P-A-Challenge 2007: Taille und Rocksaum

So, Frau mhs hatte am Samstag Zeit (nach einem Besuch im Wollladen, für dessen Ergebnis ich mich aber nicht schuldig fühle… *g*) und der Rock durfte einmal Bekanntschaft mit ihrem Rockabrunder machen. Manchmal ist so ein Teil sicher praktisch, aber selten genug, daß nicht jeder eines haben muß.

Rock gerade Nähbücher verweisen ja gerne darauf, daß der Rockbund gerade sitzen sollte, parallel zum Boden, auf der Taille, bevor man sich an die Bestimmung der Saumlänge macht. In der Theorie ist das auch prima.

In der Praxis hingegen stimmt das nicht immer.

Das erste Bild zeigt meinen Proberock mit geradem Bund. Auf Taille. Theoretisch. (Ich entschuldige mich für dich schlechten Bilder, Spiegel überfordern meine Kamera… Aber Dank meiner ungebräunt weißen Haut sollte der Kontrast zum dunklen Rock genügen, um das relevante zu erkennen.)

Sewing books often advise you, to make sure, that the waistband sits well, on your waist and parallel to the floor, before you decide about the hem of a skirt. Great idea! Theoretically….

The picture shows (okay, more or less… sorry for the poor qualitiy but I had to photograph myself in a mirror and the camera doesn’t really like that situation… but I think my skin is white enougt to provide a good contrast to the blue skirt…) the waistband on my theoretical waist. Parallel to the floor.

Bund auf Taille Allerdings… so bald ich mich bewege kommt der Bund ins Rutschen.

Und landet in der Praxis vorne ein ganzes Stück tiefer als hinten.

Meine Taille denkt nämlich gar nicht daran, parallel zum Boden zu laufen. Die läuft schief.

Mein großer Hintern macht die Sache natürlich nicht besser, denn da muß der Stoff ja auch drüber. :o)

Und ich weiß wieder, warum ich schon so lange keinen weiteren Rock mehr genäht habe… Bei engen Röcken mußte ich auch vorne am Saum immer einiges mehr wegnehmen, aber da fällt es weniger auf.

Well, I’m not a statue and as soon as I start to move, the waistband falls down in the front. On my natural waist. Which is not parallel to floor. Not the least bit.

Okay, my…. „protruding derriere“ (okay, fat is the word…) doesn’t make it better either.

But it reminds me, why I havent been sewing wider skirts for ages. Even on straight skirts I had to bring in the front hem much more than the back one, but still it’s less striking.

Der Unterschied zwischen dem eingefalteten Saum vorne und hinten liegt bei neun Zentimeter!

Rocksaum Auf dem Kleiderbügel sieht der Rock jetzt absolut absurd aus.

Den Proberock werde ich so säumen, für den Challengerock werde ich allerdings den Schnitt anpassen.

Der Unterschied zwischen vorderer Mitte und der Seite des Rockes liegt immer noch bei sieben Zentimetern.

Ich werde den Rockschnitt vorne und zur Seite hin verlaufend knapp unterhab des Bundes um fünf Zentimeter kürzen, zum seitlichen Abnäher hin verlaufend. Dann bleibt noch genug Spielraum, falls der Rock aus einem anderen Stoff anders fallen sollte oder sich deutlich anderes aushängen.

Den Rest gleiche ich dann auch am Challegenrock über des Saum aus.

Ach ja, ich weiß jetzt auch wieder, warum ich keine Schneiderpuppe habe… die würde da eh nichts nutzen. Die helfenden Hand einer Freundin ist eben doch durch nichts zu ersetzen. 😉

The difference of the hem between front and back makes 9cm!

And the skirt looks so absurd an the hanger.

This skirt I will finish that way, but for the Challenge-skirt I will shorten my pattern in the front part. I’ll take out fife centimeters in the front blending to nothing in direction of the side-dart. (The difference between front and side is 7cm). That way I have enough left in case the other fabric behaves differently. You never know…

And the rest I can correct in the hemline.

Also this reminds me, why I have no dressmakers model for me… that couldn’t have a waist like me. Nothing replaces a friends helping hand. 😉

P-A-Challenge 2007: Änderung rückübertragen

neue Nahtlinie und alte NahtlinieDen Rock habe ich jetzt entlang der neuen Nahtlinien genäht und anprobiert. Er ist in der Taille immer noch etwas weit, aber da ich meinen Bund gerne elastisch arbeite, um Tages- und sonstige Schwankungen zu berücksichtigen reicht mir das so.

Jetzt muß allerdings die neue Nahtlinie auf den Schnitt zurückübertragen werden, weil ich ja den Schnitt hinterher für einen passenden Rock nutzen möchte.

Hat man den Schnitt auf Folie, ist das aber ganz einfach: Das Folienschnitteil passend auf den Stoff feststecken und die neue Nahtlinie nachzeichnen.

Da der Vogue-Schnitt, den ich als Grundlage hatte, die Nahtzugabe schon enthält, kann ich die Folie genau an der Schnittkante des Stoffes auflegen, die Paßzeichen zeigen mir recht genau, wo.

I’ve sewn the test-skrit with the alterations and the waist now fits the way I want it. As I’m using plastic film for my patterns this is very easy to do: Pinning the film on the fabric and tracing the new stitchline with a marker for plastic.

neue Nahtlinie durchgezeichnetDanach zeichne ich mir eine neue Nahtzugabe an, 1,5 cm von der neuen Nahtline entfernt. An die neue Schnittlinie kommen auch wieder Paßzeichen, denn die werden beim Abschneiden verloren gehen.

Damit hinterher beide Teile (im Bild das Vorderteil und ein Seitenteil) an der Teilungsnaht wieder genau passen, lege ich das Vorderteil, an dem ich die neue Nahtlinie markiert habe, auf das Seitenteil.

Zum Ausrichten benutze ich die alten Paßzeichen. Dann stecke ich beide Folienlagen zusammen. Die neuen Paßzeichen werden übertragen. Da die Folie durchsichtig ist, kann ich das ja auf jeder Seite machen, muß also mein „Sandwich“ nur wenden und von der Rückseite durchzeichnen.

Zuletzt schneide ich die beiden Folienschnitteile gemeinsam ab. Dann paßt die Teilungsnaht in Form und Länge auf alle Fälle.

Now I have the new stitchline (red line) traced to the middle front pattern. The Vogue pattern does include the seam allowance so I have to mark new seam allowances, 1,5 cm apart from the new stitchline.

To assure that the side pattern matches this seam, I pin the two plastic patterns together, as I would to this with fabric. Right sides facing. The old marks for the notches (blue) are helpful.

Then I trace the new marks to the side pattern, too. And cut both patterns as one.

Next thing was to finish the waist and then decide about the length of the skirt. At this moment I am actually wearing the skirt, to see, where the waist of the skirt ends up on my body. Then I can fix the lenght.

Inzwischen habe ich die Taille fertig gemacht und trage den Rock gerade, um zu sehen, wohin der Bund rutscht.

Dann kann ich über die Rocklänge entscheiden.

Kölner Nähbrunch: Jeder mit jedem, alle gleichzeitig und alle durcheinander

Kölner NähbrunchViel los ist bei unserem Nähbrunch ja immer, aber so lebhaft wie heute habe ich es glaube ich noch nie erlebt.

Wir hatten einen Neuzugang, wir hatten „aus der Versenkung wieder aufgetaucht“ und wir hatten natürlich die „üblichen Verdächtigen“.

Angefangen hat es ruhig, so gegen halb elf, als ich kam, waren wir erst mal zu viert und ließen es bei der ersten Tasse Kaffee langsam angehen.

Our „Nähbrunch“ (Sewing-Brunch) today was amazing. We meet about every six to eight weeks, alternating between a cafe in Cologne and a shop in Aachen. In Aachen we can sew, too, in Cologne we just talk.

Beim Brunchen

But this time we talked more than usual, at least I got that impression. Our last meeting in Cologne was quite some time ago, and evidently we all hat missed something.

So everybody tried to talk to everybody at the same time… and from one end of the table to the other….

Aber auf einmal waren dann alle da… und dann ging es rund.

Das Buffet im Cafe Duddel (das jedesmal extra extra für uns gerichtet wird) wurde gestürmt und gleichzeit versuchte jeder mit jedem zu reden. Bevorzugt mit jemandem, der mindestens schräg gegenüber war.

Oder gleich am anderen Ende des Tisches. :o)

Stricken beim Nähbrunch

Das letzte Treffen in Köln liegt ja jetzt schon lange zurück und offensichtlich hatten wir alle mehr als Nachholbedarf.

Der Geräuschpegel erinnerte mich jedenfalls eher an alte Uni-Mensazeiten, als an ein gemütliches, kleines Cafe.

Aber natürlich war es trotzdem gemütlich.

Wichtiger Programmpunkt neben dem Reden war übrigens stricken. Die Mehrzahl der Nähbrunchler ist wohl inzwischen drauf gekommen, daß Stricknadeln und ein Knäuel Wolle eigentlich immer in die Tasche passen und daß sich Stricken mit Reden hervorragend verträgt.

As we cannot sew in the cafe more and more of us started knitting…

And we bring our new books to show them to each other. The result is very often, that I’m spending money… „New Victorian Lace“ is on my wish list. I don’t know when… but I have to buy it one day. I just love all kinds of scarfs, the bigger the better, and things like that…

Bücher beim Nähbrunch So war es nicht überraschend, daß diesmal nicht nur Nähbücher gegenseitig beguckt wurden, sondern auch Strickbücher herumgingen.

(Die üble Wünsche weckten. Zumindest bei mir. „New Victorian Lace“ muß auf meine Wunschliste… Ich liebe Schals und Stolen.

(Wo auch immer ich die noch hinpacken will, in meinem Schrank….)

Nähbrunch Diese beiden hatten sich übrigens auch eine Menge zu erzählen, auch wenn das Bild anders suggeriert.

Aber es passierte ja wieder so vieles gleichzeitig, daß man die Aufmerksamkeit einfach in alle Richtungen gleichzeitig verteilen mußte.

That’s what happens, when you try to catch up with all conversation going on… you don’t know, where to look at.

Unser Tauschtisch war durchaus belagert, aber nur wenige Stöffchen wechselten den Besitzer.

Irgendwie versuchen wir gerade alle, unsere Stoffberge etwas abzubauen und widerstanden so vielen Verlockungen.

We also swaped fabrics and notions… all those wonderfull things one buys for one reason or the other… only to find out later, that the fabric is still great, but for another person. Or you’re children have outgrown, before you could sew it. All that stuff.

TauschtischThis time, I have to admit, only few things were exchanged. We are all more or less on „fabric-diet“.

Ganz unfleißig waren wir übrigens auch nicht… Wir haben einen Blazer abgesteckt.

Spaß beim NähbrunchEinige historische Schätzchen (wie Bündchenware, vor Jahrzehnten im Werksverkauf einer renomierten deutschen Firma erworben) wechselten allerdings doch den Besitzer. Oder die Besitzerin.

Letztlich kommt der „Jäger und Sammler“-Trieb dann doch immer durch.

(Hm… irgendwer wollte auch noch eine Schnittfrage stellen. Später… aber das ist wohl untergegangen.)

Ich bin jetzt jedenfalls ziemlich platt, von all den heutigen Eindrücken. aber in ein paar Wochen treffen wir uns wieder. *g*

P-A-Challenge 2007: Rechts gesteckt, links markiert.

Wenn es um Änderungen am Kleidungsstück geht, hört man oft den Ratschlag, das Teil auf links gedreht anzuziehen und dann so abzustecken. Weil man so die Markierung gleich auf der richtigen Seite hat.

Naht von rechts abgesteckt Das klingt erst mal logisch, hat allerdings auch einige Nachteile. Angefangen dabei, daß man einen symmetrischen Körper benötigt. Was von Natur aus bei praktisch keinem lebenden Wesen der Fall ist. Die Tatsache, daß die meisten Menschen eine bevorzugte „Arbeitsseite“ haben und sich daher Muskeln und Körperhaltung im Laufe des Lebens immer stärker einseitig entwickeln macht die Sache nicht besser.

Und bei dicken Stoffen kann es bereits einen deutlichen Unterschied machen, welche Stoffseite die „Innenkurve“ und welche die „Außenkurve“ um den Körper beschreibt.

Aber das ist auch gar kein Problem, denn auch ein von rechts abgestecktes Kleidungsstück hat links Markierungen. Man muß nur wissen, wo… 😉

Mein Rock ist, wie üblich, in der Taille etwas weit. (Auch wenn die Taillenweite laut Schnittmuster eher etwas eng sein müßte. Aber „Selbstmessungen“ sind immer etwas ungenau. Und seit meiner letzten „Fremdmessung“ hatte ich einen gewissen „Zugewinn“. :o) )Da ich den Reißverschluss schon eingesetzt habe und überdies die seitlichen Abnäher eigentlich genau da sind, wo sie hin sollen, entscheide ich mich, den Rock an den vorderen und rückwärtigen Teilungsnähten enger zu stecken.

My test-skirt is a little to large at waist. So I have to pin-fit it. Very often I read the advice, to wear a garment left side out for pinfittig, because then the new stichlines will be marked on the left side. Only no living beeing is completely symmetrical, so this method has it’s limits. But thats no problem, because pinfitting on the right side of the garment produces marks on the left side. If one knows how to to it.

I decide to bring in the waist not at the side seam/dart, but at the four seams at front and at the back. The picture shows, how the front looks after pinning the excess fabric from the right side.

Nadel von links sichtbarNachdem ich den Rock von rechts abgesteckt habe, drehe ich ihn auf die linke Seite.

Und siehe da, wenn man den Stoff an der frisch gesteckten Stelle auseinanderzieht erkennt man die Stecknadel.

Das sind die zwei scheinbar weißen Punkte innerhalb der rot gepunkteten Linie.

Natürlich sind meine Stecknadeln nicht weiß, sondern aus glänzendem Metall. Aber wenn man den Blitz benutzt, ist eben das der Effekt. :o)

Hier muß die neue Nahtlinie hin.

After turning the skirt to the left side I can clearly see the metall of the pins.

On the picture it’s the white spots inside of the red dotted „circle“. It’s not rond enough to be a real circle, but I think you get the idea :o)

And of course my pins are not white, but metallic, but I had tu use the flash and the reflection of the light makes it look white instead of „metall“.

And that’s the place, whre my new stitching line has to be.

Durchstiche links markieren Da wo die Stecknadel unter dem Stoff steckt, reibt man einfach mit Schneiderkreide oder einem Kreidestift darüber.

Die Stecknadel ist hart, also bleibt die Kreide mühelos genau da haften.

Auf dem Bild sieht man den Kreidestrich leider nicht besonders gut, aber das hellere neben dem weißen Punkt, das ist der Kreidestrich.

The next step isn’t complicated at all. Just marking the placement of the pin with chalk. Or whatever you like. But tailors chalk (is that the word?) is perfekt, because it rubs of easily on the pin that is under the fabric.

Dann entferne ich die Stecknadeln und habe perfekte Markierungen auf der linken Stoffseite.

Da bei dem Rock die Linienführung recht klar ist, habe ich nur wenige Stecknadeln benutzt.

Naht von links neu stecken

Bei komplizierteren Teilen kann man natürlich mit beliebig vielen Nadeln stecken.

After removing the pins you have perfect and clear marks on the left side of the fabric.

As it is not a very complicated alteration I only used few pins. But of course you can use as many as you like to get more marks.

Markierungen zu neuer Nahtlinie verbunden Zuletzt verbinde ich noch die Markierungen zu einer neuen Nahtlinie. In diesem Fall einfach frei Hand.

Bei komplizierteren Formen kann aber ein Kurvenlineal auch gute Dienste leisten.

Last step: Connect the mark to form a new stitchline. I didn’t use a curve, but if you have one you can use it, of course.

Als nächstes werde ich den Rock mit den neuen Nahtlinien nähen, die alten auftrennen und sehen, ob er paßt.

Falls ja, werden die Änderungen auf den Schnitt übertragen. Ich will ja den eigentlichen Rock gleich nach einem passenden Schnitt zuschneiden.

Next thing is stitching the new lines and see, whether the skirt fits. If it does I can mark the new stitching lines on my pattern and go on with the test-skirt.

P-A-Challenge 2007: Proberock

Ein noch ungetesteter Schnitt (Vogue hin oder her) UND massive Veränderungen an demselben… das ohne Probemodell zu wagen wäre dann doch etwas… gewagt. (Oder einfach doof. :o)

Summary in English? Please scroll down… 😉

Proberock Zuschnitt Zumal ich nicht viel von dem karierten Stoff habe und ihn auch nicht nachkaufen kann.

Also krame ich aus meiner Stofftruhe erst mal ein uraltes Schätzchen hervor.

Diesen dunkelblauen Baumwollstoff erstand ich weiland in Singen, als ich meine alte Singer zur Reparatur brachte. Ich hatte mir aus der Carina (ja, die gibt es nicht mehr) einen Hosenanzug mit weiter Hose und einer legeren Jacke mit Bindegürtel ausgeguckt.

Und der Stoff kostete nur 3 DM/Meter, weil Schlußverkauf war. (Ja, gab es damals auch noch.)

Das war… hm…. irgenwann zwischen 1991 und 1995, schätze ich.

Leider dauerte die Reparatur mehrere Monate, weil das Ersatzteil so lange nicht beschafft werden konnte, also konnte ich den Stoff nicht vernähen.

Und als ich die Maschine wieder hatte… genau, der Hosenanzug war für den Winter (mit Stoff aus dem Sommerschlußverkauf), selbiger aber bereits weitgehend vorbei, also nähte ich dann erst mal wieder Sommerklamotten. (Schnellnäherin war ich ja noch nie.)

Und wie das so ist… bis zum nächsten Herbst gab es natürlich andere interessante Modelle.

Zuschnittreste Wie das halt so ist, wenn man die Sachen aufhebt.

Der (vorgewaschene) Stoff wanderte also in den Schrank, von dort in eine Kiste, von dort nach Cham, von dort nach Bures sur Yvette, von dort nach Köln,… immer schön kühl und dunkel gelagert.

Bis ich ihn so etwa 2002 wieder hervorholte, um meinem Herzblatt eine kurze Hose zu nähen.

Und dann feststellte, daß der Stoff nicht nur im Stoffbruch eine deutliche helle Linie hatte, sondern all over unregelmäßig ausgeblichen war. (Die kurze Hose gab es dann aber trotzdem, für den Garten taugts…)

Im Nachhinein war ich dann froh, den aufwendigen Hosenanzug nicht gearbeitet zu haben…. wenn der Stoff in der dunklen Kiste schon ausbleicht… was wäre wohl beim Tragen im Sonnenlicht passiert?

Jedenfalls habe ich jetzt einen geeigneten Stoff für einen Proberock.

Das obere Bild (gewaltig farbverändert, damit man überhaupt was erkennt) zeigt das Seitenteil. Da stimmen jetzt natürlich die Angaben zum Fadenlauf auf dem Schnitt nicht mehr. *hm*

Proberock fertig Ich habe mich dafür entschieden, die Verlängerung des Abnähers im Fadenlauf aufzulegen. Da das vordere und hintere Mittelteil ja ohnehin schräg geschnitten werden, gleicht sich so das Karomuster vielleicht besser an. Oder so…

Gut zu wissen ist schon mal, daß bei einem 150cm breiten Stoff auch das Seitenteil auf einer Stoffhälfte Platz hat. Das erhöht meine Chancen, daß der Schnitt hinterher auch auf den Karostoff paßt. Sicher bin ich mir da allerdings nicht.

Für Vorder- und Rückenteil habe ich den Stoff einfach im 45° Winkel gefaltet und die Schnitteile an dem so entstandenen Stoffbruch aufgelegt. Das Bild zeigt sozusagen das „Negativ“, die übrige Stoffbahn.

Das letzte Bild beweist: genäht ist der Rock schon. Allerdings konnte ich ihn noch nicht anprobieren. 🙁

Was mit natürlich fehlt ist ein passender Reißverschluss. Entweder sind sie zu kurz oder zu lang. Und einen teueren langen Reißverschluss für einen Proberock abzuschneiden… danach steht mir der Sinn gerade nicht.

Denn das Anhalten des Rockes ergab schon mal, daß die Größe nicht ganz falsch liegen kann. Und daher habe ich vor, auch diesen Rock fertig auszuarbeiten (die Nahtzugaben sind schon versäubert), damit ich ihn hinterher tragen kann. Nicht gerade für elegante Gelegenheiten, aber um damit im Garten herumzuhüpfen wird er gut genug sein. Ich habe nämlich keine passenden Freizeitröcke mehr. Obwohl ich eigentlich immer sehr gerne Röcke getragen habe. Gefüttert wird er aber nicht werden, denke ich. Wirklich nur ein einfacher Sommerrock.

(Reißverschlüsse sind übrigens eine der wenigen Kurzwaren, von denen ich ein kleines Lager habe… und natürlich ist der passende trotzdem nicht dabei. Allerdings habe ich erfreulicherweise festgestellt, daß ich für den endgültigen Rock schon einen passenden liegen habe. Auch gut.)

Morgen arbeite ich an der Hohen Straße, wenn ich Glück habe, komme ich zeitig genug raus, um es noch zum Schnäppchenmarkt am Gürzenich zu schaffen. Die haben günstige Reißverschlüsse…

Untested pattern and alterations… I’m testing my new pattern first. The fabric I bought veeery long ago, in the 1990. It was on sale in theshop where I broght my old Singer sewing-machine to have it repaired. Well… repairing took three or four month and when I got my machine back it was time for sommerclothes.

So I washed the cotton and it moved with me over the south of Germany, to France, back to Germany,… and when I wanted to use it about 2002 I found it hat plenty of ugly bleached spots. But for a test-garment it’s still good enough.

I finished the skirt this morning, but I couldn’t try it on, because I have no fitting zipper in my stash. :o) And a fitting zipper I will need, because I intend to wear that skirt, too. Not for good, but for hanging around at home.

If I’m lucky tomorrow I’ll get out of work early enough to buy a zipper. Elseway it’ll take some time. We’ll see….

P-A-Challenge 2007: Erstes Teil, erste Schritte

Okay, Schritt eins ist, einen Rockschnitt zu finden, der sich mit möglichst wenig Mühe an meine Wünsche anpassen läßt. Sozusgen ein vier Bahnen Rock, aber ohne Nähte in der vorderen und der hinteren Mitte.

Any English Readers? You’ll find a summary at the end of this entry.

Rockschnitt Das war schwieriger als gedacht.

Natürlich kann man jeden beliebigen gerade Rockschnitt nehmen, ihn aufdrehen und ihm Teilungsnähte verpassen.

Aber das macht Arbeit. Verbraucht viel Papier oder Folie.

Also bin ich erst mal in meine Schnittmustersammlung abgetaucht und bei den „habe ich mal gekauft, weil sie billig waren und ich sie nett fand, aber dann nie verwendet“ Schnitten in meinem Fundus fand sich doch tatsächlich der perfekte Schnitt. An unerwarteter Stelle, muß ich zugeben. An ein Abendkleid hatte ich jetzt nicht gedacht.

Modell D dieses Vogueschnittes liegt an Taille und Hüfte eng an und bekommt nach unten Weite.

Der Rock besteht zwar aus acht Bahnen, aber die vordere und hintere Mittelnaht verlaufen senkrecht, es ist also kein Problem, hier einen Stoffbruch statt einer Naht zu machen.

Allerdings ist bei Vogueschnitte die Nahtzugabe schon im Schnitt enthalten, ich darf also nicht vergessen, sie an dieser Stelle wegzunehmen. (Bei geraden Linien ist das mit dem großen Geodreicke glücklicherweise kein Problem. Wobei ich doch immer häufiger vom großen Patchworklineal träume, das wäre noch etwas länger…)

Jetzt muß ich für den Schnitt allerdings erst mal eine neue „Behausung“ suchen… diesen dicken Papierstapel bekomme ich nie wieder in den Umschlag rein.

Schnitteile kopiert Bei Burda habe ich zwar auch Jahre gebraucht, um das System der Faltung zu verstehen (und bei Stadtplänen vn Falk erst…) aber es gibt eins. Ein System.

Vogue hat offensichtlich keines. :-/ Außer den Schnitt irgendwie zu falten und zu pressen und das ganze maschinell.

Nun gut, aber ich habe meinen Folienschnitt.

Vordere Mitte, rückwärtige Mitte, sowie ein ausladendes Seitenteil.

Die Seitennähte verliefen natürlich nicht gerade, aber ich habe die Paßzeichen (und guckt mal, wie viele das sind!) schön auf gleiche Höhe gesteckt und im unteren Saumbereich einfach etwas Weite „geopfert“.

Damit der Rock oben auf Taille kommt, bekommen die Seitenteile einen tiefen Abnäher. Da kann ich dann auch einen Reißverschluss einbauen. (Ich hatte mir nämlich gedanklich schon den Kopf zerbrochen, wie ich in die hintere Mitte einen Reißverschluss hineinbekommen sollte… ohne Naht. Aber kaum habe ich die Teile wirklich vor mir… löst sich das Problem schon von selber.)

Und ich habe den Rock mal mit 70 Zentimeter Länge rausgemacht. Ich vermute, er wird so 65 Zentimeter bekommen, aber wegnehmen ist einfacher als zugeben.

Okay, what’s all that about? There is a Challenge going on. Everybody, in this case 52 people, recieved the same material and everyone has to sew an outfit for herself or himself from that. End of September is a big „hobbyschneiderin“-gathering in Aachen, Germany, where we will have to wear what we made. Those who can not come to Aachen will present their outfits on the internet the same day.

I decided to start with a skirt and first of all I had to find the right pattern an alter it. What I show here. I used a Vogue pattern für a 8 gored (is that the word?) skirt an made a 4 gored one. This consists of one front and one back piece an two big side pieces. The side pieces will have long darts, to bring the skirt in at waist. I’m using plastic sheet for my patterns. They don’t photograph well, I’m sorry, but it’s an inexpensive material and I like to work with it.

Paris-Aachen-Challenge 2007 – Ich habe fertig!

Jawohl!

Stoffe für Challenge

Moment, von fertig mit dem Nähen habe ich nichts gesagt. :o)

Glücklicherweise auch nicht fertig mit den Nerven. (Noch nicht, zumindest.)

Und aufgeben ist keine Option. Ich habe die Suppe eingebrockt, also muß ich sie wenigstens selber auslöffeln. (Auch wenn ich sehr gespannt bin, wie viele am Ende tatsächlich „mitlöffeln“. 52 Stoffpakete gingen raus…)

Aber fertig gewaschen habe ich die Stöffchen.

Zur Erinnerung noch mal alle im Bild: Die Wäsche bei je 30°C haben sie gut überstanden, den Strickstoff habe ich im Wollwaschgang und im Wäschesack gewaschen. Ist zwar keine Wolle, aber ein wenig fragil sieht er doch aus.

Die beiden Baumwollstoffe haben sich leichter bügeln lassen als erwartet und der afrikanische Stoff ist deutlich weicher geworden. Die anderen haben sich gar nicht verändert. Und der Karostoff ist sogar so gut wie knitterfrei. (Leider hat er einen gezogenen Faden… also schon vor dem Waschen.)

Dazugekommen ist noch ein Stück schwarzer Silicon Popelin. Ich habe mal vorsichtig 1,50m gekauft, er müßte ja noch eine Weile nachkaufbar sein. Denn inzwischen bin ich mir nicht mehr ganz so sicher, ob das reicht.

Jedenfalls bin ich jetzt bereit, richtig loszulegen!

Ab heute wird dieses Blog „Challengeaktuell“ berichten, von allen Tops und Flops, Planungen und Planänderungen, von allen Preisungen und Schimpfkanonaden.

Entwurf Einen groben Plan gibt ja. (Ja, ich weiß, ich kann nicht zeichnen, so sieht es auch aus.)

Drei Teile sollen es werden, ein Rock aus dem karierten Stoff, ein Oberteil, hauptsächlich aus dem Strick, vermutlich mit etwas schwarzem Stoff ergänzt und eine Jacke, die die beiden Baumwollstoffe verwursten soll.

Für den roten Wollstoff fehlt mir nicht die Idee, aber schlimmstenfalls geht eine Kopfbedeckung immer. :o)

Wie man sieht (so weit man überhaupt etwas erkennen kann), ist die Planung wirklich nur grob. Ungefähr die Schnittformen (für die Jacke habe ich schon einen Schnitt im Kopf, den ich hoffentlich abwandeln kann, auch für das Shirt könnte ich schon was haben.) Ob die Stoffe dafür jeweils reichen? Keine Ahnung…

Bis zum 29. September 2007 soll es fertig sein.

Bei meinem Nähtempo und dem Plan drei Teile zu nähen also ein eher straffer Zeitplan.

Beginnen werde ich mit dem Rock, weil hier meine Idee schon am ausgefeiltesten ist: etwa knielang, leicht ausgestellt und die vordere und rückwärtige Mitte schräg geschnitten. Dafür soll er keine Seitennähte haben, was mir auch eine Menge Probleme bei der Anpassung des Karos ersparen dürfte. Vielleicht noch eine Paspel in den Nähten mitgefaßt?

Mal sehen… jetzt heißt es erst einmal, einen Schnitt finden, den ich mit möglichst wenig Mühe abwandeln kann.

Nähbuch-Shopping in Paris: Brentano’s

Englische Buchhandlung in Paris… nun gut, da gibt es mehrere.

Aber diese hier hat was Besonderes… im Erdgeschoß bis ganz hinten durch, noch eine Tür weiter… und frau (mann gegebenenfalls auch) befindet sich im Paradies: Bücher über Handarbeiten in einer unglaublichen Auswahl. Vom Patchen und Quilten übers Sticken bis zum Stricken und Häkeln. Und noch ein paar andere Basteltechniken. Auch eine große Auswahl an Patchworkzeitschriften gibt es.

Leider nicht auf deutsch, aber englische und auch französische Bücher gibt es in reichlicher Auswahl. (Und noch das eine oder andere Exemplar in ein paar anderen Sprachen.) Ebenso japanische. Gut, hier können vermutlich die meisten von uns (wie ich auch) mit dem Text nichts anfangen, aber die Schnitte und Anleitungen liegen meist als Bilder vor und sind bemaßt. Wenn man so ein Buch nicht einfach als Anregungsquelle der schönen Bilder wegen nutzen mag.

Kann man sich dann beim Stöbern nicht schnell entscheiden, kein Problem, es sind Hocker da, auf denen man sich zum Blättern niederlassen kann oder auch Tische, auf denen man mehrere Bücher zum Vergleich nebeneinander auslegen kann. Und sich in Ruhe entscheiden.

Das Engagement für Handarbeiten dieses Buchgeschäftes merkt man auch daran, daß Samstag im Laden entweder ein Strickcafe oder (einmal im Monat) ein Stickcafe zum fleißigen gemeinsamen Nadel schwingen „tagt“.

Adresse: 37, Avenue de l’Opéra 75002 Paris (Metro Pyramides)

(Wer nicht in Paris ist, kann die Webseite besuchen. Dabei gibt es sogar eine eigene Site für die Hobbyabteilung.)

Craft-Book Shopping in Paris: Brentano’s

Writing about an English bookshop is maybe a good starting-point for an english post in this blog…. :o)

Paris has several english bookshops, but this one is crafters heaven. You cross the shop until you think it’s the end of it, then one or two steps more… and you’re in an amazing crafts department. A whole room, shelves exclusively reserved for books about knitting, crocheting, quilting, embrodery,… and some other crafts. Most of them are in English, but of course also in French and even japanese! (They have very instructive pictures, so I think one can well use them without the ability of reading japanese.)

Odds are definitely against getting out there without having found something one absolutely needs. :o)

address: 37, Avenue de l’Opéra 75002 Paris (Metro Pyramides)

(Is you’re not in Paris: The have a website and the crafts-department has a site of it’s own

Revue de Presse: Burda modemagazin Juli 2007

Verspätete Züge haben immerhin den Vorteil, daß viel Zeit zur Zeitschriftenlektüre bleibt…. ich habe mir das diesmonatige Burdaexemplar also besonders intensiv zu Gemüte geführt.

Vom Titelbild grinst mich schon mal ein an BB erinnerndes Schmollmündchen an. Leider wirkt es nicht einen Bruchteil so verführerisch wie beim Original, sondern eher leicht debil. (Arme Models, was die alles mitmachen müssen….) Ein genauerer Blick zeigt, daß das Allsommerliche Safarithema wohl in diesem Monat mit Animalprints umgesetzt werden soll.

Das weitgehend inhaltsfreie Editorial versucht mal wieder durch sinnfrei eingestreuten Großdruck zumindest ein abwechslungsreiches Buchstabenmuster zu bieten. Oder gibt es da einen anderen Grund für? Die Semantik (oder ist das die Semiotik? Das konnte ich mir noch nie wirklich merken…) ist immer noch nicht besser geworden, diesen Monat gibt es einmal den „Hut des Monats“. Wann war doch gleich wieder Ascot? 😀 Wobei der Strohborsalino ja voll auf meiner Linie liegt. Muß nicht von Ralph Lauren sein, die Provencalischen Märkte waren voll von Strohhüten im Herrenhut-Stil. Und es war sonnig dort, im April. (Genau, seither habe ich auch einen Strohhut… *g*) Wenn das Wetter hier allerdings so weiter macht, dann ist eindeutig eher der Südwester angesagt, in diesem Sommer.

Der Farbtrend ist rosa. Kann ich ja an sich gut mit leben. Wobei der Crash-Batist von Modell 119A jetzt kein „must“ ist. Und durch die Kräuselung gewinnt  die Bluse auch nicht. Kleid und Rock mit Blumenprint finde ich hingegen extrem süß. Nicht für meine Figur, aber sonst… Bluse 101 mit dem Raffausschnitt… wo soll da denn der „Hauch Hawaihemd“ sein? Weder sind charakteristische Elemente des Schnittes vorhanden, noch hat der Stoff irgendeine Ähnlichkeit mit Hawaihemden. Ich meine… nicht jeder Druck wird zum Hawaidruck, indem man das Modell irgendwo vor eine Palme stellt… Daneben wird der Crash Batist noch mal zum Ballonrock vergewaltigt. Ne, nicht wenn man älter als zehn ist… aber Mode muß ja immer einen Anteil für die Leute haben, die sich gerne lächerlich machen wollen… *g*

Ach, wie überraschend, die Accessoires zu pastelligem Rosa sind Blumen und Schmetterlinge. Wobei.. Schmetterlinge sind dankbare Motive für alles. Faszinierend auch, wie häßliche Schuhe man für teueres Geld kaufen kann…

Wickeltop in bauchfrei.. sieht irgendwie so aus, als ob es am Modell schon über der Brust spannen und unter der Achsel kneifen würde,,,

Der lifestyle ist gelb in diesem Monat. Also gibt es sicher Zitronenförmige Sachen udn Bananenförmige… ja, was sonst? Und ein sußes Badeentchen mit eingebautem Thermometer. Wenn ich baden würde… das könnte mich locken. Schon irgendwie süß.

Ah, die Anmial Prints kommen zum Thema „City“. Öh.. und warum räkelt sich das Modell dann mit bis zum Bauchnabel aufgeknöpfter Bluse auf grünem Rasen?  Offenburg scheint eine interessanter Stadt du sein, als ich bislang dachte. Wenn die Leute da so rumlaufen.

Oder es ist keine Stadt und wir sehen mal wieder „Kleinstädters Phantasien vom Leben in der großen Stadt“… *g* Dabei gehen die chrmanten Details des Leinenrockes, die fein ausgefranste  Kante und die Eingrifftaschen beinahe unter. Im gleichen Stil auch eine Jacke. Die dann allerdings nur bis Größe 44, der Rock geht bis 46…. Shirt mit Rückenausschnitt und Schleifchen. Hm. Muß ich erst mal drüber nachdenken. Über den gerafften Ausschnitt mit tiefen Einblicken hingegen nicht. Der mag geeignet sein, sich damit auf einem Flokati zu räkeln, aber als angemessene City-Bekleidung… ? Bei Bluse 113 trägt das Modell wenigstens noch was drunter (das soll ein BADEANZUG sein???? Ich will’s nicht wissen…) Trotzdem viel Aufwand für was, was wie ein Sack rumhängt. Gut, ein Sack aus Batist. Dennoch… ein Sack. Kleid 118 hingegen.. schön. Auch pfiffig und gleichzeitig tragbar dekoriert. Und die Schnittführung… wie man da wohl eine FBA macht? Und wie das aussieht, wenn auch Figur drin ist? Naja, bei Größe 42 ist Schluß, das enthebt mich doch jeglicher Überlegung. Das Modell zumindest ist flach wie ein Brett. Denn an Top 111 verlaufen die Querstreifen ganz gerade über ihren Brustkorb. Immerhin, man erkennt was auf dem Bild. Was man von der Bermuda daneben nicht sagen kann..

Ah ja, Kaufen kann man die Prints auch. In verschiedenen Formen. Das Cavallimieder hat ja wirklich was. Wenn man die Figur dazu hat… Und die Zehenhänger aus kuscheligem Leoprint sind schon auch irgendwie nett.  (Und wie nett sie daneben noch zusammenhangslos ein Bild von irgendeiner Fernsehmoderatorin geklebt habe. Die haben wohl die Photographen der Bunte mal irgendwann, irgendwo mit tierischem Druck auf dem Kleid geknipst.

Ach, der tiefe Raffausschnitt schon wieder… diesma ergibt er so eine Art Baudoir-Look, wenn ihr mich fragt. (Ich weiß, tut keiner.) Der Schnitt ist also doch noch zu retten. Zu welchem Anlass auch immer man so einen Ausschnitt trägt. BH paßt ja auch keiner drunter. (Ich würde wirklich mal gerne die Burda-Redaktion kennenlernen, wenn die da alle so rumlaufen… muß ein interessanter Ort sein. *g*) Toile de Jouy? Ach nein, Porzellandruck, lautet das Thema diesmal. Trotzdem irgendwie ähnlich im Stil.

Wieder das Shirt mit Schleifchen im Rücken… sehr schöner Stoff, so in blau-weiß… Top 109 mit Spitze und Schnürung sieht wahnsinnig interessant aus. (Jaja, nur bis Größe 42…) nur wie der Ausschnitt aussieht, wenn man sich drin mal bewegt… das wäre noch spannend zu sehen. Der ärmellose Blusensack bleibt hingegen Sack, egal mit welchem Muster. Obwohl, nein, hier sieht er wie ein verzogener Bluson aus. Und das Top mit der Wickeloptik sieht aus der Perspektive nicht einladender aus. Oder nur wie eine Einladung an die Oberweite, herauszufallen. :o) (*Wörgs* Wo sie nur immer diese gruseligen Schuhe her haben…)

*Aua* Allmählich wird das Sprachgefühl der Redaktion unerträglich. „Schuhting“ Stars. Da WAR aber jemand kreativ. Ich geh mal ’ne halbe Flasche Sekt trinken, dann finde ich es vielleicht auch lustig. :-/ Die abgebildeten Plateausohlen und/ oder Keilabsätze hingegen…   ne, immer noch nicht lustig. Gut das Straßbesetzte Channel-Paar vielleicht. Die sind komplett bescheuert, aber so bescheurt, dß sie schon fast wieder gut sind. (Und wer keine 3250 EUR für Sandalen übrig hat… ich nehme an, mit Billigsandalen und Billig-Glitzersteinchen läßt sich ein ähnlicher Effekt erzielen.) Ballerinen? Ja, das liegt mir schon eher. Die mit Erdbeeren sind ja wirklich… Ich hoffe nur, daß ich die in keinem Laden sehe, bei Erdbeeren werde ich so leicht schwach. Und das verkraftet das Haushaltsbudget zur Zeit nicht mehr. Und dann noch mal flache Latsch-Sandalen. Bei soviel Geld für so wenig Riemchen auch eher als Anregung, schätze ich. Riemen raus und Polyestertuch rein kostet vermutlich weniger als 370 EUR und sieht genauso bescheuert aus. *gg*

Ah ja, Werbung für den Internetauftritt.

Oh, Text. So richtig, mit Buchstaben, wenig Photos und über zwei Seiten. Ein Interview. Daß ihr uns Leserinnen da mal nicht überfordert…. „Wer sich richtig anzieht, hat es leichter im Leben.“ Ja, meine Rede, kann ich Frau Bonneau nur zustimmen. Im Detail allerdings mal wieder die bunte Mischung von „Mode“ und „Stil“. Dabei sind Mode und Stil natürliche Gegner… (Mode will, daß die Menschen hinterher denken „Tolles Kleid, will ich auch kaufen.“ Stil ist, wenn die Leute hinterher denken „Tolle Frau. Was sie anhatte? Kann ich mich jetzt gar nicht dran erinnern. Aber eine tolle Person!“)

Als Basics werden dann die Schnitte noch mal präsentiert. Bluse 119 sieht auch in grüner Popeline nicht besser aus. Der Häkelrock (das ist GEHÄKELT???) hingegen… erstaunlich gut. Wie Tweed irgendwie. Allerdings muß man Lochmuster bis in Höhe der Unterhose sicher auch mögen, oder? Ach… und Omas Häkeldeckchen kommt als Pulli wieder. Bißchen arg viele Löcher, oder? Ich meine, ich finde so feine Muster alter Häkelspitze toll… aber wenn man das mit dickerer Nadel (also dicker als 0.75) arbeitet, dann werden die Löcher auch arg groß. Man könnte auch sagen, das Motiv rückt ewas arg weit auseinander… Als „basic“ würde ich so ein ausgeflipptes und auffälliges Teil allerdings auch nicht bezeichnen…?

Oh, ein Kimono auf Bauchhöhe gekürzt und mit Gummismok auf Taille gebracht. Mit Schluppe! (Zumindest nannte meine Oma so angenähte Bindeschleifen so…)  In der Mode ist doch nichts häßlich genug, daß es nicht wiederkäme. Und die Schleife auf der Brust bei Bluse 106… Ready to unpack… aber so zur Arbeit?

Wunderschön (wenn auch LEIDER nicht meine Größe und Figur) das Kleid von Stella Cadente. Aber zum Anregen sollte ich vielleicht doch mal vorbeigucken, wenn ich wieder in Paris bin. Gibt es eigentlich auch eine Adresse? Der Canal St Martin ist lang… (Naja, nicht sehr lang für einen Kanal. Aber lang genug um sich Blasen zu laufen, wenn man entlangschlendert.)

Was hat die „szene“ zu bieten? Hm… alles in Süddeutschland oder gar in Österreich. Nicht interessant.

Die „Reportage“ (zwei Seiten, davon eine ein großes Photo) über Meißener Porzellan passt zwar zum Modetrend, lehrt aber nicht viel neues. Und zumindest die abgebildeten „modernen“ Designs hinterlassen doch deutlich nostalgisches Flair. Da träume ich doch lieber weiter von KPM-Porzellan…

„Mode-Ideen“ zeigen was mit mit einem jener Souvenirtücher machen kann, die man überall auf der Weltbekommt. Ich erinnere mich dunkel, in einer alten Zeitschrift aus den 50ern auch schon solche Ideen gesehen zu haben. Viel neue Ideen sind nicht dazugekommen… :o)

Die Raterubrik… wer ist wohl dieser „star“ und woher kenne ich sie nur nicht? Ich gucke zu wenig fern, offensichtlich. Aber wo wahnsinnig viel „style“ ist auch nicht drin. Die Frau ist gut in Szene gesetzt, ohne Zweifel modisch, aber Stil sollte doch irgendwie eine Linie erkennen lassen? (Aber vielleicht steht „style“ ja nicht für Stil, sondern für was ganz anderes… Geheimnisse der Burda-Sprache…)

*Örks* Statt „Modeberatung“ sollte man das wohl besser „Modeabratung“ nennen. Dieses Boule-Shirt… das kann ja die beste Figur versauen. Gut, wenn jemand keine hat.. aber ich bin mir sicher, auch da lässt sich noch was verschlechtern. Und Ballonrock ins Büro?? Am besen noch mit diesen Peep-Toe Schläppchen, die unterwürfiges stöckelschlurfen vor dem Chef garantieren und dem Kunden klar machen, daß der Kopf schon im Urlaub ist…

Ach, da ist ja auch schon die PLUS Mode, Jacke 123 aht sehr viel Potential. Mit der Schnittführung geradezu prädestiniert, eine Winterjacke mit Pelzbesatz draus zu machen. Oder meinen Chenilleschneider….? (Frau mhs, bitte erinnern sie mich regelmäßig an die Paßform meiner letzten beiden Burdajacken. Vielleicht finde ich ja wo anders einen ähnlichen Schnitt…) Auch das Spitzenkleid mit Unterkleid…. sehr schön. (Und aus anderen Stoffen sicher auch bürotauglich zu bekommen…) Sallie Sahne diesmal wieder sehr schön. (Frau mhs, erinnern sie mich bitte noch mal….)

Wie geschmackvoll, nach der XXL Mode der Trend zur XXL-Tasche. Praktisch, ohne Zweifel. Allerdings verraten die Promifotos auch, daß es an den meisten Frauen offensichtlich nicht gut aussieht. Außerdem bekommt man eine sehr große Tasche so schwer hochgehoben, wenn sie voll ist. (Ja, ich würde ganz sicher auch die riesigste Tasche voll bekommen…)

*Blätter* Frisuren *blätter* Parfum *blätter* die altbekannten Schminktips *blätter*  als redaktioneller Beitrag getarnte Werbung für Nahrungsergänzungsmittel *blätter* *blätter* STOP!

Reisebericht über Stockholm…. da ich Stockholm nicht kenne, finde ich den Bericht recht nett. Er mach immerhin Lust auf ein Wochenende da. Aber Schweden ist doch recht weit.

Wow! Die Kindermode knallt! Mir gefällt es so bunt. Und die Schnitte sind einerseits einfach, aber mit genügend Teilungsnähten, daß man Farb- und Mustermix nach belieben betreiben kann. Oder auch nur verschiedene Töne einer Farbe benutzen.  Regenogenkleid 133 finde ich ganz besoinders toll.

Kommt noch was? Ach ja, Ein Tag am Meer als Kreativteil. Naja, nicht sehr spannend. Und wer schon mal versucht hat, einen klapperigen Tapeziertisch als Eßtisch zu verwenden weiß, was von den Tips zu halten ist…. :o) Noch ein paar Outdoormöbel zum Kaufen, aber umsere Terrasse ist schon voll… und schon ist es überstanden zu Ende.

Mal sehen, was der August bringt. Vermutlich wieder Herbstmode. Aber jetzt warten wir erst mal auf den Sommer…