Gardinen für Paris – Schlaufenschals nähen

Schlaufenabstände festlegenJetzt müssen die Schlaufen und die Stoffbahnen nur noch in Schlaufenschals verwandelt werden.

Was die Anzahl der Schlaufen betrifft empfahl das Burda-Heftchen zehn Zentimeter als Abstand zwischn den Schlaufen. Allerdings war der Vorhang dort etwas anders angelegt und alle zehn Zentimeter eine Schlaufe erscheint mir etwas viel.

Fertig zu kaufende haben eine Schlaufe auf zwanzig Zentimeter. Bei einem 60 cm breiten Vorhangschal käme ich so auf vier Schlaufen. Das erscheint mir nun etwas wenig. Also nehm ich den goldenen Mittelweg, nämlich fünf Schlaufen.

Mit Sublimatstift zeichne ich sieben Zentimeter von der oberen Vorhangkante eine gerade Linie auf die rechte Stoffseite. (Also parallel zur Schnittkante und im rechten Winkel zu Fadenlauf und Streifen.) Das Geodreieck leistet da gute Dienste. (Daß der Sublimatstift durch Bügeln fixiert wird und die Linie möglicherweise sehr lange nicht oder nie mehr verschwindet ist in dem Fall nicht schlimm. Wäre der Vorhangstoff sehr hell oder gar durchscheinend wäre es keine so gute Idee…)

An diese Linie lege ich die Schlaufen an, die zusammengenähten Kanten stoßen genau an die Linie. Links und rechts positioniere ich sie mit zwei Zentimtern Abstand (weil ja noch ein Saum hin muß), die dritte Schlaufe kommt genau in die Mitte und Schlaufe vier und fünf genau in die Mitte zwischen Schlaufe eins und drei bzw. zwei und drei. Eben gleichmäßig verteilt.

Zur Fixierung der Schlaufen dient mir je ein Streifchen Wondertape.

Schlaufen zwischenfassenAnschließen klappe ich den Stoff an der gezeichneten Linie einfach rechts auf rechts um und stecke ihn fest.

Dann wird mit einem Zentimeter Abstand zu der gefalteten Kante entlanggenäht. So bekomme ich oben einen sauberen Beleg ohne mir noch ein Extrateil zuschneiden zu müssen.

BügelnAb geht es ans Bügelbrett.

Zuerst die Naht von beiden Seiten flach bügeln, dann erst aufklappen, so daß die Schlaufen schön oben sind und der Vorhangstoff an der oberen Kante links auf links liegt.

Das wird auch noch mal gebügelt, damit es wirklich einen schönen Abschluss gibt.

Ecke legenJetzt wird noch der Beleg an seiner Unterseite einen Zentimeter nach innen umgelegt und gebügelt, damit die Schals auch von hinten sauber und ordentlich aussehen.

Damit die vielen Stoffschichten am oberen Beleg nicht zu dick werden, beschneide ich die Kanten noch etwas.

Dazu markiere ich mir mit einer Nadel die Stelle, bis zu der der fertig gefaltete und gebügelte Beleg an der Seite nach unten reicht. (Blöd zu beschreiben, aber ich hoffe, der Pfeil auf dem Bild zeigt es deutlich genug.

Ecke bügelnDanach klappe ich das Gebügelte wieder auf und schneide an der seitlichen Kante einen einen Zentimter breiten Streifen ab und zwar von oben bis etwa einen Zentimeter vor meiner Markierungsnadel.

uff Endspurt

Die beiden Seitenkanten zwei Mal einen Zentimeter breit einschlagen (wie beim umteren Saum vom Raffrollo) und bügeln, den Beleg der oberen Kante drüberklappen und das ganze von Links knappkantig an den Einschlagkanten entlang feststeppen.

Fertig.

Bis auf die Saumlänge.

Aber dazu muß ich den Vorhang erst mal aufhängen, denn was uns die Wohnung in dem gut 300 Jahre alten Haus schon gelehrt hat: Gerade… ist da nichts. Und in situ probieren daher oft besser als messen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.