Patentantes Kommunionanzug: Unglaublich…

… aber wahr. Der Anzug wurde fertig. Pünktlich.

Sogar noch vor Mitternacht am Samstag. 🙂 (Bild kommt dann demnächst mit der Schnittkritik)

Sogar der Geschenkgutschein für das Kommunionkind war vor Mitternacht noch fertig.

Jetzt muß ich mich heute erst mal dringend um meinen Garten kümmern, wo der Frühling doch da ist. Und das Unkraut spriest. Mal gucken, ob drunter auch noch was von dem da ist, was da wachsen soll… 😉

Patentantes Kommunionanzug: Fünf vor, acht zurück. – Tft?

Oder „reicht mir den Nahttrenner und verstopft euch die Ohren, wenn ihr keine Flüche hören wollt“.

Mir war ja vorgestern Nacht schon aufgefallen, daß die Jackenärmel irgendwie… seltsam aussahen. Gestern wurde mir dann klar, daß die Abnäher an den Ärmeln wohl auch eher hinten sein sollten, nicht vorne… Ich meine, die Passmarken, von wegen einfach Clips und Doppelclips, die stimmten, der Ärmel ließ sich auch einwandfrei so einsetzen, die Armkugel fiel sehr schön… was alles nichts an der grausamen Wahrheit änderte, daß die Ärmel andersherum hineingehörten.

Das Problem war nur (mal vom Zeitproblem abgesehen), daß nachdem die Nahtzugaben mal beschnitten sind (und im Unterarmbereicht sind das dann nur knappe 6mm die bleiben) und dadurch die Paßmarken natürlich auch fehlen, die Aussichten, die Ärmel jemals wieder auch nur halbwegs ordentlich hineinzubekommen ungefähr null sind. Zumindest bei mir. Eigentlich habe ich ja eher zwei linke Hände, das muß ich zugeben. 🙁

Also habe ich mir den Tag über eingeredet, daß es außer mir keiner sehen würde, daß es eh nicht auffallen würde, wenn ich die Jacke mal anhätte und mich bewegen würde, usw. pp. und habe die Schulterpolster eingenäht und das Futter einstaffiert.

Bis mein Mann am Abend auf meine Frage hin meinte, naja, es sähe schon etwas seltsam aus. aaahrrrgrrgrrwrfxblzk Und wenn ihm das auffällt…

Also griff ich gestern Abend doch zum Nahttrenner und trennte das Futter an den Armausschnitten ab, entfernte die Ärmelstütze, die Schulterpolster teilweise und trennte die Ärmel raus.

Um sie von Hand wieder einzunähen. Unter die Maschine hätte ich das nie ordentlich gefuzelt bekommen. Leider war der gestrigen Bollywood-Schinken einer der kürzeren, so daß ich noch eine Folge Buffy nachschieben mußte (War das Freitag Abend Fernsehprogramm schon immer so mies?!?). Danach war wenigstens ein Ärmel wieder drin.

Der zweite kam heute Mittag. Die NZG im Unterarmbereich sind mit ein paar Litern Fray Check hoffentlich ausreichend stabilisiert.

Bis heute Abend habe ich also noch Zeit um:

  • Ärmelfutter an der Armkugel anstaffieren.
  • Futter kürzen.
  • Futtersaum anstaffieren.
  • Ärmelfutter kürzen.
  • Ärmelfutter anstaffieren.

🙁

Da hilft Tchakka wohl auch nicht mehr. 🙁

Immerhin: Die Hose ist fertig. (So wie meine Nerven… )

Patentantes Kommunionanzug: bangen oder hoffen?

Da außerdem mein Schatz sich gestern um das Abendessen gekümmert hat (Nudeln mit Soße kann er schon sehr gut!), konnte ich tatsächlich einiges Wegsticheln.

Vor der Glotze geht das ganz gut. (Allerdings… was lief eigentlich? Ich kann mich schon nicht mehr erinnern…)

Die to do Liste der Hose ist also geschrumpft auf

  • Enden des Gummibands von Hand befestigen, Haken und Öse anbringen.
  • Futterhose mit Riegeln in der Hose befestigen.

Ein Schritt pro Tag… die wird fertig.

Die Jacke hingegen… (Nein, Bärbel ich werde sie nicht mit den Nähten nach außen tragen. Ein Grund warum ich nähe ist, damit ich nicht häßliche Sachen anziehen muß, nur weil die Modeindustrie beschlossen hat, daß mir das gefallen muß… 😀 )

Immerhin ist es mir gelungen, das Problem der Ärmelstütze zu lösen. Normalerweise nehme ich ja Watteline, nur Wolle ist in einer Jacke, die auch gewaschen werden kann nicht so optimal.

„Flannel“ schlägt mein Nähbuch vor… doch, habe ich irgendwann auch schon mal verarbeitet, aber da ist nichts mehr in der Restekiste. (Das war mal ein Kinderkleid und der Stoff ging ziemlich genau auf…) Und mein Schatz weigerte sich komischerweise, sein einziges derartiges Hemd zur Verfügung zu stellen. Dabei hätte ich ihm ja einen anderen Stoff in die Lücken genäht… Männer sind komisch. :o)

Beim Blättern im Nähbuch kam mir dann doch noch eine Idee: Volumenvlies! Ich habe vor langer Zeit mal eine Quiltdecke gemacht…. und gruschtel gruschtel ja, da ist noch ein Rest. Reicht ziemlich genau… Und das Ergebnis sieht sehr gut aus. Das werde ich künftig öfter so machen.

Was bleibt also noch zu tun?

  • Schulterpolster einnähen.
  • NZG von Futter und Oberstoff an der Seitennaht aufeinander heften.
  • Futter am Halsauschnitt anstaffieren.
  • Futter an der Schulter annähen und zusammennähen.
  • Futter an der vorderen Kante anstaffieren.
  • Futter am Armausschnitt anheften.
  • Ärmelfutter an der Armkugel anstaffieren.
  • Futter kürzen.
  • Futtersaum anstaffieren.
  • Ärmelfutter kürzen.
  • Ärmelfutter anstaffieren.

Die Liste ist noch bedenklich lang… bleiben 5,5 Arbeitsschritte pro verbleibendem Tag. Das könnte knapp werden. Also Fingerhut gesucht und ab vor die Glotze!

Patentantes Kommunionanzug: Bonus-Zeit!

Ein entschiedener Vorteil des Freiberuflerdaseins besteht darin, daß man, wenn die Klienten kurzfristig absagen, immerhin nicht gelangweilt den Schreibtischstuhl wärmen muß, sondern einfach was nützliches machen kann.

Und so bekomme ich heute unverhofft einige Stunden Zusatzzeit!

Also auf zur Tagesbilanz:

Noch zu tun an der Hose:

  • Hose säumen.
  • Saum schmal absteppen.
  • Futterhose von Hand auf Reißverschluss nähen.
  • Enden des Gummibands von Hand befestigen, evtl. Haken und Öse anbringen.
  • Futterhose mit Riegeln in der Hose befestigen.

Macht auf zwei verbleibende Arbeitstage gerechnet 2,5 Arbeitsschritte pro Tag. Klingt wirklich gut.

Das Teilepuzzle der Jacke hat sich auf vier reduziert. Auf dem Bügel sieht die Jacke sogar schon fertig aus, alles was noch zu machen ist, ist innen. (Ich bekenne, der unheilige Gedanke sie notfalls so zu tragen überkommt mich gelegentlich… ) Es gab keine größeren Probleme gestern und das Absteppen der Armansatznaht war viel einfacher als erwartet.

Zu tun bleibt trotzdem:

  • Schulterpolster einnähen.
  • Ärmelstütze einnähen, wenn ich noch geeignetes Material finde. :-/
  • Besatz unsichtbar anhexen.
  • NZG von Futter und Oberstoff an der Seitennaht aufeinander heften.
  • Futter am Halsauschnitt anstaffieren.
  • Futter an der Schulter annähen und zusammennähen.
  • Futter an der vorderen Kante anstaffieren.
  • Futter am Armausschnitt anheften.
  • Ärmelfutter an der Armkugel anstaffieren.
  • Futter kürzen.
  • Futtersaum anstaffieren.
  • Ärmelfutter kürzen.
  • Ärmelfutter anstaffieren.

Macht 6,5 Arbeitschritte pro Tag. Hilfe! Ich falle zurück! Also… der Versuchung, weiterzusurfen tapfer widerstehen (nicht mal eben die neue Ausgabe von Knitty lesen, sondern ab an die Maschine.

Oder wohl eher ans Sofa, denn jetzt kommt vor allem Handarbeit… (Was kommt im Fernsehen?)

Patentantes Kommunionanzug: Theoretisch geniale Verschlusslösung….

.. oder „reicht mir das Beißholz“ ahrg

Die Jacke ist ja irgendwie schön „pur“, ohne Schnörkel und Schnickschnack. Deswegen hätten mir vorne auch keine Knöpfe gefallen, das hätte die Linie zerstört. Vorgesehen waren auf die Belege aufgenähte Druckknöpfe. Aber irgendwie gefiel mir das auch nicht. Ich zumindest habe meine Jacken auch mal offen und einfach nur so Druckknöpfe drauf… sieht auch nicht wirklich schön aus. (In braun gibt es die ja nicht.)

MagnetverschlussDeswegen war ich auch so glücklich gewesen, daß ich diese flachen Magnetverschlüsse gefunden hatte. (Die es leider schon wieder nicht mehr gibt und die auch nicht mehr nachbestellt werden können, weil der Großhändler sie auch nicht mehr hat. 🙁 )

Der ursprüngliche Plan war, sie unter die Belege zu nähen. Ein Test mit Stoffstücken hatte ergeben, daß sie auch durch zwei Stofflagen hindurch magnetisch sind.

Also habe ich, da ich nur vier statt der vorgesehenen sechs hatte, die nach Gutdünken auf dem Stoff „verteilt“ und mal festgesteckt.

Erste Versuche mit der angezogenen Jacke ergaben, daß das mit dem „Halten“ durch zwei Stoffschichten an einer Jacke vielleicht doch nicht so gegeben ist. Frau bewegt sich ja mal. Und… ohne sie zu sehen war es schon schwierig genug, sie überaupt übereinander zu bringen.

Was tun?

umnähtes LochNun, ich dachte, kleine Löcher im Stoff könnten das verbessern. Also habe ich in jede Seite vier kleine Löcher gemacht. Von Hand! Ganz ehrlich: Schön ist anders. Canvas ist zu dick und zu steif, um sich schön weglegen zu lassen und Nähgarn vielleicht etwas dünner als gewünscht. Aber was anderes in der Farbe hatte ich nicht. Daß das Nähgarn im Farbton exakt zum Stoff passt machte es nicht einfacher. :-/

Dummerweise hatten die mühsam gestichelten Löcher nicht den gewünschten Effekt, denn durch den dicken Stoff war um jedes Loch ein relativ dicker Rand, so daß die Magneten jetzt weiter voneinander entfernt waren als vorher. (Ich hätte in Physik besser aufpassen sollen… Aber wer rechnet denn damit, daß das mal noch nützlich werden kann? :o) )

Plattklopfen mit dem Hammer brachte bedauerlicherweise keine signifikante Verbesserung.

Also habe ich auf einer Seite die Magnetverschlüsse halt doch sichtbar angenäht. Auf die Löcher. die dadurch immerhin verdeckt sind. aaahrrrgggrr

Jedenfalls hat mich das gestern den größten Teil des Tages beschäftigt… mal sehen, wie die Gesamtbilanz aussieht:

Die Hose besteht jetzt nur noch aus einem Teil.

Noch zu tun:

  • Obere Kante mit breitem Gummi verstürzen.
  • Obere Kante schmal absteppen.
  • Hosensaum versäubern und zwar mit dieser Technik.
  • Hose säumen.
  • Saum schmal absteppen.
  • Futterhose von Hand auf Reißverschluss nähen.
  • Enden des Gummibands von Hand befestigen, evtl. Haken und Öse anbringen.
  • Futterhose mit Riegeln in der Hose befestigen.

Bei drei verbleibenden Nähtagen macht das 2,67 Arbeitsschritte pro Tag. Hey, das ist eine leichte Verbesserung! Ich liege gut im Rennen. (Wobei… ein Arbeisschritt wurde nicht wirklich erledigt, sondern wegen „gefällt nicht“ weggelassen…)

Die Jacke besteht noch aus sechs Einzelteilen.

  • Ärmelsäume schmal absteppen.
  • Saum von Hand nähen.
  • Saum und Jacke einmal rundum absteppen.
  • Ärmel einnähen.
  • Armausschnitt schmal absteppen.
  • Schulterpolster einnähen.
  • Ärmelstütze einnähen, wenn ich noch geeignetes Material finde. :-/
  • Besatz unsichtbar anhexen.
  • NZG von Futter und Oberstoff an der Seitennaht aufeinander heften.
  • Futter am Halsauschnitt anstaffieren.
  • Futter an der Schulter annähen und zusammennähen.
  • Futter an der vorderen Kante anstaffieren.
  • Futter am Armausschnitt anheften.
  • Ärmelfutter an der Armkugel anstaffieren.
  • Futter kürzen.
  • Futtersaum anstaffieren.
  • Ärmelfutter kürzen.
  • Ärmelfutter anstaffieren.

Macht sechs Arbeitsschritte pro Tag. Nicht ermutigend. Aber wenn nicht wieder so arbeitsaufwendige Fehlplanungen passieren, könnte es zügiger weitergehen. hoff

Patentantes Kommunionanzug: Meine persönliche Challenge

So, nach der Feiertagsnähpause ist zumindest eines klar: Ich will den Hosenanzug bis Sonntag fertig bekommen. Nicht so mal vor mich hinwerkeln und sehen, ob es klappt.

Vier „Nähtage“ (den heutigen eingeschlossen) habe ich noch. Rein arithmetisch bedeutet das zähl, daß ich pro Tag 2,75 „Verarbeitungseinheiten“ an der Hose schaffen muß und 5,5 an der Jacke.

Das mit der Hose sieht hoffnungsvoll aus, obwohl ich mich da heute morgen beinahe wieder mal selber ins Bein geschossen hätte, als ich den abgeschnittenen aber nicht verriegelten Reißverschluss für die Anprobe schwungvoll öffnete. 🙁 Aber ich habe zum ersten Mal in meinem Leben erfolgreich einen RV-Schlitten wieder aufgefädelt. Und ich werde großzügig darüber hinwegsehen, daß die Hose etwas zu weit ist. (So viel zum Thema „Probehose“. Hilft gar nichts, wenn man drei Kilo abnimmt, bis die Hose dann fertig ist.) Wegen der Tasche und der Absteppungen in der Seitennaht und der ungünstigen Position der Abnäher kann ich sie auch nicht mehr mit vertretbarem Aufwand enger machen. An der Mittelnaht kann ich immerhin vorne noch korrigieren. Der Rest bleibt so, für die nächse Gewichtszunahme. Kommt bestimmt früher oder später.

Die Jacke hingegen… okay, weniger Forum, weniger Chat (da haben sie mir heute durch geschickte Wahl eines ausgelutschten und langweiligen Themas den Ausstieg immerhin leicht gemacht) und mehr nähen…

Ärmel hochkrempel

Patentantes Kommunionanzug: Zwischenbilanz

Heute habe ich die Nähsachen erst einmal weggepackt. Am Karfreitag wird sowieso nicht genäht, das passt für mich nicht. Und morgen bekommen wir Besuch bis Montag. Zwei Erwachsene, drei Kinder. Ich habe versucht, alle Stecknadeln zu finden, zumindest in dem Zimmer, in dem die Kinder schlafen werden….

Tja, was macht der Anzug? Gute Frage… jedenfalls habe ich mein Talent Dinge aufwendiger zu gestalten erneut bewiesen. :o) Jede Naht beidseitig mit Stickgarn absteppen bedeutet natürlich auch: Jedesmal Faden wechseln und, weil es halt doch einen Tütscher schöner wird, auch die Nadel mit. Eigentlich geht das ja auch schnell, aber meine Teilungsnähte haben ja Taschen. Taschen mit Nahtreißverschlüssen. Und der Grat zwischen „Nahtreißverschluss schmal absteppen“ und „Verflixt, jetzt habe ich schon wieder die Spirale zugenäht“ ist schmal. Sehr schmal. (Ein Loblied auf den Erfinder des Nahttrenners!)

Also die Hose besteht schon nur noch aus zwei Einzelteilen: der Futterhose, die fertig genäht und gesäumt ist und der Stoffhose, deren beiden Hosenteile vermittels des (Naht)Reißverschlusses schon zusammenhängen.

Noch zu tun:

  • Innere Beinnähte beidseitig schmal absteppen.
  • Mittelnaht steppen, evtl. absteppen (eher nicht, denke ich).
  • Futterhose und Stoffhose an der oberen Kante zusammennähen.
  • Obere Kante mit breitem Gummi verstürzen.
  • Obere Kante schmal absteppen.
  • Hosensaum versäubern und zwar mit dieser Technik.
  • Hose säumen.
  • Saum schmal absteppen.
  • Futterhose von Hand auf Reißverschluss nähen.
  • Enden des Gummibands von Hand befestigen, evtl. Haken und Öse anbringen.
  • Futterhose mit Riegeln in der Hose befestigen.

Sonntag in einer Woche ist es soweit. Das könnte noch klappen, auch wenn ich nicht jeden Tag nähen kann.

Die Jacke hingegen… besteht noch aus sieben Einzelteilen: Dem Jackenkörper, dem Kragen, zwei Ärmeln, der Futterjacke und den beiden Ärmelfuttern. Da ist noch eine Menge zu tun:

  • Kragen annähen.
  • Kragen schmal absteppen.
  • Ärmelsäume schmal absteppen.
  • Verschlüsse einnähen. (Das wird noch ein größeres Problem. Ich habe so wunderschöne, flache, quasi unsichtbare Magnetverschlüsse gefunden. Leider habe ich irrtümlich nur vier gekauft, um zu sehen, daß sechs Knöpfe gefordert sind. 🙁 Und natürlich gibt es die nicht mehr und sie kommen vermutlich auch nicht mehr nach. grrr Keine Ahnung, was ich tun werde. Entweder ich komme mit vier aus oder ich muß doch Druckknöpfe aufnähen, wie in der Anleitung vorgesehen. Was mir aber eigentlich nicht gefällt. 🙁 )
  • Besatz neben Verschlüssen unsichbar aufs Vorderteil nähen.
  • Saum von Hand nähen.
  • Saum und Jacke einmal rundum absteppen.
  • Ärmel einnähen.
  • Armausschnitt schmal absteppen.
  • Schulterpolster einnähen.
  • Ärmelstütze einnähen, wenn ich noch geeignetes Material finde. :-/
  • Besatz unsichtbar anhexen.
  • NZG von Futter und Oberstoff an der Seitennaht aufeinander heften.
  • Futter am Halsauschnitt anstaffieren.
  • Futter an der Schulter annähen und zusammennähen.
  • Futter an der vorderen Kante anstaffieren.
  • Futter am Armausschnitt anheften.
  • Ärmelfutter an der Armkugel anstaffieren.
  • Futter kürzen.
  • Futtersaum anstaffieren.
  • Ärmelfutter kürzen.
  • Ärmelfutter anstaffieren.

Oops… ist die Liste so lang, wie sie aussieht?!? PANIK!

Na ob das noch fertig wird?? (Wenn ich nicht handeingenähtes Futter so viel lieber mögen würde, wie maschinengenähtes… ) Ohne Futter könnte ich die Jacke ja vielleicht sogar anziehen, aber dann nicht aus. Auch nicht praktisch.

Naja, wenn das Wetter so bleibt, dann kann ich auf bewährte winterliche Festkleidung zurückgreifen: Samtkleid und Kuschelmantel aus Microfur. :o)

Stoff-Shopping in Paris: Sacres Coupons – Le gentleman des tissus

Das Wortspiel im Namen ist schwer zu übersetzen, so bedeutet „sacre“ einmal „heilig“ und es klingt auch der Name der Kirche Sacre Coeur, die ja den Montmartre dominiert an, zum anderen ist es aber auch ein Bestandteil vieler Kraftausdrücke und dann bedeutet es so etwas wie „verdammt, verteufelt“.

Das Angebot des kleinen Ladens ist jedenfalls verdammt gut. Und verflixt wechselnd. 😉 Es gibt nämlich kein (oder kaum) ein reguläres Sortiment, sondern Coupons und die jeweils, bis sie weg sind. Die Coupons sind auf Tischen nach Materialien sortiert (Baumwolle, Leinen, Seide, Viscose,…), zumindest zeitweise. Denn um irgendetwas zu erkennen muß man in den dicht an dicht geschichteten Stoffstücken wühlen, was von den Kunden (oder eher Kundinnen) auch ausgiebig getan wird. Und danach ist es mit der Ordnung vorbei. Zwar schichtet das Personal immer wieder neu, aber das dauert deutlich länger als das Wühlvergnügen.

Was es gibt ist kaum vorauszusagen. Aber das Angebot ist immer sehr gemischt, was Farben, Muster und Materialien betrifft, so daß eigentlich fast immer für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Die Coupons sind meist so zwischen 2,50 und 3 Meter lang, manchmal sind auch kürzere dabei, eben je nach Anfall. Jeder Coupon hat ein kleines Etikett das Länge, Material und Preis angibt. Sehr übersichtlich. Und falls die Länge nicht reicht, meist findet man noch einen zweiten Coupon mit dem gleichen Dessin. Wenn Zeit ist, hilft das Personal durchaus auch mal beim Suchen. (Aber wer will sich das Vergnügen denn nehmen lassen?)

Mit der Qualität war ich bislang immer zufrieden und die Preise können sich mehr als sehen lassen. Ein paar Beispiele aus dem letzten halben Jahr: 3m feiner Baumwolljersey mit Rosendruck aus dem dann diese beiden Shirts wurden für 18,50 EUR, 2,70m Leinen mit Cloquestruktur knapp 16 EUR, 3m sehr feine leicht glänzende Baumwolle gut 10 EUR.

Seide liegt je nach Qualität zwischen 35 und 80 EUR für einen 3m Coupon. Da tauche ich immer zuerst ein, denn es sind meist ganz verschiedene Qualitäten von Dupion über CrepeSatin bis Chiffon dabei, die anderswo für den Preis kaum zu haben sind.

Adresse: 4bis, Rue d“Orsel, 75018 Paris (Metro Anvers)

Kölner Nähbrunch: Palmsonntagsbrunch

Wie beinahe immer vor Fest- und Feiertagen… ein Nähbrunch geht immer. Diesmal wieder rein kulinarisch im Cafe Duddel und ohne Nähmaschinen. Aber natürlich nicht ohne Nähthemen…

Darcys BlazerDa Darcy unvorsichtigerweise (oder vielleicht auch hungrigerweise…?) zeitig kam, stand sie mit ihrem berühmten Blazer auch sofort im Mittelpunkt des Interesses. Interesse auf Hobbyschneiderinart, wie man sieht. TÜV-Prüfung ist nichts gegen diese Inspektion.

(Wobei ich selbstverständlich ausdrücklich betonen möchte, daß Frau H.BindestrichS. sich dabei vornehm zurückhielt. 😉 )

Nähbrunch

Also sagen wir, sich in diesem Punkt vornehm zurückhielt.

Eine weniger charmante Erklärung wäre dann auch, daß sie anderweitig beschäftigt war. 😀

Nähbrunch

Andererseits, Fastenzeit hin oder her, hatten wir uns ja nicht zum Zurückhalten getroffen, sondern zum Brunch genießen. Ein Konzept, das auch von neuen Teilnehmerinnen sofort verstanden wurde.

Nähbrunch

Diese junge Dame hingegen versteht es jedesmal aufs Neue, sich perfekt in Szene zu setzen, so bald die Kamera auftaucht. (Man beachte die farblich passende Limonade…)

Und ich… falle jedesmal wieder drauf rein… 😉

Nähbrunch

Doch auch alle anderen haben sich gut unterhalten. Beim Essen, beim Reden,….

Nähbrunch

… beim eifrigen Lesen mitgebrachter Nähzeitungen. Neben BizzKids und Fimi waren nämlich auch so seltene und exotische Gewächse wie Threads vertreten.

Nähbrunch

Und wer gerade eine Hand frei hatte, machte selber Photos. Die ja angeblich auch mal zu sehen sein sollen.

Frag sich nur wo?

Im ElfenundKampfzwergeBlog vielleicht?

Nähbrunch

Und auch wenn Weihnachten vorbei ist, das Strickfieber grassiert weiter… wunderschöne Wolle, so fein und leicht und weich…

Und wunderschöne Farben. Was doch so alles dabei herauskommt, wenn man zur Farbberatung geht. 😉

Das war die Bilderschau für dieses Mal. Wie üblich habe ich nicht alle erwischt, aber es sollte ja noch andere Bilder an anderer Stelle geben. Da hoffe ich mal drauf.

Der nächste Brunch wird dann wieder fleißig und in Aachen sein.

Irgendwann… so Mai bis Juni.

Essen in Paris: Delice House

Mittags rasch etwas Warmes in den Bauch bekommen ohne hinterher pleite zu sein oder so vollgefressen, daß man sich nicht mehr bewegen mag… das läuft oft auf einen Chinesen hinaus. Diese Schnellrestaurants gibt es an beinahe jeder Ecke, die Einrichtung hat den Charme eines Wartesaals, aber die Qualität des Essens ist in Ordnung. Meist keine kulinarischen Highlights, aber man kann auch nicht viel falsch machen. Und sie unterscheiden sich nicht groß, so daß es nicht lohnt, sich eine Adresse zu merken. Man nimmt einfach den nächsten.

Bis auf manche, da lohnt es sich dann doch, die Adresse zu notieren.

Von außen unterscheidet sich „Delice House Traiteur Asiatique“ nicht wirklich von all den anderen. Vielleicht ein wenig größer. Und die Schlange reicht zur Mittagszeit bis weit zur Tür hinaus. Obwohl viele das Essen mitnehmen und die Abfertigung zügig geht.

Wir entschieden uns für das „Menue Vapeur“ (das sind verschieden gefülte ravioliartige Taschen, die im Dampf gegart werden, wie der Name „Vapeur“ verrät) und bekommen für 7.95 EUR nicht nur zehn der kleinen Köstlichkeiten, sondern auch noch eine Flasche Evian und einen Fruchtsalat. Aus frischen Früchten, nicht wie meist aus der Dose. Und wir haben Februar.

Fruchtsalat und Getränk bekommen wir mit, die Vapeurs werden noch heiß gemacht. Der Saal, in den wir durchgewunken werden, befindet sich hinten und ist mit Stoff- und Kunststoffpflanzen so freundlich dekoriert, daß kaum mehr auffällt, daß wir uns eigentlich in einem fensterlosen Gebaudeteil befinden.

Die Tische und Stühle stehen eng an eng, wir erobern uns aber zwei freie Plätze. In den umliegenden Firmen und Büros ist Mittagspause, so daß nicht Touristen mit Rucksack, sondern Angestellte in Anzug oder Kostüm das Bild bestimmen. Immer wieder kommt jemand mit einer Schüssel oder einem heißen Teller nach hinten. Dann heißt es aufpassen, denn er ruft, was er auf dem Teller hat. Wer es bekommt, muß sich selber melden. Dazu muß man allerdings verstehen was er sagt. Und sein französisch ist nicht unbedingt das beste. (Die mit den besseren Sprachkenntnissen außer chinesisch arbeiten vorne an der Theke… g)

Wenn sich keiner meldet, geht er wieder weg. Dann kommt jemand von vorne, guckt, wer das bestellt hatte (oder haben könnte, denn es ist viel los und bei geschätzt einem Kunden pro Minute merkt sich wohl auch der Mann an der Kasse nicht mehr alle). Irgendwie bekommt aber jeder was.

Neben dem lebendigen Ambiente war aber auch das Essen eine positive Überraschung: die verschiedenen Vapeurs unterscheiden sich geschmacklich deutlich, sind unterschiedlich gewürzt etc. Und einfach gut. Besser als wir das sonst in diesem Setting gewöhnt sind.

Weswegen ich mir die Adresse notiert habe 😉 : 81, Rue St. Antoine, das ist auf dem Weg von der Bastille zum Hotel de Ville.