MüMu-Schal, die Anleitung

MüMu-scarf, the pattern

Passend zur erneuten Schnee und Kältewelle und wie ich es versprochen hatte kommt hier die Anleitung für den Schal für den ich das schöne Buch gewonnen habe.

SchalDa der Schal gleichzeitig eine Mütze und einen Muff ersetzt, habe ich ihn „MüMu-Schal“ genannt.

Und er ist ganz einfach zu stricken.

Material: ca 3 Knäuel (150g) Schachenmayr nomotta „Kid Light“, eine kurze (40cm) Rundstricknadel Nr. 5, ein Nadelspiel Stärke 3,5.

Der Schal sollte locker gestrickt sein, weil er sonst zu steif und dick wird. Ich stricke eher locker, ein durchschnittlicher Stricker kann wohl eher eine halbe Nadelstärke weniger nehmen. Am besten macht man eine kleine Maschenprobe…

I had promised to post the pattern for the scarf I won the book with. So here it is. As tha scarf replaces bonnet („Mütze“ in German) and muff I called it „MüMu-Scarf“.

It’s easy.

Materials: about 3 balls of Schachenmayr nomotta „Kid Light“, a short (40cm) no. 5 circular knitting needle, 1 set of double point needles no. 3.5 (both cases european sizing)

The scarf should be knit rather loosly, elseway it might get to stiff. I’m normally knitting quite loosely, so the average knitter might use needles half a size smaller. Best you knit a swatch and check.

SchalWie das Bild zeigt ist der Schal einfach eine Röhre mit einer Öffnung an der einen Seite und einer doppelten Öffnung an der anderen Seite.

116M mit Nadel 3,5 anschlagen, auf das Nadelspiel verteilen, zur Runde schließen und im Rippenmuster 2re/2li 15 Runden stricken.

Danach auf die Rundnadel Stärke 5 wechseln und in Runden weiterstricken. Immer 9 Runden rechts, eine Runde links (Grundmuster).

Nach 33 Rapporten (oder 330 Runden) im Grundmuster werden die letzten 58 Maschen stillgelegt. Die ersten 58 Maschen stricken, 10M am Anschluss daran neu anschlagen und mit der ersten Masche wieder zur Runde schließen. Weitere 2 Rapporte Grundmuster stricken.

Eine Runde rechts stricken, dabei 12x jede 5. Masche abnehmen (=56 M). Auf Nadelspiel 3,5 wechseln, 15 Runden im Rippenmuster (2re, 2li) stricken und locker abketten.

Für die 2. Handöffnung 10M aus der unteren Kante der 10 neu aufgenommenen Maschen herausstricken, dann die 58 stillgelegten Maschen abstricken. Weiter in der Runde stricken, 2 Rapporte des Grundnmusters. Eine Runde rechts stricken, dabei 12x jede 5. Masche abnehmen (=56 M). Auf Nadelspiel 3,5 wechseln, 15 Runden im Rippenmuster (2re, 2li) stricken und locker abketten.

Fäden vernähen, fertig.

SchalAs the pic above shows is the scarf a tube, one opening ant one end, a double opening on the other end.

Cast on 116 stitches with needles 3.5, close to the round and knit ribs (k2, p2), After 15 rounds change to circular needle no 5 and knit the basic patter: [9 rounds knit, 1 round purl].

After 33 repeats of the basic pattern put the last 58 stitches on waste yarn or a spare needle. Knit the first 58 stitches, cast on 10 stitches directly after the 58 stitches and knit on in rounds. Make two repeats of the basic pattern. Then knit one round, decreasing 12x every 5th stitch (= 56 stitches). Change to needles 3.5, knit ribs for 15 rounds, bind off loosely.

Then pick up 10 stitches from the newly cast on stitches, knit the 58 stitches from the waste yarn and continue with the basic pattern in rounds for 2 repeats (20 rows). Then knit one round, decreasing 12x every 5th stitch (= 56 stitches). Change to needles 3.5, knit ribs for 15 rounds, bind off loosely.

Weave in loose ends, finish!

SchalDie letzten Bilder zeigen die beiden Tragevarianen. Entweder ein ganz normaler Schal.

Wenn einem dann an den Ohren kalt wird, dann steckt man den Kopf in die große Öffnung, drapiert den Schal locker hinter den Kopf, so wie man mag, legt ihn einmal um den Hals und läßt ihn über die Brust nach vorne hängen. Und dann kann man die Hände in die beiden kleinen Öffnungen stecken.

Wichtig ist, daß der Schal lang genug ist, da’man die Hände gut reinstecken kann, ohne sich selber zu würgen. Wer klein ist, braucht ein paar Zentimeter aus, wer einen langen Oberkörper hat braucht ein paar mehr.

The last pictures show the two possibilities to wear the scarf. Of course you can just put it around your neck, like any other scarf.

And when your ears get cold, then you put the big opening over your head, drape the scarf loosely behind your head (as you like it), run it once around your neck and let the rest hang on your front. When your hands get cold also, put them in the small openings.

It is important to make the scarf long enough. If it’s to short you strangle yourself when you put your hands in. So if you are short, your scarf can be shorter, if you are long better add one or two repeats of the basic pattern.

So, jetzt bin ich mal gespannt, ob jemand Lust hat, auch so einen Schal zu stricken. Die Rechte für den Schal und das Muster liegen bei mir, nachstricken zum persönlichen Gebrauch ist erlaubt und erwünscht. Ich freue mich, wenn ihr mir einen Link auf Bilder von eueren Variationen schickt. Man könnte den Schal ja auch mehrfarbig machen… Wenn er winddichter werden soll, dann die Nadeln vielleicht etwas kleiner oder etwas dickeres Garn? Die Anleitung darf nicht kopiert und weitergegeben werden, bitte gibt einen Link auf dieses Post weiter. Danke!

So now I’m curious to see whether someone wants to knit a scarf like that. Copyright is mine, of course, but you are invited to use the pattern and make a scarf for yourself or other private use. A link to a picture of your variation of this scarf would make me happy. You could do a multicoloured version… If you need more protection against wind then smaller sized needles for the hand and hand parts might be good. You are not allowed to copy the pattern and pass it on, please pass the link to this post. Thank you!

Stahl aus Puschelwolle

Doch, doch, das geht.

Nein, ich bin nicht unter die Alchemisten gegangen.

Wie dann?

Nun… es war einmal, vor langer Zeit (also so Anfang des Jahres…), da hat Anne auf der Hobbyschneiderin-Seite einen Wettbewerb ausgerufen. Loomblüten und was man damit so machen kann.

Ich hatte jetzt so gar keine Ahnung, was Loomblüten sind, also meldete ich mich an und gewann sogar ein Loomgerät der Firma Prym. (Die hatten nämlich zehn Geräte gestiftet, die verlost wurden.) Glücklicherweise lag auch eine Anleitung bei…. 😮

Schal mit Loom-Blüten Ich habe also zuerst mit diversen Wollresten gespielt, dann das eine ausprobiert, später das andere… eine tolle Idee gehabt, nach einiger Zeit gemerkt, daß die bis zum Abgabetermin nie fertig werden wird (liegt immer noch halbfertig hier), in der Materialkiste gekramt, noch mehr Ideen gehabt,… weiter gegraben… und mich letztlich von den beiden gelben Stickgarnen inspirieren lassen.

Gelb steht mir absolut nicht, ich liebe es aber trotzdem. Deshalb hatte ich wohl gelbes Garn. *g*

Aus dem bekannten Brazilia sowie einem Baumwollgarn, das ich doppelt genommen habe, damit es sich in der Stärke anpasst, entstand dieser Schal. Da mir ein Blick auf die Garnmenge verriet, daß es kein sehr „Garnfressendes“ Muster sein dürfte, entschied ich mich für glatt rechts mit einer gelegentlichen linksreihe, damit der Schal sich nicht einrollt. (Um genau zu sein: 1. Reihe rechts, 2. Reihe links, 3. Reihe rechts, 4. Reihe rechts. Und das dann wiederholen, bis das Garn aufgebraucht ist.)

Oder bis es fast aufgebraucht ist, denn der Schal braucht ja noch Loomblüten.

Tja, eigentlich sollten auf die hellen Felder Blüten aus der Puschelwolle. In der größten Größe. Leider hatte ich mich beim Stricken *hüstel* etwas verkalkuliert, so daß am Ende nicht mehr genug Puschelwolle übrig war. Und ich wollte wegen fünf oder sechs Metern kein neues Knäuel kaufen. (Außerdem war dann schon Ende März und die Winterwolle in den Regalen wurde immer spärlicher. 🙁

Dafür hatte ich noch goldene Roccailles. Also habe ich wie eine blöde zwei Wochen lang jeden Abend gefädelt, bis ich ungefäht eine komplette Dose Gütermann Roccailles auf Nylonschnur gefädelt hatte. Dann habe ich mir noch die Finger verknotet, um die Nylonschnur auch zu vernähen… (eine Häkelnadel hilft enorm, wenn man durch die Perlchen durchfädeln muß…) den Wollblüten noch je ein Paillettchen in gold verpaßt… und das Bild zu Anne auf die Reise geschickt.

Olfa Chenillecutter Heute morgen macht es „Pfluff“ im Briefkasten und mit einem Begleitschreiben, das meinen Fleiß beim Perlenfädeln lobt (das sollten meine früheren Lehrer mal lesen! Ich und fleißig… *g*) finde ich diesen etwas seltsam aussehenden Verwandten des Rollschneiders. (Okay, Anne hatte mir im Chat schon verraten, daß ich ihn bekommen würde…)

Nähere Inspektion erbrachte allerdings, daß das Ding zwar eine runde Klinge hat, diese aber nicht rollt.

Patchworker haben ihn sicher schon erkannt: Es ist ein Chenilleschneider! Um das Ding schleiche ich auch schon seit zwei Jahren herum und fand noch keine Ausrede, ihn mir zu kaufen.

Aber jetzt habe ich ihn und freue mich riesig!

Da fallen mir gleich ein paar Sachen dazu ein… (Mal sehen, wann ich Zeit habe, die umzusetzen…)

Chenilleschneider in Hülle Er scheint mir jedenfalls sehr durchdacht konstruiert zu sein. (Ich habe schon mal so was in der Art aus Fleece gemacht und kann daher sagen, daß es mit der Schere echt nicht viel Spaß macht…)

Man kann den Klingenschutz so drehen, daß man nur an einer Stelle schneiden kann. Dabei stellt man ein, wie breit oder schmal die Stofftunnels sind, die man aufzuschneiden plant. von sechs Milimetern bis 12 Milimetern. (Letzteres dürfte dann auch wieder für Fleece ausreichen…) Und damit man recht lange was von der runden Klinge hat, kann man auch sie drehen, so daß man immer wieder ein frisches Stück schneidklinge benutzt. Wenn man dabei diszipliniert vorgeht (*öhöm*). dürfte eine Klinge auch sehr lange reichen.

Hülle mit Fach für Anleitung Ja und dann hat bei der Hülle bei Prym (oder Olfa) mal jemand wirklich mitgedacht.

Die Hülle ist genau so groß, daß der Schneider bequem hineinpasst, aber sie hat nirgendwo überflüssig „Luft“.

Und hinten ist ein Täschchen für die Anleitung! Da ist bei anderen Geräten immer damit kämpfe, sie nicht gut und platzsparend aufbewahren zu können, weil ich letztlich wegen der Anleitung immer den Pappdeckel von der Blisterverpackung aufheben muß ist das für mich eine Riesenverbesserung! So hätte ich gerne alle meine Nähgeräte: Handlich eingepackt und alles was wichtig ist gleich dabei.

Ich sage nur: Danke Anne! Danke Prym!

(Und: Happy Birthday to me, einen besseren Tag hätte sich das Päckchen nicht aussuchen können, um bei mir anzukommen. *g*)

P.S.: Donnerstag ist prima, Frau mhs! Das Buch auch!

Katzen bei der Arbeit?

Schließlich können sich Katzen auch nur schwer entscheiden. (Katzenbesitzer ohne Katzenklappe wissen das… Tür auf, Katze raus, Tür zu. Miau Tür auf, Katze rein, Tür zu. miaumiau Tür auf, Katze raus, Tür zu. maunzmiau Tür auf, zwei Pfoten rein, eine Pfote wieder raus, drei Pfoten rein und umdrehen, drei Pfoten wieder raus, den Schwanz in der Tür hängen lass…. )

Das muß der Grund sein, warum Burda den Nachwuchs-Designer-Wettbewerb „CATWORK“ getauft hat. Denn wir, die Burdacommunitiy, sind aufgerufen, die beste Skizze zu wählen.

Und das ist echt schwierig.

Die sind (fast) alle gut.

Sehr gut.

Gefällt es mir sexy besser?

Oder raffiniert gefältelt?

Kann ich rot widerstehen?

Oder liegt schwarze Eleganz ganz vorne?

Schlicht und tragbar? (Das bitte auf alle Fälle als Schnitt ins Heft, liebe Burda-Redaktion!)

Oder romantisch-avantgardistisch?

Und das sind noch lange nicht alle!

Ich kann mich nicht entscheiden, ich kann mich nicht entscheiden… seufz