Charakterbildende Maßnahme

Builds Character

Flicken auf Mantel

„Builds character“ sagt ein Freund von mir gerne angesichts diverser Unbilden, mit denen das Leben so aufzuwarten hat. Darunter fällt dieses Brandloch im Mantel sicher auch.

„Builds character“ is the standard answer of a friend of mine when one of those oddities of life happen. And this burned hole in my coat can be counted under that.

Aber wenn es ein Kleidungsstück mit Charakter gibt, dann ist das doch wohl der Trenchcoat, richtig? Also darf man seine Geschichte auch sehen und ich habe schlichtweg von Hand ein kleines Stück Stoff aufstaffiert (Flachbügeln läßt sich der Stoff nämlich auch nicht, daher habe ich das gar nicht erst probiert.) Loch zu.

But if there is a garment that is allowed to have a character of its own, then it’s the trenchcoat, right? So… you can see its history. And I simply hand applied a small rectangle over the hole. (Since the fabric does not like to be ironed flat I did not even try.) Fixed.

Und wer weiß… vielleicht ist es ja doch ein spezielles Designelement… 😉

And who knows… maybe it is a special designer touch after all… 😉

Zehn Jahre mindestens….

Ten years at least…

… hat dieser verflixte Mantel jetzt zu halten. (Na gut, sagen wir fünf bis sieben.) Sonst schmeiße ich ihn weg und kaufe mir einen. Jawohl!

… I don’t want to do any repairwork on this coat. (Okay, let’s say at least five to seven years.) Elseway I’ll throw it away and go and buy one. Indeed!

Von außen sieht der Mantel immer noch aus wie hier, die Veränderungen sind alle innen.

InnenlebenInnen hingegen ist das Futter jetzt braun. Und von Venezia. Und ich habe es am Saum auch festgenäht, statt es frei hängen zu lassen.

From the outside the coat still looks like here. Inside the lining is brown now and it’s the trusted Venezia brand. This time I’ve sewn the lining to the hem all way round, instead of letting it hang free.

Der mühsam eingefaßte Saum ist dadurch natürlich hinfällig, spitzt am Schlitz auch an ein paar Stellen raus. Nicht schön, aber ist jetzt so. Fällt vermutlich eh keinem auf. Und nachdem die herbstliche Kühle eingetroffen ist, ist „nicht frieren“ einfach wichtiger.

The binding I did on the hem allowance has lost its purpose now, but it is still visilbe at some spots at the vent. Well, not nice, but that’s how it is now. Probably hardly anyone will evern notice. And since the weather says „autumn“ now the priority is „not feeling cold.“

SchlitzsicherungNetter sieht meine Sicherung für den Rückenschlitz aus…

Nice looks how I secured the back vent from the inside…

Beim Arbeiten merkte ich nämlich, daß der Rückenschlitz auch recht lädiert war. Die Steppnaht von außen hatte sich fast völlig gelöst, allerdings auf der Seite, auf der eigentlich keine Belastung ist. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob nicht die relativ schwere Klimamembran ein Teil des Problems ist. Jedenfalls habe ich die Schlitzbesätze von innen von Hand aufeinander genäht, die Steppnaht von außen erneuert, diesmal doppelt gesteppt, und dann zusätzlich noch ein Stück Kafka-Band innen aufgenäht. Zumindest an der Stelle sollte sich nichts mehr bewegen. Hoffe ich. 😮

While working on the coat it became more and more clear, that the back vent was heavily damaged. The topstitching that secured the facings and the two sides of the vent had been gone also. Strangely at that side where there normally should not be much strain. I am not sure if the membrane interlacing was not part of the problem since it is much heavier than the fabric. Whatever the reason might have been, this part of the coat got extra-security: first I did handstitch the left and right facing together from the left side. Then I renewed the topstitiching, this time stitching double. And I handsewed a bit of Kafka Ribbon as a tab over the beginning of the vent from the inside. Now at leat there nothing should get loose. It least I hope so :o)

(Den ersten Tragetest nach der Reparatur hat er übrigens erfolgreich überstanden: Der Herr vom Nebentisch im Restaurant wollte ihn seiner Begleitung anziehen… Die hat allerdings erkannt, daß es nicht ihrer war. 😮 )

(The first wearing test after the redo was sucessful. We were at a restaurant and the men from the next table brought my coat to his partner. Who of course recognized it wasn’t hers. :o)

ottobre design woman, 2/2006, Modell 19/Trenchcoat (Mantel)

You can find the english version on Pattern Review.

Auch unendliche Geschichten finden einmal ein Ende… so dieser Mantel, den ich anlässlich des Motivationsmonats November 2008 begonnen hatte und der endlich fertig ist.

Ausgangspunkt war, daß mein australischer Wax-Mantel nach gut zehn Jahren Benutzung endgültig auseinander fiel und ich einen Ersatz suchte. Da ich inzwischen mehr und regelmäßiger reise als damals war ein leichter und kompakt im Koffer zu verstauender Mantel mein Ziel. Außerdem sollte er zu allem passen. Dies führte beinahe automatisch zu einem Trenchcoat, denn der ist zwar nicht immer modisch, aber eben auch nie falsch. Und ich bevorzuge kleines Gepäck, nicht zu jeder Hose einen passenden Mantel oder so.

Mantel aus ottobreAls Stoff habe ich mir einen langweiligen neutralfarbenen Baumwoll-Polyester Polpeline bei Hüco in Berlin gekauft. Als Futter habe ich mir ein gestreiftes Polyesterfutter beim Schnäppchenmarkt am Gürzenich gekauft, denn zum einen wollte ich mal gemustert, zum anderen erschien mir hier wegen des Knitterverhaltens und der Strapazierfähigkeit Venezia als weniger geeignet. Dazu kam dann noch eine Klimamembran, um den Mantel winddicht und damit auch wärmer zu bekommen. Die hat mir die liebe Annette bei Follhofer besorgt. 🙂 Passenden Faden von Gütermann sowie Schulterpolster hat Frau mhs aus ihrem schier unerschöpflichen Fundus beigesteuert. Die Knöpfe habe ich bei Entrée des Fournisseurs in Paris mitgenommen. Die letztlich verwendeten Schnallen stammen von Plissee Becker aus Köln.

Vom Design her war klar, daß ich ein paar Änderungen vornehmen würde: echte Kappnähte an allen Nähten, die Ärmelriegel sollten Schnallen statt Knöpfe bekommen, Leistentaschen statt der aufgesetzten Klappen und natürlich eine mit Reißverschluss zu schließende Innentasche im Futter. Außerdem wurden die Taschen mit Reflexband gepaspelt und auch der Kragensteg außen bekam ein paar Reflexstreifen. Dann kann ich den Kragen hochklappen, wenn es dunkel ist und bleibe besser sichtbar. (Ein heller Mantel ist ja immer besser sichtbar, aber ein bißchen Zusatzsicherheit schadet nicht. Und wegen der silbergrauen Knöpfe und Schnallen fällt das auch nicht auf.)

TrenchcoatNach meinen damaligen Maßen wäre 48 die richtige Größe gewesen.

Der Mantel sollte allerdings auch noch über einem Blazer und einer Fleecejacke passen. (So war ich jahrelang durch den Winter gekommen. Daß es inzwischen auch wirklich kalte Winter geben würde und ich mir infolge dessen 2010 sowohl eine wirklich dicke Jacke als auch einen warmen Mantel kaufen würde war 2008 nicht abzusehen.) Also wählte ich Gr. 50.

Nun hatte ich aber aus dem Heft schon eine Bluse genäht und daher die Erfahrung gemacht, daß die Brustweite doch eher knapp war. Also gab es zusätzlich eine FBA. Außerdem habe ich den Schnitt 10 cm verlängert, weil ich einen längeren Mantel haben wollte. Dazu kam meine übliche Änderung: 2cm oberhalb der Taille rausnehmen.

Mit dem Ergebnis bin ich von der Paßform her auch zufrieden, denn der Mantel sitzt sehr locker, so daß eben auch noch zwei Jacken drunter passen, wenn es wieder kälter wird.

Nicht ganz so zufrieden war ich mit dem Schnitt. Die Vorderteile werden auf dem kleinen Schnittbogen aus zwei Teilen zusammen gesetzt. Dafür gibt es zwar Paßzeichen, aber das eine ist auch wenn man es auf dem Originalschnittbogen ausmisst etwa 7mm vom anderen entfernt. Bei den Knopfmarkierungen kann man nur raten, für welche Größe die wohl gemeint sein mögen. 34? Dran stehen tut es leider nicht. Und dann gibt es im Teil 1B eine senkrechte Linie, deren Bedeutung unklar ist. An den Ärmeln fällt auf, daß der Schnitt am Saum einwärts läuft. Das deute auf bereits angezeichnete Saumzugaen hin? Aber die Anleitung sagt nur im allgemeinen Teil, daß man Naht- und Saumzugaben noch zugeben soll. Die Ärmel haben laut Schemazeichnung eine Markierung, vermutlich für die Stelle, wo der Unterärmel die Seitennaht trifft. Auf dem Schnitteil habe ich die leider nicht gefunden. Auch die Position der Schlaufen für die Ärmelriegel kann man sich nur aus dem Schnittbild erschließen.

TrenchcoatWas die Anleitung betrifft habe ich sie zwar gut durchgelesen, aber weitgehend ignoriert. Wegen meiner Kappnähte (die Anleitung sieht lediglich doppelt abgesteppte Nähte vor) mußte ich meine Schritte ohnehin anders planen.

Ich habe den Oberstoff mit der Klimemembrand gedoppelt, an mehreren Stellen aufeinandergesteckt und dann als eine Schicht verarbeitet. Das war relativ kniffelig, denn ich wollte die Membran so wenig wie möglich perforieren, gleichzeitig ist sie relativ schwer und besteht aus einer zähen Folie, die den Stecknadel einiges an Widerstand entgegen setzt.

Da die Folie schon genug Stand gab, habe ich die Belege und den Kragen nur noch mit G785 gedoppelt, was soweit gut funktionierte. (Auch das Aufbügeln, denn der Stoff ist hauptsächlich Polyester und mag nicht gerne heiß gebügelt werden. ) Nur hatte ich vergessen, daß im Kragen keine Membrane steckt… der hätte eine etwas festere Einlage auch vertragen.

An den Ärmeln hatte ich die gute Idee, sie mit der Technik aus dem Shirtmaking Buch von David Coffin einzusetzen. Dabei großzügig ignorierend, daß Die Technik einen Stoff erfordert, der sich gut einbügeln läßt. Was auf meinen nun gar nicht zutrifft. Überhaupt war das Bügeln ein Drama. Mit Dampf wellte sich alles (zumal auch Dampf nicht durch die Klimamembran durch geht, wenn er von der falschen Seite kommt), ohne Dampf tut sich nichts. Zumal das Eisen schon wegen der Klimamembran auch nicht heiß sein darf. Nach langen Tests kam ich zu dem Schluss, daß es besser nicht geht und ich mit einigen Falten leben muß. Kurz vor Fertigstellung entdeckte ich durch Zufall doch noch eine Technik, mit der es etwas besser ging (die im Großen und Ganzen darin besteht, über der zu bügelnden Stelle zu Dampfen, dann den Dampf loszulassen und das Eisen im genau richtigen Zeitpunkt nach Ende des Dampfens auf dem Stoff zu drücken, mit genau dem richtigen Druck), da war es aber für die meisten Stellen schon zu spät, um nachzubessern. (Und Auftrennen war an diesen Stellen auch keine Lösung, auch das mochte der Stoff nicht wirklich.)

Reflex auf dem KragenstegSaum und Ärmelsäume habe ich von Hand gemacht, das Ärmelfutter ebenfalls von Hand gegen genäht. Unten wurde das Mantelfutter normal gesäumt und dann nur an Belegen und am Schlitz angenäht.

Fazit: Ich bin mit meiner eigenen Verarbeitung nicht zufrieden. Zumal etliche wirklich dumme Fehler drin sind, die ich durch Nachdenken und etwas weniger „ich will aber“ Sturheit hätte vermeiden können.

Auch mit dem Schnittmuster bin ich wegen der vielen Fehler nicht ganz zufrieden, auch wenn ich das alles umschiffen konnte. Für Anfänger kann ich den Schnitt nicht empfehlen.

Tragen werde ich den Mantel trotzdem. Weil ich schlichtweg einen brauche und im Moment keine Zeit habe (und auch keine Lust) so schnell noch mal einen Trenchcoat zu nähen. Und wenn er, wie auf den Bildern, ein paar Runden im Koffer hinter sich hat, dann fällt das eh alles nicht so auf. Denn seinen Zweck erfüllt er gut, er ist nicht zu schwer, er ist winddicht und er überlebt auch meine dicht gepackten Koffer mit nur wenig Blessuren. Nur die Waschbarkeit habe ich noch nicht getestet…

(Das letzte Bild zeigt übrigens das Reflexband im Kragen. Das leuchtet nur, wenn man es mit dem Blitz anstrahlt. Andernfalls ist es dezent silbergrau.)

Der Pausenmantel

The break coat

Dieser Mantel besteht wirklich nur aus Pausen… endlich habe ich das Material zusammen und auch installiert (um mich wieder dran zu erinnern, daß in der Konfektion normalerweise Kunststoffschnallen verwendet werden, weil Metall eigentlich zu schwer ist….) gibt es die nächste Zwangspause.

ÄrmelschnalleOn this coat there is more breaks than sewing time. Now I finally had the material needed and I also used it (which reminded me that on store bought coats the buckles are made of plastic because metal is a little to heavy…) I was again stoped.

Denn um eine geeignete Höhe für den Gürtel zu bestimmen brauche ich die Augen von Frau mhs in meinem Rücken und die werde ich diese Woche leider nicht treffen können.

Next step is to determine the right position for the belt and that requires the eyes of Frau mhs in my back. A meeting isn’t possible this weeks, so another week waiting.

Dafür habe ich wieder eine Runde Bodenturnen eingelegt und endlich einen Kleidschnitt von Vogue kopiert, den ich ebenfalls seit ungefähr zwei Jahren nähen will. Auf den Stoff paßt der Schnitt auch, also steht morgen eine Runde Stoff waschen auf dem Programm…

On the other side I managed to copy a dress pattern I am wanting to sew for about two years now. The pattern will fit the fabric, so tomorrows task will be washing the fabric.

So paßt’s!

That fits!

Na bitte, ein kleiner Besuch bei Plissee Becker und schon passen die Schnallen.

GürtelschnalleAlso die Schnallen, die ich jetzt habe. Und die passen zudem auch viel besser zu den Knöpfen.

Just a tiny visit at Plissee Becke and the buckles fit.

The buckles that I have now that is. Which also fit the buttons much better.

Warum hatte ich die nicht gleich da gekauft?

Ach ja, ich hatte die Schnallen aus Paris mitgebracht, weil ich den Mantel ja im gleichen Monat noch fertig nähen wollte und vorher nicht mehr zum Knopfladen gekommen wäre. Das war im November 2008.

Na gut…

Why didn’t I buy them there at the first place?

Ah, I remember… I had bought the buckles in Paris because I had wanted to finish the coat the same month and wouldn’t have had the time to go to my local button shop. That was november 2008.

Well…

Ein Rätsel…

A quizz…

Schnalle und RiegelWas paßt nicht?

What does not fit?

(Es ist nicht so, daß ich die Schnallen nicht schon gehabt hätte, bevor ich die Riegel zugeschnitten und genäht habe…. Aber jetzt sind nicht nur die Riegel so breit genäht, sondern die Schlingen am Ärmel sind auch auf die Riegelbreite eingestellt. Also versuche ich jetzt erst mal neue Schnallen zu bekommen, bevor ich das alles auftrenne und neu mache.)

(It’s not as if I hadn’t had the buckles before I was cutting and sewing the sleeve belts… But now not only the belts are that large, the straps to hold them on the sleeve are prepared and sewn to that widht also. So I’ll try to get new buckles before I unsew and redo everything.)

Der Mantel nimmt wieder Fahrt auf

The coat gathers its way again

Vor langer Zeit, im November 2008 um genau zu sein, begann ich einen Mantel zu nähen. Bis Dezember war er immer noch nicht fertig und im Jahr 2009 bin ich zu keinen nenneswerten Fortschritten gekommen. Außer eine Schublade zu kaufen, damit die Teile nicht überall rumliegen. (Ja, trotz der ganzen Strickerei in letzter Zeit habe ich das Nähen noch nicht drangegeben.)

Long ago, November 2008, I started sewing a coat. December it wasn’t finished yet and 2009 I hardly made any progress at all. Except buying a soring box so all the parts and pieces wouldn’t be laying around everwhere. (Yes, even though this looks more like a knitting blog these times I have not given up sewing.)

Aber jetzt hatte ich endlich mal wieder etwas Zeit dafür und es gibt doch ein paar Fortschritte.

But now I could make time for it and so there is some progress again.

TrenchcoatAuch wenn es fast aussieht wie auf dem letzten Bild hat sich doch was getan, Kragen und Revers sind weitgehend fertig.

Ich habe diesmal das Mantelfutter bis auf die Ärmel schon an die Belege und den Kragen genäht und dann Kragen und Revers verstürzt. Die Seitennähte sind auf dem Bild auch gesteckt und warten aufs Nähen.

Das ist übrigens der Punkt, wo ich dann immer gar nicht verstehe, wie jemand einen Mantel an einem Tag oder gar einem Nachmittag fertig nähen kann. Bei mir dauert schon der Kragen mit den Revers einige Stunden: Ober. und Unterkragen aufeinander nähen, Naht flach Bügeln, Nahtzugabe auseinander bügeln. Besatz an Revers und vorderer Kante stecken und nähen, flach bügeln, auseinander bügeln. Nahtzugaben zurückschneiden, einschneiden wo nötig, Kragen und Revers wenden, Ecken schön rausholen, von Hand die Kanten flach heften, Kragen doppelt absteppen. Kragen noch mal bügeln. Absteppen von Revers und vorderer Kante konnt das am Schluß, nachdem der Saum genäht ist.

Just from the picture it might not seem a huge progress but some time consuming steps have been done: Collar ad lapels are mostly finished.

This time I’ve sewn the lining (minus lining sleeves) to collar and front facings and then attached both collars and attached the facings. On the pics side seams are pinbasted and wait for the next seam.

I have to admit that this is one of the moments where I do not really understand people who can „do“ a jacket or a coat in one day or even one afternoon. For me collar and facings take several hours alone: Pin basting and sewing both collars. press seams flat, press seams open. Pin basting and sewing front facings, press seams flat, press seams open. Cut back and clip seam allowances, turn collar and facings, baste flat, topstich collar, press again. (Lapel and front will get their topstitching at the end, after the hem is attached.

Reisemantel: Knopflochfrust

Frustrating buttonholes

Eines war schnell klar, mein Mantel sollte Paspelknopflöcher bekommen. Am Wochenende habe ich mich also dran gemacht. Ich mache nicht ständig welche, aber es ist auch nicht das erste Mal. Und ich habe auch eine Technik gefunden, mit der sie ganz gut gelingen.

Dachte ich bisher.

missglückte Paspelknopflöcher

Ich habe sogar brav ein Probeknopfloch genäht, schon um die richtige Größe zu ermitteln. Das sah auch ganz gut aus. (Nicht ganz so schön wie in Wollstoffen, aber das konnte ja an meinem Stoff liegen. Baumwolle mit viel Poly läßt sich nicht so gut bügeln.)

Woraufhin ich die Knopflöcher am Vorderteil des Mantels genäht habe und sie alle versaubeutelt habe.

Jedes einzelne.

Alle vier.

I had quickly decided to make bound buttonholes on my coat. So that was on my schedule for the weekend. I’m not making bound buttonholes everyday, but it wasn’t the first time either. And I know a technique that works fine for me.

That’s at least what I thought so far.

I made a test buttonhole to check the right size which also looked quite nice. (Not as nice as in woolen fabrics, but I thought this was due to the poly-cotton fabric, that does not iron so well.)

Then I took the front of my coat and made the buttonholes. Messing up all of them.

Every single one.

All four of them.

vermurkstes Knopfloch auf eine andere Art Na gut. Zwei Tage Denkpause. Vielleicht paßt meine Methode ja nicht zum Material.

Aber in der aktuellen Threads ist ja eine totsichere Methode zum perfekten Paspelknopfloch gezeigt. Die hat zwar viel Ähnlichkeit mit Methoden die schon früher nicht funktioniert haben. Aber einen Versuch ist es auf alle Fälle wert….

Tja, die Paspeln sind wunderschön gleichbreit und gut geformt.

Dummerweise überlappen sie sich aber im Knopfloch. Das war also auch nichts.

But the latest issue of Threads features another technique for perfect bound buttonholes. It reminds me a lot of techniques that have not worked for me in the past, but who knows…

Well the lips are well formed and of even width. Only they do not fit into the opening, they overlap… Back to square one.

Augenknopfloch

Na gut, vielleicht Augenknopflöcher? Von Hand kann ich die auf dem Stoff definitiv nicht schön, aber meine Maschine macht das ja auch.

Wenn sie nicht immer diesen komischen Gradstich machen würde, bevor sie um die Kurve geht.

Okay, I give in. Maybe an eylet buttonhole? I’m sure that I do not master the technique of doing it by hand on this fabric, but my machine knows how to do that.

If it would not make this funny long stitch before starting the eyelet part…

Ich bin gerade ziemlich genervt…

Ich werde also ein Vorderteil neu zuschneiden (glücklicherweise habe ich so viel Stoff gekauft) und werde dann, wenn alles fertig ist, ganz normale Knopflöcher nähen. Es sei denn, die Janome von Frau mhs kann schönere Augeknopflöcher.

Aber diese Entscheidung eilt noch nicht. Ich werde den Mantel im November nicht mehr fertig stellen und werde auch im Dezember kein neues Projekt beginnen, sondern ich werden den Monat nutzen, um möglichst viele Ufos vor Weihnachten noch fertig zu stellen.

I am quite annoyed now.

What I’m going to do is cut one front again (luckily I have enough fabric), sew my coat and then in the end sew just normal buttonholes. Or as Frau mhs whether her new machine does the job better.

But this decision will not have to be taken soon. I will not finish my coat this month. Neither will I start a new project in december. Instead I’ll try to finish as many projects as I can before christmas.

Meine Reisen und mein Reisemantel

Travelling and my travel-coat

Ein Reisemantel ist ja eine feine Sache, aber wenn man ständig herumreist, ist es etwas schwierig, die Zeit zu finden ihn zu nähen. Immerhin habe ich in Paris meine Zutatenliste weiter abgearbeitet.

A travel coat is a great thing, but with all my travelling it’s difficult to find the time to sew it. At least I bought some of the necessary notions in Paris.

Knöpfe, Einlagen, Schnallen

Zuerst war ich bei Entrèe des Fournisseurs (was sich anbietet, weil er ja quasi um die Ecke ist) und habe dort Knöpfe in zwei Größen gefunden. Metalloptik, aber angesichts meines leichten Stoffes aus Kunststoff.

Danach zog ich gen Montmartre auf der (erfolglosen) Suche nach Jersey für ein anderes Projekt. In einem der kleinen Kurzwarengeschäfte dort fand ich immerhin eine Gürtelschnalle. Dabei viel mir ein, daß ich an den Ärmelriegeln statt Knöpfen eigentlich auch lieber Schnallen hätte, also habe ich kleine Schnallen auch noch mitgenommen. Jetzt habe ich die kleinen Knöpfe übrig… denn an den Taschen brauche ich keine, denn die mache ich anders. Allerdings sind die Schnallen glänzend, also werde ich versuchen, sie noch matt zu bekommen.

First I went to Entrèe des Fournisseurs (it’s just around the corner) and bought the buttons in two sizes. They look like metal, but are lightweight plastic, more suitable for my fabric.

Then I went on to Montmartre on a (futile) quest for jersey knit for another project. But in one of the smaller shops for notions I found a belt buckle. Looking at it I decided I preferred buckles for the sleeves instead of buttons and bought smaller ones, too. What did I buy the small buttons for? The buckles are shiny I’ll try to find a way to make it matt.

Und weil der Laden auch Einlagen hatte, habe ich noch Gewebeeinlage gekauft.

Denn ich wollte mich diese Woche nicht nur an das Aufbügeln der Einlagen machen, sondern auch anfangen zu nähen. Mindestens die Knopflöcher, denn es sollen Paspelknopflöcher werden.

Tja… dann fiel mir allerdings ein, daß die Adventszeit vor der Tür steht und ich zu allermindest dringend die Honigleckerli und die Pommeranzenbrötchen machen sollte, denn die müssen erst einige Wochen liegen, damit sie weich werden.

The shop also had interfacing, so I bought woven interfacing, too.

The plan was to start sewing this week, like the bound buttonholes. (If you have no time, make the pattern more complicated and time consuming. One of my most favourite rules… )

Until I recognized how close the advent time is. And that baking „Honigleckerli“ (a kind of gingerbread) and „Pommeranzenbrötchen“ was getting urgent. Because they have to be stored some weeks before they are soft enough to eat them.

Und heute wollte mein Schwiegervater wissen, welchen Schnellkochtopf ich jetzt zu Weihnachten möchte, also mußte ich in die Stadt. (Ein paar andere Sachen waren auch aus…) Da ich die no name Einlage immer noch nicht vorgewaschen hatte, habe ich gleich noch bewährtes G785 gekauft, das ich stattdessen verwenden werde. (Falls sich noch jemand fragt, wo meine vollen Stoff und Zubehörkisten herkommen… *g*)

Adam, beantwortet das deine Frage? 😉

And today my father in law wanted to know what model of pressure cooker I wanted for Christmas, so I had to go to town. (Okay, there were other things I also needed…) As I hadn’t found the time to preshrink my no name interfacing I also bought G785 that I’ll take instead of the woven interfacing. (If anyone still asks how my stash builds… *g*)

Adam, does that answer your question? 😉