SO! Pattern, Dinah Lady (Hose)

Schnittmuster Dinah von so!-patternEnglish version is on pattern review.

Hosen mit Gummibund sind zwar bequem, sehen aber leider auch so aus. Prima als Pyjamahosen, aber für mich nicht wirklich „straßentauglich“. Bis zu dieser Besprechung der Hose Dinah Lady von SO! Pattern. Die sah nach einer „richtigen“ Hose aus und da ich zu meiner Stricktunika eine passende Hose brauchte, die auch schnell fertig sein sollte, wurde das mein Schnitt.

Da bei mir auch schnelle Projekte gerne etwas dauern, lag der eine Weile bei mir und wurde in der Aufmachung inzwischen von der Wirklichkeit überholt. Mein Schnitt enhält alle Größen von S bis 5XL, in der aktuellen Fassung kann man ihn entweder als „Dinah“ in den Größen S-L kaufen oder als „Dinah Lady“ in den Größen XL-5XL. Keine Überlappung bei den Größen ist natürlich immer unpraktisch, wenn man dazwischen liegt, aber hier brauchte ich 2XL, von daher kein Problem.

Der Schnitt kommt geplottet in einem stabilen und wertigen weißen Pappumschlag. Das hat den Vorteil, daß der Schnitt nicht verknickt und da noch viel Platz in der Hülle ist, konnte ich meine Kopie des Schnittes direkt mit reinstecken. Nachteil ist, daß es nicht zu meinem „Achivsystem“ passt. Ich habe alles in großen Ordnern und der Umschlag ist leider deutlich höher als A4.

Der Umschlag bietet reichtlich Information, inklusive benötigtem Material (auch Nähgarn wird erwähnt) und dem Stoffbedarf für längselastischen und querelastischen Stoff. Da die Hose, zumal für eine Schlupfhose, reichlich körpernah ist, geht hier ohne Elasthan im Stoff nichts, der darf aber auch quer zugeschnitten werden, ja nach dem, in welcher Richtung er dehnt. Meine geplottete Version hat die unterschiedlichen Größen in unterschiedlichen Farben, so daß man die Linien gut auseinander halten kann. Die Linien sind sehr fein gedruckt. An sich kann man die Schnittteile direkt ausschneiden, aber ich habe mir natürlich trotzdem eine Kopie auf Folie gemacht. Falls die ermittelte Größe nicht stimmt, kann man es doch in einer anderen noch mal versuchen. (Wer die Version zum selber Ausdrucken wählt kann da natürlich großzügiger sein.)

Hose Dinah zur TunikaAls Stoff habe ich eine weiche aber relativ schwer fallende Viscose-Poly-Elasthanmischung bei Eurotissus in Paris gefunden. Der Stoff war erkennbar stretchig, über den genauen Elasthangehalt konnte ich allerdings nichts rausfinden. Mental war ich darauf vorbereitet, einen Reißverschluss in die Seitennaht einzufügen, falls es nicht passt. Das war dann aber doch nicht nötig. Da der Elasthangehalt eines Stoffes nicht immer etwas über die Gesamtdehnbarkeit aussagt (es kommt ja u.a. auch noch die Webart dazu) wäre hier so ein „Dehnmaß“ (10cm müssen sich auf Strecke X dehnen lassen) auf der Packung genauer. Aber da es gut funktioniert hat, scheint es auch so zu gehen.

Bei der Größe habe ich mich nach der Maßtabelle gerichtet. Die findet sich auf dem Anleitungsheft. Das Anleitungsheft ist klein und handlich, so kann man es leicht zur Rate ziehen, bevor man ans Zuschneiden geht. Und weil der Pappumschlag wiederverschließbar ist, kann man es danach auch leicht wieder aufräumen. Im Ganzen werden neun Maße angegeben, ich habe mich nach der Hüftweite gerichtet, denn da muß die Hose drüber passen und meine Taille ist definitiv schmaler als die Hüfte. Da der Taillengummi ohnehin nach dem Maß am Körper zugeschnitten wird, habe ich hier die Größe nicht (wie sonst meist) verändert, denn der Gummi zieht im Zweifelsfall halt etwas stärker zusammen.

Hose von vorneNatürlich habe ich mir Gedanken darüber gemacht, warum die Hose trotzdem sie eine Schlupfhose ist so schmal am Körper sitzen kann. Ich denke, das liegt zum einen an den Querabnäher in den Vorderteilen und zum anderen an der längstgeteilten Hinterhose. So kann man Platz für den Po schaffen, da wo er gebraucht wird und nicht irgendwo. Für mich hat das gut funktonioniert. Ein raffinierter Schnitt also.

Außerdem gibt es einen „Pseudoreißverschlussschlitz“ vorne, so daß man der Hose ihr Schlupfhosendasein nicht an sieht.

Die Anleitung beginnt mit einem Zuschneideplan für längselastischen und querelastischen Stoff. Hier ist bei meiner Variante allerdings anzumerken. daß sich der offensichtlich auf die kleineren Größen bezieht. In 2XL funktioniert der nicht mehr so. Es war aber auch nicht schwierig, den Schnitt passend aufzulegen, ich schätze, aus dem Rest könnte ich locker noch einen Rock nähen, wenn ich einen braunen Rock brauchen würde. :o)

Die Anleitung ist klar, hat Text und deutliche Zeichnungen. Was für mich ungewohnt war, war zuerst die Schrittnaht zu nähen und dann die innere Beinnaht in einem Rutsch zusammenzunähen. Und was auch ungewohnt für mich war, daß die Anleitung das, was ich als „innere Beinnaht“ kenne als „Schrittnaht“ bezeichnet. Was natürlich genauso logisch ist, weil im Schritt treffen sich die Nähte. Da gibt es wohl unterschiedliche Nomenklaturen. Mit den Zeichnungen kann man aber nichts falsch machen.

Hose von hintenDen Hosensaum habe ich statt ihn zu versäubern mit Futterstoff eingefasst. Das hätte ich mir sparen können, denn unerwarteterweise waren die Beine sehr viel zu lang… Natürlich steht in der Anleitung, man soll zuerst anprobieren, aber da ich in dem Punkt noch nie Probleme hatte… merkte ich es zu spät. Daraufhin habe ich den Saum doppelt eingeschlagen und von Hand angehext. Ist nicht ganz perfekt schön… aber geht. Wa sich allerdings auch noch nie hatte: Eine Hose die ohne Änderung über meinen Hintern drüber geht und oben auch in der Taille endet, nicht irgendwo auf halber Hüfte. Das gefällt mir extrem gut, da muß ich sonst nämlich immer ändern.

Mit dem Ergebnis bin ich zunächst für den Zweck sehr zufrieden. Die Hose war schnell genäht und sie passt gut zum Oberteil. Sie trägt sich auch bequem. (Nur die Naht hinten am Oberschenkel ist manchmal etwas spürbar, das stört aber nicht wirklich, ich weiß auch nicht, ob das am Stoff oder der Versäuberung liegt bzw. ob man das nicht noch besser machen kann.)

Was mir vorher bewusst war: daß mein Stoff gnadenlos alle Fettpolster nachzeichnen würde. In diesem Fall zum Glück reichlich egal, denn die Hose passt genau zu einem Oberteil und der Teil der Hose wird somit nie sichtbar sein.

Was allerdings auch nötig ist, denn diese… äh… Betonung des Schamdreicks vorne geht ja auch gar nicht. :o)

Auf meine Mail hin hat mir die Schnitterstellerin, Frau Kroth, aber schnell geantwortet und mir den Tip gegeben, die Schrittnaht tiefer auszunähen. Da ich dazu die innere Beinnaht wieder auftrennen  müßte, wird es bei dieser Hose so bleiben. Weil… sieht man eh nie. Ich habe es aber mal mit Nadeln abgesteckt und das sah sehr so aus, als wäre es der richtige Weg.

Für die nächste Variante habe ich einen anthrazitgrauen Stretch-Jeans hier liegen. Diesmal werde ich die Schrittnaht wie gewohnt nach der inneren Beinnaht nähen, dann kann ich den Schritt leichter ändern. Außerdem soll es im Vorderteil Taschen geben. Der Schnitt richtet sich an Anfänger, daher wurde alles weggelassen, was komplziert ist. Ich muß mal sehen, ob ich die an der Position der Abnäher mit einarbeiten kann….

Der Schnitt hat für mich aber definitiv das Potential zum „ich brauch mal schnell eine Hose“ Standardschnitt zu werden. 🙂

Sommerlicher Nadelblick: Juni 2018

Fresh from the needles June 2018

BH in EinzelteilenZeit zum Nähen und so ist nach wie vor knapp, aber da Unterwäsche schnell geht, bin ich schon beim zweiten BH. Da es im Moment länger als drei Tage am Stück heiß ist, wurde es doch recht offensichtlich, daß ich mit hellen BHs die nicht lätschig oder sonst wie am Auseinanderfallen sind nicht gerade gut versorgt bin. Also nähe ich gleich ein paar mehr, so lange die Zutaten reichen. Da ich am Hemdchen Spitze verschnitten habe, reicht es hier nur noch für einen sehr kleinen Spitzenakzent.

Still not too much time for sewing, but underwear are quick projects, so I am about to sew my second bra from the pale pink fabric. Since at the moment the weather is longer hot than for three days in a row (followed by something like two weeks or a year of cold weather…) it became quite evident that the number of bras in lighter hues (that are not about to fall apart) is quite limited at the moment. So I will use the fabric to make some more as long as I have enough material. Since I did cut a part of the lace wrongly for the cami I don’t have much lace left, so that is only enough for a small accent of lace.

Lace Tuch Morning Dove ShawletteMein „Morning Dove Shawlette“ ist einerseits fast fertig, andererseits maximal von „fertig“ entfernt. Wie kommt? Das Tuch ist niedlich, aber weil ich relativ dünne Nadeln genommen habe (mit denen mir das Strickbild am Besten gefiel) ist der Schal nicht nur sehr klein… es ist vor allem noch fast die Hälfte vom Garn übrig. Ich wollte von dem wunderbaren „Maravillosa“ von Dibadu Funnies aber etwas stricken, was das Garn möglichst gut nutzt. Also… werde ich das wieder auftrennen und was anderes draus stricken. (Außerdem überzeugt mich die Randlösung nicht so recht… aber das nur am Rande.)

My „Morning Dove Shawlette“ is nearly finished but at the same time as far away from finished as any project could be. How comes? Well… the shawlette is cute, but since I took smaller needles (where the stitches looked best to me) it is not only very small… even worse it used only a bit more than half of the yarn. My intention was to make the best use possible from the lovely „Maravillosa“ by Dibadu Funnies. So… I am going to frog it completely and knit something different from the yarn. (Also the border does not completely convince me… but that is probably a solvable problem.)

Lace Stulpen, halb fertigDie Handschuhe vom April sind fertig, aus dem Rest des Restes („Merino Kid“ von Shibui Knits) werden jetzt noch mal sehr kleine Lace-Stulpen. Zusammen mit einem anderen Rest („Del Cerro“ von Aslan Trends). Die Anleitung ist Green Gauntlets von Mags Williamson. Nur kürzer, für mehr reicht das Garn nicht.

The mittens from April have been finished and from the remnants of the remnant („Merino Kid“ by Shibui Knits) I am knitting I am knitting very small lace gauntlets. Combining the yarn with another remnant („Del Cerro“ by Aslan Trends). The pattern is Green Gauntlets by Mags Williamson. Only much shorter, due to yarn shortage.

SockenspitzeAuch Socken gibt es wieder. Ein weiterer Versuch, streifendes Garn etwas interessanter zu verarbeiten. Die Anleitung sind die Tipsy Toe Socks von Sybil R. Das Garn ist „Cotton Kolibri Color“ von Schachenmayr Regia. Was man halt so kauft, wenn der Preis stimmt. An den Füßen gehen ja grundsätzlich mal alle Farben.

Also I have socks on my needles. Yet another try to make self stripeying yarn into something interesting. The pattern are the Tipsy Toe Socks by Sybil R. The yarn is „Cotton Kolibri Color“ by Schachenmayr Regia. What you buy when the price is good… and for the feet all colors are bascially okay.

Das war es schon. Buch gibt es gerade gar keines. Ich habe einen Trip nach Paris genutzt, das Buch vom April fertig zu lesen und noch eines dazu, als ich nach Hause kam war wieder alles voll mit Zeitschriften, die „aufgelesen“ werden wollen…

And that’s it. No book at the moment. I’ve profited from my last trip to Paris to finish the book from april and another one. When I came home everything was swamped by magazines I’ve subscribed to. Now I am busy reading those…

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