Opferfest?

Daß Weihnachten immer näher rückt ist kaum zu übersehen.

Und da bekanntermaßen der wichtigste Aspekt an Weihnachten die Geschenke sind, machen sich derzeit in vielen Blogs viele Menschen Gedanken dazu. Da die meisten Blogs die ich lese von Handarbeits-, und Bastelwütigen geschrieben werden ist es nicht verwunderlich, daß der Gedanke an selber gemachte Geschenke vorne an steht.

Auch die Aufforderung, am bestens selber gemachte oder von anderen handgemachte Geschenke zu verschenken liegt da nahe. (Auch wenn diese Aufforderung gerne neben dem Link auf den etsy oder dawanda-Shop der betreffenden Bloggerin steht und so ein gewisses Eigeninteresse wohl nicht fern liegt. 😉 Woran allerdings nichts verkehrt ist. Gute Arbeit darf auch gutes Geld bringen.)

Christmas is coming closer. And as gifts are the most important aspect of christmas I’m reading a lot about that all over blogland. And as most blogs I’m reading are written by crafty people it’s no surprise that handmade gifts are topic number one.

Also the proposal to give only handmade gifts, either made by onesself or made by someone else but still handmade and not industrially produced comes well in that line of thought. (Even if it usually comes next to the link to the said persons etsy- or dawanda-Shop… Still nothing wrong with it. Good money for good work is a good thing.

Doch bei der Begründung fängt dann mein leichtes Bauchgrummeln an.

Handgemacht ist besser… weil es handgemacht ist.

Weil jemand viel Zeit und Mühe investiert hat.

*seufz*

Leute, ich mag Geschenke, ehrlich.

Aber ich will keine Opfer!

Und nein, Dinge werden nicht automatisch wertvoller, weil sich jemand dafür aufgeopfert hat!

But when it comes to the reason why handmade gifts are so much better… I start to feel less happy.

Handmade is better because… it’s handmade.

Because someone has been putting time and effort in it.

Well, you know… I love gifts, really!

But I don’t want a sacrifice!

And no, I don’t think that things become just better or more valuable because someone sacrificed his or her time to make it.

Nicht daß wir uns falsch verstehen: Etliche der schönsten Geschenke die ich bekommen habe waren selbstgemacht. Etwa eine Tasche von Sabine, die micht schon über einige Jahre begleitet und immer wieder mit Freude zum Einsatz kommt. Und mich jedesmal an sie erinnert, wenn ich die Tasche benutze. Ich benutze Taschen, ich mag Taschen, ich liebe Rosen…

Andererseits… ich bade nie.  (Okay, einmal alle zwei Jahre.) Badezusätze, egal wie liebevoll gemacht sind an mich verschwendet. :-/

Ist nicht wichtiger als „handgemacht“ oder nicht die Frage, ob das Geschenk dem Beschenkten gefällt und zu seinem Lebensstil paßt?

Selbst wenn es industriell gefertigt ist.

Wenn es dann natürlich außerdem handgemacht ist und der Macher obendrein noch Freude an der Herstellung hatte: Um so besser!

Aber bitte… keine Opfer, auch kein Zeitopfer bei der Herstellung, nur damit es auf alle Fälle selbstgemacht ist. Verbringt lieber ein bißchen mehr Zeit mit eueren Freunden und eurer Familie…

(P.S.: Ich verschenke dieses Jahr auch vor allem handgemacht, teilweise handgemachtes aus Indien, teilweise aus meiner Werkstatt. Das hat sich dieses Jahr eben so ergeben, weil ich die Sachen fand, die zu den Beschenkten passen. Hoffe ich wenigstens. 😉 )

Don’t get me wrong, some of the most beautiful gifts of my life were handmade. Like a bag a got from Sabine some years ago which still gives me pleasure every time Im using it. And also reminds me of her. I use bags, I love bags and I’m just lovin roses crazily…

On the other hand… I’m the shower type (with having a real bath like once every two years) so even the most elaborate bath-salt is just wasted on me. :-/

Isn’t te question, whether the person who is getting a gift will like it, whether it will fit in the persones lifestyle and habits, more important than the question of „handmade“ vs. „industrial production“?

If the „handemade“ comes on top of a perfect gift…. and maybe the maker had a lot of fun making it… the better!

But pleace, no sacrifice… not even a sacrifice of time just because everything „has“ to be handmade. Better enjoy the time directely with your friends and family…

(This year my gifts will be mostly handmade, too. But more by chance. I picked some nice handmade stuff in India and I’m working on other stuff myself. But as I mentionned… that’s more by chance, because the „fitting“ things were handmade. At least I hope they will fit… 😉 )

Nicht alles Hindu!

BahubaliWie schon gesagt, Indien hat noch eine Menge anderer Religionen und viele von ihnen haben auch interessante Werke hervorgebracht. Die Aufzählung hier ist aber bei weitem nicht vollständig…

Wovon ich trotz Religionsabitur noch nie was gehört hatte war Jainismus… ich war nur in Sravanabelgola etwas verwirrt, warum die lauter Götter haben, von denen ich noch nie was gehört hatte und warum die alle irgendwas mit „tirthankar“ im Namen haben.

Naja, kein Wunder, die Bahubali-Statue und auch die Tempel und Stelen drumherum sind nicht Hindu… sondern Jain. Die Statue auf dem Bild ist ein Monolith, also aus EINEM Felsblock gehauen. Man beachte die Menschen im Vordergrund, die Statue ist so groß.

Dargestellt wird Bahubali, der so lange meditierte, bis die Pflanzen über ihn wucherten. Und das Erreichen einer totalen Bedürfnislosigkeit ist, so sagte man mir, das erstrebenswerte Ziel des Jainismus. Bedürfnislosigkeit bezieht sich übrigens auch auf so Dinge wie „Kleidung“ und wird offensichtlich auch praktiziert, wir haben auf dem Gelände einen „heiligen Mann“ (oder wie auch immer die Jain das dann nennen) gesehen. (Wie das Problem mit dem Essen gelöst wird, da konnte mir keiner Auskunft geben… :o) )

As I said… there are quite some other religions in India. What I’n going to tell here is far from beeing complete…

I have done my „Abitur“ in religious education (as one subject, not the only…), but I had never heard of Jainism. I just was a bit confused why in Sravanabelgola there were only „gods“ I had never heard of and why they all had a „tirthankar“ in their name…

Well the place is not hindu, so it’s not so surprising they have no hindu gods. It’s a Jain temple. The huge statue is a monolith, its made from one huge stone. And yes, it is as big as the figures in the foreground make it look.

The guy is Bahubali who did a very long meditations until plants grew over him. What a Jain wants to reach is having no needs at all. Including „clothes“. Any clothes. Well, the religion is still in practice, we saw a man who must be kind of „saint“ or „monk“ or whatever a Jain what call that. (What they do as far as food is concerned I couldn’t find out…)

Synagoge CochinSynagoge haben wir nur eine gesehen, in Fort Cochin.

Aber immerhin…

Leider war diese geschlossen (nein, es war Freitag, nicht Samstag), so daß wir sie nur von außen sehen konnten.

Schade, irgendwie, zumal die Synagoge sehr alt ist, 1568 das erste Mal errichtet.

Was ich interessant finde ist, daß der Turm den man aus der Ferne sehen kann sehr an eine Kirche erinnert, auch gerade wegen der Uhr.

What we had not expected to find at all is a synagogue.

But there was one in Fort Cochin.

It’s a pity it was closed (even though it was not Saturday, but Friday), so we couldn’t see the inside.

The guide says it’s very old, build in 1568 (for the first time…).

What is interesting to me is the fact, that this tower looks quite like a church-tower, especially with the clocks on it.

Kirche in KeralaWas wir hingegen relativ oft gesehen haben waren christliche Kirchen.

Zwar hatte ich schon gelesen, daß es gerade in Kerala relativ viele Christen gibt, aber auch in anderen indischen Staaten haben wir Kirchen gesehen.

(Die auf dem Bild steht an einem Fluß in Kerala und hat mich durch ihre fröhlich-bunte Farbgebung beeindruckt. Und durch die Elefanten…)

Daß man auch vor Betreten einer Kirche die Schuhe ausziehen muß war für uns hingegen sehr ungewohnt…

Christian churches we have seen quite a lot.

I had read before, that in Kerala are quite a lot of christians, but we’ve seen churches nearly everywhere in India.

(The picture was taken in Kerala and what I liked about that church were the strong and bright colours. And the elephants, of course…)

Taking of the shoes before entering a church on the other side was quite uncommon to us…

Humayuns TombSehr schöne Beispiele islamischer Kunst gibt es ebenfalls zu sehen.

Neben Moscheen haben islamische Herrscher auch sehr eindrucksvolle Bauwerke hinterlassen. Da diese eher im Norden Indiens lebten ist es keine Wunder, daß meine beiden Beispiele aus Delhi stammen.

In beiden Fällen handelt es sich um Grabmäler, die in parkähnliche Gärten eingebettet sind. Diese laden auch zum Spaziergehen und verweilen ein.

India offers also impressive examples of islamic art.

There are all kind of mosques, of course, but islamic rulers left also other interesting buildings. As the Moguls ruled in the north of India, my pictures were taken in Delhi.

In both cases it’s tombs that lay in the middle of park-like gardens and are quiet and peacful places for a stroll or to relax.

Das erste Bild zeig Humayum’s Tomb, wie der Name vermuten lässt das Grabmal von Humayum, das seine Witwe (oder eine seiner Witwen, wenn ich das richtig verstanden habe…) im 16. Jahrhundert errichten ließ.

Wer sich an Bilder vom berühmten Taj Mahal erinnert fühlt liegt nicht falsch, denn dieses Grabmal ist eines der „Vorläufer“ des großen Werkes in Agra. (Welches wir diesmal nicht besichtigt haben.)

The first picture shows Humayum’s Tomb. From the name it’s easy to guess that it’s the tomb for Mogul Humayum. It was his widow (or one of his widows, if I got that right…) who had this build for her deceased husband.

If this reminds you the famous Taj Mahal you’re not wrong. It’s consicered to be one of the „predecessors“ of the big building in Agra. (Which we haven’t visited this time.)

Safdarjangs TombDas letzte Bild zeigt Safdarjang’s Tomb.

Auch hier wieder ein stimmungsvoller Park außenherum.

Dieses Grabmal stammt aus dem 18. Jahrhundert und ist eines der letzten Beispiele der Mogul-Architektur.

Auch hier gibt der Name klar an, das es zu Ehren von Safdarjang errichtet wurde, in diesem Fall von seinem Sohn.

The last picture shows Safdarjung’s Tomb.

Again it’s surrounded by a very beautifull park.

This tomb was built in the 18th century and is one af the last examples of the Mogul-architecture.

Also here the name indicates that it’s the tomb of Safdarjang. This time it was built by a son for his father.

Namensstiefel

Nachdem ich auch dieses Jahr meinen virtuellen Beitrag für den Adventskalender der Hobbyschneiderin „abgeleistet“ habe fand ich meine Anleitung vom letzten Jahr… sie war nur einen Tag im Netz zu sehen, also hat sie vielleicht noch nicht jeder?

After I wrote my this years article for the „Adventskalender“ of the Hobbyschneiderin I remembered my tutorial from the last year. It has only been on the internet für 24 hours and never in English. So maybe someone likes this very quick and easy idea to create nametags for christmas-gifts?

Zuschneiden Ich plane ja jedes Jahr ausführlich Weihnachten, um dann in letzter Sekunde noch was zusammenzuwursteln. Diese Geschenkanhänger entstanden vor zwei Jahren am 23. Dezember (nachts) und jede Hobbyschneiderin hat alles Nötige dafür im Haus: Papier, Stift, Stoffreste, Schere oder Rollschneider, Nähgarn und evtl. Stickgarn, wenn vorhanden.

I’m great in planning Christmas but somehow the result is always a last minute crafting… These gift-tags were made two years ago, the night before Christmas. (In Germany that means the 23 of december…) You need paper, pencil, some scraps, scissors or Rollercutter, thread and if you have embrodery thread. So only things that any sewer has at home, important for last minute projects…

Zuerst zeichnen wir uns einen Stiefel in gewünschter Größe auf Papier. Einfach zuerst mit dem Lineal die Konturen eines eckigen, dicken „L“ malen und anschließend die Ecken abrunden. Das Schnitteil etwa 5mm breiter und knapp 3 cm cm höher als der fertige Stiefel sein soll zeichnen. (Oder das Photo entsprechend groß ausdrucken und meinen Stiefel verwenden. Das Raster der Schneidmatte zeigt die Originalgröße ja gut. Das Originalschnitteil habe ich Ostern aufgeräumt weil Besuch mit Kindern kam und da ist es auch noch. Ich weiß nur nicht mehr wo. :o) )

First you take the paper and draw the shape of a „L“ with the help of a ruler. Then you cut the edge round and you have a perfect stocking. The pattern should be 5mm larger and about 3 cm higher that the finished stocking.

Danach das Schnitteil im Stoffbruch auf einen bunten Webstoff legen. Feste Baumwolle geht am besten. Ich hatte da noch einen Rest von einer Schürze… Im Stoffbruch zuschneiden.

Then you take a nice piece of fabric from your „collection“, any woven will do, firm cotton is the easiest choice. If you have any christmas-prints… great! If not… (like me…) take anything you like. Mine was the leftover of an apron. Another christmas gift some years earlier…

Stoff zugeschnittenSo sieht der zugeschnittene Stiefel dann aus. Jetzt wird er rechts auf rechts im Stoffbruch gefaltet und zusammengenäht. Oben bleibt er offen. Ich habe mit dem Overlockstich der Nähmaschine genäht, der braucht etwa 5mm Nahtzugabe. Einfacher Geradstich oder Zickzackstich tun es aber auch. Wer eine breitere Nahtzugabe als 5mm verwenden will, muß beim Zuschnitt noch etwas zugeben, sonst wird der Stiefelschaft zu eng und läßt sich nicht mehr gut wenden.

Aber das kommt später.

Zuerst wenden wir die obere Stiefelkante um knapp 3 cm nach außen, also auf die linke Seite, die ja noch außen ist. Und nähen diese Kante mit kontrastfarbenem Näh- oder Stickgarn fest. Ich habe dazu Zierstiche und das einfache Alphabet der Maschine benutzt.

Wer eine einfache Maschine ohne Zierstiche hat, kann mit einem engen Zickzackstich auch einen schönen Effekt erzeugen. Auch zwei durch die gleiche Nadel laufenden Fäden oder ombriertes bzw. Multi-Color-Garn sind gut geeignet.

That’s how the cut fabric looks. You fold it along the fold, right sides together, and just sew from the bottom to the top. Leaving the upper side open, of course.

I’ve been using the „serger-stitch“ of my sewing machine, which needs 5mm seam allowence. Straight stitch or a zigzag stitch are other options. If you use a serger you might need more allowence, so don’t forget to add it, elseway turning the stocking might become difficult if not impossible… But turning will be later.

First you hem the stocking. For that you turn the 3cm hem allowance on the top outside (the stocking is still right side in) and hem it with any decorative stitch of your machine. I used the alphabet to write the names. If your machine has no embroidery-stitches use ebrodery thread and satinstitch, try variegated threads or thread the needle with two threads. Just experiment…

Nähfuß als Freiarm

Die Frage die sich hier meist stellt ist: Wie soll das gehen? Die Öffnung ist doch viel zu eng um sie über den Freiarm der Maschine zu ziehen?

Das Bild zeigt es: Gar nicht.

Der Stiefel ist ja noch auf links gedreht, die rechte Seite also innen. Und wir stecken den Nähfuß einfach hinein und nähen in der Öffnung. (Das ist auch gemeint, wenn davon die Rede ist, daß der Nähfuß der kleinste Freiarm der Welt sei. 😉

Here the not so experienced sewer (the others know… I haven’t invented the technique, of course!) usually asks: How can I do this? The opening is too small to pull it over the free arm.

Well, it’s the presser foot the opening will turn around.

Remember, the right side of the finished stocking is still inside. So you just put the presser food in the opening an sew… works always, even on flatbed machines. (I never really understood what free arms are good for…. 😉 )

Wer es noch einfacher haben will kann natürlich zuerst den Saum nähen und danach den Stiefel zusammen. Aber dann sieht man oben die Naht vorspitzen und das wollte ich nicht.

Of course you can first make the hem and then sew the stocking. But then the seam will remain visible on the top of the stocking and I didn’t like that…

Stiefel fertigNur noch wenden und fertig ist ein Geschenkanhänger. Man kann noch eine Praline hineinstecken, oder einen Gutschein oder auch nicht. Dann einfach mit dem Geschenkband (das schon um das Geschenk gewickelt ist) zubinden und zwar so, daß der Name lesbar bleibt.

So entsteht auch kurz vor der Bescherung noch rasch eine kleine Stiefelherde. Und ein Stoffrest war aufgebraucht.

Last step is to turn the stocking inside out, and that’s it.

You can fill it with a little chocolate, another sweet,… or not. Then you use some cord or thread or yarn to tie it close. And attach it to the gift.

It’s done really quickly, so I could produce a whole bunch of it only hours before „Bescherung“ (that’s the moment when everyone is allowed to open the gifts).

And I there was one piece of fabric less in my „collection“…

Stiefel aus FleeceWer eher Fleece oder Filz übrig hat kann auch die Variante auf dem letzten Bild nähen:

Das Schnitteil wird nicht im Stoffbruch aufgelegt sondern rundum mit Nahtzugabe zugeschnitten. Am besten mit einer Zackenschere.

Die Saumzugabe entfällt.

Dann kommt zuerst eine Reihe Zierstich (in meinem Fall mit Namen) auf die obere Kante und anschließend werden die beiden Einzelteile links auf links zusammengelegt und mit einem nicht zu kurzen Steppstich von rechts an der Kante zusammengenäht.

Und schon ist die flauschige Variante fertig!

If you have leftovers of fleece ar felt ore some other nonraveling fabric you can try the version of the last picture:

You cut the pattern not on fold, but as two single pieces with seam allowance on all sides. Using your pinking shears gives a nice effect.

And you cut the pattern minus the hem allowance.

This time you sew the name to the border of the stocking first, then you put the two pieces left sides together und you sew around the edge from the right side.

Just straight stitch, stitch length not to short.

That’s all for a soft version… 😉

Alles Hindu, oder was?

Relief in HallebidSo ähnlich habe ich es zumindest in der Schule gelernt. In Indien leben Hindus und die Tempel sind bunt und farbenfroh, wie auch die Saris indischer Frauen.

Das ist natürlich nicht falsch, aber auch nicht die ganze Wahrheit.

People in India are hindu, that’s what I learned at school. And their temples are as colourful as tha sarees of indian woman.

Of course that ist not wrong, but it’s not the whole truth either.

Es geht schon mal damit los, daß natürlich nicht alle Hindutempel quietschbunt sind. Oder zumindest nicht mehr quietschbunt… das erste Bild ist aus Halebid (der Ort hat noch mehr Schreibweisen als Tempelstatuen, will mir scheinen…) vom Hoysaleswara Tempel, der ab 1121 erbaut wurde. Wenn man bedenkt, daß er über und über mit fein ausgearbeiteten Statuen bedeckt ist und nicht außer acht läßt, daß all dies aus Stein ist, dann überrascht es vielleicht nicht, daß er auch in 80 Jahren Bauzeit nie fertig wurde. (Sagt zumindest der Lonley Planet, für mich sah es gar nicht so unfertig aus…)

First thing: they are not all colourfull. Or at least no longer. the first picture was taken in Halebed, showing a detail from the Hoysaleswara Temple that was built from 1121 on. Isn’t that detailled statue amazing? And the place is all over decorated with statues and reliefs like this. The guide says it’s not finished… well 80 years is maybe not so much time if you have to work your decoration in stone…

Natürlich weiß ich aus Büchern, daß die Religionen in Indien nicht immer friedlich zusammengelebt haben und es auch bis in die Neuzeit nicht immer tun.

Aber erlebt haben wir das Land in dieser Hinsicht als sehr friedlich.

Daß im Muslimischen Viertel von Bangalore zwei große Moscheen nebeneinander stehen erzeugt keinen Ärger, auch nicht am Freitag. Und dazwischen ist mühelos Platz für einen kleinen Hindutempel… Die Kirche hingegen ist gerade mal eine Straße weiter.

Of course I have been reading books about history and I know, that people of different religions have not always been living together happily and peacefully in Indian history. And that problems are not restricted to long ago periods in history.

But we didn’t see any religous troubles while we were there.

Tempelanlage von BelurIt’s no problem to walk around in the muslim quarter of Bangalore on a Friday afternoon. No problem that there are two big mosques next to each other. And there is still enough room for a small hindu temple between them. In the neighbourhood of the church in the next street.

In der Nähe von Halebid (wobei 16km auf indischen Straßen lang sein können…) Ist Belur. Gleiche Epoche, etwa 100 Jahre Bauzeit und einfach riesig.

Das Bild zeigt sozusagen den „Haupteingang“ (eingerüstet) und einen kleinen Teil des Hofes. Nicht sichtbar sind auch die weiteren Tempel die auf dem Areal noch stehen… und alles ohne Maschinen.

Die Reinigungsarbeiten am Portal wurden übrigens auch manuell durchgeführt. Hände und Sandpapier… nichts von wegen Kärcher oder so…

Close to Halebid is Belur (well, 16km on an indian street can be a looong journey…). Dating from the same time, took around 100 years to build and it’s huge.

The picture shows what I take for the main entrance (scaffolded) and a small part of the areal. It doesn’t show the other temples on that areal, there are several ones and they hat no machines to build them.

The cleansing of the main entrance was also done by hand and sandpaper… no Kärcher or another tool.

Während unseres Aufenthaltes in Indien fand ein wichtiges Fest statt: Diwali. Die Art der Feierlichkeiten erinnert ein wenig an Weihnachten und Sylvester zusammen:

Es werden kleine Öllichter aus Ton aufgestellt (heute auch gerne elektrische Glührbirnen…) und (Sylvester)Kracher losgelassen.

Gläubige Hindus gehen an bestimmten Tagen in den Tempel und bringen pujas (Opfergaben) dar.

Außerdem kaufen viele Familien neue Festkleidung, man trifft sich im Kreise der Familie und ißt. Besonders Süßigkeiten. (Süßigkeiten sind extrem wichtig bei indischen Feiern!) Meist zu viel.

Klingt bekannt, oder? 😉

Und die Gelegenheit zum Familienfest wird von allen gerne genutzt, egal welcher Religion und ob sie praktizierende Hindus sind oder nicht.

Tempelelefant in BelurOh… und der Tempel in Belur ist nicht nur ein historisches Monument, er ist auch als Kultstätte noch in Benutzung. (Generell scheinen Hindus ganz wenig Probleme damit zu haben, einen Tempel als Touristen zu besuchen, sich aber auch noch schnell einen Segen abzuholen.)

Daher stehen einige neuere Wagen und Figuren herum, die offensichtlich bei Prozessionen herausgeholt werden.

Belur is more than a historic monument, the temple is still in use. (I got the impression that for hindus it’s nor problem to visit a place as a tourist, but getting themselves a blessing, too while going by.)

So they have also more recent wooden chariots and figures that are brought out for processions. (At least I think so.)

We were lucky to be in India while a majour religous feast was going on: Diwali. The way it is celebrated is a bit like christmas and new years eve on the same day:

Houses and streets are decorated with tiny earthen oillamps (oil may be replaced by small electric lightbulbs…) and they are burning crackers.

Lot of hindus go to a temple of their favourite god and do „pujas“ (offerings).

Many families see it as a possibility to buy new clothes (expensive sarees, if they can afford it) then they come together and have big meals. And eat a lot of sweets. (Sweets are like the most important thing on an indian feast!). And usually everybody eats way to much.

Sounds familiar? 😉

Of course also non-hindu families like to use the occasion of the Diwali-holiday for gathering and having big meals…

Tempel in BangaloreAber um dem Klischee genüge zu tun:

Hier auch noch ein Bild von einem ganz normalen Tempel, wie sie wirklich an beinahe jeder Straßen finden kann.

Dieser hier steht in der Nähe des Busbahnhofes von Bangalore.

Vor Kitsch und ein bißchen elektrischer Beleuchtung hat hier keiner Furcht, erlaubt ist, was auffällt. Oder so.

Angesichts des indischen Verkehrs, so meine Vermutung, wird ein Segen vor einer Reise besonders gerne genommen und dann reicht das Tempelbudget auch für elektrische Leuchtschläuche… (die sind nämlich etwas, was ich nicht an allzuvielen Tempeln gesehen habe).

Of course the „typical“ colourfull hindu temple exists also. And they are really everywhere, smaller, bigger, just between normal houses in any street.

And they are not the least bit afraid of kitsch, colours and electric light wires if they can afford it.

The last picture was taken in Bangalore, close to the big Bus station.

Considering the traffic situation in India I suppose that everybody welcomes a big blessing before going to the coach. So the temple seems to have enough money for electric light wires… (something I haven’t seen on to many other temples).

(Btw: Anybody reading the English stuff? If nobody is interested I can restrict my english blogging on the sewing topics…?)

Revue de Presse: burda Modemagazin Dezember 2007

Was ich mir nach meinem Urlaub natürlich auch fix wieder geholt habe, war die Dezemberburda. Diesmal in schwarz-gold aufgemacht, ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich das jetzt edel oder trist finden soll… Wehmütig vermisse ich jedenfalls die leckeren Plätzchenrezepte die früher immer drin waren. Naja, dieses Jahr weiß ich eh noch nicht, wann ich zumindest mein „kleines Programm“ backen soll…

(Short version about the december 2007 Burda WOF: I like dress 104 and 111, also Shirt 117 and the designer dress. They are all out of my size range, so I wont sew any of them. Gown 110 looks like a night gown to me, just awful. The rest is… well, not completely boring, but nothing that excites me either…)

Editorial… der große Bogen vom Abendkleid über Prominenz zu Charity. Vorweihnachtszeit halt… Das hautfarbene Paillettenkleid bringt mich sogar dazu, im Inhaltsverzeichnis einen kurzen Blätterstopp einzulegen, bevor es zm „must have“ geht. Strick ist ja gut, speziell der gezeigte Schal kann mich hingegen nicht so begeistern. Normalerweise trägt man den Schal ja zu einer Jacke und dann gibt sich kein Kontrast zum dünnen Shirt mehr, sondern es sieht alles nur noch unförmig aus. Außerdem umschließen zu dicke Schals den Hals oft nicht so gut und es zieht rein. *g* Dafür ist so was ein prima Schellprojekt für Strickerinnen…

Ah, „aktuell“ sind die Abendkleider. Natürlich brauche ich nicht so viele… aber ich gucke sie trotzdem immer gerne an…

Burda KleidKleid 104 gibt natürlich sofortiges Entzücken… Prinzessin, aber ohne überladen zu sein. Diese überfallenden Puffärmel… Nicht für meine Größe, nicht für meine Figur… aber einfach… *dahinschmelz* Gäbe auch ein wunderbares Brautkleid…Beim Kurzgrößen-Kleid 105 bin ich mir nicht so sicher… das Oberteil gefällt mir ja gut, aber „edel“ finde ich den Crincle am Rock irgendwie nicht… nur zerknittert. Zu viel Fläche für die Knitter. Kleid 106 muß beim Nähen komplett in die Hose gegangen sein, denn sonst hätten sie keine Photo-Position gewählt, bei der nichts, aber auch gar nichts zu erkennen ist… Der Schnitt kommt mir aber sehr vertraut vor… Ich glaube beinahe, den hatte ich schon mal als Samtkleid, vor langer Zeit…?

Oh, was macht den das Nachthemd bei den Abendkleidern? Das soll „Glamour mal zwei“ sein??? O tempora O mores… meine Oma hatte so was als Nachthemd…

Ah, 111 ist der perlenübersäte Hingucker aus dem Inhaltsverzeichnis. Aus der Froschperspektive sieht das Kleid allerdings deutlich weniger attraktiv aus. Dafür erkennt man die grauenhaften Schuhe um so besser… Also wenn es schon goldene Klumpfüße (auch Plateausohlen genannt) sein müssen, könnte man diese Geschmacklosigkeit doch gnädig unter dem bodenlangen Rock verstecken. *bäh* Spannend ist auch, daß die Farbe, die auf dem ersten Bild ein zarter Hautton war, hier mehr ins bronze-oliv geht. Da hat wohl mal wieder jemand mit dem Farbmanagement gespielt… Und man sollte Stoffe nie kaufen, ohne sie in der Hand gehabt zu haben. Denn wer den Stoff bestellt kauft die Katze im Sack…

Kleid aus Elastikjersey… nett, aber als Abendkleid… selbst auf dem sicher sorgsam hindrapierten Photo hängt es hier und da etwas schlappig herunter und wie das dann nach drei Bewegungen aussieht…) Dem langen Samtkleid hätte man übrigens einen Handsaum gönnen können, die Steppnaht sieht billig aus. (Wie auch diese Schuhe… aber ich wiederhole mich.) Und der Ausschnitt steht selbst bei der leicht zurückgelehnten Haltung des Models noch ab (jetzt wird auch klar, warum Model 106 auf dem Bild komplett versteckt ist, das ist der gleiche Schnitt…).

Und weil wir bei billig und schlecht passend sind… Röhrenhosen aus Satin passen da ins Bild. Querfalten ziehen in alle Richtungen… edel ist anders.

Die Modeberatung mit Fakefur Jacke. Der schlichte Jackenschnitt bringt jedenfalls den Stoff gut zur Geltun. So gar nicht meins, aber gut umgesetzt. Das Styling… na ja, das Büroutfit hat was von… hm… sagen wir für die Empfangsmaus einer Kreativagentur mag es passend sein oder so. Andererseits sieht die Jacke bei der Arbeit eh keiner, so man nicht fürs Laub rechen im Park zuständig ist. Cocktailkleid in braun muß man mögen. Und vor allem den Rest des Abends die Jacke anbehalten, denn ohne bleibt das Outfit eher langweilig. Für den Stadtbummel mag es noch am ehesten geeignet sein. Wenn man sich Pflastertreten mit hohen Hacken antun will. Und wenn man statt im sonnigen Davos im nebeligen oder regnerischen Deutschland ist sollte man sich das mit der Sonnenbrille noch mal überlegen… nichts sieht leichter affig aus, als funktionale Gegenstände, die ihrer Funktion beraubt sind… :o)

Die „city“ Mode ist diesmal warngelb und angeblich business-class. Vielleicht hätte sich der Photograph vorher mal mit dem Texter absprechen sollen, denn die Aufmachung ist 60er Jahre Retro Bond-Girl Stil. Wie das mit „Business“ zusammenpaßt? Keine Ahnung… Mode für professionelle Spione und Geheimdienstler? Und ich dachte immer, die mögen es unauffällig… *gg* *durchblätter* *zurückblätter* *wieder vorblätter* Nein, so wirklich begeistert mich da nichts. Bluse 117 B vielleicht… aber muß es sooo gelb sein? Vielleicht taucht der Schnitt an anderer Stelle im Heft noch mal auf….

Bluse BurdaJa, in der Tat! Als Bluse 117 A in rot bei den Basics. Die Bezugsquelle für den Stoff überlese ich lieber, denn das ist so ein Muster, dem ich immer ganz schwer widerstehen kann. Und das obwohl ich weiß, daß mir knallrot mit schwarz nicht wirklich steht. Zu kontrastreich…

*blätter* Oh, was für ein interessanter Rock! Schade… 🙁 Den gibt es nur zu kaufen. *schnirfz*

*örks* Schon wieder diese grauenhaften Leggins die den halben Fuß mit bedecken. Dazu Peep Toe High Heels. Moderedakteure sollten das mal tragen, beim nächsten Bummel auf dem Weihnachtsmarkt. Wir haben Dezember und wenn man sich schon lächerlich macht, dann sollte man nicht auch noch frieren müssen. Gymnastikhosen gehören ins Tanzstudio…

Das Special ist vertraut… wer dieses „1st Row“ Modell noch nicht runtergeladen hat hat es jetzt im Heft.

„fashion-news“ sagen Wildtier Drucke und Leder. Irgendwie… Schlangenleder und Kroko-Look haben doch so was… gewöhnliches? Nein, diesmal so gar nicht meins.

Im „extra“ werden die obligatorischen Nachtwäsche Schnitte wieder ausgegraben, diesmal aus niedlichen Pünktchenstoffen genäht.

*blätter* *blätter* Modeschmuck… prima, große Steine, glitzer… gerade bei Glassteinen kann man auch prima selber kreativ werden. Kleid

Das „exclusiv-design“ kommt diesmal aus Schwabing von Susanne Wiebe und der Text erklärt, die Lieblingsfarbe der Designerin sei sattes Pink oder Cyclam. Das war dann wohl zu aufregend für Burda, so daß hier schwarz draus wurde.

Nichtsdestotrotz ein tolles Modell! Das könnte ich mir, mit ein paar Abwandlungen, vielleicht sogar in (m)einer großen Größe vorstellen…

Die Plus Modelle… „Luxus“, mal sehen wie viel Luxus uns Plusfrauen zugestanden wird, nach den üppigen Perlen, Pailetten und Spitzenmodellen vorne im Heft.

Hm. Naja. Tunika 132… der Schnitt ist nett. Als bequemes Modell. Als „angezogenere“ Alternative zum Morgenmantel etwa. gut, da hätte es dann was von Luxus. Aber die Streifen besser aus anderem Material, die hängen irgendwie und wellen sich. Was haben wir noch? Schwarz… wie überraschend. Die obligate weite Hose… Die Spitz zulaufende Jacke… wäre interessant zu sehen, wie die geschlossen auf einem echten „Plus“ Körper aussieht…schwarzer Rock *gähn*. Der Kurzmantel… gut, schlicht und tragbar. Nur mit breitem Gürtel auf Taille gebracht nicht mehr so sehr A-förmig… Na gut… nett.

*blätter*

*hellwachsei*

Der kreative Kopf des Monats ist Ines Schwotzer. Klöppeln mit Draht und Schmuck draus biegen… cool! Klöppeln habe ich ja immer noch nicht gelernt, aber so ein paar Experimente mit Draht und Häkelnadel vielleicht… Absolut toll jedenfalls, der filigrane Klöppelschmuck!

*blätter* Frisuren *murmelzumFriseurmüßteichmalwiedermurmel* *eilig über den ganzen Beauty- und Wellnesskrempel hinweg blätter*

Reiseteil New York: Shopping, shopping, shopping.Gut, der Dollar steht günstig. Aber nur zum Klamottenkaufen so weit fliegen? Zumal die Zollbestimmungen eh verhindern, daß man sich wirklich einkleidet. Und „kreative“ Reisetips stehen hier auch keine drin. Mal wieder ein austauschbarer Bericht, vermutlich aus irgendeiner Schublade.

Ach, der Kinderteil kommt auch noch. Auch hier Prinzessinen-Look. So einen Samtmantel hätte ich mit fünf sicher auch gewollt. Allerdings hätte ich damals sicher schon über die außenliegenden Nähte gemotzt. Aus der Ferne mag es wie eine Borte aussehen, aber von Nahem schon auf dem Photo nur schludrig. Nur weil es Ovis gibt muß man nicht jeden Stoff (sichtbar) damit verhunzen…

*blätter* Kultur-treff.. nein, diesmal nichts spannendes dabei… *blätter* Weihnachtsdeko… na mal sehen was Burda vorschlägt. Gold, braun, glitzer,… allgemein festlich eher als weihnachtlich. Für den Look müßte ich wohl meine ganze Wohnung umdekorieren. (Macht das eigentlich jemand? Also nicht nur die Weihnachtsdeko aufstellen, sondern andere Sofakissen, anderen Teppich,… die ganze Wohnung jede Saison umstylen??) Ne, spricht mich diesmal alles nicht so an, genauso wenig wie die „living“ Sachen in Gold. Vielleicht doch lieber wieder Plätzchenrezepte?

Die nächste Ausgabe erscheint noch vor Weihnachten und kommt dann schon mit Karneval daher… *püh*