Revue de Presse: Burdastyle September 2010

Titel BurdastyleHerbst wird es im September und der Titel begrüßt mich mit einem beinahe ärmellosen Kleid. Also das Kleid sieht toll aus, keine Frage, aber wenn Büros und Wohnungen im Durchschnitt noch im Herbst auf hochsommerliche Temperaturen geheizt sind, dann wäre da noch ein heftiges Energiesparpotential…

Das Editorial kündigt uns ein Mutter-Tochter Thema an. Da bin ich mal gespannt, wie sie das umsetzen, aus Knip kenne ich das ja schon lange.

Der erste „kreativ-trend“ kommt wohl eher ohne Nähmaschine aus. Schwarze Linien auf weißem Stoff. In den 80ern nannten wir das Comic-Stil. Gefällt mir übrigens immer noch, auch wenn es mir nicht wirklich steht. Wobei ich statt Stift dann doch eher einen Faden benutzen würde, ich klecker doch immer so… Geklebt wird dann das Blattgold (Blattmetall… ist billiger) ob das auf dem Schal hält wage ich allerdings zu bezweifeln. Dann schon eher auf Stiefeln oder einer Tasche, aber auch da wird man sehr acht geben müssen, daß es nicht bröselt, oder? Und die schmalen Gürtel… die sehen im Großen und Ganzen doch auch sehr selbstgemacht aus…

Die Idee zum Resteverwerter ist ganz lustig. Ich fürchte nur, ich würde ständig die Töpfchen zerbrechen, wenn ich diese Nadelkissen neben die Nähmaschine stellen würde…

„Weltenbummler“ ist der Name der ersten Modestrecke. Irgendwo zwischen Folklore und Rustikal oder so? Eher Bunt jedenfalls. Bei Jacke 123 ist zumindest die Verarbeitung schon mal rustikal. So wie die Armkugel einfällt… geht gar nicht. Schade um den Stoff, wirklich. *Aua* die Kombination aus der bunten Sarouelhose mit den Stiefeln die aussehen wie eine Mischung aus Hobbit und Kuhhuf… *schüttel* Dann eine Runde peruanische Bäuerin (immerhin schön bunt), Seidenrock mit Hose und Bluse im gleichen wilden Muster könnte direkt dem Kostümdesign für Außerirdische einer SciFi entsprungen sein… Ich fürchte der Modestrecke kann ich gerade garnichts abgewinnen.

Der Buchtip feiert den Foklorelook und empfiehlt ein Buch über die Kleider von Frida Kahlo. Das wiederum ist doch gleich viel interessanter. Daß Ethno-Stil bleibt ebenso, ich habe da noch einen Sari im Schrank… (ist nicht so, daß ich das Thema nicht mögen würde, nur die Umsetzung ist etwa… htmja…)

Und weiter geht es mit den „kreativ-accessoires“ Die bemalten Clogs haben ja was, einer Spitzestola kann ich immer schlecht widerstehen, aber wenn wäre meine natürlich gestrickt. 🙂 Der Rest… hmtja? Die Frida Kahlo Brosche und der mexikanische Totenkopf sind irgendwie zu fad. Wenn man so was denn haben muß kann Crafty Chica das doch besser. 😉

Mantel BurdastyleKrasser könnte der Gegensatz zum nächsten Thema kaum sein, extrem grade und clean, sind die architekturinspirierten „New Shapes“. Das ist ein Stil, der mir eigentlich gut gefällt, aber unabhängig von der Konfektionsgröße leider nur an graden Figuren gut aussieht.

Da paßt es dann ganz gut, daß der Kurzmantel 118 für Langgröße ist. Nicht für mich, aber gefällt mir.

Rock BurdastyleAuch Rock 116 mit den Querteilungsnähten ist leider nicht für mich. Aber schön. Und der Stil gefällt mir auch. (Wobei der Rock auch an Kurven passen sollte, zumindest bis Gr. 44, weiter geht der Schnitt dann nicht.)

Die extraweite Weste in Langgröße hingegen ist nicht so meins. In den 80ern mochte ich das mal, aber entweder ist es noch nicht lange genug her oder ich habe mich noch nicht wieder dran gewöhnt.

Auch das Titelkleid gibt es noch mal in groß. Also groß auf dem Bild, das ist nämlich in Kurzgröße. Und aus Romanitjersey, dem geheimnisvollen Material, das ich ungefähr alle zwei Jahre mal wo sehe und dann aus viel Polyamid, in nur einer Farbe, die ich gerade nicht brauchen kann und trotzdem teuer. Das tröstet doch etwas darüber hinweg, daß es mir eh nicht stehen würde…

Avantgardistisch werden die Accessoires genannt. Die Ohrringe sind nett, aber sonst… nichts was ich dringend brauche.

Haarspray… was war grade der Unterschied zur Werbung? *gähn*

„Geteilte Freude“ ist der Titel für den Mutter – Tochter Partnerlook. Hm. Das muß eine Teenagerschwangerschaft gewesen sein, oder? Aber zur Mode… Rock, Trenchcoat,… sehr Basicteile. Und nicht wirklich überraschend. Ich habe mir meinen ersten Trench mit 16 oder 17 gekauft.

Kleid BurdastyleDas Tunikakleid 109B gefällt mir aber gut. Auch als Kleid, vielleicht eine Handbreit länger? Wäre bis Größe 46 verfügbar. Nur die gerade Kleidform und kurvige Figur? *seufz*

Der Trench-Schnitt wird ja gründlich durchgenudelt… als Mantelkleid, als Bluse… nun ja.

Dafür gibt es auch noch mal eine schlichte Hose in Langgröße.

Die nächste Modestrecke ist in schwarz-weiß und soll wohl was magisches haben. Irgendwo zwischen Alice im Wunderland und David Copperfield wohl. Von der Kleidung sieht man dann allerdings erwartungsgemäß nichts. Schwarz photographiert sich nicht so gut. Das Tunikakleid 109 gibt es jedenfalls wieder. Eine Bluse mit blütenartiger Rüschengestaltung am Kragen. Fragt sich allerdings, ob der wirklich so stehen bleibt? Und ob das praktisch ist? Schluppenbluse (Mist, immer noch in Mode.), Ballonrock mit Lederjacke (ich hätte meine Schnitte aus den 80ern doch behalten sollen), noch mehr Wickeldrapierungen an Rock und Oberteil,… aber wie gesagt, das verrät nur die technische Zeichung. Das Photo nicht wirklich. Der Kurzmantel in Kurzgröße sieht ja vom Schnitt her nett aus, aber ob großer Hahnentritt gerade in Kurzgröße optimal ist?

Nett in Szene gesetzt sind die verschiedenen Wimperntuschen. Kein Informationsgehalt, aber sieht nett aus, auf den Spielkarten. 🙂

Die Nähschule zeigt, wie man den Brusteinsatz in das Tunkikakleid näht. Da das tatsächlich keine Standardanforderung ist lohnt sich die Zusatzanleitung hier sicher.

Dann wieder eine Werbung für den „Sewing Club“. Erst mal haben die Redakteurinnen selber einen gegründet… na gut, verkündet wurde das erst im letzten Heft und da war vermutlich auch schon Redaktionsschluss für dieses, so daß sich in der Zeit kaum „echte“ Clubs melden konnten. Aber ich bin schon gespannt, ob das wirklich ein Trend wird oder eine clevere und billige Werbeidee bleibt. (Die Webseite verrät, daß immerhin schon mehr als 40 Clubs angebissen und sich von der Aussicht auf eine Nähmaschine haben locken lassen. „Mehr als 240 Sewing Clubs weltweit“ klingt jedenfalls nicht so wahnsinnig beeindruckend.)

Hm… laßt mich nachdenken… Kindermode mit Trachtenstil…es ist Oktoberfestzeit, oder? Gr. 98 – 122 und für Jungs und Mädchen ist was dabei. Alles nett, aber nicht überraschend. Doch recht basistaugliche Schnitte, die sicher auch ohne trachtiges Ambiente verwendet werden können.

Auch für die Kleinen gibt es jetzt Accessoires im Wies’n Stil. Auch wenn das meiste an einem kleinen Kind vermutlich süß aussieht… so recht will es mich nicht packen. Aber gut, ich kann mit dem Oktoberfest auch nicht recht was anfangen, mag daran liegen…

Ach, die Surftips sind auch dem gewidmet… sogar auf zwei Seiten diesmal. Da ich sie aus Neugier mal wieder alle angesurft habe… *örks* Angriff auf die Magenmuskulatur. Das ist zwischen kitsch, Geschmacksbefreiung und Sakrileg. (Der Ledergriff für den Maßkrug. Ich trau mich gar nicht, das meinen Münchner Freunden zu zeigen…)

Dann doch weiter zur Plusmode. Schnell. Die Hose ist nicht weiter spannend, aber neutral-tragbar. Bei der Bluse weiß ich nicht so recht. Ärmel auf Ellenbogenhöhe angekraust ist so was… also so auf Anhieb kann ich mich nicht damit anfreunden. Obwohl es ja auch recht interessant aussieht. Wobei… Chiffon für den Herbst? Nicht etwas kalt…? Dann wieder ein Trenchcoatschnitt, den ich vor knapp zwei Jahren gebraucht hätte… Bei Kleid 137 würde ich gerne ein Photo haben, auf dem man die Bauchpartie besser sieht. Ich zweifle etwas, ob das am realen Körper so gut aussieht, wie auf der technischen Zeichnung? Dann noch ein Blazer und den Trench als Jacke. Alles tragbar, aber nichts was vom Hocker reißt.

Der Quiltvorschlag ist diesmal eine Einkaufstasche. Das ist jedenfalls eine prima Resteverwertung. Nur was macht man mit den Taschen? Gibt es in Deutschland noch einen Haushalt der nicht schon mehr Leinentaschen rumliegen hat, als die Mitglieder rumschleppen können? 😀

Strenesse ist das Thema der Sparte, die sich „Modelexikon“ nennt. Nun ja, für einen Lexikonbeitrag zu anekdotisch. Aber gut, es gibt halt doch einen Unterschied zwischen Journalisten und Wissenschaftlern.

Mal wieder gänzlich uninteressant die Miniphotos von irgendwelchen unbekannten Prominenten anläßlich eines unwichtigen Events… Ah ja, der Launch von Burdastyle.de. Das ist aber schon ein bißchen her, daß die Webseite umbenannt wurde. Also nicht mal aktuell.

Der Wohndeko aus Treibholz und Ästen kann ich diesmal auch absolut nichts abgewinnen. Gruselig, grauenhaft, scheußlich,… *schüttel* Und unpraktisch auch noch. *brrr*

Da sind die „news“ doch deutlich besser. Insbesondere der Stoff mit den eingearbeiteten LEDs… *sabber* da kommen ja gleich Ideen…. Ob die auch Meterware….? Ach guck, die Webseite sagt, die sitzen in Gif… da habe ich doch eine Freundin…die sollte ich beim nächsten Mal vielleicht tagsüber besuchen… *g*

Aha, die aus 1 mach 4 Sparte wurde ersetzt, es gibt jetzt „Best of Styling“ und zeigt an vier Beispielen, wie man Modelle aus dem aktuellen Heft mit welchen aus früheren Heften kombinieren kann. Thema ist diesmal „Rüschenzauber“. Gut, daß man Sachen untereinander kombinieren kann finde ich jetzt keine so aufregende Erkenntnis, aber gut, warum auch nicht…

In der Warenkunde geht es um Leder. Nicht daß ich viel Ahnung von Leder hätte, aber Wissenszuwachs kann ich nach dem Lesen auch nicht vorstellen.

Warum unter „leichter nähen“ jetzt eine Makramee geknüpfte Lampe kommt? Geheimnisse der Redaktion. Aber Handarbeit scheint wirklich wieder im Trend zu liegen, wenn alle alten Techniken wieder rausgekramt werden. (Andererseits… eine schöne Technik, mit der man von filigranem Schmuck bis rustikalem Design alles machen kann.

Um Porzellan geht es beim „Atelierbesuch“. (Also die Webseiten die die Redaktion abgesurft hat…) Das mit dem Schmuck von Amelie Riech gefällt mir aber gut, das sieht wirklich edel aus. Der Rest ist dann doch weniger mein Geschmack.

Jetzt nur noch der Stoff des Monats. Diesmal Rips in allen Farben. Ein Material das ich wegen seiner Struktur gerne mag, das man aber so vom laufenden Meter nicht so ohne weiteres bekommt.

Fazit? Ein paar Highlights, aber nichts davon passend für mich. Und der Rest eher… naja. bis *bah*. Aber gut, gucken wir mal, was der nächsten Monat bringt.

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