P-A-Challenge 2007: Taille und Rocksaum

So, Frau mhs hatte am Samstag Zeit (nach einem Besuch im Wollladen, für dessen Ergebnis ich mich aber nicht schuldig fühle… *g*) und der Rock durfte einmal Bekanntschaft mit ihrem Rockabrunder machen. Manchmal ist so ein Teil sicher praktisch, aber selten genug, daß nicht jeder eines haben muß.

Rock gerade Nähbücher verweisen ja gerne darauf, daß der Rockbund gerade sitzen sollte, parallel zum Boden, auf der Taille, bevor man sich an die Bestimmung der Saumlänge macht. In der Theorie ist das auch prima.

In der Praxis hingegen stimmt das nicht immer.

Das erste Bild zeigt meinen Proberock mit geradem Bund. Auf Taille. Theoretisch. (Ich entschuldige mich für dich schlechten Bilder, Spiegel überfordern meine Kamera… Aber Dank meiner ungebräunt weißen Haut sollte der Kontrast zum dunklen Rock genügen, um das relevante zu erkennen.)

Sewing books often advise you, to make sure, that the waistband sits well, on your waist and parallel to the floor, before you decide about the hem of a skirt. Great idea! Theoretically….

The picture shows (okay, more or less… sorry for the poor qualitiy but I had to photograph myself in a mirror and the camera doesn’t really like that situation… but I think my skin is white enougt to provide a good contrast to the blue skirt…) the waistband on my theoretical waist. Parallel to the floor.

Bund auf Taille Allerdings… so bald ich mich bewege kommt der Bund ins Rutschen.

Und landet in der Praxis vorne ein ganzes Stück tiefer als hinten.

Meine Taille denkt nämlich gar nicht daran, parallel zum Boden zu laufen. Die läuft schief.

Mein großer Hintern macht die Sache natürlich nicht besser, denn da muß der Stoff ja auch drüber. :o)

Und ich weiß wieder, warum ich schon so lange keinen weiteren Rock mehr genäht habe… Bei engen Röcken mußte ich auch vorne am Saum immer einiges mehr wegnehmen, aber da fällt es weniger auf.

Well, I’m not a statue and as soon as I start to move, the waistband falls down in the front. On my natural waist. Which is not parallel to floor. Not the least bit.

Okay, my…. „protruding derriere“ (okay, fat is the word…) doesn’t make it better either.

But it reminds me, why I havent been sewing wider skirts for ages. Even on straight skirts I had to bring in the front hem much more than the back one, but still it’s less striking.

Der Unterschied zwischen dem eingefalteten Saum vorne und hinten liegt bei neun Zentimeter!

Rocksaum Auf dem Kleiderbügel sieht der Rock jetzt absolut absurd aus.

Den Proberock werde ich so säumen, für den Challengerock werde ich allerdings den Schnitt anpassen.

Der Unterschied zwischen vorderer Mitte und der Seite des Rockes liegt immer noch bei sieben Zentimetern.

Ich werde den Rockschnitt vorne und zur Seite hin verlaufend knapp unterhab des Bundes um fünf Zentimeter kürzen, zum seitlichen Abnäher hin verlaufend. Dann bleibt noch genug Spielraum, falls der Rock aus einem anderen Stoff anders fallen sollte oder sich deutlich anderes aushängen.

Den Rest gleiche ich dann auch am Challegenrock über des Saum aus.

Ach ja, ich weiß jetzt auch wieder, warum ich keine Schneiderpuppe habe… die würde da eh nichts nutzen. Die helfenden Hand einer Freundin ist eben doch durch nichts zu ersetzen. 😉

The difference of the hem between front and back makes 9cm!

And the skirt looks so absurd an the hanger.

This skirt I will finish that way, but for the Challenge-skirt I will shorten my pattern in the front part. I’ll take out fife centimeters in the front blending to nothing in direction of the side-dart. (The difference between front and side is 7cm). That way I have enough left in case the other fabric behaves differently. You never know…

And the rest I can correct in the hemline.

Also this reminds me, why I have no dressmakers model for me… that couldn’t have a waist like me. Nothing replaces a friends helping hand. 😉

Revue de Presse: Burda modemagazin August 2007

Beim Samstagseinkauf im Supermarkt landet auch die aktuelle Burdaausgabe im Korb. ( Die mit dem elegant-streng schwarz-weiß gehaltenen Titel einen ziemlichen Kontrast darstellte. So wohl zum Publikum des Supermarktes als auch zur umgebenden schreienden  „Volksmusikstar-liebt-Schlagerstar-heiratet-Prinzessin-läßt-sich-von-Fürst-scheiden“ Presse…)

Das Editorial bewirbt den längsten Laufsteg der Welt… 1111 Meter… das in High-Heels, ein echte Herausforderung für die Models, nehme ich an. :o) Aber in den Europapark werde ich deswegen sicher nicht fahren, das ist ja so gar nicht meine Welt.

Das Accessoire des Monats ist diesmal ein Haarreif. Prima selbstmachprojekt, würde ich sagen… Kleber und Perlen… Was mich allerdings daran erinnert, daß bei mir Haarreifen nie recht auf dem Kopf halten wollen…

Der aktuelle Trend ist mal wieder Mode im Herrenstil. Keine neue Idee, aber ich mag das. Und es geht gleich mit einem absolut genialen Teil los! Das Cape 111A, ich würde es eher als einen auf das wesentliche reduzierten Trenchcoat sehen. Ob ich das irgendwie für mich umsetzen kann? Bis Größe 46 ist es drin, eine Größe mehr an den Schultern sollte machbar sein. Und die Paßform kann bei so einem Cape doch nicht allzu schief gehen, oder?

Auch das Kleid 106…. absolut genial, reduziert, sexy, schlicht. Finger weg, schwarz ist NICHT deine Farbe. Und der Ausschnitt ist auch zu tief um alltagstauglich zu sein.

Der Nadelstreifen-Anzug darf ebenfalls nicht fehlen… Wieder genial interessante Details an der Jacke. Revers- oder Schalkragen? Beides! Finger weg! Er wird dir nicht passen… Er wird dir nicht passen…. Er wird dir nicht passen…. grrr…

Wobei mir gerade auffällt… alles ist schwarz, aber sie haben es tatsächlich geschafft, es so zu photographieren, daß man was erkennt… Sehr schön.

Kleid 101A… na gut. Sieht aus, wie gerade aus dem Bett gekrochen. Ballonform und gecrashter Taft… mag trendig sein, sieht trotzdem Sch**** aus.

Und noch eine schöne Jacke, mit Stehkragen… ach so, Kurzgröße, na gut.

Der schlichte Mantel 112A sieht zwar nicht mehr nach Männerkleidung aus, genausowenig wieder Bleistiftrock mit Volant… aber trotzdem schöne Teile. (Wobei… die Armausschnitte des Mantels auf dem Photo… besser nicht bewegen damit…?)

Die „fashion-news“ empfehlen Nietenverzierung für alles. (Äh… hatten wir das nicht erst? Oder habe ich es woanders gelesen? Jedenfalls kann man mit diesem Trend auch allerlei Billligaccessoires aufpeppen. Wenn man mag…

„Freizeit“ im Herbst wird kariert… wobei…. Herbst? Ärmellose Kleider mit dicken Pulswärmern und Wollmütze? Unpraktisch, irgendwie… 😛 Der Ballonkleidschnitt darf ein wunderschönes rotes Schottenkaro verunzieren. Ich liebe rotes Schottenkaro. Ich habe auch noch einen Faltenrock aus den 80ern im Schrank. Nein, ich trage es nicht mehr.  Aber da der Rock ein serh guter Wollstoff war, konnte ich mich nicht entschließen, ihn wegzuwerfen. Vielleicht kann man den Stoff ja doch noch mal…?

Von der Bluse in Karobatist erkennt man unter der Strickjacke hingegen weder Schnitt noch Stoff… und welchen Sinn es macht, sich einen Belichtungsmesser vors Auge zu halten…? Es soll wohl irgendwie neckisch aussehen. Tut es aber nicht. Nur doof…

Das Cape noch mal, diesmal mit Karofutter… hm… wäre vielleicht eine Idee für meinen Karorock? Rock 116 ist jedenfalls eine echte Herausforderung… so viele Teilungsnähte und jeweils das Karomuster anpassen…  Wenn ich mir das Bild genau angucke, bin ich mir allerdings nicht sicher, ob es eine gute Idee ist, die Passe so tief herunterzuziehen. Sobald man sich bewegt, scheint es unschön zu fallen? (Manchmal wäre es wirklich schön, könnte man die Modelle mal auf dem Catwalk in Aktion sehen…)

Jacke 115 ist dann mal wieder in guter Burda-Tradition photographiert… nämlihc so, daß man gar nichts erkennt. Hier hilft mir auch die Schemazeichnung nicht weiter… ich kann mir unter der Jacke nicht ercht was vorstellen. Shirt 105B hingegen zeigt die Quernähte, die für meine Begriffe unter der Brust velraufen sollten zumindest bei Bewegung genau auf der Brust. Die spannende Frage ist dann immer, fällt es wieder runter, wenn man die Arme runter nimmt? Und tut es das auch noch, wenn man mehr als Cup A hat?

Das Kleid 106 noch mal als Shirt… hm… der Ausschnitt sieht hier gar nicht mehr so groß aus…. ich hab ja noch den schwarzen Jersey aus Paris… wenn ich die Schleife weglasse…? Und ein Shirt sollte der Stoff ja eh werden. Wenn auch ein schnelles… *hüstel*

Ach ne, bei der Modeberatung geht es doch wieder um Burda-Modelle… jetzt erkennt man auch die Jacke etwas bessern. Ne, die Stiefeletten gehen gar nicht. Dazu eine leuchtgebe Handtasche und eine schwarze Basecap aus Lack… aua, das tut weh… wenn das „modisch“ ist, will ich nicht modisch sein. Der Faltenrock hat hingegen in beiden Varianten was biederes…? Vielleicht weil man im Styling die interessante Passe nicht mehr sieht?

Farbtrend grün. Gut. Nicht für mich. Blazer 102 noch mal aus Leder. Dahinschmelz für die Reverslösung, aber den Sitz der Ärmel und im Brustbereich auf dem Photo zweifelnd beäug – Leder ist da verräterisch… Daneben ein nettes Foto, um Wwrbung für Popcorn oder vielleicht auch einen Partyveranstalter zu machen. Daß es allerdings auf die Hose ankommt…. da käme man ohne die Schemazeichnung sicher nicht drauf… Den Rock 116 in der Satinvariante erkennt man genauso wenig… Die Bluse 114 dafür um so besser. Die hingegen ist irgendwie nicht mein Stil. Und.. äh.. wo ist den auf Seite 35 das Grün? Mit filtern oder Farbmanagement zu spielen macht Spaß, ich weiß. Aber wenn dann weder Farbe noch Schnitt zu erkennen sind… wirds lästig.

Bluse 117 verspricht „unter den Drapierungen sucht man vergebens nach kleinen Pölsterchen“. Mag daran liegen, das der Schnitt nur bis Größe 44 drin ist. :o) Aber ich wette, bei mir würde man weder die kleinen noch die größen Pölsterchen drunter vergeblich suchen…

Ah… die „Angebliche Stars tragen Mode“ Seite…warum nennt sich diese Rubrik eigentlich „highlight“? Der Peinlichkeiten? Leggins waren in den 80ern auch keine Modesünde, das wurden sie erst in der Nachschau der 90er. Und in zehn Jahren wird man die aktuelle Legginstragerei wieder mit dem gleichen peinlich berührten Blick betrachten, wie heute die der 80er. *g* Und mal ehrlich… von den abgebildeten Damen (die mir wie übliche alle gänzlich unbekannt sind) sieht nur Mila Jovovich gut aus. Und die kann nun mal einfach alles tragen, wenn es sein muß, auch nur ein paar Bandagen. *g*

In diversen langweiligen beigetönen kommen die „basics“ daher. Jetzt erkennt man auch Jacke 115 erstmals gut. Hm… so ist das gedacht… hat vielleicht doch was. (Wobei der erschreckte Blick des Models vermuten läßt, daß sie sich darin nicht so wohlfühlt. Bluse 117 mit der Schleife über dem Bauch. Ne, auch nicht in weiß. Mantel 112 hingegen ist in beige ein echtes Basicteil. Nicht aufregend, aber Jahre oder gar Jahrzehnte lang tragbar. Und nie verkehrt angezogen. Verflixt, ich brauche dringend wieder so einen Standardmantel… wenn ich jetzt so dran denke… Die Accessoires in beige sehen naturgemäß eher fade aus… mit Ausnahme des Handies vielleicht… aber braucht man so was vergoldet? Bißchen proll-protzig, oder?

Ah ja, mit Rock 118 nie schräg irgendwo anlehnen… dann klappen die Falten auf und es sieht nur bescheuert aus. Und weil ich die weite Hose mit den Aufschlägen sehe…. nie mit Schuhen mit Absatz tragen, zumindest nicht, wenn man die Angewohneheit hat, seine Füße mehr als einen Zentimeter über den Boden zu heben. Besonders treppab kann man den Absatz ganz prima im Aufschlag einhaken… :o)

Die Mode-ideen haben was von „die Redaktion ist im Urlaub, wir müssen die Seite noch voll bekommen“. Ausgelutschte Ideen und hingekritzelte Zeichnungen…. gähn

„Müllerschön“? Reizender Name… der ist echt? Egal, die etwas überladen Stickereien aus Perlen und Halbedelsteinen passen dazu. Und das exclusiv-design Kleid sieht zumindest auf der Zeichnung ganz allerliebst aus. (Warum denn schon wieder nur bis Gr 42??) Leider erkennt man auf dem Bild dermaßen gar nichts, daß man sich schon fragt, ob die Paßform so schlecht ist, daß sie es so aufnehmen mußten? Sieht doch nocht mal das Bild als solches gut oder interessant aus…

Uhren gähn habe ich eine ausführliche Sammlung….. ich bekomme welche, meist von wohlmeinenden Menschen, lege sie irgendwohin, bis die Batterie leer ist und lege sie dann in eine Schublade. Mit dem guten Vorsatz, mal wenigstens von einer die Batterie wechslen zu lassen und auch mal wieder eine Uhr zu tragen. Was ich dann wieder vergesse. Uhren sind unbequem und es gibt überall welche. Am Computer, auf dem Telephondisplay, im Büro, am Bahnhof… *g* Ähem… ja. Uhren sind nicht mein Accessoire.

Die Internetseite bewirbt den Burda-Internetauftritt… und weist darauf hin, daß der jetzt unter www.burdafashion.com zu finden wäre. Und was passiert, wenn man das in den Browser eingibt? Genau… man wird auf www.burdamode.com umgeleitet… *ggg* Das mit dem Timing üben wir nochmal, oder? 😛

Ah, die Plusmode… Jeans ist jetzt aus meiner Sicht ein eher langweiliges Thema… aber gleich die ersten Modelle, Jacke, Bluse und Hose könnten mich verlocken. Der Patchworkstoff der Jacke… hm… müßte man doch auch selber machen…? bißchen mühsam, okay… aber könnte was zum Reste aufbrauchen sein…. Die Hose im klassischen Jeansschnitt aber wieder mit Elasthan… gut, dann nicht… und die Bluse mit den formenden Abnähern… ist es einfacher, den Burdaschnitt für meinen Körper zu ändern oder gleich den passenden Ottobre-Schnitt zu nehmen und dem die Abnäher zu verpassen? Bei dem Ensemble schreit meine Maschine nach mir… Rock 128… Jeanspasse mit Rockbahnen… na gut, hatten wir schon… und die hohen Hosenaufschläge… (nachdem der Rest der Modewlt sich von Turnups verabschiedet hat, „dürfen“ die Dickerchen auch mal, oder wie?) Machen garantiert kurze Beine…

VV Rouleaux… schade, nicht in Paris sondern in London… ein Laden nur mit Bändern und Borten… andererseits…. gut, daß der nicht an meinem Weg liegt. Das wäre gar nicht gut für mein Portemonnaie… 🙂

Im „extra“ geht es diesmal um Schwangerschaftskleidung. Brauche ich zwar leider nicht, aber Ausgeh- und Abendmode für Schwangere, die wirklich modisch ist und gut aussieht… Hut ab! (Und es muß ja auch für Schwangere zum Ausgehen nicht unbedingt schwarz sein…)

Ach… schon der Kosmetik-Wellness-Kram?  *blätter* *blätter* *blätter* *blätter* *blätter* *blätter* *blätter* *blätter* *blätter* *blätter* *blätter* *blätter* *blätter* *blätter* Hoppla!

Die Reisereportage kommt ja noch… Zürich diesmal. Gut, war ich sogar schon mal kurz… Schokolade, Käse, Zürichsee, Alpen,… kennt man. (Doch, nett, recht nett. Teuer. Sehr teuer.)  Aber Mode…? Und noch wichtiger… Stoffe? Kurzwaren…? Was das Schneiderherz eben so höher schlagen läßt…  Hm… weitgehend Fehlanzeige. Bißchen über Mode… eine (vermutlich unbezahlbare) Adresse für Seide… tja, Schade. Aber glücklicherweise plane ich keinen Zürichbesuch für die nächsten Zeit. (Was nichts zu sagen hat…. meine Reisen passieren ja gerne ungeplant… :o) )

Passend zur Schwangerschaftsmode auch noch die Taufmode fürs Baby. Hm. Die überweiten Overalls mit den Mega-Puffärmeln sehen ja wieder aus wie in den 80ern und frühen 90ern. Dann kann ich meine alten Baby-Burdas wiederverwenden… falls ich mal wieder ein Geschenk brauche. Ne, der Rüschenoverall sieht aus wie ein Wildgewordenes Sofakissen, kein Wunder, daß das Baby recht zweifelnd guckt… 😉 Die Taufkleider reißen mich leider auch nicht vom Hocker… die Schühchen mögen aber als passendes Babygeschenk nützlich sein.

Den kreativ-Teil könnte man auch mit „Home-Decoration“ überschreiben. Afrika…. und was am Bestellvorgang kreativ sein soll erschließt sich mir dann auch nicht…. Meine Afrika-Decken vom Markt in Frankreich sind schöner. :o)

Das war’s dann auch schon für diese Mal… Und meine Bewunderung für alle, die mein Geschreibsel bis hier hin mitgelesen haben… 😉

Knäuelfärbung

Gut, färben im Topf gibt marmoriertes Garn. Färben im Backofen ermöglicht etwas mehr Kontrolle über den Farbauftrag. (Wenn man die richtige Farbe nimmt… sonst gar kein Farbauftrag… *g*)

Aber Kontrolle ist langweilig.

Was passiert eigentlich, wenn man ein dickes Knäuel färbt? Wie werden die Farben die Wolle durchdringen? Welche Mischtöne ergeben sich?

Keine Ahnung?

Ich auch nicht.

Also probiere ich es aus.

Der Plan ist, mit einem dicken Knäuel anzufangen, es mit der hellsten Farbe (also gelb) zu übergießen, die Farbe zu fixieren, das gefärbte abzuwickeln, orange drüber zu gießen, fixieren,… bis alles Garn gefärbt ist.

Mal sehen, was dabei herauskommt.

großes Knäuel in Farbe

Zuerst wickle ich aus einem Strang Wolle ein dickes Knäuel. Nicht zu fest, die Farbe soll ja ein Stück durchdringen können.

Und ich wässere das Knäuel gründlich in Essigwasser.

Dann brauche ich ein Gefäß, das nicht viel größer ist als meine Wolle, denn die Färbung soll ja nicht zu blass werden.

Mit etwas Gewalt geht das nasse Wollknäuel in meinen Meßbecher. (Aus Glas und hitzefest… perfekte Voraussetzungen.

Eine gelbe Farbtablette aufgelöst, drübergegossen… oh, bereits die oben liegende Hälfte des Knäuels saugt den Farbstoff komplett auf. Unten kommt nur klares Essigwasser an.

Gut, Knäuel gedreht und auf der anderen Seite mit oranger Farbe gegossen.

Ein Teller als Deckel drauf und zehn Minuten in die Microwelle.

gefärbtes abwickeln

Danach die Microwelle putzen, der Teller schließt natürlich nicht wirklich dicht. (Da die Farben die glatte Oberfläche der Microwelle nicht färben, geht das rausputzen einfach. Nur heiß ist das Wasser…. *autsch*)

Danach das heiße, bunte Knäuel mit einer Gabel aus dem Meßkrug fischen und unter kaltem (!) Wasser abkühlen. Wirklich auswaschen kann man es in dem Zustand nicht. Bißchen durchrücken. (Vorsicht… heiß. Immer wenn man drückt, kommt es wieder heiß…)

Anschließend abwickeln und gleich wieder zu einem kleinen Knäuel wickeln.

Wie lange eigentlich abwickeln… hm… ungefähr bis das erste komplett ungefärbte Stück Wolle zum Vorschein kommt.

Alles so ein bißchen mit Gefühl.

Wolle in der MikrowelleDas verbleibende große Knäuel geht dann wieder in den Meßbehälter. Jetzt paßt es auch ohne Gewaltanwendung hinein. :o)

Das kleine Knäuel kommt in eine passende Tasse. Wie gut, daß Arcopal auch hitzefest ist.

Über das große Knäuel kommt jetzt eine aufgelöste rote Färbetablette.

Dann wieder der Teller-Deckel drauf und in die Microwelle.

STOP!

Was ist mit meinem kleinen Knäuel? So ohne Wasser… könnte das anbrennen?

Keine Ahnung, wahrscheinlich nicht, weil es ja noch sehr naß ist.

Trotzdem… keine Risiken, lieber gieße ich in die Tasse auch etwas Wasser.

Aber jetzt darf die Microwelle wieder für zehn Minuten loslegen.

Danach die Prozedur wiederholen:

Unter kaltem Wasser notdürftig auswaschen.

Auf das kleine Knäuel *Autsch, das ist auch heiß* wickeln.

Wolle färben Und dann das große ungefärbte Knäuel in den Glaskrug… äh… Moment, das ungefärbte Knäuel ist ja inzwischen das kleine.

Praktischerweise ist es Lebensmittelfarbe die auf Geschirr nicht haftet, also dient diesmal die Tasse als Behälter für den noch zu färbenden Rest.

Die blaue Farblösung ist ziemlich konzentriert, denn viel Flüssigeit hat in der Tasse nicht Platz.

Und einen Teller als Decke drauf, das spart das Putzen der Microwelle. Auf der Tasse schließt das stapelbare Geschirr nämlich recht dicht ab. :o)

gefärbter Wollstrang Und wieder zehn Minuten auf höchster Stufe. Usw. pp.

Beim Abwickeln zeigt sich, daß für die grüne Farbe kein Platz auf der Wolle mehr ist. nur noch wenige Sprenkel sind ungefärbt geblieben.

Und dann muß man das ganze Knäuel irgendwie kalt bekommen (kaltes Wasser hilft) und auswaschen.

Was nicht ganz einfach ist, denn dazu braucht mal es als Strang. Man muß also die nasse Wolle *trief tropf* zum Strang wickeln. Über den Eßtisch geht nicht, denn der verträgt keine patschnasse Wolle. Der Boden im übrigen auch nicht.

Bleibt die bewährte Methode über den eigenen Ellenbogen… ne, zu naß.

Aber in der Dusche finden sich wickelfähige Befestigungspunkte in wasserfester Umgebung. Gut Auswaschen kann man den Wollstrang da dann auch.

Und da hängt sie, meine Regenbogenwolle!

Leuchtende Farben, viele sanfte Mischtöne, gleichzeitig Farbsprenkel nebeneinander. Alleine wie sie so hängt gefällt sie mir,

Mal sehen, wie sie sich verstricken wird…. einfach von unten nach oben ein Farbverlauf?

Ne, zu langweilig…

Aber was ich damit mache… verdient einen eigenen Eintrag.

Also bleibt dran! 😉

Satz mit X….

… aber so was von „war wohl nix!“.

Nachdem meine Färbeexperimente mit der Eierfarbe ja sehr erfolgreich verlaufen waren, dachte ich, ich könnte auch mal meine Seidenmalfarben durchsehen. Wolle ist ja auch eine tierische Faser… sollte also gehen. Gemalt hatte ich damit glaube ich auch schon mal auf Wolle. Und irgendwo gelesen hatte ich auch schon, daß das geht.

mißglückte Färbung Also meine ganze restliche Wolle, etwa 170g oder 180g über dem Eßzimmertisch zu einem langen Strang gewickelt. (Diesmal soll das Endergebnis etwas größer werden.)

Dann meine bügelfixierbaren Seidenmalfarben mal durchgesehen… rot oder blau? Oh… blau habe ich gar nicht viel. Aber drei eher warme Rottöne (etwas Abwechslung, nach dem Himbeerrosa der Eierfarbe) dazu noch etwas braun… und vielleicht einen Goldgelben Farbtupfer?

Ich wässere die Wolle mit etwas Essigessenz, lege das Backblech sehr, sehr sorgfältig mit aufgeschnittenem Bratschlauch aus und verteile die Farbe. Intensive, dunkle Töne. (Und vier leere Farbbehälter, sehr schön… denn Seidenmalen mache ich zur Zeit nicht. Schon seit vielen Jahren nicht mehr.)

Dann das ganze in den Backofen.

Tja. 15 Minuten bei 150°C sind wohl definitiv zu kurz. :o) Denn das Bild zeigt das Ergebnis… die Farbe ist so gut wie ausgewaschen.

After my so far success with dyeing wool I decided to try another dye. I haven’t been silk painting for ages, but I still own quite a lot of half-full tiny jars with silk-paint…

So I choose four warm, deep red tones, a little golden-yellow and a bit of brown. Putting it over the wool and then I put the wool it in the oven.

Lesson learned: 15 Minutes on 150°C is either zu short or to cold for that kind of paint. :o)

There is a little touch of colour in the wool… but dark red… is something different.

Eine echte Katastrophe ist es nicht, denn ich werde sicher mit rot drüberfärben können.

Allerdings erst nächsten Monat… denn meine roten Farben habe ich aufgebraucht und diesen Monat sieht das Budget keine überflüssigen Extraausgaben mehr vor…

Luckily the wool is still quite clear, so I hope it will be no problem to paint it again in dark, red tones. And leaving it in the oven a good deal longer. Like… one hour? And maybe at a higher temperature.

But not before August… I’ve used up all my red silk painting and the budget for „not so important fun items“ is… well… let’s talk about it again next month. :o)

Backe, backe Wolle

Mein Challenge-Rock sitzt so schief auf meiner Taille (bzw. meine Taille verläuft so schief…), daß ich zur Längenbestimmung erst mal den nächsten Besuch von Frau mhs abwarten muß. Mit ihrem Rockabrunder.

Also erzähle ich, passend zu den heutigen Temperaturen mal wieder was übers Wolle färben. (Heute habe ich nämlich was ähnliches gemacht, nur mit anderen Farben…)

I can’t go on with my challenge skirt, because my natural waist is much higher in the back than in the front. It will have to wait until Frau mhs visits me the next time. So I go on telling about my experiences with dying wool. This time in the oven, perfect for todays hot weather… I was doing it again today, only using a different kind of dye. We’ll see what comes out…

Das Färben in der Mikrowelle hatte also schon mal funktioniert. Als Ostern nahte, kaufte ich diesmal ein Paar Tüten Farbtabletten mehr, für wo am nötigsten, sozusagen…

langen Wollstrang wickeln Jetzt hatte ich in anderen Blogs auch gelesen, daß man die Fixierung auch im Backofen machen könnte. Damit wären die Farben auch besser zu kontrollieren.

Nun, ich mag es ja, wenn es wild zugeht, aber ich hatte jetzt einige Tabletten der Farbe orange übrig. Was eine schöne Farbe ist, sich auch prima mit gelb mischen läßt… was aber beides Farben sind, die in meiner Garderobe nicht wirklich vorkommen.

Also dachte ich mir… statt sanfter Übergänge mal etwas kontrastreicher an die Sache ranzugehen. Mit Komplementärfarben. (Keine halben Sachen, wenn, dann richtig… *g*)

Damit ich die Farbe aber auch wirklich auf der Wolle verteilen, unterschiedliche Flächen schaffen konnte, mußte ich erst einmal längere Stränge wickeln. So wie ich sie gekauft hatte, waren sie ideal für die Mikrowelle, aber das Backblech bot doch mehr Platz.

Also mußte der Tisch herhalten. Der Auszug, um genau zu sein. (Ja, ich weiß, die Tischplatte ist in keinem guten Zustand. Der Tisch ist alt. Die Tischplatte ist sauber. Und das ist der Grund, warum mein Eßtisch selten ohne Tischtuch sein darf. :o) )

Zusammengebunden habe ich den Strang gleich, während er noch um den Tisch gewickelt war, das erschien mir zweckmäßiger.

gefärbte Wolle auf Backblech Danach wurde das Backblech erst mal von den gesammelten Tiefkühl-Pizza-Resten der letzten Monate gereinigt und mit Bratschlauch ausgelegt. (Aufgeschnittener Bratschlauch.)

Es ist zwar Lebensmittelfarbe, aber wer weiß, wie mühsam das ist, das Blech wieder zu putzen? So wird alles auf einen Schlag entsorgt…

Auch diesmal hatte ich den Wollstrang vorher gut eingeweicht, aber mit weniger Essig im Einweichwasser. Die Farbe sollte sich ja nicht so sehr vermischen.

Zuerst habe ich zwei orangene Färbetabletten aufgelöst (hier jetzt wieder mit einer guten Portion Essigessenz) und dann eine blaue. Zuerst die orangene Farbe darübergegossen, dabei zwei Stellen freigelassen und über die freigelassenen Stellen die blaue Farbe.

Zwischen den Farben habe ich etwas „weiß“ gelassen, weil ich den Verdacht hatte, das würde noch „zuwachsen“. (Was es auch tat.)

Da der Wollstrang so nicht ganz in Färbeflüssigkeit liegt, sah besonders das Orange etwas ungleichmäßig aus und ich habe es noch kurz „einmassiert“.

An der fertig gefärbten Wolle war der Effekt dann auch nicht mehr zu sehen.

Und dann in den Backofen.Wolle im Backofen

Halt!

Was passiert eigentlich, wenn die Farbflüssigkeit vertrocknet?

Besser das ganze Backblech noch mit Alufolie einpacken…

Dann bei 150°C in der Einstellung „Multiheißluft“ (Also rein Heißluftumwälzung, ohne Ober- oder Unterhitze) für gut zehn Minuten in den Ofen. Vorheizen ist bei meinem Herd in dieser Einstellung nicht nötig.

(Bei Ober- und Unterhitze würde ich vorheizen.)

Bibbernd davor sitzen, in der Hoffnung, daß das wirklich funktioniert und die Wolle nicht anbrennt…

*Uff* Es hat funktioniert.

Ich habe dann Blech und Wollstrang noch eine Weile auskühlen lassen, bevor ich die Wolle in klarem Wasser ausgewaschen habe. 150°C ist doch recht… warm. *g*

Jetzt ein Bild vom fertigen Wollstrang wäre schön… leider… leider… ich hatte vier bunte, gefärbte Stränge so schön in einer Schale dekoriert (dann ist es „Homedec“ und zählt nicht zu den überbordenden Wollvorräten… *g*), wochenlang… und zuerst dachte ich jedesmal, ‚mußt du noch photographieren‘, bis ich das so oft gedacht hatte, daß ich absolut davon überzeugt war, es schon photographiert zu haben.

Was nicht der Fall war. *schnüff*

gefärbte Wolle verstrickt Aber… ich habe es schon verstrickt!

Bei der Wolle war ich besonders gespannt, wie sich das Muster entwickeln würde.

(Die Farben kommen auf dem Bild übrigens nicht sehr gut raus. Die Farbtöne sind ziemlich anders. Aber der Kontrast knallt… )

Um den Kontrast zwischen den Farben noch zu verstärken und weil ich ja ein Fan von Strukturen bin, habe ich, immer wenn blauer Faden kam, diesen glatt links gestrickt. Der Rest ist glatt rechts genadelt.

Dieses Muster hat mir schon beim Stricken ganz besonderen Spaß gemacht, weil ich sozusagen bei jeder Masche neu entscheiden mußte, wie ich sie stricke. Besonders bei den „Übergangsfarben“, die ja nicht ganz zu vermeiden sind. Ist das schon blau? Oder noch nicht blau genug?

Manchmal sah man auch erst eine oder zwei Reihen später, daß es anders besser aussähe. Dann hieß es nachbessern. Aber eine oder zwei Maschen kann kann man schon mal fallen lassen und neu hochstricken.

gestricktes gefilzt Und so sieht das ganze dann nach den obligatorischen Runden in der Waschmaschine aus.

Ein interessant strukturierter Filz, der etwas blasser in den Farben geworden ist, aber dafür an Struktur gewonnen hat.

Bei diesem Stück hatte ich Knötchenrandmaschen gemacht, das erwies sich als nicht so ideal, denn der Rand wellt sich, ist also länger als das restliche Strickstück.

Faszinierend ist auch, daß das Schrumpfverhalten bei den großen Stücken doch deutlich von den Probestücken abweicht. Die Schrumpfung ist schwächer als erwartet, besonders in Querrichtung.

Aber das macht in diesem Fall nichts, im Gegenteil.

Und die Idee, die Farbe das Muster vorgeben zu lassen gefällt mir mit jedem Blick besser. Ich hoffe, ich finde Zeit, noch mehr in diese Richtung zu experimentieren.

P-A-Challenge 2007: Änderung rückübertragen

neue Nahtlinie und alte NahtlinieDen Rock habe ich jetzt entlang der neuen Nahtlinien genäht und anprobiert. Er ist in der Taille immer noch etwas weit, aber da ich meinen Bund gerne elastisch arbeite, um Tages- und sonstige Schwankungen zu berücksichtigen reicht mir das so.

Jetzt muß allerdings die neue Nahtlinie auf den Schnitt zurückübertragen werden, weil ich ja den Schnitt hinterher für einen passenden Rock nutzen möchte.

Hat man den Schnitt auf Folie, ist das aber ganz einfach: Das Folienschnitteil passend auf den Stoff feststecken und die neue Nahtlinie nachzeichnen.

Da der Vogue-Schnitt, den ich als Grundlage hatte, die Nahtzugabe schon enthält, kann ich die Folie genau an der Schnittkante des Stoffes auflegen, die Paßzeichen zeigen mir recht genau, wo.

I’ve sewn the test-skrit with the alterations and the waist now fits the way I want it. As I’m using plastic film for my patterns this is very easy to do: Pinning the film on the fabric and tracing the new stitchline with a marker for plastic.

neue Nahtlinie durchgezeichnetDanach zeichne ich mir eine neue Nahtzugabe an, 1,5 cm von der neuen Nahtline entfernt. An die neue Schnittlinie kommen auch wieder Paßzeichen, denn die werden beim Abschneiden verloren gehen.

Damit hinterher beide Teile (im Bild das Vorderteil und ein Seitenteil) an der Teilungsnaht wieder genau passen, lege ich das Vorderteil, an dem ich die neue Nahtlinie markiert habe, auf das Seitenteil.

Zum Ausrichten benutze ich die alten Paßzeichen. Dann stecke ich beide Folienlagen zusammen. Die neuen Paßzeichen werden übertragen. Da die Folie durchsichtig ist, kann ich das ja auf jeder Seite machen, muß also mein „Sandwich“ nur wenden und von der Rückseite durchzeichnen.

Zuletzt schneide ich die beiden Folienschnitteile gemeinsam ab. Dann paßt die Teilungsnaht in Form und Länge auf alle Fälle.

Now I have the new stitchline (red line) traced to the middle front pattern. The Vogue pattern does include the seam allowance so I have to mark new seam allowances, 1,5 cm apart from the new stitchline.

To assure that the side pattern matches this seam, I pin the two plastic patterns together, as I would to this with fabric. Right sides facing. The old marks for the notches (blue) are helpful.

Then I trace the new marks to the side pattern, too. And cut both patterns as one.

Next thing was to finish the waist and then decide about the length of the skirt. At this moment I am actually wearing the skirt, to see, where the waist of the skirt ends up on my body. Then I can fix the lenght.

Inzwischen habe ich die Taille fertig gemacht und trage den Rock gerade, um zu sehen, wohin der Bund rutscht.

Dann kann ich über die Rocklänge entscheiden.