Revue de Presse: Burdastyle Juni 2018

Titel Burdastyle Die Juniausgabe verbreitet in der Farbausführung blau und weiß natürlich auch etwas Strandfeeling, aber bei genauerer Betrachtung vereint das Titelmodell gleich drei Trends: Lochmuster, weite Statementärmel und folkloristische Anklänge. Bis auf die Ärmel könnte das Teil auch irgendwann in den 1980ern oder so in meinem Kleiderschrank gehangen haben. (Daran sieht man, daß man alt wird… man kennt alles schon. Ich verstehe meine Mutter inzwischen sehr viel besser. 😉 )

Das Editorial weist wie meist auf die Hefthemen hin oder einige davon. Vorteil ist, daß man das Inhaltsverzeichnes nicht mehr lesen muß. Andererseits ist so ein Nähheft ja eh recht überschaubar so daß ich gar nicht mehr sagen kann, wann ich das Inhaltsverzeichnis das letzte Mal bewusst wahrgenommen habe…

Im Bereich „Trend“ dürfen wir erst mal Basteln. Zunächst ist Makramee dran, auch wenn es nicht so genannt wird. Aus grober Kordel wird eine sehr löchrige Tasche. Mag Trend sein, aber wie vorgeschlagen Handy und Geldbeutel direkt rein legen… da sind mir die Löcher doch zu groß. (Was ist eigentlich ein „Kreativhammer“? Vermutlich der gute alte Gummihammer, der eventuell im Baumarkt nur einen Bruchteil kostet. Wenn er nicht eh beim Zapfbesteck liegt. Für die, die wissen, wie man ein Fässchen ansticht.) Den Paillettentrend konnte ich in Paris nicht übersehen. Beim Austauschen der Ärmel eines T-Shirts sollte man nur drauf achten, daß Paillettenstoffe eventuell nicht dehnbar sind. Dann wird es ungemütlich.

„Das will ich“ ist ein kleines Utensilo das in einen Holzstickrahmen eingepasst wird. (Holzstickring als Rahmen für alles mögliche…. dem Trend entgeht man im Moment ganz schlecht.) Das sieht zugegebenermaßen sehr gut aus, aber viel passt da nicht rein. Da bräuchte man schon eine ganze Batterie von. Und auch dann würden nur sehr flache Sachen rein passen. Also mal wieder „dekorativ, aber zweckfrei“. Zumindest weitgehend.

Blau und weiß ist ja eine beliebte Farbkombination für die Sommermode. Dieses mal wird sie als „Welcome to Greece“ verkauft. Maxikleid 110B mit den „kalten“ Schultern ist sehr vorhersagbar. Und mit den betonten Querlinien durch das Stoffmuster sollte man dafür vermutlich groß und schlank sein. Die Bluse vom Titel dann isn fast identscierh Pose vor etwas anderem Hintergrund. Und das Model lächelt etwas mehr. Da fragtcman sich ja fast, ob da exzessives Photoshop am Wrk war. (Hm, die Bindebänder vorne fallen auch etwas anders. Dann wohl doch nur phantasieloses Posing.) Eingebunden werden in diese Photostrecke dann auch Kindermodelle aus dem „gleichen Stoff“ wie Mamas. Wenn man die Bezugsquellen anschaut, ist es wohl doch nicht der gleiche Stoff, aber man kann sicher auch ein wenig mehr kaufen und die Reste dann verwenden. (Größen für die Kinder sind 110-134.) Wenn man so alt ist wie ich, kann man natürlich auch nachsehen, ob man so eine bestickte Bauernbluse wie Modell 130 noch aus der eigenen Kindheit im Schrank hat. Das gerüschte Miniröckchen für Mama… nun ja. In Kurzgröße gibt es ein schlichtes Top. Was in der technischen Zeichnung dann doch etwas weniger schlicht ist, als das Stoffmuster erwarten lässt. Bei näherem Hinsehen frage ich mich, ob das wirklich die beste Schnittwahl für diesen Stoff war. Oder umgekehrt.
Kinderkleid Burdastyle Auch aus meinen eigenen Kinderkleiderschrank könnte das weiße Hängerchen 131 sein. Ich mag das trotzdem für kleine Mädchen und wenn man Stoff mit bestickter Bordüre nimmt, ist das auch einfach zu nähen. Nur sollte man nicht erwarten, daß es länger als zehn Minuten sauber bleibt. (Warum das Photo auf der Webseite jetzt gespiegelt ist gegenüber dem Heft… oder vermutlich umgekehrt.)

Westen sind auch bei Kindern nicht so mein Lieblingsmodell, für die Kurzweste 132 kann man sicher einen gemusterten Stoffrest gut verwenden, aber nicht alle Kinder stehen auf so realatv nutzlose Kleindungsstücke, die beim Spielen im Weg sind. Für Mama geht es dann mit einem weißen T-Shirt mit Rundpasse weiter. Das ist mal ein bißchen was anderes, die Passe fällt aber nicht schön. Stoff zu weich? In Kindergröße darf dann ein gerades Top mit Fransen gestrickt werden. Ich fürchte… das ist nicht so meines. In Langgröße gibt es Tunika 120. Die ist realtiv schlicht, hat aber ein paar Akzente… gar nicht so schlecht, vor allem, wenn man sie nicht unförmig zum Maxirock stylt, sondern zur schmalen Hose. Oder einfach direkt über dem Bikini trägt. Für Mädchen dann ein „Playsuit“ mit Carmenausschnitt. (Schon lustig, die einen Eltern wollen nach wie vor viel nackte Haut am Strand, die anderen suchen nach extra UV-dichtem Stoff… Mama bekommt mit Modell 105A Shorts. Ob ich jetzt aber Bouclé Shorts am Strand tragen würde…? Und natürlich gibt es für Mädchen dann auch noch einen Stufenrock. Der Prinzessinnentraum schlechthin. (Und eine Lektion für Mama, wie viel Stoff man auch für ein Kind verbrauchenn kann. Hier gibt es dann auch einen Bildernähkurs dazu. Wobei ich mich frage, warum man die Spitzenborte nicht zuerst an die Stufe näht und dann die nächste Stufe dran. Das ist weniger mühsam, als sie nachträglich auf den schon gekräuselten Stoff aufzunähen und dann drunter wegzuschneiden. (Den Schritt zeigen die Bilder nicht, der ist aber aus dem Modellphoto zu erschließen.)

Anschließend gibt es dann „inspirationen“ in blau und weiß. Von Kräutertee bis Sandalen… Was wir noch so gefunden haben und plazieren wollten, oder?

Auch die Beautyseite scheint sich dem Farbschema anzupassen. Was ich noch so wahrnehme, bevor ich weitergeblättert habe…

Und natürlich darf auch in diesem Sommer eine Modestrecke im Sand nicht fehlen mit entsprechenden Farben. Leinen mit cleanen Schnitten verspricht der Text. So als Gesamtbild wirken Weste 116 und die zum Saum weite Hose 117 gar nicht so schlecht. Eher wie ein Overall. Westenfan werde ich dennoch nicht. Warum die Hose jetzt „Culotte“ heißt weiß ich nicht, die ist etwa 7/8 lang und halt eine Hose, die von einer schmalen Hüfte nach unten zum Saum weit ausschwingt. Was gut aussieht. „One Shoulder“ Kleid 107 könnte mit seiner Anlehnung an „griechische Statue“ auch in die vorherige Strecke passen.  Bis auf die Farbe. Und das soll Leinen sein? Ach ne, Viskose Jersey… bei der stimmungsvollen Gegenlichtaufnahme sieht man das Modell aber eh nicht so genau. Modell 103 B sieht auf der Zeichnung interessant aus. Zwar nicht wie der angekündigte Hosenrock, sondern eher wie eine Skort, aber das wäre vielleicht auch eine Sommerliche „Fahrrad ins Büro“ Variante. Mal sehen, ob noch ein besseres Bils kommt. Nur die Größe passt natürlich gar nicht. Tunikakleid 114 versteckt mal wieder alle Schnittdetails im Stoffmuster (wobei ich mich frage, ob das nicht besser so ist) und bei Overall 114 fragt man sich auch, ob die Details nötig sind. Getragen sieht man nichts davon. Dafür sieht man, daß der Stoff an der inneren Beinnaht beim Laufen offensichtich gehörig spannt. Keine so gut Kombination zu Leinenstoff… 114 ist dann ein an die Passe gekrauster Rock, diesmal in Midilänge. Erzeugt keine Begeisterungsstürme, kann aber einen vielseitigen Rock ergeben. Auch der schlichte Kaftan 111 ist nicht schlecht und bekommt durch dein Einsatz mnit gesteppten Falten ein schönes Detail. Nur zieht der Stoff an der Ansatznaht der seltsam, über der Brust auch und so flach ist der Ärmel doch auch nicht, daß die Ärmelansatznaht auf dem Oberarm liegen sollte…? Jacke 104B würde ich dann auch geren noch mal besser photograhiert sehen. Und so was enges vermutlich nicht dringend aus Leinen nähen. Und – Überraschung! Es gibt eine Leinenhose und ein Leinenhemd für Männer! Basisteile, wie sie selten zu finden sind. Zum Abschluss dann noch mal eine Seite mit Photos, die zumindest einige Details zeigen, die auf den anderen Bildern nicht zur Geltung kamen. Wie immer nicht die, die ich sehen wollte. Aber immerhin.

Zum Leinenlook gibt es natürlich auch „Accessoire“ Vorschläge. Diesmal, wie überraschend, Sandalen. Die führen mich alle nicht in Versuchung. Denn die zum Binden an der Wade finde ich zwar schön, aber nicht an meinen Waden, alles mit Zehentrenner, egal ob mit Fersenriemen oder ohne, gibt Blasen und alles mit flachem Fersenriemen rutscht bei mir immer runter, dann kann ich gleich Schlappen tragen. Also keine große Versuchung.

Beim „Legestyle“ darf diesmal ein Mann ran, denn es geht auch um die Leinenhose. Irgendwie bekommen die Männer das stilsicherer hin als die Damenvorschläge. Nur ob ich eine Leinehose für „Business“ empfehlen würde weiß ich nicht recht. Knittert einfach enorm und so viel Blazer kann man da gar nicht dazu anziehen, daß das dann ganz schnell wenig elegant aussieht. Es sei denn, man hat einen Stehschreibtisch und setzt sich den ganzen Tag nicht hin…

„Pflegetips“ brauchen wir zu Leinen dann auch. Ich kann nicht ganz umhin festzustellen, daß als Beispielkleidungsstück ein Overall gezeigt wird, der im Heft einmal aus Leinenmischgewebe und einmal aus Viscose genäht wird…. Jedenfalls war Leinen ja mal der Inbegriff der Kochwäsche und man hat gerade wegen der Strapazierfähigkeit Langlebige Sachen wie Bettwäsche und Tischtücher draus gefertigt. Jetzt möchte das bitte wie ein rohes Ei behandelt werde, am besten Handwäsche  mit Neutralseife, spezielles Neutral Flüssigwaschmittel oder Waschnüsse. Weil gerade die Bleichstoffe im Colorwaschmittel den Stoff so leicht bleichen lassen. Äh…. womit werden Colorwaschmittel gleich noch mal typischerweise beworben? Naja, Burda schreibt auch alles, wofür der Auftraggeber zahlt. Oder so. Ist ja alles keine Werbung, neinein…

Budn geht die nächse Modestrecke weiter, „Miami Vibes“ ist das Stichwort. Maxikleid mit nackten Schulter und großem Bambusdruck, Top 109A in Kurzgröße aus Paillettenstoff. Pailetten sehen mit schlichten Schnitten ja immer besonders gut aus, aber ob die Fältchen da so optimal sind?
Hosenanzug BurdastyleHosenanzüge mit kurzen Hosen sind ja generell nicht so meine Welt. Aber Jacke 104A und Hose 105B aus dem auffällig gewebten Stoff sehen modisch und angezogen aus. So darf das sein. (Nein, nicht in meiner Größe, da nicht mehr.) Leider sieht man die Jackendetails auf dem Photo wieder nicht.

Kleid 102 scheint auch einne tollen Auschnit zu haben, mit Neckholder und normalen Trägern gleichzeitig. Auf demP hoto ist aber genau da ein breiter Schatten. Grafisch vermutlich ganz toll… und so sinnlos. Bei Body 106 weiß ich gerade nicht, was ich damit anfangen soll. Trägt man das jetzt wieder? Body unter Hose oder Rock und Blazer? So ohne Unterteil ist der ja wohl hoffentlich nicht gemeint. Kleid 101 nennt sich auch irgendwelchen Gründen „Skaterkleid“. Warum ist nicht ersichtlich. Vermutlich weil man dem Model zur eleganten Clutch und den Stiletto Highheels noch ein Skateboard aufs Bild gelegt hat. Und das interessante Detail des Kleides am Armausschnitt ist auch wieder unter dem Schattenbalken verborgen. Überhaupt… hat das Model wirklich so lange Arme und Beine oder hat sich der Photograph am Superweitwinkel vergriffen? Oder bei Photoshop ein wenig zu sehr am Regler gedreht? (Wer auch immer diese Photostrecke zu verantworten hat. Ich hoffe, es war die Praktikantentruppe und die entschließen sich alle dazu, doch andere Berufe zu wählen.)
Skort BurdastyleImmerhin zeigt das nächtste Bild das „Skortoid“ 103A mal genauer. Doch, das gefällt mir wirklich gut und das würde ich in meiner Größe auch aufs Rad und ins Büro anziehen.

„Masterpiece“ 108, ein One Shoulder Top wirkt hingegen so, als wisse es nicht, was es werden will. Die Ausschnittform ist ja mit der Drapierung eher elegant, das „Röckchen“ eher verspielt und das ganze dann aus sportlich gestreiftem Stoff. Komm wieder, wenn du groß bist. 😉 Dann noch mal die Kaftanbluse als Nummer 112. Die gesteppten Fältchen gehen im wilden Druck verloren (der aber an sich recht schön ist), der kleine Stehkragen dazu ist nett. Dann der Overall als 113A. Ja, nett irgendwie.

Beauty zum Thema ist viel mit Pink… pinken Lippenstift habe ich jedenfalls.

Den „Hosenrock“ 103A gibt es in der Nähschule. Hm, wenn ich einen vernünftigen Schnitt für weite Shorts hätte, wäre der ja einfach zu machen, das ist ja wirklich nur der Überschlag vorne… (was ist jetzt gleich noch mal der Unterschied zur Skort?)

Dann schon wieder beauty, irgendwas mit Zitronen. (Die im Moment in Paris als Farbe und auf Stoff die Schaufenster füllen…)

„Black & White“ als Kontrast dann das Programm in den Plus Größen. Die Streifenkombination an dem leichten Mantel 127B ist ganz interessant. Dann gibt es das Ganze noch mal als 127A mit Verschluss als Hemdblusenkleid. Beides nach einem Schnitt nährt natürlich den Verdacht, daß es entweder einmal zu weit oder einmal zu eng ist. Bei dem Kleid kann aman gar ichts sagen, weil das Model so auf den Stuhl drapiert ist, das zwangsläufig nur Stofffalten bleiben und der Rest wird von den Haaren verdeckt. Die dürfen dann auch gleich die Schulterrüsche an Tunika 126 verstecken. Maxikleid 125B ist zwar mehr wadenlang als wirklich „maxi“, aber mit den schräng geschnittenen Bahnen ganz nett. Das super easy Kleid 123 liegt von der Anmutung allerdings irgendwo zwischen Nachthemd und Krankenschwester. Ein anderer Stoff könnte das vielleicht retten?
Rock BurdastyleDie schräg geschnittenen Teile von Rock 122 firmierten doch mal als Bananenrock, oder? Das ist jedenfalls eine vollumfänglich bürotaugliche Variante, die durch die Ziersteppungen schlicht bleibt, aber nicht langweilig.

Das „Maxikleid“ gibt es als 125A noch mal aus unterschiedlich gemusterten Stoffen. Was man sagen kann ist, daß man sich mit dem Kleid nicht hinsetzen sollte, weil es sonst grauenhafte Querfalten wirft… Sonst leider nicht viel. Und das super easy Kleid gibt es noch mal als Longshirt. Ja, mit den gestreiften Stoffen wirkt das schon deutlich besser. Nicht sonderlich aufregend, aber bei einem extra einfachen Schnitt muß das ja nicht sein.

„wie geht eigentlich“ befasst sich mit Streifenstoffen. Zuschnitt und Verarbeitung. Mein Tip wäre ja, einlagig zuschneiden. Das geht bei den meisten Stoffen schneller und einfacher, als den Stoff streifengenau zu falten und zu fixieren.

Bei Deko und Rezepten („sweets“ nennt sich die Sparte) bleibt man mit Ananas, Kokos und pink irgendwie exotisch. Und die Bastelanleitung aus Fimo darf eine Bloggerin zeigen. Die natürlich nur „aus Leidenschaft“ bloggt und deswegen völlig zufällig drei Bücher geschrieben hat und TV Sendungen hat. Am Interessantesten die Rezepte… das Ananas Kokos Eis klingt lecker.

Mehr Bilder könnte der Atelierbesuch für mich diesmal haben. Großartiges Plissee aus Stoff und Leder. Die Kleidung vielleicht mehr Show als Gebrauchswert, aber einfach faszinierend, was man aus einem Stück Stoff oder Leder ohne viel Nähen machen kann.

„Die brauche ich“ hält unds dann Nähzubehör unter die Nase. Das wir brauchen, weil es irgendwie umweltfreundlich, sozial korrekt hergestellt oder sonst was ist. Da fallen dann Holzknöpfe genauso drunter wie kline bunte Druckknöpfchen von Prym, weil die doch OEKO-TEX sind. Öh ja,,, zum einen ist es immer noch Plastik, zum anderen sind Markenprodukte inzwischen doch alle ökotex. Ggf. auch runter bis zu Kindershirts bei kik. als Unterscheidungsmerkmal taugt das sicher nicht mehr. Ich vergaß, ist ja nur Werbung die Seite.

„Eine letzte gute Idee“ gefällt mir tatsächlich, Stiftehalter aus Tonpapier, die ihre Form geschickter Faltung verdanken. Mit der „Flip Flop Farbe“ zusammen gibt das einen netten Effekt. Nur Boden scheinen die „Gefäße“ keinen zu haben. Wie gut sich das wohl auf Dauer benutzen lässt?

Was das nächste Heft bringt? Das wissen wir erst am 13. Juni, diesmal war ich schnell, deswegen dauert das noch. 😉

(Bilder sind als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen beim Verlag.)

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