Erholsamster Nähbrunch aller Zeiten…

… war das heute.

Zum einen waren wir nur acht Leute, so daß wir auch mall alle miteinander reden konnten, statt nur in kleinen Grüppchen.

Zum anderen mußten wir nicht zum Buffet laufen, um Essen „nachzutanken“ sondern konnen die Teller mit Lachs, Garnelen, Wurst, Schinken, Käse, Marmelade, Nutella,… und den Brötchenkorb einfach rumreichen.

Und zum dritten hatte ich meine Digicam Zuhause vergessen, weswegen es auch keine Bilder gibt. :o)

Today was the most relaxing „Sewing Brunch“ ever.

Because we were only eight persons, so we could really talk and chat alltogether and not only in small groups-

Because we did not have to get up from the table to get new food from the buffet but had everything placed on the table to pass it around.

And because I had forgotten to take my camera, so no pics from todays meeting. :o)

Außerdem habe ich von Bärbel meine „gepimpte“ Jeans zurückbekommen. Einfach nur genial, was sie damit gemacht hat! (Ich sitzte gerade auf dem Sofa und habe sie an…)

Also I got my jeans back, Bärbel had repaired and „pimped“ for me. I love it, she is so creative! (And I’m wearing it right now on my sofa…)

Revue de Presse: Threads May 2008 (Number 136)

Und weiter geht es mit der Blog Aufholjagd… Nähen oder Bloggen, beides gleichzeitig schafft mein Zeitplan wohl auch nicht. :o) Auch das Aprilheft der Threads liegt schon wieder seit einigen Wochen bei mir. Diesmal Inspiration und Augenzucker pur! Vielleicht nicht alles alltagsnützlich… aber viel zum Gucken.

An Anfang werden wieder einige Autoren der Ausgabe vorgestellt. Eigentlich eine gute Idee, weil man so auch die Artikel besser einordnen kann, wenn man weiß, welchen Hintergrund der Schreiber hat. Und je mehr ich englischsprache Bücher, Blogs und natürlich die Threads lese, desto öfter kenne ich auch mal Namen. Sandra Betzina zum Beispiel paßte natürlich perfekt zu meinem Jeansprojekt.

Danach geht es mit ausführlichen Leserbriefen weiter. Leises Kopfschütteln bei der Vorstellung neuen Nähzubehörs. Einen batteriebetriebenen Spuler um Unterfäden ohne die Nähmaschine aufspulen zu können… darauf hat die Welt gewartet…. *gg* Die bunten Rollschneider sind natürlich nett, zumal ich das Olfa gelb eh nicht gerne mag. Aber deswegen kaufe ich keinen neuen. Wenn das in Deutschland mal zu den Händlern kommt. (Auf der h&h wurden sie aber vorgestellt…)

Was bringen die Lesertips? Die Idee, den Maschenlauf mit Klebeband zu markieren könnte das saubere Zuschneiden von Jerseys tatsächlich erleichtern. Auch die Idee, ein Babyphone neben die Stickmaschine zu stellen, damit man hört, wenn sie fertig ist klingt sehr praktikabel. Wenn ich eine Stickmaschine hätte…

Weiter geht es mit dem Thema bestickter Saum. Das sieht wirklich sehr interessant aus. Und Muter mit gradtich bekommt man ja auch ohne Stickmaschine hin. Allerdings ist die Technik auf Stoffe beschränkt, die nicht ausfransen. Daß das bei Schrägschnitt bei jedem Stoff der Fall sein soll wage ich doch zu bezweifeln….

Die Schnittvorstellung hat mal wieder nicht viel für mich. Das Go Patterns Kleid vielleicht… aber mit der Tasche auf den Hüften…. müßte man ausprobieren…

Die nächsten Tips verbergen sich in der Frage-Antwort Sparte, nur daß diesmal die Antwort nicht von Lesern sondern vom“Experten“ kommt.

Die ausführlich bebilderte Anleitung für Jeansdetails stellt natürlich in erster Linie einen neuen Jeans-Schnitt von Frau Betzina vor. Aber nachdem ich mir den letzten erst Mühsam anpassen mußte, wird es keinen zweiten von ihr geben. Obwohl die dreifach Tasche ein interessantes Detail wäre. Und sonst natürlich nichts wirklich neue, aber wer noch keine Jeans genäht hat, der findet gute Tips.

Danach ist mit der Alltagstauglichkeit erst mal Schluß, dafür wird es um so spannender… Operkostüme. Ein Blick hinter die Kulissen des Kostümdesigns. Faszinierend, wie viel Arbeit und Planung Kreativität erfordert. Und dazu gibt es einige handfeste Tips, etwa worin sich Kostüme von normaler Klediung unterscheiden. Etwa weil sie leicht an verschiedene Größen angepaßt werden sollen. Werde ich selber vermutlich nicht brauchen… aber wer weiß das schon immer so genau im Voraus? 😉

Der nächste Artikel befaßt sich mit der hohen Taille, die man derzeit wieder an vielen Hosen. In den USA nennt man sie offensichtlich „Hollywood Waist“, weil sie sehr galmourös aussehen kann, vielleicht. Eigentlich hatte ich diese Form für mich unter „geht nicht“ abgehakt. Aber da sind sind nicht nur Tips zur Verarbeitung, sondern auch Bilder, wie man die richtige Höhe am eigenen Körper bestimmt… und wenn ich mir das so ansehen… vielleicht gibt es doch auch eine Proportion für mich?

Weiter geht es mit einem genauen Blick auf ein Ensemble aus den 60er Jahren. Susan Khalie nimmt Kleid, Rock und Mantel unter die Lupe. Alle Teile wirken übrigens erstaunlich modern… sowohl der schmale Rock, also auch das geknöpfte Kleid und der Seidenmantel mit den großen Knöpfe. Wenn man pink mag, natürlich, aber das ist ja immer Geschmackssache. Viele Details, etwa eine andere Art eines Knopfloche, die alle absolut zeitlos sind und ich mir jederzeit an anderen Teilen vorstellen kann. Ich liebe diese Beiträge… noch lieber würde ich solche Kleidungsstücke ja selber in die Hand nehmen, aber die Photos sind ein schöner Ersatz.

„Tailoring Series – Part 1“ deutet auf eine neue Serie hin… Details handwerklicher Schneiderverarbeitung, würde ich sagen. In dem Fall eine interessante Innentasche für eine Jacke, mehr oder weniger diebstahlsicher, weil an einer unerwarteten Position. Das werde ich sicher mal ausprobieren, zumal ich Futter ja eh von Hand einnnähe. Und die Idee, die Tasche noch an der Seitennaht zu befestigen, damit sie das Gewicht des Inhalts besser tragen kann… so einfach und effizient. Warum verrät einem das eigentlich sonst keiner?

Der nächste Artikel ist dann zum Ausgleich eher anfängerfreundlich, unterschiedlich gefaltete Arten von Schrägband und verschiedene Techniken, mit Schragband zu versäubern. Auch Schrägbandformer, Schrägbandfüße (ich komme schon mit dem Kappnahtfuß nicht klar, ich glaube, das wäre mir definitiv zu kompliziert… *g*) und anderes nützliches Werkzeug, wenn man mit Schrägbändern einfassen will. Nicht neu für mich… aber eine saubere und ausführliche Zusammenfassung zum Thema.

Wenn die Operkostüme noch nicht spannend genug waren… es kommt bunter. Ein Artikel über Zirkuskostüme….. wenn ich Schneiderin wäre, dann wäre das sicher mein Job… Und sollte ich doch mal ein Faschingskostüm nähen… da sind ein paar Anregungen drin…

Ah ja, die Serie über Handstiche geht weiter. Nich viel neues für mich (außer daß ich dringend mal an der Gleichmäßigkeit meiner Stiche arbeiten sollte….) aber die Technik einen Druckknopf anzunähen werde ich mir merken. Dassieht bei mir bisher nämlich immer sehr unordentlich aus. So wie gezeigt geht das auch schöner. (Und die Bilder helfen wirklich weiter.)

Passend zur Christian Lacroix Ausstellung im Pariser Musee de la Mode et du Textile (die im Übrigen sehr schön war, auch wenn ich mir manchmal einen genaueren Blick auf die ältere Kleidung aus verschiedenen Epochen gewünscht hätte…) noch ein Interview mit einer Pariser Lacroix Verehrerin. Ich gebe zu, so im ganzen ist mir Lacroix oft zu opulent, aber die vielen Details sind einige Blicke wert, man muß ja nicht alles in einem Kleidungsstück umsetzen.

Im gleichen Geist auch die Sparte „readers closet“, aus den Kleiderschränken der Threads Leserinnen. Wobei es diesmal Profis waren, die sich an einer Threads Challenge beteiligt haben, Kleidung von Kunst inspiriert war das Thema. (Wettbewerbe mit so spannenden Themen würde ich mir in Deutschland auch mehr wünschen.) Der „Best Overall Award“ ist auch mein persönliches Lieblingsstück. Aber eigentlich alle Modelle haben inspierierende Details. Mal sehen, was mein Gehirn davon speichert und zur passenden Zeit wieder auswirft…

Oha… es gibt eine Anleitung, wie man einen wolkig gerafften „Wolkenrock“ arbeitet. Ist gar nicht schwierig, wenn man die Anleitung anguckt. Einfach nur so hinraffen, wie man es gerne hätte und dann mit einigen Handstichen jeweils befestigen. (Ja, Handstiche… nicht immer wird es mit der Maschine schöner und besser. 😉 )

Na gut, „Quick to Make“ reißt mich nicht vom Hocker. Ein Stoffrechteck mit Schlitz kann man als Kleid, Rock oder Umhang drapieren. Bis auf den Umhang wirken die Variationen doch alle etwas „akademisch“ auf mich. Es soll eben ein Gemälde reflektieren und ein Kleidugnsstück sein. Etwas gezwungen…

Dafür könnte ich die nächsten zwei Seiten wieder streicheln… um Ikat Stoffe geht es, liebe ich ja sowieso. Mit etlichen Beispielphotos. Die echten Stoffe wären mir natürlich lieber… und das soll ein Modetrend werden? Na ich habe ja noch die beiden Indischen Saris… (also zwei mit Ikat… und noch ein paar andere…)

Tja, das war es schon fast wieder, einige Seiten Werbung, eine Geschichte über’s wiederverwerten beim Nähen und zum Trost auf dem Rücken noch ein dekoratives Details von einem 1940er Ensemble. So sorgfältig gearbeitet und designt findet man heute einfach nur noch Haute Couture, was bedeutet, daß man es im Alltag einfach nicht mehr sieht. Ein Preis, den wir dafür bezahlen, daß Kleidung so billig geworden ist, daß wir uns einfach jeden Saison komplett neu einkleiden können. (Naja, ich bei meinem Nähtempo nicht, aber ich lasse mich ja auch gerne von aufwendigen Details inspirieren.)

Wenn ich darüber nachdenke, wie zeitig die Ausgaben alle gekommen sind, wird die Juli Ausgabe ja hoffentlich nicht mehr lange auf sich warten lassen… *g*

Ich bin ein Hacker!

Nein, ich bin nicht unter die Computergenies gegangen…. :o)

Aber einer kleinen Bastelei von mir  wurde die Ehre zu Teil, auf IKEA-Hacker vorgestellt zu werden!

(Wenn ich sehe, was andere dort an kreativen Ideen zeigen, bin ich doch ein bißchen stolz, auch dort eingereiht zu werden.)

I’m a hacker!

No, I did not become a computer genius by night.

But one of my small crafty ideas appears today on IKEA-Hacker.

(And I’m a little bit proud to be thus honored, because there are so many great creative ideas and mine is just a very small thing.)

Socke, Version 3.2

Es ist ja nicht so, daß ich nur nähen würde, durch die vielen Bahnfahrten stricke ich auch das eine oder andere. Auf feiner Nadel (1,75), trotzdem halten mich nicht alle Socken so lange auf wie diese. Socke, Version 2.3. Zumindest die eine, die andere konnte ich dann ein einem Rutsch durchstricken.

Socken nach JaywalkerAber fangen wir am Anfang an. Überall im Netz tauchten Bilder von Socken mit Zickzackmuster auf. Und irgendwann war ich weichgekocht und wollte auch welche. Zickzackmuster hatte ich ja in ferner Vergangenheit schon mal gestrickt, sollte ich doch noch wissen, wie das geht.

Nach einer Stunde unbefriedigten Rumprobierens begab ich mich dann doch an den Computer, um eine Anleitung zu suchen. Naja, dann war auch schnell klar, was ich falsch gemacht habe.

I’m not only sewing, especially on trains I’m also knitting. Socks, for the moment, with finde needles (1,75 mm). But still not all of my socks take that long. This is sock, version 2.3. At least the first one, the second went without frogging.

But let’s start in the beginning. Since there are so many pictures of beautiful chevron socks all over the web, I decided I wanted that pattern for me, too. Chevron I had been knitting in my dark ages of knitting long ago, so I should still know how to do.

Well, one hour later I decided to look for an instruction on the internet and then it became clear very quickly, what I had done wrong.

Da das Muster an sich also keine Schwierigkeit darstellte, nutzte ich die Gelegenheit gleich, um meine ersten Toe Up Socken zu stricken, also an den Zehen anfangen und dann nach oben.

Das lief auch erst Mal ganz gut. Version 1 strickte sich bis zu Beginn der Ferse (kam dort als Version 1.0.1 an, weil ich einmal drei Reihen zurückstricken mußte, weil ich nicht gut gezählt hatte.) Nur irgendwie war der vordere Teil mit dem Muster länger als die Sohne ohne Muster. Ich strickte noch die ganze Ferse, in der Hoffnung daß sich das dann ausgleichen würde, aber das tat es nicht.

Also habe ich die Socke kompett aufgetrennt. Die Zunahmen an der Spitze, die ich nach einer Anleitung von knitty gemacht hatte, hatten mir ja auch nicht so ganz gefallen.

As the pattern itself presented no difficulty to my I decided to make my first toe up socks. So version 1.0 went fine, becoming 1.0.1 (backstitching three rows because I had not counted well) on it’s way to the heel. Only the chevron part of the socks was longer than the other part. I finished the heel completely in the hope, it might somewhat even out… but it didn’t.

So I frogged the sock completely, as I hadn’t liked the way the increases at the toe were done. (I’ve been using instructions from knitty)

Also begann Socke 2.0, die Zunahmen der Spitze habe ich etwas anders gestrickt und ich habe beim Zusammenstricken ganz fest angezogen, damit das Muster nicht so viel länger wird als die Sohle. Das funktionierte auch ganz gut, bis ich die Ferse gestrickt hatte. Jetzt war die Socke zu eng, denn durch das eng anziehen… genau. Also wieder aufribbeln. Die Spitze durfte aber stehen bleiben, denn die gefiel mir so.

Start for sock 2.0. The increases for the toe were changed to my linking and I’ve tried to knit firmer, to avoid the chevron part to become longer again. This didn’t work perfectly, but better. Only after I had finished the heel the sock didn’t fit over my foot any longer. Of course it’s getting tighter, when you knit firmer… stupid… So frogging. This time the toe was allowed to stay as it was.

Und munter ging es weiter mit Socke 2.1. Die Spitze wurde noch um eine Zunahme erweitert und die Abstände zwischen den Zu- und Abnahmen des Zackenmusters vergrößert. Auch als ich die Ferse fertig gestrickt hatte, paßte die Socke noch über den Fuß. Leider nicht mehr, als ich das Muster rundum strickte… Aufgetrennt diesmal bis einige Reihen vor der Ferse, und durch Zunahmen eine Art Zwickel gearbeitet….

Merrily I went to sock 2.1. I added some increases at the end of the toe, made more stitches between the de- and increases of the pattern. And even after knitting the heel the sock would fit my foot. But only to the moment when the pattern started all around the sock. This pattern has nearly zero elasticity… Again happy frogging until some rows before the heel end adding some more stitches.

Socke 2.2 also. Diese gelang über die Ferse hinweg, bis zum Schließen des Zickackmusters und einige Reihen darüber hinaus. Bis ich merkte, daß meine Wade nicht mehr hinein paßte. Also mal eben bis zum Ende der Ferse aufgetrennt, Maschen zugenommen… Socke 2.3. Diesmal, heureka! wurde sie fertig. *uff*

Die vermutlich einfachste Lösung, nach der Ferse auf dickere Nadeln zu wechseln, die fiel mir erst ein, als ich mit der zweiten Socke fast fertig war… *g*

Sock 2.2. It went over the heel, the chevron pattern could run around succesfully and I went on for a good couple of rows. Until I recognized, that now my calfs wouldn’t fit… Again frogging to the end of the heel, adding more stitches… sock 2.3. Which, eureka! could be finished and did fit.

The idea to change to thicker needles after the heel appeard when I had nearly completed the second sock…

Das Garn das ich benutzt habe ist wieder Trekking XXL von Zitron. Den Farbeverlauf finde ich wunderschön, aber die Filzanfälligkeit des Garnes zeigt sich auch hier. Bereits nach dem ersten Tragen sind Ferse und Sohle leicht verfilzt. Vielleicht werden die Socken dadurch stabiler, aber wirklich begeistert bin ich davon nicht.

The yarn I’ve used was again Trekking XXL from Zitron. I love how the colours develop, but also here the yarn tends to felt. After one day in shoes the heel started felting. Maybe this is supposed to add stability, but still I cannot find that great.

Burda Modemagazin 11/2007, Modell 126 (Kapuzenjacke)

Modellbild von BurdaDiese Jacke hatte ich schon bei der Vorstellung der Catwork Modelle als Zeichnung sehr spannend gefunden. Besonders diese „Kragenkapuze“ hatte es mir angetan. Jedoch fehlte erst einmal der Anlass es zu Nähen. Es sind ja immer so viele andere Sachen dringend(er)…

Und daß, obwohl ich schon beim Erscheinen des Heftes wußte, welcher Stoff es werden soll. Den hatte ich ja schon ein paar Wochen vorher bei Scherzkeks-Stoffe gefunden gehabt.

Doch mit dem Motivationsmonat im April und meiner silbernen Konfirmation hatte ich endlich die Ausrede, mir den nicht ganz billigen Stoff zu gönnen.

Natürlich hatte Burda mal wieder eine nette Hürde eingebaut, der Schnitt ist in Größe 36-42 im Heft, ich brauche bei Burda Größe 48.

Kapuzenjacke vorneAber wie ich ja schon beschrieben habe, konnte ich den Schnitt auf Größe 48 vergrößern und mit Hilfe eines Probemodells anpassen.

(This ist my pattern review, the english version is on Pattern Review.)

Aber auch sonst bin ich deutlich von dem Original abgewichen: Meine Variante ist nicht aus „leichtem Jackenstoff mit etwas Stand“, sondern aus einem weichen, dicken Strick, gefüttert mit Interlock.

Dafür habe ich den Verschluß weggelassen, meine Jacke sollte offen bleiben.

Ich habe den Strickstoff ohne die Belege zugeschnitten, die Nahtzugaben habe ich alle auseinander gebügelt, auch die Abnäher habe ich aufgeschnitten und auseinandergebügelt. Mit Dampf und einem Bügeltuch läßt sich der Strickstoff auch quasi beliebig formen. Allerdings ist es schwierig, den Stoff in Form zu halten, weil er extrem weich ist.

Er trennt sich zwar nicht leicht auf, aber die eingewebten bunten Fäden flusen wie wild, daher habe ich vor dem Nähen alle Kanten (in etwa einem Zentimeter Abstand zur Kante) mit gradstich abgenäht.

(Natürlich mußte mein Mann auf den Auslöser drücken, als ich ihn fragte, wann er denn endlich so weit sei. Und mein Bruder sollte mal wieder Rasen mähen. Das Bild gibt meine Körperproportionen nicht ganz richtig wieder, meine Beine sind länger. *g* Aber ich mag die Jacke, sie paßt, so wie sie ist, auch sehr gut und harmonisch zu runden Körperformen.)

Jacke nach BurdaGenäht habe ich die Jacke mit einem schwarzen Nähgarn von Alterfil in Stärke 120 und einer 75er Superstretch Nadel von Organ. Gemäß dem Motto: Löcher so klein wie möglich halten.

Da der Stoff nicht allzu elastisch ist (möglicherweise ist er nicht gestrickt sondern gewirkt, aber da tue ich mir immer noch sehr hart, das zu unterscheiden), habe ich einen Zickzackstich mit minimaler „Auslenkung“ gewählt, Stichlänge knapp 3, Stichbreite 0,5.

Als „Futter“ habe ich einen blauen Interlock, auch von Scherzkeks-Stoffe gewählt. Genäht hier mit einem 100er Polyestergarn von Ackermann, das ich noch in meiner Sammlung hatte. Hier habe ich die im Schnitt vorgesehenen angeschnittenen Blenden entlang der vorderen Kante angeschnitten. Wobei sich die Blendenweite (ähnlich wie die Weite der Außenjacke) auch nach der verfügbaren Stoffbreite richteten…

Da der Interlock etwas elastischer ist, habe ich hier meinen Zickzackstich auf eine Stichbreite von 1 gesetzt.

Auch hier wurden die Abnäher aufgeschnitten und, wie alle anderen Nähte, auseinandergebügelt.

Viele Nähte waren es nicht, auch wenn mich zuerst die durchgehehnde Naht von „vor der Schulter, über den Halsausschnitt, vor die andere Schulter“ etwas irritiert hat. Aber wenn man sich an die Nahtzahlen und Markierungen hält kommt am Ende tatsächlich ein Armausschnitt mit Kragenansatz dabei raus.

Ich habe die Paßzeichen diesmal nicht eingeknipst, sondern mit Fäden markiert und zwar mit farblich verschiedenen. So konnte ich dann auf einen Blick sehen, was zusammengehört. Kann ich bei diesem Schnitt nur aufs dringendste empfehlen. Denn, wie schon gesagt, es sind kaum Nähte und das Nähen geht daher auch ganz schnell, aber man muß genau gucken, was jetzt zusammenpaßt.

Kapuzenjacke RückansichtDanach wurden beide Jacken entlang der Saumkante rechts auf recht genäht und anschließen gewendet. Der Rest war Handarbeit.

Damit der Interlock den weichen Oberstoff stabilisiert habe ich die Schulter-Kagennaht der beiden Jacken aufeinandergesteckt und dann mit einem schwarzen 150er Alterfil Faden in der Nahtlinie von Hand durchgenäht. (Der extra feine Faden hilft den Stichen auch auf der blauen Seite weitgehend zu verschwinden.

Das gleiche machte ich mit der Kapuzennaht, der Ärmelansatznaht und dem Ärmelabnäher. Die vordere Kante des Wollstoffes habe ich mit Hexenstich am Interlock angenäht.

Zu meiner Freunde reichte das sogar, ich hatte schon befürchtet, ich müßte den Stoff an mehr Stellen durchquilten…

Anschließend habe ich die angeschnittene Blende des Interlock nach außen geschlagen, die Schnittkante etwa einen Zentimeter breit eingeschlagen und wieder von Hand festgenäht.

Zuletzt habe ich am Ärmelsaum Oberstoff und Futter eingeschlagen und von Hand an der Kante zusammengenäht.

Das war’s auch schon.

Eigentlich ist der Schnitt schnell zu nähen, weil er nur ganz wenige Nähte hat.

Die Jacke in der Doppelung ist wunderbar warm, fällt weich und ich kann sie eigentlich zu allem kombinieren: Eleganter zur schwarzen Hose, aber auch zur Jeans, um diese „aufzuwerten“.

Eigentlich nähe ich solche ungewöhnlichen Sachen nur einmal, aber da der Schnitt keine Abnäher und Längsteilungsnähte hat, ist er auch ideal für alle Stoffe deren Druck, Stickerei, Webmuster,.. man nicht durchschneiden will. Und ich habe da ja noch die Ikat-Saris aus Indien…

Schnitt aufgeblasen

ProbejackeNachdem der letzte Motivationsmonat abgehandelt ist, kann ich jetzt auch endlich von der Kapuzenjacke für diesen Monat erzählen.

Da der Schnitt nur bis Größe 42 im Heft war, habe ich ihn brutal auf Größe 48 vergrößert und hier ist dann auf alle Fälle ein Probemodell fällig. Aus einem dicken Sweat, der meinem Originalstoff in Dehnbarkeit gar nicht so unähnlich ist. (Das Lager alter Stoffe von Frau mhs schrumpfte so mit wieder deutlich…)

Now that everything about my March-jeans is told, I can start writing about my hooded jacket for this months „motivation of the month“.

As the pattern does only exist up to (German) size 42 sizing it up to 48 is kind of brute force,,, And this cannot be done without a muslin. Made out of a rather thick sweat knit which has about the same amount of stretch than my original fabric. (The stash of fabrics nobody wants to wear anymore of Frau mhs did shrink a good deal…)

Von vorne sieht das Ganze schon gar nicht schlecht aus. Die Streifen treffen nicht aufeinander, aber das liegt daran, daß ich aus Stoffspargründen und auch wegen der Eile nicht auf den Streifenverlauf achten konnte.

Unten und vorne sind die angeschnittenen Blenden nach außen gesteckt. Unten habe ich die Jacke etwas gekürzt und auch der Ärmel ist zu lang.

Wir haben beim Nähkränzchen eine ganze Zeit über die Länge diskutiert, bei einer warmen Jacke mag ich es durchaus etwas länger. Aber nicht so lange…

The front view isn’t that bad.The stripes do not match, but I had not cut in a way they could… It wasn’t supposed to be wearable and I wanted to do it quickly.

The cut on facings are fold and pinned to the right side of the garment. In front of the mirror I decided to make the jacket about 5cm shorter and I had to shorten the sleeves a good deal.

Together with Capricorna and Frau mhs I discussed quite a while about the sleeve length. On a warm jacket I like a little longer sleeves, but not that long…

Probejacke RückansichtVon Hinten sieht man zum einen mal deutlich, daß die Streifen nicht aneinenader passen können… der Schnitt hat in der hinteren Mitte keine Naht, aber der Probestoff war nicht groß genug.

Was man auch sieht: an den Hüften ist die Weite in Ordnung, aber an den Schultern ist es viel zu weit. Also mal ein paar Falten weggesteckt, die dann auch im Schnitt weggefaltet werden müssen.

First thing you see on the back side is why the stripes can not match at the front… the pattern does not have a seam at the back middle, but the test fabric was not large enough. So there had to be a seam.

The other thing you can see well is that at the hips I need all that fabric, but that’s its to wide at the shoulders. So I had to fold that away in my pattern.

SchnittkonfliktNachdem ich diese Veränderungen alle auf den Schnitt übertragen hatte, sah ich mich allerdings mit einem neuen Problem konfrontiert…

Jetzt überlappten sich einige Stellen, so daß nur noch ein oder zwei Milimeter Nahtzugabe an jeder Seite geblieben wäre. Nicht praktikabel…

After copying all those alteration to my pattern I found an new problem…

Now some parts ob my pettern did overlap (or nearly overlap) leaving something like an 1 or 2 mm seam allowance.

Not good…

SchnittAber kein Problem ohne Lösung…

An der Kapuze habe ich am Hinterkopf „Abnäher“ rausgefaltet. Dadurch wir die Kapuze kleiner und verliert wohl etwas an Reiz, andererseits ist sie im Original sehr groß, was an meinem dicken Stoff auch nicht ganz optimal wirkt. Also kann ich mit dem Kompromiss leben.

Jedenfalls paßt letztlich der Schnitt auf den Stoff, ohne Naht im Rücken. Auch wenn ich den Stoff dazu quer nehmen, also quer zum Maschenlauf zuschneiden muß.

But there is a solution for every problem…

I’ve folded kind of „darts“ in the back of the hood. So the hood is getting a bit smaller, maybe looses a bit of what makes the pattern spacial, but on the other side it is very large which is not the best for my thick fabric. So I can live with that compromise.

And so I was finally able to place the pattern piece on the fabric without unwanted seams. Even though I had to take the fabric „crossgrain“ (if it had a grain, it’s a knit fabric, so it hasn’t.)

Und um die Spannung zu nehmen: Die Jacke ist fertig, ich habe sie am 13. getragen. Die Schnittkritik und die Bilder kommen demnächst.

The jacket was finished on time, I wore it on the 13th of april. Pics of the finished garment and pattern review will come in the next days. I hope…

Kappnaht und Reißverschluss (Teil 2)

Reißverschluss einnähenSo, weiter geht’s…

Der zugesteckte Schlitz wird jetzt umgedreht, die linke Seite lingt jetzt oben.

Nun wird das noch lose Reißverschlußband am Schlitzbesatz festgesteckt. Aber wirklich nur am angeschnittenen Besatz, nicht an der Hose selber! (Versäubert sollte man die Schnittkante vorher haben…)

On we go…

The opening is pinned closed and now you turn everything around. Wrong side of fabric is on top.

Now you pin the still loose zippertape to the cut on facing. But only to the facing, not through all layers and to the pants! (It’s a very good idea to zigzag or serge the edge of the fabric before…)

Reißverschluss einnähenJetzt den Besatz mit dem draufgestecketen Reißverschluß wieder aufklappen und auf dem Reißverschlußband entlang nähen.

Wo genau auf dem Reißverschlußband ist ziemlich egal. Aber nur auf dem Besatz, nicht auf der Hose! Mit dem Reißverschlußfuß geht es einfacher.

Wie man hier noch mal sieht ist mein Besatz etwas schmal, der Reißverschluß paßt gerade drauf. Aber wie ich schon sagte… der Besatz sollte wenigstens einen Zentimeter breiter sein, wenn man Kappnähte macht.

Now you unfold the facing with the zipper tape pinned to it and stitch on the zipper tape.

Where exactely you stitch doesn’t matter. It’s only important, that you sew the tape only to the facing, not to the pant! And it’S easier when you use the zipper foot.

As you can see here ist my facing not really large, it’s not much larger than the zippertape. As I’ve said before… for flat felled seams the facing should be at least 1cm larger…

Schrittnaht nähenNach der ganzen Fiselarbeit kommt endlich wieder eine vernünftige Naht: Die Schrittnaht.

Die Hose im Schritt links auf links zusammenstecken und dann die Seite nach oben legen, wo bereits die Stiche unterhalb des Reißverschlußschlitzes genäht sind.

Die Naht muß genau in dem letzten Stich des kleinen Nahtstückes enden bzw. anfangen.

Danach werden die Fäden beide auf die Seite des Unterfadens gezogen, dort verknotet und abgeschnitten. Ein paar Tropfen Frauycheck vorher schaden nicht.

After all those tiny steps a real seam, at last! The crotch seam.

Pin the pant pieces together, wrong sides facing. The side where the thicker thread of that tiny seam under the opening is visible has to be up. Then stitch.

Here is it important to start or end exactely in the last stitch of that mini seam. Then it loos like one continous seam.

The thread ends are brought to the side of the bobbin thread, then knotted and cut. Some drops of Fraycheck on the knots are nice for those who like security. (Like me…)

Reißverschluss verriegelnTja, und dann geht es wieder mit einem winzigen, aber sehr entscheidenden Schritt weiter:

Ich habe ja einen Reißverschluss verwendet, der deutlich länger ist als der Schlitz. Dadurch kann man den Schieber während des Nähens komplett aus dem Weg schieben und einfacher nähen.

Nun ist der Zeitpunkt gekommen, ihn zu kürzen. Aber vorher sollte man auf alle Fälle das Ende verriegeln.

Normalerweise genügt es dazu, einen Zickzackstich einzustellen, die Stichbreite auf etwas breiter als die Reißverschlusszähnchen stellen und die Stichlänge auf null.

Einige Stiche nähen, dann vernähen und den überstehenden Reißverschluss abschneiden.

Hier habe ich allerdings das Problem, daß meine Zähnchen sehr breit sind, breiter als der Zickzackstich. Also benutze ich meinen Stopffuß, stelle Stichlänge und Stichbreite auf null und bewege den Stoff von links nach rechts…. in meine extra starken Metallzähne sollte man nicht reinnähen, sonst ist die Nadel hin…

Again a small but very important step: I prefere zippers that are much longer than the opening, because then I can bring the slider part down while sewing and it is not in my way when I’m stitching.

So now is a good moment to cut what is too long. But not without securing the end first.

Normally you would just put the zipper under your pressure foot, choosing a zigzag stitch that is larger than the zipper teeth, set the stitch length to zero and make some stitches. Then secure the stitches and cutting the to much of the zipper.

Only in this case the zipper teeth are larger than my largest zigzag… :o) So back to my darning foot, setting stitch length and stitch width to zero and movin the zipper from left to right. And avoiding the extra strong metall teeth… because this would mean needle break…

Innere BeinnahtUnd wenn das gemacht ist, kann man die Kappnaht im Schritt auch endlich fertig nähen.

Dabei habe ich dann auch bemerkt, daß hier die 1,5cm Nahtzugabe wirklich nicht reichen. Schon nach dem ersten Tragen und erst recht nach dem ersten Waschen waren einige Fransen unauffällig mit Fraycheck zurückzuschieben und mit einigen dunkelblauen Handstichen durch die Kante zu befestigen.

Aber mit 2xm Nahtzugabe dürfte es prima gehen.

Und weil Aud meinte, es sei viel Mühe… liebe Aud, eine Kappnaht macht letztlich weniger Mühe als eine normale Naht, die man zwei Mal absteppt. Bei der Kappnaht muß ich nämlich nur zwei Mal drübersteppen, wenn ich eine normale Naht absteppe, dann sind es drei Durchgänge pro Naht. 😉

Jedenfalls sieht die Hose dann so aus wie auf dem Photo. Als nächstes kann man dann noch den Schlitz absteppen, bevor man den Bund annäht und die Seitennähte schließt.

After securing the zipper you can finally finish the flat felled crotch seam.

That also was the moment when I found out that here 1,5cm seam allowance are definitively not enough. After first wearing and again after first washing the seam allowances startet do come out at some places. Fraycheck and some handstitching with a thin dark blue thread could fix it, at least so far.

Next time I will make the seam allowance 2cm large and then it should be no problem at all.

Aud mentionned in the comment that this means a lot of work. Well… actually a real flat felled seam is done quicker than a „normal“ seam and then topstitched twice. For the flat felled seam I only have to stitch twice. For the „simple“ seam plus two rows of topstitching it means stitching three times…

The picture shows the moment after the flat felled seam crotch seam is finished.

After that it was only topstitching the opening and then adding the front waistband and stitching the side seams.

Easy, if you know how… (and adapt the pattern…)