Revue de Presse: Burdastyle Juni 2010

Titel BurdaDa mir der neue Erscheinungstag der Burda organisatorisch gut in den Kram passt, habe ich sie mir gleich am Mittwoch geholt. So schaffe ich dann auch die Besprechung mal, bevor der Monat vorbei ist. *g* Modell im Teppich auf dem Titelbild? (Was ich mich ja außerdem immer frage ist, warum sie so gräßliche Farben für die Schriften verwenden…)

Erst mal den Wohlfühl-Look angucken. Nettes Top, doch, ich glaube das war auch schon mal im Heft, Zweitverwertung also. (Immerhin gibt es die Schnitte kostenlos als Download, hat auch was für sich.) Nur über Polyestersatin als Material der Wahl kann man streiten. Er knittert nicht und ist deswegen besonders Koffergeeignet, aber ich finde, es sieht einfach immer etwas ordinär aus… und falls es im Urlaub heiß ist, schwitzt man entsetzlich.

Das Editorial wird schon beinahe episch, eine ganze Seite Text, die das Loblied der Stoffabteilung singt. Wobei, so ganz falsch ist es nicht… man trifft tatsächlich manchmal Bekannte oder Freunde unverhofft im Stoffgeschäft, aber doch sehr selten. Aber die Redaktion ist ja in München und München ist ein Dorf, da läuft man sich wohl leichter zufällig über den Weg. *g*

Der erste Kreativtrend bring Schrift auf Klamotten. Warum man allerdings die Schrift erst auf Transferfolie aufbringt und dann auf den Schuh bügelt, wenn man es eh frei Hand aufträgt… erschließt sich mir jetzt wirklich nicht. (Ja, hatten wir in den 80ern schon mal…) Was mir gefällt ist die Sache mit den Ketten… verhäkeln klingt interessant. Stricken ginge sicher auch, oder? Und Nummer drei… hm… gerissene Stoffstreifen überall aufnähen. Die Vorbilder sehen gut aus, die Burdaumsetzungen sind hier etwas weniger spannend.

„Resteverwertung“ näht einen Gürtel. Mit vielen Knöpfen, die mit den besagten Stoffresten überzogen werden. Verbraucht aber nicht wirklich viel Stoff. Und sieht das wirklich gut aus?

„All inclusive“ überschreibt das erste Modethema. Also wie für den Club auf Dom Rep sehen die Klamotten nicht aus, schon eher für elegantere Umgebung. Kleid 106 hat schon mal den typischen Burda-Ausschnitt, ein schöner BH ist Pflicht. Die traurig hängende Weste kann mich gar nicht begeistern. Blazer zu Shorts.. nicht für mich, aber sieht doch besser aus als T-Shirt und Badelatschen.

Kleid BurdastyleDas Chiffonkleid 101 ist leider in Langgröße, aber ein sommerliches, bequemes und stylishes Urlaubsoutfit. Auch das Titelmodell ist in Langgröße. Auf der Schemazeichnung sieht es etwas weniger nach Teppich aus. Rock 112 ist übrigens auch nett, mit der Tasche. Vielleicht nicht nur im Urlaub. Nur nicht meine Größe und nicht mein Stil. Die Raffung an Shirt 108 gefällt mir sogar sehr gut. Ich bezweifle allerdings stark, daß das mit mehr als AA Cups auch noch paßt- Und schon beim Model wirft der Ausschnitt Falten nach oben. Und am Kleid mit dem gleichen Schnitt geht die Raffung im Muster völlig unter.

Die Accessoires zum Thema (ah, das Thema ist „Jet-Set-Mode“) sollen „Erste Klasse“ sein. Grosse Sonnenbrillen, Korallenkrempel und Metallglanz. Hatten wir das nicht schon letzten Sommer?

Ah, genauso wie die diversen Sonnecremes, die uns die „beauty“ Seite bewirbt. *gähn* Nicht mal mehr schön photographiert.

Die nächste Modestrecke widmet sich dann alten Bettlaken, äh „Ibiza-Hippie“ nennen sie es, weites und rüschiges aus weißer Baumwolle und Spitze. Was ich generell im Hochsommer und im Urlaub schon finde, mir selber jedoch nur sehr eingeschränkt steht. Kleid 117 hat irgendwie ein unproportioniertes Rockteil. Die oberste Stufe ist recht lang und schmal, darunter wird es deutlich weiter. Irgendwie… unproportioniert. Und der Schal – äh „rückenfreie Neckholderweste“ – daneben. Ne. Danke. Muß nicht sein. Rüschenrock, asymmetrische Carmenbluse, langer Rock… nun gut, ich sollte mich wohl damit abfinden, daß einem zu dem Thema nichts mehr einfallen kann, was nicht ausgelatscht ist. Tunika 107 ist nett, aber weiße, dünne Kleider ohne BH muß man mögen. Modell 122 erinnert mich an Strandkleider der 70er. Nur hat man damals zwei Handtücher zusammengenäht und Löcher für Kopf und Arme gelassen.

Tunika BurdastyleGanz allerliebst finde ich aber die Tunika 102 mit den Häkelblümchen. Leider in Kurzgröße. Naja, an mir sähe es wohl auch nicht mehr wirklich gut aus, bei Lichte betrachtet. Die Fältelung vorne zeigt jedenfalls, daß eine Tunika nicht immer weit und hängend sein muß und trotzdem noch luftig bleibt.

Die „kreativ-Accessoires“ sagen mir, daß ich im Sommer meinen Ethno-Türkis-Schmuck aus den 80ern wieder hervorholen könnte. Jeans zu duftigem Spitzenstoff und aufgepeppt mit Türkis(farbenen)steinen gefiel mir damals schon gut und würde ich heute an jungen Mädels immer noch schön finden. Interessanter sind die „Türkisperlen“ aus Fimo. Da ich ja sonst nicht so der Basteltyp bin, sind diese Techniken ja immer neu für mich. Aufwendig ist es ja, aber das Ergebnis sieht wirklich beinahe wie natürlich gewachsen aus. Zumindest wenn man es kann…

Die Nähschule zeigt, wie man Spitzenborte einsetzt. Erst aufnähen, dann umnähen, ist wirklich einfach und ein schöner Effekt.

„Sommercocktail“ zeigt die nächste Poollandschaft. Diesmal leuchtende Abendkleider für den Cocktail im Luxushotel.

Abendkleid BurdaGleich das erste Kleid 111 zieht meine Aufmerksamkeit auf sich. Nicht nur durch die Farbe, mehr noch durch die dramatischen Flatterärmel. Da sieht vermutlich wirklich nur in Langgröße so eindrucksvoll aus. Hm… das sind…? Ach, vermaßte Chiffonteile an einem schlichten Etuikleid? Prima, denn das sollte man an jedes Kleid anarbeiten können. 🙂 Notfalls von Hand, dann kann man es nach dem wasauchimmer Event sogar wieder abtrennen und hat ein Sommerkleid oder Bürokleid für den Alltag.

Das nächste Modell hat ein gerüscht angesetztes Rückenteil, ist aber trotzdem ein Sack, würde ich sagen. Seide hin oder her. (Da die Dame sich an den Badehosenbeau drückt sieht man geschickterweise nicht, wie es fällt. Was ist das eigentlich für eine Veranstaltung? Frauen im eleganten Kleid, Männer nackt?) Die asymmetrische Carmenbluse hatten wir doch vorne auch schon mal.

Cocktailkleid BurdastyleDafür gefällt mir die ebenfalls asymmetrische Schnittführung von Kleid 124 um so besser! Oh, schon wieder Langgröße… wie gemein! (Aber immerhin hat der Mann auch inzwischen was an.)

Das pinke Hotpants zu Jäckchen Outfit hat schon viel von Nummerngirl. Aber die Schnittführung des Raglanärmels ist interessant. Am Kleid 126 ist vor allem der Farbeverlauf im Stoff interessant. wie man ein fertiges Kleid im weichen Farbeverlauf einfärbt war praktischerweise in einer der letzten Threads-Ausgaben… Das lange Kleid bringt die Swarovski-Kristalle gut zur Geltung, weil ansonsten schlicht. Mit der Art von Schulterbetonung könnte dann auch ich leben. Der Rückenvolant von Kleid 125 hingegen… ich weiß nicht. Po sollte man dafür jedenfalls keinen haben. Und mit der Rüsche vorne besser auch keinen Busen. Aber an der „Flachwiebrett“ Fraktion könnte es nett aussehen?

*Gähn* Bild von Make-Up Chaos. Nicht mal ansprechend. „Kreative Welt“ sagen die news. Ein Stylingspiel für die Konsole… muß man das haben? Die Taschen aus dem indischen Straßenkinderprojekt sieht nett aus, aber ich habe schon so viele Leinentaschen, mehr Einkaufstaschen brauche ich nicht. Auch die Blechdosen mit kreativen Basteleien für Kinder sind nett, aber die sind wohl Englisch und das können die meisten jüngeren Kinder dann doch nicht so gut. Also keine so gute Idee für ein Mitbringsel.

*Örks* Was ist das??? Starstyle? Ich hatte schon solche Jeans. Nach dem Wände streichen. Aber diese darf man sich für 170 EUR kaufen und dann noch „trendy“ aufpeppen. Ist das grauenhaft. Immerhin passen die Schuhe von SJP dazu… Uggs. Ich weiß ja, daß die Sex in the City Promotion fordert, daß diesen Monat überall etwas damit gemacht wird, aber der Style ist das Grauen pur. Akzeptabel bestenfalls für rebellische 16jährige. Und denen würde ich Wandfarbe für die weißen Flecken empfehlen. Zimmer tünchen, danach habt ihr auch so eine Hose. Ehrlich. Und viel billiger…

Wesentlich schicker ist die Umstandsmode. Sehr elegant, Kleid, Mantel,… wirklich eine Business Grundgarderobe, die Frau durch den Sommer bringen kann. (Allerdings ist diesmal kein Rock dabei.)

Vorschläge für Geschenke für frischgebackene Eltern gibt es auch. Nicht nur zum Kaufen, auch zum selber machen. Wobei die etwas kitschig süß sind. Aber zumindest die Lätzchen sollten eine gute Resteverwertung ergeben. Werde ich Ende des Jahres hoffentlich brauchen. (Als Geschenk.)

Unter „community“ wird erst mal ein Trend auf der Straße vorgeführt. Diesmal dürfen Frauen aus Kapstadt ihre Blümchenkleider vorführen. Und dann gibt es mal wieder den Verweis auf die Webseite. Falls sie jemand noch nicht kennt. 🙂

„Sonnenschein“ ist das Motto der Kinderkleider. Diesmal für kleine Mädchen (Gr. 104-134) im Retro-style.

Kinderkleid BurdastyleBesonders süß finde ich Kleid 146 mit dem Bubikragen. So richtig altmodisch, als auch Kinder noch ordentlich aussehen mußten. 😉 Ich glaube es gibt da ein Bild von meiner Mutter, wo sie genauso aussieht. Und das Puppenkleid gibt es auch noch dazu.

Um Kinder, genauer gesagt Kinderzimmer, geht es diesmal auch beim „atelierbesuch“. (Den ich nach wie vor für das Ergebnis einer reinen Webrecherche halte…) Das ist nun nicht so mein Thema, aber die großen Schaumstoffbauklötze aus den Niederlanden finde ich eine witzige Idee. Da kann Eindhoven seinem Ruf als Designerschmiede wieder mal gerecht werden.

Eine Runde Selbstbeweihräucherung dann unter „burdastyle“. Bilder von der h&h mit Leute, die man nicht kennt (wenn man nicht innerhalb der Branche arbeitet) und auf denen man auch nichts erkennen kann, weil sie Vorschau-Größe haben. (Nur das man im Web auf ein Vorschaubild draufklicke kann, um es in groß zu bekommen. Das funktioniert bei Zeitschriften noch nicht.) Kann mir endlich mal jemand erklären, ob diese Seiten einen Sinn haben, oder ist das der Füller für nicht verkaufte Werbefläche?

Frida Kahlo und Mexiko sind die Vorbilder für die Plusmode. Tunika und weite Hose sind natürlich nicht aufregend. (Dafür durchaus bequem, gebe ich zu. Und steht mir nicht mal so schlecht.) Toll finde ich Shirt 143 mit den asymmetrischen Ärmeln! (Leider kann ich es nicht zeigen, denn die Plusmode steht nicht im Netz. 🙁 )

Shirt BurdastyleAh, korrigiere mich, auf der französischen Seite ist es, dann haben sie die Plusmode wohl auf der deutschen Seite vergessen… 🙂

Beim Shirt 139 mit den gekräuselten Nähten bin ich mir nicht so sicher, ob mir das so steht. Und die weite Longjacke wirkt in der Pose und an dem letztlich doch eher schlanken Model dramatisch, aber wie das normal getragen aussieht? Ganz sicher „Sackgefahr“. Der Overall hat irgendwie was nostalgisches, aber Overalls sind einfach unpraktisch. Zumindest wenn man gelegentlich mal aufs Klo muß. 😉

Ah, bei den „Best Sites“ sind auch wieder Kinder das Thema, gucken wir mal… ach nein, nur ein Shop hat Kindersachen, König Hasenherz ist auch recht nett, süß ohne allzu kitschig zu sein. Der Rest der Links ist vor allem Werbung für die Münchner Geschäftswelt (und deren Onlineshops) und anderes überflüssiges wie einen weiteren Dawandaklon oder enen „Labelfinder“, der den Weg zu Verkaufsstellen für die Lieblingsmarke weist. Also nichts, was goolge nicht eh liefern würde.

Also weitergeblättert zum Dekoteil. Hier werden diesmal Landkarten verbraten. Kartons damit zu überziehen ist natürlich keine neue Idee und das mit dem Hintergrund für Urlaubscollagen oder Diaporamen haben wir auch schon in den 70ern, 80ern und 90ern gemacht. Die Idee mit der Lampe ist irgendwie interessant. Auch wenn ich nicht recht wüßte. wo ich die hinhängen sollte.

Die Patchwork Ecke zeigt wieder was für echte Resteverwertung… Topflappen. Die verbrauchen sich wenigstens auch im Laufe der Jahre.

Aus eins mach vier präsentiert diesmal den Minirock. Die Büro-Lady Variante ist ganz nett, aber beim Modell Abenteurerin frage ich mich, welchen Urwald sie die Redaktion angesichts der geschätzen 15 cm Absätzhöhe so vorstellt. Das ist ja nicht mal wirklich Asphalt-dschungeltauglich. *g*

Bei der Warenkunde geht es diesmal um Pinsel. (Wie jetzt, wird aus Burdastyle eine Bastelzeitschrift?) Viel Ahnung von Pinseln habe ich nicht, aber hinterher bin ich auch nicht wirklich schlauer. Oder nur teilweise. Wodurch sich in der Anwendung etwa die verschiedenen Schablonierpinsel unterscheiden bleibt im Dunkeln.

Ach wie praktisch, bei „leichter basteln“ (eine neue Sparte?) geht es auch ums Schablonieren. Auf die Wand diesmal. Hm… ne, so nicht für meine Wand.

Und ganz am Ende wieder der Stoff des Monats, diesmal wieder bunt bedruckt. So wie es derzeit viele anbieten. Aber der Vorschlag ist freundlich für den Geldbeutel, den gibt es nämlich bei IKEA. 🙂

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