Stoffshopping in Berlin: Wochenmarkt am Maybachufer

Fabric shopping in Berlin: Maybachufer Market (You find the English version on Pattern Review.)

(Im Grunde genommen bräuchte ich gar nichts zu schreiben, denn Lucy hat eigentlich schon alles erzählt, aber ich muß ja immer meinen eigenen Senf dazu geben…)

Markt mit Berliner HobbyschneiderinnenNormalerweise geht man auf den Wochenmarkt um Obst und Gemüse zu kaufen, aber in Berlin ist das etwas anders. Zumindest in Neukölln gibt es auch Stoffe und Kurzwaren in rauen Mengen.

Die Preise sind beinahe unfassbar, bei 1 EUR/m geht es los und um sich um die 10 EUR/m Marke herum zu bewegen muß man schon Wollwalk kaufen. Auch Kurzwaren, Garne, Reißverschlüsse, Borten und Bänder gibt es schon für wenig Geld. Schöne bedruckte Baumwollstoffe habe ich für 4 EUR/m gesehen, aber auch teurer. Preise hängen meist keine dran, da muß man fragen.

Die Qualität ist natürlich entsprechend. Sprich man muß genau hingucken, ob das was man in der Hand hat den eigenen Wünschen entspricht. Und wie das auf solchen Märkten ist gibt es nicht immer das Gleiche. Mal dies mal jenes und was weg ist weg. (Und es ist nicht alles automatisch am billigsten, die afrikanischen Batikstoffe bekomme ich in Paris günstiger.)

Daß ich die Gelegenheit genutzt habe, ein paar Berliner Hobbyschneiderinnen kennen zu lernen ist klar, oder? Was als Mittagsveranstaltung begann wurde ein toller Mädelsabend. *g*

StoffDa ich ja hart daran arbeite, meine Stofftruhe nicht vollends zum Platzen zu bringen habe ich mich zurückgehalten. Ich versuche ja, nur noch projektbezogen zu kaufen.

Ganz mit leeren Händen bin ich hingegen doch nicht gegangen.

Für 4 EUR/m wanderten einige Meter dieser gemusterten Polyester“seide“ in meine Tasche. Nein, ich habe nicht vor, so rumzulaufen. Aber ich erwäge, mir dieses Kleid für die Hochzeit meines Bruders zu nähen, kann aber null abschätzen, ob es komplett doof aussieht oder doch auch in meiner Größe noch gut. Der Schnitt gibt die Größe her… und wenn man was komplett Neues ausprobieren will, dann bleibt manchmal nur, ins kalte Wasser zu springen und es zu testen. Aber bitte mit einem nicht allzuteuren Stoff…

BänderKomplett aus der „brauche ich eigentlich nicht“ Fraktion sind die Bänder.

Das schwarze Ton ind Ton gemusterte Band mit Rosen konnte ich nicht liegen lassen und für 1 EUR/m mußten auch die Erdbeeren mit. Und damit sich die nicht langweilen noch einige Kirschen und Äpfel mit dazu. (Da sieht man dem Band auch an, daß es nicht die höchste Qualität ist. Aber für eine nette Deko kann es dennoch mal herhalten.)

Adresse: Maybachufer, Ecke Kottbusser Damm

Öffnungszeiten: Dienstag und Freitag, 11.30-18.00 Uhr. (Es gibt wohl seit kurzem auch eine Samstagsversion des Marktes mit noch mehr Stoffständen, die habe ich aber nicht gesehen, kann also auch nichts dazu sagen.)

Kurzwarenshopping in Paris: I.E.E.S

Neben dem Montmartre gibt es für Näher(innen) noch einen zweiten Anziehungspunkt, das Sentier. Hier wird nicht nur zugeschnitten, genäht und produziert, hier gibt es auch jede Menge Läden, die die Betriebe mit Zubehör versorgen. Viele davon verkaufen auch nur an Profis in größeren Mengen, aber nicht alle.

(Store review in English is on Pattern Review)

LadenfrontUnd über diesen Laden bin ich bei meinem letzten Parisbesuch gestolpert. Das Schaufester versprach viel von allem und der Laden hat es gehalten.

Besonders beeindruckt hat mich die Reißverschlußauswahl in vielen Farben und allen Längen. Angefangen dabei, daß die Meterware in etlichen Farben existiert, aber auch alles andere ist ein bunter Farbregenbogen in allen Längen.

Und die Preise sind unschlagbar: Der Standardkunststoff-RV kostet 0,30 EUR bis 25 cm Länge und 1 EUR für die längeren. Nahtreißverschlüsse 0,60 EUR für die kurzen und 1,20 EUR für die längeren oder teilbare Reißverschlüsse für 2,30 EUR bis 85 cm Länge. (Markenware gibt es dafür natürlich nicht, aber das muß nicht immer schlecht sein. Ausprobiert habe ich das allerdings nicht, ich brauchte grade keinen Reißverschluss und auf Vorrat kaufen funktioniert bei mir eh nicht, ich kaufe dann immer die, die ich doch nicht brauche..)

Nähgarn gibt es die großen Rollen für 1,50 EUR – 2,00 EUR von Coats oder Amann und NoName Overlockkonen kosten 1,50 EUR.

Danben gibt es auch Einlagen, Futter, Steppfutter, Scheren, Schneiderkreide, Ersatzteile und Zubehör für Nähmaschinen,… und vermutlich noch eine Menge anderer Sachen, die nicht sichtbar sind, aber aus einer der unzähligen Schubladen hervorgekramt werden können.

Adresse: 8, rue de l’Echiquier, 75010 Paris (Métro Strasbourg-St. Denis)

Feste Öffnungszeiten sind keine angeschlagen, vermutlich von Montag bis Freitag.

Schwester Plattfuß grüßt von der Shopping-Tour

Shopping

Der Fortschritt an der Probejacke ist noch nicht so weit, wie ich ihn gerne hätte, weil ich heute den ganzen Tag unterwegs war. (Und noch etwas länger als geplant, weil ich die Büroschlüssel vergessen hatte und erst mal wieder nach Hause fahren mußte, um sie zu holen. Blöderweise kann ich dafür nicht mal jemandem die Schuld geben… *grr*)

There is less progress on my test jacket than I’d like, but today I was „on the road“ all day. (And even longer than planned, since I had forgotten to take the keys for the office. So when I arrived there I had to go back home to fetch the keys. And I cannot blame anyone for that than me. Stupid…)

Und danach bin ich wieder quer und schräg durch die Stadt für den Großeinkauf. In jedem Laden ein Artikel (und nicht nur Nähsachen.) Aber immerhin habe ich jetzt die meisten Zutaten beieinander. Stoff Müller hatte die Watteline und Futter für die Probejacke. Karstadt den Seidenorganza für die Einlage. dann links abbiegen zu Plissee Becker, wo der geniale Inhaber meine Frage nach großen Druckknöpfen nicht mit dem Griff zum Prym Päckchen beantwortete, sondern dunkel brünierte aus einer seiner unzähligen Schubladen zog. Die kann ich dann verwenden, ohne sie überziehen zu müssen. (Von Prym habe ich auch welche mitgenommen, die brauche ich für die Testjacke.)

After doing some printing in the office I ran again front and back, left and right through the city. Stoff Müller had my batting, Karstadt the silk organza, then turning left to Plissee Becker where the owner answered my request for big snaps not with the standard silver ones from Prym but with one of his amazing wooden drawers where he took some in a dark and warm metallic colour. So I will be able to use them without covering. (I bought some from Prym also for my test jacket.)

Ja und dann kehrt Marsch in die entgegengesetzte Richtung… ne, da habe ich die U-Bahn genommen… und außerdem hatte mein Besuch bei der Maschenkunst jetzt nichts mit dem Nähprojekt zu tun. Ich gestehe, stricken tu ich trotzdem noch…

And then I turned on my heels, walked to the opposite direction… no, I took the metro… and my visit at Maschenkunst had nothing to do with this sewing project. I have to confess that I haven’t stopped knitting.

Leider habe ich immer noch nicht alles zusammen, denn das Futter, das ich für die Jacke gerne haben wollte ist gerade nicht vorrätig, meine Ersatzfarbe auch nicht… also wird es wohl das gleiche blau werden wie für das Kleid. Aber es muß, zusammen mit dem Reißverschluss, erst losgeschickt werden. Aber ich habe genug, um mindestens eine Woche lang arbeiten zu können. (Und sollte bis Ende der Woche eigentlich auch alles erledigt haben, was geht… So weit der Plan…)

(But I still need some notions. The lining I wanted for the jacket is not on stock, neither the second colour…. so I will have to take the same blue I choose for the dress. But it’s not on it’s way yet, neither the zip for the dress. But I have enough material for at least one week. And should habe done everything that is already possible until next week. Well… so far the plan…)

Knopf-Shopping in Paris: Dam Boutons

Und wieder mal habe ich ein bemerkenswertes Geschäft in Paris entdeckt (dabei dachte ich, ich würde sie allmählich alle kennen…), diesmal waren es unzählige Knöpfe, die mir entgegenlachten.

Dam BoutonsDa mich ein Forentreffen (Pattern Review) nach Paris geführt hatte, habe ich vermutlich die Straßen am Montmartre mal wieder mit einem anderen Blick betrachtet und wurde von dieser Fasade angezogen.

(For an English Shop Review please go to Pattern Review)

Und wurde mehr als reichlich belohnt.

Dam BoutonsBeinahe wie in einer Apotheke sind die Knöpfe Rolle an Rolle in den Regalen angeordnet.

(Photographieren ist im Übrigen streng verboten, aber da ich gefragt habe, wurde es mir von der Besitzerin erlaubt und ich erhielt auch die Genehmigung, euch die Bilder hier im Blog zu zeigen.)

Es gibt nicht nur alle Sorten, Materialen, Farben und Motive, es gibt auch jeweils eine gute Auswahl „gleichartiger“.

KnöpfeBesonders eindrücklich kann man das an den Motivknöpfen sehen. Nicht nur das es zum Beispiel vom Schaf über das Schwein bis zum Vogel alles gibt, nein es gibt auch jeweils verschiedene Schafe, Schweine oder Vögel. Sogar jeweils verschiedene Enten.

Und das gilt natürlich nicht nur für die Motivknöpfe, sondern für alle anderen auch, sehr viele Farbtöne, Größen, Stile,… Aber letztlich landete ich dann doch immer wieder bei den Motivknöpfen. Wo es übrigens auch Scheren, Schneiderpuppen, Fingerhüte und sogar Rollschneider gibt. Oder Häkelnadeln.

Adresse: 46, rue d’Orsel, 75018 Paris (Métro Anvers oder Abbesses)

Öffnungszeigen Montag – Samstag 13.30 – 18.30 Uhr, Dienstag – Samstag 10.30-13.00 Uhr.

Eine Webseite gibt es auch, aber sie zeigt wirklich nur einien Miniteil des Angebotes: Dam Boutons

Stoff-Shopping in Paris: Tissus Reine

Fabric Shopping in Paris: Tissus Reine

Tissus Reine Paris„Reine de Tissus“, die Königin der Stoffe nennt sich dieser große Stoffladen auch gerne. Und so ganz falsch liegt man da nicht.

Zwar gibt es eine Sonderangebotsarea auf einigen Tischen vor der Tür, aber innen findet sich eher die mittlere bis gehobene Preisklasse. Von Baumwolle über Jeans bis Seide findet sich im Erdgeschoß alles für Modeträume. Natürlich auch ein Regal Patchworkstoffe und die angesagten Libertys dürfen selbstverständlich auch nicht fehlen. Und edle Stoffe für Brautkleider in jedem erdenklichen Weißton liegen hinter langen Tresen, nicht zum Anfassen, die legen die Verkäuferinnen vor.

Sometimes this big store calls itself also „Reine de Tissus“, Queen of fabrics, and that name ist not completely wrong.

Of course there are some bargains on the tables in front of the doors, but inside most fabrics are middle to higher class and priced. Cotton, jeans or silk, whatever your fashion fancy calls for, the basement shows it. A choice of patchwork fabric and the highly trendy Liberty fabrics are also available. Not to fumble for yourself are the bride fabrics in all shades of white, well stored behind a counter. (But salespeople are there to help you.)

If you cannot imagine how a fabric will look as a dress the about half scale dress forms help you to visualize.

Und wer sich nicht recht vorstellen kann, wie ein Stoff als Kleidungsstück wirkt… die Puppen auf den Tischen mit ihren Kleidern im kleineren Format helfen weiter.

Auch im ersten Stock finden sich vor allem Bekleidungsstoffe, allerdings eher Wolle für Jacken und Anzüge, dazu natürlich Futterstoff (Bemberg) und Einlagen.

Kurzwaren die man sonst noch brauchen kann, von Bändern und Borten bis Nähgarn und Knöpfen finden sich selbstverständlich auch. Und anderes kreativmaterial, von Kurvenlinielen bis Stickgarn. Sogar ein paar Knäuel Wolle und Stricknadeln finden sich.

Interessant ist die große Schnittabteilung. Burda, Vogue, Butterick, McCall und Simplicity sind alle auf Lager. In der Regel auch in allen Größen. Doch auch weniger weltweit vertretene Firmen wie die Kinderschnitte von „L’Enfant Roi“ und die Kinder-, Damen- und Umstandsschnitte von „Frégoli“, beide im Stil irgendwo zwischen „brav-bieder“ und „reizend-vintage“, bekommt man hier.

Wem das auch nicht reicht…. es kommen noch zwei Stockwerke, mit Möbelstoffen und mit Vorhängen.

Woolen fabrics for coats or costumes are on the first floor, of course you get lining (from Bemberg) and interfacing, too.

Together with all other notions, ribbons, braids, buttons, sewing thread… but also embroidery floss or even some skeins of wool. (And knitting needles.)

Very interesting is the pattern department, you find Burda and the Big Four (usually all patterns and all sizes in stock, unusual for Europe) but also the french companies „L’Enfant Roi“ and „Frégoli“, both feature mostly baby and kids patterns in a style somewhere between boring old fashioned and charmingly vintage.

And if that’s not enough… two more floors carry everything for home dec and window treatment.

Adresse: 3-5, place St Pierre, 75018 Paris (Métro Anvers oder Abbesses)

Auch hier gibt es natürlich eine Webseite.

If you don’t come to Paris, you can check out their webside.

Stoff (und Kurzwaren)-Shopping in Paris: Toto

„Billich will ich“ ist nicht nur das Motto dieses Ladens, sondern auch etlicher anderer in der Straße. Aber die verkaufen keine Stoffe.

Toto Paris

Die Front des Geschäftes sieht ebenfalls so aus: schwarz auf schreiendem gelb, klare Ansage, kein chichi.

„I want cheap“ would be a good slogan, not only for this shop, but also for others in that surrounding. But the other ones don’t carry fabrics.

The shopfront matches the style: black on screaming yellow, no frills.

Im Erdgeschoß gibt es Handtücher, Bettwäsche, auch mal ein paar billige Klamotten und alles, was der Einkäufer sonst so gefunden hat. Im Keller findet man vor allem Wachstuch für Tischdecken, aber auch mal Stoff für Duschvorhänge, dazu Schaumstoff und anderes Polstermaterial.

Wer durch das ebenfalls mit Stoffen vollgestopfte Treppenhaus nach oben stapft, findet im ersten Stock Bekleidungsstoffe. Bedruckte Baumwolle ab 2 EUR/m, Mantelflausch aus Kunstfaser für 7 EUR/m oder einen Stoff für Anzug oder Kostüm für 5 EUR/m? Die günstigen Stoffe sind nicht von der hochwertigsten Qualität, aber oft in modischen Farben oder Mustern und somit ideal für ein Teil für einen Saison oder ein schnell wachsendes Kind. (Oder auch zwei, denn auch wenn Kunstfaser und Mischgewebe dominieren, haltbar sind die Stoffe oft doch.) Und wenn man ein bißchen genauer hinsieht, findet man durchaus auch schöne Sachen, wie uni-Leinen für 7 EUR/m, schöner Wollboucle für 12 EUR/m oder bezahlbares Vichy-Karo aus Baumwolle in verschiedenen Farben und Karogrößen. (Nur die Dupionseide ist meist teurer als in der Deballage du Marché Saint Pierre, da sollte man zweimal hinsehen.)

Generell zweimal hinsehen sollte man auch, was das Personal tut, denn die einzelnen Angestellten sind unterschiedlich motiviert und abgeschnitten wird eher knapp. Bei elastischen Stoffen auch gerne mal gedehnt. Man nimmt also lieber etwas mehr…

Außerdem gibt es in dieser Etage dann auch noch Nähgarn, Knöpfe, Bänder und Borten und sogar Handstickgarn, Perlen und manchmal Wolle und Stricknadeln. Was halt gerade so da ist.

When you enter you’ll find on the ground floor towels, bedsheets and maybe even some cheap clothes and anything else the buying agent did find for few money. In the basement you’ll find oilcloth in different prints, sometimes also fabric for shower curtains ans foam and material for stuffing.

If you move up through a staircase with fabric leaning to the wall to the first floor you’ll enter the department of fabric for garments. Cotton prints from 2 EUR/m, coat fabric for 7 EUR/m or a fabric for a suit für 5 EUR/m? That is possible. The cheap fabrics are of course not the best quality often in fashionable colours or designs, so perfect for a one-season-garment. (Or even two or three, because even though the materials are mostly polyester or poly-blends, they are surprisingly lasting.) And if look closer you can also find nice linens for 7 EUR/m, boiled wool for 12 EUR/m or affordable Vichy-checks from 100 % cotton. (Only plain silk is usually cheaper at Deballage du Marché Saint Pierre, so choose well, if you want to buy that.

And also better look out what the staff does. They are not all equally motivated and when they cut the fabric it may be a bit scant. Knit fabric may even be stretched. So better buy some more… (Not so difficult at those prices.)

Also they have a small choice of thread (sometimes also serger thread), buttons, ribbons and trims and even beads, wool or hand embroidery thread.

Im zweiten Stock liegt der Stoff dann in Kartons und wird nach Gewicht verkauft. Interessanter ist hier allerdings was sich hinter den raumhoch verglasten Theken abspielt: Hier gibt es eine große Auswahl afrikanischer „WAX“-Stoffe, bunte Drucke, Batiks, aber auch Damast. Diese muß man sich vom Personal zeigen lassen und sie werden in 5 yard Coupons verkauft.

In the second floor the fabrics are in boxes, pieces, some bigger, other smaller and are sold by weight. But what is more interesting is what lays behind the glass counters: A big choice of african „WAX“-fabric, colourful prints, batiks but also damask. Those fabrics you can not fumble yourself, they are displayed on the wall and the staff has to show you your chioce through the glass. They come precut to 5 yard coupons.

Noch ein Stock höher geht es zu Vorhang und Möbelstoffen. Auch hier sieht man den billigen Stoffen meist deutlich an, daß etwa der Druck weniger detailliert und sorgfältig ausgeführt ist als bei den teureren Varianten beim Raumausstatter oder der Stoff dünner. Doch auch hier finden sich echte Schnäppchen. Und manchmal ist die einfache und billige Variante besser als nichts. Und da es meist etliche der typischen französischen etwa barocken Muster gibt, ist das auch eine gute Quelle für historische Kostüme.

Next floor is home decor, fabric for upholstery and curtains. Again the cheap fabrics look different from their more expensive „look alikes“ in the fancy and more expensive specialized shops. The fabric may be thinner and more flimsy, the print visibly simplified or not so accurate. But also here you can spy real bargains. And sometimes the simple version for 1/3 of the price may have its attractivity. Often you’ll find her the typical french „baroquesque“ designs like fleur de lys and of course toile de Jouy which makes it a good source for historical costumes.

Ich mag diesen Laden für seinen Wundertüteneffekt, weil man nie weiß, was man gerade findet und die echten Schnäppchen, die sich immer wieder auftun lassen.

I like this shop for the surprise (you never know, what they will offer this week) and for the real bargains you can find. (But of course not always will, but without that hunting would be boring… 😉 )

Adresse: 49, boulevard Barbès, 75018 Paris (Métro Marcadet-Poissonièrs)

(Es gibt sehr viele Filialen in Paris und in ganz Frankreich, aber die meisten sind kleiner und nicht alle haben auch Stoffe.)

(The company has a lot of shops all over Paris and the rest of France, but most of them are smaller and not all of the carry fabrics.)

Und natürlich gibt es eine Webseite: And of course there is a website: www.toto.fr

Meine Reisen und mein Reisemantel

Travelling and my travel-coat

Ein Reisemantel ist ja eine feine Sache, aber wenn man ständig herumreist, ist es etwas schwierig, die Zeit zu finden ihn zu nähen. Immerhin habe ich in Paris meine Zutatenliste weiter abgearbeitet.

A travel coat is a great thing, but with all my travelling it’s difficult to find the time to sew it. At least I bought some of the necessary notions in Paris.

Knöpfe, Einlagen, Schnallen

Zuerst war ich bei Entrèe des Fournisseurs (was sich anbietet, weil er ja quasi um die Ecke ist) und habe dort Knöpfe in zwei Größen gefunden. Metalloptik, aber angesichts meines leichten Stoffes aus Kunststoff.

Danach zog ich gen Montmartre auf der (erfolglosen) Suche nach Jersey für ein anderes Projekt. In einem der kleinen Kurzwarengeschäfte dort fand ich immerhin eine Gürtelschnalle. Dabei viel mir ein, daß ich an den Ärmelriegeln statt Knöpfen eigentlich auch lieber Schnallen hätte, also habe ich kleine Schnallen auch noch mitgenommen. Jetzt habe ich die kleinen Knöpfe übrig… denn an den Taschen brauche ich keine, denn die mache ich anders. Allerdings sind die Schnallen glänzend, also werde ich versuchen, sie noch matt zu bekommen.

First I went to Entrèe des Fournisseurs (it’s just around the corner) and bought the buttons in two sizes. They look like metal, but are lightweight plastic, more suitable for my fabric.

Then I went on to Montmartre on a (futile) quest for jersey knit for another project. But in one of the smaller shops for notions I found a belt buckle. Looking at it I decided I preferred buckles for the sleeves instead of buttons and bought smaller ones, too. What did I buy the small buttons for? The buckles are shiny I’ll try to find a way to make it matt.

Und weil der Laden auch Einlagen hatte, habe ich noch Gewebeeinlage gekauft.

Denn ich wollte mich diese Woche nicht nur an das Aufbügeln der Einlagen machen, sondern auch anfangen zu nähen. Mindestens die Knopflöcher, denn es sollen Paspelknopflöcher werden.

Tja… dann fiel mir allerdings ein, daß die Adventszeit vor der Tür steht und ich zu allermindest dringend die Honigleckerli und die Pommeranzenbrötchen machen sollte, denn die müssen erst einige Wochen liegen, damit sie weich werden.

The shop also had interfacing, so I bought woven interfacing, too.

The plan was to start sewing this week, like the bound buttonholes. (If you have no time, make the pattern more complicated and time consuming. One of my most favourite rules… )

Until I recognized how close the advent time is. And that baking „Honigleckerli“ (a kind of gingerbread) and „Pommeranzenbrötchen“ was getting urgent. Because they have to be stored some weeks before they are soft enough to eat them.

Und heute wollte mein Schwiegervater wissen, welchen Schnellkochtopf ich jetzt zu Weihnachten möchte, also mußte ich in die Stadt. (Ein paar andere Sachen waren auch aus…) Da ich die no name Einlage immer noch nicht vorgewaschen hatte, habe ich gleich noch bewährtes G785 gekauft, das ich stattdessen verwenden werde. (Falls sich noch jemand fragt, wo meine vollen Stoff und Zubehörkisten herkommen… *g*)

Adam, beantwortet das deine Frage? 😉

And today my father in law wanted to know what model of pressure cooker I wanted for Christmas, so I had to go to town. (Okay, there were other things I also needed…) As I hadn’t found the time to preshrink my no name interfacing I also bought G785 that I’ll take instead of the woven interfacing. (If anyone still asks how my stash builds… *g*)

Adam, does that answer your question? 😉

(Groß)Kurzwaren-Shopping in Paris: Pappo Paulin

Großhändler gibt es in Paris ja auch so einige, der Nachteil ist, daß sie in der Regel eben nur „en gros“ verkaufen. (Bei Pappo Paulin versteht man darunter ab 1000 Meter. Eine Rolle Borte eben. *g*)

Aber… in diesem Geschäft bekommt man alles auch einzeln. Satinbänder, edle oder flippige Borten, Spitzen, Perlen, Anhänger, Straß, Gürtelschnallen, Taschenhenkel,… was kreative Frau eben so braucht.

Und mein Verdacht ist, daß der sichtbare Teil der kleinere ist… da sind noch jede Menge Holzkästen und Schubladen… bei speziellen Wünschen dürfte fragen lohnen.

There are a lot of shop for wholesale of fabrics and notions in Paris. The problem is… they are wholesale only. (Pappo Paulin speaks of something like 1000 metres of the same trim.)

But this shop also does retail. So you can get different kinds of trims and braids, lace, beads, rhinestone, beltbuckles, handles for bags,… whatever your creativity asks for.

And I think what you see is only the smaller part of what they have. There are plenty of boxes and drawers… so if you are looking for something special asking might be a good idea.

Adresse: Pappo Paulin et Cie, 47, rue du Caire, 75002 Paris, (Metro Réaumur Sébastopol)

Für alle die nicht nach Paris kommen zum Trost die Webseite: www.pappopaulin.com/

Kurzwarenshopping in Paris: Entree des Fournisseurs

Shopping for notions in Paris: Entree des Fournisseurs

Was es hier nicht gibt, das gibt“s nicht. Oder so

Die große Fensterfront zum Hof dient nicht als Schaufenstern, sondern um Rollenständer davor abzustellen. Alle Arten Band, von Rips- über Satin-, Chiffon-, Samt-,… in allen Breiten, einer unglaublichen Farbvielfalt, uni oder auch gemustert, gewebt, gestickt…..

What you don’t find there doesn’t exist…

The big windows to the courtyard  are no showcases, the place behind is just filled with displays for all kind of trims, braids, ribbons,…. satin, chiffon, velvet,… all width, any colour, solid colours or patterned, woven, embroidered,…

Auf den (laut Webseite) 120m² navigiert man dann um die Knopfschränke herum, Farben, Stile, Materialien,… wer hier nicht fündig wird, muß selber backen. (Wobei ich knopftechnisch etliche „alte Bekannte“ getroffen habe, denn Jim Knopf etwa gibt es in Aachen beim Scherzkeks auch…)

In einer anderen Ecke warten hochwertiger Filz, Baumwollstoffe (original „Liberty“), Kinderschnitte von Citronille, Strickgarne und Wolle, alles fürs Handsticken, von Seide über Baumwolle bis Wolle,… Bücher, Strickanleitungen,… und das alles im Zentrum von Paris.

Inside you have 120 m² (according to the webside) to navigate around buttons. Whatever colour, style, material you want…. if they don’t have you’ll have to make it yourself. (Even though not everything was new to me. The famous „Jim Knopf“ buttons can also be found at the Scherzkeks-Shop in Aachen.)

Another corners accomodate felt, cotton fabric (mostly „Liberty“), sewing pattern for children from „Citronille“, knitting yarns and wool, embroidery thread in cotton, silk, wool,…. books, knitting pattern,… and everythin right in the center of Paris.

Fin, bref,… wer im Marais ist (der Weg zur Place des Voges läßt sich leicht und unverdächtig so legen, daß nicht-nähende Begleitpersonen erst merken, was vor sich geht, wenn sie schon drin sind.. 😉 )und das an einem Wochentag, der sollte sich dieses Kurzwarenparadis nicht entgehen lassen. Und einen gut gefüllten Geldbeutel mitnehmen.

Fin, bref… when you are in the Marais (and it’s between Hotel Carnavalet and Place des Voges, so any not sewing familymember will only recognize what’s going on when he or she is already in…) and not on a Sunday, then come in. And better start saving for that event now… 😉

Alle anderen können sich auf der Webseite (www.entreedesfournisseurs.com) zumindest mal umgucken, auch wenn dort das Sortiment nicht zu besichtigen ist und der Katalog nur einen Bruchteil des Sortiments zeigt. (Update September 2008: die Webseite zeigt inzwischen zumindest einen Großteil des Angebots.)

The rest of the world can at least visit the website: www.entreedesfournisseurs.com (I’m not sure whether it contains all they have, but there is at lot of it.)

Adresse: 8, rue des Francs Bourgeois, 75003 Paris (Metro St Paul)

Hinter den Kulissen oder tausend Meter Bänder

Zumindest kam es mir so vor…

Ich habe ja schon einiges an Umzugserfahrung, ich weiß, daß es immer mehr Arbeit ist, als es auf den ersten Blick aussieht, auch, daß Dinge, die recht harmlos aussehen, viel, viel Arbeit beherbergen können.

Aber wie viel Arbeit hinter dem Aufbau eines Stoffladens steckt, hätte ich mir dann doch nicht träumen lassen.

Silvia ist mir ihrem Laden Scherzkeks-Stoffe ja umgezogen. Das Stofflager war durch den Räumungsverkauf prächtig reduziert, als BizzKids-Conzeptstore kamen neue Möbel sowie die neue Stoffkollektion gleich an die neue Adresse. Und der Umzug fand „nur“ innerhalb Aachens statt.

Und trotzdem stand ich in den letzten Wochen schon das eine oder andere Mal sortierenderweise im neuen Laden und am Freitag (oder eher Samstag…) dann bis drei Uhr morgens, legte Bänder, Borten, Paspeln und Gummikordeln in Rollenkörbchen, spießte Nähgarnrollen auf zuvor zusammengebaute Lochständer, sortierte farbige Druckknöpfe an eine Wand und Glitzerborten und bunte Häkelspitze in Kisten, bestückte Gestelle mit Applis… argh Das müssen Kilometer an Kurzwaren gewesen sein!!

Ne, ich hätte nicht gedacht, daß das sooo viel Arbeit macht, einen Laden einzuräumen.

Und die ersten Kunden mußten am Samstag morgen noch über den Staubsauger klettern… :o)

Aber uff es ist geschafft. Ich kenne die meisten Bänder, Borten und Knöpfe jetzt bei ihrem Vornamen und muß nur noch Zeit finden, die unzähligen kreativen Einsatzmöglichkeiten die mir dazu eingefallen sind auch umzusetzen. 😉

(Nur Bilder gibt es keine…. Die Digicam liegt noch im Büro, aber in Silvias. 🙁 )