Revue de Presse: Burdastyle März 2017

Titel BurdastyleAuch im März kommt die Burda recht luftig daher, auf den zweiten Bilck aber vor allem edel, was den Stoff betrifft. (Und süßer Gürtel, oder was auch immer diese Schleife ist.) Ach so, mal wieder eine Hochzeitsausgabe… (Was jetzt der ungarische Mädchenname Piros(ch)ka mit „Gypsy-Glamour-Style“ zu tun hat, können wir uns dann auch selber ausdenken. Ich denke da ja eher an Puszta… :-p )

Ach guck, im Editorial ist dann auch von Puszta-Style die Rede… 😛 Und vom Hochzeitsshooting in Griechenland und der (Requisiten)Hochzeitstorte, die in der ersten Klasse reisen mußte. Man sollte meinen, es wäre einfacher, so was bei einem Bäcker in Griechenland zu bestellen?

Für „trend“ dürfen wir einen Blazer verändern. Er wird hinten aufgeschnitten und dann nur noch durch Stoffstreifen ersetzt. Das sieht in der Tag nicht schlecht aus. Und dass als Basis ein billiges Teil von Bonprix herhalten darf klingt auch sinnvoll. Bei so einem Teil für eine Saison und drei Benutzungen muß man sich die Mühe des selber nähens nicht machen.

Mist, diesmal habe ich die Kosmetikseite nicht schnell überblättert… von der Kosmetik ist nämlich fast nichts zu sehen, um so mehr von der Kosmetiktasche in Form eine Knautschig knuddeligen Elefanten. „Das will ich!“ als Überschrift stimmt dann leider schon mal. Vermutlich nicht extrem praktisch, aber ich fürchte, ich brauche dann doch mal weiches, buntes Leder. Oder geht das auch mit beschichteter Baumwolle? Da hätte ich gerade welche da. Hm, dürfte mit dem Vliesofix aber schwierig werden…

Dann geht es mit der Hochzeitsstrecke los. Ja, ich gestehe, ich kann mir auch fast immer Brautkleider anschauen… und wenn ich mal zufällig Zeit habe, gucke ich auch Zwischen Tüll und Tränen… (Wobei sie wegen mir weniger Tränen und genauere Aufnahmen von den Kleidern zeigen könnten… aber irgendwas ist ja immer.) Also mal sehen, ob ich hier auch eine Runde schmelzen gehen kann…
Kleid Burdastyle
Mit Kleid 105 geht es schon mal vielversprechend los. Bei den Burda Brautkleidschnitten habe ich ja immer mal das Problem, daß sie zwar gut „Multiverwandbar“ sind, aber dafür irgendwie weniger nach Brautkleid aussehen, als gekaufte. Bei dem hier ist die Balance aber aus meiner Sicht perfekt geglückt. Was da steht ist eindeutich eine Braut, ohne die „Schleier“ an den Trägern kann man den Schnitt aber auch für ein großes Abendkleid nehmen und in kurz und aus anderem Stoff gibt das ebenfalls ein Cocktailkleid oder sogar ein elegantes Sommerkleid. Ohne daß es wie „ich habe mein Brautkleid eingefärbt“ aussieht.

Sehr figurnah ist Kleid 110. Ganz sicher sexy, aber da zeichnet dann auch jede Hautfalte drunter ab. Von Kurven ganz zu schweigen. Ich schätze, wir dürfen getrost davon ausgehen, daß die höchstperfekte Modelfigur in diesem Fall auch was mit dem Einsatz von Photoshop in der Nachbearbeitung zu tun hat.. 117B ist dann der Gegenentwurf, ein weites Minikleid aus Jersey. Sicher nett, aber nur so mittelfestlich. Ein Bleistiftrock… nun gut, ein Standardschnitt halt. Maxirock 102A wirkt durch den Wickeleffekt vorne eher wie ein Überrock, dem der Unterrock fehlt. Geziegt wird er mit einem Shirt als Oberteil. Pulli zur Hochzeit soll ja auch so ein neuer Trend sein. Auf der nächsten Seite wird ein „Tunikakleid“ angepriesen, ich sehe aber nur ein Empirekleid. Ich brauch eine Weile um zu realisieren, daß das Hauptmotiv des Bildes nicht das weißen Brautkleid in der Mitte ist, sondern das Modell an der Seite… das außerdem vom Tamburin verdeckt wird.
Kleid Burdastyle
Dafür gefällt mir Kleid 111 in Kurzgröße richtig gut. Schlicht, aber mit einer raffinierten Taillenbetonung. (Je nach Feier kann das sowohl die Braut auf dem Standesamt tragen oder auch ihre Trauzeugin, ohne Angst zu haben, der Braut die Show zu stehlen.)

Sehr traditionell in Form und Stoff dann Modell 108 mit langen Spitzenärmeln. Auch sehr hübsch. Sicher nicht nur mit Turnschuhen dazu… Die weite Hose 115A ist natürlich wieder ein Schnit für alle Gelegenheiten, hier macht es der Stoff. (Und ich frage mich mal wieder, ob die Bezeichnungen „Palazzohose“ und „Marlenehose“ bei Burda jeweils vom Zufallsgenerator ausgeworfen werden.) Auch eher fürs Standesamt dan die kragenlose Kurzjacke. Äh… Blazer 114. Durchaus schmuck mit den großen Taschenklappen. Empirekleid 104 war vorhin ja schon mal zu sehen, aber hier ist es jetzt auch als Hauptmotiv „gemeint“. Das hat dann doch ein wenig Nachthemd-Flair. Ich denke durch die Raffung, die schon im Oberteil beginnt. Aber Burda schlägt es ja auch für den Babybauch vor. Anschließend wieder ein Suchbild, nämlich was das Motiv sein könnte. Aha, diesmal wieder der Bleistiftrock. Das „off Shoulder“ Kleid 119B ohne Taille und mit zusätzlicher Rockrüsche auf Hüfthöhe fällt dann bei mir doch wieder eher unter Strandkleid. Dafür ist das Bustier 106 mit Schößchen zum engen Rock wieder sehr ansprechend. Auch die Tunika 116B mit den freien Schultern wirkt interessant. Dieser Schulterausschnitt mit breiten Blenden… wäre jetzt nur schön, wenn nicht das Model im Brautkleid das eigentliche Motiv halb verdecken würde. Bei Kurzjacke 101B macht es dannwieder der Stoff. Dann noch mal das Titelkleid 107… Bustier 106 mit Rock dran. Doch, sehr süß.

Die „Accessores“ verraten uns dann, welche Kleider die Burdamodelle inspiriert haben. Im Mittelpunkt natürlich Kate Middelton. Was aber schon einige Jahre her ist. Die anderen Damen kennt man dafür gar nicht. Und die Torte bei den Accessoires einzuordnen?.. sach ich mal lieber nichts zu…

Das ganze dann noch mal als Stilberatung, zu den vier Modellen im Einzelnen. Modern, Glamourös, Romantisch und Sexy. Wobei die Unterwäsche mit dem höher geschnittenen Höschen zum superengen Kleid realistisch ist, man sich aber drüber streiten kann, ob sie jetzt spezielle sexy ist. Und der Hut im Herrenhutstil zu Romantisch? Nun ja, ich heirate nicht, da muß ich mir keine Gedanken machen.

„Erste Hilfe“ ist anschließend noch das Motto der Pflegetips. Die natürlich vor allem Produktvorstellungen sind. Ich bin mir gerade nicht so sicher, ob ich das alles an einem Brautkleid ausprobieren würde, das ich noch behalten wollte…

„Gipsy Glamour“ nennt sich die nächste Modestrecke. Der Einleitungstext ist eine faszinierend sinnfreie Aneinanderreihung von Schlagworten… Piroschka, Puszta, Balkan… das ganze soll dann fantastisch geschnitten sein. Klar, Volkstrachten egal welcher europäischen Provenienz waren schon immer ganz besonders für ihre ausgefeilte Haut-Couture Schnittführung bekannt… 😛 Gut, das Kurzjäckchen 101A ist nett, hat aber ganz sicher mehr von Chanel als von was auch immer da sonst noch sein soll. Kleid 113 ist weitgehend formlos, lässt sich dank Seidensaton aber gut mit einer Schärpe auf Figur bringen. Glamourös wird es dadurch aber immer noch nicht.
Top Burdastyle
Sehr gut gefällt mir das schulterfreie Top 116A. Allerdings enthält es absolut nichts, was ich mit den Schlagworten vom Anfangstext in Übereinstimmungen bringen könnte.

Für Langgrößen dann ein 7/8 Hose, von der man dank sitzender Pose nichts sieht. Aber wohl ein Basisstück. Kleid 119A als weites Hängerchen mit großer Ausschnittrüsche staucht dank tief angesetztem Rock und Stoffmusterwahl selbst Modelmaße auf Proportionen eines Kindergartenkindes. Älter als 16 sollte man nicht sein, wenn man das trägt, denn dann ist das Alter vorbei, in dem Mädchen süß aussehen, egal was sie tragen… Maxirock 102B ist aus Viscose und steht, als wäre mindestens ein Reifrock drunter… (vermutlich eher ein Ventilator…) Jedenfalls ist so garantiert, daß der fertige Rock absolut keine Ähnlichkeit mit dem Bild haben wird. Danach eine bunte weite Hose, da kommt dann wenigstens etwas Hippie-Flair auf. Top 118 wirkt wie die Cousine des Hängerkleidchens, vielleicht etwas weniger grauenhaft, da die Rüsche fehlt. Und munter gerafft wird dann wieder am Trägerkleidchen 103. Früher trug man so was bestenfalls auf dem Weg zum Strand. Oder als Nachthemd. Form bekommt es durch all das Zusammenziehen nämlich am Ende doch nicht. Dann noch ein Minkleid, das immerhin an der Hüfte etwas Form bekommt. Okay… die Modestrecke ist jetzt nicht mein Ding.

Wie man die Blende der Bluse oben mit einfachen Stichen bestickt zeigt dann eine kleine Bildanleitung. Das ist schon mal nicht schlecht. Auch wenn das „Übertragen mit Bleistift“ nicht so funktioniert, wie das Photo zeigt. Da wäre wohl eher Bügelstift angesagt. (Wobei Bleistift auch erstaunlich waschfest sein kann…)

Accessoires dazu sind dann Schule mit vielen Blüten. Da kann ich mich generell damit anfreiden, die vorgestellten Modelle hingegen… der Leder Sneaker ist nett. Und von Konstatin Starke habe ich kürzlich ein verlockendes Modell im Schuhgeschäft gesehen. Nur nicht das hier gezeigte…

Beauty kann ich dann aber wieder fix überblättern.

Die „Nähschule“ ist diesmal eher anfängertauglich, das schulterfreie Top mit Gummiraffung ist das Modell. (Und die Anleitung fängt beim Auflegen auf den Stoff und dem Übertragen der Markierungen an.)

Bei den Kindermodellen stehen diesmal die ganz kleinen im Blickpunkt. Früher nannte man das Spielkleidung, denke ich. In den Größen 68-92.
Babykleid Burdastyle
Ganz besonders süß finde ich das Mädchenkleid mit der Passe.

Für Jungs gibt es ein Shirt und Latzhose und eine lange Hose. Auch die Strickjacke für Mädchen ist sehr süß… Und die Anleitungen beschränken sich nicht auf Kleidung, es gibt auch Bauklötzchen aus Schaumstoff (Weniger gut zum Bauen, aber schonender zum Parkett…) oder ein Kissen.

Kontrastprogramm dann der „Look des Monats“. Irgendwas mit Streifen und Buntstiftfarben. Oder so. Was der Look genau ist, muß man eher raten. (Ich würde sagen, das ist die Sache mit der Sportkleidung, die die Alltagsmode beeinflusst.)

Dann wieder Beauty, irgendwas mit Zitronengras. *blätter*

„Mehr Davon“ ist das Motto der Plus Strecke. Den gemeinsamen Nenner kann man nur raten… alle Mode-Highlights der Saison. Aha. Los geht es mit einem Kleid, das aussieht wie Rock mit Oberteil. Finde ich ja immer unpraktisch, denn der Vorteil von zweiteiligen Ensembles ist, daß man sie unterschiedlich kombinieren kann. Warum dann also als Einteiler?
Hose Burdastyle
Eine Hose mit diesem asymmetrischen Überschlag habe ich ja schon letztes Jahr (oder war es vor zwei Jahren?) mal woanders gesehen und interessant gefunden. Daß Modell 122B jetzt in meiner Größe dabei ist, wäre fast ein Grund sie zu nähen…

Kleid Burdastyle
Auch Wickelkleid 121 gefällt mir. Ob da der Ausschnitt so bleibt oder auch völlig aufklafft? (Und die Säume kann man ja besser machen und ggf. auch mal vorsichtig ausbügeln.)

Blusonjacke ist sicher auch in, aber nichts, was ich dringend haben muß. Nicht für mene Figur. Dann die Hose noch mal in bunt… nein, einfarbig mag ich sie lieber. Noch mal der „Fake-Zweiteiler“, der Look gefällt mir, nur lieber in zwei Teilen. Bluson zum Maxirock ist dann eine Form, mit der ich mich nicht anfreunden kann. Shirt 126A hat eigentlich einen unspannenden Schnitt, aber mit den Streifen in unterschiedlicher Anordnung ist er aber auf einmal spannend. Und zu einer normalen Bluse sieht dann auch der Maxirock ganz nett aus. Wenngleich ich die gezogene Taille nicht so schmeichelnd finde.

Anschließend geht es um Schnittanpassung bei großem Busen. Die Techniken zeigt Burda schon seit Jahrzehnten so, aber sie mal wieder so nett zusammengefasst zu sehen ist nicht schlecht.

Die Werbung für die Eckes-Plörre kommt immer uninspirierter daher. Das Beste diesmal ist, daß die Flaschendeko das Etikett verdeckt. Die Idee mit so einer angehängten Taschen ist aber nicht neu, wer das weniger langeweilig haben will, kann sich Bärbels Blogeintrag von 2012 anschauen. 😉

Den Rezepten gönne ich ja immeer einen Blick, diesmal alles mit „besonders saftigem Grundteig“. Äh ja… ein Rührteig mit viel Fett und Ei und wenig Mehl. Ja, wird saftig. Der Rot-weiße Marmorkuchen ist farblich natürlich originell, allerdings hat er im Gegensatz zum herkömmlichen Marmorkuchen nur eine Geschmacksvariante. Was nun auch wieder einen Teil des Reizes nimmt…

Danach gibt es ein „spezial“, wobei unklar bleibt, was denn hier so Spezial ist. Anleitungen für Mäppchen in dieser Bauform gibt es nun wahrlich schon zu Hauf.

Mehr Spaß macht wieder der Ateleirbesuch, der diesmal zu einem Pariser Couture Zulieferer führt. Legeron macht Seidenblumen die wahrlich eine eigene Kunstform sind und nichts mit den billigen Dekoblüten aus dem Einrichtungshaus zu tun haben.

„Green Fashion“ befasst sich dann mit umwelt- und menschenfreundlich hergestellten Jeans. Keine wirklich neue Info dabei, kann man also eher als Werbung für Hess Naturmode werten. (Andererseits vertreiben die nicht erst seit gestern Naturmode, besteht also eine gewisse Hoffnung, daß sie ihre Lieferkette so halbwegs im Griff haben.)

Als „eine letzte gute Idee“ werden Haargummis aus Stoffresten gebastelt. wobei mir dann gleich noch eine Bezugsquelle für butne Baumwollstoffe mitgeliefert bekommen. Klar, Stoffreste kaufe ich immer…

Und das nächste Heft erscheint dann… *huch* quasi gleich…

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