On-Duty-Schürze

Wenn man so eine Schürzenvorlage hat, sind sie ja tatsächlich fix genäht…

Diesmal eine “On Duty” Schürze für den familieneigenen Barkeeper.

Die Schürze schützt nicht nur die Kleidung bei der Arbeit, sie signalisiert den Partygästen auch, ob es noch Cocktails gibt oder auch der Hüter des Cocktail Shakers jetzt zum vergnüglichen Teil des Abends übergegangen ist.

Die Stickerei ist wieder von Urban Threads. Die Farben hätte ich auf der schwarzen Schürze vielleicht etwas anders wählen können, aber es waren die Stickgarne, die ich gerade da hatte.

Die Schrift oben und unten kommt aus der Maschine.

Eigentlich sollte sie in Gold gestickt werden, aber ich musste feststellen, dass das einzige goldene Stickgarn, das ich noch im Vorrat habe, einen deutlichen Grünstich hat. Was zu den übrigen Farben wirklich nicht schön aussieht.

Die Schürze ist aus einem einfachen Baumwollstoff von der Déballage St. Pierre. Ich hätte gerne etwas festeren Stoff gehabt, aber das war der einzige, den sie in Schwarz hatten, also wurde es halt der.

Was mir Zuhause erst auffiel war, dass das gekaufte Gurtband zu dick für meinen Schnitt war. (Oder zu breit… je nachdem, aber so passte es nicht mehr in den vorgesehenen Tunnel.) Dafür hatte ich aber noch eines mit einem goldenen Streifen, ich denke, schon mehr als 30 Jahre. Aber jetzt hat es seinen Platz gefunden.

Vorräte abgebaut hat das aber nicht wirklich, denn das Gurtband, das jetzt übrig ist, hat mehr Volumen als das, das ich jetzt verbraucht habe… Aber es wird seinen Platz finden.

Stoff-Shopping 2/24

Im Mai waren wir ja zum Stoffstöbern in der Gruppe in Paris. Ich wollte ja (fast) nichts kaufen.

Hat nicht ganz geklappt…

Geplant war der zartrosa Tüll, das ist Illusion Tüll von der Déballage St. Pierre, den ich für das Kleid brauche.

Den superweichen Mikrofaserplüsch mit dem Granny Square Muster habe ich bei Toto gefunden. Da sind wir “ach, liegt am Weg, lass reingehen…” kurz vor Schluss noch rein. Vor Schluss ist leider wörtlich zu nehmen, die schließen bedauerlicherweise endgültig, zumindest den Stoffverkauf. Aber dadurch gab es Sonderangebote… Und der Stoff ist ganz klar “so doof, daß schon wieder gut”. Da bin ich tatsächlich ziemlich motiviert, den nächsten Winter noch zu verarbeiten. Mir schwebt eine lässige Jacke mit Kapuze und aufgesetzen Taschen vor. Vielleicht sogar offenkantig verarbeitet, das scheint so gar nicht zu fransen.

Da ich in der Gruppe unterwegs war, “mußte” ich ja in Läden, in die ich gar nicht rein wäre… bei Sacré-Coupons mußte der Tüll mit Stöckelschuh mit. Da ich mich nicht entscheiden konnte in weiß und in Creme. Gut, im Gegensatz zum Plüsch braucht der jetzt nicht viel Platz. Das andere schwarze Stück ist eine superleichte Bügeleinlage für 2€/m. Findet man nicht so oft und ich habe da nicht mehr viel. Der Reißverschluss ist schon für das Kleid für die Hochzeit. im September.

Die anderen Sachen sind so hübsch, dass ich ihnen diesmal einige Einzelaufnahme gönne.

“Willst du uns den Laden vorenthalten?” sagte Adam. Nun ja, der war noch nie offen gewesen, wenn ich da vorbei ging und war auch da nur zufällig offen.

Kisten, Kartons, deckenhohe Regale… Wühltisch für Fortgeschrittene. Wobei der Eigentümer auf Nachfrage durchaus wußte, was er wo hat. Erstaunlich.

Jedenfalls konnte ich dieser schwarzen Spitze mit grafischem Muster nicht widerstehen. Spitzen setze ich ja auch immer mal zur Versäuberung ein und und nicht florale Muster sind selten.

Die andere “Borte” ist eine echte Kette, die auf Tüll genäht ist. Das kann man dann zwischen zwei Stoffstücke nähen und nur die Kette bleibt sichtbar, die quasi “magisch” zwischen den Stoffen hängt. Kann ich mir z.B. an einem Rock vorstellen, so Richtung Saum, aber quer.

Auch ein bisschen weiteres Kleinzeug und Knöpfe musste mit.

Die Croissant-Anhänger können mal Maschenmarkierer werden oder was anderes. Die lagern jetzt aber bei den Perlen.

Schlecht zu erkennen sind die Knöpfe in Form von Kaffeebohnen, die mussten aber auch sein. Die anderen beiden gab es im Röhrchen, weil Restposten. Die in weiß mit Marine sind grafisch schön und Farben, die bei mir oft vorkommen, die Knöpfe mit dem Verschlussmotiv waren einfach zu witzig, um sie stehen zu lassen. Im Knopflager ist aber noch viel Platz…

Nachdem auch der Microfaser verstaut ist, ist jedenfalls klar, dass auch meine durch das Umräumen etwas erleichterte Stofftruhe nicht so erleichter ist, wie ich gedacht hatte… Aber bevor ich den verarbeiten kann, erst mal das Projekt “Kleid für Hochzeit”. Mit Probekleid (Sommerkleid) vorher.

Beim nächsten Parisbesuch werde ich trotzdem wieder in den Stoffgeschäften unterwegs sein, denn ich will ein Sofa neu aufbauen…

Dirndl-Abenteuer (Teil 4)

Nächster Schritt waren die Knopflöcher. Meine Maschine macht die ja weitgehend brav automatisch, aber an einer realen Kleidkante sind natürlich die Stoffverhältnisse bei jedem Knopfloch etwas anders.

Eine erneute Anprobe mit dem BH und dem Top ergab, dass ich die Knopflöcher in angemessenem Abstand zur Kante nähen kann und es nicht nach einem seitlich angebrachten Verschluss aussieht. Enger machen an den Seitennähte war also der richtige Weg.

Ich habe mich für die Augenknopflöcher entschieden. An der Maschine. Handgestochen wäre natürlich schöner etc… aber nicht, wenn ich die mache. Und es war nicht mehr lange bis zur Hochzeit.

Die Augenknopflöcher haben allerdings einen Nachteil. Ein normales Wäscheknopfloch fange ich an der vorderen Kante an, selbst wenn sie nicht ganz identisch in der Länge sind, sind sie an der vorderen Kante (wo es optisch am auffälligsten sind) auf einer Linie. Beim Augenknopfloch sitzt da aber das Auge. Also muss man es an der anderen Seite beginnen. Meine Maschine kann zwar das Knopfloch automatisch passend zum Knopfdurchmesser nähen, aber wie lange das dann genau ist, mit Riegel und Auge… näht man besser ein Probeknopfloch. Danach kann man die Ansatzlinie in passendem Abstand zur Kante auf das Vorderteil übertragen.

Knopflöcher

Die Praxis war dann doch etwas anders. Weil es am wenigsten sichtbar ist, fange ich immer mit dem untersten Knopfloch an. Das landete dann aber gar nicht auf der geplanten Linie. Also eine zweite Linie, etwas weiter vorne… jetzt war das Knopfloch zu weit vorne… dann wieder zurück, jetzt war es wieder zu kurz… ab Nummer vier flutschte es.

Die drei unteren musste ich wieder trennen (lästig, wenn die Garnfarbe so gut passt) und auf den zweiten Versuch liefen auch die problemlos. (Maschine schlecht? Nein, es hängt ein ganzes Kleidungsstück dran und da ist es nicht immer so einfach, das Kleidungsstück selber so zu halten/führen, dass es die Automatik nicht beeinflusst. Den um ein ganzes Kleidungsstück durchzuziehen ist der Transport nicht gemacht.)

Nicht überraschend habe ich keine typischen Trachtenknöpfe gekauft. Zum einen ist in Köln (selbst bei Plissee Becker) das Angebot an Trachtenknöpfen überschaubar, zum anderen ist mein Dirndl in den Materialien ja eh nicht zu traditionell.

Aber diese etwas organisch und alt wirkende Metallknopf gefiel mir und passt auch gut zum Stoff. (Nachdem die Schürze ungeplant helle Spitze bekommen hat, hätte ich auch hellere Knöpfe nehmen können, aber ich hatte keine, die besser aussahen und es war Wochenende und ich konnte es nicht weiter rausschieben. Und in der Gesamtheit hat es wieder gut gepasst.)

Zum Glück hatte ich auch zwei mehr gekauft, als die Dirndl-Revue vorschlug. Für große Größen und ein Teil, das auf Spannung sitzen soll ist die angegebene Knopfzahl doch etwas optimistisch… es hätte keiner weniger sein dürfen.

Danach wurde es lustig. Das Dirndlmieder soll ja knapp sitzen und die Position der Knöpfe zu bestimmen, ist da nicht so einfach. Das ging dann Knopf für Knopf. Dirndl (mit BH und Top) anziehen, kräftig zuziehen und die Position des obersten Knopfs bestimmen. Dirndl ausziehen, Knopf annähen (Alterfil S35, zufällig in der passenden Farbe vorhanden, machte den Prozess etwas schneller).

Dirndl wieder anziehen, Knopf schließen, fest ziehen, Position des zweiten Knopfs festlegen, Dirndl ausziehen, Knopf annähen.

Und so weiter, bis alle Knöpfe dran sind. *Uff*

Gegenknöpfe

Die vordere Kante hat zwar einen breiten angeschnittenen Beleg (den ich direkt an die Webkante gelegt habe, so dass ich da nichts versäubern muss, was für mich gut zu einer traditionellen Schnittform passt, denn da hat man sich ja auch unnötige Arbeit gespart und Kante von Hand umstechen ist unnötige Arbeit), aber da ich das vorne dann doch enger ziehen musste, als der Schnitt vorgesehen hat (keine Ahnung warum, ich habe nicht abgenommen), landeten die Knöpfe dann eher neben als auf dem Beleg.

Außer den drei (bis vier, am Beleg) Stofflagen habe ich außerdem keine Einlage verwendet und auf den Knöpfen ist doch einiges an Zug.

Die Lösung sind Gegenknöpfe an den Stellen mit der meisten Belastung.

Da habe ich einfach genommen, was im Fundus war und flach.

Und dann war ich tatsächlich pünktlich fertig und konnte auch alles noch sauber bügeln, bevor es einen Tag später in den Koffer ging. Ich hatte noch nie für nur zwei Nächte einen so großen Koffer, aber was will man machen, es soll ja hinterher nicht wieder zusammengeknittert sein. (Dafür passten die Sachen meines Bruders inklusive seines Anzugs dann auch noch mit rein und da wir mit dem gleichen Zug gefahren sind, hatten wir dann wenigstens nur einen großen Koffer für zwei.)

Das Endergebnis habe ich ja im ersten Beitrag schon gezeigt. Aber eine Frage bekam ich vorher oft gestellt: Welche Jacke trägst du dazu?

Trenchcoat natürlich. Passt immer. 😉

Warum “Urban Fusion Style Dirndl?”

Naja, der Mantel macht es urban. Die Tasche ist nach einem Schnitt “japanische Knotentasche” genäht. Ich glaube, die aus dem Bernina Blog. Aber da ist das Internet ja voll von.

Und auch der Rest des Stylings ist international. Und gemischt aus dem, was ich schon hatte. (Außer dem Dirndl selber habe ich wirklich nichts neu gekauft.) Das Armband eine Filigranarbeit aus Malta, eine Brosche, vermutlich aus den 1930ern aus irgendeinem Nachlass, Schuhe aus Paris und Rosen-Ohrstecker aus Köln. Modeschmuck, Bijou Brigitte, wenn ich mich recht erinnere.

Selbst die passenden Strumpfhosen hatte ich schon.

Die habe ich vor Jahren mal bei Wolford bestellt (erstens sind die gemusterten Strumpfhosen in den großen Größen immer so schnell weg, dass man zugreifen muss, zweitens waren sie sogar im Sonderangebot), sie hatten aber damals doch nicht zu dem vorgesehenen Outfit gepasst. Aber zum Dirndl… perfekt.

Ich war jedenfalls mit meinem Dirndl sehr zufrieden, sah gut aus, passte zum Anlass, war mehr “ich” als ein traditionelles Dirndl und es war sogar wirklich bequem. Auch beim Abgehen auf der Tanzfläche…

Inzwischen ist es gewaschen und gebügelt und hängt im Schrank.

Und ich werde mich nach einigem dringenden Kleinkram dann mal an das Projekt für die nächsten Hochzeit machen. Mit vollständigem Probekleid…

Aus dem Blogarchiv

Da ich im September die nächste Hochzeit habe, sollte im Juli das Testkleid (aka Sommerkleid) fertig werden. Die Vorhersage ist also: Viel nähen, aber wenig posten. Wenig posten war zumindest in den letzten Jahren auch das Motto…

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