Revue de Presse: Burdastyle August 2014

Titel Burdastyle Nachdem hier endlich Sommer eingekehrt ist, stimmt uns Burda wieder auf lange Ärmel ein. (Ja, ich weiß, da man die Sachen vielleicht auch noch nähen will macht das Sinn. Trotzdem…)

Auch das Editorial befaßt sich mit dem Modeherbst und verspricht unter anderem pastellige Farben, die jetzt aber „Macaronfarben“ heißen. (Kleiner Hinweis am Rande, Macarons können auch sehr intensiv gefärbt sein… je nach Lust des Bäckers.) Außerdem werden wir aufgefordert, einen Schal für das TRIBUTE-TO-BAMBI Charity Event zu stricken. Wie ist das noch mal? Der Verlag macht auf wohltätig, arbeiten dürfen aber die Leser? Immerhin mit der Chance eine Elna Nähmaschine zu gewinnen. Dennoch… was beim Gemeindebasar völlig okay ist, weil ja auch klar ist, daß das später zu verteilende Geld von den Gemeindemitgliedern und ihrer Hände Arbeit erwirtschaftet wurde, gefällt mir bei einer Stiftung deutlich weniger.

Doch jetzt zu den Kreativtrends. Die verschiedenen Techniken, sich an günstige Ballerinen Bänder hinzubasteln und so Trendstücke zu erschaffen sind allesamt hübsch. Und wenn Rucksäcke jetzt wieder die „IT-Tasche“ sind, kann ich ja mal meine alten aus dem letzten Jahrtausend aus dem Schrank holen.

Elegant geht es dann mit dem Motto „Sightseeing in Athen“ los. Ich glaube, das Shirt mit Taillenraffung 132 könnte gut aussehen. Wenn sie nicht Handtasche UND Hand davor plaziert hätten… das kann man besser machen, oder? Cape scheint Modethema zu bleiben.
Kleid Burdastyle Kleid 104B erschließt sich zwar erst in der technischen Skizze so richtig, aber die vielen Teilungsnähte in dem Uni-Stoff sind genau die Art von raffinierten Understatement, die ich so liebe!

Um so weniger mag ich dafür die Tunika daneben. Das sieht aus wie eine übergroße Weste und diese Art von Westen… mag ich immer noch nicht. Naja, ist Kurzgröße. Der Kurzmantel 102 mit seinem schlichten Schnitt ist auch nicht schlecht.
Kleid Burdastyle Auch bei Minikleid 106B gibt es wieder raffiniert-elegante Teilungsnähte. Wirklich hübsch.

Zum Cut-Out Kleid 116B würde ich gerne was sagen kann es aber nicht. Mann sieht den Rücken nicht und die Vorderseite auch nicht. Die Silhouette ebenfalls nicht wirklich. Raffungsshirt 133 sieht zumindest in dem schlappsigen Stoff nicht so toll aus. wie ich das nach der Zeichnung erwartet hätte.

Schönes Bild von leckeren Macarons. Ach so, es geht um die Parfums, wer interessiert sich dafür, wenn er Macarons haben kann?

Accessoires gibt es dann auch in Pastelle. Das Beste ist wohl der Ameisen-Stuhl von Arne Jacobsen, aber der mußt ja nicht in Pastell sein…

Für „Best of Styling“ nimmt sich Frau Bily den Kurzmantel vor. Weil man „nördlich von Rom auch im Sommer einen Mantel“ braucht. Okay, zumindest diesen Sommer liegt Köln dann südlich von Rom. 😛 (Okay, nach den letzten beiden Sommern war das nicht so abzusehen…) Die Kombinationen sind durchaus ale tragbar, der Mantel ist offensichtlich wandelbar.

„Rock Stars“ klingt nach einem guten Modethema. Daher darf es auch eine DJane vorführen. Shirt 120 und Rock 122B sind mir ein bißchen zu glitzerig, aber der Schnitt des Shirts könnte schön sein. Aus einem Stoff der vielleicht etwas weniger schlapsig ist?
Kleid Burdastyle Gut gefallen mir auch die Cut-Outs am Kleid 117. Die kann man auch an jeden anderen Schnitt anbauen. Oder ausbauen. Je nach Sichtweise.

Cape 123 bietet zumindest Platz für Dekoration, wobei ich diese Strasssteine wohl eher für ein Abendcape bevorzugen würde.  Materialmix ist nicht so mein Ding, aber Shirt 114 könnte mich fast dazu motivieren. Rock 115B sähe aus einem anderen Stoff möglicherweise besser aus. Die Kombination aus Kurzblazer und kurzem Rock erinnert mich irgendwie an die 80er… Minikleid 119 siht auf der Zeichnung sehr reizvoll aus, aber das Photo verrät das nicht.
Kleid Burdastyle Ein absoluter Eye-Catcher ist das goldene Wickelkleid 118. Vielleicht nicht für micht und mir fiele auch kein Anlass dafür ein… aber damit fällt frau garantiert auf.

Der Rock mit Godet und das Kimonoshirt daneben können mich dann wieder nicht begeistern. Irgendwie… fad, trotz des Geglitzers. Wobei natürlich die Raffung des Oberteils im Rock versteckt ist… was bleibt ist dann nicht mehr spannend.

Passend zu dem Geglitzer gibt es ann Goldschmuck als Accessoires. Große goldenen Ohrhänger, um genau zu sein. Modell 11 ist ganz nett. Und Modell 12. Wobei ich die fast genauso schon habe. Seit über 20 Jahren…

Beim Buchstaben „R“ ist das Fashion ABC angekommen. Die üblichen Belanglosigkeiten und der „Regenschirmrock“, der mir im deutschen Sprachraum so auch noch nie unterkommen ist. (Ein Kurzumfrage im Familien- und Freundeskreis ergab, daß auch den Damen, die diese Zeit aus erster Hand erlebt hatten der Begriff nicht geläufig ist.) Schade, daß auch eine Fachredaktion meint, einen englischen Begriff wörtlich ins Deutsche zu übersetzen wäre automatisch die richtige Lösung. 🙁

Herrenstil für Damen läuft diesmal unter „College Stil“. Wobei das ja früher immer die bunten Blousons amerikanischer Colleges meinte. hier kommen jetzt eher Nadelstreifen ins Spiel. Die Weste in Langgröße gefällt mir schon mal gar nicht. Das Kleid 131 in Kurzgröße ist so weit ganz nett, aber Kleider, die wie Rock und Bluse aussehen finde ich einfach unpraktisch. Man muß immer alles waschen, sonst eben nur die Bluse (häufiger). Beim Shirt mit Plissee Rock kommen wir dann schon eher auf den Look einer Schuluniform. Habe ich aber über die Jahrzehnte schon interessanter umgesetzt gesehen. Und weiße Bluse zu Karo-Bermuda mit Umhängetasche ist beinahe der Inbegriff des truschigen schlechthin. (Also truschig, beim Versuch sich irgendwie schick zu machen.) Etuikleid 104A sieht hingegen auch in dunkel sehr gut aus. Ein Lichtblick. Streifenblazer 126 ist zwar nichts besonderes, aber ein schöner Klassiker, von dem man lange was hat. Da rentieren sich gute Materialien und aufwendige Verarbeitung. Bei Shirt 121 wieder eine interessante Raffung auf der Schulter, die die Pose des Models aber leider wieder gut versteckt. Von der Knickerbocker sieht man hingegen immer noch zu viel. (Wenn ich das noch ein paar Jahre sehe, gefallen sie mir vielleicht sogar wieder, aber im Moment einfach nur doof.) Mantel 128 in Langgröße ist auch ein langlebiger Klassiker. Aber wer sich dieses Schuhstyling ausgedacht hat sollte den Beruf wechseln. Grauenhaft…

Danach zeigen die Akzente vom Laufsteg, wie Burda Trends umsetzt. Die Patchkleider gefallen mir zumindest zum Teil sehr gut. Auch die goldenen Kleider, obgleich mir da der Anlass fehlt. Nicht schlecht ebenso die Artprints auf Tops, wenngleich die halt sehr am Stoff hängen, den man erst mal bekommen muß. Tunika in Nude ist eher ein belangloser Stil und bei den Volants… ja?… nein?… weiß nicht. Gar nicht hingegen Longwesten, in keiner Variante.

Die Modestrecke „Kunststücke“ verspricht Stoffe mit photorealistischen Drucken oder bildschöne Motive. Etuikleid 106A muß letzteres sein, denn photorealistisch ist das nicht. (Vermutlich meint es jeglichen Digitaldruck? Da liege ich mit meiner Seide vom letzten Jahr aj völlig im Trend.) Die ausgestellte Kastenjacke 101 ist dann einfach schwarz. Wie das zum Thema paßt? Der Stoff ist „Hightech-Pikeejersey“, für die Bezeichnung hat aber eine Marketing-Abteilung eine ganze Nacht saufen müssen, oder? Das schon sattsam bekannte Kleid mit den vielen Teilungsnähten hat hier Nummer 103 und sieht in der Tag auch so „bunt“ attraktiv aus.
Rock Burdastyle Sehr gut gefällt mir auch Rock 105B mit dem einseitigen Godet. So bekommt man eigentlich jeden Motivdruck in beliebigem Format tragbar. Ist der Stoffrapport kleiner, macht man halt das Godet größer. (Und Jersey muß das ganz sicher auch nicht sein.)

Die Idee, einen Druck zu plissieren gefällt mir auch gut, allerdings braucht man dazu Kunstfaser, damit es haltbar wird, die mag ich ja nicht so gerne. Die Plissieranstalt hätten wir hingegen vor Ort. Top 113 sieht als Schnitt gar nicht so übel aus, auf dem Photo scheint aber das Muster etwas unglücklich zu verlaufen, sieht aus, als sei da über der Brust ein Dehnungsstreifen. Und der Rock mit Volants… ich weiß nicht recht. Wunderbar photographiert ist Kleid 116A. Ob das doch eher formlose Kleid in Wirklichkeit auch so gut aussieht, weiß ich gar nicht. Aber den Stoff könnte ich mir für mich gut vorstellen. Ich glaube, ich will gar nicht wissen, was der kostet… 😛 Kimonoshirt mit Samtshorts hingegen… ach nö, muß nicht sein.

Direkt danachgibt es dann auch Styling-Vorschläge für die „Art Prints“. Einersetis soll der Schuh auch ein Statment sein, andererseits dan vielleicht doch ein neutraler Basic, wenn man ihn tagsüber tragen will. Und im Styling muß man ein Gesamtkunsgtwerk mit exzentrischen Accessoires werden, Haare und Make Up sollen dann aber zurücktreten. Hm.

Danach berichtet Burdastyle wieder von einem „event“ in München. Ein dawanda Designer Markt. Ich glaube, das brauche ich nicht. In Köln gibt es diverse Läden, die in dem Stil verkaufen. Wir sind halt Großstadt, da gibt es das ganzjährig und nicht nur für Events… *gg*

Nagellack ist ist ja nicht mein Thema, aber das Bilder „beauty“ Seite ist schön gestaltet.

Weiter geht es mit einem weiteren „In“ Material, Neopren. So eine richtige Sparte scheint das nicht zu sein, aber man erfährt ein bißchen was über das Material, bekommt ein paar Bilder mit aktuellen Modellen daraus (das trägt sich wirklich angenehm??) und eine bunte Mischung an Accessoires und Kosmetik, die eher so wirkt, als sei das alles, was sonst keinen Platz im Heft gefunden hätte.

„Mode-Mathe“ zeigt uns diverse Zusammenstellungen der Heftmodelle, für die, die sich da selber nichts vorstellen können. Für mich gehen die Gleichungen alle nicht so ganz auf. Ein Teil gefällt mir, das andere nicht… Nun gut, auf Gleichung 4 können wir uns doch einigen.

Die „nähschule“ befasst sich mit dem Minirock (132A). Wobei mich die Angabe „Rockstoff mit ewas Stand, mit und ohne Elasthan-Anteile“ schon wieder misstrauisch macht. Aber gut, der Bund wird eh mit Stanzband gearbeitet, zumindest an der Stelle ist es dann egal…

Die Leserinnen-Modelle werden durch die Lila- und Rosatöne vereinigt, In der Farbstellung schiene bevorzugt festliche Modelle genäht zu werden.

Der „Atelierbesuch“ führt zu Schmuck aus Metall und Plexiglas. Auffällig. Und gefällt mir. Außerdem könnte es einen echten Besuch gegeben haben, Frau Bily ist jedenfalls auf einem Bild zusammenmit der Designerin. (Oder man traf sich auf einer Messe…) Dafür bleibt diesmal geheim, wo die Designerin arbeitet. (Okay, in Paris findet man ihre Werke, in St. Tropez auch. Ich fürchte nur, so viel ist in der Urlaubskasse dann nicht mehr übrig…)

Blumig wird es dann bei den Plus-Größen unter dem Stichwort „Stil-Blüten“. Kleid 142 hat zwar ein interessantes Godet auf der Zeichnung, die Ausführung mit hochgeschlossenem weißen Kragen und Manschetten ist hingegen grauenhaft. Es sei denn, man möchte einen Kostümfilm über ein Mädchenpensionat ausstatten. Dafür sieht die Kombination aus Rück und Blouson auf der gegenüberliegenden Seite dann nach „ich war heute morgen noch zu betrunken, daher habe ich einfach die nächsten zwei Sachen vom Stuhl gegriffen“ aus. („Perfekt gekleidet“ ist der Untertitel dieser Modestrecke… äh… nein. Bisher nicht.) Raglanschirt aus Steppstoff ist wahrschienlich gemütlich, aber zeigen würde ich mich damit niemandem wollen. Auch Cocktailkleid 141 hat einen gut zu verwendenden Schnitt. Aber aus dem Stoff Marke Kittelschürze sicher nicht zum Ausgehen. Ob die Drapees an Rock 140 gut aussehen ist eine spannende Frage, die das Photo uner dem grauen langen Sweater versteckt. Mit „City-Jogging-Hosen“ freunde ich mich nach wie vor nicht an (heiße ich Cindy oder was?) and die Raffung des Seideshirts liegt genau unter der kunstvoll drapierten Haarsträhne des Models. Oder das Bild ist gegenüber der Zeichnung gespiegelt, es konnte auf der anderen Schulter eine Drapierung geben? Oder vielleicht auch nur eine Falte. Wer weiß das schon so genau… Bei der schwarzen Version des Shirts liegen dann die Haare auf beiden Schultern… Hose und Blouson werden auch in der Stoffkombination nicht schöner. Eine derart grauenvolle Plus-Strecke hatte ich wirklich schon lange nicht mehr.

Danach ist ja die Beauty-Seite über „Zitroniges“ beinahe interessant.

Die Kinderkleider sind eher Mädchenkleider in Größe 92-116. Mit unvermeidlichen Füchsen und anderen Waldtieren (die im Druck). Nett. So wirklich reißt mich das aber alles nicht. Alles sehr… tja, irgendwie muß ich an Ferienkleidung denken. Strand und andere unkomplizierte Umgebungen. Irgendwie… nicht meines.

„Sehenswert“ heißt es jetzt und bietet Shopping Adressen aus Mailand. Immerhin auch ein Stoffgeschäft dabei.

Warum wir jetzt alle Turnbeutel mit Seepferdchen drauf nähen sollen ist mir nicht so ganz klar? Aber Burda nennt das „Aktion“.

Der Deko-Bereich ist sehr bunt. Im Moment nichts, was ich haben wollte, aber die verschiedenen Drucktechniken sind nicht uninteressant. Muß ja kein Neon sein und vielleicht auch nicht unbedingt als Deko…

„Aus Alt mach Neu“ bringt auch einen völligen Klassiker. T-Shirt zu Fransen einschneiden. Diesmal noch ein wenig geknotet, aber trotzdem…

Die „Best Sites“ widmen sich dem hemmungslosen Shoppen und können daher locker überblättert werden.

Dann noch mal „leichter nähen“, diesmal Filzmäuschen. Garniert auf dem Foto mit Macarons…

Und zum Abschluss noch Tüllspitze als „Stoff des Monats“. Kommt auf dem Bild sogar gut zur Geltung…

Und jetzt poste ich das noch… in zwei Tagen kommt schließlich schon das September-Heft…

(Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen natürlich beim Verlag.)

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