Sommer in Paris

Bezüglich des Wetters glich der diesjährige Pariser Sommer unserem durchaus… Regen, Regen, Regen. Zumindest bis zum letzten Wochenende, als er nach französischen Maßstäben allerdings schon so gut wie vorbei war.

Straßencafé in Paris In Bezug auf das Wetter hatten wir bei unserem Besuch also großes Glück.

Allerdings hat der Pariser Sommer auch ein paar Besonderheiten, über die ich auch ein wenig erzählen will.

As far as the weather is concerned summer in Paris was (after our friends) like our summer here: rain, rain, rain. And it wasn’t even warm rain… So when we went there last weekend we were really extremely lucky with the weather.

But summer in Paris has some… particularity… I’m gonna tell about today.

Basically… in summer Paris is closed.

Visitor usually don’t believe it, until they’re there… but it’s true. After the fête nationale (July 14th) everybody goes to holiday. Usually to one of the many coastal regions of France and of course all together in their cars on the same motorways, the same day…. And those who don’t leave in July will leave in August.

What rests in Paris are tourists and waiters. And those who don’t have the money to go away. And a few other people who have to work. But the streets are remarkably empty, compared to the rest of the year. (The tourists can’t fill the gap, they are there the whole year round…)

And as there is no one left… shops and restaurants will also close in August. The supermarkets may open later or close earlier, on the markets half of the normal greengrocers aren’t there either. Also some public service my just be closed. So if you find an open restaurant in August you can be nearly sure it’s a very touristic place. (And food might be expensive and not so glorious.) The exeptions of that rule exist, but not easy to find.

Eiscafé Pozzetto in Paris Was Besucher meist für einen schlechten Scherz halten: Paris schließt im Sommer.

Nach dem Nationalfeiertag am 14. Juli begeben sich alle geschlossen (am selben Tag und auf der selben Autobahn…) an irgendeinen Strand. Und wer es im Juli nicht schafft, der fährt aber allerspätestens im August.

Zurück in Paris bleiben Touristen und Kellner. Und die bedauernswerten, denen das Geld für den Urlaub fehlt. Und noch ein paar andere bemitleidenswerte Gestalten, die aus anderen Gründen arbeiten müssen.

Aber die Straßen sind spürbar leerer als den Rest des Jahres. Die Touristen können die Lücke nicht füllen, die sind das ganze Jahr da. Im Sommer fehlen nur die Touristen.

Und niemand mehr da ist (oder niemand, der in Pariser Augen zählt) schließen auch Geschäfte und Restaurants. Oft für einen ganzen Monat. Supermärkte verkürzen ihre Öffnungszeiten, auf den Märkten fehlt die Hälfte der üblichen Händler… auch öffentliche Dienstleistungen finden teilweise einfach nicht statt.

Wenn man also im August ein offenes Restaurant findet, dann ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, daß es eine ziemliche Touristenfalle ist, wo die Preise eher hoch, die Qualität des Essens eher überschaubar ist. Natürlich gibt es Ausnahmen von dieser Regel, aber sie zu finden erfordert Erfahrung.

Parkordnung in ParisDoch hat der Pariser Sommer auch ein paar Vorteile: Es gibt leckeres Eis, eine recht neue Mode, daß man in der Innenstadt an vielen Ecken italienisches Eis findet. (Teurer als in Deutschland, aber alle werben damit, daß sie nur mit natürlichen Zutaten und ohne Farb- oder Aromastoffe arbeiten. Und so schmeckt es auch… unvergleichlich!)

Und.. die Parkplätze am Straßenrand sind im August kostenlos! Und dann passierte auch noch das Wunder, daß wir tatsächlich direkt gegenüber unserer Haustür einen fanden. (Der blaue ist unserer.) Das muß natürlich dokumentiert werden, denn wer weiß, wann das wieder vorkommt. Jedenfalls schon mal ein guter Beginn unseres Wochenendes…

(Kleiner Nachteil dieses Platzes direkt vor der Eisdiele war, daß unsere Motorhaube ein gerne genommener Sitzplatz beim Eis essen wurde. Aber wer sich über so was aufregt, sollte sein Auto auf keinen Fall mit nach Paris nehmen…)

So Paris appears to be a place not to be in summer… Wrong, there are advantages, too. One is the great icecream. A quite recent trend, I have to admitt. It’s only about three years, that you find excellent italian ice cream at nearly every corner. (In the center of Paris, at least.) Not cheap, especialle when one is used to German prices, but of really very, very good qualitiy. Without artificial colours or flavors.

Parc André Citroen Next advantage: Parking on the streets is free in August! And when we arrived we directely found a parking just over the street from the house our appartment is in! A small wonder but an excellent start into a summer weekend in Paris. I took a picture to remember that occasion. The blue car is ours… 😉

(The small disadvantage in parking directely in front of the “gelateria” we discovered over the next days: People liked to sit on the front of our car while they were eating their ice-cream. But if you want a 100% scratchfree car, don’t bring it to Paris….)

We arrived Friday night and Saturday we had to do some shopping. Shopping in fabric-stores. To bei precise. I convinced my husband that the IKEA-chairs with their grey seats hat a neutral but not pleasant look. And that we wanted to put something more colourful over it. :o)

So first we went to Toto, where I picked some Toile de Jouy for a competition I’ll probably not have the time to take part, but if I would be ultra-annoyed not having the fabric. And there was another red home-dec fabric with a kind of “alpine” folcloristic print that somehow jumped over my muttering darling directely in my bag. 😮

As we didn’t find anything for our chairs we had to walk over to Deballage St Pierre. Is that just my impression or did they reduce the fabric for clothes and have more home dec now? Well, for that days purpose it suited us fine. And we found some colourfull stripes. (We haven’t put them on the chairs yet, but I think I will like it more than the dark grey they have now.)

Freitag waren wir in Paris angekommen und Samstag mußten wir dann erst mal Einkaufen, Stoffe kaufen, um genau zu sein. Ich hatte mein Herzblatt davon überzeugt, daß die dunkelgraue Sitzfläche unserer IKEA-Stühle kein so schöner Anblick ist und daß wir da was Netteres drauf haben wollen… :o)

Fontaine im Parc André Citroen Zuerst ging es zu Toto, wo ich ein bißchen Toile de Jouy gekauft habe. Ich habe da eine Idee für den Kissenwettbewerb. Ich werde fast sicher keine Zeit haben, diese umzusetzen, aber falls doch, wäre ich megasauer, den Stoff dann nicht zu haben. Und dann war da noch so ein netter folkloristisch-alpenländisch angehauchter Druck in rot, der irgendwie über meinen Schatz drüber direkt in meine Tasche gehüpft ist…

Für unsere Stühle hatten wir allerdings immer noch nichts, also ging es noch zur Deballage St Pierre. Wenn ich das richtig sehe, dann haben sie die Bekleidungsstoffe reduziert und die Möbel-, Vorhang-, und Heimtextilien(Stoffe) abteilung vergrößert? Naja, kam unseren Wünschen an diesem Tag zu gute. Wir haben jetzt bunte Streifen für die Stühle. Mal sehen, wie das aussehen wird, wenn sie auch drauf sind.

Sonntag gingen wir nach dem Frühstück erst mal auf unseren Lieblingsmarkt Auguste Blanqui. (Ich glaube, der hat einen eigenen Eintrag verdient, unter Shopping….) “Unser” Käsestand war da und beim Obsthändler fand ich zwei kleine, reife Flugannanas für 3 EUR! Geschenkt, würde ich sagen…

Und was ist das perfekte Vergnügen für einen Sonntag-Sommer-Nachmittag? Na klar, in den Park gehen. Der Parc André Citroën ist einer der neueren Pariser Parks und definitiv einer meiner Lieblingslocations für einen warmen Nachmittag.

Was ich dort besonders mag, ist, daß eigentlich für jeden Geschmack etwas dabei ist. Eine große, sonnige Liegewiese, aber auch viele geplflanzte Ecken und Winkel, in denen man den Eindruck hat, irgendwo in der Natur zu sitzen und die vielen Menschen, die auch da sind, gar nicht so bemerkt. Außerdem ist es auch bei Hitze noch relativ kühl, weil von der Seine her fast immer ein leichter Luftzug spürbar ist. Wie das Bild zeigt, kann man sich natürlich auch im Wasser abkühlen.

Wasserspiele in Paris Leider hatte ich meinen Laptop dabei und mußte zuerst ein wenig arbeiten, aber dann konnte ich den Nachmittag ausklingen lassen. Und was wäre perfekter, als im Parc André Citroën in Schatten zu liegen und dabei Léo Malets “Les eaux troubles de Javel” zu lesen? (Das Buch spielt nämlich genau in dieser Gegend von Paris, allerdings zu einer Zeit, als da noch kein Park, sondern eine Autofabrik war.)

Summer-Sundays also have their special pleasures in Paris. After breakfast we went to our favourit market along the boulevard Auguste Blanqui. And we were really lucky, our usual cheese merchant was not on holiday! And I got two really ripe ananas für three euros. Depending on where you live that may not be something special for you, but in Germany you hardly ever get really ripe ananas. Usually they come “green” and sort of get “ripended” artificially. Only this makes a huge difference in taste! Mearly like two different kind of fruit. (And if you find ripe ones they cost around 8-10 EUR one. Just to give you an idea of my happiness. Because ten euros is not really affordable… but three definitely is!)

And the perfect place for a Sunday afternoon is a park. We decided for a rather modern park, the Parc André Citroën, one of my favourite parks.

This one is a really great place to be in summer. You can lay on a big lawn in the sun or you get yourself a rather calm spot, surrounded by plants. Where you can nearly forget, that you are surrounded by a huge amount of other people, because all that greenery (don’t ask me what plants… I’m not good at gardening. Plants are plants.) is planted so smartly, that it creates a lot of smaller an rather hidden places. And as the park opens to the Seine, there is even on hot days always a light breeze, to cool you. If you prefere not to jump in the fountain…

Well, I did not jump into the water, I had my laptop with me and had to start the afternoon with a bit of working. But I could end it, laying in the shadow and reading “Les eaux troubles de Javel” from Léo Malet. (The story takes place in exactly that part of Paris. Only 50 years ago, when there was not parc, but a factory for cars.) So, evidently… we had a perfect weekend in Paris. 😉

(In case your French might not be so good: The sign says, that it is forbidden to be in the fountain… :o)

Ach ja, für den Fall, daß euer Französisch etwas eingerostet ist… das Schild sagt, daß der Aufenthalt im Brunnen verboten ist… :o)

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