„Biker“-Jacke: Ärmelschlitz und Ärmelsaum

„Biker“ jacket: sleeve vent and sleeve hem

spring1463Ein paar Schritte sind noch nötig, um den Ärmelsaum und den Schlitzbeleg fertig zu stellen. Durch den Beleg, den Reißverschluß und den dicken Stoff ist das Material da ganz schön dick. (Wenn ich das vorher gesehen hätte, hätte ich den Ärmelsaum etwa einen Zentimeter weiter gemacht. 😀 ) Also erst die Nahtzugaben auseinander bügeln und dann den Ärmelsaum hochbügeln. So gut wie möglich flach bügeln.

There are some more steps necessary to finish sleeve hem and the facings. With facing, zipper and the rather thick fabric there is a lot of material bulging. (If I had thought about it before I would have made the sleeve about 1cm larger at the hemline. 😀 ) So first pressing the seam allowances to both sides and then pressing the sleeve hem up. Flatten it as good as possible.

spring1464Dann den Beleg über den Saum klappen und noch mal bügeln, büglen, flach bügeln.

Then folding the facing over the hem and pressing, pressing, pressing, pressing flat.

Danach habe ich eher unsystematisch Material aus der Nahtzugabe am Ansatz des Beleges rausgeschnitten. Da sowohl mein Hauptstoff als auch mein Belegstoff relativ leicht ausfransen, war ich da etwas vorsichtig. So nach Gefühl.

Then I cut out some material from the seam of the facing. Since my main fabric and the facing fabric fray quite easily I tried to be careful. And my cutting did not follow any rules, but it was very chaotic. Just guessing.

Saumzugabe zurückschneiden Anschließen wird die Ärmelnaht geschlossen und der Saum genäht. Der Bereich unter dem Beleg bleibt frei. Da wird die Saumzugabe dann noch mal zurückgeschnitten. Die Stecknadel zeigt an, bis wohin der Beleg geht. Beleg und zurückgschnittene Saumzugabe sollten noch wenigstens einen Zentimter überlappen.

Next step is sewing the sleeve seam and hemming it. I do not sew the hem under the facing, because there I can cut some more fabric from the hem. The pin show the width of the facing. So facing and the cut back hem allowance should overlap at least 1cm.

Beleg annähenDer Beleg wird dann von Hand am Saum angenäht. Dabei schlage ich den Beleg im unteren Bereich noch mal nach innen, damit die Kante sauber ist. Sie verschwindet zwar weitgehend unter dem Futter, aber nur weitgehend.

The facing is attached to the hem allowance with invisible hand stitches. At the lower end I am folding the hem to the left side, to get a very clean allowance. It will be mostly covered by the lining, but not completely.

fertiger ÄrmelschlitzUnd so sieht der Reißverschluss dann im fertigen Ärmel aus. Knallt gut. 🙂

And that’s what the zipper looks in the finished sleeve. Nice effect. 🙂

Futterschlitz umgebügeltDer Beleg soll natürlich nicht hinter dem Futter verschwinden, also bekommt der Futterärmel auch den passenden Ausschnitt. Ich nähe ein breites „U“ mit Steppstich ab, dann wird das mit etwa einem Zentimeter Nahtzugabe ausgeschnitten und die Nahtzugabe auf die linke Seite gebügelt.

Since the facing will not be covered by the lining, so the lining needs a vent also. I am staystitching a „U“ from the hem upwards. I am cutting back the fabric, keeping 1cm seam allowance. Then I am pressing the seam allowance to the left side of the fabric sleeve.

Ausschnitt im FutterUnd so sieht der Ausschnitt im Futter von der rechten Seite aus. Der wird später am Beleg von Hand angenäht.

That’s how the vent opening looks from the right side of fabric. That will be attached to the facing by hand later.

„Biker“ Jacke: Reißverschluß in Ärmelschlitz – Teil 2

„Biker“ Jacket: installing the zipper to the sleeve vent part 2

Und weiter geht’s…. die zweite Seite des Reißverschlusses zu installieren bringt ein kleines Problem mit sich: Die Außenkante des Reißverschlussbands muß (wieder rechts auf rechts) an die Schlitzmarkierung angelegt werden. Dazu muß man den Reißverschluß öffnen und dann das freie Band um sich selber drehen. Das habe ich schon öfter gemacht, das ist auch kein Problem… wenn der Reißverschluss etwa 10 cm länger als der Schlitz ist. Dummerweise habe ich die Reißverschlüsse aber genau passend bestellt… :o)

And we continue… installing the second part of the zipper shows a little problem: The zipper band has to align with the later vent opening. Right sides together. So you need to open the zipper and then twist the second zipper band. I’ve done that already quite a few times and it’s basically no problem… it the zipper is about 10cm longer than the opening. I had my zippers made to measure so they fit exactly the opening…. :o)

Die andere Option wäre, den Schlitz schon mal aufzuschneiden und den Stoff dann entsprechend hinzudrehen. Da sich mein Stoff aber schon beim Hinsehen auflöst, ist das auch keine Lösung für diesen Fall.

Another possibility would be to cut the vent open now and the turn the fabric to the zipper band. Just my fabric falls apart so easily, so this is not an option here.
Reißverschlussband festgesteckt
Also habe ich das Reißverschlußband entsprechend gedreht (und fünf mal kontrolliert, ob es tatsächlich richtig herum aufliegt) und so weit festgesteckt, wie es ging. Und dann von Hand geheftet.

So I twisted the zipper band (checking about five times if it was really right side down) and then pinned it from the bottom to the top as far as it was possible. And then hand basted it to the sleeve.
Beleg aufsteckenDer Beleg wird dann oben drauf gelegt (rechte Stoffseite unten) und festgesteckt. Dabei stecke ich ihn weit weg von der Nahtlinie, damit er mir später beim Nähen nicht im Weg ist. Wenn er sich um zwei Millimeter verschiebt ist das in dem Fall keine Katastrophe.

The facing gets on top (right side of fabric down) and pinned. Here I am pinning as far away from the stitching line, so the pins won’t get in my way later. If the facings should shift by two millimeters it would not be a great deal here.
Markierung NahtendeGenäht wird wieder von der linken Ärmelseite. Dabei markiere ich mir das Nahtende genau. Zumal ich Metallzähne habe, wenn die Nadel da drauf trifft, ergibt das einen sofortigen Nadelbruch. Genäht wird dann wieder genau neben der Stütznaht, wie auf der anderen Seite.

Again I’m sewing from the left side of the sleeve. I mark the end of my stitching line very well. Especially since my zipper has brass teeth. If the machine needle hits there it would break immediately. The seam is like on the other side very close to the stay stitching.
Schere, Nadel. Faden, FingerhutVor dem nächsten Schritt atme ich tief durch und lege schon mal alles bereit… eingefädelte Nadel, den Fingerhut und eine scharfe Schere…

Before I am taking the next step I take a deeeep breath and then prepare a few things to have them right at my fingertips… a threaded needle, a thimble and sharp scissors…
Reißverschlußschlitz aufgeschnittenUnd dann schneide ich meinen Reißverschlußschlitz auf. Natürlich nur im Ärmel, nicht in die Belege schneiden und schon gar nicht in das Reißverschlußband. Wie immer bei solchen Schlitzen schneide ich bis etwa einen Zentimeter vor der dem Ende gerade und dann schräg zu den Ecken hin. (Die bekommen dann auch gleich ein Tröpfchen Fraycheck.)

Then I am cutting my opening. Only the sleeve fabric of course. Not cutting into the facings and even less into the zipper band. Like always it is one straight cut in the middle until about 1cm before the end and then „Y-like“ to the corners. (Which get a drop of Fray Check immediately.)
umstochene KantenAnschließend nehme ich meinen eingefädelten Faden und umsteche gleich die Kanten von Oberstoff und Unterlegstoff zusammen. Auch an dem oben entstandenen Dreieck.

Then I take the threaded needle and overcast my fashion fabric (together with the underlining(. Also on the little triangle at the end.

Danach drehe ich den Reißverschluss dann so rein, wie er hinterher liegen soll und kontrolliere von der rechte Seite, ob das so aussieht, wie es aussehen soll.

After that step I can turn my zipper so that it gets into its end-position. And I check from the right side of the sleeve if it looks the way it should.
Reißverschluss auf Nahtlinie gestecktJetzt kann ich den Rest des Reißverschlußbandes auf der Nahtlinie des Schlitzes feststecken.

Now I can pin the rest of the zipper band to the seam line.
Kontrollblick auf den gesteckten ReißverschlußDie Nadel geht genau durch die Nahtlinie und dann kontrolliere ich, ob sie auch genau durch die Nahtlinie des Reißverschlusses geht. Danach wird das Reißverschlußband wieder festgeheftet, der Beleg drüber gelegt (weiteres Feststecken war nicht nötig) und es wird von der linken Stoffseite genäht. Dabei muß man natürlich darauf achten, daß man nicht die andere Seite mit einnäht. Hilfreich ist es hier, einen schmalen Nähfuß zu verwenden, etwa den Gradstichfuß oder den Reißverschlußfuß.

The pin goes through the seamline on the one side and then I am checking if it also goes through the marked seamline on the zipper band. Then I can handbaste my zipper band on the sleeve. For the facing basting is not necessary (it is already mostly sewn), laying flat is enough. Sewing then again from the left side of the fabric. Taking care not to sew through the other side of the vent. It’s a good idea to use a slim presser foot for that task like the straight stitch foot or the zipper foot.
Faden hängen lassenDa mein Reißverschluß oben einen Metallstopp hat, kann ich trotzudem nicht ganz bis zum Ende nähen. Hier lasse ich einen langen Faden hängen, den ich dann verwenden, um die Naht von Hand fertig zu nähen und das kleine Dreicke am Ende des Schlitzes von Hand auf den Unterlegstoff zu nähen.

My zipper has a metallic stop at the and that is rather big and very stiff, so I have to stop machine sewing some stitches short of the end of the seam. I leave a long thread hangig and use that to close the seam with a few handstitches. And to attach the little triangle at the end of my vent opening to the underlining fabric.

Der Reißverschluß ist also erfolgreich drin. 🙂

Zipper successfully installed. 🙂

„Biker“ Jacke: Reißverschluss in Ärmelschlitz – Teil 1

„Biker“ Jacket: installing the zipper to the sleeve vent

Von meiner Jacke habt ihr ja schon lange nichts mehr gehört… aber es gibt Fortschritte, sie ist inzwischen nämlich fertig. Brav mitphotographiert habe ich meine Nähschritte auch, nur fand ich bislang keine Zeit, das auch hier zu zeigen. Ich hoffe aber, dass das künftig wieder besser wird. Jetzt gibt es jedenfalls mal wieder einen langen Beitrag von mir…

It’s a long time since I’ve blogged something about my jacket. But there is progress, it’s finished meanwhile. I even took a lot of pictures from the construction process, but I never found the time blogging about it. I hope that will be getting better in the future. Here is a long post for a change…

Meine Ärmel haben Schlitze und da sollen auch die breiten Metallreißverschlüsse rein. Und zwar so, daß man auch das pinkfarbene Reißverschlussband sieht. (Ich habe mir die ja extra so anfertigen lassen… Messing mit pink.) Zuerst wollte ich den Schlitz einfach mit einem Beleg verstürzen und dann den Reißverschluss unter nähen. Andererseits wäre dann das Innere des Ärmels nicht so schön und ich müßte das Futter direkt ans Reißverschlussband nähen. Da man meinen Beleg-Stoff aber auch an anderer Stelle sieht, wollte ich hier auch die Möglichkeit haben, ihn blitzen zu lassen. Also muß der Reißverschluss zwischen Beleg und Stoff. Was dann komplizierter war als gedacht…

My sleeves have vents and I installed the metal zippers there. And I want the fuchsia zipper band visible. (I had had the zippers custom made… fuchsia with brass teeth.) My first idea was to make a facing to secure the vent and then just sew the zipper behind. But then the inside of the sleeve would be less pretty and I would have to sew the lining directly to the zipper band. Since my fuchsia facing fabric is visible at other spots also I wanted to maintain the possibility to show it on the sleeves also. So the zipper needed to be installed between facing and fabric. Which was more complicated than I had thought…

Ärmelschlitz markiertZuerst habe ich mit einem doppelten Faden die genaue Position des Ärmelschlitzes markiert. Vom Saum genau bis zum Schlitzende.

First I used a thread to mark the precise position of the opening. From the hem to the end of the vent.
Öffnung mit Maschinenstichen eingefasstMit passendem Garn zum Oberstoff umnähe ich dann die Form der Schlitzöffnung. hier orientiere ich mich am „Mittelstreifen“ und nähe in genau dem gleichen Abstand links und rechts. (Die Kante des Nähfußes läuft an der Markierung entlang, die Nadellage wird so verstellt, daß der gewünschte Abstand entsteht.) Genäht habe ich auf der rechte Stoffseite, man erkennt die Naht aber von links besser.

I am sewing along the shape of my opening. The thread is the color of my fashion fabric and I am sewing on the right side of the fabric. (The picture shows the left side, because the thread is contrasting my underlining fabric, so the stitches are recognizable.) I use my thread traced line and my pressure foot as a guide, sewing exactly on the line on both sides. moving the needle to the side, so the distance from the middle (and cutting) line is the one I want.

Vorbereiteter und markierter ReißverschlussBei meinem ersten Reißverschluss mußte ich noch mal trennen und außerdem war er am Ende nicht ganz mittig in der Öffnung. Daraus habe ich gelernt, den Reißverschluss vorzubereiten: Die Enden werden auf die Unterseite geklappt und festgeheftet, die Nahtlinie wird auf dem Reißverschluss angezeichnet und von Hand noch mal mit einigen Heftstichen nachgenäht, damit die Markierung gut und von beiden Seiten sichtbar ist.

The first zipper was not exactly centered in the opening and I also had to take out some stitches after cutting the vent open, so I understood that even the zipper should be prepared: The Ends of the zipper band are folded to the left side and attached with some basting stitches. And I trace my sewing line first with a chalk marker and then with a thin thread so I can see it well and can see it from both sides.
Reißverschluss aufgestecktJetzt wird der Reißverschluss auf den Ärmel gesteckt. Mit der Oberseite auf dem Stoff, die umgehefteten Enden liegen genau auf dem Saumbruch. Und die jetzt rechte Hälfte des Reißverschluss liegt links von der Mittellinie. Dann genau auf der Nahtlinie feststecken.

Now I pin the zipper to the sleeve. Right sides together and the basted ends are placed exactly on the hemline. The right half is left of the middle line. Then pinning it exactly on the seamline.
Position auf der linken StoffseiteAuf der linken Seite kann ich jetzt kontrollieren, ob ich richtig gesteckt habe. Die Stecknadeln sind einen Gewebefaden neben (außerhalb) meiner Markierungsnaht sichtbar. Jetzt daneben festheften.

Now checking on the left side if the placement is korrekt. The pins are visible one thread next to (outside) my stitching line. Now basting next to it.
spring1451Für die Belege habe ich Stoffstreifen etwas länger als den Reißverschlußöffnung zugeschnitten und mit Vlieseline H200 bebügelt. Ein Belegstreifen wird mit der rechten Seite nach unten auf den Reißverschluss gelegt, eine Kante bündig mit der Kante des Reißverschlussbandes bzw. der Mittellinie.

For the facings I cut straight pieces of fabric a bit longer than the opening and ironed on Vlieseline H200. The facing is placed on the zipper, right side down. One side aligned to the zipper band and the middle line of the zipper opening.
Beleg von Links festgestecktDen Beleg stecke ich dann von der linken Seite fest. Wenn er dabei etwas verrutscht ist das nicht so schlimm, hier kommt es nicht auf den Milimeter an. Man sollte aber schon noch mal gucken, ob es noch halbwegs grade ist. 😉 Bei Stecken achte ich hier drauf, daß die Nadel weit genug von der Nahtlinie weg sind, um dem Nähfuß nicht im Weg zu sein.

I pinned the facing from the left side of the sleeve. If it slides a bit it is not a big problem, that is the only step where not every milimeter counts. But still one should check from the right side if the facing is mostly straight. 😉 But more important is to place the pins so, they will not be getting in the way of the pressure foot later.
Naht genau neben der StütznahtGenäht habe ich dann von der linken Seite, so kann ich mich an meiner Markierugnsnaht orientieren und ich nähe genau einen Faden neben der ersten Naht. Außerhalb des markierten Rechtecks.

I’ve sewn then from the left side. So I can use my staystitching as a guide. I am sewing exactly one thread next to my first line of stitching. Outside of the staystitched rectangle.

So, bis hier war es zwar etwas aufwendig, aber kein Problem. Dann wurde mir klar, daß die andere Seite etwas fummeliger werden würde. Das erzähle ich dann, sobald ich wieder Zeit dafür habe.

Now until here there were a lot of steps to do, but not really a problem. But then I realized, that the others side would be more complicated. How I did that I’ll write as soon as I have the time for it.

Abstepptrick für Ärmel und Hosenbeine

Topstitching sleeves and pants

Der „nach innen drehen“ Trick ist nicht für für enge Öffnungen praktisch, sondern auch wenn man Ärmelnähte oder die Hosenbeinnähte absteppen will. Vor allem wenn es beide Hosennähte sein sollen, wenn also das Hosenbein nicht mehr flach gelegt werden kann.

Turning to the inside is not only useful for hemming small openings, but also when you want to topstitch sleeveseams or the seams on pant legs. Especially when you want both seams topstitched.

ÄrmelAuch hier darf wieder der Ärmel meiner Babyjacke als Beispiel her halten.

Die Ärmelnaht ist geschlossen, die Nahtzugaben liegen auf der rechten Stoffseite (weil sie ja sichtbar sein sollen) und sind mit einer scharfen Schere auf einen Zentimeter zurückgeschnitten. In Saumbreite sind sie stärker zurückgeschnitten, denn da werden sie nicht sichtbar sein und sollen nicht mehr auftragen als nötig.

Again the sleeve of the baby jacket.

The sleeveseam is closed, the seam allowances are on the right side of the sleeve (I want it visible, you remember). I had cut them back to 1cm with sharp scissors after closing the seam. On that part that is going to be the sleeve hem I trimmed them as much as possible to avoid bulk.

ÄrmelJetzt kommt wieder der bekannte Schritt, der Ärmel wird auf links gedreht.

Nix geheimnisvolles… 😉

Now the well known step: turning the sleeve. Left side is out now, right side is in.

No hidden secret…. 😉

Ärmelnaht absteppenUnd schon kommt der Ärmel wieder unter die Nähmaschine.

Wir fangen oben an und nähen uns quasi in den Ärmel hinein.

Wichtig ist nur, an der größeren Öffnung anzufangen, beim Ärmel also oben und nicht am Saum.

Then we can start sewing.

We start at the top of the sleeve and sew our way down to the bottom.

Just start at the side with the wider opening. Which is the top of the sleeve and not the hem.

Ärmelnaht absteppen

Und dann einfach unbeirrt weiter nähen.

Dabei muß man den Stoff immer ein kleinen Abschnitten grade unter den Nähfuß legen, aber man kommt eigentlich in jede Öffnung, in die der Nähfuß hinein paßt.

Then just sew. Don’t be irritated by nothing.

You’ll have to (re)adjust the fabric in front of the pressure foot several times. But don’t worry, you can topstitch anything, as long as the opening is large enough to let the presser foot pass.

Ärmelnaht fertigUnd so sieht das Ganze aus, wenn man am Ende der Naht angekommen ist.

Der Ärnel steht quasi um den Nähfuß herum in der Nähmaschine.

(Wenn man es mit einem langen Hosenbein zu tun hat, dann ist das natürlich viel Stoff und kann futzelig werden, aber es geht.)

That’s how it looks, when you reach the end of the seam.

The presser foot is more or less inside a standing sleeve.

(If you have a long leg of a trouser there will be quite a lot of fabric and sometimes handling all that fabric is a bit complicated. But it is possible.)

Ärmel fertig abgesteppt.Danach wird die gleiche Prozedur für die andere Nahtzugabe wiederholt und anschließend kann der Ärmel wieder auf rechts gedreht werden.

Und voilà, die Ärmelnähte sind abgesteppt. Ohne Seitwärtstransport oder andere teuere Nähmaschinenfeatures.

Repeat the procedure for the second seam allowance and then turn the sleeve back, right side is on the outside again.

And voilá, topstitched sleeve seams, without side transport or other fancy and expensive sewing machine features.

Miniärmel

Mein Originalschnitt hat lange Ärmel, für den Summer hätte ich aber natürlich gerne kurze. Und zwar ganz kurze, solche die praktisch nur die Schulter bedecken. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es dafür einen eigenen Namen gibt. Ich nenne sie jedenfalls einfach Miniärmel

ÄrmelschnittMy original pattern has long sleeves, but as it’s summer I want short ones. Very short ones. I’ve read the expression „cap sleeves“ for sleeves like that, but in other books I’ve found the terminus „cap sleeve“ for another type of sleeve… so I’m just calling it „minisleeve“.

Einen langen Ärmel in einen kurzen verwandeln ist eigentlich ganz einfach: einmal quer rüber abschneiden. Nur bei ganz kurzen Ärmeln stößt das an gewisse Grenzen. Einmal quer rüber schneidet die halbe Armkugel ab, das wollte ich aber nicht.

Trotzdem ist es nicht schwierig.

Ich habe an der angezogenen Jacke die Länge des künftigen Ärmels mit Stecknadeln bestimmt und dann vom Schulterpunkt aus bis dahin gemessen.

Diese Strecke messe ich dann an meinem Schnittärmel ab, senkrecht vom Schulterpunkt ab nach unten, parallel zum Fadenlauf.

An der Ärmelnaht messe ich etwa 5cm ab, dabei ist die Nahtzugabe der Ärmelansatznaht schon dabei, die effektive Ärmellänge unter der Achsel ist also 3.5cm. Dann verbinde ich die beiden Markierungen (die unter dem Schulterpunkt und die an der Ärmellnaht) mit einer geschwungenen Linie. Das ist auf dem Bild die rote Linie.

Ich sagte doch, daß es ganz einfach ist… 😉

Transforming a long sleeve in a short sleeve is not difficult, just cut it straight. Only if you want a very short sleeve there is one problem: this would cut the sleevehead. This was not what I intended.

Still.. it is not difficult. First I did put on the long sleeve jacket from the same pattern. Then I did mark the desired sleeve length with pins, going down from the shoulder line. Then I measured the distance from shoulder line to my pin on the sleeve. The same distance I’m marking on my pattern. Parallel to the grainline.

At the sleeveseam I am measuring five centimetres. This is taking into account that my pattern includes 1,5cm seam allowance, so the lenght of the sleeve unter the axle is 3.5cm. Then I just have to draw a curved line (that is the red one on the picture) from the armseams to my marked point in the middle of the sleeve.

As I’ve promised… super easy!.

Ärmelsaum bestimmenAllerdings mag einigen aufgefallen sein, daß ich meine Saumlinie nur bis zur Mitte gezeichnet habe.

Der Grund ist ein ganz praktischer: Ich würde es nicht schaffen, eine in beide Richtungen genau gleich gebogene Linie zu zeichnen.

Also zeichne ich sie halb, falte den neuen Ärmel der Länge nach zur Hälfte und schneide einfach an meiner Linie entlang. Schon ist sie zu beiden Seiten gleichmäßig.

Maybe you have noticed that my line goes only half the way.

Again a simple reason: I would never be able to draw a hemline that is symmetrical to both sides.

So I’m just drawing one half of it, then I’m folding my new sleeve lengthwise and cut along my drawn line. Voila… a symmetrical hemline.

Was jetzt noch fehlt ist eine Saumzugabe, dieser Ärmel bekommt aber keine. Auf Grund des Materials habe ich mich zu einer anderen Technik entschlossen (und keine Zeit gehabt, ein Photo zu machen):

Den Ärmel habe ich aus Spitze gearbeitet, gedoppelt mit Seidenorganza. Damit der Saum sauber aussieht, habe ich den Ärmel am Saum verstürzt, auch das geht einfache.

Für jeden Ärmel ein Stück Spitze und ein Stück Organza nehmen, die etwas größer sind als der Ärmel. Diese beiden Stücke werden rechts auf rechts aufeinandergelegt und dann entlang der Schnittkante des Ärmelschnittmusters die Saumlinie eingezeichnet. Entlang dieser Linie habe ich die beiden Stoffstücke gesteppt, dann die Nahtzugaben zurückgeschnitten und gewendet.

Dadurch entsteht eine sehr saubere Kante, die auch die richtige Saumform hat. An diese Kante lege ich den Ärmelschnitt an und schneide danach den Ärmel erst zu. Dann muß ich mir auch keine Gedanken machen, ob die weiche Spitze sich irgendwie verschiebt, die Ärmelform paßt. Nur noch Ärmelnaht nähen und Ärmel einsetzen. (Für gebogene Säume ist vertürzen übrigens immer eine gute Lösung, man kann das auch mit einem Besatz machen.)

What is still missing is the hem allowance. Well.. not really missing, because due to my choice of material for the sleeves I decided to use another technique, without a hem.

The sleeves are made from lace, underlined with silk organza.For each sleeve I cut a piece of lace and a piece of organza, a bit bigger than the sleeve will be. Then I’m putting a piece of lace and a piece of organza together, right sides facing. On this „sandwich“ I’m drawing directely the hemline, using my plastic pattern a a template Then stitch along that line, cut back the surplus fabric (aka seam allowance), iron and torn over. (Left sides of the fabric are facing.)

So you have a neat and perfectly shaped hemline. Then I’m putting my pattern piece on the sandwich, exactely matching the lower end of the pattern piece and my seam. After that I can cut my sleeve, without having to bother about not matching pieces of delicat, unstable lace after turning the hem… The rest is the normal procedure: seaming the sleeve and sewing it in the armhole. (Making a turned hem like this is always usefull if you have a curved hem. If you don’t want to double your fabric you can cut a facing.

Ärmeltricks

Nun gut, hier im Blog ändert sich im Moment noch zu viel, um mich ernsthaft mit dem Design zu beschäftigen. Erste Blicke ergaben, daß ich offensichtlich fast alles, was ich über html und css wußte wieder vergessen habe… also halte ich mich lieber ans Nähen.

Zumindest teilweise, denn mein Eingabeinterface zeigt mir derzeit gar keine Buttons für Formatierungen mehr an, ich muß alle Steuerzeichen von Hand eingeben…. Mal sehen, ob ich mich noch erinnere, wie das geht… :-P)

Aber halte ich mich erst mal ans Nähen… da weiß ich noch, wie es geht. Meine Jacke aus Rosenseide braucht ja auch Ärmel und wer schon mal versucht hat, Dupionseide kräuselfrei einzuhalten, der weiß, was mir bevorsteht. Ehrlich gesagt hoffe ich nicht darauf, die Ärmel ganz ohne Kräusel reinzubekommen, aber es gibt eine, etwas aufwendige Methode, von der ich mir zumindest ein annehmbares Ergebnis erhoffe.

Wie geht’s? Zuerst nähe ich am Ärmel die üblichen zwei Reihen Kräuselfäden antlang der Armkugel, mit großen Gradstich und gelockerter Oberfadenspannung. Anschließend stecke ich den Ärmel in den Armausschnitt, im unteren Bereich, also bis zum Beginn der Kräuselfäden, gerade, dann wird die Ärmelmitte an der Schulternaht angesteckt und die Kräuselfäden gezogen, bis die Armkugel in den Armausschnitt paßt. Die Enden der Kräuselfäden gut fixieren und den Ärmel wieder „ausstecken“.

(Hm, soll ich an der Stelle schon mal versuchen, ein Bild einzubinden? Mit der „alten“ Syntax aus dem alten Blog geht es nicht, das habe ich gestern schon mal versucht. Da werden die Bilder nicht angezeigt. Ich versuche es jetzt mal mit ganz altmodischem „Primitiv-HTML“. Mal sehen…. )
Armkugel einhalten(Vorschaufunktion scheint es im Moment auch nicht zu geben… ich werde das Resultat also erst sehen, wenn der Artikel erscheint.) Aber weiter am Ärmel… An dem Ärmel kann ich jetzt in Ruhe die vorher ermittelte Kräuselung gleichmäßig verteilen. Dabei natürlich darauf achten, daß das Ausmaß der Kräuselung vor der Schulter und hinter der Schulternaht sich jeweils nicht verändert.
Und jetzt kommt der Trick: ich gehe mit dem Dampfbügeleisen ran und bügle mir die Kräuselung ein, bis der Stoff zwischen meinen beiden Kräuselfäden glatt liegt. Bei Wolle geht das sogar sehr gut, bei der Seide ist es schwieriger, zumal ich hier auch aufpassen muß, nicht viel weiter als bis zur späteren Ärmelansatznaht zu bügeln, weil sonst die Stoffstruktur geplättet wurde.
Leider habe ich, wie so oft, nach Einbruch der Dunkelheit gearbeitet, so daß das Photographieren schwierig war. Ich hoffe man erkennt trotzdem ein wenig den Unterschied: Die linke Armkugel auf den Photo ist schon eingebügelt und hat keine erkennbaren Kräusel mehr, die rechte sieht noch aus wie ein Puffärmel.

Aber das habe ich ihr auch noch ausgetrieben.

Äemel eingesetzt Und auf diesem Bild (welches hoffentlich angezeigt wird…) sind die Ärmel jetzt schon eingeheftet. Mit feinem Nähgarn und genau auf der späteren Nahtlinie. Nachher kommt dann ma-san und wird sich das ganze auch von hinten beäugen. Ich hoffe ja noch, die letzten Rückenfalten durch ein bißchen ziehen oder schieben an der Ärmeleinsatznaht zu mildern können. Das geht aber nur mit einer kundig helfenden Hand und vielen Stecknadeln.

(Und einem anderen Pulli…. der Nicky den ich gerade anhabe ist definitiv zu dick dafür. 😉 ) (Ach ja… Blogger an Admin… Ein nur zwei Zeilen hohes „Fenster“ für die Texteingabe ist unpraktisch. Was nicht praktischer wird, wenn es breiter ist als der zur Verfügung stehende Bildschirm. Mein Laptop ist auf echtes Rumtragen eingerichtet, kein Breitbildschirm zum DVD gucken… :o) )

Batistbluse: Ärmel einsetzen oder Stecknadeln sind Freunde

Ärmel an Markierungen einsteckenDie fertig genähten und gesäumten Ärmel müssen jetzt eingenäht werden.

Hier stellt sich immer die große Gewissensfrage: Heften oder nicht heften?

Da die Armkugel nicht stark gerundet ist, also nicht viel Einhalteweite zu erwarten, entscheide ich mich für „nicht heften“. Aber wer nicht viel Übung hat, heftet vielleicht besser…

Ich lege das Armloch der Bluse vor mich hin, mit der linken Seite nach außen gedreht.

Der Ärmel hingegen liegt mit der rechten Seite nach außen (also ganz normal) und wird so in das Armloch gesteckt. So kommt die rechte Stoffseite des Ärmels auf die rechte Stoffseite der Bluse.

Zuerst stecke ich die Paßzeichen fest. Bei dieser Bluse habe ich ein Paßzeichen vorne, eines oben, das an der Schulternaht festgesteckt wird und ich stecke die Ärmelnaht auf die Seitennaht der Bluse.

Unterärmel eingestecktAm unteren Teil also unter dem Arm wird der Ärmel glatt eingesteckt. Deswegen stecke ich zuerst diesen Teil und achte darauf, daß es keine Falten gibt und die Stofflagen wirklich glatt und ohne Dehnung oder Wellen aufeinander liegen.

Da der Schnitt keine Markierung hat, ab welcher Höhe die Einhalteweite beginnt, kann ich das nur nach Gefühl machen.

Irgendwo zwischen der Hälfte und zwei Dritteln der Armlochstrecke wird der Ärmel glatt eingesetzt.

Ärmel eingesteckt und Mehrweite eingehaltenDie Armkugel hat ja bei eingesetzten Ärmeln immer etwas Mehrweite. Das heißt, die Strecke ist länger als die Strecke des Armloches an der gleichen Stelle. Oder ganz banal formuliert: Am Ärmel ist mehr Stoff, als am Armloch.

Das ist nötig, damit man die Arme hinterher auch bewegen kann.

Die Kunst besteht jetzt darin, diese Mehrweite des Ärmels so einzuhalten, daß hinterher keine Falten und Kräuseln zu sehen sind. (Es sei denn, man hätte Puffärmel.)

Da in diesem Fall die Mehrweite (auch Einhalteweite genannt) nicht so viel ist, stecke ich quasi nach Augenmaß. Die Ärmelmitte habe ich ja auf der Schulternaht festgesteckt und mich auch von der Achsel ein Stück weit glatt den Ärmel hochgearbeitet.

Auf dem Rest wird die Mehrweite des Ärmels gleichmäßig verteilt und mit relativ vielen Nadeln quer zur späteren Naht festgesteckt.

Ärmel langsam einnähenDann wird genäht.

Und zwar von der Ärmelseite aus, also so, daß der Ärmel zum Nähfuß hinzeigt, die „Blusenseite“ auf dem Transporteur liegt.

Dabei beginne ich an der Seitennaht und nähe langsam über meine quer gesteckten Nadeln drüber.

Im oberen Bereich der Armkugel, also da, wo die Mehrweite eingehalten werden muß, ziehe ich den Ärmelstoff vorsichtig etwas nach links und rechts straff. (Wenn ich nicht eine Hand zum Photographieren brauche, dann mache ich das mit zwei Händen.) Dadurch wird der Stoff glatt eingenäht, ohne Kräusel.

Keinesfalls die untere Stofflage in Nahtrichtung dehnen!

Das resultiert in einem verdehnte Armausschnitt, was wir aber nicht wollen, oder? 😉

Wenn ich merke, trotz des sachten Glattstreichens beginnt der Stoff, sich zu stauen, dann hebe ich mal kurz den Nähfuß, damit sich die Stofflagen wieder „entspannen“. Dank Kniehebel geht das bei meiner Maschine, ohne die Hände vom Stoff zu nehmen.

(Die ersten zehn Jahre meiner Nähkarriere habe ich an der Stelle übrigens lieber erst geheftet und dann genäht. Heute kann ich meist gut einschätzen, wo ich heften muß und wo ich es bleiben lassen kann. :-D)

Ärmeleinsatznaht versäubertBleibt natürlich die Frage, wie versäuber ich das? Der Stoff ist ja leicht transparent.

Und schöne französische Nähte bekommt man nur an geraden Nähten hin.

Eine Möglichkeit ist natürlich, die eine Nahtzugabe über die andere (vorher zurückgeschnittene) drüberzuklappen und festzunähen. Mache ich bei Seide sehr gerne.

Aber bei ganz dünnen Stoffen ist mir das schon wieder zu dick.

Aber es geht noch einfacher.

Mit kleinen Stichen (Stichlänge ca. 2) nähe ich auf der Nahtzugabe eine weitere Gradstichnaht, mit etwa 2mm-3mm Abstand zur Ärmeleinsatznaht.

Und einen bis zwei Milimeter neben dieser Naht schneide ich die Nahtzugabe einfach ab.

Das hält, denn der Stoff ist ja durch die Rundungen praktisch überall schräg zum Fadenlauf geschnitten und franst dadurch ohnehin nicht so stark aus.

(Für Paranoiker und bei extrem fransenden Stoffe: Die zweite Naht mit Fray Check „einlassen“.)

Nahtzugabe bügelnUnd als letzter Schritt kommt nur noch mal Bügeln.

Wichtig ist dabei, nur die Nahtzugabe flach zu bügeln, nicht auf der Armkugel herumzufuhrwerken.

Ganz vorsichtig… mit der Spitze des Bügeleisens…

Das wars dann auch schon… den Blusensaum schlage ich zwei mal knapp um und nähen ihn mit Stickgarn (der Säumerfuß hätte sicher ein paar Probleme mit den Biesen), ebenso die Knopflöcher. (Könnte man mit etwas Stickvlies noch schöner machen, aber ich bin zu faul, will fertig werden.) Knöpfe finde ich überraschenderweise sogar mal passende in meiner Dose….

So billig habe ich schon lange nicht mehr genäht! Nur eine Rolle Stickgarn mußte ich zukaufen. Na gut… und Heat Away. Und gleich mehr davon… :o) Brauche ich bestimmt irgendwann wieder… gg

Batistbluse: Ärmel säumen oder der Kampf mit dem Säumerfuß

Nach der Theorie des Säumerfußes jetzt also die Praxis…

Schmale, aber saubere Säume sind bei durchscheinenden Stoffen ja Pflicht.

Test mit Säumerfuß

Und damit das schnell und einfach geht, gibt es den Säumerfuß. Zumindest schreibt das David Page Coffin in seinem Buch Shirtmaking so.

Also habe ich den Säumerfuß auf meine Wunschliste gesetzt und zum Geburtstag auch bekommen. Und endlich habe ich eine Gelegenheit, ihn auch einzusetzen.

Allerdings besitze ich schon einen Rollsaumfuß und von da ist mir noch in guter Erinnerung, daß der Umgang damit etwas weniger trivial ist, als es in der Anleitung steht.

Also nehme ich mir erst mal einen Rest des Originalstoffes und übe.

Die erste Hürde ist das Einlegen des Stoffes in die Schnecke. Beim ersten Versuch klappt es überraschend gut, danach nicht mehr. 🙁

Aber im Buch wird auch eine ganz andere Technik dafür beschrieben. Die funktioniert sogar ganz gut. Und ist nicht so schwierig.

Der Testsaum sieht auch gut aus. Wieder mit dem Stickgarn, natürlich, damit da auch noch etwas Farbe hinkommt.

Feiner Saum

Frohgemut lege ich also den ersten Ärmel unter den Säumerfuß, linke Seite nach oben, und lege los.

Um es mir nicht noch schwerer zu machen, werde ich die Ärmelsäume erst hinterher nähen. Außerdem bin ich mir nicht so ganz sicher, ob der Säumerfuß über eine französische Naht drüber kommt. Ich schätze eher, dafür ist er nicht gemacht… :-/

Die ersten zehn Zentimeter flutschen nur so rein.

Dann gibt es eine Falte.

Maschine stop, Nahttrenner heran, alles wieder aufgetrennt. Mittendrin neu ansetzen geht ja an der Stelle nicht unauffällig.

Wieder von vorne… diesmal geht es 15 Zentimeter gut. Dann kommt die Falte.

Maschine stop, Nahttrenner, Faden ziehen (glücklicherweise habe ich ja noch viel Stickgarn… :o).

Der nächste Versuch schafft etwa zwanzig Zentimeter, bis die böse Falte entsteht.

Mit viel Trennen und Stück für Stück wird der Ärmelsaum fertig.

Und irgendwann auch der zweite.

Aber ganz ehrlich… da wäre von Hand nähen schneller gewesen. :o)

Bis der Fuß und ich Freunde werden, sind wohl doch noch ein paar Meter Saum nötig. (In einem Buch heißt es ja, man müßte keine hundert Meter säumen, um den Säumerfuß im Griff zu haben, aber ich habe da gewisse Zweifel… Ich sollte Gardinen nähen. Sehr viele Gardinen. gg )