Aktueller Nadelblick

Diesmal unter dem Motto „the ugly side takes over“…

StopfwäscheLetztes Jahr hatte ich ja so viele nette, aber auch jeweils eilige Projekte, das für eine Sache gar keine Zeit blieb. Die Stopf- und Flickwäsche. Die wuchs inzwischen zu einem kleinen Gebirge heran. Und die arbeite ich im Moment dann ab. Ein bisschen ist schon weg… (Und allmählich ist es auch dringend, ich mußte im Herbst schon eine neue Jeans kaufen, weil inzwischen wirklich alle Jeans auf diesem Haufen sind…. und mit Schlafanzügen bin ich auch inzwischen knapp…)

SockeBeim Stricken gibt es im Moment immer noch oder wieder Socken. Mein Bruder will ja zum Geburtstag wieder welche… da er da Sneaker Socken will, sollten die auch pünktlich fertig werden.

(Das Garn ist ONline Supersocke Cotton mit „mock cables“. Sieht aus wie Zöpfe, wird aber durch zusammenstricken und rausstricken erzeugt. Eigentlich bin ich ja immer für „richtig“ statt pfuschen, aber es war eine gute Idee, das mal an einer Socke auszuprobieren. Denn diese „falschen Zöpfe“ haben den Vorteil, dass sie sich nicht so zusammenziehen wie echte. Das eröffnet natürlich doch wieder ein paar Designmöglichkeiten.)

SockeUnd… Überraschung… noch eine Socke.

Das hätte das Weihnachtsgeschenk für meinen Bruder werden sollen, die Idee habe ich dann aufgegeben und ihm stattdessen ein paar leckere Pestos vom Weihnachtsmarkt gekauft. Wobei er da tatsäclich leicht enttäuscht guckte…

Da aber Weihnachten auch dieses Jahr wieder kommt, werde ich sie (nach den Geburtstagssocken…) fertig stricken und er bekommt sie halt dieses Jahr. Wobei er auch schon wieder alle Mützen kaputt hat (wie auch immer er das schafft…), wäre eigentlich das erst mal wieder dran. Mal gucken.

(Garn ist hier Schachenmayr Regia 4fädig „Metropole Color“)

Schön wäre, wenn ich die Flickwäsche am Ende des Monats weg hätte… und mich dann endlich dem nächsten „richtigen“ Projekt zuwenden könnte…

Überbleibsel

Remnant

TascheDie Jacke ist zwar noch lange nicht fertig, aber die ersten Reste habe ich schon produziert.

The jacket I am working on is far from being done, but I’ve already produced a remnant.

Wenn eine Jacke asymmetrische Taschen hat, dann sollte man auch darauf achten, eine linke und eine rechte zu machen. Statt zwei rechte….

If you make a jacket with asymmetrical pockets you should take care to make a left one and right one. Not two right ones…

Natürlich ist es mir erst aufgefallen, als ich es liebevoll aufnähen wollte… Also die ganze Fitzelarbeit für die Blasebalgtasche noch mal…

And of course I only realized it when I wanted to sew it on… So back to square one and cutting, marking, pressing,…. for the bellow pocket again…

Revue de Presse: Burdastyle Juni 2013

Titel Burdastyle Das ist mal wieder so ein Titel mit einer seltsamen Farbgebung… 50er Jahre Pastell-Eiscreme Farben? Naja, Frisch ist er zugegebenermaßen.

Das Editorial weist diesmal auf einige Nähevents von Burda in München hin. In der Hinsicht ist der aktuelle Redaktionsstandort natürlich von Vorteil, einfach mehr Leute vor Ort…

Aber erst mal auf zum fröhlichen Basteln, auch „kreativ-trend“ genannt. Volants als Trend mag ich, die Colorblock Variante mit der bunten Abseite gefällt mir auch in der Burdavariante gut. Das T-Shirt geschnibble weniger. Großformatige Früchjte verwurstet Burda zu Accessoires. Die Idee finde ich nicht mal schlecht (so als Gag für den Sommer), die Umsetzungen reißen mich leider nicht. Und mit Sprühfarbe und Schablonen arbeiten… nun gut, gerade nicht super neu, oder? Auch wenn die „Drehschablone“ in der zweifarbigen Anwendung so ganz raffiniert ist.

„Aus alt macht neu“ hat so was von 70er und Ibiza, aber an einer sehr jungen Frau oder eher einem Teenager sieht so ein Spitzeneinsatz in der Jeans Shorts sicher attraktiv aus. (Zumindest bis zur ersten Wäsche, wenn die weiße Spitze dann auch blau ist…)

Kleid Burdastyle Die erste Modestrecke nennt sich „Love Story“ und soll irgend einen Bezug zu Romy Schneider haben. Gut, irgendeinen Text muß man sich ja immer aus den Fingern saugen.

Kleid 102 ist allerdings aus meiner Sicht ein Volltreffer. Dezent elegant, nicht übertrieben. Leider nur in Kurzgröße…

Für Shirt 113 muß man die technische Zeichnung angucken um überhaupt zu erkenne, daß es etwas anders ist, als ein beliebiges T-Shirt. Es hat doch glatt Teilungsnähte… Auch die Kombination aus Trapezrock 121 und Bluse 119 gefällt mir in ihrer schlichten Eleganz. Allerdings wollen die abstehenden Tascheneingriffe nicht so recht dazu passen. Hat mal wieder jemand im Rücken die Wäscheklammern zu eng gesetzt= chaneloide Bouclejacke zu sehr kurzen Shorts… jein. Crêpe de Chine Bluse 122 ist doch eher brav und langweilig, da kann mich das Styling auch nicht überzeugen. Und das One Shoulder Dress ist auch so ein „ich weiß nicht“. Ich mag ja Asymmetrien, aber das sieht zumindest in der Bewegung etwas seltsam aus. Oder liegt es am Stoff?

Kleid BurdastyleDafür gefällt mir das schlichte Shiftkleid wieder sehr gut. Und die Zierstiche von Hand sind wieder genau so ein Detail, wie ich es mag.

Auf den ersten Blick gefällt mir auch die Marlenehose. Auf den zweiten dann etwas weniger, denn die aufgesetzten Taschen lassen sie wirken, als sei sie verkehrt herum angezogen.

Nicht überraschen schließt die Modestrecke dann mit einigen Bilder von Romy Schneider und einigen Zeilen, die sie als Stilikone beschreiben. Und… wie praktisch, natürlich gibt es da auch einen Bildband zum Thema zu bewerben.

„Auf den Punkt“ geht es weiter. Das soll wohl auch die Street-Style Strecke sein mit „echten Menschen“ statt Models. Über Das geraffte Top 101A kann man nicht viel sagen, weil das Bild nur etwas zeigt, was eher nach unfreiwillig hochgerutschten Stoffmassen  aussieht. Bluse 118 mit dem kleinen Stehkragen hat einen gut brauchbaren Basisschnitt mit kleinen Brustabnähern. Könnte man sicher auch eine leichte Jacke danach nähen.

Top Burdastyle Sehr gut gefällt mir Top 108 mit dem Doppelträger. Das ist auch was, was man sich relativ einfach aus einem vorhandenen Schnitt basteln kann, falls man nicht ins vorgegebene Größenspektrum paßt. Nur für den BH muß man sich dann eine Lösung überlegen… (Die Clutch gefällt mir übrigens auch, auch wenn die gut versteckt wird…)

Auch nicht schlecht der Tellerrock mit Godets. Wenn ich mit 16 schon gewußt hätte, daß man Tellerröcke dadurch noch weiter machen kann, dann wäre das mein Konzept gewesen! Das Hemdblusenkleid ist eben ein solchiges, wie ich dazu stehe ist ja bekannt. Wenig überzeugend auch Doppelkleid 128. Keine Form und Gummi in der Taille… sieht aus wie für 5,99 der Doppelpack aus dem Textildiscounter. Den Look muß ich dann nicht selber nähen. Pünktchen Shorts sind auch wieder was, wo ich erst mal drüber nachdenken muß. Hat halt immer viel von Schlafanzug. Hingegen gefällt mir das Shiftkleid auch mit Punkten. (Aber wenn man die Teilungsnähte schon akzentuiert, sollte der Brustpuntk auch passen… )

Die Nagellackpräsentation der Beauty-Seite kann ich mal wieder locker überblättern…

„Strandschönheit“ begrüht hingegen mit edlen Roben. Also wenn, dann bestenfalls Hochzeit am Strand oder so. Das Kleid in Kurzgröße sieht in Lang jedenfalls auch sehr gut aus. Die Raffungen kommen an Kleid 101B deutlich besser zur Geltung als am Shirt.
Kleid BurdastyleNoch besser gefallen mir jedoch die Raffungen an Kleid 110, die raffiniert verteilt sind.

Gar nicht gut zur Geltung kommt Jerseykleid 109. Die Trägerlösung ist beinahe wie bei dem gepunkteten Top oben, aber eben nur beinahe und der breite Querriegel ober alle vier Trägerteile sieht völlig dämlich aus. Und zudem wirkt der Lurexjersey auf dem Bild eher wie ein schmutzig grauer Sweatshirt-Stoff.
Kleid BurdastyleUnbestritten roter Teppich reif ist dann die Corsagenrobe 107 für Langgröße.

Das one shoulder Dress überzeugt mich hingegen auch in dieser Länge und aus diesem Stoff nicht. Liegt wohl doch am Schnitt…

Accessoires gibt es dann passend zum Meeresthema. Wobei ich mich den hochhackigen Sandalen nicht entziehen kann… gut, am Strand kann man sie eh nur in der Hand tragen. Wobei… eigentlich eher ein Vorteil, bequem sehen sie nicht aus. Irritiert bin ich nur vom Text: „Slingpumps“??? Weder das eine, noch das andere.

„Neues vom Catwalk“ beweist uns dann wie sehr die aktuellen Modelle Burda inspirieren. Tellerrock mag man oder nicht, falsch machen kann man da nicht viel. was unter „Mermaid“ Kleid gezeigt wird ist natürlich allesamt attraktiv, aber bei Abendroben ih eher klassischen Formen kann man nicht viel falsch machen. Der One Shoulder Trend der Catwalk Modelle ist größtenteils nicht so schlecht. Macht sich wohl ohne Ärmel einfach besser. Die Zipperkleider sind mal ein Trend, mit dem auch sportliche Frauen sich an Kleider wagen können. Nur das Model von Sportmax sieht mehr wie eine Kittelschürze aus. Die Mustershorts sind auch nicht so schlimm, wenn das Stoffmuster nicht so viel von Pyjama hat. Und Shiftdress… na gut, dem kann ich eh nie widerstehen… :o)

„Surfer Girl“ ist dann auch die nächste Modestrecke. Auf den ersten Blick auch so ein 1980er Revival. Übergroße Netzhemden und Neon. Gut, für den Strand… die nächste Frage ist natürlich, warum man sich ein Top nähen soll, das aussieht, wie vom Neoprenanzug, wenn es die Funktionalität nicht hat? Beim Styling des Kleids 125 mit dem „Patronengürtel“ über der Schulter fragen wir uns, ob der Stylist zu viel Lara Croft gespielt hat. Und gleichzeitig alte Bond Filme mit Ursula Andress gesehen… Das asymmetrische Schnittmuster darf wieder als Top und diesmal mit einem Träger auf der anderen Seite. Der auf meinem Bild grün ist, laut Text aber angeblich gelb. Photoshopdeasaster der anderen Art… Dann wieder der Feudel mit Gummizug in der Taille, aus Netz auch nicht besser. Das Minikleid 115 sieht als technische Zeichnung durchaus interessant aus. Angezogen aber etwas bla… hängt lustlos rum und man weiß nicht, ob es zu weit ist oder so sein soll. Noch mehr 80er Reminiszenz beim transparenten Blousond und dem Jerseyröckchen. Shirt114 und Radlerhose 126 könnte man hingegen vielleicht als Vorlage für echte Funktionskleidung nehmen? Und das Tanktop 160 ist vermutlich auf der Höhe der Mode, aber ich hätte es fast versehentlich überblättert. Überzeugt nicht. Irgendwie.

Auch die bunte Beauty-Seite darf großzügig überblättert werden.

Das „modelexikon“ befaßt sich mit dem Buchstaben „D“, nicht überraschend. Und wie meist nicht sehr aussagekräftig.

Als „dream team“ dürfen dann Mütter mit ihren Töchtern ran. Und auch diese Modestrecke bestätigt mich in meiner Ansicht, daß ein Schnitt entweder an der Mutter oder an der Tochter gut aussehen kann. Bei dieser Strecke gewinnt die Tochter (Gr. 104 – 128), an Mutter sieht es leider durchweg lächerlich aus. Es sei denn, die Mutter ist nicht älter als 16, aber die Kombination ist auch nicht ideal. Die eher kittelig niedlichen Mädchenkleider haben zwar was antiquiertes, sind aber dafür entsprechend kindgerecht.  Immerhin fällt die Stoffsuche leicht, die Muster werden nämlich selber aufgedruckt bzw. gefärbt.

„Leichter Drucken“ ist dann auch das nächste Motto. Tips und Tricks wie man gernell am besten auf Stoff druckt sucht man vergebens, aber es gibt einige Beispiele, welche Gegenstände man so als „Druckstock“  benutzen kann.

„Best of Styling“ nimmt sich diesmal eines Sternbedruckten Rocks aus der Mutter-Tochter Strecke an. Da ich den Rock schon wenig „erwachsenenschön“ finde, ist das natürlich schwierig. Das Urlaubsoutfit geht noch als „geschmackssache“ durch, das Business Outfit hingegen ist wohl eher etwas für Leute, die nicht wirklich ernst genommen werden wollen. Und beim Abendoutfit wird der Rock zu großen Teilen unter einer langen Jacke versteckt. Die Schuhe kann ich mir hingegen absolut nicht dazu vorstellen.

Auch die „Nähschule fur Einsteiger“ benutzt ein Kleid aus der Mutter-Tochter Strecke. Von der Geschmacksfrage mal abgesehen bietet der verwendete Baumwollbatist zumindest keine größeren Gemeinheiten beim Nähen. – Das Kleid nach dem Nähen zu bedrucken ist hingegen eher was für Menschen, die den Nervenkitzel lieben. Denn da kann einiges schief gehen und an einem fertig genähten Kleid ist das extra ärgerlich…

Das Vintage Modell kann mich diesmal weniger begeistern. Diese seltsamen Hosen-Westen Kombinationen aus Frottee werden aus Leinen nicht deutlich besser.

Dann endlich der für mich interessante Teil, die Plus Mode steht unter dem Motto „Für alle Fälle“ und soll einen vom Büro bis ins Restaurant am Abend begleiten. Der Ansatz ist zumindest bei mir sehr realitätsnah. Aha, was wie eine Kreuzung aus Kellerfalte und Wickelrock aussieht nennt sich „Scherenfalte“ (oder hat sich Burda das nur ausgedacht?) Aus einem weniger knitterigen Stoff ist das glatt mal ein Ansatz, den ich mir merken werde. Kombinationen aus Tunika und Hose trage ich auch gerne, aber da brauche ich keine neuen Schnitte mehr. Kleid 141 ist nicht schlecht, aber nicht für meine Figur. Mehr für „gleichmäßige“ Frauen, nicht für welche mit dem „dicken Ende“. *gg* Kleid 138 ist auf den ersten Blick atemberaubend. Auf den zweiten wird deutlich, daß der Mantel von Marina Rinaldi der eigentliche Hingucker ist. Aber so was kann man sich ja auch selber nähen. Die Kleider gibt es dann noch mal gekürzt als Bluse, beide Nett, aber nichts davon aufregend. Auf der anderen Seite… fürs Büro sind es nette Teile, mit kleinen Details und nicht langweilig. Hingegen die Zum Kleid verlängerte Tunika hat trotz der schönen Farbe viel von einem Sack. (Und den Saum hätte man wenigstens schön nähen können, wenn schon mit der Maschine genäht.)

Weitere Kaufvorschläge werden als „news“ getarnt. Eine Ausstellung im Fashion Museum in Hasselt… noch bis Februar 2014. Mal sehen, ob ich meinem Liebsten einen Ausflug nach Belgien unterjubeln kann. Textile Architektur würde mich auch interessieren, aber Augsburg liegt gar nicht am Weg… (Dafür kenne ich den Stoff aus Glyzienen schon, der war in der Futuro Textiles Ausstellung in Paris dabei. 🙂 )

Das Deko-Thema kann mich erst recht nicht fesseln. Balkonien ruft im Moment nämlich gar nicht. Und der Stil in neonbuntem krampfhaft DIYigem auch nicht.

Die „Best Sites“ werden wieder großzügig überblättert, eh nur Shopping.

Dann doch lieber den „Atelierbesuch“. Porzellan wie gefaltete Pappe ist beeindruckend, auch wenn es nicht mein Stil ist.

Die Teile in der Patchwork/Quiltabteilung werden immer größer… diesmal ein Sitzkissen. Aus Stoffstücken die eher keine Reste mehr sind.

„Ordnen und Organisieren“ weckt Reminiszenzen an die Grundschulzeit. Wir basteln ein Utensilo aus Klorollen. Oder anderen Papprollen… *gg*

Und dann gibt es noch einen Stoff des Monats. Wieder mal bunte Drucke… allmählich sehe ich mich ja doch satt dran…

Fazit: Einige sehr schöne Kleider, wenn auch nicht für mich. Das inspirirendste im Plus Größen Bereich war hingegend der Kaufmantel…

Die Bilder sind wie immer als Zitate zu verstehen, die Rechte liegen selbstverständlich beim Verlag.)

Revue de Presse: OTTOBRE design woman Frühjahr/Sommer 02/2012

Titel ottobreWie meistens reichte es nur zu einem Griff ins Zeitschriftenregal, Zeit zum Gucken war dann auch erst Zuhause. (Nach einem kurzen Stutzen an der Kasse, kostet die schon immer 8,65 EUR?) Vielleicht ganz gut für den Verlag, denn so wirklich ansprechend finde ich den Titel nicht, eher etwas fad und bieder.

Das Editorial stimmt auf zwei Themen ein, Kleider (das ist ja gut) und eine Garderobe für die sportliche und reiselustige Frau. Oder so ähnlich.

Unterkleid ottobreLos geht es dann aber mit einem Highlight, Unterkleid „Gilda“. Das ist wunderschön und weil es der Figur folgt trägt es auch nicht so auf, wie ein einfaches, sackartiges Modell. Allerdings braucht man Jersey dafür, der ist natürlich wieder weniger fein als eine leichte Seide. Aber ganz sicher stylischer als irgendwelche unter dem Sommerkleid blitzenden Baumwollbustiers. Und bis Größe 52 geht es auch. Sehr schön!

Das Blümchenkleid daneben ist auch niedlich (für jüngere), aber diese halbe Quernaht vorne ist… seltsam? Das Titelkleid steht unter dem Motto „Laundry Day“ und so sieht es auch aus, nach Waschkittel.

Kleid ottobreNiedlich geht es weiter mit „Little Seamstress“ alias Kleid Lavinia. Ich fürchte, der Witz liegt vor allem im Stoff. Der Schnitt ist sehr einfach. Daß er nur bis Gr. 46 vorliegt ist bei dem Stil wohl angemessen.

Bis Größe 52 darf dafür das Ballonkleid getragen werden,  zusammen mit einer zipfeligen Jacke. Das ist wieder nicht mein Stil, auch eher für die „Apfelform“ würde ich sagen, dafür wird es mal wieder an einem wirklich runden Model gezeigt. Und an der Frau sieht es auch gut aus.

Damit wäre dann auch die erste Hälfte durch, mit dem „sportlichen“ Teil geht es weiter. Und, Überraschung, Überraschung, ein formloser beiger Parka. Dazu eine beige Hose und ein schwarzes Shirt was alles aussieht wie vom Teleshop. Zusammen mit dem Katzenbart der Hose stellt sich da doch die Frage, warum man das denn selber nähen sollte? Ich erinnere mich noch an das Kleid mit dem eckigen Rockteilen… das Thema wird diesmal an einer Bluse fortgeführt. Tunika Beverley hat einenetwas arg bunten Stoff, aber auf den zweiten Blick als lässiges Teil für den Urlaub nicht ungeeignet. Vor allem für einen nicht elastischen Stoff… davon hätte ich nämlich noch einige. Oder gleich wieder als Nachthemd…?

Nach den Kleidern im ersten Teil fällt das Fast-Etuikleid Nellie (für Etui ist es irgendwie zu formlos) leider auch ab. zipfelige Jacke, zipfeliges Shirt (das dann in XXL),… ach nö… Die beiden Jersey Shirts auf der nächsten Seite sind hingegen nett. Wie die wohl wirken, wenn der Stoff nicht gestreift ist? (Und warum man das etwas weniger schlanke Model mit Querstreifen um die Hüfte abgestraft hat…?)

Hose ottobreDabei versteckt sich unter den Querstreifen der atraktivste Teil der Hose. Der Verschluss gefällt mir nämlich wirklich gut, mal was anderes.

Hoppla, das war’s schon? Irgendwie ein wenig dünn, für den Preis, muß ich leider sagen.

Aber das Unterkleid ist ein ganz heißer Anwärter darauf, tatsächlich irgendwann genäht zu werden und ein so schönes habe ich in meiner Größe noch nicht gefunden. Mehr als ein Einzelschnitt hat es dann auch nicht gekostet. 🙂

(Die Bilder sind wie immer als Zitate zu verstehen und die Rechte dafür sind und bleiben natürlich beim Verlag.)

Revue de Presse: Idees Coutures Broderie, Juin-Juillet 2008

Auch von diesem Heft habe ich mir eine Ausgabe aus dem Urlaub mitgebracht. Das Titelbild ist ja in diesem Eintrag schon zu sehen gewesen.

(Das Motivationsshirt ist photographiert, ich muß nur die Bilder noch bearbeiten. Kommt aber auch demnächst, versprochen!)

Da ich auch keine Bilder im Web gefunden habe, habe ich diesemal zwei Modelle die mir besonders gut gefallen abphotographiert.

idees couture broderieAber fangen wir vorne an… Das erste Thema sind alle möglichen sprenkel… vor allem tierische, ein bißchen Zebra, ein wenig Giraffe,… die Stoffmuster können mich da durchweg nicht begeistern. Schnitte für Hotpants, die mir als Unterhose schon zu klein wären, auch nicht. Ansonsten die Schnitte dazu zwischen schlicht und langweilig… Tunika 5 ist vielleicht ein wenig interessanter. Aber schon mal nicht in dem Stoff.

Die nächsten Seiten stehen unter dem Motto „Einladung zum Dinner“. Kleider heißt das hier. Die gefallen mir schon besser. Unterschiedliche Stile, von jungendlich frecht bis elegant, und die Größen sind von 36-46 vorhanden. (Nicht jedes Modell in jeder Größe.) Besonders den witzigen Stoff von Modell 8 hätte ich gerne… Blümchen und Fahrräder.. süß. Die Schnitte sind eher unkompliziert, die Kleider aber trotzdem elegant und nicht langweilig.

Weiter geht es mit den Farben des Sonneunterganges. Nun, da muß bei den Photos aber gewaltig was schief gegangen sein. Oder der Redakteur war farbenblind… jedenfalls flieder und kalte grüntöne dominieren den Sonnenuntergang genauso wenig wie pink. *g* Dennoch ist das Kleid zu diesem Thema eines meiner Lieblingsmodelle. Eigentlich ganz schlicht, aber das bißchen Chiffon macht es sehr elegant. (Wobei es mir irgendwie bekannt vorkommt… irgendwo muß ich was Ähnliches schon mal gesehen haben…)

ShirtAuch mein anderes Lieblingsstück aus diesem Heft entstammt der gleichen Serie. In dem schreienden Originalstoff sieht man zwar nichts von dem Schnitt, aber die Schemazeichnung hilft weiter…. Das erwäge ich schon mal ernsthaft zu nähen. Ist auch bis Größe 48 im Heft. Allerdings braucht man dazu einen Jersey, bei dem auch die linke Stoffseite halbwegs ansehnlich ist, denn am Ausschnitt sieht man auch diese durch die Drapierung.

„Nachmittag unter Freunden“ scheint was für die ganz Jungen zu sein. Oder die sehr Modemutigen. Immerhin zeigt es, das Sweatshirtstoff auch interessanter verarbeitet werden als zu Jogginganzügen. Trotzdem… einen Ballonrock in knapp pobackenbedeckt muß ich ganz sicher nicht haben…. Naja, Kapuzenweste 17 hat einen ganz netten Ausschnitt… Falls ich mir mal Sportkleidung nähe… (*haha*)

Ganz jung soll die Jeansmode sein. Jeans mit gold… wieder eine Pomanschette mit Ballon dran… nun ja. Glücklicherweise bin ich nicht mehr so jung… Auch die Trainingsanzugsvarianten sind nicht viel besser…. aber vielleicht trägt man in der Disko ja Trainingsanzüge aus pinkem Satin oder Minipumphöschen in türkis. Falls ja will ich da nicht hin. (Und man trägt eindeutig Leggins drunter…)

Schon wieder Jeans. Diesmal eher romantisch. Hemd mit Schößchen und Raffung, noch mehr ultrakurze Röcke (über der Jeans getragen) dazu eine Blümchenbluse. Witzing ist nur das Trägershirt im Schürzchenstil. Nicht für mich, aber wirklich witzig.

Dann kommen noch die großen Größen. So unnütz wie beim letzten Mal, weil die Größen I – IV angegeben sind ohne daß es dazu eine Maßtabelle gäbe. Aber die Schnitte sind auch nicht so spannend. Vergleichbare Röcke aus vielen Teilen habe ich in Fimi und All Woman schon oft genug gesehen. Und auch ein Knotenshirt hat inzwischen wohl jeder, der gern eines hätte…

Tja… das Heft begeistert mich nicht durchweg, aber es sind Sachen dabei die interessant genug sind, um auch nach dem nächsten Heft Ausschau zu halten…

Ehekrise

Mit einer guten Stunde Verspätung komme ich aus dem Stoffgeschäft nach Hause. Dort wartend, ein hungriger Ehemann.

Buch Neben dem Eßtisch. Strafender Blick.

Warum bekommst du ein Päckchen aus Neuseeland?

Öh… wie meinen? In der Tat… ein Päckchen. Aus Neuseeland. Ich kenn da niemanden. Denke ich…. Sieht irgendwie aus wie… Amazon? Ich habe doch nix bestellt…. oder… *kurzimGedächtniskram* nein. Und in Neuseeland schon gar nicht…

Also beherzt zum Messer gegriffen und den Karton geöffnet. Oh, ein Geschenk… für mich? Und.. äh… warum? Und… von wem?

Vorsichtig das Geschenkpapier aufgerissen… Ja, dann wußte ich schon mal von wem. Mir eine Leseempfehlung geben und das Buch gleich hinterherschicken… ganz lieben herzlichen Dank! (Nein, ich sage nicht wer. Ich sage nur, Nähfreunde sind ganz besondere Freunde!)

Das Buch ist atemberaubend! Ich dachte, ich kenne inzwischen die meisten Techniken, doch da stehen noch mehr neue drin. Und Ideen für edle, weil aufwendige und sorgfältig gearbeitete Details. Es ist einfach wunderbar! Und perfekt für mich! Du hattest ja so recht!

Warum… weiß ich immer noch nicht. Aber ich freue mich!

(Und… meine lieber Ehemann hat in Wirklichkeit nicht strafend geguckt, nur neugierig. Er mußte das rätselhafte Päckchen schließlich über eine Stunde angucken, weil ich zu spät war. Und danach hat er Abendessen gemacht. Das sei zu seiner Ehrenrettung gesagt. 😉 )

When I came home that night, more than one hour late from the fabric store, a hungry husband was waiting for me.

Next to the dinner table, a punishing look in his eyes.

Who is sending you a parcel from New Zealand?

What is he talking about? Oh, indeed, there is a parcel. From… New Zealand? I don’t know anybody there. (I think.) It looks…. like Amazon? I didn’t order anything… *thinkingagain* No, I didn’t. And not from New Zealand.

So I took I knife and opened the package. Indeed, a book. In a gift wrap. For me…? Why…? And by whom…?

Carefully I’m tearing away the gift paper… then I knew who sent it. Recommending me, to read the book and then sending it directly… a real wonderfull sewing friend! (I won’t give names.) A really huge Thank You!

I had to start reading the book immediately. It is so breathtaking, so awesome! I thoght I knew most techniques now, but there are quite a lot of new ones, So many ideas and inspiration for working timeconsuming but perfect details! Just the perfect gift! You were so right! Thanks again!

I still don’t know why… but I’m happy about it.!

(And of course my husband didn’t really have a punishing look. Much more a curious one. As I was late he had been eyeing the parcel for more than one hour, because I was so late. And while I started reading, he prepared dinner for us.)