Motiviert für den Reisemantel

Und natürlich ist die Zeit wieder knapp.

Travel-coat for the „Motivationsmonat“ with a limited time budget, as ever…

„Wind und Wetter“ ist das Thema für diesen Motivationsmonat und da der Monat schon deutlich fortgeschritten ist, muß ich jetzt auch mal heftig loslegen. Ich brauche einen neuen Mantel. Oder einen zusätzlichen. Die letzten zehn Jahre hat mich mein australischer DrizzaBone Mantel gut begleitet, aber so allmählich ist er doch recht abgeliebt und aufgescheuert. Also brauche ich einen Nachfolger. Oder so was ähnliches.

Da ich ja viel herumreise möchte ich einen Mantel in neutraler Farbe, der zwar winddicht ist und einen kleinen Regenschauer abhält, aber nicht viel wiegt, nicht knittert und waschbar ist. Außerdem soll er auch über meiner Fleecejacke noch passen, dafür aber kein eigenes wärmendes Futter haben, damit er im Sommer und auch bei kühlem Wetter getragen werden.

„Wind and weather“ is the topic of this Motivationsmonat and as the month is nearly half over its more than time to start. My australian DrizzaBone coat kept me good company the last ten years but a lot of wearing and travelling didn’t make it better. So it’s time for a replacement.

As I’m traveling a lot I want an allround coat: neutral colour, protection against wind and a light rain, doesn’t have much weight, doesn’t wrinkle (to much) and can be machine washed. And it should also fit over my fleecejacket but not have a warm lining so I can wear it on a rainy summerday but also in colder weather.

Material für Reisemantel

Obwohl ich den ersten Teil des Monats in Berlin war und danach mit Arbeit eingedeckt, war ich nicht ganz untätig.

Zuerst einmal suchte ich einen Schnitt. Er mußte weit sein, damit die Fleecejacke auch drunter paßt und insbesondere auch ausreichend weite Armausschnitte haben. Ich habe einige Hefte durchgesehen, ein paar Schnitte ausgemessen und bin letztlich bei dem Trenchcoat aus der ersten ottobre woman von 2006 gelandet. Zumindest als Basis, ohne Änderung geht bei mir ja nix. *g*

First I searched my magazines and my pattern collection for a pattern. It had to be wide enough to fit over my fleece jacket and especially the sleeves had to be wide enough for that purpose, too. After measuring several patterns I decided that the trenchcoat from the first ottobre woman von 2006 would be a good start. With some modifications, of course.

In Berlin war ich eigentlich für eine Fortbildung, doch ich war ein bißchen früher angereist und konnte so dem Rat einer Berliner Nähfreundin folgen und bei Hüco Stoffe auf die Jagd nach einem passenden Stoff gehen. Und siehe da… ich wurde fündig. Eine helle Popeline, Baumwolle mit hohem Kunstfaseranteil, dünn, aber dicht gewoben.

Und da das alleine vielleicht doch noch etwas mehr Wind durchläßt, als mir lieb ist, habe ich vom Computer in der Hotellobby noch einen Notruf an Annette gestartet, die mir eine Windstoppermembran besorgt und geschickt hat. (Das Päckchen kam sogar noch vor mir Zuhause an…)

My stay in Berlin was for a seminar but I had come earlier so I cold follow the advice af a sewing friend from Berlin and direct my steps to Hüco Stoffe where I found indeed the perfect fabric. It’s a lightweight but firmly woven popelin in a neutral beige. A bit of cotton but mostly polysomething to keep wrinkles away and make it quickly drying.

Still I thought I wanted more protection against wind so I used the free internet terminals in the hotel lobby to send a „sewing SOS“ to Annette who knew where to get a wind stop membrane and sent it to me in no time. (It arrived even before I was back home.)

Inzwischen ist der Schnitt auch kopiert, die Knöpfe möchte ich am Wochenende kaufen, vielleicht bekomme ich auch Vlieseline. Denn nächste Woche möchte und sollte ich dann mal kräftig loslegen…

Meanwhile I’ve traced the pattern. I want to buy the buttons this weekend and maybe I can get my interfacings, too. Next week I hope to be able to do a lot of sewing…

Jersey: ein Bügeltrick

Knit fabrics: pressing hems made easy

Einen habe ich noch… Was ich gerade bei Jerseys immer mühsam fand, war das umbügeln der Saumlinie. Abmessen und Stück für Stück umbügeln. Lästig. Und noch dazu bei einem Kunstfaserjersey, der sich durch das Bügeln nicht gut fixieren läßt. Und an meinem Shirt muß eine Seite des Ausschnittbeleges umgebügelt werden, ein sehr langer Ausschnittbeleg…

I have one more… What I always found painful on knit fabrics was pressing hemlines. Measuring, marking and pressing step by step. Time consuming. Even more on a poly jersey, that will not keep it’s form well when pressed. And this top does not only have seams to press but a veeery long neckline facing….

Absteppen

Und so geht es: Das Abmessen überlasse ich der Nähmaschine.

Ich möchte 1,5 cm von der Schnittkante entfernt umbügeln. Also nähe ich eine Naht, 1,5 cm von der Stoffkante entfernt. Markieren muß ich nichts, denn ich habe ja eine entsprechende Markierung auf der Stichplatte.

That’s how I go: I let my sewing machine do the measuring and the marking in one step.

Here I want to press a 1,5 cm seam. So I stitch 1,5cm away from the fabric edge with a quite long stitch length. No marking needed, because I already have the marks on my throat plate.

Bügeln

Und damit habe ich nicht nur meinen Saum markiert, der Stoff läßt sich auch verhältnismäßig leicht an der Naht umbügeln.

Und da die Nähmaschine ja gerade näht, ist auch der Saum automatisch grade.

Nach dem Bügeln kann man den Hilfsfaden wieder herausziehen. Oder auch drin lassen, bei einem Jersey wird er früher oder später reißen, auch dann kann man ihn noch rausziehen. 😮

Außerdem funktioniert der Trick nicht nur bei Jersey, sondern auch bei Webstoffen. Und nicht nur bei gerade, sondern auch bei gebogenen Säumen.

Now my hemline is not only marked, it also folds relatively easy along the stitches.

And as the sewing machine sews straight… the hemline is straight also.

After pressing (or after hemming) you can remove the stitches. Or not. In knits it will break anyhow sooner or later, because the stitches are not stretchy. Then you can still remove the thread. 😮

The trick will also work with woven fabrics and also with curvy seamlines.

Revue de Presse: burda Modemagazin 11/2008

Ich bin zwar grade in Berlin, aber das Internet ist ja überall… *g* (Und ein bißchen Stoff habe ich auch gekauft, auch wenn ich vor allem zum Arbeiten hier bin.)

Die November Burda liegt auch schon wieder ein paar Tage bei mir, aber immerhin nicht so lange wie die letzte. *hüstel* Und damit ist mein Stapel an Zeitschriften auch endlich „abgearbeitet“. Bis die nächste kommt, versteht sich…

Der Titel ist grau-lila, angesichts des Modetrends für den Winter nicht überraschend. Außerdem kommen diese Farben im Winter ja immer wieder vor.

Das Editorial erzählt diesmal vor allem vom Wellnessteil des Heftes, das Selbermachen rückt ein bißchen in den Hintergrund.

Der „look“ der Saison ist (mal wieder) gold, passend zur Festsaison. Die Modelle der Designer die gezeigt werden machen mich nicht gerade traurig, daß weder meine Figur noch mein Geldbeutel dafür geeignet sind.

Summary in English: I’m in Berlin right now, mostly for work, but I’ve found the time to buy a bit of fabric. And to check out the november issue of BWOF. What I like are top 103, at least if you want to show your bra to the world. 😉 Jacket 106 would be nice, too, but for small sizes only. What a pity… Coat 107 I took for a dress on my first look, well, why not make it a dress? Other things I like are top 125, skirt 104, the petite coat and coat 116. And, of cours, the plus size dress. On a model that is at least a tiny bit „plus sized“. A real improvement!)

Passend dazu sind die „classics“ Modelle glänzend. Bei Kleid 101 weiß ich nicht, ob die Armausschnitte so schlecht geschnitten sind oder ob das Material zu weich ist. Jedenfalls stehen sie grauslig ab. Oder hängen runter. Je nach dem. Oder beides. Bei Bluse 108 gefällt mir vor allem der Stoff. Jacke mit Blusenmanschette… nö….

Der Schnitt von Top 103 ist schön. Wenn man gerne seinen BH oder dessen Abwesenheit zeigen möchte. Und ich habe die dunkel Erinnerung, daß es schon mal einen sehr ähnlichen gab…

Kleid im Teppichmuster hingegen… ein Hingucker ja, aber ob ich den haben will? Und mal wieder ein Godetrock, wie spannend…

Mit der militärisch angehauchten Jacke 106 könnte ich mich auch anfreunden. Aber warum nur bis Größe 42? Da sie wohl nur geschlossen zu tragen ist, könnte man sie aus passendem Stoff doch sicher auch als Blusenersatz tragen?

Die „fashion news“ plagen und mit Fransen. Bin ich ein Sofa? Ja, in den 80ern hatte ich ein pinkfarbenes Indianer-T-Shirt mit Fransen. aber mit 14 darf man das. Da war das nicht die schlimmste Geschmacksverirrung… *gg*

„modern woman“ ist das nächste Thema und soll Pariser Chic verkörpern. (Ds Stichwort Paris bedeutet vermutlich mal wieder schwarzen Lidstrich und klassisch rote Lippen…) Bluse 113 hat schon mal was von Sack aus Faschingsstoff. Die arme Seide… und die Taillenabnäher helfen da auch nichts mehr.

Bei Modell 107 dachte ich spntan an ein Kleid. Aber es ist ein Mantel. Als beides gut vorstellbar. Dabei mag ich Tulpenform nicht mal so unbedingt, aber vermutlich gefällt es mir, weil es zur Abwechslung mal eine andere Silouhette ist.

Ah, ein schöner Blusenstoff… ach so, die ist mal wieder zum Kaufen.

Kleid 118 ist für alle, die schon immer mal als Kunstwerk von Mondrian rumlaufen wollten. Oder als Plakatwand. Aber da man den Stoff ja eh nicht bekommen kann… (Sandalen und kurzärmeliges Kleid… im November… die Burdaredaktion muß Unsummen für ihre Heizung ausgeben…) Blouson 119 ist eine Verschwendung des schönen Glencheck…

Das „extra“ sind ein paar Jerseyteile. Weniger fürs Sportstudio, mehr zum Rumhängen, wenn ich das recht verstehe.

Shirt 125 hat eine nette Schultervariante, das Decollete macht jedenfalls klar, daß man damit besser keinen Sport treibt. In der lanärmeligen Variante 124 ist der Ausschnitt dann auch „entschärft“. An der Schrittnaht von der zugehörigen Hose sollte man mal was machen, die sieht irgendwie… seltsam aus. Und der Overall ist definitiv ein „geht gar nicht“. An Babies sehen Strampler ja niedlich aus, ich glaube in alten Heften habe ich solche Overalls noch für Kleinkinder drin.

Die „mode-ideen“ glitzern mit Strass. (Ich würde auch jederzeit an billige Sandaletten von C&A tonnenweise teure Swarovski-Kristalle kleben……. ist klar…)

Der „fashion-flash“ liefert Blumenprints. Warum nicht, macht die Sommerkleidung ganzjahrestauglich. Der Schnitt für Rock 104C könnte interessant sein, aber in dem Blumenmuster erkennt man ohnehin nichts davon. Und das sackförmige Shirt wird mit Ärmeln und aus Chiffon nicht deutlich besser.

Einen Bilderlehrgang gibt es auch mal wieder, diesmal zur Manschettenverarbeitung. Früher habe ich diese Workshops aus der Burda mal ausgeschnitten und gesammelt, aber inzwischen habe ich genug Bücher, da ist das ganze Wissen etwas kompakter drin.

„trend“ sind die „schicken Siebziger“, bei der Epoche denkt man ja eher an Hippies, aber in der Tat, es gab damals auch Mode. Enge Klamotten, Riesenbrillen und Hüte mit breiter Krempe. Und Ausschnitte bis zum Bauchnabel. Was das betrifft, ist Burda offensichtlich damals stehen geblieben. *g*

An dem Uni-Rock 104B könnte man die Doppelgodets sogar mal erkennen. Wenn nicht die Clutch den Rock so genial verdecken würde. :/ Jedenfalls ein Detail, daß ich mir sicher auch an einen Rock in meiner Größe „anbauen“ könnte. Vom Titelmodell gefällt mir ja vor allem der Hut. Das heißt, die Jacke ist nicht so übel, aber nicht mit den Ärmeln.

Nein, in Leder gefällt mir der Blouson auch nicht besser.

Klassisch, aber ganz nach meinem Geschmack ist der Mantel für Kurzgröße. Nur über das Styling müssen wir noch mal reden… Sandalen trägt man jetzt mit Winterstrümpfen? Muß das sein??? Allerdings eröffnet der Trend ein paar schuhsparende Möglichkeiten. Aber wer will schon Schuhe sparen? *gg*

Doch auch Mantel 116 gefällt mir sehr gut. Der ist sogar bis Größe 46 im Heft, da wäre nur wenig zu vergrößern. Ich brauche ja mal wieder einen „Wind und Regen“-Mantel, der würde mir sehr gut gefallen. Stellt sich aber die Frage, ob die Ärmel weit genug sind, denn unter so einen Mantel muß bei mir auch noch die Fleecejacke passen. Zumindest manchmal.

Kreativer Kopf ist diesmal eine gräfliche Modistin auf der Insel Mainau. Die gezeigten Hüte sind eher bodenständig und somit auch tragbar. Königliche Verwandtschaft und ein hoher Touristendurchsatz vor Ort schaden dem Marketing sicher nicht. Schade, daß es noch keine schönen Hüte auf der Mainau gab, als ich noch in der Ecke gewohnt habe… andererseits wäre das für mein Studentenbudget dann eh unerreichbar gewesen.

Der „look der stars“ ist die Schluppenbluse. Ne, den Schnittdownload spare ich mir gerne. für mich hat das einfach was omahaftes. Was dann zum Alter der abgebildeten Stars auch so ungefähr paßt….. *g* Daß der Schnitt schon in Größe 34 anfängt stört mich infolgedessen auch nicht.

Das „exclusiv-design“ kommt mal wieder aus Düsseldorf. Die Kleid-Trench Kombi sieht im Prinzip ganz gut aus. Bei dem Kleid hingegen… Teilungsnaht über der Brust und die Seiten in Falten gelegt… bei mehr als Körbchengröße A könnte das seltsam aussehen.

Zum Kaufen gibt es Unterwäsche. Dessous oder neudeutsch Lingerie. Diesmal aber nichts dabei, was ich dringend nachnähen wollte.

Das war es dann weitgehend mit dem Nähinhalt… Verweis auf die Burdafashion Webseite,… ach, die plus-Modelle kommen noch. Und endlich mal ein Model, das Rundungen hat UND Lebensfreude ausstrahlt.

Insbesondere natürlich Kleid 133A. Rasante Kurven, ein spanneder Ausschnitt. Und mit genau dem Styling könnte ich leben. (Minus die Luftballons…)

Die Jacke mit den Schößchen…. naja… aber sehr im Trend, glaube ich. Das Shirt mit den Fältchen vorne hingegen… auch nicht schlecht. Ich könnte glatt doch mal wieder was aus Burda nähen…

So, den ganzen Kosmetikkram kann ich wieder überblättern. Im „kultur-treff“ ist diesmal auch nichts dabei.

Die Reise geht nach Brüssel. Da war ich nur mal kurz, das sollte man wiederholen. Aber vielleicht ohne Ehegespons, wenn ich zu „Le Chien Vert“ gehe. (Eine Adresse, die ich mir schon vor langer Zeit notiert habe…)

Die Kindermode ist wieder mal deutsch, tragbar und mit Pfiff. Allmählich verstehe ich, warum meine Patin vor langer Zeit ihre Tochter vor allem bei Pampolina eingekleidet hat.

Und dieses kernige Outfit zeigt, daß man auch für kleine Jungs was nähen kann, was tragbar ist und interessant aussieht.

Dann noch ein paar Verweise auf die Seite, auf der das Einloggen von meinem Rechner aus nicht mehr funktioniert… Burdastyle. Der Haarreif mit LEDs gefällt mir. So einen Schürzenschnitt kann sich hingegen jeder selber malen, den braucht man nicht downloaden.

Ach ja, es geht auf Weihnachten zu, deswegen wird wieder winterlich gebastelt. Filzherzen und -pilze sind zwar ganz niedlich, aber rustikal ist dann doch nicht ganz mein Stil. Die gehäkelten Lebkuchenherzen als Topflappen sind auch ganz nett… aber nicht neu, denke ich.

(Die Werbung für Klamotten á la Burda bei Quelle ist mir im letzten Heft schon aufgefallen. Die Schnitte sind allerdings nicht sehr spannend, aber wer mal einfach Basisschnitte sucht… (vermutlich irgendwo im Archiv ausgegraben, oder?)

Tja, das war’s dann für diesmal. Und ich habe mal ein bißchen Zeit, bis die nächste erscheint…;)

Ripp-später-Socken

Rib-later-socks

Socken

Weiter geht es mit den Restesocken…

Rippen ermöglichen ja, daß die Socke sich dem Fuß gut anpasst. Dafür ist es flach bequemer.

Also fangen die Rippen hier erst irgendwo auf dem Fuß an und werden immer mehr, bis die Socke rundherum gerippt ist.

(Ganz einfach und es verhindert zu viel Langeweile beim Stricken…)

More socks…

The nice thing about ribbing on socks is, that the sock can adapt better to the shape of the foot. On the other hand plain is mor comfortable to the skin.

So here the ribs start somewhere on the middle of the foot and become more until they run all around.

(Easy, but prevents too much boredom while knitting… )

Jersey ohne Overlock: Nähte mit geschlossener Nahtzugabe

Jersey without a serger: closed seams

Bleiben noch zwei Nähte zu schließen: Die Seitennaht (bzw. zwei davon) und die Ärmeleinsatznaht. Hier bügle ich die Nahtzugaben nicht auseinander. An der Seitennaht weil es mich da nicht stört und es anders schneller geht und an der Ärmeleinsatznaht, weil es da keinen Sinn macht.

So there are two other seams to do, the sideseam and the seam that connects the sleeve to the body. In both cases I finish both seam allowances as one. On the side seam because it doesn’t disturb me there and it’s quicker and on the sleeve because it’s the better option.

geschlossener Overlockstich

Für die Seitennaht wähle ich die faule Variante: den eingebauten Overlockstich meiner Nähmaschine. Ich habe sogar zwei davon, dieser nennt sich „geschlossener Overlockstich“. Leider paßt das Nähgarn hervorragend zum Stoff und meine Kamera kann kontrastarme Sachen gar nicht gut darstellen. Deswegen habe ich das Stichbild über einige Stiche hinweg nachgezeichnet, damit jeder gucken kann, ob er auf seiner Maschine auch so einen Stich hat.

Auch die Seitennaht braucht bei einem Shirt nicht wahnsinnig viel Dehnbarkeit, vor allem so viel, daß sie den Stoff nicht „einhält“ und kürzer ist als das restliche Shirt. Der Overlockstich ist dafür mehr als ausreichend, er ist weniger elastisch als eine echte Overlocknaht, aber für die meisten Einsatzzwecke mehr als ausreichend. Ich habe auch schon Badeanzüge damit genäht. Wer die Seitennähte lieber auch auseinanderbügeln will kann genauso einen Zickzackstich benutzen, etwa in der gleichen Einstellung wie hier für die Ärmel beschrieben.

Fot the side seams I choose to be lazy and sew them with the build-in overlockstitch of my sewing machine. My sewing thread matches the colour of my fabric very well and my camera is not good taking pictures with low contrast. So I tried to „redraw“ some of the stitches so you can check your machine for a stitch like that.

The side seams of a top also do not need an extreme amount of stretch, it has to be enough that the the seam can stretch as much as the fabric, not less. The overlock stitch of a sewing machine is not as stretchy than a real serger seam, but for most uses it’s absolutely sufficient. I have even sewn swimsuits with the overlock stitch. But if you don’t have a stitch like that or want your seam allowances ironed flat you can use a zigzag stitch, like described for the sleeves.

zurückgeschnittene Naht

Danach wird der überstehende Stoff der Nahtzugabe einfach neben der Naht abgeschnitten.

Then you cut back the seam allowance close to the seam.

Die Ärmelansatznaht sollte ebenfalls dehnbar sein. Da ich sie besonders flach möchte, wende ich noch mal eine andere Technik an. (Wobei ich aber auch schon Shirts nur mit dem Overlockstich genäht habe, vor allem, wenn es schnell gehen soll.)

Doppelnaht

Auch das ist nicht schwierig, ein kleiner Zickzackstich, etwa 1,8 mm lang und 1,5 mm breit. Oder wie die Dehnbarkeit eben bei eurer Maschine hinkommt. Und dann einfach mit gleicher Einstellung noch mal 6 mm von der Naht entfernt auf der Nahtzugabe nähen. Danach wird die Nahtzugabe schön flach gebügelt und knapp neben der zweiten Nahtlinie abgeschnitten. Die Ziehfäden vom Ärmel einhalten ziehe ich erst danach raus.

Das ist es auch schon.

The seam that connects the sleeve with the body of the garment should also be stretchy. I could use the overlock stitch (I have sewn complete tops with that stitch, no problem), but I want it even flatter. So there is another technique.

Also very easy: You stitch on the seam line with a zigzag stitch. Stitch length about 1.8, stitch width 1.5. Or whatever works for your fabric and your machine. Then you stitch again 6mm from the seamline on the seam allowance. Then I press the seam allowance flat and cut the rest of the seam allowance close to the second stitching. My last step is taking out the threads which held in the sleeve cap.

That’s all.

Revue de Presse: Threads November 2008 (Number 139)

Gut, die Threads kam diesen Monat etwas später, aber nicht so spät… das hängt an mir. Aber ich habe sie diesmal wirklich genossen.

Das Editorial enhält mal echte Neuigkeiten, nämlich daß die Chefredakteurin abtritt. Mal sehen, ob das das Heft verändern wird…

Die Leserbriefe sind naturgemäß nicht so spannend. Die „Bobbin Buddies“ um gefüllte Unterfadenspulen ihne Fadengewirr festzushalten sind nicht schlecht. Aber ich habe ja jetzt den Ring von Janome… die als „neu“ vorgestellten Kleinkinderschnitte wirken hingegen nicht nur in der Aufmachung sehr „vintage“. Höflich gesagt. Ein Einkaufsführer für Vintage Quellen in New York ist vom Prinzip her eine gute Idee. Ich hätte es nur gerne für Stoffgeschäfte… und in diesem vorgestellten Buch würde ich ja zu gerne mal stöbern. Ich habe ja schon ein paar Sachen zu vergleichbaren Themen, da will ich vor dem Kauf schon immer gerne wissen, ob der Inhalt das was ich habe ergänzt.

Die vorgestellten Schnitte aus der „Pattern Review“ sind zwar zum großen Teil nett, aber auch nichts unerwartet spannende.

Beim Lesertip denke ich mir mal wieder, warum ich nie einen einschicke… der „best tip“ ist die Verwendung des Spulers der Nähmaschine zum Kordel drehen. Naja, ich mache das mit dem Handmixer… aber selbe Technik…

Knöpfe sammeln ist nicht mein Metier, aber Hinweise wie man bei alten Knöpfen das Material erkennen kann sind für eine Flohmarktgängerin wie mich durchaus interessant. Und aus welchen Materialine man überhaupt Knöpfe gemacht hat…

Weitere Tipf von Kenneth D. King. Diesmal finde ich es nachgerade genial. Eigentlich naheliegend… aber man muß es wissen. Wie man an vielen Stellen außen nahtlos formen kann, indem man die Belege mit Zwickeln versieht, also durch Stückeln in Form bringt. Das ist für V-Ausschnitte schön, aber er zeigt noch ein paar andere spannende Möglichkeiten. (Von denen ich die eine oder andere werde nacharbeiten müssen, um sie zu verstehen. Aber die Anleitung ist wie immer gut bebildert und ausführlich.)

Aufbewahrung wertvoller Kleidungsstücke. Naja, kommt bei mir nicht so oft vor. Und im ehrlich zu sein… die Disziplin, etwa alle halbe Jahre auszupacken und neu einzupacken habe ich eh nicht. Ich bin schon froh, wenn ich nicht vergesse, rechtzeitig neues Mottenpapier nachzulegen. *hüstel*

Die Technik zur Hosenanpassung sind vor allem für Leute interessant, die für verschiedene Leute und in verschiedenen Größen nähen. Und ob man so die Paßprobleme von Frau mhs lösen könnte? Naja, man könnte es versuchen, aber viele „Schiefstellen“ wie sie an meinem Körper vorkommen kann man mit der Technik nicht erfassen. Für einfachere änderungen aber sicher eine sinnvolle Methode.

Der ausführliche Blick in ein Haut Couture Atelier (Chado Ralph Rucci) in Wort und Bild ist atemberaubend, aufwendig, kaum zu beschreiben… eben echte Haut Couture, die offensichtlich auch aus den USA kommen kann. (Und tröstlich der Blick auf die Schneiderpuppen nach der Figur echter Kundinnen. Die sind so viel realistischer als die Laufstegmodels… *g*) Und wenn ich mich mal sehr langweile… einige der gezeigten Details lassen sich ganz sicher verwenden.

Danach kommt ein etwas gewollt „peppig“ aufgemachter Artikel über Rettungsaktionen bei Nähunfällen. Für jemanden mit etwas Näherfahrung doch recht banal, aber der eine oder andere Anfänger wird sich freuen.

Auch die verschiedenen Techniken für saubere Nahtzugaben bei Seide (und anderen feinen Stoffen) sind nicht neu für mich, aber wer sich zum ersten Mal an so einen feinen Stoff heranwagen will, der findet anschaulich bebilderte Hilfe.

Oh… das hätte ich besser nicht gesehen… Siebdruck auf Stoff. Ich brauche ein großes, gut ausgestattetes Atelier. SOFORT! (Und auch die Möglichkeit selber Siebdruckvorlagen zu erstellen… fertig gekaufte… gefällt mir dann sicher auch nicht.)

Sehr anregend auch der Shopping Guide für Kopenhagen. Schöne Bilder machen Lust. Glücklicherweise ist Kopenhagen weit… gut für meinen Geldbeutel. *hüstel*

„Master Class“ befasst sich mit Ärmelschlitz und Manschetten. Auch hier nicht neu, aber eine gute und anschauliche Anleitung. (Für eine Technik, denn es gibt viele und wie man es am liebsten macht kann ja jeder selber entscheiden.) Ich würde sagen für den fortgeschrittenen Anfänger, der zu neuen Ufern aufbrechen will.

Die „Embroidery Essentials“ sind heute nur teilweise mein Geschmack, aber ähnliche Muster lassen sich auch ohne Stickmaschine gestalten, allerdings ist das dann natürlich aufwendiger. Klar.

Interessant hingegen die „Beggars Cloth“ Stoffe, zusammengesetzt aus einer Lage absichtlich zerrissen, durchlöchert, oder sonst wie beschädigten Stofflage, die auf eine andere Stofflage genäht wird. Das kann man wohl so kaufen, aber auch selber machen. Natürlich extrem aufwendig, aber man muß es ja nicht als Meterware herstellen, man kann sicher auch Akzente setzen. (Und wenn die Motten mal wieder im Stoff waren… auch eine Rettung)

Tja, dann ist das Heft leider schon wieder zu Ende. Noch die kleine Nähgeschichte und natürlich auf der Rückseite die Detailaufnahme, diesmal auf ein Kleid aus Seidensamt mit einer faszinierend gesmokten Raffung. So sauber geht das natürlich nur von Hand. Aber was so ein kleiner Aufwand doch für eine große Wirkung haben kann…

(Und da das letzte Heft ja so spät kam, muß ich vielleicht gar nicht so lange auf das nächste warten. *g*)

Cross the stripe-Socken

RestesockenUnd noch ein Sockenpaar aus der Resteverwertung. Diesmal waren es zwei größere Reste, einmal von den Space Invader Socken, die mein jüngster Bruder letztes Jahr zu Weihnachten bekommen hat und einmal die Regia Stretch von diesem luftigen Modell.

Und da mir nur Ringel natürlich zu langweilig waren, mußte auch noch etwas Struktur durch gekreuzte Maschen rein. Für Socken ist das Muster so nicht ganz optimal, wel es recht stabil und weniger dehnbar ist, aber für andere Zwecke werde ich es mir merken. Nämlich wenn ich mal wieder was suche, was formstabil bleiben soll…

(und jetzt zurück an die Lace-Borte. SissiL, vielen Dank für den Tip mit  den verkürzten Reihen. Ich habe zwar noch keine Vorstellung wie das mit dem Muster des Randes hinkommt, aber wenn ich mal etwas mehr Erfahrung mit Lace habe, dann wird das sicher auch noch werden. Ich merke es mir auf alle Fälle!)

Again „use up your sock yarn“ socks from the last weeks. I only needed two different yarns because what I had left was quite a lot. The cream yarn is from the Space Invader Socks my youngest brother got for Christmas last year, the blue is Regia Stretch from that airy pair.

And as plain stripes were to boring for me I added a bit of structure with crossed stitches. I have to admit that the pattern is not the best you can use for socks, because it takes out a lot of the stretch, but I will keep it in mind for other purposes. When I will be looking for something that keeps its form well.

(And now back to my lace border…)

Jersey ohne Overlock: Nähte mit offener Nahtzugabe

Knits without a serger: seams with open seam allowances

Von gekauften Shirts sind wir es gewöhnt, daß sie mit der Overlock genäht sind und die Nahtzugaben infolgedessen zusammengenommen versäubert sind. Das erzeugt allerdings recht dicke Nähte und die mag ich persönlich nicht an allen Stellen.

Ganz besonders mag ich sie nicht an der Schulter und auch nicht unbedingt an der Ärmelnaht. Aber das Nette am selbermachen ist: Ich kann es anders machen.

Nahtzugabe flach gebügelt

An diesem Shirt arbeite ich an drei Stellen mit flachgebügelter Nahtzugabe: Die Schultern, die Ärmelnähte und die Teilungsnaht des Einfassbandes für den Ausschnitt. (Das ist die, die das Bild hier zeigt.)

When we look into a purchased shirt we are used to seams where the seam allowances are overcast together with a serger. This of course creates quite bulgy seams, something I do not like everywhere on a shirt.

I hate them on shoulder seams and I do not like them to much on the sleeveseams (depending on fabric and cut). But the nice thing about DIY: I can do it in a different way.

At this shirt I’m using flat seams (seam allowances ironed flat to both sides) on the shoulder seams, the sleeve seams and the seam that connects the two pieces of the band along the neckline. (That’s the seam shown on the pic above.)

Ein Vorteil ein Overlocknaht ist natürlich, daß sie sehr dehnbar ist. Eine normale Steppnaht der Nähmaschine ist das hingegen nicht.

Allerdings… selbst an einem Shirt will man gar nicht bei allen Nähten, daß sie dehnbar sind. Das Paradebeispiel dafür ist die Schulternaht. Hier näht man oft sogar einen Streifen Nahtband oder Stoff mit ein, um der Dehnung entgegen zu wirken. Also könnte man einfach eine gerade Steppnaht nähen und das Problem ist erledigt. Allerdings bleibt der Stoff dehnbar und durch die Steppnaht wird er an der Stelle relativ stark belastet, so daß die Gefahr besteht, daß auf Dauer der Stoff Schaden nimmt.

SchulternahtAlso verstärke ich den Stoff an einer Seite mit Vlieseline. Normalerweise würde ich da Formband nehmen, ich könnte auch schwören, daß ich da noch 5m von habe, aber irgendwie… finde ich das gerade nicht. Also muß G785 herhalten. Mit der Zackenschere geschnitten, damit sich keine Ränder abzeichnen. Und… äh… fürchterlich schief geschnitten. Aber die Naht trifft die Einlage überall. Also egal.

Darüber nähe ich dann nicht mit einer Steppnaht, sondern mit einem minimalen Zickzackstich. Stichlänge 2,3, Stichbreite knapp 1. Das sieht aus wie eine „wackelige“ Steppnaht, ist aber tatsächlich schon etwas elastisch. Gerade genug, um etwas Belastung vom Stoff wegzunehmen.

One big advantage of a serger is that the seams are elastic. A normal straight stitched seam with your sewing machine is not.

But even on a shirt we do not want all of the seams to have to much elasticity. The shoulder seams normally are sewn with some none elastic woven ribbon. So you could just straight stitch with your sewing maschine and that’s it. Okay, nearly. You can do this and you will get along with it on may fabrics, but there remains a risk that sooner or later the fabric will break, because the seam holds the still elastic fabric too much.

To prevent that I’m using some light fusible, usually on the back piece of my pattern. Normally I’d use Vlieseline Iron On Bias Tape and I am so sure I still have quite a lot of it but I cannot find it at the moment. So Vlieseline G785 had to do. Cut with my pinking shear to make sure no edge will show on the right side. And… yes… the cutting is quite not so straight at all. But the seam hits the interfacing, so it’s okay.

For sewing I change my straight stitch to a minimal zigzag, like stitch length 2.3, stitch width a tad less than one. The result looks like a wonky straight stitch, but has minimal stretch, enough to take away the stress from my fabric.

Nahtbild

Um den Unterschied zu zeigen habe ich hier noch mal eine Probenaht mit hellem Faden genäht: Die untere Naht ist der normale Steppstich, die obere, etwas ungleichmäßg aussehende, ist in Wirklichkeit ein Zickzackstich. (Klick aufs Photo bringt ein größeres Bild.)

Here the difference: the lower stitching line is the normal straight stitch. The upper one, that looks a bit irregular, is a zigzag stitch. (Klicking on the pic brings the bigger version.)

Auch die Ärmelnaht nähe ich mit diesem Stich. Zumal mein Stoff in Längsrichtung ohnehin nicht sehr elastisch ist.

Braucht man eine elastischer Naht, etwa bei Kindern die unsanft am Ärmel ziehen oder bei Sportbekleidung die stärker dehnbar sein muß, dann muß man den Zickzackstich „steiler“ machen. Kürzer und ggf. etwas breiter. Meine Maschine hat dafür eine Art „Sägezahnstich“ für hochelastische Stoffe (Blick ins Handbuch der Maschine lohnt immer), man kann diesen aber durch einen Zickzackstich mit Länge 1-1,2 und einer Breite von 1,2-1,5 ersetzen. Einfach ausprobieren, was die gewünschte Wirkung hat. Solche Nähte kann man auch noch gut auseinanderbügeln, auch wenn sie nicht ganz so flach werden, wie eine normale Steppnaht.

For my sleeve seams I am using the same stitch. My fabric doesn’t have much stretch in the lengthwise direction anyhow.

If you need more elasticity in the seam (clothing for children who may pull on their sleeves or on garments for sport) you make the stitch steeper. Shorter stitch length, maybe a bit longer stitch width. My machine has a kind of „saw tooth“ stitch for highly elastic fabrics build in (check the manual of your machine). Elseway you can set your zigzag stitch to length 1-1.2 and width 1.2-1.5. Just try what creates the stretch you need. Seams like that can not be ironed as flat as a straight stitched seam, but they are small enough to iron the seam allowances to both sides.

Das sind aber noch nicht alle Möglichkeiten für Säume in Jersey, die kommen in einem eigenen Beitrag.

That are not all possibilities to make seams in knits, more are to come yet.

Spitzenfrage

A Question of Lace

Wir unterbrechen die „Themenaufholjagd“ für eine aktuelle Frage… ich weiß, ich habe meine Socken noch nicht mal alle vorgezeigt, aber wie ich schon schrieb (glaube ich), meine Sockenwolle ist verstrickt und seit drei oder vier Wochen sitze ich an meinem erste Lace-Schal aus „Victorian Lace Today„. Einige Bahnverspätungen, ein paar Stunden im Wartezimmer… und auch die Randbordüre ist schon fast angestrickt. Damit allerdings habe ich ein Problem.

I know, I promised a lot of other posts which I have not done yet, but that’s an emergency… I haven’t shown all my socks yet but (I think) I wrote that I’ve used all my sockyarn and can therefor knit other things. For the last three or four weeks I have been knitting on my first lace scarf/ shawl from „Victorian Lace Today„. Some waiting for trains and in a medical practice later I am nearly finished and my knit on border also is nearly done. But that’s where the problem starts.

Die Anleitung gibt nur recht lapidar an, daß man zuerst „Corner A“, also „Ecke A“ stricken soll. Es ist auch ausführlich beschrieben, in welche (Rand)Maschen man beim Anstricken mehrfach strickt. Die Ecke geht über drei Rapporte des Bordürenmusters.

1.Rapport: 4 x einfache Verbindung (also eine Bordürenreihe in einer Masche verankern), 2 x doppelte Verbindung (zwei Bordürenreihen in einer Masche verankern)

2. Rapport: 1x doppelte Verbindung, 1x dreifache Verbindung (bis hierhin alles an den langen Rand des Schals) 1x doppelte Verbindung (ab hier jenseits der Ecke in die kurze Reihe des Schals gestrickt)

3. Rapport: 1x doppelte Verbindung, 5 x einfache Verbindung

Klingt gut und einfach.. ist aber für einen Rapport von 14 Reihen. Meine Randbordüre hat nur 12. 🙁

The instructions tell simply to knit „Corner A“. There are also charted instructions towards the end of the book how to distribute the joints, this uses three repeats of the border patter:

1. repeat: 4 single joints, 2 double joints

2.repeat: 1 double joint, 1 triple joint (up to here on the long side of the scarf), 1 double joint (the first knitted on the other side of the edge in the short side of the scarf)

3. repeat: 1 double joint, 5 single joints

Sounds precise and easy. Only it’s for a pattern with 14 rows, my pattern only has 12…

GestricktesIch habe es mit folgender Reihenfolge versucht:

Rapport 1: 2 einfache Verbindungen, 2 doppelte Verbindungen

Rapport 2: 3 doppelte Verbindungen

Rapport 3: 1 doppelte Verbindung, 4 einfache Verbindungen

So this us what I tried for Corner A:

Repeat 1:2 single joints, 2 douple joints,

Repeat 2: 3 double joints

Repeat 3: 1 double joint, 4 single joints.

Der Rand außen liegt so auch recht flach, aber (auf dem Bild sieht man das nicht so gut) da wo der Rand an den Schal angestrickt ist bildet sich eine hochstehende Blase.

The outer edge of the border seams to be laying nicely flat, but where it is knitted on (it’s not well to see on the picture) there is a „bubble“, it does not lay flat at all.

Gestricktes

Noch lustiger wird es dann bei der „Ecke B“. Hierfür gibt es gar keine Anleitung. Die Mehrfachverbindungen sind ja nicht symmetrisch auf beide Seiten verteilt, soll die Ecke B eher „gespiegel“ gestrickt werden, also wieder die meisten Maschen in die lange Seite, oder einfach wieder genauso, weil es egal ist, wie sich das um die Ecke verteilt?

Ich habe es so gemacht (etwas auch bedingt durch die Maschenzahl die noch übrig war):

Rapport 1: 1 einfache Verbindung, eine doppelte Verbindung, eine dreifache Verbindung.

Rapport 2: 3 doppelte Verbindungen, wobei ich ab der zweiten davon wieder in der langen Schalseite gearbeitet habe

Rapport 3: 1 doppelte Verbindung, 4 einfache Verbindungen

Das Problem ist das gleiche, eine hochstehende Blase. 🙁

„Corner B“ is even more fun, because there is no explanation at all. The joints are not symmetrical distributed to the long and the short side of the scarf, so how is „Corner B“ supposed to be done? Mirrored? Or not because it just doen’t make a difference?

What I did (also due to the number of stitches that remained in my short side) is:

Repeat 1: 1 single joint, 1 double joint, 1 triple joint

Repeat 2: 3 double joints (with the 2nd double joint on the long side of the scarf)

Repeat 3: 1 double joint, 4 single joints

Same problem: ugly „bubble“ 🙁

Nun, für diesen Schal ist es egal. Das Garn („kid light“ von Schachenmayr) war eine liebe Spende und lila steht mir nicht wirklich, ich hatte also eh nie vor, ihn zu tragen. (Und weiß jemanden, der das trotz der Fehler die drin sind gerne tun wird.) Gespannt habe ich noch nicht (es fehlen auch noch zwei Ecken), aber das Garn besteht zu 30% aus Mohair, der Rest sind diverse Polyfasern, da wird spannen nicht viel ändern.

Aber.. für mein nächstes Werk warten hier schon vier appetitliche Knäuel Rowan kidsilk haze von Daniela und die möchte ich nur sehr ungern versauen… :/

Deswegen, bitte, bitte, falls jemand hier mitliest, der schon mal so einen Schal gestrickt hat, vielleicht sogar aus dem Buch (und der Schal ist als „einfach“ ausgewiesen…) oder generell Erfahrung mit solchen angestrickten Rändern hat… bitte sagt mir, was ich entweder anders machen muß oder ob sich das mit kidsilk haze beim Spannen grade zieht?

Hilfe!

Well for this scarf I don’t mind. The yarn („kid light“ from Schachenmayr) was a kind gift and the colour isn’t right for me, so I never intended to wear it. (And I know someone who will wear it because of the colour and will not mind the mistakes that I made.) I didn’t block it yet, because there are two more corners to go, but the yarn is only 30% mohair fibre, the rest is „chemical“, so blocking will probably not change a lot.

But for my next shawl I already bought some oh so soft and light Rowan kidsilk haze from Daniela and I do not want to mess that up!

So, please, please, if someone is reading here who has experience with knitted on borders or with knitting from that book (the scarf was btw marked „easy“ lace…) I beg you, tell me how I can make it better! Or will everything be allright, once it’s knit with kidsilk haze and blocked?

Help!