Revue de Presse: Burdastyle Februar 2010

Diesmal ein „mariner“ Titel, der von der eigenen Yacht träumen läßt. Das Editorial hingegen rückt 50er und 60er Jahre Mode in der Vordergrund. Na mal sehen, was das für eine Mischung gibt.

Ah, erst mal befasst man sich mit der neuen burdastyle Webseite. Diese wird im Heft erst mal erklärt. Nötig ist es, denn die Funktionalität ist mies und die vorher schon nicht geniale Seite hat an Übersichtlichkeit noch deutlich verloren. (Und das muß man erst mal hinbekommen…) Hoffentlich lesen auch alle Userinnen der Seite vorher die „Gebrauchsanleitung“ im Heft. 😀

Aber dann geht es erst mal ans Basteln, das erste Thema befasst sich mit Mieder und Co. Dazu gibt es erst mal ein Bild von einer Modeschau von dem bekannten Designer „Galultier“. Ich hätte ja gesagt, daß es nach Gaultier aussieht, aber vielleicht gibt es da einen neuen Stern am Designerhimmel. *g* (Wenig ansprechend für das gezeigte Couturemodell ist übrigens auch, daß das Laufstegmodel so wenig Oberweite und Brustumfang hat, daß der BH zusammenfällt und in der Gegend rumschlabbert… Weniger ist nicht immer mehr.) Das aufs T-Shirt aufgenähte Mieder sieht aber ganz witzig aus, erinnert an die junge Madonna.

„Landlust“ ist das andere Bastelthema, hier darf mit Spitze und Häkelblüten verziert werden. Praktischerweise hat Bärbel dieser Tage in ihrem Blog dazu was zusammengetragen. (Aber die liest ja auch jedes Burdaheft, kein Wunder… 😉 ) Und beim dritten Thema geht es um „Modern Art“, also T-Shirt dekorieren. Ob angeklettete Filzsterne auf Dauer gut aussehen und nicht bald an abgeknickten Strahlen leiden?

Auch die „Resteverwertung“ ist eher ein Bastel- als ein Nähtheme. Leider gefallen mir die „Pseudo-Orden“ nicht so wahnsinnig, denn alte Broschen dafür hätte ich sogar. Na mal im Auge behalten, vielleicht finde ich mal was, wo es dazu paßt. Denn an Kleidung mag ich sie nicht stecken, weil sie meist sehr dicke Nadeln haben.

Endlich das erste Modethema. „Vorsaison“ lautet der Titel, inhaltlich scheint mal wieder lässig noble Schiffsatmosphäre dran zu sein. Für Kurzgröße gibt es diesmal ein Chanel Jäckchen und die eine Hose dazu. Ringel Shirt 112A zeigt, daß auch bei Burda jemand exakt nähen kann. die an den Raglannähten sauber versetzten Streifen finde ich ein einfaches und raffiniertes Detail. Bei Rock 104B ist hingegen vor allem das karomuster interessant. Und es gibt (schon?) wieder eine Hemdbluse.

Jacke BurdastyleTotal genial finde ich die Jacke 101, vor allem den Kragen. So einen will ich nämlich an meinem seit zwei Jahren geplanten Wintermantel. Im Prinzip weiß ich zwar, wie man den konstruiert, aber wenn man Maße und Proportionen abschauen kann ist es einfacher.

Auch der Tellerrock mit der Falte sieht raffiniert und gleichzeitig einfach aus. Das sollte auch in etwas größer möglich sein…. Miniröckchen und das Karohemdkleid… nun gut.

Oh, eine Anleitung für Ballerinen. Das gefällt mir auch… aus jedem Stoff die passenden Schläppchen. Ah, allgemein maritime Accessoires sind das Thema, natürlich, was auch sonst.

In Langgröße gibt es auch eine Hose und eine Bluse. Im Thema „Country Star“, deswegen ist es auch ein Jeanshemd mit etwas obskuren Teilungsnähten. Der Rest ist genauso vorhersehbar. Karoblüschen, Lederrock… klassische Jeansjacke (diesmal wieder in Kurzgröße), die Leggins dazu sind cool. (Generell, nicht an meinen Beinen…)

Shirt BurdastyleOh, das geringelte Shirt hingegen finde ich wieder sehr schön. Sieht nicht nach Cowgirl aus, daran mag es liegen. Und der Ausschnitt ist wohl eher nicht bürotauglich. BH-tauglich auch nicht. Hm…

Der Rest des Themas ist mir dann wieder zu „lederig“ und fransig. Auch die Accessoires dazu… eher nicht. (Eine Haarbürste für 150 EUR ist übrigens auch „eher nicht“…)

„Strahlend im Job“ nennt Burda das nächste Thema. Ich frage mich allerdings, was da der Arbeitstitel war, denn süße Kleinkinder sind ja kein typisches Bürozubehör… 😀 Das Farbthema ist jedenfalls eindeutig grau mit gelb. Das sieht auch toll aus, nur für mich wäre das ganz sicher nichts. Die Schnitte hingegen für Hosenanzug und Bluse sind letztlich sehr klassisch. (Und der lose am Model herumschlackernde Kaufrock sieht so definitiv nicht gut aus. Wenn die Klamotten zu groß werden, ist es dringend an der Zeit für ein wenig weniger magere Photomodels.)

Kleid BurdastyleKleid 127 ist dann wieder ein Teil das mir sehr gut gefällt. Ganz meine Linie. (Nein, nähen werde ich es mr nicht, ich fürchte es ist nicht kompatibel mit meiner Figur. Aber gefallen tut es mir gut.)

Viele Basics sind auch dabei, das Shirt mit den Raglan-Ärmeln diesmal in gelb und für Kurzgröße eine Bluse und einen Rock mit simplen aber raffinierten Einsätzen. Die kann man glücklicherweise ganz einfach in jeden graden Rochschnitt reinkonstruieren.

Mantel BurdastyleOh und der einreihige Blazermantel 126… so ein „paßt zu allem“ Teil bräuchte ich mal wieder dringend… Vielleicht sollte ich nicht mehr bloggen und stattdessen mal wieder etwas nähen?

Die Beautyseiten mit den Hautcremes kann ich gleich großräumig überschlagen.

Ah, dann kommt das Retro Thema. Vichy-Jäckchen, Pepita-Hose, bunten Bluse,… shcon irgendwie nett, aber so gar nicht mit mir kompatibel. 125 ist ein schickes Sommerkleid, aber ich frage mich, ob der Stoff mit den riesigen Blüten die optimale Wahl ist. Von hinten eher nicht und von vorne zeigen sie es nicht. Top 122 gibt es auch noch mal, diesmal mit breiten Ringeln und langen ärmeln. Auch nicht schlecht. Und der Rock in Kurzgröße behält auch gemustert seinen Reiz. Und ganz toll der Tellerrock noch mal, allerdings vor allem wegen des Stoffs, ein mit Blumen überdrucktes Vichykaro. Nur den bekommt man natürlich mal wieder nicht. (Auch wenn der Text was anderes behauptet….)

In der „Nähschule“ geht es diesmal um Ärmel einsetzen. Speziell für die als Beispiel gezeugte Karojacke wäre es allerdings angebracht, die Ärmel von rechts einzuheften, wenn man die Karos wirklich präzise anpassen will…

Bei den Accessoires zum Oldie-Thema ist ist übrigens eine tolle geflochtene Tasche dabei… die würde ich nehmen. 🙂 Ist mir 45 EUR sogar nicht mal so teuer. Das Make-Up paßt diesmal auch zum Thema, erstaunlich, was es alles noch gibt. So was wie Haarpomade hatte ich für ausgestorben gehalten.

Kindermantel BurdastyleOh, der geblümte Mädchentrench ist doch einfach unglaublich süß! Es gibt ihn aber auch als Jacke und für Jungs. Und ein paar andere schlichte, aber niedliche Sachen dabei. (Größenspektrum ist 104-128, falls jemand überlegt, das Heft zu kaufen.)

Die Papierbastelei im Dekoteil geht diesmal wirklich völlig an mir vorbei. Danke. Und wenn ich wissen will, was für verschiedene Kleber es gibt gehe ich in den Baumarkt, da stehen mindestens so viele Infos dabei wie in der „Warenkund“.

Der Kurs zum Handsmoken gefällt mir da deutlich besser. (Wobei ich da in meinen alten Nähbüchern eigentlich schon genug Anleitungen hätte… es aber trotzdem noch nie ausprobiert habe. Obwohl man so schöne Effekte damit erzielen kann. Vielleicht bringt eines der nächsten Burdahefte passende Modelle zur Technik.

Kleid BurdastyleIm „Starstyle“ wird diesmal Cloe Sevigny in Szene gesetzt. Daß dünne Beine automatisch nach kurzen Röcken verlangen möchte ich nach einem Blick auf ihre Knie ausdrücklich verneinen, aber das Kleid finde ich obersüß (für die passende Figur…). Und wer auch keine so hübschen Beine oder Knie hat… ich denke man kann es gut länger machen oder einfach eine schmale Hose drunter tragen. (Für den Schnitt muß sich übrigens niemand das Heft kaufen, den gibt es hier als Download.)

„Stil in Sicht“ heißt es diesmal für die Plusgrößen. Auch etwas maritim angehaucht. Der Frottebademantel sieht jedenfalls sehr elegant aus, was so ein paar Teilungsnähte doch ausmachen können. (Wobei ich mich gerade frage, warum das Modell auf dem Photo so aussieht, als hätte es eine Kapuze, die technische Zeichnung aber ganz klar einen Schalkragen zeigt?) Das Hemdblusenkleid… ich glaube sie sind wieder in Mode, aber für mich sieht es letztlich doch immer etwas wie Kittelschürze mit Ärmeln aus. Achguck mal an, der Bademantelschnitt wird zum Doppelreihigen Mantel. Mit Hose und Bluse elegant, aber auch etwas… konservativ.

Kleid BurdastyleDafür ruft Kleid 139 bei mir sofort wieder den „haben will“ Reflex hervor! Etuikleid, Wickeloptik und Chiffon Volants…. mag ich alles. Fehlt nur mal wieder die Gelegenheit…

Auch Chanel-Jäckchen ist diesmal für größere Größen dabei, nett. Das letzte Outfit hingegen ist wieder eher von langweiliger sportiver Eleganz. Nun ja.

Die „news“ diesen Monat… nein, nicht so spannend. Wann es wieder „Rykeil“ bei H&M gibt kann man eh nicht verpassen (das bewerben die selber) und eine Fendi-Tasche für knapp 700 EUR zum selber besticken… nun gut.

Das Kapitel „Modelexikon“ befasst sich mit Miuccia Prada. Warum jetzt ausgerechnet das das Thema ist bleibt unklar (Ein Lexikon ist bekanntermaßen ein Werk, daß sich durch Systematik auszeichnet) und die Information naturgemäßg spärlich. Und beliebig, wenn man mal genauer hinguckt.

Ähnlich geht es mit den „Best Sites“, den Surftips fürs Netz weiter. Der eine Webshop hat zwar schone Produkte, disqualifiziert sich aber durch einen Link aufs Impressum der auf „diese Seite existiert nicht mehr“ verweist, mangelnde Angaben zur Materialzusammensetzung oder gar zur Waschbarkeit und zudem teilweise fehlenden Übersetzungen der Artikel. Die nächste verdeckt ihr eigenens Angebot mit einer drüberklappenden Werbung und der dritte bringt mich durch lästige Musik auf der Startseite erfolgreich zum schnell wegklicken. Und der Rest der Themen ist uninteressant. Ich sollte mir echt abgewöhnen, die Seiten überhaupt anzugucken. Oder vielleicht sollte ich sie unbesehen auf den Filter setzen und blocken…

„Aus 1 mach 4“ befaßt sich mit dem Blazer. Wobei sich Burda eine Definition des Kleidungsstückes lieber spart, denn bei den vier Versionen geht eine als Blazer durch, die anderen sind Wickelbluse, Blouson und Trenchcoat. Kann man natürlich aus dem Jackenschnitt entwickeln, aber Blazer sind es dann eben keine mehr. (In der Schule wäre das „Thema verfehlt“ gewesen. Oder das Thema ist eine anderes, aber dann sollte man vielleicht den Titel anders wählen.)

Lustlos ist im Übrigen auch der „Atelierbesuch“. Da es um Schuhe geht ist meine Aufmerksamkeit natürlich gesichert. Aber der „Atelierbesuch“ dürfte sich auf einen Besuch der jeweiligen Webseite und eine Bitte um Zusendung von Pressematerial beschränkt haben…. Dann doch lieber nur ein Künstler/ Designer und den dafür wirklich vorgestellt. (Und ob die Designerin über den Artikel so glücklich ist, bei der man ausgerechnet Werke aus der Kollektion 2006 für das abgedruckte Photo ausgewählt hat…?)

Patchwork scheint sich als dauerhafte Kategorie in Burda zu etablieren. Als Vorhang ist das ja eher ungewöhnlich, aber auf dem zweiten Blick enwickelt der Entwurf doch einen gewissen Reiz. (Und man muß ja nicht unbedingt Kaffe Fasset Stoffe dafür nehmen.)

Als „Lieblingsstück“ auf der Straßen photographiert hat Burda sich diesmal die Lederjacke ausgesucht. Die ist wohl wieder „in“, aber war sie jemals wirklich „out“? 😉

Ganz am Ende wird wieder ein „Stoff des Monats“ vorgestellt. Der ist ganz niedlich, aber wirklich cool ist die Darstellung als genähte Pflanze…

Als Fazit kann ich diesmal aber sagen, daß mir diesmal wirklich viele Modelle aus dem Heft gefallen. Auch wenn nicht alle für mich. 😉 Aber ein schönes Heft. 🙂

Ein Gedanke zu „Revue de Presse: Burdastyle Februar 2010

  1. Pfff, ich lese nicht mehr alle Burdas, dieses zum Beispiel muss ich noch ergattern. Ich schaffe es leider nicht im Moment, weder Burda, noch nähen, und blogs lesen nur am Rande. Ich hoffe das wird bald besser!

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