Es bloggt wieder… die Zusammenfassung

Da die Burda-Blogs ja mehr als eine halbe Woche nicht mehr liefen (es aber niemand vor dem Wochenende für nötig hielt, dem Admin Bescheid zu geben, inklusive meinereiner…), kam ich doch glatt mal etwas zum Nähen.

Deswegen gibt es jetzt mal eine Nähwerkszusammenfassung:

Einmal habe ich jetzt ein fertiges Shirt. Mit fast ohne Querfalten über der Brust. :o) Dank der Schnittänderung wie beim Aachen-Kongress von Frau Tengler vorgeschlagen paßt das jetzt doch besser. Allerdings bekam das Shirt unfreiwillig einen Bund verpaßt. Vor lauter Begeisterung, bei Sabine auf einem Tisch zuschneiden zu können und nicht immer nur auf dem Boden habe ich den Viscosejersey beim Auslegen wohl etwas hüstel in die Länge gezogen, so daß das Endergebnis doch ein wenig kurz war… Aber es war noch Stoff da und ein doppelt gelegter Bund dient jetzt gleichzeitig als Verlängerung und sauberem Saumabschluß.

Außerdem habe ich zwei Bettdeckenbezüge für Paris schmaler genäht (in Frankreich gekauft sind sie für deutsche Steppbetten zu breit)und den letzten Handtüchern für Paris Aufhänger verpaßt. (Abteilung Strafarbeiten…)

Dann habe ich da eine schwarze Jacke aus einem Rest Seidenleinen und einem Rest Leinen von der Hose dieser Kombination in Arbeit.

Aus vielen Teilen (drei Rückenteile, vier Vorderteile, drei äußere Schößchenteile, drei Schößchenbesätze, zwei Vorderteilbesätze, zwei Kragenteile, zwei Ärmel), was wegen der Resteverwertung gut ist. Ich habe alle nötigen Teile mit G405 bebügelt. (Vorderteile, Besatz, Kragen, Schößchen) Das ist die mit dem feuchten Tuch. Leider gibt mein altes Geschirrhandtuch dabei sehr viele Fasern ab, so daß die Bügelsohle sehr schnell nicht mehr glitt, sondern nur noch schrubbte.

Also war Reinigung der Bügelsohle mit diesem Wachsstift von Goldzack angesagt. Ist effizient, aber raucht und stinkt. Habe ich schon öfter gemacht.

Allerdings hatten wir da noch keinen Rauchmelder direkt über dem Bügelbrett. :o) (Naja, nach zwei Tagen kehrt das Gehör wieder.)

Jetzt benutze ich ein anderes Geschirrtuch, das fusselt etwas weniger. Aber die Vlieseline klebt bombenfest und mein „Jackenpuzzle“ besteht schon aus viel weniger Teilen: alle Vorder- und Rückenteile sind zusammengenäht und an der Schulternaht verbunden. (Was schon deswegen gut ist, weil so der Stoff nicht mehr auf dem Stapel liegt, sondern über einem Bügel hängt.), die Schößchenteile außen sind zusammengefügt, die Schößchenteile innen auch und an den Vorderteilbesatz genäht (eine zusätzliche Tasche eingearbeitet), der Kragen ist verstürzt (muß noch abgesteppt werden) und die Ärmel sind zusammengenäht und handgesäumt.

Und eigentlich wollte ich mich heute dann endlich wieder an die Seidenjacke machen, nachdem Ma-san mir den nötigen Organza als Einlage mitgebracht hatte.

Aber dann kam der Briefträger… hatte nicht nur den „Atlas der Flechtkunst“ im Gepäck, den ich bei Amazon bestellt hatte, sondern auch „Textiles of the World“, was mein Mann mir zu Weihnachten geschenkt hatte. (Amazon braucht auch manchmal etwas länger…) Tja… das war dann heute. Vielleicht hefte ich nachher doch noch die Abnäher im Rückenteil….

Voiture de Jouy

(Mit speziellen Grüßen an Bärbel 😉 )

Toile de Jouy

Daß die Toile de Jouy in Frankreich und noch mehr Paris bis heute beliebt für Vorhänge oder auch Wände ist… das ist nicht neu.

Daß Franzosen aber auch vor Autos nicht halt machen…. diese Erkenntnis verdanke ich meinem Bruder.

Der wünschte sich nämlich zu Weihnachten eine Pfeffermühle mit anständigem Mahlwerk und dafür gibt es nur eine Quelle: Peugeot. (Da er den Wunsch aber etwas kurzfristig äußerte… mußte der Einkauf bis nach Weihnachten warten.)

Und da entdeckte ich dann unter anderem diese Variante eines Autos. Auch die Sitze… sehr interessant.

Allerdings, so vermute ich… nicht wirklich straßentauglich. Andererseits auch besser so, denn heller Stoff schmutzt schnell und Kleinwagen hin oder her… für die Waschmaschine dürfte er doch zu groß sein. :o)

Revue de Presse: Burda Modemagazin Februar 2007

Wenn uns der Winter schon keinen Schnee gebracht hat, dann grinst mir wenigstens der Hefttitel in Weiß entgegen. (Etwas gezwungen um den Mund…) Ach nein, diesmal ist es Frühlingsweiß, wie dumm von mir!

Das Editorial ist mal wieder mit ein paar Prominenten verziert… Katarina Witt, Thomas Gottschalk. Daß Gottschalk einen Anzug von Burda bekommen soll… war das nicht schon mal angekündigt? Oder kann ich hellsehen…? :o) (Und wurde nicht früher immer in der Regenbogenpresse kolportiert, daß seine Frau seine Anzüge entwerfen würde und er die so liebt…? Nun ja, ist wohl ein paar Jahrzehnte her, daß ich in diese Hefte geguckt habe, als Kind, wenn ich bei Oma übernachtete….. 😉 )

„Aktuell“ ist, wer hätte es nach dem Titel gedacht, also weiß. Zum Glück nicht nur knallweiß, sondern auch alle Töne über creme bis Vanille. Schon besser. (Knallweiß ist toll, aber nun gar nicht an mir.) Plateausandalen in weiß sehen immer noch geschmacklos aus, Mode hin oder her… Kostüm. Aha. Diese rund eingesetzten Godets sind ja nett, aber irgendwie… auch wieder nur eine Variante der Röcke der letzten Monate. Allmählich sehe ich mich satt dran. Der Lieblingsmodell Mantel sehr originell. Aber mit dem „Röckchen“… ich fürchte, ich finde es doch nur bescheuert. Knitterkleid… schöner Schnitt, aber mit solchen Stoffen…. nö. Wenn ich aussehen will, wie gerade aus dem Bett gefallen geht das mit weniger Mühe. Olala… der Stoff der Jacke, sehr spannend! (Ich stehe ja auf Struktur!) Mist Den gibt es natürlich nicht bei Blank. Wie immer, wenn ich darüber nachdenke, ob mir ein Stoff so richtig Kohle wert wäre. Der pure Schnitt wäre für meine Rosenseide auch nicht schlecht gewesen. Aber zu spät. Und zu klein… gg

Lochmuster… äh Cut Outs. Also die Schleifetunika sieht „schwanger“ aus. Selbst an einem schlanken Modell. Wie das dann wohl an „echten“ Frauen wirken mag? (Für eine echte Schwangerschaft dann wieder zu klein…)

Bleistiftrock, nun gut… aber der Stoff… schmelz creme-farbener Brokat mit… Rosen! Nun gut, glücklicherweise auch ohne Kaufquelle. uff

Jetzt die Details… ob man Lasercut ohne Unterrock und Co tragen will ist wohl eine Stifrage. Naja, mit 16 hätte ich auch… aber frau wird glücklicherweise auch mal erwachsen. Der Knitterstoff gefällt mir auch von nah nicht beser. :-/

Hei, den schönen Brokat gibt es noch mal als Tasche! Und der Schnitt sieht auch sehr wandelbar aus. Gefällt mir. Und überhaupt… so Accessoire-Bastelideen haben es mir derzeit überhaupt angetan.

Meine Neugier läßt mich natürlich auch die Reportage über die „Mein Lieblingsmodell“ Aktion lesen…

Aua, im „Extra“ wird es bunt. Was für ein Kontrast nach dem edlen weiß! Und dann gleich im 70er Jahre gelb hinterlegt. Zusammen mit rosa, grün und türkis sonnenbrillenpflichtig. 😀

Blumen leibe ich, aber nicht in braun mit blaßgrün und lila… der Schnitt…. nun gut. Rosa Rosen auf roten Grund… macht mich schwach, Leute! In der Farbkombi habe ich mir einen Schlafanzug genäht… dann kann ich das Oberteil davon ja dieses Jahr auf die Straße tragen… *g* Die Farbkombi von dem Wickelkleid hingegen… ätschig. Aber, wenn ich mir das Bild so ansehe, gut geeignet, um auch selbstgenähte Unterhosen vorzuführen. BHs bei Wickelkleidern ja eh… Mhm… die Tunika sieht auch aus anderem Stoff doof aus. (So die Trägerin nicht schwanger ist. Aber dann würde wohl die Oberweite nicht reinpassen…) Noch ein Sommerkleid (welchen Monat haben wir gerade?) Nicht schlecht der Schnitt (falsche Größe… daran habe ich mich ja gewöhnt… und nicht wirklich Plus-geeignet).. diesmal gäbe es den Stoff, aber den will ich nicht.

Die Übersicht der Lieblingsmodelle…. der Mantel… gute Farbe, falscher Schnitt. Das Wickelkleid, nicht schlecht der Schnitt (wenn auch nicht wirklich tragbar aber der Stoff… dann noch ein blauer Hosenanzug. Hm. Die Hose unmöglich bei meiner Figur. Die Jacke… na, mal sehen, die kommt sicher noch irgendwo im Detail…

Das Freizeit Thema ist blau. Ja, immer her damit. Blusen im Blousonstil mit Gürtel auf der Hüfte werde ich trotzdem nicht tragen, so lange ich jünger als 70 bin. Und hier die Jacke noch mal in groß. Schöner Ausschnitt, schöner Stoff… ich sollte den Coupon diesmal abschicken. Und zu keinem „Katag Anschlusshaus“ gehen. Da gibt es den Stoff…. gg

Blazer 122… der Stoff soll den Schnitt „modern“ machen? Als zu meiner Zeit hieß das „truschig“. 😀 blätter Nochmal schöner Stoff.. auch schöner Schnitt die 107. Kommt mir aber irgendwie… in Schnittübersicht blätter aha… ja, 106 mit anderen Taschen und Schulterklappen. Früher war so was mal Variante A und B…. aber dann würde die Anzahl der Schnitte pro Heft natürlich arg… übersichtlich. blätter

Im Styling diesmal nur zwei Varianten einer gestreiften Hose. Einmal sportlich, einmal luxuriös. Oder so. Hm. Beides nicht spannend. Aber auf der Webseite soll es mehr geben, gleich mal gucken….

such nurwo weitersuch

.. ah ja. Hm. Nun gut. Prickelt nicht.

Das Kostüm von Unrath & Strano hingegen schon! Nicht meine Größe, Stickmaschine habe ich auch keine… aber das Modell… heiß! Dank Reportage weiß ich auch, die sind in Berlin. Falls es klappt bin ich im März da auch, vielleicht reicht es dann wenigstens für einen Blick durchs Schaufenster. Denn 100000 EUR für ein Kleid sind dann doch jenseits meiner Preisklasse. :o)

Was verrät die Schnittübersicht? Jacke mit vom mir geschätzter Linienführung bei den PLUS Größen. Schön. (Okay, bis auf die Sache mit der Paßform… da mögen Burda und ich uns ja nicht so sehr.) Aber so gesamt… Seehr übersichtlich. Und wenn man dann noch abzieht, was verschiedene Nummern aber eigentlich der gleiche Schnitt… Wenn der Trend so weitergeht kann man ja bald Einzelschnitte beilegen, statt des Schnittbogens. :o) blätter

Workshop… Gabardine. Einfach zu verarbeiten, nach meiner Erfahrung. Wozu einen Workshop…? Ah ja, alles easy sagt auch der Workshop. (Was er allerdings auch nicht verrät und was ich gerne mal wüßte: Was zeichnet eigentlich Gabardine aus? Köperbindung, okay. Aber wann ist ein Köper eine Gabardine? Vielleicht sollte ich mal in der Fashionpedia nachgucken…? rumklick Nö, da steht auch nur der Heftartikel.)

Das Leserforum… ja, Tailleur heißt Schneider, auch Kostüm, aber kann ja nicht jeder französisch können. Gewebe-Erfrischer für 400 EUR? Das wäre ja beinahe einen Eintrag in Dinge die die Welt nicht braucht wert. 😛 Und wer ein 83cm langes Teil „handlich klein“ findet, der verreist selten und hat nie in einer kleinen Wohnung gewohnt… blätter

Kosmetik… schnellerblätter Stop! Die Best Basics. Diesmal bunt. Ah, als Retro wird das diesmal verkauft. Aber zugegeben, Punkte und Pünktchen sind ja durchaus ganz nett… und weil „zarte Kleider“ im Mittelpunkt dieses Trends stehen, geht es mit Hose und Bluse los. 😛 Sehr mädchenhaft irgendwie, aber ohne Rüschen. (*Börks* Die Schuhe… also wenn die in dieser Ausgabe gezeigten Schuhe beispielhaft für den Sommer sind werde ich wieder viel Geld sparen… )

Na, da kommen ja doch noch Kleider… das Wickelkleid wieder und… ein Kleid bis Größe 46! Dennoch fürchte ich, mit Puffärmeln… die mochte ich als Kind schon nicht. Obwohl sie jetzt etwas dezenter sind… blätter Röcke, Blüschen, Kleid mit Jacke… hoppla, das ist ja schon Kurzgröße… aber auch die in Tupfen.

Und endlich die PLUS-Größen… Ein Trench-angehauchter Mantel… also an einem Mantel könnte man vielleicht über Crash-Stoff noch reden. Vielleicht. Schöner Spitzenrock, endlich auch ein Recht auf Bleistiftröck für Frauen jenseits der magischen 38… Kostümschnitt, die zwei Teilnungsnähte vorne gefallen mir. (Wie macht man da allerdings eine FBA?) Nur nicht in Crash. Wenn schon „angezogen“ im Kostüm, dann nicht verknittert wie im Schlafanzug. Jacke 130 ist dann so ganz nach meinem Geschmack. Teilungsnähte, Stehkragen, aber auch die Möglichkeit, ihn umzulegen. Wenn ich nur einen Weg fände, Burdaschnitte passend zu machen ohne jedesmal vorher einen Probeschnitt zu nähen. :-/

Kommunionkleider sind jetzt kein Thema für mich, aber sie gefallen mir diesmal. Schön und festlich, aber gleichzeitig kindlich. Weder aufgeputztes Teepüppchen, noch auf Lolita gemacht. Franken sind eben bodenständig. 😉

Noch mal Bilderschau vom Burda-Award. Leider sind die Bilder natürlich viel zu wenige und viel zu klein. 😉 Da würde ich gerne mehr davon sehen.

Der Kreativteil ist diesmal weiß mit Bonbonfarben. Ich fürchte, wenn ich unser Schlafzimmer so umgestalten, dann muß ich künftig allein drin schlafen. :o) Nur für weibliche Singles also, die auf geblümt überzogene Kleiderbügel stehen…. erinnert mich allerdings daran, daß bei mir ja auch eine Schlafzimmerumgestaltung ansteht. Mal sehen, ob sie 2007 mal passiert. 2006 kam ja die Pariser Wohnung dazwischen. Die Schienen für das Vorhangsystem liegen schon seit 2006 herum. gg

Die nächste Burda Mode kommt hingegen schon in weniger als zwanzig Tagen… Hochzeit und Ostern in einem Heft. Ich bin gespannt… (Osterdeko kann ich mal neue Ideen brauchen… )

Ich hab die Faxen dicke!

Ich schneide jetzt zu.

Probejacke von hintenAuch im dritten Rücken der Probejacke sind die komischen hängenden Falten nicht verschwunden.

Noch mehr Stoff an der Stelle rausnehmen geht aber auch nicht, sonst kann ich die Arme nicht mehr bewegen.

(Immerhin habe ich jetzt Übung darin, den Rücken einer Jacke zu ersetzen ohne die Jacke ganz auseinanderzunehmen. Die Ärmeleinsatznähte sehen allerdings auch so aus… :o) )

Der Rücken wird so ab Mitte der Armausschnitte an der Mittelnaht noch etwas verbreitert (vielleicht habe ich da bei der ersten Änderung zu viel rausgenommen?) und entweder verschwinden die Falten dann oder sie sind da eben.

Oder sie lassen sich am fertigen Stück (mit allen Einlagen, den richtigen Schulterpolstern und was man sonst noch so macht) durch entsprechendes Einsetzen der (dann ausgebügelten) Ärmel noch glattziehen. (Hoffen ist erlaubt… 😛 )

Schere wetz

Über den Blogrand: Zwei Näherinnen, ein Gedanke – Burdastyle

Tja, da ist mir Ute in ihrem Blog Grüezi Schwiiz doch glatt ein paar Stunden zuvor gekommen…

Ich hatte die neue Burda-Seite vor einigen Tagen über einen FAZ-Artikel gefunden und habe auch endlich die Zeit gefunden, ein wenig darauf rumzustöbern.

Das Design in den etwas verhaltenen lila und blau-grün-grau Tönen sieht ja gar nicht nach Burda aus (wie ich es gewohnt bin), auch der Stil ist anders… ein bißchen Klatsch und Tratsch über Mode, Make-Up und Celebrities aus Blogs, alles sehr hip, sehr trendy, sehr tomorrow… Abteilung braucht kein Mensch, aber unterhaltsam, wenn man gerade sonst nichts zu tun hat.

Aber das ist ja nicht alles… es gibt tatsächlich auch ein (noch sehr kleines) Forum, Anleitungen als Video (guck ich mir mal an, wenn ich groß bin und DSL habe, macht mit ISDN nur eingeschränkt Spaß) und… ein echtes Sahnestückchen, nämlich 15 Schnitte als Mehrgrößenschnitt mit (englischer) Anleitung zum kostenlosen Download. Sozusagen eine komplette modische Saisongarderobe. (Zumindest wenn man nicht mehr als Kleidergröße 44 braucht.)

Als Anregung, wie anders die Sachen aus der Schnittmusterkollektion mit anderen Stoffen aussehen können oder auch für nächtliche „ich muß sofort nähen“-Anfälle praktisch. :o)

Die Seite scheint noch recht neu zu sein, ich nehme also an, es wird noch mehr Bewegung kommen, auch ins Forum.

Hier geht es lang:www.burdastyle.com

Schönes-Shopping in Paris: mahatsara

Tja, ich weiß nicht so recht, wie ich das Angebot des Ladens besser beschreiben soll…?

In Deutschland heißen Läden, in denen es einfach nette Sachen mit meist eingeschränktem Gebrauchswert gibt gerne „Geschenkeshop“. Und ich weiß nicht, wozu die gut sind. Denn meine Geschenke wähle ich doch lieber individuell aus, zum Empfänger passend. Außerdem ist das Angebot der Läden häufig… naja, reden wir nicht drüber.

Aber für diesen Laden fällt mir sonst kein Oberbegriff ein. Außer daß die Sachen einfach schön sind. Viel Handwerk, ein bißchen Kunst? Eher Kunstgewerbe? Die Übergänge sind fließend.

Manches ist nützlich (wie Schalen) oder wenigstens teilweise nützlich (Vasen), anderes gar nicht funktional (Figuren).

Die Herkunft der Sachen ist Afrika, manches sieht auch so aus. Anders gar nicht. Ein Entwicklungshilfeladen ist er aber auch nicht, dazu ist er zu schön, zu gestyled. Trotzdem hilft der Verkauf natürlich den Künstlern und Kooperativen in verschiedenen afrikanischen Ländern.

Und aus Mitleid muß dort keiner Kaufen, die Sachen sind schön. Und die Preise… angemessen. Keine Billigware. Schöne, handwerkliche Fertigung.

Äh.. ja… was gibt es?

Schöne Sachen. 🙂 Vasen, Schalen mit geschwungenen Mustern aus Telephondraht geflochten (oder eher gewebt?), Textilien, kleine Möbel, Objekte, handgefilzte „Steine“ von kieselklein bis felsgroß,…

Wenn man mal noch die eine oder andere ausgesuchte Kleinigkeit oder einen Hingucker für die eigene Wohnung sucht… oder als Geschenk.

Ich werde da jedenfalls noch öfter vorbeigucken!

Nicht nur im Internet: www.mahatsara.com

Adresse: 8, rue Oberkampf, 75011 Paris (Metro Filles du Calvaire)

Nochmal Happy Birthday: Keks-Bag No1

Ja, ein zweites Geburtstagsgeschenk beschäftigte mich diesen Monat. Und da ich es gestern übergeben habe, kann ich es jetzt auch zeigen…

Silvia, auch bekannt als großer Scherzkeks, hatte gestern Geburtstag.

Scherzkekstasche

Und irgendwie schwebte mir die Idee einer Kekstasche durch den Kopf. Silvia mag ja witzige Taschen und hat noch weniger Zeit zum Nähen als ich.

Natürlich fielen mir als erstes unendlich aufwendige Ideen ein, die ich alle versuchte zu verbannen, eine einfach Form sollte es werden, nur eine Kleinigkeit. Aber dafür auch pünktlich fertig.

Und als ich damit anfing war natürlich Wochenende und kein Stoff zu bekommen. Also tauchte ich erst mal in meinen Restekisten ab.

An sich kein Problem, da ist jede Menge taschengeeignetes. Nur Silvias Farben sind orange und grün und davon… habe ich wieder so gut wie nichts. Orange fand ich einen Futterrest, der war aber zu klein, weswegen ich für das Taschenfutter eine Art „Minipatchwork“ aus je vier Teilen machen mußte. Mit einem roten Cuprorest. (Eine echte Antiquität, schon zu Studentenzeiten habe ich den Stoff gekauft und verarbeitet.)

Da das Futter ein klein wenig von außen zu sehen sein sollte, mußte ich auch noch beidsetig „schöne“ Nähte machen… grr ein schnell und einfach Projekt war geplant.

Kekstasche

Für Taschenboden und Henkel mußte Fleece herhalten, denn da hatte ich auch noch orange und grün. Das dann ausreichend stabil zu bekommen war wieder zusätzlicher Aufwand.

Jeans geht zum Glück immer, daher wurde das der Außenstoff. (Reste von meinem Aachen-Kurs 2005).

Nieten in der Mitte einer steifen Fläche (ein Hoch auf die Schabrackeneinlage) einschlagen ist übrigens auch nicht vorgesehen, weder für die Zange noch für das Einschlagwerkzeug das Prym mitliefert. Klar, alles lösbar, aber… zeitaufwendig. :o)

Fischperlen

Und Schabrackeneinlage ist auch nicht wirklich geeignet, wenn man etwas verstürzen und wenden will… von dem Aufwand, alle Zacken einzeln rauszudrücken mal ganz zu schweigen… grmpf

Dafür war der kleine Fischanhänger schnell gemacht… genau, Tout a loisirs, Roccailles und wunderschöne Glasfische in Silvias Lieblingsfarben. Immerhin…

Doch da Silvia sich riesig gefreut hat… war es alle Mühe wert! 🙂

Und bei der nächsten, weiß ich schon, was ich anders machen werden. Denn die Tasche gefiel so gut, daß es sie als Schnitt mit Anleitung geben soll… da habe ich wohl noch ein bißchen was vor mir. 😉

Perlen-Shopping in Paris: Tout A Loisirs

Shopping for beads in Paris: Tout A Loisirs

Paris im Winter ist ja immer eine gute Gelegenheit zum Shopping. Bei niedrigen Temperaturen oder gar leichtem Niesel finden selbst Ehegatten (des männlichen Geschlechts) den Weg in die Geschäfte von einer gewissen Attraktivität. Und so habe ich diesmal aus Paris wieder ein paar Einkaufsadressen mitgebracht.

Winter in Paris is a great time for shopping. Low temperatures or drizzle make going into a shop interesting, even for (male) sweethearts. So I have some new adresses.

Perlen, Roccailles, Kristalle,… Schmuck basteln ist ja schon seit einiger Zeit wieder ein Thema. Um das ich lange herumgeschlichen bin. Noch ein Hobby. Gut, die Zutaten sind klein. Zumindest jedes für sich. Aber man braucht ja eine gewisse Auswahl, wenn man damit arbeiten will, nicht wahr? 😉

Beads, Roccailles, Crystal,… DIY-adornement has becoming popular again. A trend I tried to avoid for quite some time. Another craft. Sure, what you need is small. At least each item. But you need a certain choice if you want to make something, right? 😉

Da der Laden zwischen unserer Wohnung und dem nächsten Baumarkt liegt, bin ich in den letzten Monaten sehr oft daran vorbeigekommen und habe ab und an auch kurze Abstecher hinein unternommen…

Ein Kramladen im besten Sinn des Wortes, aus alten, dunklen Holzregalen und Glasvitrinen glitzert einem alles was man so braucht entgegen. Sogar nach Farben sortiert. Von winzigen Roccailles über geschiffene Toupis bis zu großen Glasperlen, Tonperlen, Federn, Filzelementen, Metallteilchen… das meiste kann man sich selber aus kleinen Bottichen heraussuchen, nebeneinanderhalten, vergleichen,…

Natürlich gibt es auch alle Formen von Perlenfäden, ob man lieber auf Nylon, Seide oder schmale Organzabänder fädeln mag… alles da. Verschlüsse für Armbänder, Ketten, Ohrringe? Aber sicher.

This shop is between our appartment and the next home improvement store so I had to pass it quite often over the last months and couldn’t avoid to go in there from time to time…

It looks like an old fashionned shop, dark wooden shelves and a carved counter are an attractive background for a lot of glas jars. Inside sparkle in all hues… sorted by colour, from tiny roccailles to diamond like cut toupis, huge glass beads, clay beads from India, feathers, felt ornaments, metall,… for most things you just pick them out of the jars, go around, compare to others, find matching pieces,…

Of course they also have all kind of threads ore wire to bead on, nylon, silk, velvet ribbon,.. whatever you prefere. You want to make earrrings or rings? You name it, they have it.

Das Personal ist nicht nur nett, sondern auch kundig. Falls man nicht selber stöbern mag. Oder falls man das Gesuchte nicht findet. Denn im hinteren Ladenteil steht noch eine Wand voller Schubladen, in denen sich weitere Kostbarkeiten verbergen. Kristalle und Strasssteine in allen Größen, Farben und Formen. (Auch von Svarowski natürlich….)

Und wem die Ideen fehlen, der findet auch noch Bücher zum Thema. (Leider meist auf Französisch…)

The staff is friendly and competent. If you do not want to search around yourself. Or if you can’t find something. Because in the back part of the shop are a lot of drawers that hide more treasures. Like all sizes and colours of rhinestone (including Svarowski, of course….)

And if you need ideas, they have a lot of books. (Mostly in French.)

Eindeutig eine Pflichtadresse für alle Schmuckbastler und Perlensticker!

Und wer in nächster Zeit nicht nach Paris kommt: Der Laden hat eine Webseite, einen Katalog und man versendet, so versicherte man mir, ohne Probleme ins Ausland: www.toutaloisirs.fr

(Jetzt sollte der Link stimmen, danke Jana!)

So a place not to miss for anybody who makes anything with beads, from bracelets to embroidery.

If you don’t make it to Paris: They have a webside, a catalogue and they say shipping to the rest of the world is no problem. www.toutaloisirs.fr

Adresse: 50, rue des Archives, 75004 Paris (Metro Rambuteau)

Revue de Presse: Burda Plus Fashion, F/S 2007

Für die Fahrt nach Paris letzte Woche (Deutschland noch glücklich verlassend, bevor der Bahnverkehr wegen des Orkans eingestellt wurde) habe ich mir noch schnell die neue Plus Fashion vom Zeitschriftenstand geangelt. (Wenn schon das neue Monatsheft noch auf sich warten lässt…)

Und nach der Rückkehr ist endlich Zeit für einen genaueren Blick… Das mittlere Knopfloch auf dem Titelblatt ist aber sehr unsauber gearbeitet… oder nur doof photographiert? Dank weißem Garn auf schwarzem Stoff jedenfalls sehr im Blickpunkt… 😮

„Der Frühling kommt“ offensichtlich in schwarz-weiß. Eine Kontrastkombination, die hellen, blonden Typen wie mir leider nicht wirklich steht. (Dem Modell auch nicht… 😀 ) Das ist… ein Kleid? ein Rock? der wildgemusterte Stoff verrät nichts vom Schnitt. Ah, die Schemazeichnung hilft weiter. Nun ja… nicht aufregend, aber Standardschnitte braucht Frau auch.

Das Titelkostüm schon eher… sehr schöne Hüftpasse (hat das schon mal jemand bei „Pferdehintern“-Figur probiert? Burda-Models sind ja immer gleichmäßig, entweder ganz schlank oder etwas angerundet bei den Plus-Schnitten, da kann man das nicht so abschätzen) Gefallen würde es mir jedenfalls… ist das da vorne ein Godet oder eine Kellerfalte? grübel nur ob“s mir steht? Auch die kürzere Form der Jacke gefällt mir, so viel habe ich schon gelernt… ganz über den Po macht ihn optisch nur breiter, nicht schmaler. „Halbmast“ herumschwingende Jackensäume sind besser. Dafür ist der allerdings vielleicht schon wieder etwas zu kurz… ins Anleitungsheft blätter 63cm lang… hm… meine Lieblingsjacke ist glaube ich 65… das wäre also nicht so übel…

Longbluse mit Stehkragen…. ach, hat man wieder? Der Schnitt sieht aber genauso aus wie der in meinem alten Burda für Vollschlanke (oder war es Mollige?) aus den… äh… 80ern?

Hey… das Wickelshirt! Es hat sich doch mal jemand erbarmt und es nach oben gradiert… Danke, Burda! (Ich brauche dringend billigen Jersey für ein Probestück… damit so was richtig sitzt muß ich es anpassen… und nur wirklich passend sieht es gut aus.) blätter Oh, zum Kleid verlängert auch noch mal? Sehr schön… (Jersey, gebt mir mehr Jersey…. wieviel??? 2,60m… okay… ) Mit dem Stoff erkennt man zwar den Schnitt nicht mehr, aber dafür gibt es Schemazeichnungen. Das könnte ja glatt vor dem geplanten Frühjahrstrip nach Südfrankreich noch fertig werden… Wenn der Schnitt mal sitzt… 😮

Weiter geht es in Braun… ah, soll die Freizeit Mode sein. Der Strukturmix innerhalb der gleichen Farbe an dem Rock gefällt mir auch wieder gut. Ach, das ist immer der gleich Stoff… nur gedreht… ah ja. Könnte man aber doch auch verschiedene Strukturmuster, gleich einfärben… murmel grübel denk Dazu eine leicht militärisch angehauchte Schößchenjacke. Hm…. interessant. Oder so. (Und gelobt sei die Großaufnahme der Knopflöcher… ich bin mit meinen eigenen wirklich zu kritisch. 😀 )

Oh, noch ein Kleid! Hm… der Schnitt sieht irgendwie nach Schwangerschaft aus… das wilde Muster läßt ansonsten mal wieder keine Bewertung zu, wie das dann wirklich aussieht… (aber bis Größe 54, wie mir gerade auffällt… war sonst nicht immer bei 52 Schluß?) Weste… mag ich eh nicht so…. Hose… hm… Taschen auf den Oberschenkeln sind sicher originell. Aber ob das dann in Größe 52 noch gut aussieht? Das Photomodell sitzt ja sicherheitshalber, da sieht man nichts.

Ah, auf der nächsten Seite aus anderem Stoff sieht man es besser. Hm.. so lange man die Taschen nicht benutzt tragen sie wohl tatsächlich nicht auf.

Jacke mit Reißverschluss… hm… naja, vielleicht liegt es einfach daran, daß ich Knitterlook einfach nicht wirklich mag, egal in welchem Schnitt er daher kommt.

blätter

Das Anleitungsheft… Kontrollblick Irgendwas übersehen? Irgendwelche Details? Nein, wohl nicht… Anleitung anguck Ah ja, tatsächlich Godet im Rock.

blätter

Mal sehen ob nach schwarz-weiß und dschungelgrün mit braun mal noch Fartöne für mich kommen… Hm… Marine mit dunkelblau-weiß Kontrast. Auch nett. Nur nicht so für mich.

Äh… ihr seid euch sicher, daß in Plusgrößen die Hosentaille mit einem schmalen Gürtel obtimal betont ist??? Das Blazerrevers… kommt mir bekannt vor. Hat das nicht eine gewisse ähnlichkeit mit dem vom letzten Jahr, das immer noch als Probemodell bei mir herumliegt? Nein, doch etwas anders. Aber wieder interessant… wie wird das denn zugeschnitten? in Anleitungsteil zurückblätter… hm… ich fürchte, das müßte ich nähen, um es ganz zu verstehen. 😉

Hö? Wasndas??? Wo kommen denn die Falten in der Knopfleiste her??

Ach… lustig, einfach geknöpft… bestimmt mich einfach, den Schnitt so zu gestalten, daß hinterher der Saum trotzdem gleich lang ist….

Rot… na da wird es farblich doch endlich etwas wärmer für mich… Schöner Jersey-Stoff… schade, daß man den wieder nirgendwo bekommt. schnirfz

Die Detailaufnahmen verraten, daß man für das „Wickelshirt“ (wirklich gewickelt wird es ja nicht) besser durchgefärbten Jersey nehmen sollte… die Unterseite schaut ein wenig raus. (Frommer Wunsch, ich weiß. WENN man mal einen schönen Jersey findet, dann muß man zugreifen.)

Hoppla, Überraschung! Maßschnitte jetzt auch extra für Plus. Leider ist die Dame, die den Hosenanzug vorführt mal wieder extra-schlank. Und den Anzug kann ich mir in der Tat nur schwer an einer wirklich dicken Frau vorstellen. Das wäre doch eigentlich mal was für die Burda-Webseite: Bilder von den Plus-Modellen in allen Größen nebeneinander, vorgeführt von Frauen, die real Größe 46, 48, 50, 52,… haben. Dann könnte man es sich wirklich vorstellen.

Fertig? Nein, die „elegante“ Sektion fehlt noch. Cocktailmode… Longbluse mit Hose, der Dauerbrenner… das Kleid im „Heidi-Stil“ mit Blümchenborte… nö, nö, so nicht… Die Borte war wohl gerade übrig… die Taucht auch noch an Hosenanzug und Rock auf. Ne, nicht für Abendmode. Aber da würde ich auch nicht rosa zu braun tragen. Hübsche Farbkombi, aber nicht wirklich elegant…

Dennoch, alleine das Shirt und das Kleid sind das Heft wert! Muß ich nur noch Zeit finden, das alles zu nähen. Und schöne Jerseys…

Socken stopfen mit der Nähmaschine, Teil 2

Socke stopfen

Als nächstes kommt eine Übung im frei geführten Nähen.

(Eine überhaupt sehr praktische Sache, auch fürs freie Sticken ohne Stickmaschine und viele Quilttechniken… Man kann das freie Führen üben und es ist nicht schlimm, wenn die ersten Versuche nur mäßig gleichmäßig werden. Für die Socke wird es allemal reichen.)

Der Transporteur der Maschine muß versenkt werden (oder abgedeckt, je nach Modell), man darf aber nicht vergessen, den Nähfuß zu senken, auch wenn der Stopffuß dann trotzdem das Nähgut nicht berührt. Auch wenn man (mangels Stopffuß) ganz ohne Nähfuß arbeitet muß der Hebel für den Nähfuß unten sein. Sonst greift die Fadenspannung nicht.

Ich habe für diese Socken den Oberfaden in grau gewählt, den Unterfaden in schwarz. Beide werden (weil ja nur Loch darunter ist) sichtbar bleiben und man hat so die Möglichkeit mit zwei verschiedenen Nähgarnen die Farbe besser anzugleichen.

Was für einen Faden man nimmt ist mehr oder weniger egal. Er muß sich halt auf der Nähmaschine gut vernähen lassen. (Betonung auf „gut“, denn da die Stiche ja „leer“ genäht werden, über dem Loch, sind Garne, die „gerade so mit Müh und Not“ auf der Maschine laufe und leicht reißen oder Schlaufen bilden nicht geeignet.) Ich nehme meistens ganz normales Polyesternähgarn, aber auch Stickgarn kann man nehmen. Es muß nur halbwegs Reiß- und scheuerfest sein. Beilaufgarn zum Stricken (um auf die Frage zurückzukommen) dürfte zu dick sein und auch nicht reißfest und glatt genug. Probiert habe ich es aber noch nicht. Das müßte ich ja erst mal auf Spulen fädeln…

Dann näht man langsam los und bewegt dabei den Stickrahmen. (Der Transporteur ist ja versenkt, bewege ich den Stickrahmen nicht, nähe ich auf der Stelle.) Das ist am Anfang schwierig, aber man bekommt schnell heraus, wie schnell man nähen und im Verhältnis dazu den Stoff bewegen darf, damit es weder Schlaufen gibt noch der Faden reißt.

Socken stopfen, Detail

Die erste Reihe über das Loch nähe ich quasi „längs“ zu den Strickmaschen. Mein Eindruck ist, daß man so die Maschen gleich gut einfängt und weiterem Wachsen des Loches oder gar Laufmaschen vorbeugt.

Man näht also in Reihen, vor und zurück, über das Loch. Dadurch bilden sich Fäden, die das Loch überspannen und gut im intakten Gestrick verankert sind.

Wichtig sind zwei Dinge:

Einmal nicht einfach vor nähen und dann direkt zurück, sondern immer einen winzige Stich quer. Sonst reißt der Stoff leicht an den „Wendepunkten“ aus, weil die Belastung zu hoch wird.

Zum anderen nicht immer in gleicher Entfernung vom Loch wenden. Die Stopfstelle ist unauffälliger und gleichzeitig flacher und bequemer, wenn man die Wendestellen mal näher am Loch verlaufen lässt, mal mehrere Stiche ins Gestrick hineinführt.

Ich hoffe, man erkennt das auf dem Bild ungefähr. Die blauen Punkte zeigen die Ausmaße des Loches, die roten Punkte sind die „Wendepunkte“.

Socke stopfen

Mit der gleichen Technik nähe ich jetzt eine Reihe quer über die bereits gespannten Fäden (bzw. „Leerstiche“).

Am Anfang habe ich dabei den Stickrahmen gedreht, weil mir die Bewegung „vorne-hinten“ leichter viel, als das führen von links nach rechts und umgekehrt. Inzwischen schiebe ich den Rahmen einfach quer.

Wie man das macht ist aber Geschmackssache, wie es einem leichter fällt.

Auch hier sollten die Stichreihen sauber nebeneinanderliegen, dicht, aber nicht zu eng.

Socke stopfen

Die Wendepunkte werden wieder genauso unregelmäßig im umliegenden Gestrick verankert.

Fertig?

Nein, eine letzte Runde kommt noch.

Wieder längs, wie die erste Reihe.

Allerdings höre ich diesmal genau an den Rändern des (ursprünglichen) Loches auf. So wird das Loch gut überdeckt, die Stopfstelle wird aber nicht allzudick.

gestopfte Socke

Voila, fertig.

Nur noch die Fäden abschneiden und die Socke ist wieder bereit für den Einsatz.

Gedauert hat das Stopfen nur wenige Minuten (Bei der ersten Socke war es allerdings noch viel länger… :o) ), das Schreiben dieses Eintrags hingegen viel, viel länger…