Vogue V8562, Very Easy Vogue (Jacke)

Diesen Schnitte hatte ich mir mal gekauft, weil ich das mit dem Kimonoärmel mal ausprobieren wollte. Außerdem versprach „Very Easy Vogue“ ein schnelles und einfaches Projekt, das dennoch ein bißchen schicker aussieht, als eine „normale“ simple Jacke.

Jacke VogueAls ich dann einen passenden Schnitt für die bestickte Seide suchte, nämlich einen der möglichst wenig Teilungsnähte hat, sprang mich der wieder an. Und angesichts meines straffen Zeitplanes erschienen mir die vier Nähte, die man dafür braucht auch sehr attraktiv.

(English Review is on Pattern Review as usual.)

Trotzdem war ein Probeteil Pflicht, denn zum einen hätte ich die Seide nicht nachkaufen können, zum anderen habe ich seit den 80er Jahren keine Kimonoärmel mehr gehabt und war doch eher ratlos, wie ich da eine FBA durchführen sollte. Andererseits weckten die Angaben zum Umfang des Kleidungsstückes an Brust und Hüfte die Hoffnung, daß es möglicherweise ohne große Änderungen gehen könnte.

Laut Größentabelle bräuchte ich 22 an der Brust und 24 an der Hüfte, normaerweise mache ich eine 20 mit FBA und gehe dann an der Hüfte auf 22 oder 24 raus, je nach dem. Also habe ich mir den Schnitt mal mutig in Größe 20 kopiert.

Auf meine üblichen Längenänderungen oberhalb der Taille habe ich auch verzichtet, die Teile sind gerade, der Gürtel verläuft ohnehin deutlich überhalb der Taille und irgendwie dachte ich, es könnte ohne gehen.

ProbejackeDa ich außerdem mal wieder eine neue Frühjahrsjacke brauchen konnte habe ich mir als Probeteil dann einen bestickten Polytaft aus meiner Truhe geholt. (Den hat mir Kristina mal geschenkt, weil ihn ihre Tochter doch nicht wollte oder so.)

Ein näherer Blick auf die Anleitung zeigte mir dann, daß ich da doch einiges ändern müßte, die Verarbeitung wirkt ein wenig so, als hätte jemand nach Erstellung des Schnittes alle potentiellen Schwierigkeiten aus der Anleitung gestrichen.

So gibt es keinerlei Einlagen. Daß das nicht recht funktionieren kann, wenn man einen stehenden Kragen haben will, wie der Umschlag des Schnittmusters zeigt, war mir ziemlich klar. Nicht so gut gefällt mir auch, daß der Tunnel für den Taillengurt einfach durch steppen durch Futter und Oberstoff erzeugt wird. Das ist einfach (wobei durchaus die Gefahr besteht, daß man dabei alles verzieht, so viel zum Thema Anfängerschnitt), sieht aber nicht so schön aus. Und einfach ein großes Knopfloch um den Gürtel durchzuziehen… einfach ja, aber nicht so schön. Diese Sachen wurden also geändert. (Daß auch das Paßzeichen für die Schulter nur auf einem der Teile vorhanden war und kein Gegenstück hatte fiel für mich auch nicht ins Gewicht, aber es macht das Leben des Nähanfängers nicht einfacher.)

Ich habe mich, weil ich es auch ein wenig wärmer haben wollte, entschlossen die Vorderteile und Rückenteile mit dünnem Volumenvlies zu doppeln. Da ich nicht mehr so viel von einer Sorte hatte, haben die Vorderteile eine andere Sorte als die Rückenteile. Fällt aber nicht auf. Damit man das Volumenvlies nicht durch die Gürtellöcher sieht habe ich einen Streifen Futterstoff von Rechts festgesteppt und erst danach kam das Volumenvlies. Und die Öffnungen für das Taillenband wurden als Paspelknopflöcher gemacht. Das sieht doch besser aus.

Als Futter habe ich mein bewährtes Venezia genommen und wie in der Anleitung angegeben mit der Maschine verstürzt. Warum große Druckknöpfe von Hand annähen (und zwar so, daß man sie nicht auf der rechten Stoffseite sieht) einfacher als ein normales Knopfloch ist weiß ich nicht, aber bei „Easy“ Schnitten ist das derzeit „in“. Also kamen noch Drücker von Prym drauf.

Von der Paßform war ich dann auch recht zufrieden. Der Gürtel verläuft bei mir etwas oberhalb der Taillenlinie, bei Leuten mit normalem Oberkörper dürfte es aber schon deutlich Empirelinie sein. (Das sieht man auf dem Schnitt, auf der Zeichnung auf dem Umschlag ist das aber nicht so deutlich zu erkennen.)

Die Verarbeitung machte mich noch nicht ganz glücklich. Man sieht das Futter an dem weiten Kragen und außerdem war es trotz des Volumenvlieses doch noch recht weich und hatte die Tendenz, etwas in sich zusammenzufallen.

Also gab es für die endgültige Jacke noch ein paar Änderungen: Die Jacke ist komplett mit Wollwatteline unterlegt. (Hat einen schöneren „Fall“ als Volumenvlies) Ich habe am Saum 4cm Saumzugabe angeschnitten, habe für Kragen und vordere Kante Belege gezeichnet und an den Ärmelsäumen ebenfalls einen Saumbeleg gearbeitet. (Hierfür habe ich je einen breiten Schrägstreifen aus dem Oberstoff geschnitten.)

Die Vorderteil- und Kragenbelege wurden mit Seidenorganza gedoppelt, ebenfalls habe ich je einen Streifen Seidenorganza von Hand auf Saum und Ärmelsaum genäht.

Durch die vielen Änderungen und die Watteline mußte ich die Rehenfolge des Nähens komplett verändern, sprich die Anleitung war damit ziemlich hinfällig. Ich habe zuerst die gepaspelten Öffnungen für die Schleife in die Vorderteile genäht, dann die hintere Mittelnaht geschlossen und dann die Seitennähte. Anschließend kam ein Streifen Futterstoff auf die linke Seite um den Tunnel für den Gürtel zu bilden. Auch die Saumverstärkung aus Organza kam auf die Säume.

An der Watteline wird ebenfalls die hintere Mittelnaht geschlossen (von Hand und auf Stoß), dann ebenso die Seitennähte in der Watteline. Danach konnte ich die Wattelinie an der vorderen Kante und der Krangenkanten feststeppen und die Schulter/Ärmelnaht schließen. Diesmal durch alle Stofflagen. Dann den zusammengenähten Beleg an vorderer Kante und Kragen verstürzen, die Säume von Hand annähen und das Futter (wieder Venezia von Rieckmann-Kurzwaren) von Hand einstaffieren. (Und der Vollständigkeit halber: Die bestickte Seide war von Sacré Coupons in Paris und der Faden natürlich AlterfilS 120 von Alterfil.)

Dann nur noch die Druckknöpfe in dem schönen Bronzeton (von Plissee Becker in Köln) so aufgenäht, daß sie durch die Watteline aber nicht den Oberstoff gehen und den Gürtel einziehen. Letzterer war das Einzige, was ich tatsächlich nach Anleitung genäht habe. (Wenn man eine schöne Schleife binden will, dann sollte man überlegen, auch den Gürtel etwas mit Einlage zu verstärken.)

Jacke Vogue V8562Mit den Ergebnis bin ich so sehr zufrieden.

Die Jacke fällt elegant und ist nicht steif, bringt den Stoff gut zur Geltung und ist gleichzeitig nicht zu formell. Ich kann damit also sicher auch mal eine Jeans etwas aufpeppen.

Und obwohl ich zuerst etwas Zweifel wegen der Form hatte gefällt sie mir jetzt auch für meine Größe. Die hohe Taillenlinie kommt mir sogar entgegen, denn Emprie sitzt bei mir ja immer nur ein bißchen oberhalb der Taille.

Durch die Watteline ist sie auch angenehm warm ohne schwitzig zu sein. Die helle Probejacke habe ich auch schon einige Male getragen und trotz der dünnen Vlieseinlage ist auch diese überraschend mollig. Nur wären lange Handschuhe oder Stulpen an kalten Tagen noch praktisch… (Ein Lace-Projekt….?)

Allerdings war es wirklich viel (Hand)Arbeit, die nötig war, damit die Jacke auch so edel wurde. „Schnell“ war die Jacke nicht und wenn man sie so „easy“ näht wie in der Anleitung beschrieben, dann dürte sie nicht so schön werden. Zumindest eine Lage Vlieseline am Kragen sollte man auf alle Fälle anbringen.

Zum empfehlen ist der Schnitt für Anfänger nur eingeschränkt. Zumindest ein bißchen Vlieseline sollte man einarbeiten. Aber wenn man weniger pingelig ist als ich und einen dickeren Stoff nimmt dann kann es wohl auch eine schnelle und einfache Jacke werden.

Ob ich den Schnitt noch mal verwenden werde weiß ich nicht recht, ich habe schon zwei Varianten. Wobei… in bodenlang als Morgenmantel…? (Dann aber wieder in der „einfacheren“ Variane wie die Testjacke…)

Endlich die Bilder!

Here are the pics!

Zu recht angemahnt kommen jetzt hier endlich die Bilder von meiner Eilnähaktion im letzten Monat.

EtuikleidZunächst einmal das Kleid. (Und nein, das ist keine Frisur auf meinem Kopf, das sind nur irgendwie aus dem Weg verräumte Haare.) Nach meinem inzwischen „Standardschnitt“ für Etuikleider aus einem Wolle und Seide Gemisch in blau. Die Ärmel sind an sich schmale, lange Ärmel, die habe ich etwas erweitert. Den Ausschnitt hatte ich so schon mal genäht. Für Beinfreiheit sorgen vier Schlitze.

Das Kleid ist sonst nicht weiter aufregend oder so, eben ein Standardkleid, das dadurch zu verschiedenen Gelegenheiten passen soll und bei dem Schmuck im Ausschnitt auch gut zur Geltung kommt.

Die Falten kommen vom Sitzen im Auto, lustigerweise sah man die im Haus nicht, erst die Sonne im Freien bringt sie so deutlich hervor.

As requested, here are finally the fics of my hectic sewing last month.

First the dress (no, there is no special hair-do on my head, it is „no hair-do“ with the hair just put away in a hurry), a plain, boring dress after my trusted dress pattern. I put a little flare into the sleeves, that’s all. The fabric is a wool-silk blend that wears well. Four vents assure walking ease. So nothing special, versatile dress for many occasions and a neckline that allows to show of jewelry if the occasion permits it.

The creases are from sitting in the car and were funily not visible inside the house, only the sun made them show like that.

Kleid und JackeUnd hier das ganze Ensemble, wie ich es auch auf der Hochzeit an hatte. Um die Jacke auszuziehen war es nämlich nicht warm genug.

Im Ganzen passte es aber auch sehr gut zur Veranstaltung. Von den anwesenden Deutschen war ich zwar die eleganteste (wobei niemand komplett „daneben“ war), aber für die gesamte Feier… genau richtig. 🙂

That is the complete outfit as I wore it. It wasn’t warm enough to take of the jacket.

Für das nächste Mal brauche ich noch neue Schuhe. Diese hier sind einfach zu klein. Ich habe zwar den halben Tag damit überstanden, aber danach waren meine Knöchel gleich doppelt so dick… hilft nichts.

Und eine passende Clutch wäre auch nett…

For the next time I’ll wear it I need new shoes. Those are to small. I could stand in them for this occasion, but after those few hours my ankles had doubled in circumference. Just… to tight.

And a clutch fitting the outfit would be nice, too.

Ich hoffe, ihr hattet alle ein schönes Osterfest! Und ich gehe im Wohnzimmer mal „Nachlese“ halten. Die „wilde Horde“ die uns Ostern besucht hat (ein Teenager und zwei Prototeenager) hat dieses Jahr zwar schnell aber nicht sehr gründlich gesucht, da ist noch einiges zu holen. 🙂

I hope you all had a happy Easter! And I’ll be going down to the living room now, to do the „gleanings“. The „wild horde“ that visited us for easter (one teenage kid and two prototeenage kids) did a quick search this year but not a very profound one. So there are still some yummies to pick. 🙂

In einer perfekten Welt…

In a perfect world…

… hätte ich am Sonntag die Jacke fertig bekommen, hätte gestern das Futter zugeschnitten und es heute genäht, damit ich morgen das Kleid zuschneiden könnte und es bis Donnerstag so weit genäht hätte, daß Frau mhs mit ihrem Rockabrunder die Länge festlegen könnte.

… I’d finished the outer jacket on Sunday, had cut the lining yesterday and had sewn it today. So I could cut the dress tomorrow and sew the basic shape of it until Thursday so Frau mhs could come with her magic machine and helping me to determine the length of the dress.

JackeIn einer weniger perfekten Welt habe ich die Jacke gestern fertig genäht, habe heute das Futter zugeschnitten und genäht, so daß ich eine Chance habe, morgen das Kleid zuzuschneiden und es bis Donnerstag so weit genäht zu bekommen, daß der Rockabrunder tatsächlich zum Einsatz kommen kann. (Frau mhs, bitte den „Pftpft“ mitbringen. 😉 )

In a less perfect world I finished the jacket yesterday and cut and sew the lining today so I can cut the dress and still have a chance to have the basic construction done until thursday.

Futter und Jacke sind jetzt so weit, daß nur noch Handarbeit übrig ist. Säume und Belege festnähen und das Futter einnähen. Da ich das Wochenende mit meiner Mutter verbringen werde, hoffe ich auf genug Zeit zum Handnähen bei gemütlichen Gesprächen auf dem Sofa.

Construction of jacket and lining are finished, there are only handstitches to do. Stitching the hems and the facing and attaching the lining is what is left to do. I’m spending the weekend with my mother and I hope I’ll be able to do the handsewing while we sit around and chat.

Die Lage ist alles

Placement is everything, and that is not only true for real estate

Und das gilt nicht nur für Immobilien.

Mein Stoff hat ja eine flächendeckende Stickerei, also muß ich den Schnitt so auflegen, daß es zumindest in der hinteren und vorderen Mitte paßt. Wie man das macht, zeige ich heute. Es ist nicht wirklich schwierig, aber zeitaufwendig. Der Zuschnitt nur des Oberstoffs dauerte vier Stunden.

My fabric has an all over embroidery so I have to choose well where to cut, because I want the pattern to match at the middle front and back. How to do this I’m going to show now. It is not really difficult, but time consuming. Cutting the outer fabric only took me four hours.

RückenteilZuerst habe ich den Stoff mal ausgebreitet und die Schnitteile ein wenig hin und her geschoben. Einlagigs Zuschneiden ist hier ohnehin Pflicht, das Muster ist nicht gespiegelt oder so. Dabei habe ich festgestellt, daß ich das Rückenteil so zuschneiden kann, daß die Naht (oder zumindest der gerade Teil der Naht, in der Krümmung kann man das Muster nicht passend machen) fast ganz zwischen den Motiven verläuft. Das spart schon mal viel Mühe. Auch beim Vorderteil habe ich mir eine Stelle gesucht, wo ein „Bruch“ etwas weniger auffällig ist.

Anschließend habe ich ein Vorderteil und ein Rückenteil zugeschnitten. Am Vorderteil habe ich die vordere Mitte (sowie den Tunnel für die Schleife) mit einem Heftfaden markiert, diese benutze ich auch als „Paßstelle“. Alternativ kann man auch die Nahtzugabe der vorderen Kante markieren und an der vorderen Kante anpassen,

Am Rückenteil, das hier im Bild zu sehen ist, habe ich den Taillentunnel markiert und dann die Nahtzugabe der hinteren Mitte.

If you want to match a pattern like that you have to cut single layer. I took my two pattern pieces (back and front) and decided how to arrange them on the fabric. I found that it was possible to cut the back in a way that most of the center back seam is between the embroidery and will only have to be matched on a few places. For the front also I found a placement with not to much going on where the fronts will overlap.

Then I cut one front and one back, single layer. On the front I thread traced the casing for the belt and the front middle which I use for the matching. At the back (see pic above) the casing it thread traced and the back middle seam is also marked.

passend aufgelegtAnschließend wir der Stoff an der Markierung nach links gefaltet, also am Rückenteil die Nahtzugabe weggefaltet und am Vorderteil alles jenseits der Mittellinie.

Danach heißt es puzzlen. Nämlich das zugeschnittene Teil so auf den Stoff legen, daß kein Musterversatz da ist. Dabei lohnt es sich, auch die Reihenfolge der Teile zu ändern. Ich konnte ein Vorder- und ein Rückenteil nebeneinander zuschneiden, bei den beiden anderen Teilen ging das nicht. Hätte ich das zweite Rückenteil darüber plaziert und dann das zweite Vorderteil noch mal darüber hätte mir der Stoff (immerhin 3m für einen Schnitt, der 1,80m bei ungemusterten Stoffen braucht) nicht gereicht. Andersherum, also erst das zweite Vorderteil und dann das zweite Rückenteil ging es problemlos und ich hatte mehr als genug für die Schleife übrig. (Das Bild zeigt jetzt übrigens das Vorderteil.) Und natürlich feststecken, wenn man die richtige Plazierung gefunden hat.

Next thing is to fold the cut pieces at the chosen placement line to the wrong side of fabric. On the back you fold back the seam allowance, on the front you fold along the middle line.

Not just match the cut pieces to the fabric. It’s worth checking different option. I my case I could cut the first front and the first back from one width of fabric. Not so the second ones. I tried to layer first the second back piece and then the second front above that… my fabric wouldn’t have been enough. But starting with the second front and placing the second back above saved me largely enough for the tie. When you have found a position on the fabric where the pattern matches pin the already cut piece to the fabric.

FadenmarkierungWichtig ist an der Stelle noch ein Gegencheck mit dem Papier(oder in meinem Fall Folien)schnitt, ob das Schnitteil auch zur Seite genug Platz hat um noch drauf zu passen.

Dann markiere ich wieder mit einem Nähfaden (dicker Heftfaden auf Seide ist nicht so gut, ich will ja keine großen Löcher, feine Nadel und gutes Nähmaschinengarn sind gerade richtig) die Faltlinie meines Schnitteils auf dem noch ungeschnittenen Stoff.

Don’t forget to check with your paper pattern piece that you have enough width to place the pattern you want to cut next.

Then you take sewing thread and a fine needle (basting thread wouldn’t be good on silk, who wants big holes?) an threadtrace the foldline of your cut piece to the uncut fabric.

Schnitteil auflegenDas zugeschnittene Teil kommt weg und entlang der gehefteten Linie lege ich jetzt wieder meinen Folienschnitt auf. Dabei verläuft beim Rückenteil (im Bild) die Nahtlinie der hinteren Mitte auf der markierten Linie, beim Vorderteil die vordere Mitte.

Schnitteil feststecken und das bereits dzugeschnittene Teil noch mal daneben legen. Einmal um an Querlinien (hier die Markierungen für den Tunnel) zu kontrollieren, ob die Höhe auch stimmt, zum anderen um sicher zu gehen, daß man nicht hinterher zwei linke oder zwei rechte Teile hat…

Now you remove the cut piece and put the pattern on the fabric. (Plastic sheet here is better than paper because you can easily see through.) For the back the seamline of the pattern has to match the threadtraced line on the fabric, for the front the middle front.

Pin the pattern to the fabric and before you cut place the already cut front or back against the fabric again. Once to check horizontal lines (in my case the casing for the tie) to match also and second to be sure that you do not end up with two left fronts or two right backs…

Dann nur noch zuschneiden. Das Zuschneiden der beiden Teile für den Gürtel war übrigens reine Erholung…

Then cut the rest. After that cutting the tie was real fun!

Das war es, womit ich den gestrigen Tag verbracht habe. Heute hingegen standen die Paspelöffnungen für den Gürtel auf dem Plan.

PaspelöffnungCapricorna hatte mir den Tip mit einer Technik aus Threads gegeben. Das Heft hatte ich nicht, aber ich konnte mich erinnern, daß Summerset mal ein kleines Tutorial gemacht hatte (danke dafür!) und das versorgte mich mit den Informationen, die ich brauchte.

Und so sieht die Öffnung auch passabel aus. (Wenngleich ich sie als gemogelt empfinde, weil die Schnittkanten nicht eingefasst werden, sondern die Paspeln nur druntergeschoben… aber optisch ist das Ergebnis gut.)

Cutting was what I did yesterday, today I worked on the welt openings for the tie.

Capricorna had suggested to use a technique from Threads. Only I didn’t have that issue, but I remembered that Summerset once made a little tutorial about it (thanks for that!) and that provided me with all the information I needed.

So the opening for the tie looks good. (Though I still feel this technique is kind of „cheating“, because the edges are not really bound… but the result looks good.)

Außerdem habe ich den Gürtel genäht (bis auf die letzten Handstiche, aber die können warten) und die Schnitteile für die Belege gezeichnet. Aber das ist ja nicht so schwierig. Morgen ist dann erst mal wieder ein langer Tag Geldverdienen angesagt, da wird es wohl nichts mit Nähen.

Also I made the tie today (except the last slipstitches, but that can be done later) and I drew the pattern for the facings. But that’s not difficult at all. Tomorrow there will be a long day making money, so probably no time for sewing.

Test geglückt!

Testing successfull

Jacke nach VogueEs geschehen tatsächlich noch Zeichen und Wunder. Nicht nur, daß die Jacke am Wochenende fertig wurde, nein, sie paßt auch. Ohne jegliche Änderung. Das hatte ich noch nie, glaube ich.

Sie sieht auch in etwa aus wie auf dem Bild des Schnittes, aber die Ärmel sind deutlich kürzer. (Eigentlich schreien sie nach langen Handschuhen, aber das schaffe ich vorher nicht mehr. Bärbel, willst du mir nicht noch eben lange Spitzenhandschuhe häkeln? Zwei Wochen sind doch ein Klacks für dich… *gg*) Daß der Gürtel laut Schnitt oberhalb der Taille liegt kommt mir zu paß, denn so sitzt er bei mir etwa auf der Taille.

Jedenfalls habe ich ja der Jacke auch gelernt, wie ich die andere Jacke sinnvollerweise nähen werde, denn meine Änderung mit der Wattierung zieht ja andere Änderungen nach sich. Statt das Futter mit der Maschine einzunähen (was ich hier mal wieder gemacht habe, was bei mir aber zumindest an den Ärmeln immer ungleichmäßig wird) werde ich Belege an allen Kanten aus dem Oberstoff arbeiten und das Futter von Hand einnähen. Das hat einmal den Vorteil, daß ich eine Bewegungsfalte einarbeiten kann und zum anderen… von Hand kann man ein Futter auch am Abend vorher noch im Hotelzimmer einnähen… *gg*

Miracles happen.. not only I did finish the test jacket this weekend, it also fits right out of the envelope without any alteration. I never had that ever. (I think.) I basically looks like on the pattern envelope, only the sleeves are shorter. (It calls for gloves, but I wont manage that in time.)

And with the assembly of this jacket I figured out what is the best way to sew the jacket. Since I’m using a batting and this makes major changes necessary in the process of sewing. Here I installed the lining with the machine with the usual result that the sleeves are a bit uneven. I decided to make facings for the silk jacket and then install the lining with handstitches. Which also has the big advantage, that you can hand sew a lining the night before in a hotel room….