Meine ersten „Macarons“

My first „Macarons“

MacaronNun ist es passiert, auch ich konnte den kleinen französischen Spezialitäten nicht widerstehen und mußte es selber probieren…

Now It happened… I could not resist those tiny French specialities any longer. And had to try making some.

Da ich mir nicht sicher war, ob das so glückt, habe ich erst mal nicht groß Zutaten gekauft, sondern genommen, was da war. Rote Farbe und als Füllung eine Schokoladenganache.

Since I wasn’t sure if I could do it I did not buy ingredients or stuff but used what I had. So there was red dye and I made a choicolate ganache, which was very easy.

Man sieht… gar nicht so schlecht fürs erste Mal. 🙂 Als Opfer ist nur ein altes Sieb zu beklagen, da es schon rostig war, tat ihm das durchsieben der Mandeln wohl nicht so gut. Da brauche ich wohl ein neues. Und mehr Farben und Zutaten, das nächste Mal versuche ich es dann mit den ausgefallenen Rezepten aus meinem Rezeptbuch…

You see… not bad for the first time. 🙂 Only one victim, an old and already a bit rusty strainer… sieving the almonds through it was not so good for it. I’ll need a new one. And more dyes and ingredients. The next time I’ll try one of the more fancy combinations of my recipe bool…

Buntes aus dem Baskenland

Colorful souvenirs from the pays basque

Die neu gefundene Zeitschrift hat ja schon verraten, daß ich im Urlaub war. Diesmal in den französischen Pyrenäen. Und natürlich habe ich auch ein wenig nach anderen textilen Souvenirs Ausschau gehalten.

I’ve been on holidays and this time the French Pyrenees were the place. Of course I also checked for textile souvenirs.

SchafNun gibt es in den Pyrenäen jede Menge Wolle, die ist aber in der Regel noch am Schaf dran.

Now in the Pyrenees they have a lot of wool, but normally the wool is on the sheep.

Und die Schafe dürfen vor allem Milch für die leckeren Käse liefern… allzu viel Wolle habe ich also nicht gefunden. Ein Fabrikverkauf lag am Wegesrand, die verkauften aber nur fertig genähtes aus (sehr, sehr warmer) Wolle.Als Meterware hätte mich das doch mehr verlockt.

And the sheep are mostly there to deliver milk to make extremely tasty cheese… so I did not find much wool. We drove by one company who were selling directly from the production site, but they only had sewn or knitted clothes. The fabric by the meter would have been interesting though…

Aber so ganz ohne Material habe ich die Gegend dann doch nicht verlassen….

But I did not have to leave the region empty handed…

Streifenstoffe von LartigueEs gibt nämlich eine Firma, die Stoffe in baskischen Streifen webt: Lartigue 1910. Nun haben wir das Baskenland nur gestreift, aber auch in Oloron Ste-Marie gibt es einen Werksverkauf.

There is a company the weaves the traditional basque stripe patterns: Lartigue 1910. We were not really into the basque country, but there is a factory outlet in Oloron Ste-Marie.

Für die Betriebsführung, die man dort machen kann, war ich leider zu spät. Aber den Laden habe ich in all seiner Farbenpracht genossen. In erster Linie bekommt man dort Haushaltstextilien, vom Tischtuch über Kissen, Vorhänge, Handtücher, Tischsets,… Und alles was man aus den stabilen Stoffen sonst so nähen kann, etwa Strandtaschen, Waschbeutel oder Schlüsselmäppchen.

I was a little late for the guided tour, but I did savor the the shop in all its colors. the fabrix are homedec fabrics, so you get anything from cusions, tablecloths, windowtreatment, towels… and anything else that can be made of those stabile fabrics like big bags, small purses, little baggies for keys,…

Und dazu bekommt man den Stoff auch als Meterware. In den eher traditionellen Farbstellungen oder modern. In beschichtet (wachstuchartig), in breit, schmal,… oder in ganz schmal, der spezielle Stoff für Espandrilles. (Das sind die beiden Stücke rechts im Bild.) Die Stoffe sind nicht superbillig (sondern ihren Preis wert) und da ich gerade kein spezielles Projekt im Kopf hatte, habe ich ein wenig in der Restekiste gewühlt. Das Ergebnis sieht man oben im Bild. Mal sehen, was draus wird…

And they are also selling the fabry by the meter. You can have more traditional colors or bright, modern combinations. You can have it larger or small… or very small, that would be the fabric for espandrilles (the two pieces on the right in the picture). The fabrics are not super chep (but worth their price) and since I did not have a special project in midn I picked some pieces from the remnants bin. The result you can see in the picture. Let’s see, what will become of them…

 

Maschenkunst unterwegs (XVI)

Maschenkunst unterwegsJa, so eine Socke kommt rum. Auch auf der RER durfte sie fahren und kam damit bis Chaville. Und das Maschenkunst Logo hält sie hier gut fest.

Socks do travel. Here about to enter the RER in Chaville. And always with her buddy, the Maschenkunst postcard.

(Und der Systematik wegen: Material Socks‘ Wool Lucca von Schewe, ekauft bei Kaufhof und AlterfilS150, Sockenmuster selber improvisiert.)

(And for the records: Material is Socks‘ Wool Locca by Schewe, purchased at Kaufhof and AlterfilS150, pattern about to be improvised.)

Le Thoronet

Tja, was haben diese Urlaubsbilder mit Nähen zu tun?

Ganz einfach, Inspiration pur. Kirche von Le Thoronet

Wofür? Das weiß ich noch nicht.

Ich glaube, ich sagte schon einmal, daß ich meine Ideen oft von Reise mitbringe. Ich mache viele Photos, notiere auch mal was, in der Regel weiß ich gar nicht, ob oder wie ich es verwenden will.

In Le Thoronet war mir hingegen schnell klar, daß ich meine Eindrücke irgendwann, irgendwie umsetzen möchte.

Die romanischen Zisterzienserkloster beeindrucken mich ja generell durch die gleichzeitig einfachen, aber harmonischen Formen und Proportionen. Auch das Spiel von Licht und Schatten… einfache Mittel, gigantisches Ergebnis.

Was in Le Thoronet aber noch hinzukommt, ist die Farbenpracht, die die Bilder leider nur andeutungsweise wiedergibt.

Die Steine zeigen verschiedene, sanfte rot und rosatöne, von fast grau über helles rose, dunkles bordeaux,… bis hin zu beinahe ocker.

Form, Farbe, Licht. Mehr Schmuck braucht kein Gebäude.

Was mir als Umsetzung vorschwebt, ist eine Art Quilt. (Ich quilte nicht, sagte ich das schon?) Farben (ich sehe jahrelange Stoffsuche vor mir…) und Formen gibt das Gebäude ein Stück weit vor.

Die Bodenfliesen im Kreuzgang, die Bögen der romanischen Kirche, die Olivenbäume die hinter der Kirche stehen… das Pflaster der Wege…

Bodenfliesen Le Thoronet

Viele Formen, die sich sowohl als Patch, als Applikation als auch zum Durchsteppen anbieten.

Doch das ist noch nicht alles, ich möchte noch etwas darstellen, den Klang.

Als wir die Kirche betraten war der ganze Raum von Gesang erfüllt. Ein Gregorianischer choral? Polyphon? Es klang nicht nach Konserve, aber ein Chor hielt sich ganz offensichtlich nicht im Kirchenschiff auf.

Irritiert suchten meine Augen nach Lautsprechern, denn die Musik war überall, kam aus keiner Richtung, ich konnte sie nicht orten. Doch keine Kabel, keine Lautsprecher.
Pfad Le ThoronetAlso beschloss ich den Klang einfach zu genießen und mich der Stimmung zu überlassen.

Erst später sah ich, daß in einer Nische jemand stand und die Wand ansang. Nicht einmal sehr laut. Doch die Gewölbe trugen den Ton überall hin, mischten sich mit dem Nachklang des Vorherigen, dem eigenen Echo… eine Stimme, ein ganzer Chor.

(Später habe ich im Reiseführer nachgelesen, daß die Akkustik dieser Kirche in der Tat berühmt ist. Aber ich bin ja Musikbanause. *g*)

Aber wie ich das umsetzen werde?

Und wann?

Eine schöne Aufgabe für die nächsten zehn Jahre. 😉

Aber.. ich will.

(Und so entsteht Kreativität. 😉 )

Südfranzösische Modeimpressionen

Die Cote d’Azur war ja absolutes Neuland für mich. Was ich jedoch sehr schnell verstand: Man fährt da nicht hin, um sich zu erholen, man fährt da hin, um gesehen zu werden. (Und vielleicht auch zu sehen… wer weiß?)

Und so kam ich in St. Tropez, Nizza, Frejus,… und eigentlich jedem Dorf an der Küste in den Genuß, all jene Modetorheiten von Nahem zu betrachten, die ich bislang nur aus Zeitschriften und gelegentlich Schaufenstern kannte und bei denen ich mich immer gefragt hatte, wer um alles in der Welt so etwas trägen würde und zu welchem Anlaß?

Nun… „Cote d’Azur“ scheint Anlaß genug zu sein, sich mit Designerklamotten, protzigem Schmuck und ebensolchen Handtaschen zu behängen und dann auf unglaublich unbequemen goldenen Sandalen (aus einem Minimum an Riemchen bestehend) gen Jacht zu stöckeln. Oder wenigstens in Imitaten der vorgenannten Designerware eine Strandpromenade entlang. Oder zum Einkaufen in den Supermarkt.

Wichtig sind diesen Modesommer offensichtlich diese sackartigen T-Shirts aus megeweichem, formlosem Jersey, die im 70er Look traurig am Körper herumhängen. Die gute Nachricht: Jede von uns kann sie tragen. Egal mit welcher Figur. Denn darin sehen von der mageren Modelfigur über die perfekt geformte Traumfrau bis zum Pummelchen alle gleich Scheiße aus. (Daß die Farben meist auch aus dem Bereich zwischen „ist mir übel blasslila“, „Magen im Rückwärtsgang schmutziggelb“ und „Diarrhoe-oliv“ stammen macht die Sache nicht besser.)

Absolut „de rigeur“ sind jedoch Stiefel. Hoher Schaft, schmale, hohe Absätze… auch bei 25°C am Strand führt kein Weg daran vorbei.Was dann dazu führt, daß die acht bis zwölfjährigen Mädchen erbarmungslos ihre gefütterten Winterstiefel tragen. Offensichtlich sind die (süd)französischen Mütter in Hinblick auf Modewünsche der Kinder nicht weniger unnachgiebig als deutsche. 😉

Doch letztlich… ist noch etwas viel wichtiger als die Mode. Denn wozu kommt man denn an die Cote d’Azur?

Um braun zu werden natürlich!

So wird der Tagesablauf erbarmungslos diesem Ziel unterworfen, stundenlanges, bewegungsloses am Strand Liegen ist die Hauptbeschäftigung, so wie die Sonne herauskommt. Gerne auch in der Mittagssonne. Und wenn man denn doch einmal etwas anderes unternimmt, schließlich ist April und damit für südfranzösische Verhältnisse die noch relativ „kühle“ Saison für Aktivitäten… dann tut man dies mit einem Minimum an Kleidung. Wandern in der Badehose (muß durchs Gestrüpp sehr angenehm gewesen sein…) oder dem Bikinioberteil und jeder madenbleichen Bauch, jedes schlaffe Bindegewebe beider Geschlechter muß beim Spaziergang dringend vorgezeigt werden. (Nein, mein Bauch sieht nicht besser aus. Aber ich ziehe zum Wandern keinen Bikini an….)

Gerade an den in der schulferienfreien Zeit vorherrschenden Senioren läßt sich auch gleich das Ergebnis dieser „Langzeitbewitterungsversuche“ bestaunen: Poulet roti (Grillhähnchen) gibt es nicht nur an der Imbissbude, sondern überall. Allerdings haben die auf dem Grill eine glatte und knusprige Haut, die davor eher eine (zur Landschaft ja durch aus passende) Berg- und Talstruktur. (Es mag Gründe geben, warum sich wenigstens kulinarisch „Suppenhuhn vom Grill“ nicht durchgesetzt hat. 😀 )

An den Stränden werden übrigens auch alle Tips zur Auswahl des zur Figur passenden Bikinis sorgfältig beachtet, die man pünktlich zur Urlaubszeit in allen Frauenzeitschriften so findet. Daher kann ich jetzt sagen: Sie helfen alle nichts. Der nicht vorhandene Busen wird auch durch das Bandeau-Oberteil nicht größer (und bei allem Sport das Bindegewebe im 7. und 8. Lebensjahrzehnt nicht mehr straff… ), Beine durch Höschenausschnitte nicht länger, die Reiterhosen nicht kleiner…

Viel zu sehen, an der Cote d’Azur…

Wer wird Präsident?

Frankreich spielt ja derzeit mal wieder das beliebte Spiel „Präsidentenwahl“. Und da die Franzosen in Herzen stolz auf ihre Traditionen sind, folgt dieses Spiel natürlich festen, ritualisierten Regeln. Beinahe wie ein Tanz, ein Menuett etwa. (Auch ein schönes französisches Wort….)

Das Ergebnis ist natürlich vorher klar, aber der Weg dorthin ist voller Symbolhandlungen.

Zunächst gibt es neben dem auserkorenen Kandidaten einen zweiten Favoriten. Der eine ist „links“, der andere „rechts“. (Wobei diese Begriffe in der französischen Politik noch deutlich beliebiger sind als in der deutschen. Ein französischer Politiker ist ein Profi. Er durchläuft eine Laufbahn durch die „richtigen“ Schulen, die „richtige“ Universität (am besten die „ENA“ ) und danach guckt er sich an, welche Partei ihm die besten Aufstiegschancen bietet. Privat die besten Freunde und politisch auf verschiedenen Seiten? Kein Problem…) Dieses Jahr heißen die beiden „Segolene“ und „Sarko“.

Natürlich gibt es noch ganz viele andere Mitspieler bei dem Ringelreihen, manche werden jede Runde gewechselt, andere (wie Arlette Laguiller) sind schon beinahe ihr Leben lang dabei.

In jeder Stadt und Gemeinde steht an bestimmten Plätzen, meist vor der Mairie (also dem Stadt- oder Gemeindeamt) Wände aus Holz oder Metall, an denen jeder Kandidat genau die gleiche Fläche für seine Plakate zur Verfügung hat. Außerdem werden tatsächlich gedruckte Wahlprogramme verteilt, unter Autoscheibenwischer geklemmt oder sonst wie unter das Volk gebracht. Dazu natürlich Vorträge im ganzen Land, die Tänzer… äh… Kandidaten reisen viel. Jeder für sich, versteht sich.

Einige Wochen vor der ersten Spielrunde, öh dem ersten Wahlgang… wird dann von der Presse ein „unbekannter“ Kandidat (dieses Jahr „Beyrou“ ) als dritter Favorit ausgerufen wird und die Zeitschriften viele Seiten damit füllen können, darüber zu spekulieren, wie die Finalrunde ausgehen könnte, wenn Kandidat drei es tatsächlich in die Endrunde schaffen würde und gegen Favorit eins oder Favorit zwei antreten würde. Außerdem gibt es die Gelegenheit zu neuen Photos und Home-stories, denn über Sarko und Segolene hat inzwischen jeder alles gelesen was er wissen wollte und noch viel mehr.

Ernst nimmt es keiner, aber es gibt den Menschen in den Bars und Cafes was zu reden.

Bis zur erste Runde, in der das Volk über die Kandidaten abstimmt und die beiden Teilnehmer der Finalrunde wählt. Um Unmut und Protest auszudrücken wird in dieser Runde allerdings auch gerne einer der vielen Statisten gewählt. Oder man geht gar nicht zur Wahl.

Zugegeben… eine kleine Überraschung war dieses Jahr, daß die Wahlbeteiligung sehr hoch war und daß die Statisten… äh… Kandidaten der kleinen Parteien nur wenige Stimmen bekamen. Denn gelegentlich geht diese Protestwählerei in die Hose und es wird tatsächlich jemand in die zweite Runde gewählt, den niemand ernsthaft als Präsidenten haben will.

Letztlich haben sich aber erwartungsgemäß Sarko und Segolene fürs Finale qualifiziert.

Da zwischen den beiden Runden zwei Wochen liegen, ist genügend Zeit, ein paar Figuren zu tanzen.

So verkündet Beyrou, daß seine Wähler doch bitte Segolene wählen sollen, was Sarko erwartungsgemäß mit einem „das ist doch so unwichtig, daß ich es nicht mal kommentieren muß“ kommentiert.

Eigentlich logisch, denn er gewinnt die Wahl ohnehin. Die Franzosen werden doch keine Frau wählen. (Also… zumindest nicht in diesem Jahr…zehnt.)

Und Segolene scheint das zu wissen, denn sie verkündet, im Falle eines Wahlsieges Cohn-Bendit als Uweltminister berufen zu wollen. ( Welchselbiger sich in Frankreich einer weitgehenden Ablehung erfreut.) Denn wenn schon Abgang… dann vorher noch ein paar Zeichen setzen.

Natürlich reisen die Finalisten weiter eifrig übers Land und reden zu den Wählern. Auch im Fernsehen dürfen sie sich äußern. Sarko etwa darf verkünden, daß er etwas gegen die „Technokraten“ in Politik und Verwaltung unternehmen will. („Technokraten“ sind z.B. die Absolventen der „ENA“…. siehe oben….) Und beide Kandidaten dreschen mit Sandschäufelchen… äh… Worten aufeinander ein.

Das Tänzchen dreht sich noch bis Sonntag, dann wird Sarko gewählt.

Und nach den Sommerferien, pünktlich zum „Rentree“ kann der geneigte Beobachter dann vielleicht einen weiteren französischen Ritualtanz beobachten… Generalstreik…?