske?

Maske aus JeanstoffDa irgendwo jemand geschrieben hatte, auch durch Masken aus Jeansstoff könne man durchatmen und ich eh gerade welchen übrig hatte, habe ich das natürlich ausprobiert.

Da das mit meinem üblichen Maskenschnitt, doppelt gelegt und mit vielen Falten, aber auf keinen Fall gehen kann, habe ich mal eine Maske mit Mittelnaht versucht. Nach dem Schnitt von Burda, Größe für Erwachsene.

Also… atmen geht prima. Aber vor allem deswegen, weil die Maske unten am Kinn absteht wie ein offenes Scheunentor… Und das reingefummel vom Draht in den Tunnel ist auch nicht, was ich dringend nach jeder Wäsche neu machen möchte.

Das ist ein Versuch, den ich nicht weiterverfolgen werde…

Geschützte Terrasse

WetterschutzMeine schönen Kissen und auch der Rest der Polster sollen natürlich nicht nass werden.

Generell sind sie auf der Terrasse ganz gut geschützt, aber wenn Regen mit Wind zusammen kommt, drückt es doch mal welchen hin. Und zum einen bin ich nicht immer Zuhause, um meine Polster zu retten, zum anderen ist es aber auch ein guter Schutz gegen UV Strahlung. Und die Polster jeden Tag abzuräumen, habe ich auch keine Lust. (Über den Winter kommen sie jetzt demnächst runter. Wenn ich mir sicher bin, dass nicht doch noch mal ein Tag kommt, wo man Mittags in der Sonne sitzen kann… )

Natürlich gab es keinen passgenaue Hülle, deswegen habe ich mir einfach eine Gewebeplane im Baumarkt gekauft und die Hülle selber genäht. Mit Alterfil S35 (also dickem Faden) und langen Stichen.

Die Gewebplane ist dafür gedacht, Anhänger abzudecken, daher haben sie Ösen zum festzurren. Die habe ich vorne und an der Seite gleich als „Saumkante“ verwendet, denn wenn es mal stürmt oder auch bei längerer Abwesenheit kann man einen Kabelbinder durchziehen und am Sofa festmachen.

Am schwierigsten war eigentlich, das große Mittelstück auszumessen und zuzuschneiden. Auf dem Boden.

Gemütliche Terrasse Teil 3

besticktes KissenUnd hier noch mein drittes Kissen.

Diesmal ganz mutig mit dem Motiv eines Fremdherstellers. Die Motive von Urban Threads gefallen mir ja gut.

Das Muster ist nur mit einer Farbe gestickt, das ging schneller und völlig unproblematisch. Zumal ich wieder einen Unterfaden von Amann bekommen habe. Das Sticken ging so unproblematisch, dass ich dazwischen sogar im Keller war und andere Sachen erledigt habe. Die Maschine machte das alles alleine.

Kissen auf Terrassensofa

Zu dem eher grafischen Motiv habe ich noch von Hand Quasten an die Ecken genäht, Weil mir danach war.

Außerdem kommt so auch noch etwas silber(grau) in das letzte Kissen.

Und natürlich noch ein Bild vom Gesamtensemble… drei nette Kissen reichen fürs Gartensofa.

Gemütliche Terrasse Teil 2

besticktes KissenFür Kissen Nummer zwei habe ich endlich mal das Stickmodul meines Einhorns ausgepackt.

Das ist eine quadratische Standardgröße, das Inlett ist uralt, ich hatte mal bei einem Seidenmalkurs einen Bezug gemalt, der inzwischen nach deutlich über 20 Jahren (dünne Pongéseide) schlichtweg auseinandergefallen ist. Passte gerade.

Für die Stickerei habe ich eines der Tula Pink Motive genommen, die mit der Maschine geliefert werden. Das mußte ich, damit es in den Rahmen passt, auf 71 Prozent der Originalgröße verkleinern. Empfohlen wird ja nicht mehr als 80 Prozent… aber die Maschine verkleinert das widerspruchslos auch stärker. (Keine Software nötig, macht die Maschine selber.)

Dass ich dann für die erste Farbe auch gleich noch Metallicgarn nehmen musste… war mir schon klar, dass das nicht so optimal ist. Zumal völlig ohne Erfahrung beim Maschinensticken. Ich hatte Abreißvlies untergelegt… und für den ersten Versuch wurde das Ergebnis gleich brauchbar. (Probesticken ist für Weicheier… aber mal ehrlich… ich habe relativ viel Stoff… notfalls hätte ich es auch noch mal machen können.)

Zwischendrin mußte ich ein Stück mit den Fußpedal sticken, weil die Maschine im Automatikmodus nicht langsam genug stickt (oder ich nicht weiß, wie es geht), damit bekam ich dann das Metallicgarn doch noch verarbeitet. Und der Rest ging dann ohne größere Probleme. Nicht mehr viele Fadenrisse. Die Unterseite ist nicht so schön… aber für den Zweck… egal.

Mühsam war die Fransenborte, weil die mußte ich von Hand aufnähen. Zuerst wollte ich die Fransen nach außen, dann kann man das natürlich erst nach dem Zusammennähen des Kissens machen, weil man sonst die Fransen mit fest näht. Als ich dann so weit war, habe ich beschlossen, nach innen finde ich witziger und habe es so genäht. Aber gut, so nah an der Kante hätte ich die Borte vermutlich nicht annähen können, wenn ich es vor dem Zusammennähen mit der Maschine gemacht hätte.

Ich bin jedenfalls zufrieden.

Gemütliche Terrasse Teil 1

Da ich im Frühjahr endlich passende Terrassenmöbel gefunden hatte, muß ich mich diesen Sommer dann mal der Gestaltung annehmen. Die Bank/Sitzgruppe (je nachdem, wie man es stellt) ist schlicht in Grau, also sollte da etwas Farbe dazu.

Gedacht hatte ich an eine freundliches Blau, vielleicht bisschen wild gemustert oder so… und drei Kissen und drei unterschiedlichen Formen.

Aber wie das so ist… was du suchst, findest du nicht. Dafür sprang mich ein kleingemusterter Hemdenstoff in dunkelblau an. Sehr schöne Qualität, noch dazu im Ausverkauf… und ich dachte mir, mit etwas silbernen Akzenten, kann man den ja noch aufpeppen. Also den Stoff mitgenommen und diversen Ausputz in silber gekauft.

rundes KissenKissen Nummer eins ist ein kleines Rundkissen mit nur 30 cm Durchmesser. (Inlett habe ich gekauft, nur den Bezug genäht. Auf der Terrasse erscheint mir das schlauer, denn ewig werden die Bezüge wohl dem UV-Licht nicht standhalten.) Für die Raffung habe ich einfach einen Stoffstreifen in der Länge des Kreisumfangs genommen, an einer kurzen Seiten zusammen genäht  und an einer langen Seite einen Tunnel rein.

Da ein Durchmesser von 30 cm ganz schön viel Umfang ergibt und ich keine Lust hatte, da die Kordel durchzupfriemeln, habe ich die Kordel beim Nähen des Tunnels gleich mitgeführt. Das zusammenziehen war dann etwas hakelig, weil die Silberkordel eine rauhe Oberfläche hat und der Tunnel natürlich relativ schmal war… aber es ging.

Die andere Seite wurde links auf rechts auf eine ebenfalls runde Kissenplatte gelegt und mit langen Stichen festgenäht. (Grade auf Rund geht, aber besser nicht mehrere Lagen ohne zu heften.) Dann das silberne Paspelband ebenfalls mit eher langen Stichen genäht und am Ende die hinteren Kissenplatte (mit Hotelverschluss) rechts auf Rechts auf das Sandwich und so eine Nadel breit innerhalb der Heftnaht für die Paspel alles zusammengenäht.

Danach die Schleife noch ein wenig drapieren und mit Fraycheck sichern.

Kissen eins fertig. 🙂

Jeans Bunny

graues Häschen aus JeansNoch ein Häschen… diesmal aus grauem Jeans und wieder nach einer Anleitung aus dem Buch von Aranzi Aronzo.

zwei StoffhasenUnd da das sozusagen der groß Cousin vom Space Bunnie ist, gibt es noch ein Bild von beiden zusammen auf der Couch.

Etwas größer mit dadurch breiteren Nahtzugaben und aus einem deutlich weniger ausfransenden Stoff war er auch spürbar einfacher zu nähen.

Dafür dauerte das Stopfen mit Füllwatte natürlich länger… 😉

 

Pimp my Dinah Lady oder wo eine Abnäher ist, kann auch eine Tasche hin

Die „Mogelhose“ Dinah Lady von so!pattern hatte sich ja im Grunde bewährt und da ich zu meinem Astrokatzenshirt auch noch eine schmale Jeans wollte (und zwar schnell, nicht erst in weiteren vier Jahren) kam der Schnitt wieder zum Einsatz, diesmal aus einem einfachen Jeansstoff mit Elasthan in anthrazit.

Allerdings… einen „Fehler“ hat der Schnitt für mich, er hat keine Taschen. Und wenigstens ein Taschentuch oder so will man im Alltag doch mal kurz einstecken können. Also ich zumindest. Aufgesetzte Potaschen benutze ich bei anderen Hosen auch nicht, also muß eine Tasche eingearbeitet werden. Und da der Schnitt vorne ohnehin Querabnäher hat… liegt es doch nahe, da unauffällig eine Tasche einzuarbeiten.

Die Tasche muß etwas kürzer werden, als der Abnäher, ich habe das dann mal gemessen, festgestellt, im Vergleich zu meiner Handgröße reicht das. Wer größere Hände hat oder eine größer Tasche will, muß den Abnäher verlängern, zumindest um einen oder zwei Zentimeter sollte das ohne größer Passformprobleme auch gehen.

Die Nahtlinien für den Abnäher, habe ich mit Heftfaden durchgeschlagen So sieht man sie auf beiden Stoffseiten, es geht beim damit Arbeiten nicht ab und es bleiben hinterher auch keine Reste.

Die untere Nahtlinie wird gleichzeitig die Nahtlinie für den Taschenbeutel. Als minimale Nahtzugabe habe ich mir 5 mm überlegt. Damit ich am Ende der Tasche den Abnäher unauffällig fertig nähen kann, muß am Taschenende der Abnäherhinhalt noch mindestens zwei Mal die minimale Nahtzugabe sein, also der Abstand zwischen den beiden Nahtlinien des Abnäher in meinem Fall mindestens noch 1 cm. Das ist da, wo die Stecknadel steckt.

Die Schnittlinie für die Tasche habe ich auf der linken Stoffseite mit Kreidestift markiert.

Entlang der Linie wird eingeschnitten, nicht weiter, als bis zur Stecknadel.

Für den Taschenbeutel nehme ich einen einfachen Baumwoll-Webstoff, nicht zu dick. Das schwarz-weiße Pepitakaro von einer früheren Jacke passt gut. (Hoch, das war schon 2013? Naja, Jacke und Kleid werden im Sommer immer noch gerne getragen.)

Meine Taschenbeutel schneide ich 12 cm tief, was auch was mit dem Format des Stoffrestes zu tun hat. Aber die Hose ist sehr eng, also fast eher wie eine Jegging (zumindest an meiner Hüfte..) und da sehen zu tiefe Taschen eh nicht gut aus.

Großzügiger bin ich bei der Breite 4 cm mehr als der Einschnitt lang ist. Wir sehen später warum, das ist die Variante für Faule…

Taschenbeutel annähenDann werden die Taschenbeutel angenäht, an beiden Seiten des Einschnitts mit je 5mm Nahtzugaben.

Speziell unten ist es wichtig, genau die Nahtlinie des ursprüglichen Abnähers zu treffen, deswegen nähe ich von der linken Stoffseite.

Richtung Abnäherspitze steht der Stoff des Taschenbeutels nur einen Zentimeter gegenüber der Nahtlinie über. An der Seitennaht hingegen mehrere Zentimeter. Denn…. wenn ich den Anäher quasi schließe, wird der Stoff an der Stelle ja „schräg“, die beiden Lagen des Taschenbeutels liegen NICHT genau übereinander. Damit mir am Ende aber überall genug Stoff übrig bleibt, um die Taschen auch schließen zu können, lasse ich viel Überstand.

(Die korrekte Technik wäre natürlich, einen Taschenbeutel passend zur Schräge des Stoffs zu konstruieren… aber bei so kleinen Stücken und dieser Stoffart kann man den Fadenlauf erfahrungsgemäß auch ignorieren und genau das tue ich hier.)

Taschenbeutel bügelnDann werden die Taschbeutel in die passende Richtugn gebügelt.

Der vordere Taschenbeutel (das ist der, an der untern Nahtlinie des Abnähers) wird umgebügelt, die ehemalige Nahtlinie ist jetzt eine Bruchkante. Wir haben die Kante mit dem Taschenbeutel verstürzt.

Der hintere Taschenbeutel wird einfach nach unten gebügelt. Der Oberstoff wird so zum Teil des hinteren Taschenbeutels. Man sieht also das Muster des Taschenbeutels hinterher nicht, wenn man die Hose trägt.

Weil 5 mm wenig Nahtzugabe sind, zumal für einen so groben und gleichzeitig freudig fransenden Stoff wie den Jeans versäubere ich die Stoffkanten, obwohl man das bei verstürzten Kanten eigentlich nicht macht. Aber sicher ist sicher.

Zusätzlich wird die verstürzte Kante abgesteppt, das stabilisiert die Nahtzugabe ebenfalls, wirkt aber vor allem einem Ausleiern des Tascheneingriffs entgegen.

Abnäherspitze schließenDie Spitze des Abnähers wird  normal genäht.

Dabei fange ich gar nicht genau auf dem Ende der vorherigen Naht an, sondern etwa zwei Stichlängen daneben.

Aufpassen muß man, dass man die Taschenbeutel nicht mit festnäht.

Wirklich nur den Oberstoff, so wie man das auch sonst gemacht hätte.

Abnäher schließenDer Abnäher wird jetzt geschlossen.

Da es eine Tasche sein soll, wird er natürlich nicht zugenäht, sondern zugelegt.

Die verstürzte Kante wird genau auf die Markierung der oberen Abnähernaht gelegt.

Schön feststecken.

Und man sieht… eigentlich nichts, eine Linie. Wie einen Abnäher. Zumindest auf der rechten Stoffseite.

TaschenbeutelWeniger ordentlich die linke Seite der Hose. Aber das war ja so geplant.

Die beiden Taschenbeutel liegen nicht aufeinander, man erkennt aber gut, dass der großzügige seitliche Überstand an dem unteren Taschenbeutel (das ist der, der jetzt obendrauf liegt) auch nötig war.

Wir orientieren uns jetzt aber an dem „geraden“ vorderen Taschenbeutel, also dem Teil, mit dem Tascheneingriff verstürzt ist. Das ist der, der auf dem Bild nur an der Seite und oben vorguckt.

Taschenbeutel nähenDie beiden Taschenbeutel werden dann zusammengesteckt, dabei das vordere Hosenteil nicht mit stecken, nur die beiden Taschenbeutel.

Anschließend das Hosenteil von den Taschenbeuteln wegklappen und die Taschenbeutel an zwei Seiten zusammen nähen. Die Seite, die an der Seitennaht liegt, bleibt offen, die schließt sich dann beim Nähen der Seitennaht automatisch mit.

Mit der Nahtlinie orientiere ich mich am vorderen Taschenbeutel. Etwa 7mm Nahtzugabe reicht, versäubern schadet nicht.

Vorne am Abnäher muß man halbwegs exakt enden. Und auf keinen Fall den Abnäher mit annähen.

Taschenbeutel zurückschneidenNachdem die beiden Taschenbeutel auf das genähte Maß zurückgeschnitten sind, sieht es auch in der Hose ordentlich aus.

Danach die Tasche noch gut nach unten bügeln und an der Seite auf die Schnittlinie der seitlichen Hosennaht zurückschneiden.

Fast fertige TascheUnd so sieht es dann auf der rechten Hosenseite aus. Die Vorderhose ist fertig zur Weiterverarbeitung.

Die Markierungen und Stecknadeln bleiben noch drin, bis die Seitennaht geschlossen ist.

Wenn das alles raus ist… sieht es aus, wie ein Abnäher.

Und weil ich faul war, habe ich nur auf einer Seite eine Tasche genäht. Was ja problemlos geht, weil sie ganz unfauffällig ist.

 

Astroturtle

Schildkröte aus AstrokatzenstoffUnd natürlich reichte der Rest des Astrokatzenstoffs auch noch für ein Tierchen nach Aranzi Aronzo.

Diesmal eine Schildkröte, die ganz schön viele Nähte hat, weil der „Panzer“ aus vielen Teilen zusammengesetzt ist. Für die Resteverwertung natürlich gut, weil man kleinere Stücke braucht. Die Augen aus Filz habe ich von Hand aufgenäht, das geht einfacher, als so kleine Rundungen unter die Maschine zu schieben…