Aktueller Nadelblick

Generell drehen sich meine Näharbeiten aktuell um meine Terrasse. Wäre ja mal eine Idee, die „schön“ zu machen, bevor es wieder kalt wird. (Und die Jeans ist fertig, damit habe ich dann für den Herbst schon was anzuziehen…)

KissenhülleDie „Sofaecke“ hat inzwischen eine Schutzhülle gegen Regenspritzer, die die Polster auch gleich gegen UV-Strahlung schützt. Damit sie noch etwas schmucker wird, soll es drei Zierkissen in unterschiedlicher Form und Größe geben. Das runde ist schon fertig, gerade arbeite ich am quadratischen.

Eigentlich wollte ich die grauen Polster mit etwas frischem Blau aufmuntern, aber da fand ich keinen Stoff. Dafür sprang mich der dunkelblaue Hemdenstoff mit den kleinen Kringeln und Punkten an. Dazu hatte ich dann gleich ein bisschen silberne „Zier“ gekauft, damit es nicht so trist wird. Und dachte außerdem an noch etwas pink oder so…

Wenige Wochen danach fiel ich beim Werksverkauf von Rosenthal aber noch über ein paar Restteller zum absoluten Spottpreis, die mich davon überzeugten, dass ich „Gartenteller“ brauche. Die sind aber in verschiedenen grün und blau Tönen… Da ich die Kissen noch nicht angefangen hatte, konnte ich also „beidrehen“ und die Akzente auf den Kissen werden außer Silber auch noch Grün.

Und da mein Einhorn ja ein Stickmodul hat… war das doch eigentich eine gute Gelegenheit, das mal auszuprobieren. Mit einem der Tula Pink Muster, die mitgeliefert wurden.

Gelernt habe ich schon eine Menge über das, was man falsch machen kann, aber für ein Gartenkissen ist die Stickerei schön genug und bekommt noch die ursprünglich eh geplante Fransenborte dazu. Die nähe ich gerade von Hand an, weil vor dem zusammennähen geht ja nicht, sonst näht man die Fransen mit ein. Dass ich mich danach entschieden habe, dass mir die Fransen nach innen besser gefallen… na egal.

Strickjacke für BarbieNeue Wollreste aus einem (noch ungezeigten) Mützenprojekt sind auch angefallen.

Die sollen eine Grobstrickjacke für Barbie werden, diesmal ganz ohne Anleitung. Mal gucken, ob das so wird, wie ich mir das vorstelle.

Was man sieht, ist das Schulter- und Ärmelstück.

Das HexispielMehr als erwartet hat sich bei meinem Hexispiel getan.

Es ist der erste gekaufte Stoff dazu gekommen (Petit Pan in Paris) und ich brauchte ein bisschen Baumwolle für die Innenseite eines Schnellprojekts, so daß ich jetzt bei sieben Farben bin.

Mich juckt es ja unglaublich, endlich anzufangen und Hexagons zusammen zu nähen, aber mit weniger als zehn Farben funktioniert mein ausgedachtes System sicher nicht (also nicht so, dass es interessant wird) und ob die Idee im Ganzen „aufgeht“ werde ich erst nach frühestens vier „Spielrunden“ abschätzen können.

Da ist im Moment also noch ganz viel Geduld angesagt. Aber das Terrassenprojekt verwendet eine geeigneten Hexistoff und wenn alles gut läuft, komme ich dieses Jahr auch noch mal nach Paris (was einen weiteren Stoffkauf erlauben würde) so dass gewisse Chancen bestehen, unerwarteterweise doch dieses Jahr schon die ersten Hexagons zusammen zu nähen. Vielleicht…

Astrobarbie

Barbiekleid aus AstrokatzeUnd natürlich reichte der Astrokatzenstoff auch noch für ein Barbiekleid.

Da ich das Gefummel mit dem Burdaschnitt etwas leid war, habe ich selber einen ganz einfachen Kimono-Schnitt ohne Verschluss gebastelt. Da der Stoff dehnbar ist, kann man ihn auch ohne Probleme anziehen.

Das war dann mal ein wirklich schnelles Projekt…

Astromask

Behelfsmaske in AstrokatzeMein bewährter Schnitt für eine Behelfsmaske ist zwar nicht für Jersey gedacht, da Jersey aber teilweise sogar empfohlen wird und ich von meinem Shirt ja noch einiges übrig hatte (die Länge habe ich komplett gebraucht, aber nicht die Breite), dachte ich… warum nicht?

Und im Tragetest schneidet die Maske auch gut ab. Single Jersey geht also auch, Elasthan dürfte hilfreich sein.

„Vernäh ich gleich“ dauert vier Jahre

Stellte ich fest, als ich jetzt mal in die Tiefen meiner eigenen Berichterstattung abgetaucht bin.

Shirt V9300 in AstrokatzeAber endlich ist mein Astrokatzenshirt fertig. Der Schnitt ist Vogue V9300, über den habe ich hier schon geschrieben.  Da gibt es nichts weiter zu sagen, ich habe nur tatsächlich die Seitennaht wie geplant erweitert. Die Ärmel habe ich einmal längs und einmal quer zugeschnitten, damit das Muster besser zur Geltung kommt.

Diesmal geht es also um den Stoff. Den ich schon wollte, als es ihn noch nicht gab. Auf der Creativa 2014 hatte mich das Astrokatzenmotiv an den Stand gelockt, wo ich die Stoffe auch interessant fand, Nur genau das Astrokatzenmotiv gab es leider nicht. Die Designerin habe ich ja ein Jahr später auf der h&h wieder getroffen und habe dann auch mal danach gefragt…

Resultat war jedenfalls, daß es die Astrokatze seit 2016 auch auf Stoff gab, weiß auf Anthrazit. Und ich von der Designerin sogar ein großzügiges Stück geschenkt bekam. (Ich habe am Ende tatsächlich die volle Länge gebraucht. Zum Glück nicht mehr, denn der Stoff ist offensichtlich ausverkauft.)

Einfach so ein schlichtes T-Shirt nähen wäre natürlich für das Motiv zu langweilig gewesen… also überlegt, Schnitte gewälzt, noch mehr überlegt… Was dann 2017 auch schon zu einem Probeshirt als Schlafanzug führte.

Aus irgendeinem Grund mochte ich aber immer noch nicht gleich zuschneiden… ach ja, ich suchte Bündchenware in Anthrazit. Und während ich noch suchte, trug ich natürlich den Schlafanzug und bei jedem Blick in den Spiegel wurde mir klarer… nein, ich will das Muster zwar durch den Zuschnitt „aufbrechen“ aber nicht so kleinteilig.

Dann kam, ich denke schon 2018 oder vielleicht habe ich ihn 2018 entdeckt, der oben genannte Vogue Schnitt raus. Gekauft, gar nicht erst aufgeräumt, sondern auf meinen Schreibtisch gelegt. Der Stoff lag auch auf einem Sessel… tja, dann kam aber 2019 mit den ganzen Festivitätenoutfits dazwischen, wo ich zu sonst nicht viel kam.

Aber… dieses Jahr bescherte auch mir freie Zeit und so schaffte ich es endlich, den Schnitt anzugehen und nachdem ich mir diesmal sicher war, dass es der richtige ist… wurde auch die Astrokatze endlich zu einem Shirt.

Von dem Stoff bin ich (und das nicht nur, weil ich ihn geschenkt bekam, das hat mich ja noch nie an Kritik gehindert…) völlig begeistert. Ich meine… GOTS, in Europa hergestellt… ja, alles schön. Auf einer ideellen Ebene hat man auch was davon.

Aber hier hat man auch ganz praktisch was von der hohen Qualität. Die Motive sind gedruckt und der Druck ist so präzise am Maschenlauf ausgerichet, dass man sich endlich mal nicht entscheiden muß, ob man im Maschenlauf zuschneiden will oder ob man das Muster grade stehen haben will… Nein, man kann sich an den Musterkanten beim Zuschnitt orientieren, die leichter zu sehen sind, als der Maschenlauf!

Ich habe jetzt ein Shirt, mit dem ich glücklich bin, weil es den Stoff genauso zur Geltung bringt, wie ich mir das vorgestellt habe, das gleichzeitig aber absolut alltagstauglich ist. (Ansonsten könnte die Erfahrung leider mal wieder Folgen haben, die Designerin hat noch mehr tolle Motive in ihrem Shop… auch ganz anderer Stil…)

Und was sind schon vier Jahre… quasi gleich fertig.

Jetzt wartet es auf den Herbst, vorher muß es nicht kühler werden…

Überfordert…

… war ich dann definitiv mit der Aufgabe, aus dem weichen Jersey ein Vögelchen zu nähen, bei dem der Kopf von Hand geformt werden muß und man auch keine so klare Linie zum Annähen (von Hand) des Kopfes an den Rumpf hat.

roter Vogel aus JerseyDer Kopf sitzt massiv schief und ich konnte das zumindest ein wenig kaschieren, indem ich Schnabel und Augen seitlich angenäht habe, so daß er ein wenig wie ein Vogel wirkt, der den Kopf gedreht hat.

Oder einfach… schief…

(Die Anleitung wieder aus dem Buch von Aranzi Aronzo, aber das könnt ihr euch vermutlich schon denken…)

Aktueller Nadelblick

Inzwischen ist das Verhältnis von meinem Schaffen und dem Blog wieder da, wo es über die Jahre meistens war… es gibt Sachen, die aber nicht gezeigt sind. Daher eine aktuelle Vorschau, auf das was gerade läuft.

Hose Dina LadyDie Hose „Dina Lady“ von so!pattern ist eigentlich ein schnelles Projekt. Aber ich arbeite trotzdem schon wieder seit über einer Woche dran. Allerfdings ist mein Modell „gepimpt“, ich habe eine Tasche reingemogelt, die der Schnitt nicht vorsieht.

Und es fehlen auch nur noch Bund und Saum, es ist also überschaubar.

StulpenVerstrickt habe ich einiges, im Moment vor allem Einzelknäuel, um meinen Stash mal wieder etwas überschaubarer zu bekommen.

Das Garn ist „Miski“ von Mirasol Yarns. Die Farbe ist nicht meines (war aus der Bestellung von Webbs vor vielen Jahren), aber das Lama ist seeehr weich.

Die „Easy Fingerless Mitts“ werden als Rechtecke gestrickt und dann zusammengenäht. Wären also ein schönes Anfängerprojekt.

Und… ich habe wieder ein Langzeitprojekt angefangen…

HexisOffensichtlich habe ich eine Vorliebe für Hexagons, denn nach der Häkeldecke soll es jetzt eine genähte geben, mit Hexis. Von Hand genäht. (Ja, ich bin völlig irre.)

Und die Hexis sind viel kleiner.

Meine ursprüngliche Idee war, nur Restestoffe zu verwenden, die jeweils aktuell anfallen und dann erst mal (wie bei der Häkeldecke) genug Hexis über Papier zu nähen und danach über eine sinnvolle Verteilung zu einer Decke nachzudenken. Jetzt ist Flächenberechnung von Hexagons nicht meine Spezialität, aber ich fürchte das werden über 2000 Hexis sein, die ich brauche. Was bedeutet, ich muß auch mehrere tausend Hexagons aus Papier schneiden und muß die alle irgendwo lagern und sortieren, bis ich sie verwende.

Daraufhin habe ich das Projekt in „Hexispiel“ umgetauft, habe mir „Spielregeln“ überlegt, nach denen ich auch vorher schon anfangen kann, Hexagons zusammen zu nähen. Der erste „Spielzug“ wird starten, wenn ich Hexis in zehn Farben habe. Im Moment sind es fünf, was durch das Nähen der Masken recht schnell ging. Denn glatte Baumwollstoffe (oder andere, die geeignet sind, über Papier genäht zu werden) verwenden ich für meine Kleidung nicht so oft. Das wird also dauern.

Was in meinen Gedanken schon (bevor ich richtig angefangen habe) zur zweiten Modifikation geführt hat: Wenn ich auf Reisen oder auf Messen bin, erlaube ich mir ein (!) Stoffstück, so Richtung Fat Quarter. Außerdem eines pro Parisbesuch und Laden. (Also jeder Laden über die Jahre nur genau einmal… nicht pro Besuch eines pro Laden…) In vier Jahren wird es sicher trotzdem nicht fertig (so lange hat die Häkeldecke gedauert), aber es erhöht die Chancen, dass es noch zu meinen Lebzeiten klappt..

Was ich übrigens wieder gefunden habe, ist das Notizbuch mit den noch nicht geschriebenen Anleitungen. Aber jetzt habe ich wieder keine Zeit…

Rot und knapp…

rotes Kleid für Barbie… kann natürlich nur heißen, daß Barbie ein weiteres Kleid bekommen hat.

Der flutschige Jersey passt gut zum bewährten Schnitt aus der alten Burda Barbie und die Blüten haben auch eine gute Proportion fürs Puppenkleid. Außerdem hat es der Restekiste wieder etwas Stoff erspart, wenngleich nicht sehr viel.

Am IT-Piece der Saison…

… komme auch ich nicht vorbei.

BehelfsmaskenZehn Masken sind es bei mir geworden. (Auf dem Bild waren einige schon verschenkt, andere schon im Rucksack.)

Behelfsmaske getragenIch habe die Anleitung von HappyDanDong TV verwendet. Ich hasse ja im Allgemeinen Videoanleitungen, aber diese ist gut. Klare Bilder, präzise Abläufe.

Und abgesehen vom einmaligen Bügeln am Anfang kann man an der Nähmaschine in einem Zug durcharbeiten, was ein zügiges Arbeiten ermöglicht. (Wobei die Zentimeterskala zum Messen an Anschiebetisch meiner Nähmaschine auch hilft.) Ich habe mal die Stoppuhr mitlaufen lassen… weniger als 15 Minuten pro Maske, allerdings wird man nicht viel schneller und in Serie nähen bringt auch nicht viel, weil die Abläufe eh schon reibungslos durchführbar sind.

Ich habe ohne weiter Nachzudenken einfach alles Nähfußbreit genäht, was bei mir vermutlich etwas mehr ist, als im Video, ich denke zumindest nicht, daß die dort gezeigte Nähmaschine auch 9mm Stichbreite hat. Aber für mich passt sie so. 19cm hat sich als geeignete Länge für den Gummi herausgestellt. 17cm geht nur sehr kurz (für einen kurzen Trip in den Supermarkt reicht es, aber mehr lieber nicht), 18 cm ist okay, 20 cm wird die Maske etwas locker. (Stoff ist ja schwerer als die Vliesmasken.) Also 19 cm perfekt für mich.

Die Stoffe sind „was so da war“… da ich nicht so viel mit schlichten Baumwollwebstoffen nähe (und von meinem Khadijama tatsächlich nichts übrig war, was groß genug gewesen wäre), habe ich da auch nicht so viele Reste. Naja, schön müssen sie nicht sein.

Mal gucken, ob ich noch mehr nähe. Je mehr ich habe, desto seltener muß ich waschen. Und ich fürchte… die begleiten uns noch länger.

 

Vogue V9300, Version B mit A (Top MarcyTilton)

Shirt Vogue V9300 in rotDas ist wieder ein Beispiel „Stoff sucht Schnitt“. Wobei das jetzt erst mal der Teststoff ist, aber ich kann gerade eh noch mehr in rot brauchen.

Schon wieder seit einigen Jahren liegt ein Stoff mit einem etwas größeren Druckmuster bei mir, den ich nicht langweilig „schlicht“ verarbeiten will, aber auch nicht zu klein zerschneiden. Mein erster Plan gefiel mir dann genäht doch nicht so gut wie gedacht (Also schon, aber nicht für den Stoff…) und dann lief mir dieser Vogue Schnitt aus der Marcy Tilton Designer Kollektion über den Weg.

Schnitt Vogue V9300Der Schnitt V9300 ist im Ganzen schlicht, hat aber einige Teilungsnähte an ungewöhnlicher Stelle. Und vorne gibt es einen kleinen Zipfel, den man je nach dem nach außen, nach innen oder irgendwo dazwischen stülpen kann.

Außerdem hat das Kragenbündchen noch einen kleinen Schlitz an der Seite.

Dabei bleibt das Shirt im Schulterbereich aber schmal, so dass es nicht formlos ist.

Da das Shirt hinterher vor allem zu Hosen passen soll, entscheide ich mich für die längere Variante B, das ist für mich eine günstigere Proportion. Die Ärmel nehme ich allerdings von Variante B

Die interessante Schnittform hat allerdings einen Nachteil: Dadurch, dass der Schnitt keine normalen Seitennähte hat, kann man nicht einfach ein FBA machen und auch meine anderen Änderungen nicht einfach durchführen. Also… versuche ich das zu vermeiden.

Zipfelshirt Vogue in rotDer Schnitt kommt in den Größen XS bis XXL, die Doppelgrößen der normalen Größen entsprechen. Dadurch sind allerdings die „Löcher“ zwischen den Größen größer. so ist die Oberweite be Größe L 97-102 cm, bei Größe XL 107 bis 112. Der Maßtabelle nach, passt meine Oberweite genau zur Größe XL. Normalerweise nehme ich eine Größe kleiner und mache ein FBA, worauf ich bei dem Schnitt aber keine Lust habe.

Also nehme ich Größe XL und mache dafür die Schulter 1cm schmaler. In der Hoffnung, dass das passt.

Eine Linie zum Kürzen gibt es, ich nehme oberhalb der Taille 3 cm cm Länge raus. Normalerweise nehme ich noch mal 3 cm in der hinteren Mitte und zu den Seiten verlaufend raus. Aus das spare ich mir.

Die Hüfte liegt eigentlich knapp bei XXL, aber die Übergänge bei dem Schnitt sind schwierig, ich messe die Schnitteile durch und da durch das Zipfelteil ja sehr viele Weite bringt… müßte das reichen.

Markierung BrustpunktUm den Sitz hinterher wenigstens grob überprüfen zu können, markiere ich aber (siehe Bild) mit Heftfaden den Brustpunkt und lasse das bis zum Schluss drin. Um zu sehen, ob der auch auf der Brust landet.

(Wenn man gaanz genau guckt, sieht man vielleicht das Fadenkreuz auf dem Bild… Sitzt gut genug auf der Brust.)

Als Probestoff habe ich einen Viscosejersey mit etwas Elasthan genommen, den ich vor sehr, sehr vielen Jahren mal bei Sacré Coupons mitbekommen hatte. Mit kleinen weißen Blümchen. Der Stoff ist extrem glatt und flutschig, von der Sorte „weicht sogar Blicken aus“. Was beim Zuschnitt etwas schwierig war. Aber zu bewältigen. Dafür fällt er sehr weich.

Eigentlich steht in der Schnittbeschreibung, der Stoff müßte längs- und querelastisch sein, dazu gibt es auch die bewährte Dehnschablone auf der Schnitttüte. 50 Prozent Dehnbarkeit sind gefordert.

Die hat mein Schnitt in Querrichtung nur knapp, in Längsrichtung schon gar nicht. Die Längsdehnbarkeit ist aber meines Erachstens für Modell B nicht wirklich nötig. Beim Modell A werden ein Teil und ein Ärmel quer zum Maschenlauf zugeschnitten, da ist das nötig (mehr oder weniger), beim Modell B hingegen nicht. Nur die Halsblende hätte etwas dehnbarer sein dürfen… aber es ging. Die hätte man natürlich auch quer zum Maschenlauf zuschneiden können, um das Problem zu beheben. Aber es ging auch so.

Bei mir ist allerdings der Schlitz im Ausschnitt auf der anderen Seite, nicht wie auf dem Bild gezeigt. Da muß ich mir die Schnitteile noch mal angucken, ob ich das versehendlich verkehrherum aufgelegt habe. Ich pause meine Schnitteile ja auf Folie durch und alles wird (da außer den Ärmeln ohnehin alles asymmetrisch ist) nur einlagig zugeschnitten. Da kann das schon passieren.

Was mich an der Anleitung dann irritiert ist, dass man zwar einen superstretchigen Stoff nehmen soll, der dann aber mit zwei Reihen Steppstich genäht wird. Also nicht dehnnbar. Die Technit ist nicht schlecht, weil man sehr flache Nahtzugaben bekommt… aber so groß ist der Vorteil auch nicht. Ich habe mich für den Overlockstich der Nähmschine entschieden. Das geht auch und geht schneller.

Um zu sehen, ob man das Halsbündchen tatsächlich mit Steppstich absteppen kann, habe ich erst mal anprobiert… der Ausschnitt ist aber weit genug, so dass es nicht stört.

In die Schulternaht hätte elastische Einlage aufgebügelt werden sollen. Hatte ich nicht da… ein Streifen von dem Stoff, in Längsrichtung (wo er wenig dehnbar ist) reichte auch. Und die Schulternaht habe ich mit normalem Steppstich genäht und die Nahtzugaben auseinander gebügelt. Das mag ich an der Schulter einfach lieber.

Die Säume am Top und an den Ärmeln habe ich von Hand genäht. (Hexenstich, große Stichlänge und den Faden nicht zu fest angezogen.) Gefällt mir  hier besser, als eine sichtbare Steppnaht. Und bleibt elastisch. Beim Rest habe ich mich an die Anleitung gehalten. Die auch nicht weiter schwierig ist.

Shirt von hintenMit dem Ergebnis bin ich weitgehend zufrieden. Der Look ist toll, ich mag es, das Zipfelteil unterschiedlich hinzuppeln zu können. Wobei es in meinem sehr weichen Stoff nicht so auffällig fällt. (Der endgültige Stoff wird Baumwolle mit Elasthan, der ist etwas steifer, da wird es auffälliger.)

Die Passform… ist letztlich wie zu erwarten.

Wenn man genau hinsieht, seht man die nicht gemachte FBA. Dafür auch keine Abnäher.

Und am Rücken sieht man die 3cm Länge zu viel schon deutlich. Aber da man sich sonst bewegt, nicht rumsteht und auch der eigentliche Stoff mehr Eigenstabilität hat, werde ich es trotzdem nicht ändern. Denke ich.

Ich überlege allerdings, die rechte Seitennaht (das ist die, die „normal“ ist) zur Hüfte hin noch etwas zu erweitern. Das „mogelt“ dann noch etwas.

Aber ich glaube… das ist jetzt der Schnitt für meine Stoff. (Aber das habe ich beim letzten Mal auch schon gedacht…)

 

Khadijama

PyjamaIn die Abteilung „nötiges Nähen“ fällt dieser Pyjama, aber da ich im Moment auch keine Kundenkontakte habe, ging es relativ schnell. Und eigentlich ist ein schöner Pyjama auch was Schönes…

Als Stoff habe ich mir einen lange gehüteten Khadi Stoff aus Indien aus der Truhe genommen. Ist ja irgendwie auch doof, wenn man alle Stoffe immer für „schön“ hortet… und so viel und so lange getragen wie ein Pyjama wird eigentlich sonst kein Kleidungsstück.

Da der handgewebte Stoff nur schmal liegt (und nach dem Waschen natürlich nicht breiter wurde) mußte ich etwas improvisieren. Auf Streifenlauf konnte ich schon mal gar nicht gucken. Da die Streifen eh nicht symmetrisch sind, fällt das aber gar nicht so auf. Die Ärmel mußten im Querfadenlauf zugeschnitten werden (was jetzt speziell bei diesem Stoff auch keine Rolle spielt.) Für die Hosenbeine war der Stoff nicht ganz breit genug, deswegen bekam die Hinterhose einen kleinen Zwickel. Die Länge der Hosenbeine richtete sich dann danach, wie viel Stoff noch übrig war… Und über den Fadenlauf des Unterkragens reden wir mal nicht… Immerhin mußte ich den nicht stückeln.

Der Schnitt ist mein bewährter Pyjamaschnitt, der mal aus Patrones war, vergrößert wurde… und mit heutigem Wissen eigentlich ganz anders hätte angepasst werden müssen. Aber was soll’s… er tut es gut so.

Verarbeitet habe ich den Stoff mit breiten französischen Nähten, so sieht alles innen und außen gut aus. Und ich habe die Knopflöcher meines Einhorns ausprobiert… im Gegensatz zu meiner alten Maschine hat die neue einen Knopflochschlitten und damit gibt es tatsächlich auf Anhieb immer gleich große Knopflöcher. Das werde ich auch künftig lieben.

Die Knöpfe hatte ich auch noch im Vorrat (seit die Läden zu haben, ist es endlich mal wirklich gut, den Vorrat zu haben), sie müßten von Jim Knopf sein.

Jetzt muß es nur noch wärmer werden, dann kann ich meinen luftigen Pyjama auch tragen. Der Stoff ist wirklich sehr luftig, eher grob gewebt und bei Gegenlicht transparent. Also vielleicht doch ganz gut, dass es ein Pyjama wurde, keine Straßenkleidung. :o)