Revue de Presse: Burda Modemagazin 01/2009

So, diese Heftkritik kommt dann wieder etwas zügiger als die letzten…

Der Titel der Januar Burda kommt jedenfalls recht „harmonisch“ monochrom daher. (Fade und langweilig wäre die andere Formulierung. Nichts, was das Auge fängt. eher was, was man suchen muß, wenn man schon weiß, was man will.) Das Editorial ist ebenfalls überblätternswert wie immer. Ein wenig enttäuschend, denn nach dieser Pressemeldung geht Frau Reinl ja in den Ruhestand und die Redaktion zieht um, da wären ein paar Worte zum Abschied doch irgendwie stilvoller gewesen. Aber Stil gibt es wohl nicht mehr, nur noch Style.

Summary in English: Not my favorite issue. Mostly boring. The Trenchcoat from the „Plus“ Section would have been interesting in November when I needed the pattern, but now it’s to late. But I also like the „biker style“ jacket from the same section. But that’s about it, I have to admit.

„modern woman“ zeigt Basics und die bleiben offensichtlich grau. Außerdem droht das Heft mit Parkas als Modetrend. Oh Hilfe, denen konnte ich schon als Teeny nichts abgewinnen, als alle sie trugen. Die Schnitte sprechen mich auch nicht an. Rock 105A fällt auf. Nicht durch Attraktivität. Eher durch die auffälligen Fadenknöbbel der Ziersteppung und die Kräuselfältchen unterhalb des sichtbar eingesetzten Reißverschlusses. (Immerhin tröstlich, daß auch Profis die „Technostoffe“ nicht vernünftig verarbeiten können.) Der dicke Reißverschluss vorne erinnert mich eher an die Bekleidung die es in den Schaufenstern eher schummriger Läden in der Rue St Denis oder bei Clichy als „Berufsbekleidung“ der dortigen Damen gibt… Marlenehose 107A ist eine „Studie in Katzenbart“, aber die Bluse hat ein sehr interessant gefältetes Detail vorne. Die ist zwar zum Kaufen, aber das sollte sich nachbauen lassen. Über die Cabanjacke auf der Seite daneben läßt sich nichts sagen, denn man erkennt weder von der Position des Models noch von der Ausleuchtung her irgendwas. Blazer 101 hat eine interessante Kragenlösung, zumindest in der Ansicht von der Seite. Auf dem anderen Bild scheinen die übergroßen Revers zu sehr herumzuschlackern. Und die Hose wirft wieder Querfalten im Schritt, wird das mal als „Burdafalte“ in die Geschichte eingehen? *gg*

Die „fashion news“ sollen Schleifen in allen Varianten sein. Als Druck auf den T-Shirt… na gut. (Leider ist der Stoff sicher nicht als Meterware erhältlich), aber der Rest…?

„trend“ ist oder besser bleibt Karo. Wenigstens sind die Bilder wieder in schöner Umgebung gemacht. (Straßburg? Ah ja, da am Rand steht es auch ganz klein…). Bluse und Weste… nun gut. Kleid 109 sieht auch ganz niedlich aus. Rock 105 wird kariert nicht besser, aber der Wollstoff scheint eine sauberere Verarbeitung zuzulassen.

Blazer aus BurdamodeGut gefällt mir Blazer 114B. Nicht die Farben, aber die Blende ist ein schönes Detail. (Nein, nicht für mich, nicht meine Größe, Karos stehen mir auch nicht wirklich. Aber so generell.)

Die „fashion story“ hat einen Bart, pardon, ein Krokodil. Gibt es über Lacoste noch was zu erzählen, was man nicht wußte? Oder etwas, was man wissen wollte? Ein Poloshirt bleibt ein Poloshirt, egal in wie vielen Farben es auftritt. Und egal welche „Stars“ damit rumlaufen. Ich spiele kein Tennis. :-/

Einen „farbtrend“ gibt es auch. Fragt sich allerdings welcher, denn die meisten Sachen sind grün, bis auf einen Mantel in „Pflaumenlila“. Wobei der Mantel nicht aufregend ist, aber doch schlicht und sehr alltagstauglich. Die Hose hat den ebenfalls angesagten hohen Taillenbund, wobei die Verarbeitung förmlich ins Auge sticht. Die Bundkanten, besonders die Ecke vorne, unsauber bis gar nicht ausgebügelt, der Reißverschlussschlitz hat eine komische Beule… das Material ist Wolle, da gibt es also keine Entschuldigung.

Blazer 114 mit der Blende gefällt mir auch in uni, da ist er doch wesentlich figurtauglicher. und ein Detail, daß sich an jeden Schnitt hinbasteln läßt.

Passend dazu befasst sich der „workshop“ dann auch mit dem Ansetzen der Blenden.

Der „fashion-flash“ beglückt mich mit den auf dem Titel angekündigten Parkas. Die ich nicht mag, die mich aber dran erinnern, daß ich eigentlich wieder eine halbwegs wetterfeste Übergangsjacke brauche. Angesichts der unterschiedlichen Schnittformen frage ich mich allerdings mal wieder, was eigenltich einen Parka von einer anderen langen Jacke unterscheidet? Gerade Modell 123 sieht wie etwas aus, was zu einer anderen Zeit und aus einem anderen Stoff eine „Safarijacke“ gewesen wäre…

Nichts Neues bringt auch der Überblick über die Burdafashion Webseite.

„accessoire“ der Saison ist die Brille. Nun ja, die braucht man oder nicht. Ob sich die Brille mit Fensterglas als Modezutat durchsetzen wird? :p Und ich finde Kontaktlinsen trotzdem praktischer.

„freizeit“ hat einen Outdoor-Touch. Und das im Winter… *bibber* Ah ja, Diverse Jacken, Hose, Hemdbluse,… verbindendes Element dieser Photostrecke könnte die Farbwahl in Orange und Braun sein. Oder auch „was wir noch so übrig hatten und wofür uns sonst nichts einfiel“.

Jacke aus Burda ModemagazinWobei ich nicht verleugnen kann, daß ich für den Uniformstil der JAcke 116 anfällig bin. Militär ist zwar nicht meine Welt, aber ich glaube, es sind die sehr klaren Linien, die ich bei Teilen im Uniformstil dann immer attraktiv finde.

„exclusiv design“ gibt es diesmal von Laurèl. Daß es sich dabei um eine deutsche Marke handeln muß, erkennt man am unfranzösischen und sinnlosen Akzent :p, die Mode kommt aus München. Das nachzunähende Modell hat mit neonkanariengelb immerhin eine seltene Farbe. Der Schnitt ist nett, allerdings bin ich mir bei den vielen Falten auf der Schulter nicht sicher, ob die Paßform nachgebessert werden sollte oder das Material beim Nähen kräuselt. Der Rock legt die zweite Interpretation nahe. Nun gut, „querelastischer Satin“ klingt ohnehin nach viel Kunstfaser und nicht nach einem Stoff, der mich anzieht.

„plus aktuell“ bringt eine Trench-Jacke. Mit angedeutetem Koller und den Leistentaschen wäre sie genau das gewesen, was ich im November gebraucht hätte. Tja, liebe Burda. Zu langsam. Oder ich bin meiner Zeit einfach voraus.

Jacke aus Burda ModemagazinWirklich gut gefällt mir die Jacke im Bikerstil. Nein, auch nicht wirklich neu, denke ich. Zumindest für die kleineren Größen. Ich schätze, es sind die gleichen Stilelemente wie beim Uniformstil, die mich da immer anziehen. Die Jacke wäre beinahe wieder mal eine Runde Schnittmusteranpassung mit Burda wert…. (Dringender sollte ich allerdings mal Hosen nähen… und den Mantel fertig und so…)

In kariert hingegen muß ich den Trench nicht haben…

„Kirsten“ heißt das Modelalbel und kommt aus Gelsenkirchen. Sollte ich mir mal wieder was kaufen, wären die einen Blick wert, der Stil gefällt mir.

Die „mode-idee“ befasst sich mit der Baskenmütze. Tips zum Aufpeppen.

Beim „look der stars“ ist Frage eins wie immer, wer der Star ist.. Monica Bellucci vielleicht? Und Westen, größtenteils im Herrenstil… naja, nichts neues, oder?

Bei den „kreativen köpfen“ regiert diesmal der Kitsch. Gehäkelte Petit Fours sind etwas, was ich gerne mal machen würde, aber keine Ahnung hätte, was ich hinterher damit tun sollte. In meine Umgebung passt so was nicht.

Dann wieder ein paar Blicke auf burdastyle (wo es mir nach wie vor nicht mehr gelingt, mich einzuloggen, zu schade). Die beiden Macherinnen waren übrigens kürzlich auch mit einem Projekt auf Threadbanger vertreten.

Jetzt kommen Kosmetik und Co, ich kann auf fast forward schalten… Den Karnevalsteil kann ich gleich mit überblättern, das ist einfach so gar nicht mein Thema.

Das Buch Style & Taste das in der „szene im Januar“ vorgestellt wird könnte mich hingegen schon eher interessieren. Und eine Rykiel Ausstellung im Musée des Arts Décoratifs in Paris. Gut, daß die noch bis April läuft, denn für meinen nächsten Besuch steht schon Galliera auf dem Programm.

Die Kindersachen kommen diesmal von „TEN“ aus Brüssel. Irgendwo zwischen retro-Reformkleidung und moderner Lässigkeit. Oder so. Jedenfalls bestimmt bequem und ein paar Flecken nach dem Spielen fallen nicht so auf.

„kreativ“ zeigt einfach Stickereien. Wobei einfach für mich sehr gut ist, Sticken kann ich nicht, das kann nicht primitiv genug sein. Oh, diese Rosenranke… Ja, ich weiß, ich kann an Rosen nicht vorbei gehen.. (Komisch, sieht aus wie Steppstich, auch wenn Stilstich dransteht?) Nette Modell jedenfalls.

Und das war’s schon wieder… mal sehen, was der Februar bringt. (Und ob ich da noch ein Heft bekomme, ich weiß nicht mehr so ganz genau, wie lange mein gewonnenes Abo noch läuft. Und ob das den Umzug der Redaktion überlebt… *g*)

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