Meine Nähmode, 3/2018, Modell 38 (Bluse) (= Simplicity 8296)

Schulterfreie Tunika in hellblau

Das Modell hatte mir ja im Heft sofort gut gefallen und vor meinem geistigen Auge sah ich auch einen weißen Baumwollbatsit mit Lochstickereibordüre, der seit Jahren in meiner Kiste lagert. Weiß ist ja auch wieder Sommertrend. Zum Glück habe ich mir erst mal im Urlaub eine weiße Tunika gekauft, denn bis ich zu diesem Schnitt kam, war es schon eher Frühherbst.

Außerdem stellte ich dann fest, daß ich den weißen Stoff wohl doch mal verschenkt hatte… fand aber einen anderen Lieblingsstoff mit Lochstickerei und weiß… hatte ich ja schon gekauft. Der war aber wieder so Lieblingsstoff, daß erst mal ein Probeteil her mußte. Ein eisblauer Ausbrenner Voile, den ich auch vor mehr als zehn Jahren mal bei einer Tauschaktion bekommen hatte. Also konnte ich dann doch loslegen.

Nach Vergleich meiner Körpermaße mit der Maßtabelle und den fertigmaßen habe ich mich für die Größe 44/46 entschieden. Eigentlich hätte mein Hüftmaß 48 gebraucht, aber zum einen ist das Modell weit, zum anderen kommt durch die FBA ja auch noch mal Weite rein, die ohne Abnäher auch nicht rausgenommen werden kann.

Das Kopieren des Schnittmusters war in bewährter Weise eine Freude… die Linien auf dem Schnittmusterbogen laufen ineinander, auch solche, die identisch in Farbe und Form sind, aber zu völlig unterschiedlichen Teilen gehören, rot wurde offensichtlich über schwarz gedruckt… oft muß man den Linien in beiden Richtungen folgen (wenn man mal einen Ausgangspunkt gefunden hat), um die passende Kontur zu finden.

An Fehlern mangelt es ebenfalls nicht. Saumlinie für Modell 39&39, alles klar. Beim Kopieren des Ärmels bemerkte ich dann, das es offensichtlich auch für das Vorderteil ein Passzeichen gibt, das ich aber nicht mit kopiert hatte. Eine genauere Inspektion verriet auch schnell warum… in den beiden größeren Größen ist es vorhanden, in meiner nicht. Ärmel gibt es der Beschriftung nach auch nur für zwei der vier Modelle (36-39), die anderen beiden muß man aus der Zeichnung erraten. Das geht, aber „nähleicht“, wie der Hefttitel verspricht ist das sicher nicht. Wobei sich die Markierungen an der Kante des Ärmelsschnitteils dann wohl tatsächlich nur auf eine Version beziehen… Das ist alles eher für ausgefuchste Näherinnen.

Kurzum… das Heft liefert viel Schnitt für wenig Geld, aber es ist auch unübersehbar, dass es ein Billigprodukt ist.

An Schnittveränderungen gab es zunächst mal meine üblichen figurbedingten. Am Voderteil im ganzen 6 cm per FBA eingefügt (der Abnäher liegt ja nicht ganz klassisch, daher habe ich die FBA nicht durch erweiterung des vorhanden Abnähers gemacht, sondern bin klassisch in den Armausschnitt rein. Das erweiterte dann aber den vorhandenen Abnäher einfach nach oben, so daß ich den nicht mehr verlegen mußte, sondern ihm nur eine neue Mittellinie verpassen. Rundum habe ich oberhalb der Taille noch 2cm Länge rausgenommen und am Rückenteil noch mal keilförmig, knapp 2cm an der hinteren Mitte verlaufen zu den Seitenlinie. (Die hintere Mitte bekommt dadurch einen Knick den ich aber ignoriere, sondern das Teil dann wieder ganz normal im Bruch anliege. Bei mir ist das Problem ja nicht Hohlkreuz, sondern nur kurzer Rücken mit auslandendem Po. Das ist ähnlich, aber eben nicht ganz das Gleiche.)

Die Ärmel habe ich weit zugeschnitten, also fast gerade nach unten und um die Länge der Rüsche direkt verlängert. Da soll dann ja ein Gummi rein, statt eines angesetzten Teils.

Der Zuschnitt war dann die nächste Herausforderung. Mein Stoff ist ein leichter Ausbrenner, der in sich sehr schön stabil und fadengerade war, nur leider war er extrem schief zugeschnitten, so etwa 30 cm Versatz über die Breite. Und von der Menge her knapp. Ich konnte aber tatsächlich Vorder- und Rückenteil untereinander im Bruch zuschneiden und die beiden Ärmel einlagig zugeschnitten daneben. Sogar für die Träger und die vordere obere Kante hat es noch gereicht. (Dann war aber wirklich Ende des Stoffes, der Rest gibt nicht mal mehr ein Barbiekleid.)

Ähnlich „erfreulich“ geht es mit der Anleitung weiter. Die Zeichnung zeigt, daß die Abnäher ganz offensichtlich genäht werden (was jeder erfahrenen Näherin klar ist), die Anleitung übergeht diesen Schritt ganz generös. Die obere Kante des Vorderteils wird mit Vlieseline bebügeln, was sinnvoll ist, die Träger aber nicht. Da ich die Träger aber deswegen will, damit ich nicht versehentlich im Freien stehe, fand ich es sinnvoller, sie auch zu bebügeln, damit sie nicht ausleiern. Ich habe mich angesichts des dünnen und transparenten Stoffs in beiden Fällen für hautfarbene G785 entschieden.

Zum Glück ist das Modell im Ganzen nicht schwierig zu nähen und war letztlich auch eine relativ einfach Nähaufgabe. Bei der Verarbeitung im Detail habe ich mich eh nicht an die Anleitung gehalten, denn ich wollte mal ausprobieren, ob man so ein Teil nur mit geradem Steppstich nähen kann. Quasi wie auf einer alten Gradstichmaschine. Die Antwort ist: Man kann. Ich habe einfach überall rechts-links-Nähte (aka Französische Nähte) gemacht, nur etwas breiter, als man das typischerweise machen würde. Das sieht dann von innen und außen gut aus, denn mein Stoff ist ja semi-transparent, da scheint das etwas durch.

Für die Ärmel habe ich leichten Gummi in der Länge zugeschnitte, wie der ungekräuselte Ärmel an der Stelle hätte haben sollen und habe das überlappend zum Ring geschlossen. (An der Stelle habe ich ein bisschen gemogelt und den Gradstichfuß kurz abgenommen… es wäre vermutlich auch mit Gradstich gegangen, aber die Schnittkanten mit umschließen fand ich jetzt auch nicht falsch.) Das ergab bei meinem leichten Gummi (der durch seine zartgrüne Farbe aber von rechts ziemlich unsichtbar war) zu wenig Kräuselung, also abtrennen, fünf Zentimeter rausschneiden, noch mal aufnähen… passt. 🙂 Und ja, auch den Gummi habe ich mit Steppstich aufgenäht. Der Gummi wird auf die Weite des Oberstoffes gedehnt, der Oberstoff ist nicht dehnbar, also kann der Gummi auch später nicht weiter dehnen als das und ich habe entlang jeder Gumminkante einfach gesteppt. Mit eher langer Stichlänge, damit der Fadeneintrag den Gummi nicht ausdehnt. (Hier hatte ich vorher allerdings in der Mitte des Gummis von Hand geheftet, um die Mehrweite am bereits rund genähten Ärmel gleichmäßig zu verteilen.)

Die Länge des Schultergummis habe ich auch durch einziehen, feststecken und dann anziehen bestimmt. Meiner mußte deutlich kürzer werden, als die Anleitung vorgesehen hatte. (Abgeschnitten wird der Gummi dann immer erst zum Schluß. Ich kaufe meist so 5m und wenn die aufgebraucht sind wieder 5m. Dann habe ich weniger Verschnitt.)

hellblaue Tunika, schulterfrei, vorder- und RückansichtAn den Säumen gab es dann einen feinen Saum genäht, wie man das ohne den Säumerfuß macht, habe ich hier schon mal beschrieben.

Trotz des Winters hat das Werk den Tragetest an Sylvester auch schon bestanden. In zwischen habe ich die Träger vorne noch von Hand oben an der Ausschnittkante angenäht. Das gefiel mir so noch nicht ganz so gut.

Im Ganzen hat der Schnitt aber die Probe bestanden und wie ihr ja schon im aktuellen Nadelblick gesehen habt… auch die zweite Version ist schon fast fertig. Den enormen Abnäher durch die FBA könnte man auch aufschneiden, aber bei dem dünnen Stoff geht es auch so.

Bei leichtem Stoff würde er wohl auch problemlos ohne die Träger halten, aber da mein Körper ohne BH-Träger nicht hält… sind die Träger gut, um andere Träger zu verdecken. Im Winter sogar die eines Unterhemds mit Spaghettiträgern.

Butterick B5328, Modell B (Wickelbluse)

The English version is on Pattern Review.

Schnitt ButterickIch liebe ja an sich Wickelblusen und Tops. (Sie passen dann nur nie…) An diesem Schnitt waren es der Kragen, die Form der Schulterpasse und die Raffungen, die mich angezogen hatten.

Ich habe den Schnitt in Größe 20 genommen und unterhalb der Taille auf Größe 22 erweitert. Da ich wegen der Raffungen im Vorderteil nicht recht wußte, wohin ich die vor einer FBA verlegen sollte (auf die Idee, mich um die vorhandene Mehrweite einfach gar nicht zu kümmern, und die FBA mit der gleichen Technik zu machen, wie bei einem Oberteil ganz ohne Abnäher kam ich irgendwie nicht…), bin ich an der vorderen Kante auf Größe 22 ausgeschwenkt, habe das dann aber wieder auf die Blende in Größe 20 eingereiht. Wobei ich die Länge der Blende zur seitlichen Kante dann wieder auf Größe 22 habe auslaufen lassen.

SchnittteileDa mir solche Ausschnitte dann typischerweise über der Brust zu weit sind, habe ich an der oberen Kante der Ausschnittblende dann vier mal 0,5 cm keilförmig weggenommen. Dadurch wird die Blende stärker gerundet. Oberhalb der Taille habe ich wie üblich 1,6cm Länge rausgenommen. Die Schulterpasse wurde auf der Schulterlinie um 0,5cm schmaler gemacht. (Da mußte ich ein wenig rumfuddeln…)

Mein Stoff ist ein gestreifter Baumwoll-Hemdenstoff von Hüco Stoffe in Berlin. Mein kürzlich gelesenes Buch über Stoffe hat mir beigebracht, daß man den Typ „Schaftgewebe“ nennt. Denke ich. Nähfaden mein bewährter Alterfil S120, Nadel eine 70er Maschinennadel von Organ. Die Einlage im Kragen und am Auschnittband ist Vliseline G785 in haut. Aufgebügelt auf die äußere Stofflage wird der Farbeindruck weißgrundiger Stoffe nicht verändert, die Nahtzugaben scheinen aber nicht durch. (Interessieren die genauen Materialangaben irgendwen?)

Beim Zuschneiden mußte ich natürlich das Streifenmuster berücksichtigen, aber das Nähen war nicht weiter kompliziert. Die Mehrweite des Ärmels ließ sich gut ohne Falten einhalten, Den Kragenbeleg habe ich innen von Hand festgenäht. Die Nähte sind Kappnähte, weil ich das wesentlich sauberer finde, nur bei der Ärmeleinsatznaht habe ich die zurückgeschnittene Nahtzugabe mit Schrägband eingefasst.

Innenverarbeitung BluseWas mich etwas… nun, ich will nicht sagen entsetzt, aber doch erstaunt hat war, daß die Anleitung die Schulterpasse nicht doppelt. Schließlich ist der Hauptgrund für eine Schulterpasse, daß man hier mehr Stabilität bekommt und gleichzeitig alle Nähte gut verpackt sind. Dem habe ich abgeholfen und einen Rest naturfarbenem Seidenpongé (dünne Qualität, von der Seidenmalerei) verwendet und auch die typische „Herrenhemdverarbeitung“ durchgeführt.

Soweit so gut, bis ich die Bluse anzog. Der Oberarm war unerwartet eng, das war ich von Butterick-Schnitten bislang nicht so gewohnt. Schlimmer aber war der Ausschnitt, der den Blick bis unterhalb des BHs frei gab. Meine „gemogelte“ FBA hatte einfach nicht gereicht. Ein paar Versuche mit Plastikdrückern halfen auch nicht, die wurden einfach wieder aufgesprengt.

Danach (regelmäßige Leser erinnern sich…) hing die Bluse lange über der Puppe, bis ich sie an den Seiten um 2,5cm erweitert habe. Das war schon besser, die Ärmel sind jetzt auch bequem, aber der Ausschnitt immer noch… immerhin klappte er nicht mehr bis unter den BH auf.

Haken und FadenöseNach einigen weiteren Experimenten mit Nadeln, Druckknöpfen und was weiß ich, habe ich jetzt einfach Haken und Fadenöse auf das Ausschnittband genäht. Da ich kleine Haken nur in schwarz hatte, habe ich einen BH-Verschluss „massakriert“ um an einen weißen Haken zu kommen. Jetzt ist der Ausschnitt immer noch tief, aber oberhalb des BH. Ich habe darauf geachtet, genau in der Verlängerung der vorderen Mitte einzuhaken. Die Bluse einfach mit Gewalt weiter oben zu schließen (was man natürlich kann) führt sonst dazu, daß das alles schief sitzt.

grsp15006In dem Punkt zeigt sich mal wieder der Nachteil, wenn der Schnitt nur eine Zeichnung, aber kein Photo des getragenen Teils zeigt. Daß der Ausschnitt nicht gerade züchtig hoch sein würde, war klar. Aber so tief… daß die Zeichnung (vermutlich um die Schnitttüte auch für amerikanische Verhältnisse „jugendfrei“ zu gestalten) einen Brustansatz bestenfalls extrem dezent andeutet hilft da auch nicht weiter.

Möglicherweise ist bei den Stoffempfehlungen auch was schief gelaufen, denn empfohlen werden wahlweise „Stretchpopeline“ und „Leinen oder Broadcloth“, die letzten beiden sind jedoch nicht elastisch. Und dann (das fiel mir aber erst hinterher auf) gibt es auf dem Schnittumschlag auch eine „Dehnlehre“ bei der angegeben wird, man solle den Strickstoff dort anlegen und dehnen. 30 Prozent Dehnung wären demnach nötig. Kein Wunder, wenn das aus normalem, festen Webstoff nicht funktioniert.

Ich bin mir im Moment nicht sicher, ob ich den Schnitt irgendwann noch mal versuche. Dann aber sicher mit einer richtigen FBA und mit weiteren Ärmeln. Oder gleich aus einem Interlock oder Jersey? Der Kragen und die Fältchen gefallen mir nämlich immer noch…
grsp15007
grsp15008

Bluse erweitern bei Kappnähten. (*örks*)

Enlarging a top with flat felled seams (*bah*)

Meine endlose Wickelbluse habe ich ja im August das letzte Mal gezeigt. Inzwischen bin ich endlich weiter. Ich habe die Seitennähte aufgetrennt und Spitze aufgenäht. Allerdings hat die Spitze Löcher. Ein Transparenteffekt ist ja schön, aber wenn dann der Wind reinpfeift und der BH sichtbar ist, dann ist das weniger erfreulich. Also mußte vor dem Aufnähen der Spitze die Bluse erst mal mit einem Einsatz erweitert werden.

My endless wrap top was shown in august for the last time. Now finally there is some progress. I’ve ripped the side seams and added lace. But lace has holes. And a transparency effect is nice, but having the wind blowing and and showing my bra less. So before I could sew on the lace, I needed to make inserts to cover the gap.

Seitennähte aufgetrennt Der Haken bei der Sache ist, daß ich schöne Kappnähte gemacht hatte. Wenn man die auftrennt, hat eine Seite kaum mehr Nahtzugabe. Außerdem soll es hinterher ja auch wieder von beiden Seiten halbwegs „nett“ aussehen, einfach nur die Nahtzugaben versäubern war nicht der Plan.

Problem is the top was mostly sewn with flat felled seams. So when you rip whose one side has hardly any seam allowance left. And since the rest of the top is inside (nearly) as nice as outside just sewing and overcasting the edges would not do.

Nach dem Auftrennen hatte ich dann eine Nahtzugabe auf die linke und eine auf die rechts Stoffseite gebügelt und eigentlich sehr schöne, saubere Kanten. Die wollte ich so auch behalten.

After ripping the seam I had one seam allowance turned to the right side of fabric and one to the left side of fabric. And already very nice and clean fabric edges. Which I intended to keep.

ekapp1501Also habe ich Streifen aus einem hautfarbenen Dessousstoff geschnitten. Auf jeder Seite die doppelte Nahtbreite der Kappnaht zugegeben und dann die halbe Breite der Kappnaht umgebügelt.

So I cut stripes of a tan colored underwear fabric. I added twice the width of my flat felled seam to both sides and then turned under half the width of the flat felled seam on each side.

Und zwar auf einer Seite nach oben, auf der anderen nach unten. (Da bügeln auf dem Dessoustoff nicht lange hält, mußte ich heften.)

On one side I turned the seam up, on the other side down. (Ironing does not create a lasting crease on that kind of fabric, so I had to handbaste it.)

ekapp1503 Dann wird diese Streifen auf der einen Seite auf den Stoff gelegt, auf der anderen unter den Stoff. So daß jeweils die umgebügelten und unversäuberten Nahtzugaben aufeinander liegen und zwischen den Bügelkanten sauber eingeschlossen sind.

Now I’ve positionned the fabric stripe so, that one side is on the fabric of the top and the other one is under the fabric of the top. The raw fabric edges meet and are enclosed nicely between the ironed/ folded edges of the fabric.

Einsatz festgenäht Dann habe ich das festgenäht. wieder mit zwei Nähten, eine an der Stoffkante meines Einsatzstreifens und für die zweite habe ich mich an den Stichen der ursprünglichen Kappnaht orientiert.

Then I’ve sewn the insert to the to. Each side with two rows of stitching, one close to the turned under fabric edge, for the other one I’ve used the still visible original stitiching as a guide.

Da der Dessoustoff dicker ist als die Popeline und auch sehr dehnbar, sind die Nähte nicht ganz so ordentlich wie die ursprünglichen Kappnähte geworden, aber es sieht von beiden Seiten halbwegs nett aus und auf der rechten Seiten wird ja noch die Spitze drüber genäht. Da sieht man das eh nicht.

The insert fabric is thicker than the popelin fabric and also quite stretchy, so I did not manage to get as even seams as they originally were, but it looks sufficiently nice and clean from both sides and on the right side I’ll applique the lace on top, so it won’t be visible.

Ärmelnaht eingefasstDie anderen Herausforderung war dann, denn Ärmel wieder einzusetzen. Unter dem Arm ist die Nahtzugabe auch auf etwa 5mm zurückgeschnitten und meine Einfassung war natürlich nicht lang genug. Da ich keine Lust hatte, das alles aufzutrennen, abe ich einfach ein Stück Schrägband zwischengeflickt… Nicht mehr ganz so schön, aber hält.

The next challenge was to reinsert the lower part of the sleeve. The seam allowance there was cut back to around 5mm and the origninal binding there had some overlap, but not enough to cover the gap. I was not motivated to remove all of the binding, so I just inserted a bit of bias there, too. Not as nice as it used to be, but it will do the job.

Die nächste spannende Frage ist dann…. wird die Bluse jetzt passen?

Next question…. will the top fit now?

Frischer Nadelblick: August 2014

Fresh look on needles: August 2014

WickelbluseAuch diesen Monat ungelöst: Das Paßformproblem der Wickelbluse. Allerdings habe ich jetzt einen Lösungsansatz…. ich habe nämlich eine blau gefärbte Baumwollspitze gefunden, die farblich genau passt. Ich werde die Spitze einfach in die Seitennähte einsetzen. Dann wird die Bluse etwas weiter und das sollte den Zug vorne weg nehmen…

Still unsolved: The blouse still does not keep closed. But I have a new idea for a solution… I found a piece of lace, dyed in a matching blue, in my stash. I think I will open the side seams and insert the lace. So the top becomes a bit wider and should pull less at the front. 

BH BügelAuch mein BH ist noch nicht fertig. Die Bügelspitzen haben jetzt aber die ersten zwei Schichten Lack…

My bra isn’t finished either. But the cut wires have the first two layers of varnish…

RockWie zu erwarten hat sich auch an meinem Sweat-Rock nicht viel getan. Es gibt eine rückwärtige Mittelnaht und viele Knitter, weil er jetzt zwei Monate gefaltet in der Schublade lag.

As expected no real progress on my skirt. The back middle seam is closed also and it has a lot of creases from laying folded in a drawer for two months.

SeidenkleidDafür hat sich der Haufen Folienschnitteile nicht nur in ein Testkleid verwandelt, sondern das endgültige Kleid ist auch fertig. Es fehlt nur noch der Saum. (Was allerdings auch nötig ist, denn ich habe auch nur noch einen Nähtag….) Die Versäuberung mit Schrägband mache ich mit der Maschine, der Rest ist Handarbeit. Das heißt, notfalls kann ich es auch noch vor Ort machen, kurz vor der Feier…

But all those pattern pieces on plastic sheet did not only turn into a test dress but the „real“ dress is nearly finished also. Only the hem is missing. (Which is very necessary, because I have only one sewing day left….) The binding for the hem allowance I will sew with the machine, but the rest will be hand stitches. Means in the worst case I can do it last minute before the party…

MützeAuch die Mütze sieht unverändert aus. Das täuscht allerdings. Nachdem ich auf der Ravelry Seite zur Anleitung doch eine Angabe zur Maschenprobe gefunden habe, habe ich die Mütze aufgetrennt und größer neu gestrickt. Und dann noch mal komplett geribbelt und mit zwei Maschen weniger ein drittes Mal gestrickt, weil das Garn nicht reichte…

The hat also looks unchanged. But that is wrong. Since I finally found informations about the gauge on the raverly page of the patter I frogged everything and started again bigger. Then I frogged it for a second time and restarted with 2 stitches less, because the yarn was not enough….

SockenGanz neu sind die Socken. Die sind nicht für mich und sollen eine speziell feste Sohle haben, weil sie eher so zum Lümmeln auf dem Sofa sein sollen.

Just started are those new socks. They are not for me and are supposed to have an extra stable sole, because they will not be worn in shoes, but on the sofa.

gehäkelte HexagonsGroßen Fortschritt bei meinen Hexagons, ich habe nämlich 405, also bin ich fertig. Da ich mich aber noch nicht entscheiden kann, wie ich es zusammenhäkle, werde ich noch ein paar mehr häkeln, um meine Farbauswahl zu vergrößern.

Big progress with my hexagons, I have 405 now, so I am oficially finished. But since I can’t decide how to crochet it together I will continue a bit to create a bigger choice of color combinations.

Inzwischen sind es ganz schön viele Projekte… ich hoffe, bis November oder so habe ich das mal wieder etwas reduziert…

That are a bit more projects than I normally like… I hope to reduce the number by November or so….

Frühlingsüberblick April 2014

Spring Overview April 2014

Wickelbluse Der neue Überblick fängt mit einem alten Photo an. An der Wickelbluse und deren Problematik hat sich nämlich noch nichts getan. Bzw. nichts, was zu einem Ergebnis geführt hätte. Aber ich arbeite noch dran und habe nicht vollends aufgegeben.

The new overview starts with an old photo. The wrap top and the problem are still where they were two months ago. There is something I am working on, but that takes time. But I have not given up completely.

BH

Damit sich die fast fertige Bluse nicht so alleine fühlt, gibt es einen fast fertigen BH (Élan 511) dazu. Hier sind noch die Bügel zu kürzen, die Enden zu versiegeln (wofür ich immer noch keine dauerhaft wirksame Methode gefunden habe…) und dann das Bügelband zu verschließen.

My nearly finished top needn’t feel lonely, I added a nearly finished bra (Élan 511). The wires need shortening and then I have to seal the ends (where I still haven’t found a really satisfying technique for) and close the wire tunnel.

clutchthreads1401Das nächste Projekt ist auch schon in den Startlöchern: Eine (bzw. mehrere) Clutch nach der Anleitung aus der Threads vom November 2013. Nach der kleinen und wenig bemaßten Schemazeichnung die Schnitteile herstellen war nicht so ganz einfach… Inch-Maße lassen da viel Spielraum.

The next project is already waiting: One (or several) clutch after the instructions from Threads from November 2013. Making the pattern with those tiny schematics which give only few clear measurements was not easy. Having everything in inch does not help precision…

mutu1311Auch fast fertig ist mein Strickkleid. Hier muß noch eine Spitze am Saum gegen genäht werden. Ich hoffe, dann rollt er sich nicht mehr. Grau war das beste, was ich bekommen konnte, da ich sie gerne elastisch wollte. Damit ich es tragen kann, wird es noch ein Unterkleid brauchen (die Armausschnitte gehen arg tief), aber das hat dann ein paar Monate Zeit… bis nächsten Winter.

My knitted dress is also nearly finished. I have to sew on the lace to the left side of the hem. Grey was the best I could get and I hope It won’t roll after that. To wear the dress I will need a kind of a slip (the armholes are veeery low) but that is not urgent. I hope I will not need it before next winter or at least autumn.

sock1409Fast fertig sind die nächsten Socken. Eine weitere (noch wildere) Variation auf das Stitch Surfer Muster. Keine Ahnung, warum rosa, aber mir war gerade danach….

Nearly finished the next socks, Another (even wilder) variation of the Stitch Surfer pattern. No idea why I choose this color, but I kind of felt like it…

mogr1404Den aktuellen Hexagonstand will ich euch natürlich auch nicht vorenthalten… hier bin ich inzwischen bei 345, das Ende ist schon fast zu sehen. Vermutlich noch dieses Jahr. Zumindest was die Hxxagons betrifft, sie alle zu einer Decke zusammenzufügen ist dann noch mal eine andere Geschichte…

Of course you will not miss the update on my hexagon project… I’ve crocheted 345 so far. I can nearly see the end. Probably this year. At least for the hexagons, making them into a plaid will be another story.

buch1401Ergänzend diesen Monat noch einen Blick auf die aktuelle Bettlektüre. Das gelbe Buch muß ich bis Ende des Monats mehr oder weniger auswendig können (was weniger dramatisch ist, als es klingt, weil ich nur die Unterschiede zur vorherigen Auflage neu „lernen“ muß, das ist nicht so viel) und zu dem anderen kann ich noch nichts sagen. Das liegt da seit zwei Tagen, aber reingelesen habe ich noch nicht.

Additionally a look on my bedside lecture. The yellow book I have more or less to know by heart until end of the month (what is less dramatic than it looks, because I only have to „learn“ what is different from the last edition and that is not that much) and for the other one I can’t say anything yet. It sits on the table for two days, but I haven’t read a word of it.

 

Aus dem Blogarchiv

From the archives:

Oktober 2006, immer noch die Bluse (October 2006, still fiddling around with the blouse)

Oktober 2007: Challengenachbereitung und Parisshopping (October 2007: Doing the aftermath of the Challenge and shopping in Paris)

Aus dem Blogarchiv

From the archives: october 2006, still fiddling around with the blouse

Oktober 2006, immer noch die Bluse

OTTOBRE design woman 2/2006, Modell 5 (Bluse)

Da ich bislang noch keinen guten Basis-Schnitt für eine Bluse hatte und dieser zumindest von der schlichten Form her geeignet wirkte, habe ich ihn für meinen Batistbluse gewählt.

Auf den Bildern wirkt der Schnitt wie eine schmale, aber dennoch lockere Bluse. Ideal für unter Kostüm und Hosenanzug. Allerdings hatte ich im Forum schon gelesen, die Schnitte würden eher klein ausfallen und so die größere Größe genommen. (Ich liege vom Brustumfang her zwischen 46 und 48 und habe 48 gewählt.) Zur Hüfte hin habe ich den Schnitt dann noch um zwei Größen vergrößert, da es ein Mehrgrößenschnitt ist, ist dies nicht allzuschwer.

Es handelt sich um eine schlichte Bluse mit Stegkragen mit zwei Längsabnähern hinten sowie Längs- und Brustabnäher vorne. Da mein Stoff nur noch für kurze Ärmel reichte, habe ich die langen Ärmel dahingehend geändert. Manschette und Ärmelschlitz mußte ich also nicht arbeiten.

Da ich ohnehin weiß, in welcher Reihenfolge ich eine Bluse nähe, habe ich die Anleitung ignoriert. Wobei die Reihenfolge der Anleitung auch sinnvoll ist. Die Methode, zuerst einmal die Bluse grob zu heften und anzuprobieren ist sicher sinnvoll. (Ich mache es natürlich trotzdem nicht… *g*) Hat man die vorgeschlagene Nahtzugabe von einem Zentimeter benutzt wird das allerdings nicht viel helfen, sollte es sich dann als zu eng herausstellen…. 😉

Zwar ist der Blusenschnitt einfach und somit durchaus für Anfänger geeignet (auch wenn man Kragen und Manschetten exakt arbeiten muß), die Anleitung setzt aber gewisse Grundkenntnisse voraus. Was man etwa wann wohin bügeln sollte wird nicht vorgegeben. Andererseits gibt es einen etwa einseitigen allgemeinen „Einleitungsteil“ zu Beginn des Anleitungsheftes, der viele anfängergerechte Tips gibt. Auch das Nähen eines Stegkragens ist mit Zeichnungen sehr schön dargestellt. (Für erfahrene Näher ist es hingegen etwas lästig, den Einleitungsteil komplett lesen zu müssen, um zu erfahren, wie es mit Zugaben und so bestellt ist.)

Bis auf die Wahl der größeren Größe habe ich meine üblichen Änderungen vorgenommen: Die Schultern einen Zentimeter verschmälert, den Oberkörper 1,5 cm gekürzt.

Die Paßform der fertigen Bluse ist… okay. Über der Brust spannt sie, ist also trotz größerer Größe zu eng. Der Kragensteg schaut bei geschlossenem Kragen an den Schulternähten etwa 2mm hervor. (Den Blick auf die Rückseite hat Ma-San vorgenommen.) Die Schultern sind etwas überschnitten, Ma-San meint, ich sollte sie noch verschmälern, ich bin der Ansicht, sie dürfen durchaus leicht überschnitten sein. Der Brustpunkt sitzt etwas zu hoch. Und am vorderen Armausschnitt sieht es auch etwas seltsam aus.

Das klingt aber dramatischer als es ist. Ich werde an dem Schnitt weiterarbeiten, in der Hoffnung einen gut passenden Basis-Blusenschnitt daraus herstellen zu können. Beim nächsten Versuch wird erst mal der Kragensteg etwas verschmälert und eine FBA durchgeführt, damit es über der Brust nicht mehr spannt. Und dann mal sehen, wie sich das auf den Armausschnitt auswirkt…

Batistbluse: Stegkragen

Einen Stegkragen zu nähen ist auch nicht weiter schwierig, nur etwas aufwendig, weil viele Schritte nötig sind. Leider war meine Digicam gerade nicht verfügbar, so daß ich nur beschreiben kann, wie ich bei transparenten Stoffen vorgehe. 🙁

Stütznaht am HalsausschnittWas ich immer mache: Ich nähe eine Stütznaht, gleich nachdem ich die Schulternähte geschlossen habe. Das heißt ich nähe mit Gradstich (Länge 2,5) am Halsausschnitt entlang und zwar ein bißchen neben der späteren Ansatznaht des Steges. Meine normale Nahtzugabe ist 1,5cm, die Stütznaht kommt so bei 1,2 cm.

Dadurch kann sich der Halsausschnitt schon mal nicht mehr verziehen (was gerade bei feinen Stoffen besonders leicht passiert) und man kann die Nahtzugabe auch beruhigt einschneiden, ohne befürchten zu müssen, zu tief zu schneiden. Das kann das Ansetzen des Kragens oder Steges erleichtern.

Bevor der Kragen drauf kann, müssen allerdings die vorderen Kanten gearbeitet werden. Die bekommen auf dem angeschnittenen Beleg auch wieder hautfarbene G785 Vlieseline, die das helle durchscheinen verhindert. Allerdings mag ich den Beleg nicht so „roh“ hängen haben, sonderen verpasse ihm auch eine Nahtzugabe, die ich einschlage. Und die liegt dann von Außen gesehen vor der Vlieseline, bleibt also sichtbar.

Im Nachhinein… hätte wohl besser ausgesehen, den Besatz gleich in doppelter Breite zuzuschneiden und zweimal einzuschlagen. Naja. Zu spät.

Die Belege werden also einfach sauber nach links gebügelt und dann von Rechts mit rotem Stickgarn festgesteppt. Einmal an der vorderen Kante, einmal an der Besatzkante. Den Abstand wähle ich so, daß ich einfach den Geradstichfuß an der Kante entlang führe.

Einen Stegkragen zu arbeiten gibt es generell zwei Möglichkeiten: Zuerst den Steg an das Kleidungsstück nähen und dann den fertig genähten Kragen zwischenfassen.

Oder zuerst den Steg an den Kragen zu nähen und dann an das Kleidungsstück. Das ist meine bevorzugte Variante, ich kann es so einfach besser. Aber… Geschmackssache.

Allerdings muß zuerst einmal der Kragen genäht werden. Ich habe den Kragen zwei Mal aus dem Blusenstoff zugeschnitten (eigentlich drei Mal, weil ich einen Zuschnitt dazwischen verlegt hatte… ) und dann den Oberkragen wieder mit G785 in haut verstärkt. Dadurch bekommt er genug Form ohne unangemessen steif zu werden und die Nahtzugaben zeichnen sich nicht ab.

Ober- und Unterkragen werden rechts auf rechts gelegt und ganz normal genäht, ausgebügelt, Nahtzugaben zurückgeschnitten, verstürzt, noch mal gebügelt und mit rotem Stickgarn abgesteppt.

Beim Steg benutze ich für den Innensteg einen Rest des roten Futterstoffes. Das gibt noch einen Farbtupfer und Venezia-Futter trägt sich durchaus angenehm auf der Haut. Der Außensteg besteht aus dem hellen Batist und wird wieder mit G785 in haut bebügelt. (Übrigens… gut auskühlen lassen nicht vergessen. Und zwar flach liegend. Dann hält das auch.) Normalerweise verstärkt man den Innensteg, aber der ist ja nicht so durchsichtig.

Am Innensteg wird die Nahtzugabe an der Halsauschnittseite nach links gebügelt.

Dann kommt ein Sandwich: Außensteg mit der rechten Seite nach oben auf den Tisch legen. Den fertig genähte Kragen mit der (unverstärkten) Innenkragenseite drauf und zwar so, daß die Kragenansatznähte aufeinander liegen. (Logisch… ) Zuletzt den Innekragen drauf, mit der rechten Seite nach unten. die gebügelte Nahtzugabe liegt also oben sichtbar.

Das ganze stecken oder heften und einmal außerum nähen. Alle Seiten, bis auf die Seite mit der hochgebügelten Nahtzugabe. Die kommt ja hinterher an die Bluse…

Dann wieder bügeln, zurückschneiden, wenden, bügeln,…

Anschließen wird der Außenkragen rechts auf rechts an den Halsausschnitt der Bluse gesteckt (was einfacher geht, wenn man die Nahtzugabe der Bluse bis an die Stütznaht einschneidet) und festgenäht. (Bügeln, zurückschneiden,… etc. pp. ) Der Innensteg wird von Hand an die Ansatznaht genäht. Wenn man den Steg recht knappkantig absteppt kann man ihn evtl. auch so mit feststellen. Aber unsichtbar genäht sieht edler aus. Außerdem steppe ich „gradstichfußbreit“ ab, das ist doch schon relativ breit.

Ach ja, mit de Absteppen des Steges beginnt am am besten in der hinteren Mitte, direkt unter dem Kragen. Dann sieht man den Ansatz der Steppnaht nicht.

Batistbluse: Französische Naht

Bei transparenten und möglicherweise noch stark fransenden Stoffen stellt sich ja immer die Frage, wie man die Nähte versäubert bekommt. Eine breite Nahtzugabe schimmert unschön durch, schmale Nahtzugaben mit Zickzack abzunähen ist schwierig und ein Overlock hat nicht jeder.

Französische NahtDabei gibt es eine saubere Technik, die nur mit geraden Nähten auskommt, die Französische Naht. (Die die Franzosen „couture anglaise“, also „Englische Naht“ nennen. 😉 ) Eigentlich einfach zu nähen, ist sie eine perfekte und schmale Versäuberung für dünne Stoffe. Ich nehme sie auch gerne für Pyjamas aus feiner Baumwolle oder für Seidenblusen. Im ersteren Fall mit 7 mm etwas breiter, sonst 4-5mm breit und für transparente Stoffe geht es bis zu 3mm schmal. Da kann dann auch keine Overlock mehr mit.

Einzige Einschränkung: Sie funktioniert an geraden (oder halbwegs geraden) Kanten, für runde Nähte muß man sich was anderes einfallen lassen. Aber für die Schulternähte der Bluse und auch die leicht geschwungenen Seitennähte ist die Technik perfekt.

Zuerst kommen die Schulternähte: Ich lege die Schnitteile links auf links aufeinander und nähe sie zusammen.

Jetzt sind die Nahtzugaben auf der rechten Seite. Irritierend, aber richtig.

Ich habe 1,5cm Nahtzugabe vorgesehen, nähe jetzt aber nicht auf meiner Nahtlinie, sondern 3-4mm näher an der Schnittkante. Also auf der Nahtzugabe.

Naht zurückschneidenDiese Naht wird zuerst von beiden Seiten flach gebügelt, danach die Nahtzugabe auseinandergebügelt. Anschließend die Nahtzugaben wieder zusammen zu einer Seite bügeln.

Klingt total nutzlos, aber dadurch legt sich der Stoff hinterher sauberer. Glaubt es mir einfach. 😀

Danach wird die Nahtzugabe ganz schmal zurückgeschnitten, auf einen Milimeter oder so.

Französische NahtJetzt endlich kommen die Schulternähte in die gewohnte „Nähstellung“: Vorderteile und Rückenteil werden rechts auf rechts gelegt und ich nähe eine etwa 4mm breite Naht. Die ist jetzt genau da, wo meine Nahtlinie sonst gewesen wäre.

Und die zurückgeschnittene Nahtzugabe ist vollständig eingeschlossen, die Nähte sehen nicht nur von außen schön aus, sondern sind auch von innen sauber wie es kein Versäuberungsstich und auch keine Overlock kann.

Auch diese Naht wird wieder plattgebügelt und dann ins Rückenteil gebügelt.

Wollte man eine Naht betonen, könnte man sie sogar ähnlich einer Kappnaht von rechts absteppen.

Das will ich aber nicht.

Dafür nähe ich die Seitennähte mit der gleichen Technik, bevor es der Bluse an den Kragen geht.