Verstrickt & Zugenäht – Die Frage der Woche 41/2006

Nähfreundin will wissen:

Du hast doch bestimmt einen Stoff in deinem Schrank, der schon sehr gut „abgelagert“ ist.

Warum hast Du ihn noch nicht verarbeitet? Was sollte ursprünglich daraus werden?

Nachdem ich vor ungefähr drei Jahren mal ziemlich Tabula Rasa gemacht habe, sind die wirklich gut abgelagerten Stoffe ziemlich weg.

Die ältesten sind Stoffe aus dem Nachlass meiner Schwiegergroßmutter. Da kann ich aber nicht sagen, was draus werden sollte. 😉 Bei mir sind sie erst seit etwa drei oder vier Jahren. Da habe ich alle behalten, wo mir Menge und Farbe für mich oder meinen Mann geeignet schienen. Bei sehr ähnlichen habe ich mich für einen entschieden und die anderen weggegeben. Vernäht habe ich davon auch schon zwei, einer ist ein Mantel für meinen Mann geworden, der andere ein Hosenanzug für mich.

Bei meinen eigenen… hm… da wäre ein hellblauer Baumwollstoff mit dunkelblauem Druck (Zeitungsbuchstaben und Zahlen), liegt nur 80cm breit. Der sollte mal eine Art Sommeranzug, so Hose und Top werden. Den dürfte ich schon 20 Jahre haben. So etwa. Ein Teil wurde allerdings zu einem Fußsack für einen Autokindersitz verarbeitet.

Dann wäre ein schwarzer Pannesamt, der mal Leggins werden sollte. Ähnlich alt, denke ich. aus den 80ern.

Oder eine grüne Dupionseide. Die habe ich ohne Anlass gekauft, weil sie billig war. Inzwischen habe ich aus einem Nachlass ein Brosche mit Schmucksteinen in dem gleichen Grünton… das soll auch mal was werden. Mal sehen…

(Über)Lebensregeln für Katastrophen

Über ganz liebe Bekannte ist in diesen Tagen ein familärer „GAU“ (so die eigene Bezeichnung) hereingebrochen. Diesmal hat es sogar mir die Sprache verschlagen, ich konnte nichts Kluges, nicht mal was Tröstendes sagen.

Aber ich habe mal wieder über meinen eigenen Umgang mit den großen (und kleinen)Katastrophen nachgedacht.

Und hier sind meine Überlebensregeln:

1. Du bekommst nur so viel aufgeladen, wie du auch tragen kannst. (Nur wäre es manchmal schön, nicht so breite Schultern zu haben.)

2. Es gibt ein „Lebenssoll“ an Katastrophen. Jede eingetretene Katastrophe ist eine weniger auf der Liste.

3. Erwarte täglich neue Katastrophen (dann treffen sie dich nicht unversehens) und freue dich über jede Stunde ohne.

Stolper…. da war ja noch ein Stöckchen

Nicht daß ich die Stöckchen nicht schon seit geraumer Zeit durch die Blogs fliege sehe… Jetzt hat es mich doch erwischt, Heike warf es, aber da ich schon mit Kongressvorbereitungen beschäftigt war, mußte es erst einmal liegen bleiben.

Bis jetzt.

Warum bloggst Du?

Aaalso… es war einmal im letzten Jahr, da tobte Tuxedo durch den Burda-Chat und quengelte alle an, die nicht schnell genug wegliefen, ob sie nicht bei den gaaanz neuen Burda-Blogs mitmachen wollten… kurz und gut, ich habe mich breitschlagen lassen.

Und hier eine Möglichkeit gefunden, ausführlich rumzusülzen.

Auch mal mit persönlicheren (Näh)sachen oder über Paris. Das Hobbyschneiderin-Forum, wo ich ja auch so einiges an Beiträgen geliefert habe, wollte ich dafür nämlich nicht unbegrenzt „missbrauchen“. 😀 Und so eine eigene Webseite macht ja viel Arbeit und so… Also… wurde es ein Blog

Warum lesen Deine Leser Deinen Blog?

Ja das wüßte ich auch mal gerne…? Fragt nicht mich, fragt die Leser. 😉

Welche war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf Deine Seite kam?

Hm, das kann ich so ganz genau nicht sagen, denn sie sind ja nach Häufigkeit sortiert.

Die meisten kamen heute jedenfalls (wie immer) direkt in den Blog, weitere 50 über die Seite von Burdamode, sei es die allgemeine Seite, sei es die Burda-Blog-Seite.

32 Leute kamen über den Link im Hobbyschneiderinstrang über die Aachen-Berichterstattung

12 mal über google zu der Frage „wie viel braucht man für 40m Baumwolle“ – Tja, keine ahnung, was mit der Frage gemeint war.

Die drei Leute die nach „KVB Fahrplanänderungen“ gesucht haben werden wohl hier auch nicht glücklich. 😀

Falls keine der „gehäuften“ Wege der letzte zu meiner Seite war, wäre die letzte Suchanfrage „offenkantige verarbeitung nähanleitung“ gewesen.

Tja, Pech… darüber steht hier nichts. 🙁

Welcher Deiner Blogeinträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?

Also eigentlich… bekommen alle mehr Aufmerksamkeit, als ich erwarten würde. Gewöhnlich zwischen 300 und 400 Leser pro Tag finde ich mehr als beträchtlich. (Was an den Tagen los ist, wenn es 500 oder gar 800 sind würde mich allerdings auch mal interessieren?)

Dein aktuelles Lieblings-Blog?

Gibt es eigentlich keines. Wenn ich Zeit habe, lese ich viele Blogs auf einmal, wenn ich keine Zeit habe, dann auch tage- oder wochenlang (fast) keines.

Einige davon stehen ja in meiner Blogroll, weil ich sie thematisch interessant finde, andere lese ich, weil ich die Blogger persönlich kenne und so auf dem Laufenden bin, was sie gerade so treiben. Und wieder andere eben, wenn ich gerade mal wieder viel Zeit habe. 😀

Okay, die Burdablogs lese ich wirklich fast jeden Tag, damit wäre wohl Bärbels Blog zumindest das am häufigsten gelesene. Aber sie schreibt ja auch viel.

Welches Blog hast du zuletzt gelesen?

Heikes, um die Fragen noch mal zu lesen.

Wie viele Feeds hast du gerade im Moment abonniert?

Keine, sonst komme ich ja vor lauter Lesen endgültig zu nichts mehr. Das würde meine Neugier sonst nicht verkrafen. gg

An welche vier Blogs wirfst du das Stöckchen weiter und warum?

Äh ja.. das wird schwierig… deutschsprachige Blogs, die es nicht schon hatten…

Fangen wir mit dem lieben Tuxedo, dem derzeit weltlustigste Zauberer an, der mir die Bloggerei eingebrockt hat. Außerdem kann er mal wieder was bloggen…

Dann Doro, weil sie meine Leidenschaft für mittelalterliche Gewänder auslebt, für die ich nie Zeit habe.

Natürlich eines an Bärbel, weil ich ihr Blog wohl wirklich am häufigsten lese. Sie hat es zwar von Heike auch schon mal liegen, aber vielleicht übersieht sie es nicht mehr, wenn es zwei Stöckchen sind. gg

Und, last but not least, an Workshopqueen Tinalein, damit ihr Blog nicht einschläft. 😉

Verstrickt & Zugenäht – Die Frage der Woche 40/2006

Nähfreundin will wissen:

Was würdest Du gerne mal nähen? Warum hast Du es bisher noch nicht getan?

Hm. Also daß meine Ideen schneller kommen, als ich sie umsetzen kann war schon immer mein Problem. Von daher gibt es ganz viele Sachen, die ich gerne mal genäht hätte, die aber von anderen Projekten überholt wurden. (Das war beim Stricken ja früher nicht anders. Ich hatte ja mal gedacht, mit Nähen käme ich besser nach, weil es schneller geht… 😀 )

Was ich seit einiger Zeit gerne mal machen würde sind historische Kostüme, möglichst original vom Schnitt her.

Aber da ich mit meiner Alltagsgarderobe bislang immer gut beschäftigt war („Kaufen“ scheidet aus Paßformgründen in der Regel aus), mußte das bisher immer warten.

Mal sehen, ob ich es zumindest irgendwann „gewandet“ nach Provins schaffe…

Batistbluse: Französische Naht

Bei transparenten und möglicherweise noch stark fransenden Stoffen stellt sich ja immer die Frage, wie man die Nähte versäubert bekommt. Eine breite Nahtzugabe schimmert unschön durch, schmale Nahtzugaben mit Zickzack abzunähen ist schwierig und ein Overlock hat nicht jeder.

Französische NahtDabei gibt es eine saubere Technik, die nur mit geraden Nähten auskommt, die Französische Naht. (Die die Franzosen „couture anglaise“, also „Englische Naht“ nennen. 😉 ) Eigentlich einfach zu nähen, ist sie eine perfekte und schmale Versäuberung für dünne Stoffe. Ich nehme sie auch gerne für Pyjamas aus feiner Baumwolle oder für Seidenblusen. Im ersteren Fall mit 7 mm etwas breiter, sonst 4-5mm breit und für transparente Stoffe geht es bis zu 3mm schmal. Da kann dann auch keine Overlock mehr mit.

Einzige Einschränkung: Sie funktioniert an geraden (oder halbwegs geraden) Kanten, für runde Nähte muß man sich was anderes einfallen lassen. Aber für die Schulternähte der Bluse und auch die leicht geschwungenen Seitennähte ist die Technik perfekt.

Zuerst kommen die Schulternähte: Ich lege die Schnitteile links auf links aufeinander und nähe sie zusammen.

Jetzt sind die Nahtzugaben auf der rechten Seite. Irritierend, aber richtig.

Ich habe 1,5cm Nahtzugabe vorgesehen, nähe jetzt aber nicht auf meiner Nahtlinie, sondern 3-4mm näher an der Schnittkante. Also auf der Nahtzugabe.

Naht zurückschneidenDiese Naht wird zuerst von beiden Seiten flach gebügelt, danach die Nahtzugabe auseinandergebügelt. Anschließend die Nahtzugaben wieder zusammen zu einer Seite bügeln.

Klingt total nutzlos, aber dadurch legt sich der Stoff hinterher sauberer. Glaubt es mir einfach. 😀

Danach wird die Nahtzugabe ganz schmal zurückgeschnitten, auf einen Milimeter oder so.

Französische NahtJetzt endlich kommen die Schulternähte in die gewohnte „Nähstellung“: Vorderteile und Rückenteil werden rechts auf rechts gelegt und ich nähe eine etwa 4mm breite Naht. Die ist jetzt genau da, wo meine Nahtlinie sonst gewesen wäre.

Und die zurückgeschnittene Nahtzugabe ist vollständig eingeschlossen, die Nähte sehen nicht nur von außen schön aus, sondern sind auch von innen sauber wie es kein Versäuberungsstich und auch keine Overlock kann.

Auch diese Naht wird wieder plattgebügelt und dann ins Rückenteil gebügelt.

Wollte man eine Naht betonen, könnte man sie sogar ähnlich einer Kappnaht von rechts absteppen.

Das will ich aber nicht.

Dafür nähe ich die Seitennähte mit der gleichen Technik, bevor es der Bluse an den Kragen geht.

Batistbluse: Abnäher

Abnäher in transparenten Stoffen bleiben unweigerlich sichtbar.

Bleibt also nur, entweder Schnitte ohne Abnäher zu wählen, was je nach Figur unterschiedlich gut aussieht oder sie besonders sorgfältig zu arbeiten. Dafür betonen sie auch die Transparenz des Stoffes, was dann wieder einen Reiz dieser Stoffe ausmacht.

Meine Bluse hat (schon aus Figurgründen) Abnäher, also werden sie sorgfältig gearbeitet.

Abnäher markierenEin Problem bei feinen Stoffen ist die Frage, wie man die Abnäher markiert, ohne daß hinterher Reste der Markierung sichtbar bleiben.

Meine Lösung ist einfach: So wenig wie möglich markieren.

Der Ottobre-Schnitt macht es mir einfach, denn die Abnäher sind alle gerade. Das heißt, die Längsabnäher bilden langgezogene Rauten, die Brustabnäher Dreiecke. In manchen Schnitten sind die Abnäher leicht geschwungen (einfach ein Lineal oder Handmaß anlegen, wenn man sich des Augenmaßes nicht sicher ist), aber in diesem nicht.

Und das bedeutet, ich kann die Lage des Abnähers alleine aus den vier Eckpunkten bestimmen. Denn die Linien dazwischen sind ja gerade und somit jederzeit mit Hilfe eines Lineals wieder herstellbar. (Ich zeige das hier am Beispiel der Längsabnäher, aber bei den Brustabnähern funktioniert das analog. Nur mit drei Ecken, statt vier.)

Also markiere ich mir nur diese vier Eckpunkte mit Fadenkreuzen. Die halten im Stoff und sind später leicht wieder zu entfernen.

Dann falte ich den Stoff so, daß der Stoffbruch eine gerade Linie zwischen der oberen und unteren Markierung bildet und die beiden seitlichen Fadenkreuze genau aufeinanderliegen. (Kann man mit einer senkrecht durchgestochenen Stecknadeln kontrollieren.)

Abnäherbruch steckenEntlang dieser Linie stecke ich die Stofflagen aufeinander. Damit der Stoff sich werder verzieht noch sonst Schaden nimmt, benutze ich die extrafeinen Stecknadeln von Prym. Leider gibt es die nur mit Stahlkopf. 🙁

Wichtig ist, den Stoff dabei auf der Unterlage liegen zu lassen und vorsichtig zu stecken.

Nimmt man ihn einfach in die Hand, ist das Risiko bereits recht hoch, daß er sich verzieht oder die Stofflagen sich gegeneinander verschieben.

(Diese Vorgehensweise empfiehlt sich eigentlich bei allen flutschigen Stoffen, auch bei solchen, die nicht transparent sind. 😉 )

Abnäher heftenUnd weil der Stoff flutschig ist, tue ich etwas, was ich ungern mache. Aber die Erfahrung lehrt, daß Heften dann doch schneller geht als auftrennen. gg

Ich hefte von Hand, mit feiner Nadel und feinem Nähfaden und zwar von der Mitte jeweils zu den Spitzen hin.

Stellt sich die Frage, woher ich weiß, wo ich entlang heften muß? Tja… ist der Stoff nur fludderig aber nicht durchsichtig, dann nehme ich Handmaß oder Lineal und Markierstift und ziehe die Linien.

Aber das will ich ja diesmal vermeiden. Viele Markierstifte lassen sich wieder entfernen, aber zum einen ist auch das lästig, zum anderen… man weiß ja nie….

Also, ich beginne an der mittleren Ecke mit einem relativ langen Faden. Ich lege den Faden als Gerade zur Spitze, das zeigt mir die Linie, entlang der ich den Abnäher später nähen will. An der Spitze hält die eine Hand ihn fest, die andere führt die Nadel entlang des gespannten Fadens einmal in den Stoff und wieder heraus.

Dann den Faden loslassen, durchziehen und wieder von vorne zum nächsten Stich.

Das klingt umständlicher als es ist, mit einiger Übung geht das recht zügig.

(Oder ich mache es gleich nach Augenmaß… auch das kann man üben.)

Abnäher steppenSind die Heftstiche jetzt nicht hundertprozentig auf einer Linie macht das nichts. Das gleich der Transport der Nähmaschine aus, der näht nämlich prima geradeaus.

Wie generell bei Abnäher nähe ich auf die Spitze zu.

Ich setze also wieder an der mittleren Ecke an und lege den Stoff dann so unter den Nähfuß, daß eine Gerade durch die Abnäherspitze verläuft. Peilung nach Augemaß, ist nicht schwer. (Die schmale Öffnung des Geradstichfußes erleichtert die Sache zugegebenermaßen.)

Damit ich das Ende des Abnähers besser erkenne, habe ich genau auf diesen Punkt eine Stecknadel quer gesteckt.

Und dann nur noch langsam bis zum Ende nähen und noch ein paar Stiche darüber hinaus. Den Stoff gut führen aber nicht zerren. Genügend lange Fäden hängen lassen und den Abnäher von der Mitte zur anderen Seite hin genauso nähen.

Fäden verknotenAnschließend müssen die Heftfäden wieder raus, was etwas fitzelig ist, weil die Steppnaht leider genau durch die Heftnaht verläuft. Aber was tut man nicht alles für ein ordentliches Ergebnis. (Nahttrenner und Pinzette sollen sich ja auch nicht langweilen.)

Auch die Markierkreuze werden jetzt entfernt.

Dafür bemerke ich, daß einer dieser Fäden rosa abgefärbt hat. grrr Man sollte billiges „Syngarn“ aus dem Fundus wirklich nicht mal zum Heften benutzen. Ich sollte es wirklich besser wissen… grummelgrummel aber es lag halt so praktisch da… IneigenenHinterntret

Jetzt nur noch die Enden der Abnäher sichern. Dazu gibt es verschiedene Methoden, von denen letztlich keine besser als die andere ist.

Knoten anschieben

Ich halte es mit der alten, von Oma gelernten Methode der feinen Knoten.

Ich schlinge in die Endfäden einen Knoten, den ich aber nicht gleich zuziehe.

Diese Schlinge kann ich dann mit Hilfe einer Stecknadel ganz nah ans Nahtende schieben. (Daß die Stecknadel im Stoff steckt liegt daran, daß ich beide Hände für das Photo brauchte… normalerweise tut sie das nicht.)

Und da ziehe ich sie zu.

Faden abschneidenMit der gleichen Technik mache ich zwei weitere Knoten im Abstand von wenigen Millimetern und schneide dann den Faden neben den Knoten ab. Sind die Konten schön eng gesetzt, ist der Faden nur gut einen Zentimeter lang.

(Das Bild zeigt keine Knoten? Tja… sie sind so fein, Mikroskop habe ich nicht. 😉 )

Revue de Presse: Burda Modemagazin Oktober 2006

Noch ein Teil meiner Kongressbeute… braun mit etwas rosa, aber auf dem Kongress selber hatte ich ja ohnehin keine Zeit, sie mir näher anzusehen.

Wie? Männer im Editorial? Und es soll gar noch um Männermode gehen? Na sowas aber auch… ein Mann, der sich festlegen kann? lachprust Und festlegen auf…? Mhm. Die Männermode ist kernig, sportlich-lässig und elegant zugleich. Sagt der Mann. Ja, so kenne ich Männer, von allem ein bißchen was und auf nichts festlegen. :o)

Aktuell ist braun und elegant… Raubtierdruck… oh, was ist das an Mantel 111? Henkel? Wozu?? Ah, Pattentaschen… nicht schlecht, eigentlich, wenn man sich dran gewöhnt hat. Der Titelmantel hat eine schöne Form, aber diese aufgesetzten Mülltütentaschen??? Nun ja… Das Kostüm hingegen wäre fast wieder Motivation, drei Kleidergrößen abzunehmen. 😉 Die Schnittführung der Jacke hatten wir aber schon mal, oder? Als Lieblingsmodell käme es jedenfalls spontan in Frage. Das Kleid mit dem Wickeloberteil auch. Aber das steht nicht zur Auswahl. Und wenn ich mir den Ausschnitt so ansehen… das wäre dann wohl eher das Lieblingsmodell aller Männer im Umkreis. Ich meine, das Modell sitzt schon mit sehr aufrechtem Oberkörper… was da wohl passiert, wenn sie sich bewegt? :o) Oh.. Jacke 103… was ist dann das für eine Schnittführung… murmelmurmelguck … ??

Freizeit mal wieder im Marinestil. Dunkelblau mit Naturweiß steht mir zwar, aber kommt das Thema nicht ein bißchen arg oft? Nein, keine Gummistiefel für mich. Auch keine Designer-Gummistiefel. gähn Ah, Parkaschnitt… ich bräuchte mal dringend wieder was für den Übergang… ich laufe immer noch in einer von Mami geerbten Aldi-Jacke rum, wenn es regnet. Jacke auf Prioritätenliste nach oben schieb. Leider wieder nur bis Gr.44. Und ohne Kaputze, oder? In Anleitungsteil blätter Schade. 🙁 Für unsicheres Wetter ist „mit“ einfach praktischer.

Hoppla, fast übersehen… es gibt eine Janome-Nähmaschine zu gewinnen… zum 85ten Firmenjubiläum. Da guck an, so lange gibt es die schon.

Rot, yeah! Noch mal der Blazer mit dem „Kreuzschnitt“. Paspeltaschen… hyperelegant, aber für Fleißige. Das Kleid noch mal in schwarz.. also der Ausschnitt… na ja… aber rotes Kostüm.. da kann ich ja wieder kaum widerstehen…

Ein Lieblingsmodell für Männer??? Das wäre ja vielleicht was für meinen Mann, aber ich fürchte, einen Tag in Offenburg wüßte er so gar nicht zu schätzen. Hose, Kurzmantel… hm… gefällt er mir oder finde ich ihn zum K… muß ich mal drüber schlafen. Einerseits hat er was… andererseits… irgendwas stört mich. Nur was? Und die Steppweste… na gut. Opas Westchen. Und das ist jetzt wieder modern? Ein Glück, daß meinem Herzblatt Mode herzlich egal ist. 😉 Immerhin, sie ist nicht tristgrau und -schwarz, wie der Rest.

Dafür geht der Retro-Trend um so bunter weiter. Aber muß es Petrol mit grün und senfgelb sein? bäh Ne, Petrol mit Orange macht es auch nicht besser. blätter Ne, die Bluse wird nicht mein Lieblingsstück. Aber Hose 121 hat schöne Teilungsnähte. Bis Gr. 42 versteht sich… frustriert guck

Ins Styling darf der butne Retro-Rock. Der ist allerdings so dominant, daß irgendwie alle Stylings.. ähnlich wirken. Und die Absätze des „Büro-Schuhs“ sind mal wieder nur für rein sitzende Tätigkeit gedacht. Aber nur bei Leuten mit starker Blase, denn da überlegt man sich schon den Weg in die Fliesenabteiung zwei Mal. 😀

Kurzgröße diesmal nett, aber langweilig blätter Anleitungsteil… keine Überraschung bei den Schemazeichnungen… blätter

Workshop Hornknöpfe. Interessant, daß die besten aus der Hornspitze kommen wußte ich noch nicht. Was daran „Workshop“ sein soll entzieht sich allerdings meinen Verständnis. Selber machen kann man sie ja nicht und sie werden nicht anders angenäht als andere Knöpfe. gg

Leserforum… was tun, gegen rutschende BH-Träger? Na, die Antwort ist schwach. Ich wäre für „passende BHs nähen“. 😀 blätter MakeUp… sieht appetitlich aus. Ach so, schoko- und beerentöne…. g Wellness blätter blablabla blätter Top Label… nun gut, im Oktoberfestmonat muß wohl alles irgendwie „trachtig“ sein. Bißchen „gewollt“ das ganze… Auch in der Form hier nur zu Karneval tragbar. Aber auch dann gibt es schöneres. Ein Clownskostüm, zum Beispiel. :o)

Der Burda-Nachwuchs-Design-Preis hingegen… erste Sahne, der Mantel von Svea Röder! Uniformstil mal originell umgesetzt und trotzdem tragbar. Zumindest, wenn man Größe 38 oder 40 hat, mehr oder weniger darf man wohl nicht. 🙁

Bei den Kids gibts diesmal auch was für Jungs… netter Schnitt. Alles nicht zu ausgeflippt, dafür uneingeschränkt tragbare Alltagskleidung von Pampolina. (Meine Patin hat ihrer Tochter immer Pampolina angezogen… heute trägt die „Kleine“ nur noch Häschen und Mäuschen. gg)

blätter Maßschnitt… nix aufregendes… blätter Ah ja, jetzt kommen wir endlich zu den Größen für richtige Frauen. 😀 Knöchelkurze Hosen zu hohen Hacken?… Sieht immer noch dämlich aus. Blazer 136.. ja, nette paspelierung und Steppungen. Die Ärmel sehen sogar so aus, als ob Platz für Arme drin wäre… wäre ja mal was neues bei Burda. genauguck Die Knopflöcher… bißchen bügeln, oder ist das nur das Licht? Der Rest… uninspiriert, Versandhauskatalog… Gähnen unterdrück

So, die erste Ideen für nutzlose Weihnachtsgeschenke… Perlchen ans Handy… an meinem Schrotteil echt Verschwendung…. dekorative Häkelschals.. habe ich noch irgendwo Muster für Häkeldeckchen? Bei der Windradbörse war es mir ja schon immer ein Rätsel, ob das Geld da drin hält? Aber ich könnte bestimmt prima Reste dafür verwerten… Das Perlencollier wird wie umgebunden? Kropfbandmäßig eng oder hängend? Schade, daß kein Bild mit Trägerin drin ist…. oh, Einband für Post-it Blöckchen… das wäre was für mich… gg Vielleicht bräuchte ich dann auch ein paar weniger davon, wenn ich sie ab und an wiederfände…

Und was bringt das nächste Heft? Cocktail-Mode in Plus Größe von Irma Mahnel und Nicki Homewear… das lässt hoffen…

Verstrickt & Zugenäht – Die Frage der Woche 39/2006

Nähfreundin will wissen:

Ab welcher Größe fangen für dich Reste an; besser gefragt: Welche Stoffmenge hebst Du auf, um sie evtl. anderweitig verarbeiten zu können?

Tja…. kommt drauf an.

Ich habe große Reste, die kommen in die Stofftruhe zurück. Das sind in erster Linie Sachen, die noch die volle Breite haben und so.. hm… je nach Stoffart 40 oder 50cm lang sind.

Dann habe ich kleiner Reste, die kommen in eine andere Truhe. Zum Flicken, aber auch für Applikationen und so. Sagen wir… Handgroß sollten sie sein, also mindestens handbreit und lang wie meine Hand. Aber auch das kommt drauf an. Bei Motivstoffen reicht auch mal ein Motiv. Auch bei Wäschestoffen und Wäschespitze kann das ein kleines Stück sein.

Ganz schmale Reste, etwa abgeschnittene Webekanten, das ist Müll, das werfe ich weg.

Kongress(aus)beute

Gestern bin ich vom Kongress nach Hause gekommen. (In Aachen noch mal ausschlafen bevor ich mich ans Steuer setze ist mir immer lieber. Wobei das mit dem Ausschlafen… ) Und hatte heute endlich mal die Muße, meine „Beute“ zu sortieren.

Mitbringsel vom KongressEine Plastikkiste hatte ich mitgenommen, zum großen Teil für den Tauschtisch, die Unterlagen und Materialien für meinen eigenen Kurs hatte ich dabei (soweit sie nicht von ULME, Prym, Organ und ich glaube das Stickgarn hatte peterle mal eben schnell aus seinem eigenen Laden beigesteuert, kamen) und die eine oder andere Kleinigkeit, die aus anderen Gründen bei einer anderen Hobbyschneiderin landen sollte.

Als ich zurückfuhr, hatte die Kiste an Volumen abgenommen, der Schlafsack ging noch hinein, der vorher einzeln im Auto herumgeflogen war.

Trotzdem habe ich wieder viel mehr bekommen als ich gegeben habe.

Und beim Sortieren und Befingern meiner „Schätze“ bemerkte ich, daß meine „Ausbeute“ letztlich das reflektiert, was das Hobbyschneiderin-Forum für mich bedeutet.

Der rosa Nicki und die Ottobres kommen von kitoma. Ich möchte für eine Freundin, die ein Baby erwartet, einen Strampler nähen und dazu einen Rest verwenden. Dummerweise brauche ich aber zu dem Rest genug anderen Stoff und zwar in Rosa. Und genau dieses Rosa… habe ich dieses Jahr in den Läden nicht gefunden. Da Kitoma eine Tochter hat und auch schon mal rosa näht, habe ich sie nach einem Rest gefragt. Den brachte sie mir mit und gleich zwei Ottobres mit Schnitten dazu. Die Ottobres bekommt sie natürlich wieder, keine Frage. 😉

Eine meiner ersten Anlaufstellen auf dem Kongress (oder schon am Freitag beim Aufbau) war natürlich mal wieder Herr Ruppel von Organ-Nadeln. Ich jammerte, daß die Titansticknadeln nur einer größengemischten Box zu haben sind. Und siehe da… er zog ein Briefchen mit zehn feinen Titansticknadeln aus den unergründlichen Tiefen seines Koffers. Daß es auch Jerseysticknadeln mit Titanspitze gibt wußte ich vorher nicht. Nun gut, Kollateralschaden im Geldbeutel. :o) Das dürfte allerdings auf Jahre hinaus reichen, so viel verbrauche ich beim freien Sticken ja nicht. Zur 6mm breiten Zwillingsnadel konnte er mich dann doch nicht überreden, mir fiel gerade noch ein, daß die Stichplatte meiner Maschine keine so breite Öffnung hat.

Dank des Kurses, den ich selber gegeben habe, konnte ich mir die neuen BerninaMaschinen wenigstens mal angucken. Glücklicherweise konnte ich schon am Aufbautag der netten Dame (deren Namen ich leider nicht weiß) über die Schulter gucken und sie hat mir die für mich wichtigen Funktionen kurz erklärt. Also ob ich nicht geahnt hätte, daß ich zur Einweisungszeit am Samstag morgen noch beim großen Scherzkeks mit Transportaufgaben für den Stand betraut sein würde. Auch wenn ich selber nicht drauf nähen durfte, habe ich doch genug gesehen um meine bislang negative Meinung gegenüber Nähmaschinen mit Touch-screen zu relativieren. Man kann das doch auch relativ intelligent machen. Außerdem habe ich gelernt, daß ich bereits eine Fußverlägerung für meine Maschine besitze… gut zu wissen.

Neben dem positiven Feedback meiner Kursteilnehmerinnen (was mich immer am meisten freut) habe ich hoppla noch eine Sticknadel behalten. Die hatte ich in der Tasche, damit sie nicht verloren geht und deswegen bei der Rückgabe übersehen.

Den Tauschtisch habe ich selber eifrig mitbestückt. Schon beim Zusammenpacken habe ich mir bei jedem Stück oder jeder Packung überlegt, wie viel Freude wohl der Empfänger haben wird. (Die meisten Sachen waren auch schnell weg, da lag ich wohl nicht so falsch. Ob ich irgendwann mal etwas in der Galerie wieder sehe?) Und kaum hatte ich die Burdas abgelegt, kam Bärbel vom Nachbarblog herbei und sackte sie wieder ein. Da sie die Aktion vor lauter Stemplerei in den letzten Wochen nicht mitbekommen hatte, gab ich ihr gleich von meinen Wertmarken ab, so daß sie die Hefte wieder eintauschen und spenden konnte. 😀 Für mich selber habe ich den Cutter mitgenommen, so was wollte ich schon lange. Ein bunter Stoffrest mit Tieren sowie eine Tüte mit Fisch- und Clownknöpfen hatte hingegen „großer Scherzkeks“ drauftätowiert. (In den unsichtbaren Buchstaben, die nur Freunde lesen können… gg) Deswegen habe ich sie für Silvia ertauscht. Und dann hatte ich auf einmal keine Zeit mehr, noch mal nachzugucken… was mache ich jetzt mit den restlichen Marken? :o)

Blauweiß“chens Webseite hatte ich über das Forum ja schon länger kennengelernt. Und diverse Prägeideen schwirren schon seit drei Jahren in meinem Kopf herum. Doch bei Experimenten muß ich das Material einfach erst mal sehen, bevor ich mir was kaufen kann. Deswegen habe ich meinen „Kursleiterverdienst“ (das Material hatte ich ja schon letzten Monat gekauft und bezahlt… wie… Milchmädchenrechnung…? unschuldig guck) da angelegt. Zu den Modeln und der farblosen Farbe gab es gemeinerweise auch noch Kataloge mit anderen Modeln… und daß ich auf Rechnung überweisen darf hat die Kaufdisziplin nicht gerade befördert… 😀

Bei Burda kam mir die aktuelle Ausgabe gerade recht. (Wie gut, daß ich kein Abo habe, dann wäre das Heft bei mir daheim im Briefkasten versauert. Na gut, vor Sonntag Nacht kam ich auch nicht zum reingucken… ) Gratis obendrein gab es von Frau Tengler einen Tip, wie ich meinen Querfalten- Problem- Shirt- Schnitt ändern kann, um das Problem wegzubekommen. Ich hab“s notiert und beim nächsten Versuch an diesem Schnitt werde ich das ausprobieren. Außerdem löste sie mit wenigen Worten, das Rätsel, warum mir viele Sachen über der Brust zu eng sind, obwohl ich nur ein „B und ein bißchen was“ Körbchen trage. Hohl drüber, aha… Hör auf, so dreckig zu lachen, Ma-san mit dem flachen Hintern. 😛

Die Anleitungen von Junghans-Wolle war eine „Auftragsarbeit“ für meine liebe Mami. Die hat früher gerne dort Strickgarne bestellt, aber seit die Kataloge keine eingeklebten Wollfransen mehr haben, wurde das uninteressant. Denn sie ist bei Wolle in bezug auf die Farbe ähnlich pingelig wie ich bei Stoff. Und überhaupt ist Anfassen wichtig. Und nur wegen der Anleitung rentieren sich die Versandkosten nicht recht. Leider gab es nur noch Anleitungen von diesem Jahr, ein paar alte hätte sie auch gerne gehabt. Aber jetzt bekommt sie wieder einen Katalog. Die nette Dame von Junghans sagte mir nämlich, es gebe wieder Griff- und Fummelproben…

Bei der Firma Cremer KG brauchte ich ein wenig, aber dann fiel es mir ein: die schicken mir ja immer die Vogue und Butterickschnitte, die ich in Köln über die Läden bestelle. Denn in meiner Größe sind die ja nie vorrätig. Im Gegensatz zu Bärbel schaffte ich es ja, bei den Schnittmustern „eisern“ zu bleiben, aber den bedruckbaren Stoff mußte ich mir zulegen… Ich fürchte… das wird auch noch eine längere Beziehung. 😀 Euskirchen ist ja nicht so weit und man könnte auch vor Ort, sagte er…

Eigentlich wollte ich doch nur einen kurzen Kongressrückblick schreiben. Irgendwas ist mir wieder mal fürchterlich aus dem Ruder gelaufen 😛

Ganz überraschend und unerwartet war die Begegnung mit Herrn Seitz von Alterfil. Da Nähgarn kannte ich ja schon länger, weil peterle und der große Scherzkeks es führen und benutze es auch gerne. Aber was noch alles dahinter steckt und was der unauffällige, freundliche Franke (Gelobte Heimatklänge in der Fremde!) noch alles zu sagen wußte… von Elastizität, einem endlos gesponnenen Polyesterkern, dem Produktionsstandort in Deutschland… uff Bärbel, du hattest versprochen, das alles zu erklären. 😉 Jedenfalls nehme ich von ihm nicht nur Bleistift und Linieal sowie die Fadenschere mit (letztere gab er am Sonntag Bärbel extra für mich mit) sondern auch eine weitere gute Erinnerung. (Und Bärbel gab mir in hobbyschneiderlicher Großzügigkeit noch eine Rolle Nähgarn ab, die sie kurz vor Kongressende noch bekommen hatte.)

Mein Kopf ist noch immer so voll. Voll von Erlebnissen… die ich jetzt nicht mehr erzähle, weil sie keiner mehr liest. Erinnerungen an die Abendessen (das Gespräch über Schutzbriefe und Pannendienste am Sonntag, als plötzlich peterles Telephon ging und Sabine ihre Autopanne meldete), kurze Nächte, mit Unterhaltungen in kleiner Runde bis morgens um drei zwischen den Stoffballen im Scherzkeks-Laden (der Fluch der zentralen Lage und der Kaffeemaschine :o)), der Austausch, das aneinander denken und miteinander nähen, die kreativen Ideen, sich helfen…. und… und… und…

Ich glaube an Wunder.

Und an Aachen 2007!

Kongress der Hobbyschneiderin: The Day Before

StandaufbauFür die meisten ist es ja erst morgen (heute?) ab 10.00 Uhr so weit.

Doch für die Aussteller war es heute schon so weit.

Kisten mit NähmaschinenUnd man fragt sich, ob aus all diesen Kisten und Karton an nur einem Tag wirklich ein Kongress werden kann…

StoffkistenDamit ihr seht, wie fleißig alle waren, habe ich hier ein paar Bilder. Vom Chaos…

Wollchaos
Standaufbau Babylock… von vollem Körpereinsatz…

Standaufbau Scherzkeks-Stoffe… von ganzen Familienverbänden…

Maschinenaufbau… Profis, unterstützt von fleißigen Hobbyschneiderinnen und Ehemännern.

Stand von BurdaDie einen legen letzte Hand an…

Kursvorbereitung… andere bereiten ihren Workshop vor. (Und ich dachte schon, ich wäre spät dran gewesen, heute morgen… 😀 ) Wunderweicher Walk, für Kissen doch eigentlich viel zu schade, wenn ihr mich fragt… 😉

Patchworkstricken im StrickcaféUnd tolle Sachen im Strickcafe…

Dabei ist das noch lange nicht alles… In wenigen Stunden geht es los. Also: auf nach Aachen, wenn ihr da noch nicht seid!