Meilenweit…

… von der Challenge entfernt bin ich im Moment.

Socke mit Zopfmuster Durch die viele Rumfahrerei und dem Warten auf Züge stricke ich gerade wieder viel. Socken, denn die sind klein und handlich, passen in jede Tasche und wenn man mal weiß, wie es geht, braucht man auch keine Anleitung mehr.

Das bunte Garn, „Meilenweit Cotton Fun“ von Lana Grossa fand ich vor einigen Monaten superbillig im Schlußverkauf. Und da ich von dieser Marke noch keine Socken gestrickt hatte, fand ich das zum Testen gerade richtig.

I’m miles away from the Challenge… instead of sewing I’m knitting a lot.

With all those trains I was using the last weeks, knitting is at least something usefull to do. The sewing machine is to heavy… and I wouldn’t get electricty in the train… So I‘, knitting socks.

Socks are great projects for travel, because they are small, fit any bag and once you got the hang you don’t need any instruction sheet. And you can stop knitting any moment, to get off the train or on the next.

Some month ago I found „Meilenweit Cotton Fun“ on sale and picked four balls. I’ve never tried this sockyarn before, so having it cheap for the test is nice…

My socks I like for the yummy colours! All sweets… chocolat-brown and pink and orange like sugery 100% artificial flavoured sweets I loved as child (and my mother never allowed me to have…) just für the colour.

A little less happy I was while knitting… I tend to be a loose knitter and the yarn then is very slippery. I hardly could knit it on metal needles and had to buy me wooden ones… (I don’t regret that…) That worked quite well, except that even using size 2 (metric) needles I couldn’t produce the same gauge as the producer proposed. And they proposed using needles 2,5 – 3. And I couldn’t get finer needles. At least in metal they exist, if only the shops had them… So the socks are knit more loosely than I had preferred.

Männersocke Meine Socken auf dem oberen Bild liebe ich für die leckeren Farben. Schokoladen-braun mit pink und orange, das mich an zuckersüße, 100% künstlich armonatisierte Süßigkeiten meiner Kindheit erinnern. Die mir meine Mutter natürlich nie erlaubt hat… 😮

Beim Stricken hingegen liebe ich das Garn etwas weniger. Ich stricke eher locker und das Garn ist sehr glatt. Auf Metallnadeln war es kaum möglich, ohne ständig Nadeln zu verlieren, also mußte ich mir leider Bambusnadeln kaufen. So ein Pech aber auch…. *g* Damit ging es ganz gut. Allerdings bekam ich die angegebene Maschenprobe nicht einmal mit 2er Nadeln hin. Und die Banderole empfiehlt 2,5 – 3. Dünnere Nadeln hatte ich nicht gefunden, es gibt sie, zumindest in Metall, nur leider führt sie mal wieder keiner… Also sind die Socken letztlich etwas lockerer gestrickt, als ich das gerne hätte.

Eine weitere Lehre: jedes Muster ist an dieses Garn verschwendet. Meine Socken haben Zöpfe, die meines Mannes links eine kleine Perlmusterraute. Nichts zu sehen? Ja, genau… das ist das Problem. Und nur glatt rechts ist mir ja immer ein kleines bißchen langweilig.

Das Garn mustert komplett wild, was einem schon mal die Mühe erspart, auch nur zu versuchen, zwei identische Socken hinzubekommen. Ist eh egal…

Also so ganz hat mich das Garn nicht überzeugt… Vielleicht versuche ich es mit dünneren Nadeln noch mal (Frau mhs hat mir aus der Erbmasse ihrer Mutter ein Spiel in Stärke 1,75 geborgt), aber vermutlich nicht in der gemusterten Garnvariante.

Ich habe ja auch noch… für meine Socken habe ich etwa 60g gebraucht, für die meines Mannes ungefähr 80g. Und irgendwas werde ich mit den Resten ja machen müssen…

Another lesson learned: Any pattern is wasted on this yarn. Can you guess from the pictures, what I did? Well… mine were done with a lot of cabeling, my husbands have a small seed-stitch (I think it’s called thus) motiv. Well… lost. Only just knitting without any pattern is boring…

The yarn doesn’t create any recognizable design, so I didn’t even try to match the socks… One wouldn’t see the difference.

To resume: I’m not completely convinced to use that yarn again. Maybe I’ll try again with finer needles (Frau mhs lend me some 1,75 from her mother), but not in the variegated yarn.

I will have to, there’s some yarn left. My socks took only about 60g, my husbands about 80g. So I’ll have to use up the leftovers…

UPDATE: Ich habe meine Socken inzwischen nicht nur getragen, sondern auch gewaschen. Die Farbe ist dabei merklich verblaßt. 🙁 Das finde ich dann doch etwas enttäuschend.

UPDATE: Meanwhile I’ve washed my socks. The colours faded visibly. 🙁 So I’m no longer „not completely convinced“, but decieved from this yarn.

Socken stopfen mit der Nähmaschine, Teil 2

Socke stopfen

Als nächstes kommt eine Übung im frei geführten Nähen.

(Eine überhaupt sehr praktische Sache, auch fürs freie Sticken ohne Stickmaschine und viele Quilttechniken… Man kann das freie Führen üben und es ist nicht schlimm, wenn die ersten Versuche nur mäßig gleichmäßig werden. Für die Socke wird es allemal reichen.)

Der Transporteur der Maschine muß versenkt werden (oder abgedeckt, je nach Modell), man darf aber nicht vergessen, den Nähfuß zu senken, auch wenn der Stopffuß dann trotzdem das Nähgut nicht berührt. Auch wenn man (mangels Stopffuß) ganz ohne Nähfuß arbeitet muß der Hebel für den Nähfuß unten sein. Sonst greift die Fadenspannung nicht.

Ich habe für diese Socken den Oberfaden in grau gewählt, den Unterfaden in schwarz. Beide werden (weil ja nur Loch darunter ist) sichtbar bleiben und man hat so die Möglichkeit mit zwei verschiedenen Nähgarnen die Farbe besser anzugleichen.

Was für einen Faden man nimmt ist mehr oder weniger egal. Er muß sich halt auf der Nähmaschine gut vernähen lassen. (Betonung auf „gut“, denn da die Stiche ja „leer“ genäht werden, über dem Loch, sind Garne, die „gerade so mit Müh und Not“ auf der Maschine laufe und leicht reißen oder Schlaufen bilden nicht geeignet.) Ich nehme meistens ganz normales Polyesternähgarn, aber auch Stickgarn kann man nehmen. Es muß nur halbwegs Reiß- und scheuerfest sein. Beilaufgarn zum Stricken (um auf die Frage zurückzukommen) dürfte zu dick sein und auch nicht reißfest und glatt genug. Probiert habe ich es aber noch nicht. Das müßte ich ja erst mal auf Spulen fädeln…

Dann näht man langsam los und bewegt dabei den Stickrahmen. (Der Transporteur ist ja versenkt, bewege ich den Stickrahmen nicht, nähe ich auf der Stelle.) Das ist am Anfang schwierig, aber man bekommt schnell heraus, wie schnell man nähen und im Verhältnis dazu den Stoff bewegen darf, damit es weder Schlaufen gibt noch der Faden reißt.

Socken stopfen, Detail

Die erste Reihe über das Loch nähe ich quasi „längs“ zu den Strickmaschen. Mein Eindruck ist, daß man so die Maschen gleich gut einfängt und weiterem Wachsen des Loches oder gar Laufmaschen vorbeugt.

Man näht also in Reihen, vor und zurück, über das Loch. Dadurch bilden sich Fäden, die das Loch überspannen und gut im intakten Gestrick verankert sind.

Wichtig sind zwei Dinge:

Einmal nicht einfach vor nähen und dann direkt zurück, sondern immer einen winzige Stich quer. Sonst reißt der Stoff leicht an den „Wendepunkten“ aus, weil die Belastung zu hoch wird.

Zum anderen nicht immer in gleicher Entfernung vom Loch wenden. Die Stopfstelle ist unauffälliger und gleichzeitig flacher und bequemer, wenn man die Wendestellen mal näher am Loch verlaufen lässt, mal mehrere Stiche ins Gestrick hineinführt.

Ich hoffe, man erkennt das auf dem Bild ungefähr. Die blauen Punkte zeigen die Ausmaße des Loches, die roten Punkte sind die „Wendepunkte“.

Socke stopfen

Mit der gleichen Technik nähe ich jetzt eine Reihe quer über die bereits gespannten Fäden (bzw. „Leerstiche“).

Am Anfang habe ich dabei den Stickrahmen gedreht, weil mir die Bewegung „vorne-hinten“ leichter viel, als das führen von links nach rechts und umgekehrt. Inzwischen schiebe ich den Rahmen einfach quer.

Wie man das macht ist aber Geschmackssache, wie es einem leichter fällt.

Auch hier sollten die Stichreihen sauber nebeneinanderliegen, dicht, aber nicht zu eng.

Socke stopfen

Die Wendepunkte werden wieder genauso unregelmäßig im umliegenden Gestrick verankert.

Fertig?

Nein, eine letzte Runde kommt noch.

Wieder längs, wie die erste Reihe.

Allerdings höre ich diesmal genau an den Rändern des (ursprünglichen) Loches auf. So wird das Loch gut überdeckt, die Stopfstelle wird aber nicht allzudick.

gestopfte Socke

Voila, fertig.

Nur noch die Fäden abschneiden und die Socke ist wieder bereit für den Einsatz.

Gedauert hat das Stopfen nur wenige Minuten (Bei der ersten Socke war es allerdings noch viel länger… :o) ), das Schreiben dieses Eintrags hingegen viel, viel länger…