Königsblau für drunter

Royal blue underneath

BH
Der Stoff war ja immerhin royalblau gewesen und so stand meinem nächsten Unterwäscheprojekt nichts im Weg. Der Schnitt ist zur Abwechslung mal ohne Bügel und mit durchgehendem Unterbrustband. Mein bewährter erster BH Schnitt aus dem Kurs bei Elingeria damals. Wie immer ist ein Untercup gepolstert. Dafür habe ich diesmal Bosal In-R-Form ausprobiert. Es wirkt an der Puppe etwas steif, wie es am Körper wird, wird man sehen. (Die Puppe ist ja nur eine Dekopuppe, die viel kleiner ist als ich.)

Since at least the fabric had been royal blue I could tackle my next dessous project. The pattern is my very first bra pattern from my class at Elingeria ages ago and it’s without wires for a change. One of the undercups is padded like always and this time I tried the Bosal In-R-Form I am having here. At the mannequin it seems a bit stiff, I have not tried how it feels on the body. (And the display dummy I am using is much small then me.)

Bh InnenansichtMaterial hatte ich ja reichlich bestellt… nur Bügelband hatte ich vergessen. Da ich den Rücken aber auch mit hautfarbenem Power Net gearbeitet habe, fällt das dann am Bügelband auch nicht mehr auf. Als Träger habe ich nicht das mitbestellte Material genommen, sondern eines, das ich noch hatte und das mir besser dazu gefiel.

I had ordered more than enough material… but not wire casing. Stupid me. But since I had used skin tone power net for the back part I used also skin tone wire casing. It’s inside. For the straps I did not use the one I had ordered, but another one I already had and which I liked better.

Panties in blauDazu passend habe ich mir drei Panties mit längerem Bein genäht. Statt im Sommer unter dem Kleid noch eine „Reibverhinderer“ Panty über dem Slip zu tragen, habe ich einfach mal drei in passender Länge genäht…

Boring but for the records the three long legged panties. Instead of wearing a longer panty over the normal pantie to prevent chafing under a dress in summer I simply made three panties in the „right“ length…

Darunter: neutral

Below: neutral

Weißes Sommerkleid und ungefüttert…. richtig, da fehlt noch was.

White summer dress and unlined… yes, there is something missing.

Das Unterkleid (getragen und aus dem Koffer…) aus Venezia Futterstoff nach dem bewährten alten Burda 6157 Schnitt. Die Vorderteile schräg geschnitten und sehr kurz, weil ich es oberhalb des Schlitzes enden lassen wollte.

The slip (after being worn and transported in a cabin bag) made of Venezia lining fabric using again my TNT Burda 6157 pattern. All front pieces aare cut on the bias and it es very short because I wanted it to end above the back vent of the dress.

Dadurch rutscht es tendentiell etwas hoch, ich überlege, den Saum noch zu beschweren?

It is maybe a bit too short, because it sometimes tends to ride up a bit. So I am thinking to add some weight to the hem?

Drunter: schwarz

Below: Black

Unterkleid nach BurdaMein schwarzes Wollkleid sollte noch ein Unterkleid bekommen und das ist jetzt auch fertig.

My black woolen dress needed a slip which I’ve meanwhile finished.

Als Schnitt habe ich wieder den bewährten alten Burdaschnitt genommen, nur diesmal aus Venezia statt aus Seide. Außerdem habe ich alle Teile im „normalen“ Fadenlauf zugeschnitten. Ich bin mir nicht sicher, ob es daran liegt oder am Stoff, aber es ist deutlich enger, als das andere. Oder ich war bei den französischen Nähten etwas schlampig…

The pattern is again this OOP Burda patter only this time I took Venezia lining fabric instead of silk and all pieces were cut on grain. I don’t know if this is the reason or because the lining fabric is firmer than the silk but the dress is quite tight. Or maybe I was a bit sloppy when doing the french seams…

Spitzendetail am AusschnittDen Ausschnitt habe ich diesmal nach außen mit etwas Klöppelspitze verstürzt. (Ich glaube, ich weiß auch noch, von welchem Projekt die übrig ist… dürfte so in den 1990ern gewesen sein.) Der Rest ist wieder mit Dessousgummi eingehalten, allerdings sehr stark, denn länger war der Gummirest nicht.

For the front I used some lace remnant. (I think I still know for what project the lace had been purchased… must have been in the 1990s…) The rest is worked with dessous-elastic. Only this time I’ve stretched the elastic more, because that was really the last piece of it.

Falls ich dann endlich mal dazu kommen, mir ein Kleid zu stricken, ist das Unterkleid jedenfalls schon da. 🙂

If I ever make it to knitting a dress the slip is already there. 🙂

Elastischer Faden in der Praxis

Elastic thread in use

Einem ersten Test hatte ich den elastischen Nähfaden von Alterfil ja schon unterzogen, aber jetzt durfte er sich auch mal in der Praxis beweisen. (Und damit ihr seht, daß ich außer Urlaub machen auch noch was tue. 😉 )

I had done a first test of the elastic sewing thread from Alterfil a while ago. But now it was time to use it for a real project. (And you can also see that I am not only going on holiday but that I’m also sewing. 😉 )

WäschesetAlso diesmal ein großes Wäscheset: 3 Panties nach dem bewährten „Bastelschnitt“, ein „Anti-Reibehöschen“ nach dem ebenfalls bewährten Schnitt von Marinique Langere. Und der BH, auch langweilig nach bewährtem und nicht mehr erhältlichen Schnitt. Den BH habe ich allerdings mit normalem Alterfil“150 genäht, nicht mit elastischem Faden. (Der Stoff und die Zutaten sind von Elingeria. Auch wie immer.)

So a big lingerie set, 3 panties after my often used pattern, a „non rub“ pantie after my usual pattern from Marinique Langere.And the bra, also boring from an often used pattern that is not any longer available. For the bra I’ve used non stretchy AlterfilS 150, of course.(Fabric and other material is from Elingeria. Also like usual.)

Von der Nähtechnik her habe ich wie immer mit Overlockstich und mit Zickzackstich genäht, an einem Panty war ich allerdings mutig und habe auch die Gummis mit normalem Steppstich abgesteppt.

Nothing new in my sewing technique either. Using serger stitch of my sewing machine and zigzag stitch. Only on one panty I wanted to know and topstitched the elastic with a straight stitch.

AbschlüsseDann kam der Härtetest…. Radfahren an der Isar entlang. Ich mache es kurz: nichts gerissen, nichts schneidet ein. Der Faden macht es tatsächlich mit! Im gegensatz zu einem der Taillengummis, der ist dauerhaft ausgedehnt. Aber dem Faden geht es gut. Leider scheint er es nicht in die Produktion geschafft zu haben. 🙁 Doch, dank Regina bin ich schlauer, es gibt den Faden in zehn Farben: im Alterfil-Shop! Noch mal Danke, Regina!

(Im Detail sieht man übrigens, daß meine Panties nicht identisch sind, ich variiere immerhin die Gummis. 🙂 )

And the the wearing test… while cycling along the Isar… In short: nothing did tear, all seams and hems held well. And it was stretchy enough to be comfortable. Bad luck only it seems this product didn’t make it into the production. 🙁 Thanks to Regina in know better know, the thread is available in the Alterfil-Shop! Ten colors are available, thanks again to Regina!

(Here a close up from the panties. They are not completely identical, I vary the elastics at least. 🙂 )

Wie nähe ich einen Herrenslip? – Teil 3

Gummi zum Ring schließenJetzt fehlt eigentlich nur noch ein Gummi am Bund, damit die Hose auch nicht runterrutscht.

Man kann hierzu einen etwas breiteren (ca 1,5cm – 2cm) Haushaltsgummi oder Badegummi analog zu den Beinabschlüssen annähen. Lieber nehme ich aber Bundgummi, wenn ich farblich passenden habe. Da diese relativ schwer zu bekommen sind, kaufe ich da auch einfach mal auf gut Glück und auf Vorrat. (Dieser hier ist auch wieder von ELingeriA) Es gibt sie mit aufgerauhter Rückseite und glatt.

Die Länge des Gummibandes gibt auch hier der Schnitt vor. Je nach Festigkeit des Gummis und Geschmack des Trägers kann man hier aber ebenfalls variieren. Den Gummi 15% bis 20 % kürzer zuschneiden als die Länge der Bundkante ist ein gutes Maß.

Gummi zum Ring geschlossenDen Gummi schließe ich als erstes zum Ring. Dazu lege ich die beiden Enden einfach einen Zentimeter breit übereinander, dann liegt zwar eine Schnittkante außen, der Gummi liegt aber flach und wird so bequemer.

Hier kommt wieder der gute alte Zickzackstich zum Einsatz, Stichbreite wieder 3 (kann auch etwas kürzer sein, etwa 2,5), Stichlänge 2 (nicht kürzer als 1,5). Damit die Naht hält fange ich ein Stück auf dem Gummi an und nähe zuerst bis zum Rand rückwärts….

… und dann wieder vorwärts bis zur anderen Kante und von der aus wieder einige Stiche rückwärts. Wer eine Vernähautomatik hat kann die auch zusätzlich zum Abschluss benutzen, so diese auf dem Gummi keine Probleme macht.

Das gleiche Spiele mache ich dann noch versetzt, so daß auch die zweite Schnittkante des Gummis von Zickzackstich eingeschlossen ist.

(Nachteil gemusterter Bundgummis ist, daß die Stiche recht gut sichtbar bleiben, weil man sich für eine Garnfarbe entscheiden muß…)

Gummi angestecktWie bei den Beingummis werden auch am Bundgummi die Viertel der Gesamtstrecke markiert, ebenso am Bund des Slips.

Anschießend wird der Gummi auf die rechte Seite des Slips gesteckt, dabei den Gummi dehnen, aber nicht den Stoff und mit ausreichend Stecknadeln fixieren.

Beim Anblick des Bildes stellt sich natürlich die Frage: Warum steht der Slip oben über? Muß das so sein?

Nein, nicht unbedingt.

Aber: Der Schnitt, den ich verwende, sieht vor, daß ein Gummiband eingeschlagen angenäht wird. Also ist oben dafür eine Zugabe vorgesehen, nämlich in Höhe der Gummibandbreite. Mein Bundgummi wird aber nur angenäht, würde ich ihn jetzt oben an den Sliprand ansetzen, würde der Slip viel zu hoch.

Ich könnte natürlich auch den Slipschnitt entsprechend kürzen, aber da ich ihn mal so und mal anders nähe, bin ich zu faul, verschiedene Varianten zu machen und muß dann halt bei Nähen an der Stelle aufpassen.

Gummi angenähtDer Gummi muß jedenfalls so aufgesteckt werden, daß seine obere Kante da endet, wo sonst auch die Slipkante wäre. Benutze ich einen Schnitt, der für aufgesetzten Bundgummi gemacht ist, muß ich darauf achten, ob mein Bundgummi die gleiche Breite hat wie der im Schnitt vorgesehene und je nach dem am Stoff Höhe zugeben oder wegnehmen.

Anschließend wird der Gummi einfach von rechts mit einem Zickzackstich aufgenäht, dabei wird der Stoff gedehnt, nicht aber der Gummi. Wie bei den Beinausschnitten schon. Auch hier wieder Stichbreite 3, Stichlänge 3. Wobei man die Stichbreite bei einem gemusterten Gummi ggf. auch ein Stück dem Muster anpassen kann.

Zuerst nähe ich die untere Kante des Gummis auf (hier habe ich farblich passendes graues Nähgarn von Gütermann gefunden) und dann etwa nähfußbreit von der Gummikante weg eine zweite Reihe Zickzackstich. Hier konnte wegen des Musters keine „passende“ Farbe verwendet werden.

Herrenslip fertigZuletzt wird noch der überstehende Stoff innen knapp an der äußeren Zickzackreihe abgeschnitten…. (Dehnt man den Gummi dabei, dann kann man besonders knapp abschneiden, weil der Stoff, wenn die Spannung nachlässt, dann ganz unter die Stiche rutscht.)

… und fertig ist die maßgeschneiderte Unterbux. Für wenig Geld mit wenig Zeit und immer aus dem Lieblingsstoff herzustellen. 🙂