Escher BH

Escher Bra

Natürlich gehört zu einer Ladung Unterwäsche auch ein BH. Nur daß mein erster Versuch die BH-Träger anzunähen eher von M.C. Escher inspiriert war.

BH, rosaOf course there is no set of underwear without a bra. Only my first try to attach the straps was quite inspired by M.C. Escher.

Nach einer Runde mit dem Nahttrenner wurde aber noch ein BH draus. (Der wie immer der Puppe gar nicht passt, aber dafür mir.)

After some fun with the seam ripper I managed to get a bra. (Which looks awful on the dress form, but it has to fit me, not the dress form.)

Da das warme Wetter offenbart hat, daß ich einen echten Mangel an hellen BHs habe (die nicht abgetragen und kurz vor dem auseinanderfallen sind), mache ich gleich mal weiter. Stoff ist noch da. (Spitze nicht mehr wirklich, aber das geht ja auch ohne.)

Since the warm weather showed me a certain shortage of bright hued bras (who are not worn out just about to fall apart) I’ll continue there. I still have some fabric. (Not much lace… but that is not necessary.)

SO! Pattern, Dinah Lady (Hose)

Schnittmuster Dinah von so!-patternEnglish version is on pattern review.

Hosen mit Gummibund sind zwar bequem, sehen aber leider auch so aus. Prima als Pyjamahosen, aber für mich nicht wirklich „straßentauglich“. Bis zu dieser Besprechung der Hose Dinah Lady von SO! Pattern. Die sah nach einer „richtigen“ Hose aus und da ich zu meiner Stricktunika eine passende Hose brauchte, die auch schnell fertig sein sollte, wurde das mein Schnitt.

Da bei mir auch schnelle Projekte gerne etwas dauern, lag der eine Weile bei mir und wurde in der Aufmachung inzwischen von der Wirklichkeit überholt. Mein Schnitt enhält alle Größen von S bis 5XL, in der aktuellen Fassung kann man ihn entweder als „Dinah“ in den Größen S-L kaufen oder als „Dinah Lady“ in den Größen XL-5XL. Keine Überlappung bei den Größen ist natürlich immer unpraktisch, wenn man dazwischen liegt, aber hier brauchte ich 2XL, von daher kein Problem.

Der Schnitt kommt geplottet in einem stabilen und wertigen weißen Pappumschlag. Das hat den Vorteil, daß der Schnitt nicht verknickt und da noch viel Platz in der Hülle ist, konnte ich meine Kopie des Schnittes direkt mit reinstecken. Nachteil ist, daß es nicht zu meinem „Achivsystem“ passt. Ich habe alles in großen Ordnern und der Umschlag ist leider deutlich höher als A4.

Der Umschlag bietet reichtlich Information, inklusive benötigtem Material (auch Nähgarn wird erwähnt) und dem Stoffbedarf für längselastischen und querelastischen Stoff. Da die Hose, zumal für eine Schlupfhose, reichlich körpernah ist, geht hier ohne Elasthan im Stoff nichts, der darf aber auch quer zugeschnitten werden, ja nach dem, in welcher Richtung er dehnt. Meine geplottete Version hat die unterschiedlichen Größen in unterschiedlichen Farben, so daß man die Linien gut auseinander halten kann. Die Linien sind sehr fein gedruckt. An sich kann man die Schnittteile direkt ausschneiden, aber ich habe mir natürlich trotzdem eine Kopie auf Folie gemacht. Falls die ermittelte Größe nicht stimmt, kann man es doch in einer anderen noch mal versuchen. (Wer die Version zum selber Ausdrucken wählt kann da natürlich großzügiger sein.)

Hose Dinah zur TunikaAls Stoff habe ich eine weiche aber relativ schwer fallende Viscose-Poly-Elasthanmischung bei Eurotissus in Paris gefunden. Der Stoff war erkennbar stretchig, über den genauen Elasthangehalt konnte ich allerdings nichts rausfinden. Mental war ich darauf vorbereitet, einen Reißverschluss in die Seitennaht einzufügen, falls es nicht passt. Das war dann aber doch nicht nötig. Da der Elasthangehalt eines Stoffes nicht immer etwas über die Gesamtdehnbarkeit aussagt (es kommt ja u.a. auch noch die Webart dazu) wäre hier so ein „Dehnmaß“ (10cm müssen sich auf Strecke X dehnen lassen) auf der Packung genauer. Aber da es gut funktioniert hat, scheint es auch so zu gehen.

Bei der Größe habe ich mich nach der Maßtabelle gerichtet. Die findet sich auf dem Anleitungsheft. Das Anleitungsheft ist klein und handlich, so kann man es leicht zur Rate ziehen, bevor man ans Zuschneiden geht. Und weil der Pappumschlag wiederverschließbar ist, kann man es danach auch leicht wieder aufräumen. Im Ganzen werden neun Maße angegeben, ich habe mich nach der Hüftweite gerichtet, denn da muß die Hose drüber passen und meine Taille ist definitiv schmaler als die Hüfte. Da der Taillengummi ohnehin nach dem Maß am Körper zugeschnitten wird, habe ich hier die Größe nicht (wie sonst meist) verändert, denn der Gummi zieht im Zweifelsfall halt etwas stärker zusammen.

Hose von vorneNatürlich habe ich mir Gedanken darüber gemacht, warum die Hose trotzdem sie eine Schlupfhose ist so schmal am Körper sitzen kann. Ich denke, das liegt zum einen an den Querabnäher in den Vorderteilen und zum anderen an der längstgeteilten Hinterhose. So kann man Platz für den Po schaffen, da wo er gebraucht wird und nicht irgendwo. Für mich hat das gut funktonioniert. Ein raffinierter Schnitt also.

Außerdem gibt es einen „Pseudoreißverschlussschlitz“ vorne, so daß man der Hose ihr Schlupfhosendasein nicht an sieht.

Die Anleitung beginnt mit einem Zuschneideplan für längselastischen und querelastischen Stoff. Hier ist bei meiner Variante allerdings anzumerken. daß sich der offensichtlich auf die kleineren Größen bezieht. In 2XL funktioniert der nicht mehr so. Es war aber auch nicht schwierig, den Schnitt passend aufzulegen, ich schätze, aus dem Rest könnte ich locker noch einen Rock nähen, wenn ich einen braunen Rock brauchen würde. :o)

Die Anleitung ist klar, hat Text und deutliche Zeichnungen. Was für mich ungewohnt war, war zuerst die Schrittnaht zu nähen und dann die innere Beinnaht in einem Rutsch zusammenzunähen. Und was auch ungewohnt für mich war, daß die Anleitung das, was ich als „innere Beinnaht“ kenne als „Schrittnaht“ bezeichnet. Was natürlich genauso logisch ist, weil im Schritt treffen sich die Nähte. Da gibt es wohl unterschiedliche Nomenklaturen. Mit den Zeichnungen kann man aber nichts falsch machen.

Hose von hintenDen Hosensaum habe ich statt ihn zu versäubern mit Futterstoff eingefasst. Das hätte ich mir sparen können, denn unerwarteterweise waren die Beine sehr viel zu lang… Natürlich steht in der Anleitung, man soll zuerst anprobieren, aber da ich in dem Punkt noch nie Probleme hatte… merkte ich es zu spät. Daraufhin habe ich den Saum doppelt eingeschlagen und von Hand angehext. Ist nicht ganz perfekt schön… aber geht. Wa sich allerdings auch noch nie hatte: Eine Hose die ohne Änderung über meinen Hintern drüber geht und oben auch in der Taille endet, nicht irgendwo auf halber Hüfte. Das gefällt mir extrem gut, da muß ich sonst nämlich immer ändern.

Mit dem Ergebnis bin ich zunächst für den Zweck sehr zufrieden. Die Hose war schnell genäht und sie passt gut zum Oberteil. Sie trägt sich auch bequem. (Nur die Naht hinten am Oberschenkel ist manchmal etwas spürbar, das stört aber nicht wirklich, ich weiß auch nicht, ob das am Stoff oder der Versäuberung liegt bzw. ob man das nicht noch besser machen kann.)

Was mir vorher bewusst war: daß mein Stoff gnadenlos alle Fettpolster nachzeichnen würde. In diesem Fall zum Glück reichlich egal, denn die Hose passt genau zu einem Oberteil und der Teil der Hose wird somit nie sichtbar sein.

Was allerdings auch nötig ist, denn diese… äh… Betonung des Schamdreicks vorne geht ja auch gar nicht. :o)

Auf meine Mail hin hat mir die Schnitterstellerin, Frau Kroth, aber schnell geantwortet und mir den Tip gegeben, die Schrittnaht tiefer auszunähen. Da ich dazu die innere Beinnaht wieder auftrennen  müßte, wird es bei dieser Hose so bleiben. Weil… sieht man eh nie. Ich habe es aber mal mit Nadeln abgesteckt und das sah sehr so aus, als wäre es der richtige Weg.

Für die nächste Variante habe ich einen anthrazitgrauen Stretch-Jeans hier liegen. Diesmal werde ich die Schrittnaht wie gewohnt nach der inneren Beinnaht nähen, dann kann ich den Schritt leichter ändern. Außerdem soll es im Vorderteil Taschen geben. Der Schnitt richtet sich an Anfänger, daher wurde alles weggelassen, was komplziert ist. Ich muß mal sehen, ob ich die an der Position der Abnäher mit einarbeiten kann….

Der Schnitt hat für mich aber definitiv das Potential zum „ich brauch mal schnell eine Hose“ Standardschnitt zu werden. 🙂

Sommerlicher Nadelblick: Juni 2018

Fresh from the needles June 2018

BH in EinzelteilenZeit zum Nähen und so ist nach wie vor knapp, aber da Unterwäsche schnell geht, bin ich schon beim zweiten BH. Da es im Moment länger als drei Tage am Stück heiß ist, wurde es doch recht offensichtlich, daß ich mit hellen BHs die nicht lätschig oder sonst wie am Auseinanderfallen sind nicht gerade gut versorgt bin. Also nähe ich gleich ein paar mehr, so lange die Zutaten reichen. Da ich am Hemdchen Spitze verschnitten habe, reicht es hier nur noch für einen sehr kleinen Spitzenakzent.

Still not too much time for sewing, but underwear are quick projects, so I am about to sew my second bra from the pale pink fabric. Since at the moment the weather is longer hot than for three days in a row (followed by something like two weeks or a year of cold weather…) it became quite evident that the number of bras in lighter hues (that are not about to fall apart) is quite limited at the moment. So I will use the fabric to make some more as long as I have enough material. Since I did cut a part of the lace wrongly for the cami I don’t have much lace left, so that is only enough for a small accent of lace.

Lace Tuch Morning Dove ShawletteMein „Morning Dove Shawlette“ ist einerseits fast fertig, andererseits maximal von „fertig“ entfernt. Wie kommt? Das Tuch ist niedlich, aber weil ich relativ dünne Nadeln genommen habe (mit denen mir das Strickbild am Besten gefiel) ist der Schal nicht nur sehr klein… es ist vor allem noch fast die Hälfte vom Garn übrig. Ich wollte von dem wunderbaren „Maravillosa“ von Dibadu Funnies aber etwas stricken, was das Garn möglichst gut nutzt. Also… werde ich das wieder auftrennen und was anderes draus stricken. (Außerdem überzeugt mich die Randlösung nicht so recht… aber das nur am Rande.)

My „Morning Dove Shawlette“ is nearly finished but at the same time as far away from finished as any project could be. How comes? Well… the shawlette is cute, but since I took smaller needles (where the stitches looked best to me) it is not only very small… even worse it used only a bit more than half of the yarn. My intention was to make the best use possible from the lovely „Maravillosa“ by Dibadu Funnies. So… I am going to frog it completely and knit something different from the yarn. (Also the border does not completely convince me… but that is probably a solvable problem.)

Lace Stulpen, halb fertigDie Handschuhe vom April sind fertig, aus dem Rest des Restes („Merino Kid“ von Shibui Knits) werden jetzt noch mal sehr kleine Lace-Stulpen. Zusammen mit einem anderen Rest („Del Cerro“ von Aslan Trends). Die Anleitung ist Green Gauntlets von Mags Williamson. Nur kürzer, für mehr reicht das Garn nicht.

The mittens from April have been finished and from the remnants of the remnant („Merino Kid“ by Shibui Knits) I am knitting I am knitting very small lace gauntlets. Combining the yarn with another remnant („Del Cerro“ by Aslan Trends). The pattern is Green Gauntlets by Mags Williamson. Only much shorter, due to yarn shortage.

SockenspitzeAuch Socken gibt es wieder. Ein weiterer Versuch, streifendes Garn etwas interessanter zu verarbeiten. Die Anleitung sind die Tipsy Toe Socks von Sybil R. Das Garn ist „Cotton Kolibri Color“ von Schachenmayr Regia. Was man halt so kauft, wenn der Preis stimmt. An den Füßen gehen ja grundsätzlich mal alle Farben.

Also I have socks on my needles. Yet another try to make self stripeying yarn into something interesting. The pattern are the Tipsy Toe Socks by Sybil R. The yarn is „Cotton Kolibri Color“ by Schachenmayr Regia. What you buy when the price is good… and for the feet all colors are bascially okay.

Das war es schon. Buch gibt es gerade gar keines. Ich habe einen Trip nach Paris genutzt, das Buch vom April fertig zu lesen und noch eines dazu, als ich nach Hause kam war wieder alles voll mit Zeitschriften, die „aufgelesen“ werden wollen…

And that’s it. No book at the moment. I’ve profited from my last trip to Paris to finish the book from april and another one. When I came home everything was swamped by magazines I’ve subscribed to. Now I am busy reading those…

Noch mal zart in rosa

Pretty in (pale) pink again

Hemdchen in rosa nach Butterick B6031Wie das bei mir mit Unterwäsche meistens so ist… wenn ich Stoff und Spitze bestelle, wird das gleich eine Serie. Das hier ist ein Hemdchen nach  Butterick B 6031. Bewährter Schnitt. Und meine eigene Schnittbesprechung mit den Photos hat mir sehr weiter geholfen, denn die Anleitung ist verliehen und natürlich mal wieder an jemanden, der nicht erreichbar ist.

Like mostly when I am sewing underwear… when I am ordering fabric and lace the result will be a whole series. This now is a cami after Butterick B 6031. Already tried the pattern. And my own pattern review with the pictures did help me a lot for sewing. Because the original pattern and instructions has been borrowed to someone and that person is completely unavailable for quite a while.

Die Stoff, Spitze und Träger sind von Wien 2002. Nähgarn ist Bauschgarn Alterfil B 120, das sich problemlos als Oberfaden und Unterfaden auf meiner Nähmaschine verarbeiten ließ. Am Schnitt mußte ich die Verarbeitung etwas ändern, denn diese Spitze konnte ich nicht so teilen, daß sie zwei „schöne“ Kanten bekommt. Hier bleibt die Bogenkante und ansonsten ein brutaler Schnitt durch die Mitte. Das Ergebnis gefällt mir aber trotzdem und ging auch viel schneller zu nähen als beim ersten Mal. (Nein, das Hemd ist nicht so weit, die Puppe ist eine Dekopuppe, die viel kleiner ist als ich.)

Fabric, lace and straps are from Wien 2002.Sewing thread is Alterfil B 120 wooly nlyon, that did work without any problem as needle and bobbin thread in my sewing machine. I had to chance the sewing of the pattern a bit, because the lace could not be separated lengthwise to create two „nice“ borders. So I had only one nice border and a sharp cutting apart in the middle. I still like the result and it was much faster to finish than the first version. (No, the cami is not that large. My manequin is a decorative doll and way slimmer than my body is.)

 

Drei auf einen Streich

A threesome

Drei PantiesMassenproduktion ist wie meistens unspektakulär. Die drei rosa Panties von hier sind fertig. Ebenfalls alles mit Bauschgarn von Alterfil genäht. Mal sehen, wie sich das bewährt. Jetzt fehlen noch Unterhemd und BH, dann ist wieder eine Serie komplett.

Mass production is usually not very spectacular. The three panties from here are finished. Again all seams are sewn with wooly nylon by Alterfil. Let’s see how that works out. Now a cami and a bra and I have a complete set-

Nachösterlicher Nadelblick: April 2018

Fresh from the needles – post Easter edition April 2018

PantiesIch mußte erst mal selber zum Februar zurückblicken um festzustellen, daß sich diesmal enorm viel getan hat. Alle Projekte vom Februar sind fertig und ich habe nur neue Projekte unter und auf den Nadeln. Beim Nähen sind es im Moment drei Panties, denen noch die Gummis fehlen. (Nein, ich habe nicht gesagt, daß es besonders aufregende Projekte wären… 😉 )

I had to check back to February to realize that this time everything has changed. All projects from February have been finished and I have only new projects on or under the needle. Sewingwise it’s lingerie, so three panties are waiting for the elastic. (I never said the new projects were very thrilling… 😉 )

Handschuhe mit ZopfmusterSocken gibt es im Moment keine, aber ich nutze unsere Spendenaktion für Weihnachten um Handschuhe zu stricken. Ich glaube, das sind die erste Fäustlinge meines Lebens. Als Garn habe ich „Merino Kid“ von Shibui Knits (aus dem Webs Paket aus den USA weiland), die Anleitung ist Bias Cable Mittens von Jennifer Reinhard, die ich auf Ravelry gefunden habe. Trotz Maschenprobe scheinen sie etwas kleiner zu werden als erwartet, aber notfalls eben für Kinder. Getrennt habe ich aber schon fleißig, zuerst wegen einem eigenen Fehler und dann, weil die Strickschrift die Zunahmen etwas originell kodiert. (Auf den zweiten Blick eigentlich sehr praktisch, aber dummerweise anders, als alle anderen Strickschriften die ich in den lezten 30 Jahren gesehen habe…)

Maybe a surprise, but really no socks. But I am knitting mittens for our yearly charity knitting for the homeless. I think they are the first mittens I’ve ever made. The yarn is „Merino Kid“ by Shibui Knits (still from that Web’s surprise packet I got a few years ago), the pattern is Bias Cable Mittens by Jennifer Reinhard. I did a swatch but I think they will be smaller than expected. But then they can be gifted to a kid. I’ve already frogged a lot. First because I did not pay attention to the cart and then because the chart did code the added stitches in a very surprising was. (On the second look a very practical way that suits the pattern perfectly fine, but different from all other charts I’ve seen in the last 30 years…)

begonnenes Spitzentuch in rotUnd ich habe mir wieder ein Lace-Projekt gegönnt. Wobei es nur am Rand etwas Lace hat, aber der Morning Dove Shawlette von Pam Jemelian passt einfach perfekt zu meinem Kaschmir-Seide Garn „Maravillosa“ von Dibadu Funnies, das ich 2011 für einen völlig wahnsinnigen Preis gekauft habe. Deswegen dauerte es auch so lange, bis ich die passende Anleitung fand.

And then I’ve started a new lace project. Okay, It has only a bit of lace on the border, but the Morning Dove Shawlette by Pam Jemelian fits my cashmere silk yarn „Maravillosa“ by Dibadu Fannies just perfect. I’d purchased it in 2011 for a completely insane price, so it took me a while to find the right pattern.

BuchcoverUnd auch mit meinen Büchern bin ich durch. Handarbeitsbücher stapeln sich zwar gerade auf dem Nachttisch, aber da ich aus dem Makramee-Buch erst mal ein Werk nacharbeiten will, habe ich noch kein neues angefangen. Und auch mit dem Herrn von Hirschhausen bin ich durch. Das Buch ist nicht schlecht, teilweise sogar informativ, aber in der Gesamtheit etwas geschwätzig. Den Kazuro Ishiguro habe ich auch schon vor einigen Wochen auf einer Reise angefangen, denn der von Hirschhausen war einfach unglaublich schwer als Buch. Jetzt muß ich gucken, ob ich mich an den Anfang noch erinnere…

Also the books on my nightstand have changed. I have a pile of craft books, but since I have to try out one pattern from the makramee book I haven’t started another one so far. I finished the other book and started a new one. To be honest already more than a month ago, because the other one was simply to heavy to travel with it. Now I have to see if I can remember the beginning of this one when picking it up again…

Hinkehöschen

One legged panty

rosa PantyUnterwäsche steht auch mal wieder auf dem Plan. Diesmal geht es mit einem „Reibeverhindererhöschen“ los. (Der Schnitt ist immer noch das figurformende Panty von Marinique Langere aus Südafrika, die es aber nicht mehr zu geben scheint.)

It’s time for some underwear again. This time I am starting with an „anti chafe“ panty. (The pattern is still the figure shaping panty from Marinique Langere in South Africa which seems not to exist any longer.)

Das hat diesmal zwei Besonderheiten. Zum einen hat es nur ein Bein, bzw. nur ein langes Bein. Wieso das? Nein, ich habe immer noch zwei Beine und die sind auch nach wie vor gleich lang (soweit wir Menschen halt symmetrisch sind…). Aber das Höschen soll unter diesem Rock getragen werden. Und der hat einen recht hohen Schlitz. Wodurch man, so ich nicht gerade blickdichte Strumpfhosen dazu trage, aber das Bein des Höschens sieht. Zwar habe ich mich um eine relativ unauffällig Farbe bemüht, aber eben nur relativ. Da es aber vom Prinzip her genügt, ein Bein einzupacken, um Reibung zu verhindern… habe ich einfach das Bein auf der „Schlitzseite“ deutlich kürzer gemacht. Wir werden sehen, ob sich das so bewährt, wie es soll.

Now this time it has two „special“ things. The first is that it has only one (long) leg. Why this? No, I still have two legs which are still of the same length (within the usual range of symmetry in humans). But I want to wear the panty under this skirt. Which has a high from opening. So without wearing thick pantyhose the anti-chafe panty will show. I tried to get fabric in an uobtrusive color, but still not unvisible. To prevent chafing though it is enough to cover one leg… so I shortend the pant on the side of the opening. We will see if that will do.

Die zweite Besonderheit (oder wenn es sich auch im Langzeittest bewährt Neuheit, denn das könnte ich beibehalten) ist, daß ich das Höschen komplett mit Bauschgarn auf der Nähmaschine genäht habe. Die Nähte verlaufen über die hintere Oberschenkelinnenseite und sind da nicht extrem bequem. Und als ich auf der Creativa am Alterfilstand vor dem Körbchen mit dem Bauschgarn in den netten Farben stand dachte ich mir… warum eigentlich nicht? Herr Amrhein (von Alterfil) meinte auch, daß das einen Versuch wert sein könnte. Und was soll ich sagen… Alterfil B120 Bauschgarn funktionert sowohl als Oberfaden als auch als Unterfaden prima auf meiner Nähmaschine. Knifflig ist nur das Einfädeln in die Nadel, denn Bauschgarn franst vorne natürlich aus… Ich habe einfach so viel durchgeschoben, wie ging, habe die neben der Nadel abstehenden Fäden abgeschnitten, energisch die nächsten Zentimeter in die Nadel gezogen, wieder nebenstehende Fäden abgeschnitten (das waren schon sichtbar weniger) und das so lange wiederholt, bis alle Fasern des Bauschgarnes im Nadelöhr waren. Hat mich so 20 cm Faden gekostet, aber das ist vertretbar. Auf so einem Miniking ist ja genug drauf. (Aber nicht zu viel, passt auch prima und ohne Anstände auf den Garnrollenhalter.)

The second speciality (or new technique, because if it passes the long time test I will continue to do so in the future) is that I used wooly nylon on my sewing machine (needle and bobbin) for the entire piece. The leg seams are running somewhere at the back inner thighs, a position that is not extremely comfortable when sewn with normal thread. So when I was standing in front of a basket with many nice colors of wooly nylon at the Alterfil booth on the Creativa I wondered… why not? And Mr Amrhein, the boss of Alterfil thought also it might be worth trying. To cut it short: Alterfil B120 works great on my sewing machine! Only difficult thing was threading the needle, because the thread of course frays a lot. So I tried to get most of the thread through the needle, pulled a bit, cut all thread parts that were outside the needle very close to the eye, pulled again, cut again what was still outside the eye (which was considerably less than the first time) and repeated that until all fibers were inside the eye. I „lost“ maybe 20cm with that operation. No problem, there is enough thread on the Miniking cone. Though not too much… and the Minikings also fit nicely on the sewing machine.

Jetzt nähe ich dann erst mal alle anderen Teile außer dem BH, denn da werde ich wieder auf normales Nähgarn wechseln, zumindest für alle Teile, auf denen auch Zug drauf ist. Und erst dann werde ich das Bauschgarn aus der Nadel wieder ausfädeln. 😀

Now I will sew everything except the bra. Because there I will go back to normal sewing thread, at least for all parts that carry weight or need to resist pulling. And only just before that I will pull the wooly nylon out of the needle. 😀

Schiefschnute

Crookedface

brauner Stoffhase mit rosa Gesicht

Aus den weiteren Resten ist noch dieses Häschen nach einer Anleitung aus dem Buch von Aranzi Aronzo entstanden. Das Gesicht ist etwas schief… kommt davon, wenn ich versuche, freihand und von Hand zu sticken. Daß der Stoff elastisch ist und das Perlgarn eine relativ dicke Nadel braucht macht es nicht besser. Naja, nennen wir es halt „Persönlichkeit“… 😉

From other remnants I made this little rabbit after a pattern from the Aranzi Aronzo book. The face is quite crooked. That’s what happens if I try to embroider it by hand without much marking. That the fabric is elastic and the thread required a relatively large needle didn’t make things better. Well… let’s call it „personality“…

Romantisch in Braun

Romatic in Brown

Barbie in braunem KleidBraun ist ja nicht die Farbe, an die ich zuerst denke, wenn es um romantische Kleider geht. Aber da ich die Schnitt aus dem alten Burda Barbie-Heft immer nach dem Zufallsprinzip dem Stoff zuordne sah der Schnitt eben ein Kleid mit sehr weitem Rock vor.

Barbie in braunem KleidBrown is not really my first thought when I am thinking „romantic dress“. But since I am taking the patterns from the old Burda Barbie issue by chance the brown farbric ended up with a dress with a very wide skirt.

Mit dem Kleid der Anleitung hat das nicht viel zu tun, denn das sah einen Überrock aus Tüll und eine Tüllrüsche vor. Tüll habe ich aber keinen, schon gar keinen bunten. Aber einen Rest einer zartrosa Spitze, der sich doch gut auf dem Kleid macht.

It doesn’t look much like the dress from the pattern, because that had a tulle oversikrt an tulle ruching. But I don’t have tulle eben less colored one. But there was a remnant of a pale pink lace that went well with the dress.

(Für mich selber würde ich nie Stoff und Schnitt nach dem Zufallsprinzip kombinieren, denn ich würde es vermutlich nicht anziehen… aber das Beste aus dem zu machen, was man hat ist einfach spannend.)

(For myself I would never combine fabric and pattern just by chance, because I would probably not wear it… but making the best of what you have is very interesting to do.)

Durchreibschutz an Hosen ohne Bügeleinlage

Protecting pants against wear without using interfacing

Ich habe bei Hosen ja immer ein Problem: Zwischen den Beinen scheuern sie sich bei mir schnell durch. Zu einem Zeitpunkt, wo der Rest der Hose noch top aussieht. Deswegen habe ich auch mehr Erfahrung mit Stopfen und Flicken von diesem Bereich, als mir lieb ist… und ich versuche, diesen Moment etwas herauszuzögern. Meine bewährte Technik besteht darin, auf den Zwickelbereich der Hinterhose G785 aufzubügeln. Das ist weich genug, um für keine seltsam steifen Stellen zu sorgen und hält die Fasern doch eine Weile zusammen. Die Technik hat allerdings auch Nachteile: Scheuerfest ist G785 nicht, besonders in ungefütterten Hosen hält das nicht lange und fühlt sich auch nicht so toll
auf der Haut an. Aber gut… man kann nicht alles haben.

There is one problem I am having with all kind of pants, slacks, trousers: Between the legs the fabric wears through in no time. At a moment when the rest of the garment still looks great. So I have more experience with repairing and darning that part of pants than I’d like to have… and I try to make this moment come as late as possible. My standard technique is ironing a piece of G785 on the back pants at the most endangered position. It’s soft enough not to create strange stiff shapes yet keeps the fibers together for a while. though there are disadvantages: G785 is not very resistant against rubbing so especially in unlined pants it does not last long. And doesn’t feel to great on the skin. But… well… to live means to make compromises.

Ein weiterer Nachteil kam aber kürzlich zum Tragen: Zum Aufbügeln braucht man Dampf. Meine Bügelstation heizt zwar noch, sowohl Eisen als auch Brett, nur der Kessel hat es hinter sich. Da dampft nichts mehr. Und mein Stoff ist ein Viscose-Polyestergemisch mit Elasthan, das hält erfahrungsgemäß besonders kurz.

Yet another disadvantage appeared recently: You need a steam iron to apply it. My ironing station does still heat nicely the iron, but no longer the steam unit. Steam over. And my fabric is a viscose-poly-elasthane blend, a combination that normally lasts only for a very short time.

Deswegen mußte ich mir was anderes einfallen lassen und das zeige ich heute.

Though I had to come up with something else, what I will show you today.

Futterstoff auf HosenzwickelZunächst habe ich aus einem Rest Futterstoff (Venezia) einen breiten Streifen im Schrägfadenlauf zugeschnitten. Ich brauchte wenigstens 25cm länge, als Breite habe ich einfach 15cm genommen. So breit ist mein Patchworklineal.  Der Streifen wird auf die linke Seite der Hinterhose genäht, Ungefähr da, wo ich sonst bei Reparaturen den neuen Stoff ansetze.

First I’ve picket some remnants of lining fabric (Venezia) and cut a wide stripe on the true bias. I needed it at least 25cm long and cut it 15 cm wide. That’s the width of my omnigrid ruler. The piece of fabric is sewn to the left side of the back pants. Guessing the line where I usually have to cut the fabric for repairing the pants.

Futterstreifen über Hosenzwickel geklapptDann wird die Naht flachgebügelt und der Futterstreifen über den Zwickelteil der Hose geklappt. Links im Bild die linke Stoffseite, rechts die rechte Stoffseite. (Bild anklicken bringt eine größere Version…)

Now pressing the seam flat and then fold the lining fabric over to the gusset part of the pants. Left picture is the left side of fabric, right picture the right side. (Click on the pic to get the bigger version…)

Futterstoff unsichtbar angenähtDamit sich die Stofflagen nicht so sehr gegeneinander verschieben (was die Reibung nur vergrößert) habe ich in 5cm Abstand zur Naht den Futterstoff noch mal unsichtbar aufstaffiert. Das ist etwas mühsam, weil man bei jedem Stich gucken muß, ob die Nadel wirklich nicht zu sehen ist, aber es sind nur wenige Stiche, also zu verkraften.

To prevent the two layers of fabric from shifting (which is just another form of rubbing) I’ve sewn a line of handstitches, invisible from the right side. That’s a bit tedious because I had to check for each stitch that the needle did not show on the right side before pulling the needle through. But it were only a few stitches, so it was doable.

An der Spitze habe ich den Futterstoff dann einfach mit einigen Stichen auf der Nathzugabe festgeheftet (Die bleiben dann auch drin.) und danach den überschüssigen Futterstoff abgeschnitten. Auf der rechten Seite sieht man nur die Steppnaht, die bei der getragenen Hose aber zwischen den Beinen verschwindet.

I also basted the corner of the gusset part to the lining fabric. On the seam allowance, so I won’t have to take out the stitches later. And the I cut of the rest of the lining fabric. On the right side only one line of stitching is visible, but not when worn, because that part is between the legs.

Die Hose wird dann ganz normal fertig genäht. Wie gut es hält werden die nächsten Monate zeigen.

Then the pants get sewn normally. If the technique  is a success I’ll know in a few months.