Blümelein am Wegesrand…

Plucking random flowers….

Wir kennen das ja alle. (Denke ich…?) Manchmal rennt man und rennt man und findet nichts. Und ein anderes Mal läuft man gedankenlos durch die Gegend und stolpert quasi drüber.

We all know ist. (I guess…?) Sometimes we are running around like crazy and find nothing. And another time we walk aimlessly and there it is.

BücherUnd so ging es mir diesmal in Paris. Unser Lieblingsmetzger hatte noch zu (wir vergessen doch jedesmal, daß er eine recht lange Mittagspause hat) und so spazierten wir die Straße langsam entlang, wo der Buchhändler allmählich dabei war, seinen Stand vor dem Laden wieder zu bestücken. So lagen da die Handarbeitsbücher mal oben drauf und sowohl die Stickvorlagen aus Indien (die Vorlagen in dem Buch haben mit der Abbildung auf dem Buchdeckel wenig gemein) als auch das Buch über Handschuhe (nach einer Preisverhandlung) in meiner Tasche.

And that is what happend to me in Paris this time. One day we attempted to go to our favorite butcher whose shop was still closed. (We always forget how long his lunch time break is.) So we strolled down the street where the shop for antique books was just about to open the the owner started to arrange the books on the stands outside his door. So the books about craft and costumes were not covered by other topics yet and I found a book with embroidery patterns from India (the patterns inside are quite different from the photos on the cover) and a book about the history and use of gloves. (After some negociation about the price.)

StoffUnd da schätze ich mich schon glücklich.

Lucky me, I thought.

Doch zwei Tage später kam ich an einem Laden mit ungewöhnlichen und ungewöhnlich schönen Stoffen vorbei… nein, die sehen nicht nur so aus wie Stoffe von Chanel und anderen teuren und sehr teuren Designern und Marken. Diese Firma stellt die Stoffe her. Und verkauft manche davon auch in einem Laden.

But two days later we passed a shop with unusual and unusually beautiful fabrics… not they do not only look as if they were made for Chanel and other famous designers and high class prête-à-porter brands. This company actually makes the fabric for those designers and brands and some of them are available at their Paris shop also.

StoffUnd… sie hatten gerade Ballen- und Produktionsreste zum Sonderpreis. 🙂

And they had coupons and remnants from garment production on sale. 🙂

Die Reste haben nicht immer einen graden Anschnitt, aber es waren einige große dabei. Und zwei davon mußten mit. Ich mußte den Stoff direkt aus dem Koffer knipsen, deswegen hat er so viele Knitter… die haben sich aber schon größtenteils wieder ausgehangen.

Those coupons usually have only one straight end, the other one has bigger or smaller parts missing. but a lot of them were still rather large. And two of those had to accompagny me home. I had to take pics directly after getting them out of the luggage, this is why they have so many wrinkles, but most of them are gone by now.

Sind sie nicht einfach…. schön?

Ain’t they just… beauties?

Geschenke für mich…

There were also gifts for me

Nachdem ich jetzt schon gezeigt habe, was ich Weihnachten verschenkt habe, gibt es hier auch endlich einen Blick auf die Geschenke die ich bekommen habe. Zumindest auf den Teil, der mit Handarbeit zu tun hat. 🙂

Weihnachtsgeschenke 2010Now I will finally also show what I got for Christmas. At least the „crafty“ part of my gifts.

The book „The Art of Manipulating Fabric“ has been on my wish list for long and now I finally got it. That is not to read from cover to cover, but to drool over it and then read it in small portions. Because this is information condensed.

Das Buch „The Art of Manipulating Fabric“ ist schon lange auf meiner Wunschliste und diesmal hat sich jemand erbarmt. Das ist jetzt nichts um es von vorne bis hinten durchzulesen, sondern eher um die Bilder zu bewundern und dann in kleinen Portionen zu verdauen. Denn das Buch ist Informationskonzentrat.

Auch schon lange gewünscht und echter Luxus die Schere im Eiffelturmdesign von Maison Sajou. Ein wahres Schmuckstück, fast zu Schade zum Benutzen…

Also among my wishes for some time the small scissors „Eiffel Tower“ from Maison Sajou. Nearly to beautiful to use them.

And then this wonderful fabric with the cutest penguins of all! But this is not only the fabric, no that’s a project bag for my knitting. That was not on my list, the gift was more than unexpected, but crafty friends know what one needs. 😉 And a project bag is really useful, because I use cotton shopping bags which are not always the best choice. But that was not all, the even cooler gift is not visible: My friend will sew me a new fleece jacket. She has chosen the fabric so I am really curious what it will be. Flashy, I guess. :o) I might draw my own pattern for that occasion. That will be worth it.

Und dann noch diesen wunderbaren Stoff mit den süßesten Pinguinen von allen! Aber es ist nicht der Stoff, nein das ist eine Tasche für mein Strickzeug. Die ich wirklich brauchen kann, denn bisher behelfe ich mir mit Leinentaschen, die nicht immer optimal sind. Das Geschenk war nun nicht auf meiner Wunschliste, zumal es völlig unerwartet kam, aber kreative Freundinnen wissen eben eh, was frau so braucht. :o) Aber das ist noch nicht mal das coolste, das coolste ist noch nicht zu sehen: Ich bekomme eine neue Fleece Jacke! Der Stoff ist schon ausgesucht, habe ich erfahren und ich bin sehr gespannt, wie er sein wird. Irgendwas aufregendes, da bin ich mir sicher. Ich denke, ich werde zu der Gelegenheit mal meinen eigenen Schnitt zeichnen. Das ist es auf alle Fälle wert.

Zuwachs…

Growth…

Buch..diesmal für mein Bücherregal (das nicht weniger überquillt wie meine Stoffkisten).

Mein Bruder hat mir dieses interessante Buch geschenkt. Nachdem ich ja schon Bücher über die englische Perspektive auf die Maßschneiderei für Herren habe, befaßt sich das hier (soweit ich es bisher angelesen habe) mit der Herrenschneiderei auf Wiener Art.

Und auch wenn der Titel anderes andeutet, Bilder sind eher rar, der Text ist bislang voll mit Information und wenig Unterhaltung.

Gefällt mir. 🙂

… this time for my bookshelf which is as bursting as my fabric storage.

I got a present from my brother, this very interesting book. I already do have books about the british (and american) view on bespoken suits so this book about suitmaking from a Viennese point of view is a very good complement. (As far as I can say this after having read parts of the first chapter.)

The cover shows a lot of pics, but inside it’s mostly text, high density of information, few entertainment.

I like it. 🙂

Ehekrise

Mit einer guten Stunde Verspätung komme ich aus dem Stoffgeschäft nach Hause. Dort wartend, ein hungriger Ehemann.

Buch Neben dem Eßtisch. Strafender Blick.

Warum bekommst du ein Päckchen aus Neuseeland?

Öh… wie meinen? In der Tat… ein Päckchen. Aus Neuseeland. Ich kenn da niemanden. Denke ich…. Sieht irgendwie aus wie… Amazon? Ich habe doch nix bestellt…. oder… *kurzimGedächtniskram* nein. Und in Neuseeland schon gar nicht…

Also beherzt zum Messer gegriffen und den Karton geöffnet. Oh, ein Geschenk… für mich? Und.. äh… warum? Und… von wem?

Vorsichtig das Geschenkpapier aufgerissen… Ja, dann wußte ich schon mal von wem. Mir eine Leseempfehlung geben und das Buch gleich hinterherschicken… ganz lieben herzlichen Dank! (Nein, ich sage nicht wer. Ich sage nur, Nähfreunde sind ganz besondere Freunde!)

Das Buch ist atemberaubend! Ich dachte, ich kenne inzwischen die meisten Techniken, doch da stehen noch mehr neue drin. Und Ideen für edle, weil aufwendige und sorgfältig gearbeitete Details. Es ist einfach wunderbar! Und perfekt für mich! Du hattest ja so recht!

Warum… weiß ich immer noch nicht. Aber ich freue mich!

(Und… meine lieber Ehemann hat in Wirklichkeit nicht strafend geguckt, nur neugierig. Er mußte das rätselhafte Päckchen schließlich über eine Stunde angucken, weil ich zu spät war. Und danach hat er Abendessen gemacht. Das sei zu seiner Ehrenrettung gesagt. 😉 )

When I came home that night, more than one hour late from the fabric store, a hungry husband was waiting for me.

Next to the dinner table, a punishing look in his eyes.

Who is sending you a parcel from New Zealand?

What is he talking about? Oh, indeed, there is a parcel. From… New Zealand? I don’t know anybody there. (I think.) It looks…. like Amazon? I didn’t order anything… *thinkingagain* No, I didn’t. And not from New Zealand.

So I took I knife and opened the package. Indeed, a book. In a gift wrap. For me…? Why…? And by whom…?

Carefully I’m tearing away the gift paper… then I knew who sent it. Recommending me, to read the book and then sending it directly… a real wonderfull sewing friend! (I won’t give names.) A really huge Thank You!

I had to start reading the book immediately. It is so breathtaking, so awesome! I thoght I knew most techniques now, but there are quite a lot of new ones, So many ideas and inspiration for working timeconsuming but perfect details! Just the perfect gift! You were so right! Thanks again!

I still don’t know why… but I’m happy about it.!

(And of course my husband didn’t really have a punishing look. Much more a curious one. As I was late he had been eyeing the parcel for more than one hour, because I was so late. And while I started reading, he prepared dinner for us.)

Buchdisziplin… Versagen auf ganzer Linie

Nachdem ich ja eigentlich nicht mehr so viele Stoffe horten wollte (will) begann ich so vor drei Jahren, mehr Nähbücher zu kaufen. Nicht unpraktisch, denn zu dem Zeitpunkt hatte ich noch nicht viele.

Inzwischen sind es noch lange nicht so viele wie Stoffe… aber es hat doch so einiges den Weg in mein Bücherregal gefunden, so daß ich auch da eine kleine Sperre für nützlich erachtete. Okay, je mehr man hat, desto wählerischer wird man, denn die gleiche Technik in fünf Büchern erklärt muß ja nicht sein.

Dummerweise gibt es in Paris eine Kette für günstige Bücher (in Deutschland läuft das wohl unter dem Stichwort „modernes Antiquariat“) namens Mona Lisait. Von der sich mehrere Filialen nicht so weit von unserem Appartment entfert befinden. Und die, die am nächsten dran ist… hat immer mal wieder Näh- und Handarbeitsbücher. Auf Französisch und auf Englisch.

Naja, nachdem ich durch die Stoffgeschäfte durch war… so ein kleiner Umweg durch die rue de Rosier ist ja auch ganz nett… am Ende links abbiegen… und *hoppla* was für ein Zufall….. da ist ja Mona Lisait. Gucken wird doch mal rein… einfach mal so… :o)

Bücher aus Paris Tja, raus kam ich mit der großen Tüte…*g*

Und um das klar zu stellen: Ich patche nicht!

Aber Struktur in Stoff bringen… ihn von flach zu mehrdimensional zu bringen… das fasziniert mich schon. Polstern und Durchsteppen ist da eine Möglichkeit, mit der ich mich noch nicht so ausführlich befasst habe. Und ein Thema, zu dem ich wirklich noch nichts habe.

So landete dann als erstes „Quilt Marking“ in meiner Tüte. Es geht nicht nur ums Markieren der Quiltlinien, sondern gibt auch gute Hinweise zur Auswahl von Quiltmustern oder dem Befestigen der Stofflagen aufeinander. Und war recht günstig, also einen Versuch wert.

Trotz „günstig“ immer noch zweistellig war hingegen der Preis der „Fleurs en Patchwork“. Aber so schön und interessant… so gar nicht wie traditionelles Patchwork… auch hier teilweise mit „Struktur“ schon in der Quiltoberseite… ich habe lange gerungen, aber es mußte letztlich doch mit. (Dafür bin ich sogar einen Tag später noch mal zurück, um es zu kaufen… *g* )

„J’apprends le quilt“, also „Ich lerne quilten“ richtet sich zwar an Kinder, gibt aber einen perfekten Einführungskurs zum Thema für Einsteiger. (Aus der gleichen Serie gibt es auch ein Nähbuch für Kinder.) Es werden eigentlich alle relevanten Themen und Techniken gut und anschaulich beschrieben und es sind zudem witzige Projekte dabei. Als Anleitung,oder auch als Anregung. (Das Buch müßte eine Übersetzung aus dem Englischen sein.)

Das Buch über Crazy Quilts, „Borders & Bindings“ sowie die „Eight-Pointed Stars“ entstammten wohl der Raffgier… die waren so billig… ich konnte mich nicht beherrschen. Zumal die Bücher sehr gut sind, behandeln zwar jeweils ein relativ kleines Thema, aber das sehr intensiv. Definitiv mehr wert, als ich gezahlt habe.

Die „101 ideas für Machine Embroidery“ sind eher was für Stickmaschinenbesitzer, aber angesichts des auch sehr günstigen Preises hat es sich für mich trotzdem genutzt. Ein wenig nutzbare Info ist auch für mich drin. (Und wie man Embleme oder Monogramme wo auf welchem Kleidungstück plaziert… das sind Fragen, die sich auch für Applikationen oder freie Stickerei manchmal stellen.)

Der größte Gewinn ist aber das schmutzige, unscheinbare Buch vorne rechts: „Encyclopedie des Ouvrages de Dames“ von Therese de Dillmont. Uralt, über die Jahrzehnte immer wieder neu aufgelegt (Jahreszahl enthält diese Ausgabe keine) und auch in deutscher Sprache erhältlich ist in dem Buch ungefähr alles drin, was man an Handarbeit machen kann: Unzählige Sticktechniken, Häkeln, Stricken, Makramee, Frivolitäten, Klöppeln, Filetsticken,… jeweils mit gut illustrierenden gravierten Stichen von Grund auf erklärt.

Das Buch habe ich auf einem Flohmarkt gefunden und meine liebe Mami hat es mir gekauft, sozusagen als vorzeitiges Geburtagsgeschenk. Beim lesen und stöbern darin ist mir bewußt geworden, wie armselig etwa unsere heutigen Stickmaschinen sind, deren Muster sich im Endeffekt auf Spannstiche und vielleicht mal Kreuzstich beschränken. Dabei gibt es so viel mehr! Stickereien die ganz unterschiedliche Oberflächen und Strukturen ergeben… vieles davon ist maschinell gar nicht nacharmbar. (Anderes… vielleicht wäre es schön, wenn die Digitalisierer(innen) sich einmal so alte Stickbücher zu Gemüte führen würden… manches davon wäre vielleicht machbar…?) Glaubte ich vorher, die feinstens Spitzen seien nur durch Klöppeln ereichbar, belehrte mich das Buch eines besseren. Man kann sie etwa nähen… Nadel und Faden, mehr braucht es nicht. (Und so ein paar andere Sachen zum unterlegen, Stickrahmen,… die Vorbereitungen zum Einspannen eines Stoffes in den Stickrahmen gestalteten sich damals wesentlich auswendiger als heute.) Und Filetkäkeln ist die hohe Kunst des feinen Häkelns? Ach wo… bestenfalls die Spitze des Eisbergs… unglaublich, was man alles machen kann!

Bis heute anwendbar sind übrigens die Tips, wie man mit alter Spitze umgeht, sie wäscht, sie pflegt, die bügelt. Und faszinierend, welche Möglichkeiten es gibt. Motive auf Stoff zu übertragen, wenn man keinen Trickmarker zur Hand hat. Fürchterlich umständlich, aus heutiger Sicht. Aber mancher Kniff könnte auch heute weiterhelfen, wenn alle modernen Techniken gescheitert sind.

Nein, ich werde nicht anfangen, wie wild zu sticken, für feine Nadelmalerei fehlt mir schon das Auge, für Weißstickerei Geduld und die ruhige Hand. Aber trotzdem ist dieses Buch für mich eine gewaltige Quelle der Anregungen… das werde ich ganz sicher immer mal wieder zur Hand nehmen.

(No, je ne regrette rien… )