Revue de Presse: burda Modemagazin Februar 2008

Rumliegen tut sie schon eine ganze Weile, aber da ich ja ausnahmsweise mal eifrig für den Motivationsmonat genäht habe, mußte die aktuelle Burda erst mal liegen bleiben… obwohl sie sehr bunt leuchtet. :o)

Das Editorial verkündet „Retro“. Nun gut, haben wir ja jetzt schon seit Jahren, in allen Varianten. Und Frau Pooth wird zur Stil-Ikone verklärt. Nun ja, das ist die deutsche Eigenart, die Latte so niedrig zu legen, bis jeder drüber kommt. Oder so.

Summary in English: I quite like the romantic trend in this issue. Jacket 109 and 105, also vest 116A. And normaly I don’t like vests… And I love the models for little girls, because they are comfortable but still nice enough to wear them on Sunday to visit the grandparents. What I did absolutely not like ist trouser 110.

Dann beginnt das Heft diesmal nicht mit einem Accessoire des Monats (nachdem ich mit rätseln über dem Bild, was wohl das Accessoire diesmal sein soll fertig bin lese ich auch mal die Überschrift…), sondern mit einem Trend Spezial. Na gucken wir mal… Zuerst Formen. Einmal das Alphabet durch, Von A über H zu O und X. Eigentlich braucht so niemand neue Klamotten, denn irgendwas passendes zu einem dieser Trends hat jeder im Schrank, oder? *g* Bei den Farben nennt Burda grau (Asphalt-Töne), „Nature-Colours“ (braun, beige, olive,…), die „Power Palette“ (Knallfarben nannten wir das in den 80ern) und „Soft Tones“ (Pastell hieß das mal früher). Die Bilder dazu zeichnen sich allerdings durch eine gewisse Beliebigkeit aus. Man könnte daraus genauso die Trends „Animal Prints“ oder „schwarz-weiß Kontrast“ ableiten. Und ob maigrün mit rosa jetzt eher „Soft-Tone“ oder doch schon wieder „Power Palette“ ist… kann man sich streiten, oder? Wie dumm aber auch, daß die Modemacher einfach tun wozu sie Lust haben und sich dann doch nicht ins Schema pressen lassen.

Letztlich bleibt der Trend der letzten Jahre: Erlaubt ist, was gefällt. *g*

Ah, die thematische Einteilung im Heft hat sich auch verändert, es geht jetzt schlicht mit „Trend 1“ los. Den Knallfarben. Einerseits mag ich es ja sogar knallig, aber die Zusammenstellung aus ganz verschiedenen kräftigen Farben fand ich in den 80ern schon zu bunt…. Schnitt Bleistiftrock 111 ist ganz nett, aber wehe man muß ihn an die Figur anpassen. Jacke 108 könnte der Schemazeichnung nach ganz nett sein, aber auf dem Bild verdeckt die riesige orangfarbene Fransentasche zusammen mit der großen Kette und den langen Haaren des Models mal wieder effizient alles.

Ne, also die Farbkombinationen, Komplementärfarben… *aua* das tut meinen Augen weh… *schnell weiterblätter*

Ah, Trend 2 ist Romantik, verschiedene rosa, rose und nude-Töne. Zusammen mit romantischen Jacquard-Mustern. Das liegt mir wohl mehr, vom Gefühl her. Auch wenn ich es eher nicht tragen werde, über das Alter und die Figur bin ich, so fürchte ich, hinaus.

Weste BurdaJedenfalls geht es gleich mit einer Überraschung los. Ich mag eigentlich keine Westen, aber 116A… da könnte ich glatt schwach werden. Also nicht in grün. Aber so generell… (Die Paßform müßte man wohl noch verbessern, diese Falten an der Seitennaht zum Busen sind nicht so schön…)

Eine Jacke und ein Parka… Hm, na ja… ach so, der Parka ist aus Organza… doch, hat auch was. Wann auch immer man das trägt.. vielleicht eher für ein Abendoutfit in schwarz? Und noch ein Trench… (wie viele Mäntel braucht die Frau?)

Burda JackeJacke 109 gefällt mir wieder sehr, sehr gut. Die Materialkombination, der schlichte Schnitt… warum ist denn bei Größe 42 schon Schluß? Wirklich bedauerlich….

*blätter* Noch ein nettes Outfit, leicht trachtig angehaucht. Auch so, nur den Rock gibt es als Schnitt, die Bluse nicht.

Der Mantel für Zierliche es auch recht nett, aber nicht meine Größe.

Burda JackeOh, wie das denn? Jacke 105 wieder bis Größe 46… hier gefällt mir, wie gut der Stoff zur Geltung kommt. Die Details der Jacke sind klein (die Paspel und die kurze Knöpfung), aber fein. Hier bin ich wieder sehr versucht mein Glück mit einem Burdaschnitt zu versuchen. (Wo doch die letzen beiden Jacken nicht oder erst nach dem zweiten Probemodell gepaßt haben…)

Hose 121 hingegen… ja? Und? Was ist der Witz dran? (Die schlapsig ungebügelte Saumkante hat man jetzt so?) Prädikat langweilig.

Trend 3 ist der „lässig-Look“. Die gleichen Sachen könnten auch unter „Marine-Look“ oder „Deauville-Atmosphäre“ angepriesen werden. Die Schemazeichnungen irgendwie schräg und längs auf dem Bild unterzubringen ist jedenfalls vor allem lästig. Um den Text dazu lesen zu können, muß man das Heft drehen. Naja, soll wohl ausdrücken wie belanglos diese Texte sind… 😀

Blaugestreifte Jacke, rot-weißes Kleid… An Bluse 124 gefällt mir die Knopfleiste bis ins Revers. Die Zickzack Ziernaht hingegen steht da ein bißchen einsam und alleine herum, wie bestellt und nicht abgeholt. *blätter* Shirt, Rock,… *blätter*

Uha… Hose 110B… was ist das? Die Streifen bringen den Einsatz und die extra-hohe Schnittform hervorragend zur Geltung. Wenn man das zur Geltung bringen will. *örks* Immerhin, wer eine Umstandshose braucht hat hier eine prima Vorlage wo der dehnbare Baucheinsatz hin muß. (Und alle anderen sehen mindestens nach 3. Monat aus.) Allerdings die Schrittnaht….. ne, geht gar nicht. Der Schritt scheint irgendwie tief zu hängen, was bei einer engen Hose auch nicht gerade elegant aussieht. *blätter*

Trend 4, die „Retro-Prints“. Die erste Farbkombi ist schon wieder grenzwertig und zum Weiterblättern. Die Schluppenbluse 119B sieht hingegen aus diesem Stoff sehr niedlich aus. Fast eine Versuchung wert. Aber eigentlich ist es wohl eher der Stoff, der mich reizt. Und den gibt es natürlich mal wieder nicht zu kaufen. Rock 102 B ist Abteilung „wie man es nicht macht“. Wenn die Muster an der Seitennaht schon absolut nicht passen (und bei einem so klar abgegrenzten Muster sieht das nur billig aus) und die Naht auch noch gekräuselt ist… muß man das dann auch noch von der Seite photographieren? (Oder wie sieht das von vorne aus, wenn das die Schokoladenseite ist?)

Der psychodelische Druck von Kleid 103 B wirft die Frage auf, ob nicht jedes Schnittdetail daran verschwendet ist… (Flokati und dottergelber Röhrenfernseher… ob Burda so was im Archiv hat?)

Tunika 122 könnte ganz nett sein. Schlicht, aber nicht ganz langweilig und ohne zu weit zu sein. Stellt sich nur die Frage nach der Paßform. Wenn es beim vermutlich eher flach gebauten Model schon über der Brust spannt… wie sieht das bei echten Frauen aus? Trotzdem… wenn der Schnitt nicht nur bis Größe 44 drin wäre, wäre es fast einen Versuch wert…

Als nächstes gibt es ein paar putzige Zeichnungen zur „Mode-Idee“. Weiße Bluse verändern. Gut, nett. Aber warum sollte ich eine fertige Bluse verändern, wenn ich sie gleich selber nähen kann? *g*

Unter „kreative Köpfe“ wird diesmal eine Zeichnerin vorgestellt. Ihre Monster erinnern ein wenig an Kinderzeichnungen. Eine fröhliche Variante irgendwo zwischen Art Brut und Surrealismus. Schon niedlich, irgendwie.

„Plus aktuell“ geht es weiter. (Das heißt bisherige Plus Mode in Burda war nicht aktuell?) „Sportiver Chic“ ist angesagt. Was auch immer das heißen soll… Mit kurzen Hosen und dünner Jacke ist die Burda Wettervorhersage jedenfalls auf einen warmen Februar eingestellt. Jacke 126 mit der asymmetrischen Passe (oder Teilungsnähte?) sieht interessant aus. Sehr effektvoll. Aber irgendwie auch gewollt, bemüht. Nicht wirklich elegant… Ein khakifarbener Hosenanzug… langweilig. Nur die Hose fällt auf, selten einen so schönen Katzenbart gesehen. (Wer auch immer bei Burda die Schrittkurve konstruiert… da ist noch Raum für Optimierung…)

Die Tunika 128 (ich würde es für ein langes Shirt halten…) im Retroprint in gedämpften Farben. Die kleinen Fältchen vorne sind irgendwie nett. Wenn sie dann gleichzeitig etwa Weite für die Oberweite brächten wäre es genial. Aber wenn man zum „auf Figur bringen“ einen Gürtel braucht wohl eher nicht. Ach, das war’s schonmit plus? Nun gut… dann halt nicht.

Dann wieder Bilder vom Designernachwuchs. Catwork 2007. Nicht wirklich durchgehend tragbar, aber spannender als der Rest des Heftes. Davon gerne mehr Bilder…

Das exclusiv-design kommt diesmal aus Düsseldorf, quasi bei mir um die Ecke. Noch nie was gehört von Steffen Schraut, aber das hat ja nichts zu sagen. Auf der Zeichnung sieht ds Boulekleid sogar erstaunlich elegant aus. Die Umsetzung mit Stoff zeigt allerdings, daß Theorie und Praxis nicht immer eins sind und Papier geduldiger als Stoff. „Boule“ heißt „Kloß“ und so sieht es auch aus. :o)

Okay, jetzt ist wieder fleißiges Blättern angesagt, denn der Kosmetik und Werbekram kommt….

Die Reise geht diesen Monat nach Berlin. (Und die Bilder sind auffällig genug, um nach der Wellnesssektion schnell genug zu bremsen.) Mal wieder Berlin mit mehr Zeit und Geld für Mode wäre schon toll. Aber irgendwie ist Paris einfach näher… *hüstel*

Dann eine Doppelseite Werbung für Internetseiten. Burdastyle und die hobbyschneiderin kenne ich ja schon. Mit italienisch und russisch kann ich nichts anfangen. Aber das französische Blog werde ich mir mal zu Gemüte führen.

Kinder BurdaBei der Kindermode tut es mir diesmal besonders leid, kein kleines Mädchen zu haben. Einfach ganz süß! Die Schnitte sind bequem und kindgerecht, gleichzeitig haben die Outfits aber genug chic um auch Sonntags zum Kaffeetrinken bei Oma ausgeführt zu werden.

(Na gut, für Kindergarten und Schule vielleicht nicht in weiß… *g*)

Da die Designerin aus Paris kommt ist es kein Wunder, daß mich die Outfits auch mehr an den Paris Stil erinnern als an deutsche Kinder. Schade daß es für den Stoff der Bluse keine Herstellerempfehlung gibt… Sieht vom Stil her ein bißchen nach Liberty aus. (Nein, ihr wollt nicht wissen, wie viel simple Baumwollpopeline kosten kann…)

Sind wir durch? Ach nein, der kultur-treff kommt noch. Die Ausstellungen wären ganz interessant, aber weder Salzburg (Kino & Comic) noch Bremen mit Paula-Modersohn-Becker liegen so recht am Weg…

Oh, richtig, der Kreativ- und Dekoteil kommt ja auch noch… Eine Kleidattrappe aus Nudeln ist irgendwie originell, ich wüßte allerdings nicht, was damit tun. Hingucker für ein Schaufenster, wenn man eines hätte. Auch der Lampenschirm aus alten Pullis hat was… nur nicht bei mir. Ist alles nett und originell, nur nicht mein Geschmack. Na gut… die Wand aus Fliegenklatschen… doch, wäre ein interessanter Vorhang.

Das war’s. Für knapp drei Wochen, der Februar ist ja so kurz…

Patrones „Extra“ Febrero 2005 (no 229), Modell 99 und 100 (Pyjamajacke und -hose)

PyjamaFür meinen Motivationsschlafanzug habe ich einene Schnitt aus einer alten Patrones gewählt. Ich wollte einen relativ „klassischen“ Pyjama mit Reverskragen und soweit auf dem Originalphoto erkennbar war es das.

Statt Seide habe ich Baumwolle als Stoff genommen.

Der Schnitt war in der spanischen Größe 48 im Heft, da war von vorneherein klar, daß er zu klein ist. Ich bräuchte etwa eine Größe mehr für das Oberteil und zwei für die Hose.

Nach Ausmessen des Schnittes (Pyjamas sind ja recht weit) entschied ich mich, die fehlende Weite des Oberteils über eine FBA (3cm pro Schnitteil, also 6cm mehr Unfang einzufügen) und zum Saum hin an den Seitennähten noch Weite zuzugeben.

Die Hose besteht nur aus zwei Teilen, hat also keine Seitennähte. Ich habe den Schnitt der Länge nach etwa bei der Hälfte durchgeschnitten und die Hälfte der Differenz zwischen der Hüftweite der Tabelle und meinem Hüftumfang eingefügt. Das waren immerhin sieben Zentimeter (also 14cm mehr Weite im ganzen).

Weiterhin habe ich an die Hosenbeine ein Stück Stoff angesetzt, weil mir die Länge sonst nicht gereicht hätte.

Meine übliche Kürzung im Oberkörper habe ich weggelassen, weil ich dachte, bei einem so weiten Teil würde das keine Rolle spielen.

Da ich kein Spanisch kann und außerdem der Pyjama nicht schwierig zu nähen war, habe ich die Anleitung komplett ignoriert und einfach genäht.

Beim Nähen gab es eigentlich keine Überaschungen, nur der Ärmel hat mehr Weite zum Einhalten als ich es erwartet hätte. Ich habe zuerst den Ärmel ans Oberteil genäht und dann Seiten- und Ärmelnähte in einem Rutsch zusammen genäht. Angesichts der Einhalteweite der Ärmel wäre es wohl andersherum (also zuerst die Seitennähte schließen und dann den Ärmel einsetzten) einfacher gewesen.

Das Endergebnis gefällt mir zum einen gut, zum anderen paßt er auch.

Die Hose paßt genau so wie ich es mir vorstelle, weit genug um bequem zu sein, aber nicht so weit, daß sie bauschig wird.

Das Oberteil ist für ein Schlafanzugoberteil relativ schmal, aber auch noch bequem genug. (Was ja auch kein Wunder ist, denn ich habe es letztlich eine Größe zu klein genäht.) Auch die Ärmel sind weit genug. Was für einen perfekten Schnitt noch fehlt… nun, im Rücken gibt es leichte Schrägzüge zwischen Armausschnitt und Hüfte. Entweder hätte ich doch kürzen sollen oder es liegt an den ausgestellten Seitennähten. Vielleicht muß ich mich doch damit abfinden, daß ich im Rücken immer Abnäher brauche? Zumindest, wenn es gerade fallen soll. Für einen Pyjama ist das natürlich egal, der wird so getragen.

Ich denke, wenn der nächste Pyjama fällig ist, werde ich das Schnittmuster wieder verwenden. (Und meine übliche Kürzung im Oberteil vornehmen…)

(Any english readers there? This is my pattern review about the Patrones pyjama. Does anyone think it would make any sense to put it on Pattern Review? It’s from an old (2005) issue, I had to alter the pattern quite a lot, because a spanish 48 is to small for me and I didn’t even look on the instructions, due to my lack of Spanish. That wouldn’t make it a helpful review on Pattern Review, right?)

Schmaler Saum ohne Hilfsmittel

SäumerfußIm Prinzip besitze ich ja jede Menge Hilfsmittel. Etwa diesen Säumerfuß für 2mm breite Säume.

Und an meiner Schlafanzughose wollte ich, wegen des Stoffmangels, einen sehr, sehr schmalen Saum.

Eine ideale Kombination, könnte man meinen.

Alleine… ich und dieser Fuß, dazu der schräg geschnittene Stoff…. in die Schnecke einlegen… kein Problem. Die ersten Stiche… auch kein Problem. Aber nach spätestens zwei, drei Zentimetern rutscht der Stoff aus der Führung und das wars dann.

Ich kann es einfach nicht! (Ein Kurs für diesen Fuß… das hätte was…)

Bevor der Stoff vollends ausfranst gebe ich auf und mache den Saum auf die gute alte Art…

Theoretically I own a lot of usefull things. Like this hemmerfoot for 2mm hems.

That was exactely what I wanted for my pyjama pants, because of the „shortness“ of the fabric. A very, very small hem.

Perfect combination. Theoretically.

Only… me, this foot and the bias cut fabric… no problem to bring the fabric in the foot. First stitches… everything fine… but after two, three centimeters (about one inch) the fabric slips out of the guiding thing and that was it.

I am not able to use that foot! (Are there hands on classes for that?)

So, before my fabric is frayed completely I’m giving up and make the hem the good old way…

schmaler SaumZum Glück ist das auch nicht so schwer.

2mm schmal wird der Saum so nicht, aber doch schmal und das auch noch recht schnell.

Zuerst nähe ich mit Gradstich und längerer Stichlänge (3mm) wenige Millimeter von der Schnittkante entfernt. Ich benutze einfach den rechten Rand meines Gradstichfußes als Orientierung und komme so auf etwa 4mm.

Entlang dieser Naht kann man den Stoff dann ohne große Probleme Stück für Stück umbügeln. Er läßt sich entlang der Stichreihe sehr schön und sauber nach links umlegen.

Luckily there is a quite easy method to make a not so large hem. It’s larger than 2mm, but very small anyhow. (Well, I never tried 2mm. Maybe it was possible…)

Saum zwei Mal umbügelnFirst I’m straightstitching close to the edge, stitch length not to short. 3mm or a little longer. I’ve been using the right edge of my straight stitch foot as a guide, so I have about 4mm.

Then I’m folding the fabric along that line of stitching to the left side and press. The fabric will turn very easily because of the stitches.

Den einmal umgebügelten Saum falte ich dann noch ein zweites mal nach innen um.

Wieder festbügeln.

Der Faden der Hilfsnaht bleibt drin und ist hinterher in der Naht unsichtbar.

The pressed hem I’m just folding a second time and press.

That’s all, a neatly fold even hem.

The stitches just remain, they will be invisible in the hem.

Saum absteppenAm Ende muß der Saum nur noch festgenäht werden.

Ich nähe von der rechten Seite und wieder mit dem Gradstichfuß. Da der Saum ja gleichmäßig gefaltet ist, kann ich mir auch sicher sein, alle Lagen zu erwischen.

Wer sich da nicht ganz sicher ist, näht einfach von der linken Seite aus, wo die Kante des gefalteten Saumes zu sehen ist.

Last thing is stitching the hem, of course.

I’ve been doing this from the right side, using the straight stitch foot (as for the whole project, minus the buttonholes). As the hem was fold evenly, I can be sure to stitch through all layers.

If someone is less sure… you can do the stitching from the left side, where you can see the folded edge of the hem.

Knöpfe zu…

Schlafanzug fertig.

Kaum zu glauben, aber wahr, ich habe meinem Pyjama gestern Abend die Knöpfe angenäht und heute ein Photo gemacht.

verschiedene KnöpfeDoch vor dem Knöpfe annähen steht das Knöpfe auswählen. Ich wollte ja für dieses Projekt möglichst nichts dazukaufen. Außerdem gibt es Mittwoch Nacht keine Knöpfe und heute im Rheinland auch nicht. Also zumindest hätte ich heute nirgendwo hingewollt, wo es vielleicht Knöpfe hätte geben können. Wenn es offen gewesen wäre…

I made it! My sleepwear got finished in January. Yesterday evening I did sew on the buttons and today I took a picture of the ensemble.

But sewing on buttons means to decide before… I had intended to use material from my stash for this project. Plus Wednesday night places who sell buttons are closed. And today is not the day where I’d like to go to places that sell buttons. If they were open today…. (For those qho do not know carneval in the rhine-region: Today is the „cut tie“ day. That is not the official name, the official name is „Weiberfastnacht“, meaning womens carneval. So if you are a man and happen to be in this region the last Thursday of the carneval season, don’t put on your good silk tie. Buy a one Euro ugly polyester thing. Or take a rotten one, that is about to fall apart. Because the city will be full of women with scissors who are waiting to cut your tie. They will not ask for your permission, neither will they accept a „no“ or react on bidding. You’re out of the house that day and wearing a tie? Well, that means your permission is granted… :o) )

Also ging ich mal in meiner Knopfkiste gucken. Die ersten Kandidaten waren transparente Knöpfe. Die waren schon an dem letzten Schlafanzug, den meine Oma mir genäht hatte. Was mindestens fünfzehn Jahre her ist. Und dessen Fasern letztes Jahr die Kohäsion verloren haben. Die Knöpfe aber waren noch gut. Naja, mit transparent macht man nix falsch, aber sie sind langweilig.

So I’ve been digging deep in my button box. Candidate number one: transparent buttons. They were on the last pyjama my grandma had been sewing for me. (Like 15 years ago) And who just fell apart and had to be thrown away last year. But the buttons were still okay, so I kept them. Well… transparent ist never wrong, but quite boring.

Nächster Versuch: schlichte weiße Knöpfe. Gar nicht so schlecht, aber was man auf dem Bild nicht sieht: Sie sind fürchterlich dünn und wirken auch genauso billig wie sie vermutlich waren. Ne, dafür ist der Stoff zu schön.

Next one: simple white. Not too bad, but what you can not see on the picture: They are awfully thin and look as cheap as they probabely have been. Or even cheaper. No, not on that nice fabric.

Der dritte Versuch war pink mit Rosen. Doch, das ist eigentlich schon ganz gut. Zu den bonbonfarbenen Streifen… nur, ein bißchen größer könnten sie sein… hm..

Third try: pink with roses. Nice, I like it. They match the candy coloured stripes well. Hm… might be a bit bigger still…

BlümchenknöpfeUnd der Gewinner ist…

genau, ganz andere. *g*

Ich tauchte noch einmal in mein Knopflager und fand diese rosa-transparenten Blüten, die ein Stück größer sind als die anderen. Die hatte Silvia mal im Schlußverkauf und ich habe zugeschlagen.

Genau richtig, um einem schlicht-langweiligen Schlafanzug noch einen kleinen Kontrpunkt zu verpassen.

Der einzige Nachteil: Sie sind ziemlich dick. Um zu testen, ob sie drücken, habe ich mich dann zuerst mal mit einem Knopf auf dem Bauch ins Bett gelegt. Nein, meine Matratze und meine Fettschicht sind weich genug. *g* Und die Knöpfe sehr rund.

Auf dem Photo hier sind die Revers noch ungebügelt und einige Fäden noch nicht vernäht. Ein Bild des fertigen Schlafanzuges ist schon in der Galerie bei der Hobbyschneiderin, hier wird es mit der Schnittkritik noch kommen.

And the winner is…

yes, something completely different….

Since I wasn’t completely happy with all of the other solutions I restarted my search in the button box. And found those transparent-pink flowers, bigger than the other buttons. I picked them at Silvias shop when they were on sale, also at least one year ago.

I was exactely in the mood for them. To give a little crazy touch to an otherwise plain and boring pyjama.

Only inconvenice: they are quite thick. So put them under my tummy lying on my bed. No, my bed and my body are soft enough. Also the buttons have no edges.

On this picture the lapels hadn’t been ironed yet, also are were some thread ends, that had not been cut. The photo of the finished pyjama is in the gallery of the „Hobbyschneiderin“ Site and will come here with my review of the pattern.

Nowaks indisches Tierleben

Tiere in fernen Ländern sind ja immer so eine Sache… die Regel, die wir für Indien bekommen hatten lautete: „Nix anfassen. Dann braucht ihr auch keine Tollwut-Impfung.“

Naja, da Tollwut auch so ein ausgesprochen häßlicher Tod ist, haben wir uns mal lieber dran gehalten. (Außer bei Socksy-Cat, die setzte sich einem auf den Schoß, da war Streicheln dann nicht zu vermeiden. :o) ) Aber auch ohne Anfassen bekommt man in Indien jede Menge Tiere zu sehen.

GeckoSie zu photographieren ist dann schon schwieriger, meine Digicam ist damit definitiv überfordert, aber ich plage euch jetzt trotzdem damit. (Wir habe auch eine Spiegelrefelex, aber die ist nicht Digital und die Dias vor den Monitor zu halten bringt nicht viel. *g*)

The rule we got for contact with animals in India was „Don’t touch, then you wont need a vaccination against rabies. Okay, rabies is a very ugly kind of death, so we decided to do as we were told. (With the exception of Socksy-Cat, who jumps on you lap quicker than you could run away. 😮 ) But you don’t have to touch, we did see a lot of animals, we would normally only get to see behind bars or glass in a zoo.

Taking pictures of them with the Digicam was not the big success, but I’ll be getting on your nerves by showing them anyhow. 😮 (We have one, no several better apparatus, but none of them is numeric…)

Das erste Tier, das uns über einige Tage begleitete war ein Gecko. Er lebte offensichtlich in unserem Hotelzimmer in Kochi, oder in dessen Badezimmer. Und schien auch einige Verstecke zu kennen, denn manchmal war er weg und am nächsten Tag auf einmal wieder da. Wenn er dann genau über dem Bett an der Decke klebt, kann man nur hoffen, daß er weiß, wie er sich festhält.

Our first animal company was a Gecko. He keptus company while we stayed in the hotel in Kochi. It also must have known some very well hinding places in the room or the bathromm, because sometimes it would vanish, to reappear the next day. When this cute animal is walking on the ceiling directely over the bed you can only hope, that it really knows, how to walk there without falling…

KingfisherWorauf die Menschen in Kerala besonders stolz sind, sind „Kingfisher“ (Eisvögel). Es gibt übrigens auch eine Biersorte und eine Fluglinie, die nach dem bunten Vogel benannt sind.

Bei einer Bootstour in den Backwaters wurde der Führer nicht müde, auf jeden Vogel hinzuweisen. Dummerweise ist die Fluchtdistanz dieser Tiere genau etwas länger als der optimale „Photopunkt“, so daß wir eine große Bildersammlung von „Plätzen wo vor 1/10 Sekunden noch ein Kingfisher gesessen hat“ mitgebracht haben.

Immerhin habe ich einen unscharf verwackelten erwischt. (So ein Boot schwankt ja auch…)

What people in Kerala are very proud of are the Kingfishers. There’s even a beer (not the worst one) and an airline that are named after that colourfull bird.

On a boat-tour on the backwaters our guide pointed out all the birds he could spot. Only the „escape distance“ is just a tad shorter than the distance you would like to take a picture from… so a backwater tour results in a big collection of photos of „spots where 1/10 seconds before a kingfisher would have been“.

Finally I caught a blurry one… being on a boat doesn’t make it easier for my simple, old camera…

Pelikan im FlugWesentlich weniger grazös bewegen sich diese Vögel. Sieht man ihnen beim Fliegen zu, fragt man sich manchmal, wie es ihnen überhaupt gelingt, in der Luft zu bleiben… Aber sie sind eindrucksvoll groß!

Natürlich kenne ich die Tiere aus Zoos, aber ohne Gitter und Käfige ist es doch ein ganz anderes Erlebnis. Und fliegende Pelikane habe ich auch im Tierpark noch nie gesehen.

Im Dorf Kokkarebellur gibt es eine ganze Pelikankolonie. Die Bäume sind voll von ihnen.

The flight of those birds is a less gracefull one. Seeing them fly I wondered, how they manage to stay in the air anyhow… but they are big and impressing.

Of course I’ve been to zoos in my life, but flying pelicans I’ve never seen before.

And the village Kokkarebellur is full of pelicans, the trees are full with pelican nests.

Libellen habe ich natürlich schon gesehen… auch große, etwa in Südfrankreich.

Trotzdem… diese hier waren noch größer.

LibellenGrößer macht jedoch nicht unbedingt klüger… sie waren zu mehreren Paaren mit dem Versuch der Eiablage beschäftigt.

So eine spiegelnde Oberfläche kann ja nur eine Wasserfläche sein, nicht wahr?

Tja… Glasplatten auf dem Boden sind aber auch unfair. :o) Aber es macht komische Geräusche, jedesmal wenn sie die Oberfläche berührten.

No, that were not the first dragonlys of my life. I’ve even seen quite big ones in the south of France. Still… those were even bigger.

Still… bigger doesn’t mean brighter. There were several couples of dragonflys trying to lay their eggs. On the water.

Something shimmering like that can only be water, can’t it?

Okay, glass on the floor is unfair… but it makes funny sounds, when they touch the surface.

indische KuhJa doch, wir haben natürlich auch Kühe gesehen. Sie sind in der Tat allgegenwärtig.

Wobei der Verkehr in Bangalore inzwischen Ausmaße angenommen hat, bei denen auch heilige Kühe keine Lust mehr haben, sich auf die Hauptverkehrsstraßen zu wagen.

Es sind auch keineswegs alle Kühe ohne Besitzer. Zwar werden Kühe von Hindus nicht gegessen, aber vor einen Karren spannen darf man sie wohl. Auch melken darf man sie, denn Milch ist ein sehr wichtiger Bestandteil der indischen Küche.

Erstaunlicherweise sind die Kühe, die mit Menschen unterwegs sind, oft sehr mager und sehen nicht unbedingt gut gehalten aus.

Wohingegen diese Kuh auf dem Markt von Bangalore offensichtlich ein angenehmes Habitat gefunden hat.

Ach ja… Wasserbüffel sind keine Kühe, die dürfen auch geschlachtet werden… (Und es gibt an manchen Orten auch Rindfleisch zu kaufen, nicht alle Inder sind Hindu.)

Surely, we saw cows. Quite a lot of them, of course. They are nearly anywhere.

Except on the main traffic axes of Bangalore, the traffic there evidently is so bad, that even the holy cows prefere to go elsewhere.

A lot of cows also seem to have onwners and the have to work, too, like pulling a cart. A Hindu would not eat the cow, but milk is an important ingredient in Indian kitchen. (And makes very delicous sweets…)

A lot of the cows I saw who seemed to belong to somebody didn’t look to well fed and were quite bony.

On the other hand Bangalore City Market is a good place for cows.

Important to know: buffalos are something completely different from cows! (For me they were always a kind of „relative“ of cows.) Buffalos are allowed to be eaten… (And you can even buy beef at some places in India, not everybody is Hindu.)

AffenKleines Suchbild gefällig? Wie viele Affen sind auf diesem Bild?

Affen im Zoo oder im Zirkus sind süß, wenn man mit ihnen leben muß sind sie hingegen eine Plage.

Schließlich sind sie intelligent und wissen, wo die Küche ist… zwar sind die Öffnungen in der Regel vergittert, wenn Affen in der Region zu erwarten sind, aber dennoch sollte man auch im 4. Stock alle Dinge mindestens eine affenarmlänge vom Fenster wegstellen.

Und wenn so eine Horde Affen durch die Wohnung getobt sein sollte, dann ist einmal neu Einrichten angesagt. Da bleibt nichts mehr intakt.

A little puzzle? How many monkeys are there in the picture?

Monkeys in the zoo or in a circus are cute. But those who have to live with them prefere to call them „Plague“….

They are intelligent and they know, which is the kitchen window. Even if you life on 4th floor you should put nothing closer than one monkey-arm-length to the kitchen window. Sometimes you find grills on the windows. Which gives a very strange feeling, because the normal experience with monkeys is, that they are inside the cage and you outside. But in India you might find yourself on the other side of the grill.

But if a family of monkeys or only one of them gets in your house, then you need the complete set of new furniture…

StreifenhörnchenWoran ich mich wegen des hohen „Süßfaktors“ auch kaum sattsehen konnte, waren die Streifenhörnchen in Delhi.

Im Gras oder an Bäumen sieht man sie oft erst, wenn sie sich bewegen. Beeindruckend, wenn ein Spaziergänger sich nähert und auf einmal zig brauche Erdflecken und welke Blätter auf dem Boden lebendig werden und in Windeseile einen Baum hinaufspringen.

Aber natürlich wissen auch diese possierlichen Tierchen die Folgen der Zivilisation zu schätzen. Und um die freien Plätze im „Restaurant Papierkorb“ wird heftig gekämpft.

(Noch erstaunlicher wie flink die Streifenhörnchen trotz der glatten Wände hineinkommen ist allerdings, wie schnell sie auch wieder herauskommen können…)

Definitely an extremely high „cuteness“-factor have the squirrels in Delhi.

Sitting on the lawn or on a tree they are hardly visible. Until they move. And it’s quite spectacular when you walk and suddenly in front of you brown spots of soil between the grass and fallen leaves become very alive and run and jump up the next tree…

Of course they also like civilisation. Free places in the „Restaurant Chez Garbage Can“ are something to fight for.

(And what is more surprising than how quickly the squirrels can climb tha plastic walls of a dustbin to get in, is that they can climb even faster to get out…)

Revue de Presse: Threads March 2008 (Number 135)

Wer bei Burda schon das Gefühl hat, die Hefte kämen zeitig… Threads ist ihrer Zeit noch mehr voraus. Oder so. Jedenfalls hatte ich (Dank meiner lieben Mami) kurz nach Weihnachten ein Dreijahres Abo per Internet abgeschlossen und Mitte Januar fand ich dann zu meiner Überraschung bereits die erste Ausgabe in meinem Briefkasten. Mein letztes Heft datiert von 2006 und es hat sich (zumindest wenn ich mir diese Ausgabe angucke) einiges verändert. Insbesondere sind die meisten Artikel zu einer Art gemeinsamem Oberthema gehörig. Was eine gute Idee ist, wenn einen das Oberthema interessiert. Wenn nicht, dann hat man wohl etwas Pech gehabt. Aber mir gefällt die Idee eigentlich ganz gut.

Das Thema dieses Heftes kann man wohl mit so was wie „Couture-Verarbeitung“ überschreiben, was mir ja durchaus liegt.

Gleich geblieben ist die Vorstellung der Autoren. Diesmal ist mit Susan Khalje schon mal ein Name dabei, den ich kenne. Ein Buch von ihr steht schon länger auf meiner Wunschliste, da kommt mir ein Artikel natürlich gerade recht.

Auch das Vorwort der Herausgeberin paßt irgendwie zu mir… ums langsam nähen geht es. Darin bin ich gut. 😮 Und letztlich hat sie ja recht… das ist es, was „Couture“ ausmacht, die Details, die investierte Zeit, die Handarbeit. Hinterher ein Teil zu tragen, wie ich es mir niemals hätte kaufen können.

Leserbriefe… *überflieg* Nähzubehör vorgestellt. „Sewing Yoga“, Entspannungsübungen für das Nähzimmer auf DVD… interessanter Ansatz. Ob man eine „Charitymaschine“ zur Erinnerung an Herzkrankheiten hingegen braucht… (Die Werbung ist ja manchmal beinahe so unterhaltend wie die Artikel… Davon daß aus dem Erlöser dieser Sondermaschine irgendwas an irgendwen gespendet würde steht auch nirgendwo was… Aber das Rot ist zugegebenermaßen hübsch… *g*) Ein Stift der beim Zeichnen gleich Faltenbrüche gibt? Klingt interessant… ob es den auch mal bei uns gibt?

Die Lesertips sind wie meist keine Offenbarung, aber doch die eine oder andere nette Idee. Zum Beispiel meinen alten Schulzirkel endlich mal zum Anzeichnen von Nahtzugaben umzubauen… Im Prinzip ginge das nämlich.

„Embroidery Essentials“ sind für Stickmaschinenbesitzer, wobei mir die Idee der dekorativen Knopflöcher gut gefällt. Aber ohne Stickmaschine…  Ah, die getesteten Schnitte… hm, nichts dabei für mich.

Endlich geht es los… Couture-Techniken von Dudan Khalje am Beispiel des „kleinen Schwarzen“. Wenn es etwas gibt, was so viel Mühe wert ist, dann das. Denn so ein kleines Schwarzes kann man jahrelang tragen. Es wird nie altmodisch. (Wenn man nicht rauswächst… *hüstel* Ich hätte beinahe Lust, mal wieder eines zu nähen. Wobei mir tiefdunkelblau ja immer besser steht, aber der Farbton ist enorm schwer zu bekommen, von passenden Schuhen ganz zu schweigen.) Sehr gut gefällt mir mal wieder, daß nicht Schemazeichnungen sondern echte Photos gezeigt werden. Gerade bei Verarbeitungstechniken sieht man so einfach besser, was an Genauigkeit möglich ist und welches Ausmaß an „nicht Identischkeit“ einzelner Stiche usw. einfach normal ist. Trotz des schwarzen Stoffes ist alles gut zu erkenne, wirklich gut photographiert.

Weiter geht es mit Couture Lingerie. Seide und Spitze… das macht mir richtig Lust, so eine Kostbarkeit zu nähen. Seide und handgenähte Spitze auf der Unterwäsche ist einfach der echte Luxus. Muß ja nicht für jeden Tag sein… aber so ein romantisch, altmotisches Hemdchen oder Unterkleid… *schwärm*.

Weiter geht es mit der Frage nach  „underlining“ und „interlining“. Ich bin mir nicht sicher, ob es da exakte Entsprechungen in der Übersetzung gibt, da schon der englische Sprachgebrauch nicht so ganz eindeutig zu sein scheint. Jedenfalls geht es um Einlage und Zwischenfutter. Also Unterstützung für den Oberstoff. Ich habe ja da in den letzten Jahren schon entdeckt, das Vlieseline was Feines ist, aber eben nicht alles was möglich ist. Was allerdings den Materialien im Deutschen entspricht ist mir nicht durchweg klar. Was mag wohl „Siri Cotton“ sein? Oder „Bump Cloth“? Und Wollflanell ist hier kaum erhältlich. Die Verarbeitungstechniken sind auch hier wieder mit Photos gut beschrieben. (Oder sagen wir… ein Teil der möglichen Verarbeitungstechniken… auch hier gibt es natürlich noch mehr. Ich habe ja auch noch Nähbücher… 😮 )

Ein Artikel über im schrägen Fadenlauf zugeschnittene Ärmel. Vorteile, Verarbeitung… alles was man wissen muß, um es mal auszuprobieren. Werde ich auf alle Fälle im Kopf behalten die Idee.

Na gut, New Yorker Adressen für maßgefertigte Mode-Accessoires helfen hier nicht viel weiter… für manches weiß ich zum Glück Adressen in Paris (etwa für Schuhe) oder Köln (Plissierservice, Knöpfe beziehen,…), aber sehen wir den Tatsachen ins Auge: Maßgefertigt ist auf alle Fälle und zu Recht teuer. Das geht nur in Ausnahmefällen. Und wenn ich’s nicht selber machen kann.

Vorstellung des Modeschöpfers Charles Kleibacker (dunkel könnte ich den Namen schon mal gehört haben…) , mit viel Schrägschnitt. Informativ, auch ein bißchen inspirierend. Wenn das jetzt in jeder Ausgabe drin ist, dann freue ich mich schon auf die nächste.

Leserfragen… Bauchweg-Panel in einen fertigen Rock einbauen… hm… und wenn ich da vorne einen festen Stoff in die Seitennähte einnähe, dann zieht der den Rock nicht am Po zusammen? Da habe ich ja ein paar Zweifel…

Da Couture nicht ohne Handstiche geht, werden hier ein paar wichtige vorgestellt. Dank der deutlichen Fotos kann sich jeder dranwagen. Für mich bringt es nur ein paar Klarheiten bezüglich der englischen Ausdrücke. (Wobei mir im Gegensatz zum Autor der Ausdruck „prickstitch“ von der Bedeutung her logischer erscheint, als „pickstitch“. Ich tippe drauf, daß Herr King hier falsch liegt.)

in der Sparte „Fundamentals“ geht es noch mal um Einlagen. Überschneidet sich teilweise mit dem Artikel über Zwischenfutter, aber der Fokus ist doch anders. Und manchmal ist es auch nützlich, wenn jemand erklärt warum die eine oder andere Verabeitung gut ist. Nützliches Wissen wenn man entscheiden will, was man selber für ein eigenes Projekt braucht oder nicht. Die meisten Sachen sind für mich auch nicht nue, aber der Trick eine Tasche noch am Armausschnitt zu verankern… den muß ich bei meiner nächsten Jacke auch ausprobieren. (So sie Außentaschen hat.) Das hätte ich für den Mantel meines Mannes vor ein paar Jahren brauchen können… *g*

„Nostalgica“ über alte Handkurbelmaschinen, Tretnähmaschinen und frühe Elektromaschinen. Zuerst habe ich den Text nur recht gelangweilt überflogen, aber daß Singer 1889 die erste elektrisch angetriebene Nähmaschine auf den Markt brachte war mir neu… In Deutschland waren Tretnähmaschinen noch viel länger der Normalfall. (In Amerika, so behauptet der Artikel, seien sie bereits in den frühen 1920 Jahren ein Ding der Vergangenheit gewesen. Meine Oma hat ihre erste elektrische Nähmaschine so Ende der 1960er Jahre gekauft und die war noch optional umrüstbar auf Tretbetrieb…)

„Readers closet“ stellt Modelle der Threads Leserinnen vor. Jedes Jahr gibt es wohl eine „inspired by Threads“ Challenge, und der Artikel stellt die schönsten Modelle vor. Wie immer kann nicht alles nach meinem Geschmack sein, aber ich sehe immer gerne, wie vorgeschlagene Verarbeitungsideen in die Praxis einfließen. Schnitte nur stur nachnähen ist ja langweilig… naja, deswegen gucke ich ja auch so gerne in andere Blogs… :o)

Ecken mit Perlen verschönern ist ja ein eher amerikanisches Thema, würde ich sagen. Trotzdem… die eine Technik kannte ich noch nicht. Für Alltagskleidung wäre mir das ja zu viel, aber vielleicht brauche ich mal wieder was für eine besondere Gelegenheit. Und das scheint eine Technik zu sein, die auch mit vertretbarem Aufwand zu machen ist.

Das schnelle Projekt ist eine Tasche aus einem Kimonoärmel. Sehen nett aus, aber Kimonoärmel habe ich selten bei mir herumliegen. (Leider… ich liebäugel eh schon mit Shops für alte Kimonos… und an dem Artikel hängen noch mehr Webadressen dran… oh weh… das nimmt irgendwann ein böses Ende. Stark bleiben!)

Und noch ein Artikel, der heftige Kaufwünsche weckt: Wer hätte gedacht, daß der typische „Chaneltweed“ aus England kommt und ein Linton Tweed ist. Alleine die Photos verraten schon, daß das Welten von dem entfernt ist, was normalerweise heute als „Chanel-Tweed“ in den Stoffläden liegt. Und es wird auch klar, warum so etwas so unbeschreiblich teuer ist. Schon die Fäden aus denen gewebt wird, sind aufwendig hergestellt. *träum* *seufz*

Noch ein paar Seiten Werbung, die ich besser ignoriere, da sie mit Nähen zu tun hat und deswegen gefährliche Webadressen enthält. *g* Eine Vorschau auf die nächste Ausgabe gibt es leider nie… zwei Monate warten, das wird wieder hart.

Aber hinten gibt es noch mal ein altes Kleidungsstück an dem ein Deteil hervorgehoben wird. Diesmal ein Kostüm von 1940. Faszinierend irgendwie, wie viel Liebe man damals noch auch in ein „normales“ Tagesbekleidungsstück gesteckt hat.

Habeam (Pyjama)Hose!

PyjamahoseOkay, ich habe sie fast…

Jedenfalls muß nur noch der schon eingezogene Gummi zusammengenäht werden, der Rest der Tunnelnaht geschlossen und ein Saum dran. Da der Monat noch ein paar Tage hat, sieht es für die Hose schon mal gut aus.

Was den Nähprozess etwas verlangsam hat war, daß ich mich entschlossen habe, mal wieder eine lange Hose zu wollen und deswegen die Hosenbeine verlängert habe.

Allerdings reichte der Stoff nicht, um die Verlängerungen als ein Stück zuzuschneiden… ich mußte sie (im Streifenverlauf) zusammensetzen. Es ging jeweils nur um zehn Zentimeter oder so, aber was in der Breite fehlt, fehlt halt.

Und obwohl die schräg geschnittenen Teile recht breit sind, muß der Saum schmal werden. Eigentlich wäre die Länge so genau richtig. Vielleicht sollte ich doch noch einen Versuch mit meinem Säumerfuß wagen (Schräg geschnitten und schon zur Runde geschlossen… das schreit nach Mißerfolg, fürchte ich. 😮 )

All right, nearly finished.

The elastic for the waist is in, but only pinned, not sewn. And I’ll have to hem the pants. But the month isn’t finished yet, so chances are good…

What took a bit time were the bias striped parts of the legs. I didn’t want a cropped pyjama again, so I had to find a solution for my lack of fabric. Cut on bias was the only thing possible, bur even then the fabric wasn’t large enough. I had to piece. I did it following the stripes, so the piecing is nearly invisible. A lot of work for some missing 10cm, but I like the result, I have zu admit.

Now the pants have the perfect length. So my hems will have to be narrow… mybe I’ll give my hemmer foot another try. Cut on bias and seams closed. Does that call disaster…?

Streifen passenAuch mit den Streifen habe ich mir zumindest ein bißchen Mühe gegeben. Dafür daß ich sie wirklich nur ungefähr aufeinandergesteckt habe treffen sie doch ganz gut aufeinander, oder?

I also put at least a bit of effort in the matching of the stripes. Not a lot, but effort.

And I say it’s worth it. They match nicely, don’t they?

Aber nicht nur das… ich habe mich für französische Nähte entschieden. (Bei einem so dünnen Stoff geht das gut, auch für gebogene Nähte wie die Schrittnaht. Man muß nur mit knappen Nähten arbeiten und sehr gut zurückschneiden) Nein, nicht nur weil ich keine Ovi habe (Frau mhs hatte mir ihre angeboten), aber ich schaffe es einfach nicht, diesen Trieb zu unterdrücken.

Französische Nähte sind einfach… schöner. Da kann keine Overlock Naht mithalten.

Warum ich mir die Mühe für einen Schlafanzug mache? Gute Frage…

Ich glaube, das ist mein Hang zu Luxus. Und diese Art von Luxus, etwas, was niemand sieht, was ich mir gönne, einfach nur weil ich es mir wert bin… dieser Luxus der in der altmodischen Verarbeitung liegt… den konnte ich mir immer leisten.

Auch als Studentin oder Berufsanfängerin, als ich kein Geld hatte. Der Luxus, aus einem einfachen, oft nicht sehr teueren Stoff, etwas Besonders zu machen.

versetzte KreuznahtAnother thing that did slow me down were the french seams. (The fabric is fine enough to do this even for the crotch seam. Just keeping the seam very scant and cutting back the seam allowance to a minimum) This is not only due to the fact that I don’t have a serger (Frau mhs had offered me hers)… It’s just… I can’t stop myself… they are just more beautiful at the inside than any serged seam.

Why I’m doing that for sleepwear? Well… good question.

I think it’s my secret love for luxury. The luxury to put work and effort into something, that no one will ever admire… just to… well… because I think I’m worth it. To give myself a treat. Or something like that.

And this luxury of using old fasioned techniques, to time consuming and therefor expensive to be used in ready to war clothes… that has always been a very affordable luxury. Even when I was a student and didn’t have much money.

I could turn a simple, not very expensive piece of fabric into something very special. (Maybe… that was the way my grandmother taught me to sew.)

SchlafanzugoberteilDoch auch bei dem Schlafanzugoberteil gibt es Fortschritte, doch hier ist noch mehr zu tun: Die Ärmel sind eingesteckt (links auf links, also der erste Schritt für eine Französische Naht) und ich bin gespannt, ob ich auch hier die Naht hinbekomme. Mit eingehaltenem Stoff habe ich das noch nicht versucht.

Dann müssen die Seitennähte und Ärmelnähte geschlossen werden, Ärmel und Oberteil gesäumt und der ganze „Kleinkram“ für den Schluß: Knöpfe, Knopflöcher, Kragen und Besätze absteppen und Revers einbügeln.

Aber bisher gefällt mir das Ergebnis wirklich gut, so daß ich sehr motiviert bin, ihn wirklich fertig zu bekommen.

(Ach ja… ab und zu sieht ja doch jemand meine Schlafanzüge. Ab und zu besuche ich Freunde und übernachte auch da. Und ich bin Schlafanzug-Frühstücker. 🙂 Und da ist wenigstens ein schöner Pyjama doch ganz nett. Die meiste meiner Nachtwäsche kommt nämlich eher von Aldi oder Tati. Oder einem Supermarkt vom Urlaubsort, denn ratet mal, was ich beim Kofferpacken gerne vergesse…? )

There is less progress on the top, but even there it isn’t hopeless until the end of the month. The sleeves are pinbasted left sides of fabric facing (therefore first step of the french seam) and I’m curious whether it will be possible to make French seams there with the sleeve cap ease. I never tried that.

Then I will have to close the side seams and the sleeve seams and hem everything. Not to forget all that little stuff that comes in the end: topstitiching, pressing the lapels, buttons, buttonholes… but I am very motivated to finish this project succesfully in January. This year.

(Sometimes I have the oportunity to show my pyjamas, I have to admit. When I’m staying with friends at their place I’m having breakfast in it. Also when good friends stay at our place. So it’s a good thing to have at least some nice night wear. The big rest of my nightwear comes from (kingdom of cheap shop) Tati in Paris or the supermarket of whatever holiday place. Guess what I usually forget when I’m packing my luggage… 😉 )

Der aufmerksame Beobachter hat vielleicht bemerkt, daß es ein neues Label gibt, „Motivationsmonat“. Ich habe nämlich beschlossen, daß ich dieses Jahr jeden Monat teilnehmen möchte und außerdem dazu jeweils Stoff aus meiner Truhe verwenden. Wenn ich das schaffe, habe ich vermutlich mehr genäht als 2007…

If you look on the lables on top, there is a new one „Motivationsmonat“ (Motivation of the month). No, not only for this month. I decided that I want to take part every month this year, making one item and using fabric from my stash. If I really make it, then I will have done a lot more sewing in 2008 than I did 2007…