Revue de Presse: burda PLUS FASHION F/S 2006

Und noch etwas ist vor der Abfahrt in Stuttgart in meine Tasche gehüpft: Die Burda Plus, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt in Frühjahrsmode zu stöbern hat auch was. Türkis und grün auf dem Titel wecken jedenfalls Gedanken an erste Blüten und Gräser. (Türkis? Yeah, meine Farbwahl für das letzte Jahr WAR gut. 😉 ) Und das Titelmodel ist zwar nicht wirklich „PLUS“, aber es scheint zumindest ansatzweise einen Hintern zu haben. Die Titeljacke scheint irgendwie ganz fein gepaspelte Ränder zu haben…??? Wie haben sie das wohl gemacht?

Im Innenteil ist die Jacke dann auch in gemustert, da ist der Effekt noch deutlicher… 411B… in den Anleitungsteil blätter Aha… nicht gepaspelt. Interessant… aber sieht wohl nur mit Overlock wirklich gut aus. Aber falls ich mal eine habe, den Effekt werde ich mir merken.

Daß die Designer der einzelnen Serien vorgestellt werden gefällt mir nach wie vor gut. Nur wiederholt sich natürlich vieles, denn alle halbe Jahre etwas Neues zu schreiben dürfte schwierig sein. 😀 Allerdings ordne ich jedesmal die Modell die nach der Reportage kommen dem jeweiligen Designer zu. Bis ich am Ende des Heftes merke, daß nichts mehr übrig ist. :o) Eigentlich sollte ich es inzwischen besser wissen, aber es hilft nichts, intuitiv kommt für mich die Einleitung einfach vorne, nicht hinten… 😉

Die hammer-Kollektion gefällt mir jedenfalls wieder, denn den Stil kann ich gut ins Büro tragen:Nicht aufregend, aber klassisch, mit kleinen, pfiffigen Details. Nur habe ich gar nicht so viel Zeit zum nähen… Schade, daß kaufen wegfällt, weil ich einfach zu viele verschiedene Konfektionsgrößen in einem Stück gleichzeitig brauche. 🙁

Weiter geht es mir brandt… die Hose 403 könnte mir als Urlaubshose gefallen, da ist dieser ausgeprägte Schlafanzuglook okay, wenn es bequem ist. (Und, helas! eine Hose, für die kein elastischer Stoff von Nöten ist!) Huch, aber Gummizug und noch einen Reißverschluss drin? Hm, weiß nicht… worst of both worlds?

Ansonsten kann ich mit dem Knitterlook wirklich nur sehr eingeschränkt was anfangen… wenn ich aussehen will, als käme ich gerade aus dem Bett, kann ich den Schlafanzug anlassen. 😉 Und, wie vorgeschlagen, als Abendoutfit… naja, fürs Bett halt. Die Bluse 402 mit Kelchkragen könnte brauchbar sein, auch ohne Knitter im Stoff.

Auf Langgröße ändern ist jetzt auch nicht mein Thema, aber da es ja praktisch keine Schnitte in Langgröße mehr gibt, ist das sicher eine gute Idee. Sind ja viele größer als ich. Und die gezeichneten Figurinen dürfen tatsächlich mal etwas fülliger sein. Immerhin!

Dafür ist das Model der Irma Mahnel-Kollektion wieder um so schlanker. Und die Modelle… nennt man das jetzt klassisch oder bieder? Meine Oma hat so Jacken getragen, für eine über 80jährige fand ich das immer sehr schick. Aber meins ist das wohl nicht. Andererseits kein Wunder, jemand der Wasser nicht so ausgeprägt mag (so wie ich), ist wohl mit diesem „Marine-Stil meets Channel“ auch nicht gut bedient. 😀 Hose 420 könnte eine brauchbare Basishose sein… wenn sie nicht wieder aus Elastik-Stoff wäre. (Nein, ich wiederhole mein Lamento nicht noch mal. 😉 )

Mal sehen, ob ich diesmal Zeit finde, einen Schnitt auch umzusetzen oder ob das Heft ungebraucht bei den andere im Archiv landet… 😀

Politikerseele in Norm gegossen

Manchmal leisten sich unsere gewählten Volksvertreter ja so Dinge, da frage ich mich dann, wie deren Gehirne denn so ticken. (Na gut, wenn ich mich im Internet oder im Leben so umsehe…. die Frage stelle ich mir wahrlich nicht nur bei Politikern…)

Wir erinnern uns: Da zahlen Firmen (z.B. Stromkonzerne) Reisen an exotische Orte, mal mit Privatflugzeugen, ein anderes Mal vielleicht „all inclusive“ (auch die Nachtbegleiterinnen…) und wenn es in die Presse kommt ist das Geheule groß. Wie hätten die armen Menschen denn erkennen können, daß so eine Firma vielleicht eine Gegenleistung für ein derartiges Geschenk erwarten könnte? Ja wie käme man denn dazu, ihnen da Beeinflussbarkeit zu unterstellen? Schließlich entspricht das ja der allgemeinen Lebenserfahrung, daß wir ständig große Geschenke bekommen und niemand mehr als ein „Dankeschön“ oder „Vergelt“s Gott“ dafür erwartet! (Ach… geht euch nicht so? Tja, mir auch nicht…)

Doch solche -Auswüchse- Versehen gilt es selbstverständlich zu verhindern und da hatte doch jetzt ein Landrat aus NRW eine glänzende Idee: Eine Ethik müßte her! So als Leitlinie, damit die armen Kerle nicht mehr versehentlich was falsch machen. (Und was hatten sie dann eigentlich bislang….? ) Ja, gute Idee, Ethik so im Handeln, doch das hat was. Auch bei Politikern.

Doch damit nicht genug, der Gesetzgeber, der Normgeber, solle diese Ethik festlegen.

??? Wie meinen??? Ich meine, selbst die Ärzte als Berufsgruppe schaffen es, sich ihre ethischen Grundsätze über ihre Standesvertretung selber zu geben. Mal abgesehen von so popeligen „Normalbürgern“ die mit ihren ganz privaten ethischen Grundsätzen prima über die Runden kommen, ohne anderen auf die Zehen zu treten.

Und gab es da, so irgendwann früher, bei den alten Griechen oder Römern (meine früheren Lateinlehrer mögen mir Ungenauigkeiten verzeihen…) nicht die Vorstellung, als Staatsmänner, als Politiker, wären besonders herausragende Menschen geeignet, solche, die sich durch ihr „gutes“ Handeln auszeichneten?

Ein lange Weg zum Politiker, der jemanden sucht, der ihm seine Ethik in eine (am besten DiN) Norm gießt. Damit er wieder weiß, was richtig und falsch ist.

Aber mal ganz ehrlich: Wer schon mit den Grundanforderungen seines Berufes scheitert… sollte sich vielleicht einfach eine andere Tätigkeit suchen. Wo das mit der Ethik und den Regeln ein bißchen einfacher ist.

Aber wahrscheinlich… bin ich zu anspruchsvoll.

Kuschelhemd: Schnipp-schnapp, ratz-fatz, fertig

Schnitt auflegenBeim Zuschneiden gibt es jetzt noch eine kleine Hürde zu überwinden. Der Stoffschlauch ist erst einmal viel schmaler als das Schnitteil. Also ziehe ich den Schlauch einfach auf die Breite des Schnitteiles. Damit er in dieser Breite auch hält wird er mit dem bewährten Tesafilm am Boden festgeklebt. 😎

Dann das Teil auflegen und die Kontur nachziehen, mit dem Minikopierrädchen von Prym geht das sehr gut, weil man nicht aufdrücken muss und den Stoff dadurch nicht verzieht. Nahtzugaben nicht vergessen. Ich brauche nur an der Schulter welche, weil die anderen Kanten mit Falzgummi eingefasst werden.

UnterhemdSchnitteil wieder abnehmen und die beiden Stofflagen neben der Kontur mit Stecknadeln zusammenstecken. Die Länge des Hemdes festlegen und eine Querlinie über die ganze Breite des Schlauches ziehen. Auch hier die Stofflagen mit Nadeln zusammenstecken.

Tesafilm ablösen und das Hemd zuschneiden.

Das Nähen ist dann kaum mehr der Rede wert: Die Schulternähte schließen und die Kanten mit Falzgummi einfassen. Der darf gerne 10 Prozent kürzer als die Kantenlänge des Schnittes sein. Den Saum habe ich einfach 1,5cm nach innen geschlagen und mit einem mittellangen und mittelbreiten Zickzackstich angenäht.

Fertig, jetzt kann ihn die sibirische Kälte hoffentlich kalt lassen. Oder warm… 😉 (Und das nächste… wird für mich. 😀 )

Sibirische Kälte mit Kuschelhemd: Schnitterstellung und -anpassung für Schlauchware

Mit „sibirischer Kälte“ droht uns der Wetterbericht. Und das, wo sich mein Schatz eh schon beschwert, daß er beim Warten auf die (verspätete) S-Bahn immer so friert.

Das ist der Moment für dieses Stück Schlauchware aus der Vorratstruhe, fein, aber innen angerauht und mollig weich. So ein Schlauch sieht ja immer recht schmal aus, aber er dehnt sich meist erstaunlich. Und wenn man es richtig macht, dann spart man viel Näharbeit, denn die Seitennähte entfallen.

Die ersten Tests hatte der Stoff schon bestanden.

Zum einen muß sich der Schlauch weit genug aufdehnen, daß er über den kleinen Waschbärbauch drüberpasst. 😀

Zum anderen darf er natürlich auf keinen Fall irgendwie kratzen. Männerbäuche sind da sensibel. Also bekam Schatzi im Herbst schon mal einen Streifen Schlauch um den Bauch gelegt und wurde am Abend gefragt, ob es denn gekratzt hätte. Veständnisloser Blick, wovon ich denn jetzt rede… Gut, er hat vergessen, daß er es um hat. Der Test kann somit als bestanden gelten. 😉

Materialen zum Schnitt abnehmenJetzt brauche ich allerdings erst einmal einen Schnitt. Wie immer ist natürlich nichts geeignetes im Fundus. Auch in den reichlich vorhandenen Zeitschriften Fehlanzeige. Männerschnitte sind ja ohnehin eine rar gesäte Spezies… 🙁

Ich weiß zwar, wo ich einen bestellen kann, aber es ist Sonntag und wenn ich schon mal so weit bin, dann will ich jetzt und sofort loslegen, also erstelle ich den Schnitt einfach selber. Bei einem Unterhemd ist das ja nicht schwierig.

Ausgangspunkt ist ein gut passendes Unterhemd. (Die Passform ist zwar meist nicht wirklich problematisch, aber man sollte nicht gerade ein zu kleines, zu großes oder einfach unbequemes aussuchen. Wenn ich mir schon die Mühe mache, dann kann ich es auch gleich richtig machen. 😉 )

Das Hemd wird auf das Bügelbrett gelegt und ohne es zu verdehnen glatt gezogen. Darauf kommt ein Stück Malerfolie (die dicke) aus dem Baumarkt. Der Tesaabroller ist auf Grund seines Gewichtes hervorragend geeignet, die Folie zu fixieren. Wozu auch die anderen Gegenstände dienen. Mit einem Folienstift (am besten haften die, die man zum CD-Beschriften nimmt) ziehe ich einfach die Umrisse im Ausschnittbereich nach, bis etwa fünf oder sechs Zentimeter unter der Achsel. Der Rest interessiert nicht, denn gerade verlängern kann man auch auf dem Stoff noch.

Nur an den Schultern muß man drauf achten, die Folie ggf. ein bißchen um die Biegung zu legen, also wirklich bis zur Schulternaht, sonst wird es zu kurz.

Schnitt, erste VersionDanach das Hemd umdrehen und die Prozedur mit der anderen Seite wiederholen. Jetzt habe ich ein Schnitteil für das Hemdenvorderteil und eines für das Rückenteil.

Für Schlauchware ist das jetzt aber nicht sehr praktisch, denn ich will ja die Seitennähte einsparen.

Also müssen die Seiten“nähte“ in die Mitte des Schnitteils rücken.

Da nach dem Abzeichnen die Umrisse meist nicht ganz symmetrisch und etwas schief sind, falte ich das Schnitteil von Vorderteil und Rückenteil erst einmal zur Hälte. Der Bruch ergibt die vordere und hintere Mitte und wird hinterher auch den beiden Brüchen des Schlauchstückes entsprechen.

Die gefalteten Schnitteile klebe ich mit Tesa auf meine Arbeitsfläche. (In dem Fall den Laminatboden.) Und zwar so, daß sie sich an den Seitennähten berühren. Jetzt kommt ein weiteres Stück Folie drauf und das endgültige Schnitteil wird erstellt.

Dabei achte ich darauf, daß die beiden Schultern gleich breit sind (einfach mit dem Lineal nachmessen) und die vorherigen Ungenauigkeiten werden „rausgemittelt“, indem ich bei abweichenden Linien einfach in der Mitte zwischen den vorhandenen zeichne. Oder so, wie mir die Linie harmonischer vorkommt. Mehr als einen Zentimeter sollten die Linien von linker und rechter Seite nach dem Falten allerdings nicht abweichen, sonst macht man das Schnitteil besser neu oder sucht ein weniger verdehntes Unterhemd.;-)

Schnitt für UnterhemdDas Ergebnis sieht dann etwa so aus. (Der Schnitt selber ist nicht so „verzittert“, aber ein Touchpad ist nicht wirklich geeignet, um Linien nachzufahren… ) Links ist die vordere Mitte

und der vordere Halsausschnitt, dann kommt der Armausschnitt mit der ehemaligen Seitennäht als Hilfsmarkierung und rechts ist dann der hintere Halsausschnitt mit der hinteren Mitte.

Daß der Schnitt nur die Ausschnittpartie umfasst ist wie gesagt Absicht. Gerade bei Schlauchware sind die Ränder ja festgelegt und die Länge lässt sich hervorragend erst auf dem Stoff festlegen.

Gutes Beschriften der Schnitteile ist empfehlenswert. Denn alle Erfahrung sagt, daß ich mich nach einem Jahr dann doch nicht mehr sooo genau erinnern kann. Insbesondere nicht mehr, für welches Familienmitglied der Schnitt ist und ob ich ihn mit oder ohne Nahtzugabe erstellt habe.

Revue de Presse: Burda Februar 2006

Vor der Abreise in Stuttgart noch schnell ins Regal der Zeitschriftenhandlung gegriffen und mit der Burda in den Zug gesprungen.

Der erste Blick: börks Flieder und braune Schlangenprints… das wäre ja so ausgesprochen nicht meine Farbkombi.

Den neuen Safari-Look kann ich dann auch gleich sehr flüchtig abhandeln, diese Art von gelbstichigen Sandtönen sehen an mir so was von krank aus… und Reptildrucke werden als Rüschenrock nicht schöner. (Und zu welcher Gelegenheit trägt man eigentlich Tuniken mit einem Ausschnitt bis unterhalb des Brustansatzes? Also selbst wenn man A-Cups hat… Zur Arbeit? Was für einen Arbeitsplatz stellen die sich denn jetzt vor? Um die Kinder in den Kindergarten zu bringen? Oder zum Lümmeln auf dem Sofa? Wäre eigentlich wirklich mal einen spannende Frage, wie sich die Burda-Redaktion so den Tagesablauf ihrer Leserinnen vorstellt?) Außerdem fällt mir an der Tunika 120A eine meiner Lieblingsfragen ein: Sind die Ärmel dem Model einfach zu kurz oder ist das Absicht? So eine Länge „zu kurz für Handgelenkslan, aber zu lang für 7/8″… aussehen tut es wie „gewollt, nur was?“

Die bunten Ethnofarben treffen meinen Geschmack da schon besser. Da muß ich doch mal meinen Kleiderschrank durchwühlen gehen, so in die Richtung habe ich bestimmt noch was zum Aufpeppen. Bißchen viel Rüschen… aber Farbe und Muster ist gut. Und viel Rot… Wobei, die versetzten Rüschen von 122A… diese Idee kann ich vielleicht mal verwenden. Die gefällt mir. Ach so, sind auch Volants, na dann… Aha, die hübschen Shirts dazu kommen alle von H&M… Schade, bestimmt nicht in meiner Größe – na gut, die Farben sind auch doof, also wäre der Schnitt dafür besser…

„Pastell und Pastell gesellt sich gern“ sagt die Bumo-Redaktion. Tja, dann sind die 80er wohl defintiv zurück. Mein erster selbstgestrickter Pulli war Pastellblau mit Pastellrosa und Pastellgelb. Ein Modell aus nicole, das muß so Frühjahr 1983 gewesen sein. Aus einem Sommer-Bouclegarn. Ein gigantisches Überkaro auf dem blauen Grund, bis zu fünf Knäuel waren im Schach zu halten. Das Rückenteil habe ich geschafft, nach dem halben Vorderteil hat meine Oma angeboten, es fertig zu stricken, damit es nicht aus der Mode wäre, bis ich fertig sei. 😀 Naja, sonst könnte ich ihn ja jetzt tragen… 😉 Wenn er noch passen würde…

Da Top-Label hat für mich was von Schlafanzug, aber da mir Größe 42 eh zu klein ist, kann ich das ja anderen überlassen. Die Maßschnitte locken diesmal auch nicht. Außerdem bin ich mir nach wie vor nicht sicher, ob ich mich richtig vermessen kann. Schade eigentlich, daß Burda nicht mal jemanden zum Messen mit auf den Hobbyschneiderin-Kongress schickt… dann könnte ich mich vermessen lassen und direkt einen Schnitt bestellen.

Schön ist aber, daß diesmal wieder viele Modell bis Gr. 44 drin sind. Das wäre fast ein Ansporn, abzunehmen, dann würde das zumindest oben herum wieder passen und die Auswahl wäre größer. Andererseits… um eine Größe vergrößern geht auch noch ganz gut…

Werbung aus der Heftmitte pflück und wegwerf

Chiffon verarbeiten… bekomme ich inzwischen zwar leidlich hin, aber eine Fragen bleiben immer noch… Na gut Zuschnitt mit dem Rollschneider ist bei großen Teilen (in großer Größe) unpraktikabel, außerdem ist meine Schere scharf und schneidet daher auch Chiffon ordentlich. Für die Nahtzugaben weiß Burda leider auch nichts schnelleres als ich… Doppelnähte? Heißen die nicht französische Naht…? Oder wo ist der Unterschied? Und der Extra-Tip… Wie meinen? Den Unterfaden direkt nach oben durchfädeln? Das geht? Ohne daß es am Nahtanfang zieht oder knödelt? Ich kann ja keinen Faden festhalten??? Und warum mach das die Abnäherspitze dünner??? Groschen fall Ach so, nicht dünner, aber es hängen keine Vernähfäden rum. Eigentlich für alles ungefütterte eine gute Idee, den ich finde die Abnäherenden sehen von innen immer so unschön aus. Muß ich auf alles Fälle mal ausprobieren!

Im Leserforum stutze ich… das Mädchen kommt mir bekannt vor… Na aber sicher! „Sikibo“ vonder Hobbyschneiderin-Seitehat ihre Tochter benäht, mit Probekleid und Kommunionkleid. Dabei steht das Wichtigste gar nicht drin: Simone näht mit ihren neun Jahren nämlich schon selber und kann sehr geschickt mit der Nähmaschine sticken! Was ich weiß, weil sie ja auch schon bei unserem Kölner Nähbrunch dabei war!

Die Kosmetikseiten werden wieder flüchtig abgehandelt, da kann nichts mein Interesse auf sich ziehen, der Blick auf den Hosenanzug in Kurzgrößer fällt ebenfalls angemessen kurz aus. Nicht meine Größe.

Blumen… die kommen doch jedes Jahr als Frühjahrs- oder Sommerthema, oder? Aber schön bunt, da habe ich noch einiges im Kleiderschrank.

Oh, wer seine Jeans bestickt haben möchte und keine Stickmaschine hat soll damit einfach zum Pfaff-Händler gehen? Na hoffentlich wissen die was davon… wenn die Aktion erfolgreich ist, dann sticken sämtliche Pfaffläden in Deutschland bis in den Herbst hinein Blumenjeans… 😀

So, jetzt wird es aber endlich richtig interessant, denn jetzt kommt meine Größe… Dieses asymmetrische Gerüschle von Rock 136A gefällt mir. Die Zeit wird zum Nähen nicht reichen, denn so was steht gerade nicht auf meiner „brauche ich“-Liste, aber nett wäre er. Die Kombi aus Jacke 132 und Rock 134A könnte sich auch nett umsetzen lassen. Über die Farbe und einige Details wäre noch zu reden, aber für einen lässigeren Bürotag doch durchaus tauglich. Die Hose sieht auch nett… oh, schon wieder Elastik-Gabardine. Gut, dann nicht. Keine Ahnung, wo es diesen geheimnisvollen Stoff gibt, ich finde den nie. Und wenn, dann nicht in einer Farbe die ich haben will. An unelastischen Stoffen ist das Angebot einfach größer. Außerdem reiben Hosen aus elastischen Stoffen gerade bei dickeren Schenkeln ganz schnell durch, so zumindest meine bisherige Erfahrung. 🙁 Immerhin, bei manch einer Hose mußte ich nie über die Waschanleitung nachdenken, das hatte sich dann schon erledigt. Hosenschnitte für dicke Damen aus unelastischen Stoffen zu erstellen scheint in Deutschland eine seltene bis ausgestorbene Kunst zu sein…?

Mit den Kommunionkleider kann ich wieder weniger anfangen… hat schon wieder viel von „kleiner Braut“ und das ist jetzt auch nicht so mein Geschmack..

Dafür ist die Vorschau aufs nächste Heft auf zwei Seiten angewachsen. Schön… und Wohnidee, auch schön… ich bin mal gespannt…

Mitdenkerinnen

… und das bei einem städtischen Verkehrsbetrieb!

Ich stehe in Stuttgart vor dem Schalter, ausgerüstet mit allem, was man für ein Wochenticket braucht: Ausweis, Paßbild,… für eine Woche Stuttgart zwar etwas viel Aufwand, einen Paß für eine einzige Wertmarke auszustellen, aber es ist billiger. Für mich zumindest.

Und was sagt die nette Dame?

Ob ich nur eine Woche in Stuttgart wäre. Ja? Nein, dann bräuchte sie kein Passbild und reicht mir einen „Ersatzausweis“, der ist ohne Bild gültig.

Tja, die Schwaben wissen, wie man „sei Sach zammehält“.

Nur warum sie mir die englische Ausgabe des Netzplanes gegeben hat erschließt sich mir jetzt nicht ganz… aber Hochdeutsch… ist ja auch nur eine Fremdsprache. 😉

Zu viel, immer zu viel…

.. packe ich ein.

Diesmal geht es für fünf Tage auf eine Fortbildung nach Süddeutschland. (Wird bestimmt kalt, bibber, ich war letztes Jahr um die Jahreszeit schon mal da… ) Ich habe ja nur mein Cabin-Bag und einen Rucksack als Handgepäck, da geht nicht so wahnsinnig viel rein.

Und trotzdem… eigentlich habe ich immer mindestens ein Shirt, einen Pulli oder eine Hose dabei, die ich ungetragen aber dafür zerknittert wieder nach Hause bringe.

Und jedes Mal denke ich mir danach: Nimm weniger mit!

Aber wenn ich wirklich mal ohne Wechselhose fahre, und sei es nur für eine Nacht… dann kleckere ich sie mir ganz bestimmt voll… 😎

Umschlagtasche: Reicht der Faden?

Viel fehlt der Tasche ja nicht mehr, der Knopf ist schnell angenäht.

Fehlt natürlich noch der Tragegurt, denn mit Unterarmtaschen (Clutches sagt man wohl heute) konnte ich mich noch nie anfreunden. Ich brauche meine Hände frei. Und diese Tasche im Speziellen wäre auch viel zu dick zum Festklemmen.

Wegen der Stabilität entscheide ich mich für den Träger wieder für den Spinnacker. Außerdem habe ich da noch ein Stück in passender Länge… Die Länge bestimme ich, indem ich das eine Ende eines Maßbandes an der einen Seite der Tasche festhalte, das andere an der anderen. Dann stelle ich mich vor dem Spiegel und ziehe die Tasche so lange runter, bis mir die Traghöhe gefällt. Das Maßband verrät dann gleich die passende Trägerlänge.

Zugeschnitten wird der Stoff dann in der passenden Länge und doppelter Breite. Verstärkt wird der Trägerstoff danach mit einer Bügeleinlage für Taillenbünde. Sie ist gerade da und hat die passende Breite. Sonst nähe ich auch gerne mal einen festen Gurt ein, aber ich habe gerade keinen in passender Breite und kleine Lust auf einen Ausflug zum Baumarkt.

Dann den Träger rechts auf rechts und entlang der Längsseite nähen. Beim Einlegen der Unterfadenspule fällt mir schon auf, daß so wahnsinnig viel nicht mehr drauf ist. Auf Verdacht neu aufspulen will ich aber auch nicht, in nächster Zeit ist ausnamsweise mal nichts türkises mehr geplant… Naja, mal sehen….

Genähen Träger wenden.

Hm… recht steif, diese Einlage… *drück* *zieh* *schieb* *leisefluch* Ja, das hätte ich wohl besser mal nur eingeschlagen und von rechts zusammengesteppt. Vorher denken wäre mal eine Alternative. :o)

TascheWeil noch Ripsband da ist, wird das knappkantig auf den Träger gesteppt, nicht in der Mitte, sondern so etwa ein Drittel vom einen und zwei Drittel vom anderen Rand entfernt. Dadurch kann ich mir das Absteppen der Trägerkanten auch sparen, die Konstruktion ist stabil genug und die Stofflagen verschieben sich nicht mehr gegeneinander. Sehr schön.

Die Schmalkanten der Träger werden jeweils etwa einen Zentimeter nach innen gestülpt. Jetzt nur noch die Träger mittig und etwa fünf Zentimeter vom oberen Rand entfernt auf die Seitenteile kleben (Wodertape… ich liebe dich!) und von rechts durch alle Stofflagen festnähen. Das Futter wird dadurch auch noch mal mit befetigt und so stabiler, wenn die Innentaschen beladen sind.

Hoppla… das Vorderteilfutter wollte ich jetzt nicht mit festnähen… *gr* Also (unter Ausstoßung leiser Flüche…) auftrennen und nicht an den Unterfaden denken… Noch mal annähen.

Die andere Seite annähen. Während ich die Vernähstiche nähe hört es sich irgendwie komisch an… hat es gereicht?

Hm, drei Stiche Überlapp.. nicht viel. *kratz* Aber wenn ich die Fadenenden nach links durchziehe und verknote und dann noch einen Tropfen Fray Check draufgebe… dann müßte es halten.

Denke ich.

Im Sommer werde ich es wissen. Aber jetzt bin ich erst einmal fertig! 🙂

Umschlagtasche: Assemblage

Innenleben der TascheJetzt müssen die vielen Teile eigentlich nur noch zusammengefügt werden.

Die vorbereiteten Futterteile werden also wie die Tasche selber zusammengenäht: Vorderteil und Rückenteil an je eine lange Seite des Bodenteils und dann an den Seiten die Seitenteile hineinpfriemeln. Dabei die Gummikordel mit dem Haken nicht vergessen. (Falls doch vergessen… wieder auftrennen… 😀 ). Da die Teile ohne Schabrackeneinlage deutlich weicher sind, ist es einfacher als bei der Außentasche. Nur gut vernähen sollte man die Nahtenden, wenn das Taschenfutter irgendwo aufgeht ist es erstens ein ewiges Gesuche, bis man den kleinen Gegenstand, der sich dann irgendwo zwischen die Stoffschichten verirrt hat, wiedergefunden hat und zweitens ist es auch sehr lästig, das Loch unsichtbar und stabil von rechts wieder zu schließen.

Damit aus den zwei Taschen dann eine wird, nimmt man die Futtertasche (mit der „schönen“ Seite innen) und stellt die Außentasche (mit der „schönen“ Seite außen) hinein, also rechts auf rechts. Dann steppt man am oberen Rand entlang von Seitenteil, Vorderteil bis zum anderen Vorderteil.

An der hinteren Seite bleibt die Naht offen, denn die Tasche muß ja gewendet werden. Das Futter wird also durch die Öffnung in die Tasche hineingewendet.

KlappendekorDie verbliebene Seite schließe ich dann von Hand (manchmal bin ich altmodisch, ein paar Handstiche vor dem Fernseher mache ich gerne) indem ich das Futter eingeschlagen auf den Innenstoff der Klappe nähe. (Okay, bei dem etwas steifen Spinnacker etwas mühsam…. )

Anschließend wird der obere Rand der Tasche an Seitenteil, Vorderteil, Seitenteil einmal abgesteppt, damit das Futter nicht vorguckt. Zusätzliche Stabilität am Taschenrand ist außerdem nie von Nachteil.

Und dann ist die Tasche auch schon weitgehend fast fertig. Na gut, sie hat noch keine Träger, an denen man sie tragen könnte, sie hat auch noch keinen Verschluss… aber sie sieht schon wie eine Tasche aus und man kann etwas hineintun.

Also Kraft geschöpft für den Endspurt. (Der bestimmt wieder viel länger dauert, als geplant und gedacht… 😉 )