P-A-Challenge 2007: Gummibund flachgelegt (Teil 1)

Bißchen wenig los hier die letzte Woche, ich gebe es zu. Wobei bei mir viel los war, ich war ein Wochenende meine Mutter besuchen und da habe ich keine Nähmaschine. Eigentlich wollte ich ein wenig stricken, aber mein Bruder hat mir als nachträgliches Geburtstagsgeschenk „Victorian Lace Today“ geschenkt, also mußte ich lesen und staunen. Danach habe dann noch ein bißchen Verwandtschaft auf Besuch zu mir mitgebracht und in Köln und Aachen Tourist gespielt.

Rock und Futterock zusammengesteckt Deswegen ging das Nähen nur in kleinen Portiönchen vorwärts, meist Abends. (Was leider eine blöde Zeit ist, schwarze Stoffe zu photographieren… 🙁 )

Sorry for not updating the blog during the last week. But I spent a long weekend without sewing machine at my mothers place. I intended to knit, but my brother had another birthday present for me (in my family we tend to be a little „timeless“, sometimes), „Victorian lace today“. That kept mit busy reading. I’ll need Lace yarn. Huge amounts of it, I suppose…

When I came back home I brought a young relative with me who visited me and I enjoyed Cologne and Aachen as a tourist.

So I only could do a bit of sewing, mostly at night time. My skirt is nearly finished now, but it’s not a good time to take pictures of black fabric… sorry for the quality. 🙁

Ein Problem bei Röcken und Hosen ist, daß mein Bauch nicht immer den gleichen Umfang hat. Was morgens paßt, beginnt spätestens am Nachmittag zu kneifen, was am Nachmittag richtig sitzt, rutscht morgens noch. (Lustigerweise ist der Effekt stärker wenn ich bei der Arbeit keine Zeit habe, was zu essen…)

Um das zu vermeiden gibt es die tolle Erfindung des Gummibundes. Der aber leider den Nachteil hat, daß er fürchterlich aufträgt. Wenn man Größe 36 hat mag das noch erträglich sein… in meiner Größe ist es hingegen höchst unerwünscht.

Aber ist gibt eine Möglichkeit, etwas Dehnweite in den Bund zu bekommen, ohne dicke Kräusel mit sich herumschleppen zu müssen. (Ich habe diese Technik zwar noch in keinem Buch gefunden, aber ich vermute sehr, daß andere schon ähnliche oder die gleiche Idee hatten, weil sie eigentlich naheliegend ist. Ich behaupte also nicht, sie „erfunden“ zu haben. 😉 Falls man Nähtechniken überhaupt „erfinden“ kann.)

Das erste Bild zeigt den Futterrock, der rechts auf rechts über den Rock gezogen ist. Die Öffnung für den Reißverschlußschlitz bleibt natürlich offen, die Nahtzugaben sind versäubert und auf die linke Seite des Futterrocks gebügelt.

One of my problems with the waist of skirts or trowsers is that my tummy grows over the day. Either it fits in the morning, then it will become very uncomfortable in the early afternoon or it will hang very loose in the morning to fit later the day. (The funny thin is, that this effect is even stronger when I don’t have the time to eat something during work…)

Using elastic in the waist stay helps a lot, but it creates bulge. When you’re a size 8 or so this may be acceptable, but in my size… it’s highly unwanted.

Nahtzugabe zurückschneiden So I created a technique for a flat elastic waist. (I haven’t seen it in any book so far, but I don’t claim to be the „inventor“ of it I’m quite sure, others hat the same or similar ideas before.)

The first picture above shows the first step: put skirt and lining skirt together, right sides facing each other. The place where the zipper sits in the skrit hast du remain open, of course. I zigzaged it and pressed the seam allowance to the left side of the lining skirt.

Die Rock und Futterrock an der Taille zusammennähen.

Anschließen die Naht von beiden Seiten flach bügeln und die Nahtzugaben zurückschneiden. Vom Oberstoff etwa auf 6mm-7mm, vom Futterstoff auf 3mm.

Da man die Nahtlinie schwarz auf schwarz wirklich gar nicht sieht, habe ich sie mit den roten Punkten etwas nachgezogen.

I sew skirt and lining together at the waist.

Then I press the seam flat from both sides and cut back the seam allowances. The skirt fabric I’m cutting back to baout 6mm-7mm, the lining to 3mm.

Nahtzugabe Richtung Futter gebügeltAs the stitchline isn’t visible at all, black on black, I’ve marked it with the red dottet line.

Anschließend wird die Nahtzugabe in den Futterrock gebügelt.

Wer genau hinsieht erkennt, daß es scheinbar zwei Nahtlinien gibt. Das liegt daran, daß ich den Oberstoff nicht nur mit Vlieseline G785 gegen verdehnen geschützt habe (ein Teil des Rockes ist ja schräg zugeschnitten), sondern auch eine Stütznaht genäht habe.

(Das heißt einfach eine Gradstichnaht mit etwa 1,2cm Entfernung zur Schnittkante auf die Nahtzugabe des Rockes genäht. Das ist ein einfaches und billiges Mittel, Verdehnen des Stoffes schon während der Arbeit zu verhindern.)

After cutting back the seam allowances I pressed them towards the lining skirt.

You may notice two stichlines… one ist just a staystitch on the skirt. As the front and back pannel were cut in bias as you might remember, I also used fusible interfacing, Vlieseline G785 from Freundenberg, a very soft one that still provides enough strenght here.

So weit ein ganz normaler Bund. Die Sache mit dem Gummi kommt dann im nächsten Eintrag.

So far an ordinary waist stay. The thing with the elastic will be described in my next posting.

P-A-Challenge 2007: Na gut, dann halt die Jacke

Nachdem ja wegen des fehlenden Materials sonst nichts mehr ging, habe ich mir doch die Jacke vorgenommen. Ich habe ja meist mehrere Projekte gleichzeitig am Haken, aber allmählich nimmt das Chaos überhand… kann ja nichts wegräumen, an dem ich noch arbeite.

Schnitt McCalls Aber den Schnitt für die Jacke könnte ich ja dennoch mal angehen.

Ich will hierfür diesen McCalls Schnitt benutzen, den ich sehr liebe. Ich finde diese „einer für alles“ Schnitte ohnehin sehr praktisch. Stoffe und Details geändert und vom Strandurlaub über die Businessgarderobe bis zum Abendoutfit ist alles drin. Die Jacke, den Mantel und die Hose habe ich schon genäht.

Die Jacke, so zumindest meine Erinnerung, paßte eigentlich gut, nur eine FBA wäre eine Optimierung. Ich hatte sie genäht, bevor ich diesen Anpassungstrick kannte.

Since I couldn’t do anything else I finally decided to start with the jacket. I’m normally doing several projects in the same time, but my space now looks more chaotic than normal. I couldn’t range ongoing projects, could I? So… one more.

I intend to use this McCall’s pattern I really love. I like in generall the idea of these wardrobe patterns. One pattern and with few alteration and different fabrics you can create outfits from holiday to business to evening wardrobe. I’ve sewn te jacket twice, once as jacet, once as coat. And I rememberd that it did fit quite well. Only I FBA might optimize it. (The last time I’ve used this patterns was beforde i knew how to do that.

Für eine FBA braucht man den Brustpunkt. Also die Jacke schnell angezogen, um dessen Lage zu überprüfen. Knöpfe geschlossen, Stecknadel durch den Brustpunkt. (Der Jacke….) Hm. Die Ärmel sind auch etwas eng am Oberarm. Bißchen knapp am Rücken. Der Knopf auf der Taille schließt. Aber… er spannt auch.

Da werden wohl ein paar Änderungen mehr nötig sein. Gut, wenn ich die FBA mache wird es an Taille un Hüfte auch weiter. Am Rücken könnte es dann auch reichen. Ansonsten sind ja Teilungsnähte da. Und den Oberarm solte man auch weiter machen können.

Eine Menge Änderungen für einen Schnitt, den ich nehmen wollte, weil er schon paßt.

For the FBA I need to know where the breastpoint is. So I put on the jacket. Marking the breastpoint with a pin. (On the Jacket…) Hm. Well. The sleeves ar a little… snung.. around my upper arm. The waist button kan still be closed… but… well… fit… not really.

So some more alteration will be needed. The FBA will give more room around waist and hips. That’s good. Maybe this will create more room an the back, too. End the upper sleeve… should be possible to enlarge that. Quite some things to do for a pattern I intended to use because it fits…

Während ich so den Folienschnitt meditiere kommt die Erkenntnis über mich: Die Jacke und damit der Schnitt sind einfach eine Nummer zu klein. Glücklicherweise habe ich das Originalschnittmuster auch noch Und es geht bis Größe 22… Na gut, dann kopiere ich den Schnitt in Größe 22 neu und nähe eine Testjacke.

Was irgendwie der Schritt war, den ich aus zeitgründen vermeiden wollte… :o)

While I’m still meditating my pattern enlightenment comes over me: The jacket and the pattern… are just too small. Luckily I still have the original pattern and it goes to size 22. Well… I’m copying the pattern in 22 and I will do a test garment. Which was exactely the step I hat planned to avoid… :o)

P-A-Challenge 2007: Frust

*grmpf* Heute klemmt es total.

Den Rock kann ich nicht fertig machen, weil ich nicht mehr genug Futter habe, für das Oberteil habe ich jetzt eine Idee (natürlich eine, die aus meinem Schnell und einfach Projekt etwas sehr zeitaufwendiges macht) und für die fehlt mir Stickgarn. Ich habe zwar noch eine halbe Rolle in einer passenden Farbe, aber leider hat niemand in Köln Mettler poly sheen und so kann ich nicht zukaufen. Und die Alternative die ich gefunden habe muß ich bestellen. 🙁

Und darauf, am dritten Teil zu arbeiten, bin ich irgendwie noch gar nicht eingestellt. Im Kopf bin ich noch bei den anderen beiden Projekten und wollte eigentlich erst mal sehen, wie Rock und Oberteil aussehen, bevor ich die Jacke dazu nähe.

Außerdem habe ich morgen einen Zahnarzttermin.

(Nach dem ich wenigstens Futterstoff kaufen gehen kann… :o)

Today I’m completely stuck.

I can’t go on with the skirt because I don’t have enough lining left. For the Top I have an idea I think I will like (and what will turn my auick and easy project into something very time-consuming), but I need embroidery thread for that. I still have, even in the right colour, but nobody in Cologne sells Mettler poly sheen, so I cant buy more of it. And the possible alternative I have to order. 🙁

I tried to work on the jacket, but I cannot put my mind to that. My head is still too much with the other two unfinished projects. Plus I’d like to see how skirt and top turn out, before I start planning the design of the jacket. Hoping to find inspiration in the finished parts…

Oh… and tomorrow I have an appointment with my dentist.

(After which I hope to find the time to buy the lining. Black Venezia should be available in Cologne… :o) )

P-A-Challenge 2007: Oberteil oder War ja nur so ’ne Idee…

Test ChenilletechnikWie schon gesagt, einfach nur die Toile de Jouy oben an den Strickstoff ansetzen… ist mir zu langweilig. Und paßt einfach nicht ganz. Da fehlt was. Zu hell? Zu wenig Struktur? Egal, einfach so ist es einfach zu platt.

Da sah ich irgendwo beim Surfen (leider weiß ich nicht mehr wo) ein Kissen in Chenilletechnik. Was mir gefiel war, daß man das Muster der untersten Stofflage irgendwie noch erkennen konnte. Und für Struktur sorgen die plüschigen Raupen auch.

Eine prima Idee, den gewonnen Chenilleschneider einmal einzusetzen.

As I’ve said before… just sewing the Toile de Jouy to the knit doesn’t work for me. Is it to light in colour? Is it the structure that doesn’t match? No matter… it doesn’t work.

But some time ago, surfing the web (I don’t remember where) I saw a cushion in Chenille. What I liked about that model was, that the lowest fabric was a print and you could still figure out, that it was a flower print. No details, but the idea was still there. Plus the Chenille creates texture…

So I decided to try my newly won Chenille-Cutter.

Manchmal werde ich gefragt, woher ich denn immer vorher weiß, was hinterher rauskommt.

Die Antwort ist einfach: Ich weiß es nicht, ich probiere es.

Da ich von den Challenge-Stoffen nicht viel habe, teste ich die Idee zuerst einmal mit einem Rest eines alten Blumendruckes. (War mal ein Sonderangeobt und ich hatte sehr viel davon. Ein Schlafanzug für mich und ein Kleid für eine liebe kleine Verwandte waren damals entstanden.) Obendrauf kommen zwei Lagen des blauen Köper vom Proberock.

Zuerst lerne ich, daß es gar nicht so einfach ist, richtig mit dem Chenilleschneider umzugehen und dann lerne ich, daß die unterste Stofflage etwas größer sein sollte, damit man den Einstieg besser findet.

Ich versuche die schmalste und die breiteste Einstellung, die der Schneider hergibt. Nach zwei Runden in der Waschmaschine ist es noch nicht perfekt, aber die Richtung stimmt so grob. Es wird plüschig und die Abstände zwischen den Steppreihen sollten nicht zu klein sein. Dann könnte es klappen…

aufgeschnitten Sometimes people ask me, how I know in advance what will be the outcome of my experiments. Well, the answer is easy: I don’t know, I just try…

The amount of fabric from the Challenge is somewhat limited, so I’m using the restover of an old flower print (bought very long ago at a sale and made into pyjamas for me and a cute dress for a little girl in my family) as basis and two layers of the blue fabric of my test-skirt.

First thing I learn is, that using this tool corectly takes a little more experience than expected. (Not much, but I had expected it to work with „no experience at all“). Second thing I learn is that the lowest layer of fabric shold be a little bigger than the other, to make it easier to insert the cutter in the tunnels.

I make to samples, one in the smalles variation, the other in the largest. The first picture shows the scraps after running through the washing machine twice. Not perfect yet, I cannot see enough of the basic fabric, but if the other fabric ravels a little more… it should do.

Doch jeder Stoff verhält sich anders, also die nächste Testrunde mit dem schwarzen Silicon popelin, der auch auf das engültige Kleidungsstück drauf soll.

Der Umgang mit den Chenilleschneider klappt schon viel besser.

Diesmals wähle ich die beiden mittleren Tunnelgrößen. 1cm und 0,7 cm.

aufbürsten zwecklos But every fabric is different.

So next try, again with the flower print as basic layer but on top the black „Silicon Popelin“ I intend to use for the Challenge garment.

This time I’m choosing the two „middle“ sizes of the cutter: 1cm and 0,7cm for the tunnels.

And cutting goes much quicker now… the tool it easy to use…

Nun, das untere Bild zeigt den Stoff nach zwei Runden in der Waschmaschine.

Und heftigem Bürsten mit dem Nagelbürstchen.

Kein großer Unterschied zu Bild 2?

Richtig. Der Stoff… franst gar nicht. Nicht nenneswert jedenfalls. Das war schon mal nix… ich brauche mal wieder einen Plan B. Und diesmal… hat mein Hirn noch keinen. Aber es brütet…

Well, the last picture shows the samples after having passed the washing machine twice. And heavy brushing with a strong brush.

Not much difference to picture two, you say? Yeah… the fabric doesn’t ravel. Or only very, very few.

So I’ll need another plan. I have no idea, what my brain will come up with. Neither has my brain… but we’ll see…

P-A-Challenge 2007: Erste Überlegungen zum Oberteil

Schnitt von burdaDer Rock ist zwar noch nicht fertig, aber das hindert mich natürlich nicht, auch schon mal vorsichtig über das Top nachzudenken. Die Aufgabe sieht ja ein gesamtes Outfit vor. (Welcher Depp hat sich eigentlich das ausgedacht? Ach so… ich war das. 😮 )

Vorgesehen dafür habe ich den Strickstoff. Langweilig, ich weiß, aber es bietet sich irgendwie an… Damit es nicht ganz so langweilig wird, dachte ich an einen Raglanschnitt.

Und weil bei meinem Arbeitstempo die Zeit bei weitem nicht reicht, um für alle Teile erst ein Probeteil zu nähen, benutze ich einen alten Schnitt. Ein Burda-EASY Plus, Nummer 8441 (schon lange wieder aus dem Programm genommen, wie immer, wenn ich mal einen burda-Schnitt mag..), der mit relativ wenigen Änderungen… nun ja, tragbar wurde. Paßformsensibel ist ein weites Shirt ja nicht so sehr. Und der Strickstoff ist extrem weich, der hat und hält ohnehin keine Form.

The skirt isn’t finished yet, but I’ve started thinking about the shirt. The Challenge demands a whole wardrobe, not just one piece.

I’ll take the knit fabric for the shirt, that’s not really thrilling, but the easiest solution. To make it a little less boring I decided to use a raglan style pattern. And as a very slow worker I won’t have the time to test another pattern, so I picked one from my „archive“.

An old (discontinued after a short time and long ago, that’s what always happens with Burda-patterns I like) Burda-EASY in Plus size. I’ve altered it to fit sufficiently well and used it three times, so far.

Daß der Strickstoff alleine nicht reichen würde war klar, also wollte ich die Ärmel aus einem anderen Stoff nähen. Meinen schwarzen Zusatzstoff, den Silicon Popelin hatte ich dafür im Auge. Schwarz in der Nähe meines Gesichtes ist nicht optimal… aber wird gehen müssen.

Schnitteile an Stoff angepaßt.Ein kurzes Anhalten des Strickstoffes zeigte allerdings, daß nur die Ärmel aus einem anderen Stoff nähen nicht reichen wird. Zumindest nicht, wenn ich nicht vorhabe, bauchfrei zu gehen. (Nicht daß nicht genügend Bauch zum zeigen da wäre… so quantitativ… *g*)

Also muß oben eine Passe abgetrennt werden. Was nicht weiter schwierig ist, einmal quer durchschneiden, neue Nahtzugabe dran, fertig. Und bei der Gelegenheit auch gleich noch kurze Ärmel aus den langen gemacht.

It was quite clear from the beginning, that the knit fabric alone wouldm’t be enough for a whatever in my size. So I had been planning to make the sleeves from the black silicon popelin I had bought in addition to the challenge fabrics. Black close to my face isn’t the best choice, but as long as it’s only the sleeves it should be okay.

A closer look to the knit-fabric revealed, that, if I want the shirt to cover my tummy, I would have to add more fabric. Also to the front and back. This led to the decision to make a kind of a yoke.

A very easy thing to do: Just draw a line, cut and add new seam allowances. (Okay, I didn’t cut the pattern I had, I made a fresh copy. With short sleeves, the other change on this pattern.

Allerdings… mit der Passe kommt der schwarze Stoff nahe an mein Gesicht, nicht ganz erwünscht… Ich drehe und wende die Stoffe ein wenig hin und her…und stelle fest, daß der Toile de Jouy vom Rotton her eigentlich ganz gut zum Strickstoff paßt. Im Strickstoff sind ja viele Rottöne drin… Einfach nur hinnähen ist mir aber zu unruhig. Und zu langweilig… Da muß ich mir noch was einfallen lassen.

The yoke is a good idea to deal with the shortness of the knit. But then I’ll have the black fabric close to my face….. not really good. A little tossing around of all the so far unused fabrics showed, that one of the red hues of the knit is not so far from the red of the Toile de Jouy. So I’ll try to combine those two. Only the contrast between the clear Toile de Jouy and the deep red of the knit is to strong for my taste. So I’ll have to find a solution to deal with that…

P-A-Challenge 2007: Letzte (?) Schnittänderung Rock und Plan B

Rockschnitt angepasstMeine vorne tiefe Taille mußte wieder auf den Schnitt zurückübertragen werden.

Es war ja ganz schön viel wegzunehmen. Zuerst habe ich, in bewährter Manier, einfach die fünf Zentimeter brutal weggefaltet und an dem Seitenteil einen ebenso großen Keil. (Der seitliche Abnäher sollte ja nicht kürzer werden, daher ein Keil.)

Dabei stellte ich dann fest, daß es so doch schwierig wird, die Nahtlinien anzupassen. Außerdem war mein erster Versuch auch etwas tief, ich muß ja die Taille tiefer setzen, also sollte die Änderungsstelle möglichst weit oben sein.

Also… (wieder was gelernt) statt faul einen Keil wegfalten habe ich die Strecke auf zwei Mal rausgenommen. Und schon sehen die Übergänge besser aus.

On the pattern I had to take out 5cm in the middle but none at sides. That’s quite a lot.

First I tried to fold away all in once. (I’m kind of lazy… :o) But then finally decided, that it is way, way, way easier to smoothen out the seamlines if I’m doing it in two steps. Okay… lesson learned…

Auf dem vorderen Mittelteil (im Bild rechts) habe ich zwei sehr flache Keile weggfaltet, 2,5cm an der Mittellinie, 2,0cm an der Naht.

Das Seitenteil (links im Bild) mußte dann den restlichen Unterschied vertragen, hier habe ich Einschnitte quer gemacht und zwei Mal zwei Zentimeter überlappt. Am Abnäher hingegen habe ich nach dem wieder zukleben nur die Nahtzugabe aufgeschnitten, da mußte natürlich etwas weiter rein. Die eine Seite des Abnähers ist jetzt stark gekurvt, mal sehen, wie viel Spaß es machen wird, da einen Reißverschluß einzuarbeiten.

Damit ich bei meinen verschiedenen Änderungsschritten nicht durcheinanderkomme, verwende ich verschiedene Farben: Die erste Version, so wie ich den Schnitt kopiert habe, ist blau. Die erste Änderung rot und für die letzte (hoffentlich) Änderung habe ich grünen Stift verwendet.

On the middle gore of the skirt I did just fold in the pattern, 2.5cm at the midline, 2cm at the seamline to the side panel. This I did twice.

The rest I did on the side gore. (This is one piece of fabric with a long dart, but no sideseam.) Here I made a slit from the seamline to the dart and made the plastic overlap 2cm at the „seam-side“ direction to front to no overlap at the dart-side. This also I did twice.

One side of the dart is now very curvy. Putting in the zipper there will be fun, I guess… 😮

Als das erledigt war, machte ich mich gestern Abend ans puzzlen.

Eine gute Stunde später wußte ich, was ich vorher geahnt hatte: Keine Chance, den Rock aus dem vorhanden Stoff zuzuschneiden. Viel fehlt nicht, vielleicht fünf Zentimeter in der Weite und zehn in der Länge… aber so…. Nein.

Da ich dieses allerdings schon geahnt hatte, hatte mein Gehirn über die letzten Wochen genügend Zeit, einen Plan B auszubrüten: nur vorder und Rückenteil des Rockes werden aus dem Glencheck, die Seitenteile aus meinem schwarzen Zusatzstoff. (Von dem ich noch mal drei Meter nachgeordert habe, denn mir ist für das Oberteil auch noch eine stoffverbrauchende Technik eingefallen….)

After finishing the pattern I tried to lay it on the fabric. One hour later (yesterday night) I knew for sure, what I had somewhat guessed before: No way, there’s not enoug fabric für the pattern. It’s not much, what’s missing… like 5cm larger and 10 cm longer… but… it’s not there.

So switch to Plan B since I had been thinking all the time, that this might happen, my brain has had enough time to produce Plan B. (Things like that my brain can do without me… I don’t know about it, but when I need it, the idea is there and pops out. In most cases, at least.) Only the middle parts (front and back) will be made of the prince-de-Gaulle, for the sides I’ll use the black silicon popelin I had bought. (And I had just ordered 3 more meters of it, because I had another fabric-consuming idea….)

Bigger als PLUS oder jenseits von Burda

Nähzeitung wie Burda sind ja eigentlich was Tolles, so viele Schnitte für so wenig Geld… bekommt man sonst nicht.

Allerdings sollte man nicht zum gewichtigeren Teil der Bevölkerung gehören, denn bei Größe 44 oder 46 endet das normale Angebot, bei 52 ist dann endgültig Schluß. Auch im Sonderheft „Burda Plus“ hört es da auf. (Ich besitze noch eine historische Ausgabe einer Burda für Mollige, da waren einige Modelle bis Größe 60 im Angebot. Und die Modells waren auch noch wirklich wenigstens mollig…)

Für mich persönlich reicht dieses Größenspektrum auch, aber ich kenne einige Leute, sei es „virtuell“ über das Internet, sei es ganz persönlich, die dieser Gruppe entwachsen sind. Und gerade diese sind besonders auf das Anfertigen eigener Kleidung angewiesen, denn das Angebot an fertiger Kleidung in diesen Größen ist ebenfalls nicht großartig. Und wenn, dann noch dazu teuer.

Und immer wieder bekomme ich mit, wie diese Frauen sich plagen, Schnitte irgendwie über drei, vier, fünf Größen aus dem Heft heraus zu vergrößern und unter dem Einsatz vieler Fehlversuche und dem damit verbundenen Zeit- und Stoffaufwand einen wenigstens halbwegs passenden Schnitt zu bekommen.

„Liebe Mädels,“ sage ich dann immer „es gibt doch noch ein Leben jenseits von Burda! Es gibt doch nicht nur Hefte, es gibt nicht nur deutsche Hersteller! “ Ein Blick über den großen Teich lohnt hier wirklich, gerade Butterick und auch Simplicity bieten auch Schnitte bis Größe 32W an, das entspricht immerhin der deutschen Größe 58.

„Aber,“ so kommt der Einwand, „diese Einzelschnitte sind doch so teuer! Und das, wo ich doch schon so viel Geld für Stoff ausgeben muß, weil ich besonders viel davon brauche…“ Klar, und dann braucht man ja gerade wenn man eine „nicht-Standard“ Größe hat nicht nur einen Schnitt für ein besonders Modisches Teil, sondern man braucht einen Schnitt für alle Kleidungsstücke: Hose, Rock, Jacke, Top oder Bluse, Kleid, Mantel,… da sind schnell 50 oder 70 EUR für die Grundausstattung an Schnitten weg!

Das stimmt… und auch nicht. Ja, die Einzelschnitte sind teurer als ein ganzes Heft für fünf Euro. und die importierten Schnitte noch etwas mehr, weil sie ja für den relativ kleinen deutschen Markt übersetzt werden müssen. Aber nein, man muß keine Unsummen für eine komplette Garderobe ausgeben. Ein Schnitt genügt! Butterick und Simplicity bieten beide sogenannten „Wardrobe“-Schnitte, die tatsächlich alle Teile für eine komplette Garderobe enthalten.

Und ganz ehrlich: Ein passender Schnitt ist doch letztlich billiger als drei Hefte, die ich nicht wirklich nutzen kann. Von den vielen Metern Stoff für mißglückte Probemodelle mal ganz zu schweigen…

Deswegen stelle ich hier einige dieser Schnitte vor. (Damit ich selber nicht jedesmal neu zusammensuchen muß, wenn mich mal wieder jemand fragt 😉 )

In Germany it’s not easy to find patterns in sizes beyond 52/26W because the Sewing Journals stop there. And many people don’t know, that larger patterns exist. Or they hesistate, because they believe it will cost them a fortune to buy patterns for a complete wardrobe. So I’m introducing here some wardrobepatterns in large sizes from Butterick and Simplicity.

Bei Butterick habe ich folgendes gefunden:

B4817: Rock, Hose, Jacke, Top und Weste

Die Teile sind sehr schlichte Basisteile, somit auch einfach und schnell zu nähen und anfängergeeignet. Aber durch die Wahl der Stoffe und selber angebrachte Details wie Taschen, Borten, Stickereien,… kann man sie für alle Situationen tragbar machen. Egal ob mit dem Nachwuchs im Sandkasten oder bei der Arbeit. (In dem Fall die Jacke etwa einfach füttern und schon sieht sie „angezogener“ aus.)

B4623: Jacke oder Mantel mit Revers, Hose und Rock (beide ohne Gummizug…) und einen Hut.

Der Schnitt ist „couturiger“ und eindeutig Business-geeignet. Aus Wollstoffen und mit der langen Hose für den Winter, aus Leinen, Baumwolle oder Seide für den Sommer, die Hose in Capri-länge. Oder aus Taft zum Ausgehen. Und auch hier gilt: abwandeln erlaubt. Eine andere Reversform zu zeichnen ist gar nicht so schwierig.

B4471: Jacke, Top, Kleid und Hose

Auch hier bestimmt der Stoff den Look. Aus Baumwolle oder buntem Leinen für den sportlichen Freizeitlook, aus Seide oder Chiffon ein Ausgehkleid mit schmeichelnder Flatterjacke.

Das alles bis 32W, was in etwa der deutschen Größe 58 entspricht. (Immer die Körpermaße anhand Maßtabelle überprüfen, jede Firma benutzt etwas andere Proportionen!)

Wenn das nicht reicht, bietet Butterick auch noch Modelle bis Gr. 44W, was etwa einer deutschen Größe 70 entspricht.

B5047: Bluse, Jacke, Rock.

Der Rock kann je nach Stoff eher romantisch oder elegant gestaltet werden, die Jacke mit den kurzen Revers und Wiener Nähten und die Bluse können ebenfalls für jede Arbeits- oder Partysituation passend gemacht werden.

B5053: Hose, T-Shirt, Jacke

Kann im bequemen Freizeitlook gestaltet werden, aber auch zum lässigen Businessoutfit.

Butterick-Schnitte bekommt man auch in Deutschland in vielen Stoffgeschäften, auch wenn die großen Größen oft bestellt werden müssen und nicht vorrätig sind. Oder man bestellt gleich über das Internet, etwa bei Schnittmuster.net oder bei scherzkeks-stoffe.de Beide können das komplette in Deutschland erhältliche Programm bestellen, auch wenn das Modell nicht auf der Webseite gelistet ist.

Eine zweite gute Adresse für die PlusPlus-Größen ist Simplicity

3699: Shirts, Hose, Rock, Kleid

Jugendlich und bequem, bunte Baumwoll-Jerseys für den Sandkasten, weicher Viscosejersey oder Slinky für Disco oder Familienfeier.

3805: Kleid, Tunika, Hose, Rock, Jacke (bis Größe 28W/54)

Eher schlichter Basisschnitt, aber dadurch auch wandelbar, von Freizeit bis sportlichem Look für die Arbeit.

3894: Jacke, Shirt, Hose, Rock (bis Größe 28W/54)

Von bequem über lässig elegant bis flippig… der Stoff macht den Look.

4198 Hemdblusenkleid (auch als leichter Mantel zu tragen), Hemdbluse, Rock, Hose, Short

Wieder bequemer bis korrekt-sportlicher Freizeitlook. Und wenn man nicht gerade bei einer Bank arbeitet, sicher auch arbeitstauglich zu stylen.

4408: Kleid, Top, Mantel, Hose, Rock

Mit Etuikleid und Mantel sowie korrekter Hose und Rock würde ich das das „Business-rundum-sorglos“-Paket nennen. 😉

5311: Mantel, Jacke, Hose, Top, Rock, Tasche (bis Größe 28W/54)

Sehr purer Look, von schlichter Eleganz. Mit dem kleinen Stehkragen am Mantel hat es ein bißchen was asiatisch angehauchtes, finde ich. Ob zum Einkaufsbummel oder zum Abendessen… Und nicht vergessen: Details sind änderbar, und der Stoff macht den Look!

Ich bringe mir meine Simplicity-Schnitte immer aus Paris mit, aber in Deutschland kann man sie immerhin bestellen, etwa bei www.schnittmuster.net

*uff* Schon wieder so viel Text… aber in Zukunft kann ich auf mein eigenes Bookmark zurückgreifen und muß nicht jedesmal neu suchen. Und vielleicht… hilft es auch hier jemandem weiter?