Nähbrunch – Nachtrag

RosenboxDzdzdz… beinahe hätte ich doch vergessen, etwas ganz Wichtiges zu zeigen!

Ich habe am Sonntag nämlich von Silvia ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk bekommen: Diese wunderbare Box mit Rosen. (Falls es jemand noch nicht mitbekommen hat… ich liebe Rosen… *g*)

Und Silvia hat dieses wunderbare Talent, Dinge zu finden, die ich „eigentlich“ nicht mag (Was soll ich mit so einer Stoffbox? Staubfänger…) und sie genau so zu gestalten, daß ich sie liebe!

Danke Silvia!

ich weiß nur noch nicht, ob die Box auf meinen Schreibtisch kommt oder aufs Nachtkästchen. Für das Schlafzimmer planen wir ja eine Umgestaltung, die rot beinhaltet…. (Okay, wir planen das seit Jahren…. darauf warte ich besser nicht.)

I’d nearly forgotten to tell you something about sunday: I got a late birthday present, this wonderful box with roses. (Did I tell? I just love roses… No, I think in English I haven’t said that so often… :o) )

And Silvia has an amazing gift: She chooses things, that I „normally“ wouldn’t like (like fabric boxes… what are they good for, besides collecting dust…?) and makes them in a way I just love!

Will I put that box on my working desk or on my bedside-table? Hard choice…

Webband von Kafka Allerdings war das noch nicht mal alles… in dem Schächtelchen waren noch einige Borten von Kafka.

Einige meiner Lieblingsborten, um genau zu sein…

And that wasn’t all – there was something in the box: more roses, on „Kafka“ ribbons.

Non German readers might not know: Kafka is a German Company weaving ribbons on old 19th century looms. They (re)produce classical designs, but also create modern ones. The ribbons are all very well made and of a very high quality. And I just love them!

Silvia sells some in her shop, so lucky me… :o)

Kölner Nähbrunch: Jeder mit jedem, alle gleichzeitig und alle durcheinander

Kölner NähbrunchViel los ist bei unserem Nähbrunch ja immer, aber so lebhaft wie heute habe ich es glaube ich noch nie erlebt.

Wir hatten einen Neuzugang, wir hatten „aus der Versenkung wieder aufgetaucht“ und wir hatten natürlich die „üblichen Verdächtigen“.

Angefangen hat es ruhig, so gegen halb elf, als ich kam, waren wir erst mal zu viert und ließen es bei der ersten Tasse Kaffee langsam angehen.

Our „Nähbrunch“ (Sewing-Brunch) today was amazing. We meet about every six to eight weeks, alternating between a cafe in Cologne and a shop in Aachen. In Aachen we can sew, too, in Cologne we just talk.

Beim Brunchen

But this time we talked more than usual, at least I got that impression. Our last meeting in Cologne was quite some time ago, and evidently we all hat missed something.

So everybody tried to talk to everybody at the same time… and from one end of the table to the other….

Aber auf einmal waren dann alle da… und dann ging es rund.

Das Buffet im Cafe Duddel (das jedesmal extra extra für uns gerichtet wird) wurde gestürmt und gleichzeit versuchte jeder mit jedem zu reden. Bevorzugt mit jemandem, der mindestens schräg gegenüber war.

Oder gleich am anderen Ende des Tisches. :o)

Stricken beim Nähbrunch

Das letzte Treffen in Köln liegt ja jetzt schon lange zurück und offensichtlich hatten wir alle mehr als Nachholbedarf.

Der Geräuschpegel erinnerte mich jedenfalls eher an alte Uni-Mensazeiten, als an ein gemütliches, kleines Cafe.

Aber natürlich war es trotzdem gemütlich.

Wichtiger Programmpunkt neben dem Reden war übrigens stricken. Die Mehrzahl der Nähbrunchler ist wohl inzwischen drauf gekommen, daß Stricknadeln und ein Knäuel Wolle eigentlich immer in die Tasche passen und daß sich Stricken mit Reden hervorragend verträgt.

As we cannot sew in the cafe more and more of us started knitting…

And we bring our new books to show them to each other. The result is very often, that I’m spending money… „New Victorian Lace“ is on my wish list. I don’t know when… but I have to buy it one day. I just love all kinds of scarfs, the bigger the better, and things like that…

Bücher beim Nähbrunch So war es nicht überraschend, daß diesmal nicht nur Nähbücher gegenseitig beguckt wurden, sondern auch Strickbücher herumgingen.

(Die üble Wünsche weckten. Zumindest bei mir. „New Victorian Lace“ muß auf meine Wunschliste… Ich liebe Schals und Stolen.

(Wo auch immer ich die noch hinpacken will, in meinem Schrank….)

Nähbrunch Diese beiden hatten sich übrigens auch eine Menge zu erzählen, auch wenn das Bild anders suggeriert.

Aber es passierte ja wieder so vieles gleichzeitig, daß man die Aufmerksamkeit einfach in alle Richtungen gleichzeitig verteilen mußte.

That’s what happens, when you try to catch up with all conversation going on… you don’t know, where to look at.

Unser Tauschtisch war durchaus belagert, aber nur wenige Stöffchen wechselten den Besitzer.

Irgendwie versuchen wir gerade alle, unsere Stoffberge etwas abzubauen und widerstanden so vielen Verlockungen.

We also swaped fabrics and notions… all those wonderfull things one buys for one reason or the other… only to find out later, that the fabric is still great, but for another person. Or you’re children have outgrown, before you could sew it. All that stuff.

TauschtischThis time, I have to admit, only few things were exchanged. We are all more or less on „fabric-diet“.

Ganz unfleißig waren wir übrigens auch nicht… Wir haben einen Blazer abgesteckt.

Spaß beim NähbrunchEinige historische Schätzchen (wie Bündchenware, vor Jahrzehnten im Werksverkauf einer renomierten deutschen Firma erworben) wechselten allerdings doch den Besitzer. Oder die Besitzerin.

Letztlich kommt der „Jäger und Sammler“-Trieb dann doch immer durch.

(Hm… irgendwer wollte auch noch eine Schnittfrage stellen. Später… aber das ist wohl untergegangen.)

Ich bin jetzt jedenfalls ziemlich platt, von all den heutigen Eindrücken. aber in ein paar Wochen treffen wir uns wieder. *g*

P-A-Challenge 2007: Rechts gesteckt, links markiert.

Wenn es um Änderungen am Kleidungsstück geht, hört man oft den Ratschlag, das Teil auf links gedreht anzuziehen und dann so abzustecken. Weil man so die Markierung gleich auf der richtigen Seite hat.

Naht von rechts abgesteckt Das klingt erst mal logisch, hat allerdings auch einige Nachteile. Angefangen dabei, daß man einen symmetrischen Körper benötigt. Was von Natur aus bei praktisch keinem lebenden Wesen der Fall ist. Die Tatsache, daß die meisten Menschen eine bevorzugte „Arbeitsseite“ haben und sich daher Muskeln und Körperhaltung im Laufe des Lebens immer stärker einseitig entwickeln macht die Sache nicht besser.

Und bei dicken Stoffen kann es bereits einen deutlichen Unterschied machen, welche Stoffseite die „Innenkurve“ und welche die „Außenkurve“ um den Körper beschreibt.

Aber das ist auch gar kein Problem, denn auch ein von rechts abgestecktes Kleidungsstück hat links Markierungen. Man muß nur wissen, wo… 😉

Mein Rock ist, wie üblich, in der Taille etwas weit. (Auch wenn die Taillenweite laut Schnittmuster eher etwas eng sein müßte. Aber „Selbstmessungen“ sind immer etwas ungenau. Und seit meiner letzten „Fremdmessung“ hatte ich einen gewissen „Zugewinn“. :o) )Da ich den Reißverschluss schon eingesetzt habe und überdies die seitlichen Abnäher eigentlich genau da sind, wo sie hin sollen, entscheide ich mich, den Rock an den vorderen und rückwärtigen Teilungsnähten enger zu stecken.

My test-skirt is a little to large at waist. So I have to pin-fit it. Very often I read the advice, to wear a garment left side out for pinfittig, because then the new stichlines will be marked on the left side. Only no living beeing is completely symmetrical, so this method has it’s limits. But thats no problem, because pinfitting on the right side of the garment produces marks on the left side. If one knows how to to it.

I decide to bring in the waist not at the side seam/dart, but at the four seams at front and at the back. The picture shows, how the front looks after pinning the excess fabric from the right side.

Nadel von links sichtbarNachdem ich den Rock von rechts abgesteckt habe, drehe ich ihn auf die linke Seite.

Und siehe da, wenn man den Stoff an der frisch gesteckten Stelle auseinanderzieht erkennt man die Stecknadel.

Das sind die zwei scheinbar weißen Punkte innerhalb der rot gepunkteten Linie.

Natürlich sind meine Stecknadeln nicht weiß, sondern aus glänzendem Metall. Aber wenn man den Blitz benutzt, ist eben das der Effekt. :o)

Hier muß die neue Nahtlinie hin.

After turning the skirt to the left side I can clearly see the metall of the pins.

On the picture it’s the white spots inside of the red dotted „circle“. It’s not rond enough to be a real circle, but I think you get the idea :o)

And of course my pins are not white, but metallic, but I had tu use the flash and the reflection of the light makes it look white instead of „metall“.

And that’s the place, whre my new stitching line has to be.

Durchstiche links markieren Da wo die Stecknadel unter dem Stoff steckt, reibt man einfach mit Schneiderkreide oder einem Kreidestift darüber.

Die Stecknadel ist hart, also bleibt die Kreide mühelos genau da haften.

Auf dem Bild sieht man den Kreidestrich leider nicht besonders gut, aber das hellere neben dem weißen Punkt, das ist der Kreidestrich.

The next step isn’t complicated at all. Just marking the placement of the pin with chalk. Or whatever you like. But tailors chalk (is that the word?) is perfekt, because it rubs of easily on the pin that is under the fabric.

Dann entferne ich die Stecknadeln und habe perfekte Markierungen auf der linken Stoffseite.

Da bei dem Rock die Linienführung recht klar ist, habe ich nur wenige Stecknadeln benutzt.

Naht von links neu stecken

Bei komplizierteren Teilen kann man natürlich mit beliebig vielen Nadeln stecken.

After removing the pins you have perfect and clear marks on the left side of the fabric.

As it is not a very complicated alteration I only used few pins. But of course you can use as many as you like to get more marks.

Markierungen zu neuer Nahtlinie verbunden Zuletzt verbinde ich noch die Markierungen zu einer neuen Nahtlinie. In diesem Fall einfach frei Hand.

Bei komplizierteren Formen kann aber ein Kurvenlineal auch gute Dienste leisten.

Last step: Connect the mark to form a new stitchline. I didn’t use a curve, but if you have one you can use it, of course.

Als nächstes werde ich den Rock mit den neuen Nahtlinien nähen, die alten auftrennen und sehen, ob er paßt.

Falls ja, werden die Änderungen auf den Schnitt übertragen. Ich will ja den eigentlichen Rock gleich nach einem passenden Schnitt zuschneiden.

Next thing is stitching the new lines and see, whether the skirt fits. If it does I can mark the new stitching lines on my pattern and go on with the test-skirt.

An alle Kölner: da müßt ihr hin!

Kreativ kann man ja nicht nur mit Textilien sein, sondern auch mit Teekisten, Mülleimern, Besen, Feuerzeugen,…

Acht Freaks mit seltsamen Frisuren und schmutzigen Klamotten sowie jede Menge Haushaltsgegenstände… und nach gut eineinhalb Stunden ohne Pause denkt man „oh, schon vorbei?“.

Nein, STOMP entzieht sich jeder Beschreibung.

Sind sie Tänzer, Percussionisten  oder Clowns?

Irgendwo dazwischen oder alles zusammen, vermute ich.

Jedenfalls tanzen sie und die Musik, den Rhythmus machen sie dabei selber. Mit allem, was sie zur Verfügung haben. Vom eigenen Körper bis zu Gummischläuchen, Mülltonnen, Feuerzeugen, Teekisten, Zeitungen,… es ist unglaublich und unbeschreiblich.

Immer noch, denn ich habe 1999 in Paris schon mal eine Aufführung gesehen. Angemessene Worte für das Spektakel habe ich trotzdem nicht.

Wenn ihr in Köln und Umgebung seid: Stomp gastiert noch bis zum 15.07. in der Philharmonie. Verpaßt sie nicht!

STOMP in Cologne wont help the English readers… but if this performance ever comes to your region… don’t miss it! They’re amazing, funny,… undescribeble… just go and see and hear for yourself!

Dyeing comes before knitting

Hi Ric, are you still listening? 😉

(Other English readers are more than welcome, of course!)

This time I better tell you now about my knitting , the last time I was at metropoleparis-Club. Instead of waiting for you, to ask me in three or four month…

As this is more or less the english version of mondays blog entry you’ll find the pictures there…

Okay, there was this story about dyeing the wool. Well, the pictures do not show italian spaghetti, but german wool. A simple, rather rough one, in „sheep-colour“.

The wool gets well tied, the it had to soak in a water with quite an amount of vinegar. (Cheap white one…)

Meanwhile I search the rest of my Easter-Egg colour (brand name „Braun-Heitman“, type „IRIS“), one tablett in blue, one in green and in the third mug one yellow and one blue, for a different shade of green. Again vinegar… plus hot water.

The well soaked spaghetti wool comes in a pot (anyone a translation for the word „Glaskeramik“? I think its a kind of glass…?). The dye gets poured over it. I put the lid on the pot and than the meal cooks ten minutes in the microwave oven.

Ready to serve.

Nearly. After washing out any excess-dye and letting the whole thing dry.bestickter Strickfilz

Then going to a metropoleparis-Club meeting and knitting a strange kind of cloth.

(Btw, ric, you are the only person who has a picture of the yarn and the knitting in its original colour! I forgot to take one. Well, not really forgot. I planned to take a picture so often, that after some time, I was completey convinced that Ihad taken a photo of the yarn. Well… I was wrong :-/ )

At home I threw the cloth in the washing machine at 60°C and after two cycles it had nicely felted. And the colour was much softer.

The pictures are, as I said, below.

But for tany, whose comment encouraged me, to write in English more often and other possible English readers (if there are any…): a fresh up to date picture of what the thing looks today.

Because a felted piece of knitting is not the end… it’s the beginning… 😉

Die nicht englischsprachigen Leser müssen sich keine Sorgen machen. Dies hier ist nur eine kurze Zusammenfassung zu den Bildern vom Montag. Ihr habt nichts verpasst.

Außer vielleicht dem tagesfrischen Anblick des gefilzten Teils…. denn natürlich höre ich nicht mit einem Stück gefilzter Strickerei auf. Ich fange gerade erst an. 😉

RE

Leverkusen – Düsseldorf Hbf (RE) – Fahrplan 8.46 – 9.01 – Realzeit 9.10 – 9.27 (26 Minute Verspätung)

Düsseldorf Hbf – Köln Hbf (RE) – Fahrplan 16.40 – 17.11 – Realzeit 16.47 – 17.20 (8 Minuten Verspätung)

Auf der Strecke waren, die Verspätungen betreffend, die Auswirkungen der Streiks also nicht deutlich vom Normalbetrieb zu unterscheiden… :o)

Marmorieren in der Mikrowelle

Von der Challengefront gibt es keine Neuigkeiten, ich habe den Reißverschluß bekommen. Dunkelblau gab es natürlich nur in 40cm lang, wie das in Billigläden halt oft der Fall ist. Aber kürzen geht ja immer. Doch zum Einnähen bin ich noch nicht gekommen. Wird vermutlich auch noch etwas dauern, mal sehen, wie ich morgen trotz Bahnstreik zur Arbeit komme…

Aber über meine Wollexperimente kann ich weitererzählen:

Challengewise no thrilling news. I got a zipper. But hadn’t time to sew it in. And probabely wont have the next days. German railway is on strike so I’ll see how I’ll get to work tomorrow. And when. And when I’ll be back…

So I’ll tell a little more about my „wooly“ experiments. I’m plannig to write some English explanations one of the next days….)

Da über Weihnachten natürliche keine Zeit für Experimente war und auch danach erst mal nicht, blieb die Wolle eine Zeit lang liegen.

ungefärbte Naturwolle im Strang Ganz untätig war ich in der Zeit aber nicht, ich bin noch ein Stück tiefer in diverse Strickblogs abgetaucht und habe mich weiter eingelesen.

Dabei fand ich noch einige nützliche Hinweise. Tini war es glaube ich, die dringend empfahl, den Wollstrang an mehreren Stellen zu fixieren, damit man es hinterher nicht alles mühsam entwirren muß. (Falls es ein anderes Blog war: Sorry, ich weiß es wirklich nicht mehr genau. Ich lese ja viel…)

Die Wolle hatte ich ja zum Glück schon als Strang gekauft, mußte sie also nicht mehr wickeln.

Aber an mehreren Stellen habe ich weißes Baumwoll-Häkelgarn (Irgendwann habe ich mal Filethäkele gemacht, ich muß ja immer alles ausprobieren… :o) durch den Strang geflochten und locker zugeknotet.

Wolle wässernIch wollte ja keinen Fadenbatik erzeugen. Daher nur locker geknotet.

(Das wäre ja auch mal noch eine Idee…. aber nicht für dieses Mal.)

Im Ergebnis sollte das Garn marmoriert sein, mit sanften Farbverläufen.

Damit die Farbe sich gut und halbwegs gleichmäßig in der Wolle verteilt, habe ich das Garn zuerst mal gründlich gewässert (Auch das eine Erkenntnis aus einem Blog. Ich weiß nur leider nicht mehr, aus welchem 🙁 ) und zwar in Essigwasser. (

(Essigessenz, versteht sich. Essig ist für Weicheier. :o) )

Im Bild sind 100g Wolle in unserem Gästewaschbecken.

Und: ja, das Wasser bei uns ist kalkig, wie der Wasserhahn verrät.

Eierfarben auflösen Während die Wolle vor sich hinweicht (beieinmal Wasser nachfüllen, weil der Abfluss nicht dich war), wende ich mich in der Küche den Farben zu.

Nach einer Musterung der verbleibenden Farbtöne (immer noch die IRIS-Eierfarbe von Braun-Heitmann) entschließe ich mich zu einer Färbung im blau-grün Bereich. Orange wäre noch da gewesen, aber ich wollte erst mal sanft anfangen, bevor ich knallig werde. Außerdem paßt zumindest blau oft zu meiner Garderobe. (Auch wenn man es nicht meinen sollte, nachdem was ich in den letzten zwei Jahren genäht habe… aber meine Sachen sind langlebig und blau ist immer noch viel dabe.)

Keine Ahnung, wie viel Farbe man nehmen sollte, aber ich löse mal eine blaue, eine grüne und eine blaue mit einer gelben Färbetabletten zusammen auf. Das sollte einen Blauton und zwei verschiedene Grüntöne geben.

Da es sich um Lebensmittelfarbe handelt, die überdies problemlos abzuwaschen ist (ich färbe ja schon lange Jahre meine Eier damit, deswegen bin ich mir da so sicher), kann ich normale Kaffeepötte aus meinem Bestand nehmen.

Die Farbtabletten werden zuerst mit Essigessenz übergossen und dann die Tassen zu etwa zu zwei Dritteln mit kochendem Wasser aufgefüllt.

ungefärbte Wolle im Topf Das allerdings erst kurz vor dem Färben, die Farbe soll ja noch heiß sein.

Die Wolle lasse ich etwa eine Stunde im Wasser, dann wird sie etwas ausgedrückt und kommt in einen Topf.

Sieht beinahe aus wie ein Topf Spaghetti, oder? 😉

Da ich die Microwelle verwenden will, kommt Metall nicht in Frage. Glücklicherweise hat mir eine Freundin mal einen Glaskeramiktopf geschenkt, den ich fast nie verwende, weil ich immer vergesse, daß ich ihn habe. *hüstel*

Aber hierfür ist er ideal.

ein Topf gefärbte Wolle Dann wird die Farblösung drübergekippt. Ich fange mit blau an, nehme dann den etwas helleren der beiden grüntöne und am Schluß den dunklen.

Dabei versuche ich zum einen, alle Fäden zu erwischen, zum anderen nicht durch die dunkle Farbe alles hellere zu überdecken.

Also gieße ich teilweise von oben, teilweise mehr seitlich… und möglichst unregelmäßig.

Ein bißchen drücke ich die Wolle dann noch durch, aber ganz vorsichtig, weil ich ja marmorierte Wolle haben will, nicht einfarbige in einem Zwischenton.

Danach lasse ich die Wolle mit geschlossenem Deckel noch zehn Minuten „ziehen“, anschließend kommt sie für zehn Minuten in die Microwelle, wie meine Teststücke.

Heraus kommt tatsächlich leuchtend buntes Garn. fertiger Strickfilz

Von dem ich mir sooo sicher war, daß ich photographiert hätte. Zumindest auf dem Strang, der ausgewaschen und zum Trocknen in der Dusche hing. Oder auf dem Balkon.

(Kommentar meines Herzblatts: „Äh… ich will ja nichts sagen… aber ist das nicht ein bißchen ungleichmäßig geworden?)

Ist es, mein Schatz, aber das war Absicht. 😉

Dann lag das gefärbte Garn wieder eine Weile… mit anderen gefärbten Garnen, bei denen ich verschiedene Techniken ausprobiert habe. Da schreibe ich dann getrennte Einträge dafür.

Bis ich Ende Mai mit meiner Mutter nach Paris gefahren bin.

Im Zug durfte sie dann gleich mal den Strang halten, so daß ich mir ein Knäuel daraus wickeln konnte.

Dieses habe ich dann mit meinen 6er Nadeln zu einem großen Rechteck verstrickt.

Und, wieder Zuhause, in die Waschmaschine verfrachtet.

Aud, du hattest recht, die Farbe wird deutlich blasser. Wenn man ein paar Meter mit einer Färbetablette färbt, ist die Sättigung mit Farbe vermutlich deutlich größer, als wenn man vier Färbetabletten für 100g Wolle verwendet.

Ich konstatiere auch, daß der blaue Farbton offensichtlich der am wenigsten beständige ist, der grüne hingegen am besten gehalten hat.

Trotzdem gefällt mir das Ergebnis gut. Ich werde es so verwenden können. Was das wird?

Wie heißt es doch so schön: Stay Tuned! Wenn es so weit ist, werde ich es euch zeigen!

P-A-Challenge 2007: Proberock

Ein noch ungetesteter Schnitt (Vogue hin oder her) UND massive Veränderungen an demselben… das ohne Probemodell zu wagen wäre dann doch etwas… gewagt. (Oder einfach doof. :o)

Summary in English? Please scroll down… 😉

Proberock Zuschnitt Zumal ich nicht viel von dem karierten Stoff habe und ihn auch nicht nachkaufen kann.

Also krame ich aus meiner Stofftruhe erst mal ein uraltes Schätzchen hervor.

Diesen dunkelblauen Baumwollstoff erstand ich weiland in Singen, als ich meine alte Singer zur Reparatur brachte. Ich hatte mir aus der Carina (ja, die gibt es nicht mehr) einen Hosenanzug mit weiter Hose und einer legeren Jacke mit Bindegürtel ausgeguckt.

Und der Stoff kostete nur 3 DM/Meter, weil Schlußverkauf war. (Ja, gab es damals auch noch.)

Das war… hm…. irgenwann zwischen 1991 und 1995, schätze ich.

Leider dauerte die Reparatur mehrere Monate, weil das Ersatzteil so lange nicht beschafft werden konnte, also konnte ich den Stoff nicht vernähen.

Und als ich die Maschine wieder hatte… genau, der Hosenanzug war für den Winter (mit Stoff aus dem Sommerschlußverkauf), selbiger aber bereits weitgehend vorbei, also nähte ich dann erst mal wieder Sommerklamotten. (Schnellnäherin war ich ja noch nie.)

Und wie das so ist… bis zum nächsten Herbst gab es natürlich andere interessante Modelle.

Zuschnittreste Wie das halt so ist, wenn man die Sachen aufhebt.

Der (vorgewaschene) Stoff wanderte also in den Schrank, von dort in eine Kiste, von dort nach Cham, von dort nach Bures sur Yvette, von dort nach Köln,… immer schön kühl und dunkel gelagert.

Bis ich ihn so etwa 2002 wieder hervorholte, um meinem Herzblatt eine kurze Hose zu nähen.

Und dann feststellte, daß der Stoff nicht nur im Stoffbruch eine deutliche helle Linie hatte, sondern all over unregelmäßig ausgeblichen war. (Die kurze Hose gab es dann aber trotzdem, für den Garten taugts…)

Im Nachhinein war ich dann froh, den aufwendigen Hosenanzug nicht gearbeitet zu haben…. wenn der Stoff in der dunklen Kiste schon ausbleicht… was wäre wohl beim Tragen im Sonnenlicht passiert?

Jedenfalls habe ich jetzt einen geeigneten Stoff für einen Proberock.

Das obere Bild (gewaltig farbverändert, damit man überhaupt was erkennt) zeigt das Seitenteil. Da stimmen jetzt natürlich die Angaben zum Fadenlauf auf dem Schnitt nicht mehr. *hm*

Proberock fertig Ich habe mich dafür entschieden, die Verlängerung des Abnähers im Fadenlauf aufzulegen. Da das vordere und hintere Mittelteil ja ohnehin schräg geschnitten werden, gleicht sich so das Karomuster vielleicht besser an. Oder so…

Gut zu wissen ist schon mal, daß bei einem 150cm breiten Stoff auch das Seitenteil auf einer Stoffhälfte Platz hat. Das erhöht meine Chancen, daß der Schnitt hinterher auch auf den Karostoff paßt. Sicher bin ich mir da allerdings nicht.

Für Vorder- und Rückenteil habe ich den Stoff einfach im 45° Winkel gefaltet und die Schnitteile an dem so entstandenen Stoffbruch aufgelegt. Das Bild zeigt sozusagen das „Negativ“, die übrige Stoffbahn.

Das letzte Bild beweist: genäht ist der Rock schon. Allerdings konnte ich ihn noch nicht anprobieren. 🙁

Was mit natürlich fehlt ist ein passender Reißverschluss. Entweder sind sie zu kurz oder zu lang. Und einen teueren langen Reißverschluss für einen Proberock abzuschneiden… danach steht mir der Sinn gerade nicht.

Denn das Anhalten des Rockes ergab schon mal, daß die Größe nicht ganz falsch liegen kann. Und daher habe ich vor, auch diesen Rock fertig auszuarbeiten (die Nahtzugaben sind schon versäubert), damit ich ihn hinterher tragen kann. Nicht gerade für elegante Gelegenheiten, aber um damit im Garten herumzuhüpfen wird er gut genug sein. Ich habe nämlich keine passenden Freizeitröcke mehr. Obwohl ich eigentlich immer sehr gerne Röcke getragen habe. Gefüttert wird er aber nicht werden, denke ich. Wirklich nur ein einfacher Sommerrock.

(Reißverschlüsse sind übrigens eine der wenigen Kurzwaren, von denen ich ein kleines Lager habe… und natürlich ist der passende trotzdem nicht dabei. Allerdings habe ich erfreulicherweise festgestellt, daß ich für den endgültigen Rock schon einen passenden liegen habe. Auch gut.)

Morgen arbeite ich an der Hohen Straße, wenn ich Glück habe, komme ich zeitig genug raus, um es noch zum Schnäppchenmarkt am Gürzenich zu schaffen. Die haben günstige Reißverschlüsse…

Untested pattern and alterations… I’m testing my new pattern first. The fabric I bought veeery long ago, in the 1990. It was on sale in theshop where I broght my old Singer sewing-machine to have it repaired. Well… repairing took three or four month and when I got my machine back it was time for sommerclothes.

So I washed the cotton and it moved with me over the south of Germany, to France, back to Germany,… and when I wanted to use it about 2002 I found it hat plenty of ugly bleached spots. But for a test-garment it’s still good enough.

I finished the skirt this morning, but I couldn’t try it on, because I have no fitting zipper in my stash. :o) And a fitting zipper I will need, because I intend to wear that skirt, too. Not for good, but for hanging around at home.

If I’m lucky tomorrow I’ll get out of work early enough to buy a zipper. Elseway it’ll take some time. We’ll see….

P-A-Challenge 2007: Erstes Teil, erste Schritte

Okay, Schritt eins ist, einen Rockschnitt zu finden, der sich mit möglichst wenig Mühe an meine Wünsche anpassen läßt. Sozusgen ein vier Bahnen Rock, aber ohne Nähte in der vorderen und der hinteren Mitte.

Any English Readers? You’ll find a summary at the end of this entry.

Rockschnitt Das war schwieriger als gedacht.

Natürlich kann man jeden beliebigen gerade Rockschnitt nehmen, ihn aufdrehen und ihm Teilungsnähte verpassen.

Aber das macht Arbeit. Verbraucht viel Papier oder Folie.

Also bin ich erst mal in meine Schnittmustersammlung abgetaucht und bei den „habe ich mal gekauft, weil sie billig waren und ich sie nett fand, aber dann nie verwendet“ Schnitten in meinem Fundus fand sich doch tatsächlich der perfekte Schnitt. An unerwarteter Stelle, muß ich zugeben. An ein Abendkleid hatte ich jetzt nicht gedacht.

Modell D dieses Vogueschnittes liegt an Taille und Hüfte eng an und bekommt nach unten Weite.

Der Rock besteht zwar aus acht Bahnen, aber die vordere und hintere Mittelnaht verlaufen senkrecht, es ist also kein Problem, hier einen Stoffbruch statt einer Naht zu machen.

Allerdings ist bei Vogueschnitte die Nahtzugabe schon im Schnitt enthalten, ich darf also nicht vergessen, sie an dieser Stelle wegzunehmen. (Bei geraden Linien ist das mit dem großen Geodreicke glücklicherweise kein Problem. Wobei ich doch immer häufiger vom großen Patchworklineal träume, das wäre noch etwas länger…)

Jetzt muß ich für den Schnitt allerdings erst mal eine neue „Behausung“ suchen… diesen dicken Papierstapel bekomme ich nie wieder in den Umschlag rein.

Schnitteile kopiert Bei Burda habe ich zwar auch Jahre gebraucht, um das System der Faltung zu verstehen (und bei Stadtplänen vn Falk erst…) aber es gibt eins. Ein System.

Vogue hat offensichtlich keines. :-/ Außer den Schnitt irgendwie zu falten und zu pressen und das ganze maschinell.

Nun gut, aber ich habe meinen Folienschnitt.

Vordere Mitte, rückwärtige Mitte, sowie ein ausladendes Seitenteil.

Die Seitennähte verliefen natürlich nicht gerade, aber ich habe die Paßzeichen (und guckt mal, wie viele das sind!) schön auf gleiche Höhe gesteckt und im unteren Saumbereich einfach etwas Weite „geopfert“.

Damit der Rock oben auf Taille kommt, bekommen die Seitenteile einen tiefen Abnäher. Da kann ich dann auch einen Reißverschluss einbauen. (Ich hatte mir nämlich gedanklich schon den Kopf zerbrochen, wie ich in die hintere Mitte einen Reißverschluss hineinbekommen sollte… ohne Naht. Aber kaum habe ich die Teile wirklich vor mir… löst sich das Problem schon von selber.)

Und ich habe den Rock mal mit 70 Zentimeter Länge rausgemacht. Ich vermute, er wird so 65 Zentimeter bekommen, aber wegnehmen ist einfacher als zugeben.

Okay, what’s all that about? There is a Challenge going on. Everybody, in this case 52 people, recieved the same material and everyone has to sew an outfit for herself or himself from that. End of September is a big „hobbyschneiderin“-gathering in Aachen, Germany, where we will have to wear what we made. Those who can not come to Aachen will present their outfits on the internet the same day.

I decided to start with a skirt and first of all I had to find the right pattern an alter it. What I show here. I used a Vogue pattern für a 8 gored (is that the word?) skirt an made a 4 gored one. This consists of one front and one back piece an two big side pieces. The side pieces will have long darts, to bring the skirt in at waist. I’m using plastic sheet for my patterns. They don’t photograph well, I’m sorry, but it’s an inexpensive material and I like to work with it.