Sticken für die Statistik

Also sozusagen “gehen sie weiter, es gibt nichts zu sehen” ich dokumentiere es nur für meine Jahresstatistik.

Genau, haben wir schon mal gesehen, nur in einer anderern Farbe.

Da sich das bewährt hat, das gleiche noch mal auf dem Lappen für die Ferienwohnung. Dass die “Tastatur” zum Buchstaben eingeben auf der Maschine nach Alphabet geordnet ist, stört mich immer noch. Aber im Ganzen werde ich schneller an der Stickmaschine.

Paris-Schürze

Die Schürze war ja schon fast fertig im Februarüberblick, hier für meine eigene Statistik die fertige Variante.

Stoff ein Köper von der Deballage St. Pierre, Stickmotiv von Urban Threads, am mühsamsten zu nähen war das 3 lange Zugband. Damit ich das nicht wenden muß, habe ich die Nahtzugaben eingefaltet und gebügelt, dann längs gefaltet und mit innenliegenden Nahtzugaben von rechts abgesteppt.

Ging alles halbwegs schnell, deswegen wurde es auch so fertig, dass ich die Schürze jetzt dem Inventar der Ferienwohnung zufügen kann. Wo sie das alte mit Klebeband geflickte Vliesmodell ersetzen darf.

Schürzen nähen wird nicht meine Lieblingstätigkeit, aber diese Form ergibt mit relativ kleinem Aufwand ein sehr ordentliches Ergebnis.

Sticken auf Papier

Ich habe ja die ganzen Jahre schon Weihnachtskarten textil gestaltet und natürlich darf da jetzt auch die Stickmaschine ran.

Dieses Jahr habe ich mir sogar den Stoff gespart, das Stickmuster wird direkt auf die Karte gestickt! Bei Urban Threads hatte ich dieses Stickmuster entdeckt, das speziell für diesen Zweck entworfen wurde. Das Muster bietet einen Farbwechsel und je nach dem wirken die Karten sehr unterschiedlich.

Als Unterlage habe ich gekaufte Karten von Tchibo verwendet. Nennt sich “Bütte”, dürfte mit Büttenpapier aber nichts zu tun haben. Die Karten habe ich mit Odif 505 auf mein Ausreißvlies geklebt. Das war der Moment wo ich mir dachte, das es doch einen Einsatzzweck für temporären Sprühkleber gäbe, der nicht wasserlöslich ist, sondern von selber weggeht. Den habe ich nämlich nicht, weil mir sonst dafür immer die Geduld fehlte. (Die gute Nachricht: Auch der wasserlösliche hört irgendwann auf zu kleben, es bleibt nur etwas sichtbar. Aber auf die Rückseite wird dann eh noch ein “Gegenpapier” geklebt, die das abdeckt.)

Ich habe den mittleren Rahmen benutzt, weil das doch für die halbe Karte reicht. Und Vlies spart. Allerdings steht der andere Teil der Klappkarte dadurch über und beim Sticken liegt es zu den Rändern hin nicht ganz flach, das wäre im größeren Rahmen wohl schlauer gewesen.

Ansonsten habe ich eine normale Sticknadel genommen und die Maschine erst mal auf minimale Geschwindigkeit gestellt. Dann dauert das Motiv statt 8 Minuten 75 Minuten, stickt aber auch mit Metallicgarn und ohne Metallicnadel passable durch. Mir ist tatsächlich nur auf einer Karte ein kleiner Stern “rausperforiert”, was auf der fertigen Karte aber durch das Hintergrundpapier passabel kaschiert wird. Zwischen den kleinen Motiven (mehr oder weniger der “Baumschmuck”) sind keine Schnitte der Sprungstiche programmiert. Die habe ich dann mit dem Stickscherchen von Hand rausgeschnitten. Trotzdem ist die Programmierung so sinnvoll, denn Vernähstiche sind auf Papier nicht möglich und der nicht geschnittene Unterfaden ist zur Stabilisierung nötig.

Damit das Motiv auf meine Karten passt, mußte ich es etwas verkleinern und habe dann auch die Stichdichte um 10 Prozent verringert. Das hat sich generell beim Verkleinern bewährt. Geht ja alles direkt an der Maschine.

Die Mitte und die Längsachse markiert man mit Bleistift auf der Karte, sie dann mit der Positionierungshilfe gerade ausrichten ist nicht ganz einfach (weil die nicht für Papier vorgesehen ist), aber es geht.

Von Karte zu Karte habe ich dann die Geschwindigkeit gesteigert. Am Ende war ich bei 17 Minuten. Was ich akzeptabel finde. Bei der Geschwindigkeit stickt das Motiv unbeaufsichtigt durch.

Aus meiner Sicht ein voller Erfolg. Leider gibt es bei Urban Threads nur das eine Weihnachtsmotiv für Karten. Und ich verschicke ja gerne jedes Jahr andere. Also werde ich nächstes Jahr wieder auf Stoff sticken müssen und aufkleben. Oder es gibt bis dahin weitere Motive…

Wenn das Loch zu groß ist…

… um es unauffällig zu stopfen, stick einen Zombie drüber. *gg*

So ist die Stickmaschine dann doch auch noch richtig nützlich.

Ich hatte mir in diesen Hoodie vorne, neben dem Tascheneingriff (also super sichtbar) ein Loch gemacht. An was hängen geblieben. Yeah. Drei Maschen breit ist auch zu viel, um das unauffällig zusammen zu ziehen.

Also Flucht nach vorne. Jetzt passt zum Stil von dem Hoodie aber echt kein Herzchen oder Blümchen und war großes wollte ich auch nicht auf dem Bauch haben…. Letztlich wurde ich bei Urban Threads fündig, da gibt es so “Miniserien” die eigentlich für Polohemden gedacht sind. Das passt von der Größe. Und der Zombie passt zu Design.

Vor dem Sticken habe ich ein kleines Stück G785 unter das Loch gebügelt, dann auf Solufix im Rahmen aufgeklebt und eine Lage Soluvlies drüber, damit die Stiche nicht im Jersey einsinken. Stickzeit weniger als zwei Minuten. Und wieder ein einwandfreies Shirt.

Fortschritt ist…

… wenn wir Dinge mit Maschinen schneller erledigen können, die wir ohne Maschinen einfach gar nicht gemacht hätten.

Wir erinnern uns, meine Marmeladen habe ich lange krakelig aber funktional mit frei geführter Schrift-Stickerei mit der Nähmaschine beschriftet. Nachdem ich von Clover diesen “Stoffzirkel” hatte, waren die Stoffdeckel sogar ansprechend rund und ungefähr gleich groß. Und es war recht schnell gemacht.

Letztes Jahr habe ich dann die Schriften der Stickmaschine ausprobiert, was zwar ordentlicher aussah, aber keineswegs schneller ging. Immerhin habe ich noch was gelernt, über die Stickfunktion.

Tja… und dieses Jahr wollte ich es mir dann richtig geben und kleine Motive sticken. Wobei es gar nicht so einfach ist, so kleine Motive zu bekommen. Und Aprikosen sind auch seltener als Erdbeeren und Kirschen, aber bei Etsy wurde ich fündig. (Natürlich im Viererpack mit drei anderen Obstsorten, die ich mit hoher Wahrscheinlichkeit nie brauchen werde. Ich meine… Bananenmarmelade? Bestimmt nicht. Aber der Pack war jetzt auch nicht so teuer.)

Die Jahreszahl zufügen schaffte ich dieses Jahr dann auch ohne Probleme. Die Lektion vom letzten Jahr hat noch geholfen. Mit den Farben des vorhandenen Stickgarns war ich so und so nicht zufrieden, aber dafür Neues kaufen kommt schon mal auf keinen Fall in Frage. Letztlich habe ich mich dann nicht für gelb, sondern für die Farbe entschieden, die auch “abricot” hieß. Bisschen zu orange, aber gut. Außerdem ist das von Gütermann Sulky und nicht von Mettler und ich mag es nicht so gerne. Darf also auch weg und wird so nicht nachgekauft.

Schneller ging es natürlich nicht… aber sieht schon netter aus. Für mich und ein paar werden auch verschenkt. Nur das mit der Plazierung hat nicht überall gut funktioniert, ich glaube, ich habe die Schablone bei einigen verkehrt im Rahmen gehabt, deswegen waren die dann nicht mittig. Aber gut, ich habe es bei allen geschafft, sie über dem Deckel zu befestigen. Und zum Verschenken, nehme ich die hübscheren.

Alles im Rahmen

Mit spontanen Geschenken und Lockdown ist das ja so eine Sache… Schnell kaufen geht nicht, “mal eben bestellen” hat letztlich doch einen gewissen Vorlauf, also muß man mit dem arbeiten, was man so hat. (Ja, jetzt könnte man wieder kaufen gehen, aber als ich das Geschenk brauchte noch nicht.)

Nur die Stickdatei bei Urban Threads konnte ich spontan bestellen. Als ich die zufälllig sah, fiel mir nämlich gleich eine Person ein, zu der sie passt. Da nur wenige Farben vorkommen, kann man die zum einen relativ frei anpassen. Zum anderen hatte ich auch genug Stickgarn in der passenden Farbrichtung da. Mein Basisstoff ist hellblau, weil der da war. (Seide-Leinen mit etwas Struktur von einem Kleid.)

Einen quadratischen “Ribba” Rahmen von IKEA hatte ich auch nicht. Da habe ich vor zwei Jahren oder so für ein anderes Geschenk mal ein paar gekauft, weil ich das auch im Laden noch nicht entscheiden konnte.

Jetzt mußte die Stickerei nur noch in den Rahmen. Das sieht netter aus, wenn man sie spannt, etwa über eine Styroporplatte oder Hplz mit irgendeiner Polsterung drüber. Baumärkte haben allerdings zu. Also mußte das Passepartout des Rahmens her halten. Das ist zum Glück eine halbwegs feste Pappe, nur hat sie ein großes Loch in der Mitte. Aber dafür kommt ja die Polsterung.

Also das gestickte Bild mit der Stickerei nach unten auf die Arbeitsfläche, darauf kommt ein Stück Volumenvlies, das genau die Größe des Passepartouts hat und das Passpartout zuoberst. Zur Befestigung ist eigentlich ein Tacker hilfreich. Aber da ich nur das Passepartout als Unterlagen hatte, wären die Tackernadeln bis zur sichtbaren Seite durchgegangen. Also habe ich mich auf eine alte Technik besonnen: Spannen durch Nähfäden.

Die Seiten umfalten, erst mal mit Stoffclipsen temporär befestigen und dann die jeweils gegenüber liegenden Seiten mit langen Spannstichen verbinden. Dabei so fest anziehen, dass die Spannung passt. (Auch hier: Meine Unterlage ist nicht extrem stabil, also nicht zu fest spannen. Vorteil der Technik von Hand: Man kann die Spannung sehr gut kontrollieren.)

Schönheitspreis gewinnt das nicht, aber das ist ja egal. Hauptsache hält.

Die Ecken werden dann als ungefähr Briefecken eingefaltet.

Mein Stoff ist relativ steif und dick, auch hier gilt, hauptsache hält, schön muß es nicht sein.

Als Nähgarn habe ich auch absichtlich ein etwas dickeres genommen, damit es die Spannung gut hält.

Und da mein Stoff schon relativ leicht ausfranst, habe ich absichtilich die Stiche relativ weit von der Schnittkante weg gesetzt. Ich hatte rundum 4cm Rand vorgesehen, das passte auch gut.

Kontrollblick von rechts…

Die Stickerei ist in der Mitte, wo sie hingehört.

Die Polsterung gibt dem Bild noch etwas Tiefe.

Was ich ganz gerne mag, WENN ich schon mal ein Stickbild rahme.

Was ja eigentlich beides nicht so mein Stil ist. Aber keine Regel ohne Ausnahme.

Und bei Geschenken geht es ja ohnehin nicht um mich.

Anschließend kommt die ganze Packung mit der schönen Seite nach unten in den Rahmen.

Bei den einfachen IKEA Rahmen ist die Rückwand ja nur mit so billigen Biegezungen aus Metall befestigt. Die muß man wirklich ganz aufbiegen und hoch stellen, damit das Päckchen gut in den Rahmen passt.

Dann die Rückwand auflegen, noch mal kontrollieren, ob der Aufhänger auch wirklich oben ist (oder wenn man einen Rahmen mit Aufsteller hat unten), denn ein seitlich oder auf dem Kopf stehendes Bild sieht nicht so gut aus. Und die Laschen vertragen nicht sooo viele Biegevorgänge.

Dann die Laschen wieder zurückbiegen.

Und schon ist ein schönes Stück Deko fürs Home Office (oder woanders) fertig. Ohne Einkaufen zu gehen und mit geringem Finanzeinsatz. (Die Kosten für den Kreditkarteneinsatz im Ausland beim Kauf des Stickmusters und das Porto für den Versand an den Empfänger waren das teuerste.)

Inzwischen ist es auch angekommen und der Beschenkte hat sich gefreut. 🙂

Üben geht immer

… auch am schlichtesten Stickthema.

Ja, selbst an einem Putzlappen fürs Klo konnte ich neues ausprobieren.

Markieren wollte ich den Lappen schon lange, ich kenne zwar meine Farbcodierung, aber in einem Haushalt, in dem sich gelegentlich (wenn nicht gerade Corona ist) auch mal Gäste etwas länger aufhalten und auch solche, die hilfreich sein wollen, ist eine klare Beschriftung doch nützlich. Und als der Lappen dann mal wieder frisch gewaschen aus der Maschine kam, habe ich losgelegt.

Eigenltlich hätte ich lieber ein Symbol aufgestickt, da fand ich aber kein passendes, also durfte der Schriftsatz aus der Maschine ran. Da klar war, dass ich die Buchstaben verkleinern würde müssen, habe ich die Stichdichte gleich mal präventiv reduziert. Weil ein Probestick war für den Zweck jetzt echt nicht vorgesehen.

Was ich neu geübt habe, war der Einsatz von noch unbekannten Vliesen.

Da ich keine Vliesreste in der Stickerei haben wollte, war klar, dass es wasserlösliches Vlies wird. Und da die Stickfläche klein ist, eine gute Gelegenheit mal das Solufix auszuprobieren. Außerdem wollte ich relativ nahe am Rand des Lappens sticken, konnte den also nicht wirklich mit einspannen. Durch die Papierschicht ist das Soluvlies ziemlich steif und es in den kleinsten Rahmen einzuspannen fand ich nicht ganz einfach. Das legt sich ja nicht so wirklich gut um enge Ecken. (Außerdem habe ich angesichts des Preises gelernt, etwas weniger großzügig zuzuschneiden, als ich das sonst bei dem Abreißvlies mache…) Um das Trägerpapier oben dann anzuritzen und auf zuschneiden sollte man eine wirklich scharfe Klinge haben. Den Cutter frisch abbrechen macht da wirklich Sinn. Das Papier ist nämlich ziemlich “zäh” und gibt nicht leicht nach. Zu meiner Freunde habe ich es aber geschafft, nur das Papier durchzuschneiden und nicht das Vlies drunter.

Da die Oberfläche des Microfaserlappens alles andere als glatt und eben ist, die Stickerei aber lesbar sein sollte, habe ich obendrauf noch eine Schicht Soluvlies gelegt. Nein, das ist auch keine neue Technik, aber für mich war es an der Stickmaschine das erste Mal. hier habe mich mir das aufkleben gespart und nur die Heftfunktion der Maschine genutzt, das funktionierte gut für den Zweck.

Wie man sieht, hat das alles gut geklappt. Den Stoff vom Klebevlies abzuziehen erforderte etwas Kraft, das klebt wirklich gut. Und nach einer Runde in der Waschmaschine (meine Geduld reicht nicht, Soluvlies im Waschbecken zu entfernen) habe ich jetzt einen deutlich markierten Putzlappen fürs Klo. 🙂

Ich glaube, das mache ich für die Ferienwohnung auch noch. Wenn ich da mal wieder hin komme, um den Lappen zu holen.

Weihnachtsstick 2020

Wie das so ist, wenn man eine Stickmaschine (oder ein Stickmodul) hat… man fängt an, nach Dingen zu suchen, die man besticken kann. Wovon ich mich nicht freisprechen kann und Weihnachten war dafür ein großartiger Anlass….

Stickereien

Ich habe bei meinem letzten Besuch in Paris (also im Herbst) einen Stapel tunesischer Foutas (Handtücher) bei Fouta Tunisia gekauft und die dann passend zum jeweiligen Empfänger bestickt.

Die meisten Stickmuster stammen wieder von Urban Threads, nur für einen Empfänger gab es nichts passendes und ich habe dann bei Makerist eine Datei mit sehr vielen Ninjas gekauft. (Unterste Stickerei.) – Da muß man dann auch klar sagen, dass man den Unterschied sieht. Bei Makerist gibt es für wenig Geld eine komplette Serie, alle Formate, verschiedene Größen, aber die Regel “you get what you pay for” gilt auch hier. Die Stickerei kann man als “lustlos digitalisiert” beschreiben, ein paar grobe Unterstiche, die Figur selber alle Stiche in die gleiche Richtung und “deckend” ist anders. Immerhin ist die Stickerei nicht so steif. Wenn man was Positives finden will. Aber bei der Anbieterin kaufe ich keine Stickmuster mehr. Gefällt mir nicht. Und daß ich erst mal die Dateien rauspfriemeln muß, die das passende Dateiformat haben, macht es nicht besser. Daß man sich angesichts der etwas chaotischen Größenvielfalt auch schwer tut, die zu finden, die alle perspektivisch die gleiche Größe haben (bei den sehr unterschiedlichen Körperhaltungen hilft einem da die Größe der Stickerei nämlich nicht weiter) kommt noch dazu.

Bei dem Koala habe ich dann auch das erste Mal verstanden, warum es Angaben dazu gibt, welche Farben man nehmen soll. Bei den nicht so deutlichen Abstufungen mit den Fellfarben und so übersteigt das mein Vorstellungsvermögen dann doch. Blöderweise ist Urban Threads für Madeira angegeben, meine Maschine und ich bevorzugen aber Mettler. Falls jemand eine “Umrechnungstabelle” Madeira in Mettler kennt… immer er damit!

Wo ich noch üben muß: den Stoff so einzuspannen, dass die Stickerei hinterher in die richtige Richtung zeigt. Da muß ich noch etwas üben, so mit dem Vorstellungsvermögen….

Weihnachtskarten 2020

Natürlich habe ich auch letztes Jahr einiges Textile zu Weihnachten gemacht, aber zum Zeigen kam ich bisher nicht. Aber gut… ich versuche mal, vor Ostern noch alles zu zeigen…

Für die jährlichen textilen Weihnachtskarten habe ich mir diesmal die Fähigkeiten der Stickmaschine zu Nutze gemacht. Welches Gerät sonst wäre ideal dafür geeignet, 10 Mal mehr oder weniger das Gleiche zu machen?

gestickte WeihnachtskartenDie Stickdatei ist von Urban Threads. Das Motiv gefiel mir gut, nur bei der Abschätzung der richtigen Größe tue ich mich noch schwer, es war natürlich für meine Karten wieder zu groß. Aber zum einen bewältigt die Maschine auch Verkleinerungen um mehr als 20 Prozent, zum anderen habe ich schon gelernt, dass man einfach die Stichdichte auch reduzieren kann und dann noch besser zum verkleinerten Ergebnis kommt.

Die Farben habe ich nach Verfügbarkeit von Reststoff und Garn variiert. Das weiße Stickgarn ging mir dann aus, daraufhin habe ich einfach mit Nähgarn weitergemacht, ich hatte da von der h&h vor einigen Jahren noch weißes von Ackermann (das neue Ackermann, nicht das traditionelle, der Firmenname ist aufgekauft worden). Das ist relativ dünn und etwas fusselig, da nicht so stark gezwirnt und eignet sich aufgrund dessen sehr gut als Stickgarn, wenn es nicht glänzen soll oder muß.

Den Stoff habe ich jeweils mit odif auf Ausreißvlies geklebt und dann mit Organ Titan Nadeln gestickt. Anschließend den Stoff mit doppelseitig klebender Folie auf die Karten geklebt.

Was ich erst auf dem schwarzen Stoff merkte war, dass die Oberfadenspannung doch noch ein gutes Stück lockerer gestellt werden will, damit nichts hoch zieht. Und was ich auf dem weißen Stoff gelernt habe ist, dass man sich bei relativ durchscheinenden Stoffen auch Gedanken machen sollte, wo die Fädchen auf der Rückseite landen. Die scheinen etwas durch.

Aber gut, Weihnachtskarten sind für den Einmalgebrauch… 10 Stück waren es und den jeweiligen Empfängern haben sie gefallen.

Kurz nachdem ich die Dateien gekauft hatte, brachte Urban Threads noch Motive raus, die dafür gedacht sind, direkt auf Papier gestickt zu werden. Schätze, die probiere ich dieses Jahr dann mal aus…

Nadelstatistik 2020

Wie immer befasst sich meine Jahresstatistik vor allem damit, wo meine Anleitungen so her kommen. Und ein bisschen zählen. Auch wenn ich noch nicht alles gebloggt habe, was fertig wurde. Und gezählt wird nur, was auch gebloggt wurde. Der Rest zählt dann ins nächste Jahr.

Genäht habe ich unglaubliche 42 Teile.

Davon waren 15 nach einem Video, genau, das waren die Masken. 8 kamen von Burda (vor allem für Barbie), 7 waren eigene Entwürfe, 6 von aranzi aronzo, 4 von Vogue (das war dann echte Kleidung) und je ein Modell war nach einem alten Schnitt von Elan und von Patrones.

Dabei fällt mir jetzt auch auf, dass ich das letzte genähte Kleidungsstück gar nicht gebloggt habe, da muß ich mal gucken wo die Photos sind, ich bin mir sicher, ich habe welche gemacht…

Das Bekleidungsnähen fand mehr oder weniger auch nur in der ersten Jahreshälfte statt, danach kam der Garten und die Maschine war dann vor Weihnachten vor allem als Stickmaschine im Einsatz. Und… ich habe am 30.12. meinen Flickwäscheberg fertig gemacht, so dass ich jetzt (vorgeswaschener Stoff und Schnitt liegen schon da…) das neue Jahr tatsächlich mit einem ganz neuen Projekt beginnen kann. Und wieder so richtig Kleidung!

Beim Stricken und Häkeln waren es ebenfalls stolze 24 Modelle. Da ich mal versucht habe, meine Einzelknäuel aufzuarbeiten waren das natürlich viele kleine Sachen, nicht zuletzt Häkelblüten aus den allerletzten Resten… 15 Anleitungen kamen so auch von Ravelry, sieben waren eigene Anleitungen (auch wieder viel Barbie und Socken) und zwei von Burda (Barbie).

Das letzte fertige Modell ist auch hier noch nicht gebloggt, so eine Art “Mikrotürkranz” aus einem Rest der grünen Wolle. Aktuell ist ein paar Socken auf den Nadeln, die sollten bald fertig werden, denn da fehlt nur noch das halbe Bündchen.

Von meinen eigenen Anleitungen bei Ravelry ist die Hackensocke immer noch die meistgeliebte, mit 1565 Herzchen. Nachgestrickt wurde sie inzwischen 57 mal. Also keine großartigen Veränderungen.

Eine neue Kategorie in meiner Statistik ist das Maschinensticken. Hier habe ich (gebloggt…) eine Stickerei von Urban Threads verwendet und 12 Mal Stickereien, die bei der Maschine dabei waren. Da zählt aber die Verwendung von den Schriften dazu… das waren also meine Marmeladendeckelchen.

Hexigame Januar 2021Da ich wieder ein Langzeitprojekt habe, gibt es auch einen Blick auf den aktuellen Zustand meines Hexispiels. Sowohl die Länge und Breite stehen mit den beiden “Armen” fest. Jetzt muß ich eigentlich nur noch in der Mitte auffüllen…

Mal sehen, wie sich das über dieses Jahr gestalten wird, ich bin jedenfalls schon deutlich weiter, als ich gedacht hätte.

Wie es dieses Jahr weiter geht? Wird sich zeigen… wenig Sozialleben heißt natürlich, mehr Zeit für Handarbeiten. Auf der anderen Seite ist der mögliche Stoffzukauf für mein Hexispiel ja auch an Reisen und Messen gebunden und damit sieht es wiederum dieses Jahr eher mau aus.

Aber generell leide ich sicher nicht unter Stoff- und Wollmangel… Wenn es nur danach ginge, hätte ich wohl Material für mehrere Jahre Lockdown…