Revue de Presse: Meine Nähmode 4/2012

Titel Meine NähmodeAuch hier wieder der schnelle Griff am Bahnhofskiosk, Angucken zu Hause. 🙂 Aber das Kleid auf dem Titel gefällt mir schon mal spontan gut. Und es hat lange Ärmel, was ich für den Winter ja deutlich nützlicher finde, als die andernorts gerne gezeigten ärmellosen Modelle…

Jacke Meine NähmodeLos geht es (nach dem üblichen Überspringen von Editorial und Inhaltsverzeichnis) mit Jacken und Mänteln. Wobei das grüne Modell Nummer 1 gleich meinen Geschmack trifft. Neben der geraden, cleanen Linie mag ich besonders die Betonung der Linien durch die Steppnähte.

Die Modelle „eleganter Komfort“ finde ich dann doch eher truschig. Wobei… aus einem anderen Stoff kann man dem asymmetrischen Verschluß der Jacke vielleicht das „Teleshop-Feeling“ austreiben.

Auch die nächsten Modelle sind eher Basic. Wobei der große, weich fallende Kragen an Jacke und Weste durchaus einen aktuellen Trend aufgreift. Die nächsten Hosen sind ebenfalls eine klassische Grundform. Die Blusen mit dem gefältelten Plastron hingegen… muß nicht sein.

In Plus Größen gibt es Khaliah Ali Modelle, diesmal mit einem gerafften Shirt, was auch nicht schlecht ist. Und wie üblich in Kombi mit Jacke, Rock und Hose. Alles aus Jersey ist ja nicht so mein Favorit für den Alltag, aber man könnte damit stilvoll auf dem Sofa lümmeln. Besser als Jogginganzüge auf alle Fälle. 🙂

„Easy“ sind die schwingenden Röcke, ein Schnitt, den man sicher auch im Sommer weiter verwenden kann.

Daneben die neue Sparte „Fragen Sie die Hobbyschneiderin“. Hier darf Anne jetzt eine Leserfrage beantworten, praktischerweise unter Verweis auf ein Buch aus dem OZ-Verlag. 😮 (Daß sie auf dem Bild demonstrativ Prym Zubehör in die Kamera hält will ich mal dem „woher nehme ich jetzt ein Bild“ Problem zuschreiben… hat leider dennoch ein wenig was von Michelin-Männchen, nur Prym, statt Michelin.) Wobei die Antwort nicht ganz korrekt ist. Wenn man nur gerade Linien nähen will, braucht man für Crazy-Technik keinen versenkbaren Nähfußdruck. 🙂

Hübsch und im Trend auch die Capes nach dem Anleitungsteil.

Das Kleid vom Titel gibt es dann noch in verschiedenen Varianten. Wirklich schade, daß es nur bis Größe 44 im Heft ist.

Weniger mag ich die Schlabberweste mit dem Schlabberoberteil von den zweiten Khaliah Ali Modellen,

Mantel Meine NähmodeDa sagen mir die klaren Linien des Mantels aus der „Easy“ Kollektion dann wieder mehr zu. Dazu gibt es noch Hose und Jacke, Durch die einfachen Schnittformen kann sich wirklich auch ein Anfänger an seine Bürogarderobe wagen oder den Schnitt als Grundlage für bunte Kreativität verwenden. Und die fortgeschrittenen Näher hindert keiner daran, die Verarbeitung aufwendiger zu gestalten oder edle Details wie Paspeltaschen einzufügen. 🙂

Sylvester ist dann der Aufhänger für edlere Roben. Wobei Kleid 44/45 ein ganz schlichtes Kleid ist, das nur durch den Stoff sich dem Anlass anpasst. Die Raffungen der Modelle 46-50 verbreiten schon durch den Schnitt Feststimmung. Vergleicht man aber die Zeichnungen mit den genähten Varianten stellt man fest, daß die Raffungen auf den Photos nicht so gut rüberkommen. Entweder muß man da am Schnitt ein bißchen was ändern oder den Stoff anders verarbeiten. Wirklich schöne Raffungen sind ja gar nicht so einfach

Neu im Stil des Heftes sind die bunten Tiermützen in Kinder- und kleiner Erwachsenengröße. An Erwachsenen fällt mir gerade keine Variante ein, die nicht dämlich aussieht, aber für kleine Kinder ein süßes Geschenk. Am besten schon zum Nikolaus, denn mit solchen Mützen findet man den Nachwuchs auf dem Weihnachtsmarkt leichter. 😀

Tja, wieder ein nettes Heft. Auch wenn meine Begeisterung allmählich etwas abflaut. Diemal erkenne ich nicht so viel „Linie“ in der Ausgabe, eher zufälliges aneinanderreihen. Aber immer noch viele Schnitte für wenig Geld.

(Die Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen selbstverständlich beim OZ-Verlag.)

2 Gedanken zu „Revue de Presse: Meine Nähmode 4/2012

  1. Hallo!
    also ich habe das Kleid vom Titel genäht, weil es eine Kopie vom Verlobungskleid von Kate Middleton ist. Ich muss sagen, die Schnitte von dieser Zeitschrift passen mir immer supergut. Mit dem Schnitt-Abpausen war es sehr schwer, dafür aber alles andere traumhaft unproblematisch. Ich habe es mit kurzen Ärmeln genäht.

    Und die Anleitungen überzeugen mich viel besser, als die prominente Nähzeitschrift. Es ist klar und verständlich, insbesondere mit den Schritt-für-Schritt Erklärungen und den Bildern dazu.

    Ich habe immer die Probleme mit den Halsabschlüssen gehabt, und erst in dieser Zeitschrift von Stutznaht erfahren.

    • Die Stütznaht ist in der Tat oft praktisch. Sie kommt bei amerikanischen Anleitungen häufig vor, Burda empfiehlt da eher Vlieseline. Ich benutze inzwischen beide Techniken, je nach dem, was man näht, kann die eine oder andere tatsächlich einen Vorteil haben, oft ist es aber egal und ich mache das, was gerade zur Hand ist.

      Bei den Simplicity-Anleitungen muß man auch berücksichtigen, daß das eigentlich Anleitungen von Einzelschnitten sind. Die sind auch bei Burda ausführlicher. Und manchmal werden in der „meine Nähmode“ dann dafür Schritte einfach weggelassen. Für Anfänger ist das dann natürlich sehr ärgerlich.

      Und was die Paßform betrifft… die hängt vom eigenen Körper ab. 🙂 Aber wenn du jetzt weißt, daß dir die Schnitte aus der „Meine Nähmode“ gut passen, dann kannst du bevorzugt die nehmen oder auch die von Simplicity. Das spart einem viel Arbeit beim Ändern.

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