Fluffig und flauschig

Fluffy and soft

gestrickte Mohair Tunika in Rot und BraunIm Entstehen habt ihr diese Tunika ja schon oft gesehen, aber jetzt gibt es endlich auch fertige Tragebilder. Wobei gestrickt war sie für meine Verhältnisse ja fast schnell (also deutlich kürzer als ein Jahr…), das Photo machen hat dann aber noch mal so lange gedauert.

You’ve already seen this tunic in statu nascendi, but now finally pictures of the finished garment. Knitting was relatively fast (means it took me less than a year….), taking the picture took even longer.

Das Garn ist ein Mohair-Seide Gemisch von Les Fermes Mohair de France. Das ist eine Kooperation von Haltern von Mohairziegen in Frankreich, die ihre Wolle zusammengenommen zum Spinnen und Färben geben und dann eine entsprechende Menge Garn zurück bekommen. So kann mit Maschinen gearbeitet werden und „normales“ Garn zu einem angemessenen Preis verkauft werden. Vermarktet wird das Garn nur von den jeweiligen Produzenten der Wolle, entweder im Hofverkauf oder auch auf Märkten und Messen. Ich hatte mir da vor über zehn Jahren im Urlaub sechs Knäuel gekauft. Mehr ging nicht, da sie nur Bargeld nahmen und ich nicht mehr dabei hatte. Außerdem wollte ich ein Tuch stricken, dafür hätte es gereicht.

The yarn is a mohair Silk blend by Les Fermes Mohair de France. This is a cooperation of farms who have mohair goats. They collect the fiber from all farms and give it to companies to process it (spinning and dyeing). Then each farm gets a certain amount of yarn back, depending on the amount of fiber they had added. So the processing can be done in an industrial way and allows a „normal“ yarn for a still affordable price. You can only buy it from the producing farms, either directly on the farm or sometimes on markets or fairs. I got myself six skeins while on holiday more than ten years ago. I could not buy more, because they only took cash and that was all I had. Besides I planned to make a shawl and it would have been enough for that.

Je länger das Garn aber bei mir lag, desto klarer wurde mir, daß das Garn ein Oberteil werden will. Ein eher weites. Und dafür waren sechs Knäuel zu 25g dann etwas wenig. Zumal in meiner Größe.

The longer the yarn stayed with me the clearer it became that it wanted to become a top. With a flared hem. And for that six skeins, 25g each were not enough. Especially not in my size.

Stricktunika von allen SeitenÜber die Jahre legte ich das Garn immer mal von links nach rechts, überlegte, ob ich durch die Verwendung von Lochmuster es ausreichend „strecken“ könnte… und strickte andere Projekte. Bis ich das erste Mal bei Aiguille en Fête in  Paris war und mich vorher durch das Ausstellerverzeichnis gearbeitet hatte. Da gab es nämlich einen Anbieter für das Garn und ich fand ein farblich dazu passendes. (Die gleiche Farbe wollte ich gar nicht versuchen, denn nach zehn Jahren ist die Färbung sicher nicht identisch.) Außerdem hat das Garn inzwischen Namen, diese Mischung in der Stärke heißt „Diva“.

Over the year the yarn was put from side to side, I wondered if I could „stretch“ it enough using lace pattern… and knitted other projects. Until I went for the first time to Aiguille an Fête a few years ago. I had checked the exihibitors list before and so I had seen that someone was offering that „brand“. So I choose a complementary color. (I had not even tried the same color, it would never have been identical after all those years.) I also found out the yarn has now a name, „Diva“.

Gestrickt habe ich dann nach der „Raglan von oben“ Technik aus dem alten Buch von Barbara Walker. Man fängt oben an und strickt dann in Runden. Der V-Ausschnitt hat vorne ein Lace-Muster und zum Saum und den Ärmelsäumen gibt es dann auch einen Farbübergang zu dem brauen Garn. Außerdem gibt es noch einige Lochmusterreihen und Einsätze längs, die aber nicht so viel Garn gespart haben, wie ich gedacht hatte. Im Ganzen brauchte ich dann etwa 7,75 Knäuel, die Tunika wiegt also weniger als 200g.

I did not use a real pattern, I used Barbara Walker’s instructions for a raglan sweater, starting from the neck band and knitting downwards in the round. The V-neckline has a lace pattern and I also made lace insets lenghtwise to safe yarn. In the end I think these did not really safe yarn. After the brown neckband the sweater is red, with gradually mixing it brown and ending with brown hem and sleeve hems. All in all I needed less than 8 skeins, so the whole tunic weights less than 200g!

Ich mag das Ergebnis sehr, nur habe ich dummerweise zwischen dem Beginn des Strickens und der Fertigstellung ungeplant 10 kg abgenommen, so daß der V-Ausschnitt dann extrem tief war. Ich habe erst mal ein paar Zentimeter zusammen genäht, wenn ich mir die Bilder aber so ansehe, habe ich immer noch die Tendenz, das Teil nach hinten zu ziehen. Da werde ich also vorne noch mal sechs Zentimeter schließen…

I like the result a lot. Just… while knitting it I lost (not planned) 10 kg, so the deep V-neck became a too deep V-neck. So I’ve sewn it closed over several rows. While watching the pictures I have to admit that I still have a tendency to pull the top to the back to control the neckline. So I guess I should add a few more stitches to the front neckline…

Sonst trägt sie sich aber prima, wie ich seit kurzem weiß. Denn… ich mußte mir erst mal eine braune Hose nähen… Braun ist eine Farbe, die ich nicht immer im Schrank habe. Ab Herbst werde ich Oberteil und Hose aber hoffentlich oft tragen. 🙂

Otherwise it wears great. I only found out recently, because before I could wear it I had to sew a pair of brown pants. Brown is a color I do not always have included in my wardrobe. But in autumn I will wear both pieces a lot. 🙂

(Und ja, es WAR windig, als ich die Bilder gemacht habe. Und meine Haare hatten gerade einen Tag mit viel Eigenleben…)

(And yes, it WAS windy when I took the pics. And my hair had decided to live a life on it’s own on that day anyway…)

ottobre 2/2009, Modell 6/“Loving“ Top (Shirt)

(English version is on  Pattern Review as always)

Zeichnung zu Top mit WickeloptikIch habe ja seit einiger Zeit diesen netten Stoff mit Astrokatze drauf und bin seither am Überlegen, welchen Schnitt ich dafür will. Ich wollte den Stoff etwas aufbrechen, aber auch nicht völlig in Kleinteile zerlegen. So kam der Gedanke, daß ich ein Top mit Wickeloptik und einem Taillenband haben will.

Man sollte meinen, so was wäre einfach zu finden, aber entweder es war keine Wickeloptik oder es hatte kein Taillenband. Letztlich bin ich dann bei dem „Loving“ Top aus der ottobre gelandet. Was eigentlich ein Still Shirt ist. Stillen will ich jetzt nicht, aber egal. Da es ja nicht wirklich aussieht wie eines, stört das nicht weiter.

Bevor ich meine tollen Stoff zerschnipple muß allerdings erst mal ein Probeteil her. Vor einiger Zeit hatte ich bei Wien 2002 einen weichen Jersey als „Beifang“ zu Dessoustoffen gefunden. Auf dem Bild sah er aus wie gebrochenes weiß mit blau, in der Beschreibung hatte ich dummerweise nur bis „Porzellanfarben“ gelesen. (Wer schon mal in dem Shop bestellt hat weiß wahrscheinlich, daß die Farben immer ein echtes Glücksspiel sind…) Ich komme aus einer Gegend, die Porzellan herstellt… ich weiß, wie das aussieht. Nun ja, der Stoff war rosa, das Muster lila. Da ich aber (erfahrene Leser können sich denken, was kommt…) ohnehin immer noch Lücken im Schlafanzugfach zu stopfen habe, passte der Stoff perfekt dazu. Als einfarbigen Kombistoff bekam ich bei Stoff und Stil in Köln einen feinen Bündchenstoff in genau dem passenden Lilaton. Aus dem wurde dann auch die Hose nach meinem bewährten Leggingsschnitt. (Der jetzt auch etwas locker sitzt, aber gut, ist ein Schlafanzug. Und beim nächsten Mal falte ich einfach einen Zentimeter aus jedem Hosenbein raus…)

Fertiger SchlafanzugMeine früheren Erfahrungen mit Ottobre kann ich ja dank der Gewichtsveränderung in die Tonne kloppen. Also neu vermessen (lassen), demnach brauche ich Gr 46 an der Oberweite (plus 2cm FBA) und Größe 50/52 an Taille und Hüfte.

Für Rücken und Wickelteile habe ich auch Größe 46 genommen, vorne dann an jedem Teil 1cm per FBA zugefügt. Den dadurch entstandenen Abnäher habe ich dann wieder in die Raffung unter der Brust verlegt. Nach Ausmessen des Taillenbandes und der Rockteile habe ich die Rockteile dannin Größe 48 zugeschnitten, das vordere Taillenband auch (die Raffung kann man ja schwächer oder stärker machen), beim hinteren Taillenband bin ich von Gr 46 oben auf Größe 48 unten gegangen. Außerdem habe ich am Taillenband 2cm Länge rausgenommen, oberhalb der Taille. Ich brauche ja immer etwas kürzer. Das innere Vorderteil fand ich dann etwas arg züchtig und habe den Ausschnitt um 2cm tiefer gezeichnet. Sonst habe ich es nicht verändert, weil ich mir dachte, das sei ja egal, wie breit es ist, das muß die FBA nicht mitmachen, das bedeckt die Brüste ja nicht.

Shirt ottobre SeitenansichtMit der Anleitung hatte ich meine üblichen Probleme. Wobei ich jetzt, denke ich, endlich mal verstanden habe, wie ottobre das mit der Nahtzugabe meint. Denn im allgemeinen Teil steht da immer, man soll Nahtzugaben zugeben, andererseits sind auf den Taillen aber oft Saumlinien eingezeichnet. Aber ich glaube, das ist so gemeint, das die Saumzugabe einfach schon dran ist, die Nahtzugabe der Saumzugabe (Säume sollen also doppelt eingeschlagen werden) noch nicht.

Oder so.

Das mit dem Familonband habe ich weggelassen. Ich mag das eh nicht und sah auch keinen Sinn darin. In den Schulternähten habe ich gar nichts gemacht, wobei die ein wenig rutschen, ich denke, beim endgültigen Shirt werde ich da wie sonst auch einen Streifen Futterstoff in der Naht mitlaufen lassen. (Trägt nicht auf und erfüllt den Zweck.) Auch die vordere Kante des Wickelteils bekommt stellenweise eine Framilonverstärkung. Jetzt hatte ich aber zur Einfassung die Bündchenwaren (die ich nur dreilagig, nicht vierlagig zum Einfassen genommen habe, auf der Innenseite hat sie eine offene Stoffkante, ist nicht eingeschlagen) mit viel Elasthan und sehr gutem Rücksprung. Das reichte, um den Stoff an der vorgesehenen Stelle ein wenig einzuhalten. (Dafür, daß da eingehalten wird gibt es allerdings Pluspunkte, ich hatte mit Wickelteilen ja bislang immer so meine Probleme, aber das scheint zu funktionieren!) Außerdem wird es bei mir weniger gedehnt, ich stille ja nicht. Die Kanten des Unterteils habe ich nicht gesäumt, das war mir zu dick und die Bündchenware ist ja in sich schön stabil.

Shirt RückansichtZum Säumen habe ich einfach Zickzackstich genommen, denn der ist optimal elastisch. Mit Zickzackstich habe ich auch die Nahtzugaben auf dem Taillenband abgesteppt, Bündchenware mit fleißigem Elasthan lässt sich ja nicht gut flachbügeln. (Und nicht dauerhaft.)

Ärmel waren am Shirt nur kurze vorgesehen, ich wollte aber lange. Ich habe mir dann einen schon bewährten Ärmel mit etwa der gleichen Breite im oberen Teil gesucht und den an die Armkugel des „Loving“ Tops (Größe 46) angezeichnet. Das war der Ärmel von Vogue V8558. (Als ich den Schnitt in der Hand hatte fragte ich mich zuerst, warum ich eigentlich nicht gleich den genommen habe. Aber dann fiel mir wieder ein, daß ich ja ein Taillenband wollte, was der nicht hat…)

Was ich mal besser auch geändert hätte, war das innere Vorderteil. Das muß zwar nicht breiter werden, aber die FBA macht ja auch länger… Das hätte eigenltich beim Annähen des Taillenbandes mit gefasst werden sollen. Zum Glück merkte ich noch vor den Nähen, daß das innere Vorderteil zu kurz war, weil ich es nicht geändert hatte… Ich habe es dann nachträglich von Hand mit Hexenstich innen auf die Nahtzugabe genäht. Dafür reichte es grade so.

Ottobre Shirt VorderansichtMit dem Ergebnis bin ich aber für einen ersten Versuch sehr zufrieden! Mit den Falten hinten an der Schulter kann ich leben, zumal ich eh nicht sicher bin, ob das nur doof hingezuppelt war. Im Rückenteil werde ich oberhalb des Taillenbandes noch mal einen Zentimeter Länge raus nehmen (zu den Seitennähten hin verlaufend), das innere Vorderteil noch mal tiefer ausschneiden.

Und beim nächsten Mal vor den Photographieren dran denken, nicht ausgerechnet den zweit schlechtesten BH zu tragen. (Und mal wieder ein paar BHs nähen… auch das…)

Aber im Ganzen ist das wirklich das bestsitzende Top mit Wickeoptik, was ich jemals hinbekommen habe. Zumal für den ersten Versuch.

Der Schnitt dar also für den „Tageseinsatz“ ran. Wann ich dazu komme… da lege ich mich mal nicht fest. Neben einem Haufen Stopfwäsche ist da mindestens noch ein anderes dringendes Projekt vorher….

Ein „Frankenshirt“

A „Frankentop“

Top in pink

Endlich habe ich auch mein Oberteil aus dem pinkfarbenen Merinojersey fertig. Geplant war dafür ja der Daytona Hoodie von Hot Patterns. Aber abgesehen davon, daß der Schnitt nicht sonderlich gut passte war er zum Rock auch zu lang. Und gekürzt machte die Känguruhtasche keinen Sinn. Also legte ich das Projekt erst mal auf Eis (war eh genug anderes im Leben zu tun), bis mir klar wurde, daß mir vor allem die Kapuze gefiel. Und dann noch die Raffungen an der Seite von Burda 6785.

Hoodie in pinkFinally I finished my top from the dark pink merino jersey knit. Originally I had planned to use the Daytona Hoodie by Hot Patterns. But for once the pattern did not fit really well, the top was too long to look good with a skirt. And shortening it would have made the pockete useless. So I waited for a while until I understood that what I wanted was the hood. Plus the side shirrings of Burda 6785.

Also schnappte ich mir meinen Standart T-Shirt Schnitt, verlängerte die Seite gemäß dem Burda Top und flanschte die Kapuze von Hot Patterns Schnitt an,

So I took my standard T-Shirt pattern, lengthened the sides according to the Burda pattrn and added the neckline and the hoodie of the Hot Patterns pattern.

Das Ergebnis ist leider nicht so ganz wie geplant… Der Merinojersey hat einfach gar keinen Stand und auch kein Elasthan. Außerdem ist er sehr weich. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob er durch das Gewicht des Gummis in den Seiten runtergezogen wird (andererseits sind die Seitennähte durchaus gerafft) oder ob es am völlig fehlenden Stand liegt. Jedenfalls ergeben sich weder vorne noch hinten irgendwelche Raffungen…

The result is not really as intended… the soft merino knit is just… soft. And contains not elasthane. I am not sure if the problem is the weigth of the elastic that was used for shirring (on the other hand… there is visible shirring at the side seams) or the extreme soft drape of the fabric. But there is no shirring visible at front or back. 

GesamtoutfitDas Outfit im Ganzen sieht mit den vorlugenden Shirt gar nicht so schlecht aus… aber ich muß mal sehen, ob ich noch versuche, was zu verändern. Tragen tut sich der Stoff sehr bequem. Und ich mag die Verarbeitung. Ich habe Kappnähte von Hand genäht, so brauchte ich keine elastischen Stiche, sondern konnte das einfach über die Fadenspannung nähen. Bei der Kapuze habe ich über die Saumzugabe eine Spitze genäht und diese dann auch von Hand gesäumt. Und sonst alle Nahtzugaben unter Belegen versteckt. So sieht es von beiden Seiten schön aus.

The whole outfit doesn’t look that bad with the top peeking under the jacket. But it was not as intended. Not sure if I will try to change something… The fabric is wearing great. And I like the way I made the sems: doing the flat felling by hand. So no special stitches were needed, the tension of the thread controlled in hand sewing is enough. For the hem of the hood I hid the cut edge under  a lace ribbon. Otherwise I hid all allowances under the facing. So it looks really nice from both sides.

(Die Photos habe ich gemacht, bevor ich auf die h&h ging. Nach dem Motto: „Wenn ich schon aufgebrezelt bin…“ Die Schuhe sind aber nur fürs Foto, die habe ich vor der Messe auch gegen flache ausgetauscht. So weit gehen meine masochistischen Neigungen dann doch nicht… 😛 )

(I took the pic before heading for the h&h trade fair. Like „once I am already dressed up…“ thought the shoes were only for the pics. I am not such a masochist to go with heels on a trade fair… 😛 )

Knipmode 07/2010, Modell 16/Blouse (Tunika)

The English version you’ll find at Pattern review.

TunikaMeine graue Hose soll auch noch das eine oder andere Oberteil bekommen. Und diese Tunika sah sehr süß aus, zumindest auf der technischen Zeichnung. Auf dem Photo erkennt man ja nicht so viel.

Da ich mit Knip aber noch nicht so viel Erfahrung habe (und ein neuer Pyjama fällig war), sollte es erst mal ein Schlafanzugoberteil werden.

Dafür habe ich mir bei Sacrés Coupons in Paris einen (bzw. 2) schöne Hemdencoupons gekauft, eine glatte Baumwollpopeline. Mit leichter Neigung zum Knittern. Aber ist ja für’s Bett.

TunikaDer Schnitt ist im Plus-Größen Spektrum und laut Maßtabelle habe ich in Größe 48 zugeschnitten, zur Hüfte auf 50 erweitert. Dann habe ich oberhalb der Taille um 2cm gekürzt. Eine FBA habe ich nicht gemacht, denn laut Maßtabelle bin ich sogar etwas unter dem angegebenen Brustumfang.

Die Manschetten und die äußere Ausschnittblende sowie die Belegstücke für den Schlitz habe ich im schrägen Fadenlauf zugeschnitten. Ich wollte gleich sehen, wie das aussieht, denn mein „endgültiger“ Stoff hat auch Streifen.

Die Anleitung konnte ich nur weitgehend ignorieren, weil ich nicht wirklich niederländisch verstehe. Vliseline 180 hatteich nicht, daher habe ich teilweise Gewebeeinlage und teilweise G785 genommen, weil die noch da waren. Für den Halsbeleg gibt es einen Bildernähkurs, dem ich dann auch weitgehend gefolgt bin. (Für die Knopfschlaufen habe ich fertige Kordel genommen, statt Bändchen zu nähen.) Intuitiv hätte ich das anders gearbeitet. Und bin mit dem Ergebnis auch nicht wirklich zufrieden. Die linke Seite sieht recht gemurkst aus, da wäre etwas handheften und eine andere Reihenfolge vermutlich schöner gewesen.

Ob man die innere oder äußere Lage des Ausschnittes bzw. der Manschetten verstärken solle konnte ich der Anleitung nicht entnehmen. An einigen Stellen habe ich auch Paßzeichen vermißt. Oder genauere Angaben, auf welcher Breite man nun die Vorderteile genau einhalten soll. (Im Nachhinein hat sich herausgestellt, daß es etwas mehr hätte sein sollen.) Oder wie tief nun der Untertritt der Manschetten geplant war. Die kamen mir ohnehin etwas weit vor. (Gut, vielleicht stand das irgendwo im Text, wo ich es nicht verstanden habe.)

Nicht so toll fand ich weiterhin die Saumverarbeitung: Den stark gerundeten Saum zwei Mal einschlagen…. wird nicht soooo schön.

RundumansichtDas Ergebnis ist… definitiv ein Schlafanzug.

Bei meiner Oberbekleidung mag ich es nämlich nicht so gerne, wenn jeder freie Sicht auf das Unterbrustband meines BHs hat. Und damit meine ich nicht, was man durch den Schlitz sehen kann. Der fängt da nämlich gerade an. (Geschickt versteckt, auf dem Photo im Heft, muß man sagen.)

Und die Paßform sagt, daß Knip und ich nicht füreinander geschaffen sind. Wie schon beim letzten Versuch steht der Ausschnitt häßlich ab (was man auf den Bildern nicht mal so gut sieht). An der Rückseite wäre auch noch so einiges zu ändern… Gibt es eine „Fettarsch-Änderung“? :o) Am meisten überrascht mich, wie eng es um die Brust ist. Angesichts der Tatsache, daß ich noch etwas unter dem Brustumfang der Maßtabelle liege…

SchlitzbelegIn der Konsequenz heißt das, daß ich von Knip erst mal die Finger lasse, bis ich mal viel Zeit habe, das gründlich zu erforschen. Denn es sind oft Schnitte mit schönen Details drin.

KnöpfeMit Details habe ich übrigens nicht gespart. Sowohl der Schlitzbesatz wurde abgesteppt, also auch habe ich dem Oberteil schöne Rosenknöpfchen gegönnt.

Es wird also beim Schlafanzug bleiben, als Oberteil zur Hose suche ich mir einen anderen Schnitt. Hauptgrund dafür ist jedoch nicht die chaotische Paßform… das Oberteil paßt in der Proportion gar nicht gut zur Hose. Das konnte ich damit nämlich auch testen. 🙂

Kwik Sew 2856 (Oberteil/Shirt)

My review in English is on Pattern Review.

Schnitttüte Kwik SewDiesen Schnitt für ein Raglan Shirt von Kwik Sew hatte ich irgendwann mal in einem Tauschpaket gefunden und weil er sowohl einfach zu nähen aussah als auch mit dem Kragen recht attraktiv, hatte ich ihn damals rausgenommen. Das ist etliche Jahre her und seither lag er bei mir.

Da nun aber noch mal ein Schlafanzug fällig war, nahm ich dies als Gelegenheit, den Schnitt zu testen.

Genäht habeich eine Variante mit den langen Ärmeln von Version A und dem Kragen von Version C.

Mein Stoff war aus einem „Sparpaket Jersey Stoffe“ (denen kann ich eigentlich nie widerstehen, wenn ich Dessoustoffe bestelle) von Elingeria, Material kann ich nicht sagen, aber fühlt sich weich an, dabei nicht schlabberig sondern wohl als Interlock gearbeitet und mit einem aufgedruckten Pünktchen-Design auf der rechten Stoffseite. Den Kragen habe ich aus einem Viscose-Jersey von Alfatex in Köln genäht. Diesen weich fließenden Stoff hatte ich für die Hose gekauft. Beide Stoffe haben die nötige Dehnbarkeit, was man ja anhand der „Dehnschablone“ auf der Rückseite der Schnitttüte leicht überprüfen kann.

Den Schnitt habe ich nach der Brustweite in Größe XL abkopiert und habe an den Hüften auf XXL erweitert. (Laut Anleitung ist Größe XL für einen Brustumfang von 110 – 114 cm, ich habe 112, klarer Fall also.) Dann habe ich die Schulterbreite am Raglanärmel um 1cm gekürzt und außerdem oberhalb der Taille 1cm Länge rausgenommen. Sprich meine üblichen Änderungen. Für die Längenkürzung im Oberteil konnte ich die im Schnitt vorgesehene Linie nicht verwenden, denn die verläuft über dem unteren Teil der Brust und an der Stelle wollte ich wahrlich nicht weniger Stoff haben.

Zu nähen war es in der Tat schnell und nicht schwierig. Auch wenn die englische Anleitung etwas irriterend ist. Zunächst wird nämlich beschrieben, wie man die Stoffe mit elastischen Stichen näht, dabei heißt es dann aber „außer wenn die Illustration der Anleitung einen Gradstich zeigt“. Nun, die Zeichnungen zeigen für alle Nähte einen Steppstich… Das habe ich dann ignoriert und habe den offenen Overlockstich meiner Nähmaschine genommen. Weggelassen habe ich den Gummi, der innen auf den Halsausschnitt aufgesteppt werden soll. Der bliebe nämlich hinterher auf der nackten Haut (außer bei Kragen B, wo er außen aufgesteppt wird und dann hoffentlich unter dem Kragen verschwindet) und das finde ich nicht angenehm. Weder bei einem Schlafanzug noch bei einem Shirt. Sonst bin ich der Anleitung gefollgt. Ich muß aber zugeben, daß ich die 6mm Nahtzugabe im Schnitt nicht sonderlich mag. Es ist mühsamer, den Stoff in den Transporteur einzufüttern als bei einer breiteren Zugabe, es gibt keine Stelle auf der Stichplatte, an der ich mich orientieren könnte und alle Overlocks auf denen ich bisher genäht habe mochten es auch lieber, wenn sie Stoff hatten, den sie abschneiden konnten.

Raglan Top Kwik SewDie Säume habe ich mit dem Wabenstich der Nähmaschine abgesteppt, der ist elastischer als jede Zwillingsnadel und hat sich gut bewährt.

(Faden Alterfil S 120, Nadel Superstretch in Stärke 75 von Organ.)

Was das Ergebnis betrifft muß ich leider sagen: Gut, daß es nur ein Schlafanzug ist.

Daß der Kragen sehr schlabberig fällt ist sicher dem extrem weichen Stoff geschuldet und vermutlich auch der Tatsache, daß ich den Gummi am Ausschnitt weggelassen habe. Wobei ich letzteres leider als Zeichen einer lustlosen Konstruktion empfinde. Der Stoff ist nicht extrem schwer und der Schnitt ist für elastische Stoffe gemacht, es besteht aus meiner Sicht also erst mal kein Grund, da mit einem Gummi zu „mogeln“ statt den Ausschnitt gleich vernünftig zu konstruieren.

Die Ärmel sind einfach zu lang. Da eine Armlänge in der Maßtabelle nicht vorkommt, kann man das also vorher auch nicht sehen. Und ausmessen ist bei Raglan auch schwierig, da es keine Information gibt, wo der Halsausschnitt hinterher verlaufen wird.

Der restliche Sitz…. ist mies. Der Schnitt zeigt ein Shirt, das den Körper schmal umspielt („fitting“ sagt die Beschreibung), in der Praxis kommt bei mir etwas raus, was jedem Pin-Up Girl zur Ehre gereichen würde. Von den vielen Zugfalten allerorten will ich nicht reden. Die werden etwas besser, wenn man das Shirt ein wenig hoch zieht (als wenn ein Gummi drin wäre), aber die meisten bleiben. (Ich hätte vorher die Bilder auf Pattern Review genau ansehen sollen. Da wo das Shirt an einer Person gezeigt wird und diese die Arme locker herunter hängen läßt sind auch Falten unter dem Arm. nicht überall so ausgeprägt, aber sie sind vorhanden. Das könnte ein Hinweis darauf sein, daß die Raglannaht einfach zu gerade ist.)

Kwik Sew RückenansichtVon hinten sieht das Ganze nicht besser aus. An der Hüfte hätte ich besser ein wenig mehr zugegeben (da kann Kwik Sew nichts dafür) und die Länge wohl auch etwas mehr kürzen können, aber die diversen Falten unter der Achsel sind hier auch vorhanden.

Fazit: mit einer FBA wäre der Schnitt vielleicht zu verbessern. Dann müßte ich aber immer noch mit Gummi auf dem Ausschnitt leben oder den ebenfalls neu konstruieren.

Nachdem ich jedoch aus einem Buch ebenfalls schon mal einen Kwik Sew Schnitt genäht habe und der auch eine fürchteriche Paßform bei mir hatte, werde ich mich von dem Schnitt einfach wieder trennen. Er ist einfach zu nähen, aber auf Kosten der Paßform und paßt entweder einfach für Körper mit mehr Kurven nicht oder entspricht nicht meinen Ansprüchen an einen guten Sitz.

Und von Kwik Sew lasse ich künftig einfach die Finger. (In der Hoffnung, daß ich das nicht wieder vergesse… :o) )

 

 

P-A-Challenge 2007: Auf den letzten Metern…

Stickgarn… wurde die Stickerei fertig.

Man sieht, viel ist nicht mehr übrig von dem Garn.

(Dafür habe ich von mehreren Nähfreundinnen Hilfe aus ihrem eigenen Garnvorrat bzw. Bezugsquellen angeboten bekommen… Vielen Dank Euch allen!)

The last meters of yarn… and the embroidery was finished. There isn’t much left, is it?

(But again I have to mention my local sewing friends in this area: I got several offers to pass me some thread from their own stock(s) and I got adresses where to get this thread from in general. A big Thanks to all of you!)

And I have to confessed… I’ve finished it Friday, sorry for keeping you waiting for so long. But I left for Paris more or less immediately after finishing and our Paris appartment doesn’t have internet. And I came back only yesterday night. So here’s the post. :o)

(Next posts will be about Paris, I think…)

Stoffkombination Ja und dann muß ich noch gestehen, daß ich am Freitag noch fertig wurde, mit der Stickerei. Allerdings bin ich praktisch unmittelbar danach nach Paris gefahren und erst gestern nach wiedergekommen. Deswegen gibt es erst heute wieder einen Eintrag.

(Die nächsten Einträge sind dann über Paris… wen wundert’s… 😉 )

Nach dem sticken habe ich den Stoff zuerst kalt gewaschen um den Trickmarker Aqua aufzulösen, danach in die Waschmaschine gegeben, um das Soluvlies restlos wegzubekommen. (Der Trickmarker muß auf alle Fälle kalt und ohne Waschmittel ausgewaschen werden!)

Das Ergebnis ist so, wie ich es mir gewünscht hatte. Der ganze Stoff wirkt farbiger und paßt so besser zu dem Strickstoff. Und das Druckmuster ist noch erkennbar, aber eben nicht mehr so deutlich.

Gut, im Detail darf man nicht hingucken, die Stickerei ist weit von gleichmäßig entfernt und auch viel zu eckig. (Wegen des doppelten Garns im Oberfaden konnte ich nicht so kleine Stiche machen, wie dazu notwendig gewesen wären. Außerdem hätte es noch länger gedauert…) Aber ich wollte ja einen bestimmten Gesamteffekt und den habe ich so erreicht.

After stitching I had to wash the fabric twice. Once with cold water under the tap, to remove the Trickmarker Aqua. (Here it must be cold water and any detergent is not allowed.) And then warm with a little washing powder in the machine, to remove the Soluvlies completely.

The result… well you shouldn’t look on the stitches in detail, they are quite irregular and my „rounds“ are more „squary“ because working with long stitches did speed the whole process… but the effect over all is, as I had imagined it: The print is still there, but less clear and the fabric as a whole seems to be darker and accords therefore better with the knit.

P-A-Challenge 2007: Top, der Praxis zweiter Teil oder Ich sticke, ich sticke, ich sticke den ganzen Tag…

…und das seit einer guten Woche.

Nun gut, ich habe auch noch ein bißchen was anderes gemacht, arbeiten etwa. Aber meistens habe ich gestickt. Wenn ich mich nicht gerade selber für meine Idee verflucht habe. 😮

Stickrahmen und StoffDas Soluvlies mit der Vorzeichnung habe ich leicht überlappen auf dem Stoff festgesteckt. Da ich mit einem Stickring arbeite und der Stoff nicht elastisch ist, muß ich es nicht fest fixieren.

Als ich mit der Vorzeichnung fertig war, war es schon wieder gegen Abend, aber zumindest einen Ring mußte ich noch absticken. Ich arbeite in etwa von der Mitte nach außen, wobei ich etwas nach rechts versetzt beginne, weil ich die Stelle, an der die beiden Sulovliesstück überlappen möglichst bald überstickt und somit auch gesichert haben will. Die zweite Stickfläche setze ich dann auch schon auf den Überlapp.

Ich benutze den großen Stickring von Madeira, der hat einen Durchmesser von ca 18 cm. Je größer der Ring ist, desto weniger Stabilität bekommt der Stoff und desto schwieriger ist er auch zu führen. Zumal der Durchlass meiner Maschine ein paar Milimeter kleiner ist als der Außendurchmesser des Ringes, so daß ich schon mal anstoße, wenn ich ganz an der linken Kante des Ringes arbeite. Aber wenn ich irgendeine Chance haben will, rechtzeitig fertig zu werden, dann muß die Perfektion jetzt mal drei Schritte zurück treten. Hier soll es ja nur auf den Gesamteindruck ankommen, nicht die Stickerei im Detail.

After all that tracing I can finally start stitching. What I’m doing since.. well… since I completed tracing last week. :o)

The Soluvlies just gets pinned on my fabric. As I’m working with a hoop glueing oder basting is not necessary. To have any chance to finish in time I’m using the biggest hoop I have (from Madeira with a diameter of about 18cm). The disadvantages are, that the bigger the hoop the less stability of the fabric. Luckily this fabric isn’t elastic at all and not to soft either, so it will to. Of course it’s also more diffcult to move the big hoop precicely than doing the same thing with a smaller one. And the hoop is a fraction larger than my machine has room, so if i’m working on the very left border of it, it bumps to the machine on the right side which does not at all help to stitch where I want to stitch. But… time’s a matter here, so compromise is better than going naked… 😉

StickfortschrittAnother difficult thing was the handling of the threads. Frankly… both of them together fed into the tension system… was a little more than what a household sewing machine is supposed to use. And mine was set to work best with fine threads (by the mechanic on my demand), because that’s what I’m using most.

As my design has very round forms, it would be best to make the stitches as small as possible. But as the thread is rather thick it catches somewhere in the bobbin, if the stitches are small… Finding an appropriate needle wasn’t easy either. The largest embroidery needle I have is a size 90 (Titanium from Organ). One. So no needle break please, because I don’t know where to buy these locally…?

Next I learned a lot about cotton thread I think I haven’t been using any for ages. And never stitched so much with it. One lesson is: cotton creates much more lint everywhere in the machine than my usual polyester thread.

Second lesson was: when you work quite at the edge of the machines specification (or even a bit beyond…) use quality thread. On the bobbin, too.

On the bobbin I’m using ususally a cheap, thin, white polyester thread I bought really verry cheap quite long ago. (In quite big amounts, of course…) No, I wont do that again. But so far it worked well for embroidery.

Well, here it didn’t. I had a lot of birds nests, the Valdani thread would catch somewhere under the stitch plate… Okay, part of it is due to the fact, that the two threads are to thick for the machine. But after I replaced the cheap thread by a simple white Gütermann it went much, much, much better. So over the days I made some progress, as the pictures show…

Als Oberfaden verwende ich zwei Rollen des handgefärbten Valdani-Baumwollgarns, die ich gemeinsam durch die Oberfadenspannung und die Nadel laufen lasse. Ehrlicherweise muß ich sagen, daß das Garn so eigentlich zu dick für meine Maschine ist. Um so mehr, weil ich sie bei der letzten Wartung auf dünne Fäden habe optimieren lassen, weil ich diese ja am häufigsten verarbeite. Der nächste Haken ist, daß mein Muster ja recht viele Rundungen hat. Diese stickt man am schönsten mit möglichst kleinen Stichen nach. Das dicke Garn jedoch verlangt lange Stiche, sonst gibt es Fadensalat… Kompromisse, Kompromisse,… Ebenso die Nadel. Die dickste Sticknadel die ich habe ist eine 90er Titan von Organ (natürlich genau eine…. also bitte kein Fadenbruch, denn ich hae keine Ahnung, wo ich die hier vor Ort bekommen könnte?). Nun ja, etwas Stärker wäre besser, glaube ich. (Gibt es überhaupt Sticknadeln in 100?)

Trotzdem gibt es Fortschritte, wie die Bilder zeigen. Langsame.

Eine deutliche Verbesserung hatte ich übrigens, als ich das billige Polyestergarn, das ich als Unterfaden verwendet habe (habe ich vor langer Zeit mal megabillig geschossen, natürlich in größerer Menge, und es taugt wirklich nichts – nein, seither kaufe ich so was auch nicht mehr – aber als Unterfaden zum Sticken funktionierte es bislang ganz gut, dachte ich wenigstens…) durch ebenso simples weißes von Gütermann ausgetauscht habe. Gut, Lektion gelernt. Auch wenn es sonst immer funktioniert hat… bei Problemen Billiggarn ersetzen.

Eine andere Lektion war: Baumwolle fusselt deutlich mehr als meine Polyestergarne. (Allmählich verstehe ich, warum die Patcherinnen und Quilterinnen so versessen aufs Maschine putzen sind…. mit Baumwolle setzt sich da wirklich mehr ab.) So oft habe ich meine Maschine glaube ich noch nie sauber gemacht…

Fortschritt testen Irgendwann war der Stoff dann mal zu großen Teilen bestickt.

(Ich habe mich deswegen dafür entschieden, den ganzen Stoff zu besticken und nicht nur die Konturen der Schnitteile, weil ohnehin kaum etwas ungenutzt bleiben wird. Und sollte ich irgendwo in meinem Outfit doch noch ein Schnipselchen von diesem Stoff einarbeiten wollen… nachträglich ist die Stickerei nicht mehr aufzubringen.)

Daß ich die beiden Schnittkanten komplett besticken muß war mir klar, da werden die Schnitteile angelegt. Aber an den Schmalseiten kann ich vielleicht ein bißchen was sparen, deswegen mal eine Kontrollauflage meiner Schnitteile. – Doch, ein paar Ecken kann ich weglassen.

Before I finished the embroidery I decided to check, where I could maybe leave some of the borders without stitches. Saves money and material.

So I put on my pattern pieces to check… and…. yes, there are some corners I can just leave as they are…

Why I decided to stitch the whole fabric and not only the pattern pieces? Well… first of all there is not much fabric that will remain anused. And second: I haven’t decided about the design of my jacket. So it is very well possible, that I want tu use a scrap of that fabric in the jacket too. But after it’s cut it’ll be (nearly) impossible to reproduce the same embroidery.

Stoffbahn fast fertig besticktBut now, slowly, I can see some light…

Except for the problem that I am way from my time schedule… the stitching should come to an end before the weekend actually starts.

Only there’s a new threat in sight… there is not much thread left… :o)

And since I bought the last spools in this two colours… I cannot just buy more. 🙁

So keep your fingers cross…. PLEASE!

Aber so allmählich kommt Licht am Ende des Tunnels in Sicht.

Abgesehen davon, daß ich meinem Zeitplan weit hinterher hinke, nähert sich die Stickerei ihrem Ende. Und sollte noch fertig werden, bevor das Wochenende wirklich los geht.

(Und ich kann nächste Woche dann vielleicht auch mal die Presseschau nachliefern. Die Burda PLUS liegt hier schon rum und mal sehen, ob ich heute noch dazu komme, das neue Monatsheft der Burda zu holen…)

Vorausgesetzt… vorausgesetzt der Faden reicht noch. :o)

Denn natürlich waren es die beiden letzten Röllchen in diesen Farben, die ich Silvia abgekauft habe. Auch auf den kleinen Spulen ist nichts mehr davon da…. Also kann ich nicht nachkaufen…

Also drückt mir die Daumen, bittebittebitteeee…!

P-A-Challenge 2007: Top – der Praxis erster Teil

Muster, Stickvlies und KaffeeDie Idee habe ich, also muß ich sie nur noch umsetzen… Das Muster pause ich auf Soluvlies von Freudenberg durch. Fürs frei geführte Sticken mit der Nähmaschine immer noch mein Favorit.

Es ist durchsichtig genug, um zumindest ein kontrastreiches Muster durchzupausen (ich wähle den Teil des Musters, der weiß auf rot ist) und fest genug, um zusammen mit einem Stickrahmen ausreichend Verstärkung zu bieten. Und es wäscht sich rückstandsfrei aus.

Als Stift wähle ich den Trickmarker Aqua von Prym, weil der in der reichlichen Auswahl der diversen Marker der einzige ist, der wirklich lange genug sichtbar bleibt. Irgendwie ist mir schon klar, daß ich das nicht an einem Tag abgestickt bekomme…. Und falls doch etwas auf die Decke kommt, kann ich es auch da poblemlos auswaschen. Außerdem bietet das blau einen gut sichtbaren Kontrast. Das hilft bei Sticken.

Also Soluvlies auf die Decke gelegt, festgesteckt, Tässchen Kaffee dazu, Arte angeschaltet und losgelegt…

To transfer the pattern to the fabric I use Soluvlies from Freudenberg. It’s transparent enough to see through and datch the contures, it’s strong enough to support the fabric while I’m stitching (I will be using a hoop anyhow) and it disappears completely when you wash it. (For free motion stitching this is my first choice.)

Muster kopieren To trace the design I use Prym’s Aqua Trickmarker. It’s the only one I know that really lasts long enough. I somehow suspect, that stitching will taker longer than some hours… Plus the colour privides a good contrast to my red thread and white and red Toile de Jouy, that will make stitching easier.

So I pin the Soluvlies on the african fabric, take a cup of coffee, switch the TV to Arte and start…

Three documantaries (the coffee long gone) later there is some result. And I’ve found out that tracing will take longer than expected, because of the elephants.

The elephants hide a lot of the small pattern so I can only trace relatively small parts and then have to shift the Soluvlies a bit, then finding the right connection points, trace a bit, shift a bit, search a bit…

Drei Dokumentationen und einen Kaffee später zeigen sich erste Ergebnisse. Allerdings dämmert mir auch schon, daß das durchzeichnen (noch) länger dauern wird als gedacht, denn die Elefanten sind im Weg…

Muster durchpausenDenn die Elefanten verdecken doch recht viel von dem kleinen Rankenmuster und so muß ich das Soluvlies ständig verschieben, den Rapport wieder finden, wieder ein bißchen durchpausen, wieder verschieben, wieder den Rapport suchen…

Erst mal Abendessen und dann zu CSI: Miami umschalten.

After dinner and CSI:Miami…

It’s getting late and I’m still tracing…

Night-programm on the TV provides „Blade“, there’s nothing better than bad TV serials for boring work..

Muster kopiert Nachtprogramm im Fernsehen: „Blade“. Es geht nichts über schlechte Serien zu stupider Arbeit.

Spät in der Nacht oder besser in den frühen Morgenstunden nähert sich das erste Stück seiner Vollendung. Allerdings gibt es noch ein zweites…

(Mein Mann war auf Dienstreise und ich war nicht gezwungen, am nächsten Morgen früh auf zu sein, also wollte ich es unbedingt fertig machen.)

Doch dann ein ganz unerwarteter Rückschlag…

Very late that night or very early that morning the first sheet of Soluvlies was finally done. Only there was a second one. Smaller, luckily…

(My husband was on a business trip that day and I had no obligations the next morning, so I planned to finish the tracing that day. No matter how long it would take.)

But then something absolutely unexpected happend…

Stift leer Der Stift war leer!

Welche Frustration! Ich habe dann meine anderen Marker ausprobiert, dazwischen auch immer wieder ein paar Striche mit dem Aqua-Marker gezogen… mußte aber einsehen, die anderen Sublimatstifte verschwinden zu schnell.

(Keine Ahnung an welchen Stoffen diese Stifte getestet werden. Diejenigen, die angeblich zwei bis drei Tage sichtbar bleiben sollen verschwinden normalerweise nach ungefähr zehn Minuten, die länger haltbaren, zehn Tage heißt es da auf der Packung, schaffen vielleicht mal einen.)

My Aqua-Marker stopped marking!

Can you guess how frustrating that is! I tried some of my other Trickmarkers who vanish by themselfes after a certain time, but they simply don’t last long enough.

(I have not the slightest idea on what kind of fabric they are testing those markers. There ones are supposed to last three day before they vanish, when I’m using them I can see the marks about ten minutes. The others claim to be visible for ten to forteen day… well one day, after my experience…)

Finally I went to bed. 🙁

The next morning… okay, around noon, I tried again. I could trace a bit with the Auqa Trickmarker, but the again it stopped. So I took a trip to town to buy a new one. It took me only three hours. For one marker. But I’m proud of myself, even if I had to cross the wool department to get to the notions I didn’t buy any. (Instead I bought myself two pair of socks and some Icecream… but that doesn’t count, does it?)

Also trollte ich mich frustriert ins Bett.

Am nächsten Morgen, okay, eher Mittag, unternahm ich noch einen Versuch. Der Stift hatte sich über Nacht ein wenig erholt, aber weit kam ich trotzdem nicht damit. Also dackelte ich Richtung Innenstadt um einen neuen zu kaufen. Dauerte alles in allem auch nur drei Stunden. Für einen Stift. Aber ich binstolz auf mich. Obwohl der weg zum Trickmarker durch die Wollabteilung führte, habe ich keine gekauft. (Stattdessen zwei Paar Socken für mich und eine Portion Eis. Aber das zählt nicht, oder?)

P-A-Challenge 2007: Theorie zum Top

Im Moment komme ich ja wirklich nicht so viel zum Bloggen… aber wenn ich in Verlauf der nächstens Posts erklärt haben werde, was ich gerade tue, dann werdet ihr verstehen.

(Und mich zur bescheuertsten Hobbyschneiderin weit und breit wählen…)

I’m not blogging too much these days but after the next two or three posts you’ll understand why. (Besides winning the contest of the most crazy/nuts/lunatic sewer… 😮 Not sure about the adequat translation of „bescheuert“…)

Nachdem meine Idee mit der Chenilletechnik ja grandios gescheitert ist brauchte ich was anderes für die Toile de Jouy. Denn so plakativ will ich das Muster dann auch nicht auf der Brust haben. Zumal es ein günstiger Stoff war und somit nicht gerade den schönsten, feinsten Druck aufweist.

Ganz verstecken will ich die Motive aber auch nicht.

Also werde ich versuchen, einen Trick aus der optischen Zauberkiste anzuwenden: Wenn man zwei gleich starke Muster überlagert, ist keines davon mehr richtig zu erkennen und es bleiben erst mal nur ein abstrakter Eindruck und die Farbwerte übrig.

Zumindest in der Theorie.

Fadenwahl As my attempts to kind of hide the Toile de Jouy with Chenille-Technique didn’t work I needed another idea. I don’t want to the Jouy-motives to be the focus of my top, especially as it was a relatively cheap fabric that has not the finest, most elegant print, but I don’t want to hide it completely either.

So I’m trying to use optical illusion. when you superpose two motives that are more or less equal in „strenght“ you will not actually see each of them, but only something abstract and the overall impression of the colour.

At least in theory.

To achieve this I intend to embroider the whole piece of fabric with a small motive in red.

But not having enough of the right embroidery thread was one of the things that got me stuck some time ago. But with the help of sewing friends I had a lot of choice only one week later: Frau mhs phoned another co-sewer in her town who is a great patchwork-artist and owns an embroidery machine, too. And she had more of the colour I wanted.

But also Silva sent me two spools of the wonderful valdani variegated cotton.

Farbwahl Um diesen optischen „Versteckeffekt“ zu erreichen möchte ich den Stoff flächendeckend besticken. Und das Fehlen des passenden Stickgarns gehörte zu den Sachen, wegen der ich vor einiger Zeit mit nichts weitermachen konnte.

Doch wie immer sind Nähfreundinnen toll: Frau mhs organisierte von ennertblume Stickgarn im gewünschten rot und Silvia schickte mir von dem wunderbaren Valdani-Verlaufsgarn, das ich eigentlich schon immer mal ausprobieren wollte.

Da ich mich nicht entscheiden konnte hatte ich mir zwei appetitliche Farbstellungen schicken lassen: Strawberry Cream und Raspberry Fizz. (*lecker*)

Strawberry Cream enthält genau den hellen rosa Ton des Strickstoffes, Raspberry Fizz die anderen beiden. Was tun, sprach Zeus?

Rankenmuster I have two yummie colourways of the Valdani thread: Strawberry Cream and Raspberry Fizz. But which one to take? The first contains the lightest hue of the knit, the second the other two. What now?

Well… testing of course. I made stitches with both on a transparent fabric, so I could lay it over the Toile de Jouy and evaluate the effect. On the right is Raspberry Fizz, in the middle Strawberry Cream. Hm… Both work, but I wasn’t perfectely happy… so I tried using both threads together through one needle. Yes, I think that’s it!

Da war also wieder testen angesagt. Ein paar Stiche auf einen transparenten Gardinenrest… rechts desn Raspberry Fizz, in der Mitte Strawberry Cream. Nett, beide… trotzdem… so ganz ist es das nicht… also versuche ich es mal mit beiden Fäden gleichzeitig…. Ja, so sollte es gehen.

Fehlt nur noch eine Kleinigkeit: Das Stickmuster.

(Erwähnte ich schon: ich habe keine Stickmaschine, bei mir muß die Nähmaschine ran. Und den Stickrahmen muß ich selber führen… 😮 )

Aber da hilft mir mein Sofa weiter, genauer gesagt die Decke, die derzeit die großen Löcher im Bezug verdeckt. Das Rankenmuster sollte mit seinen Schnörkeln gut dazu passen…

Okay, I have the thread. Now I need a motive to embroider. I cannot draw at all, so I have to steal.

From this african print, that hides the big holes in the original cover. If you look very closely… there’s a nice flower motive all over. And that’s what I intend to use.

(Did I mention: I have no embrodery-machine. Just my sewing machine and my hands… 😮 )

P-A-Challenge 2007: Oberteil oder War ja nur so ’ne Idee…

Test ChenilletechnikWie schon gesagt, einfach nur die Toile de Jouy oben an den Strickstoff ansetzen… ist mir zu langweilig. Und paßt einfach nicht ganz. Da fehlt was. Zu hell? Zu wenig Struktur? Egal, einfach so ist es einfach zu platt.

Da sah ich irgendwo beim Surfen (leider weiß ich nicht mehr wo) ein Kissen in Chenilletechnik. Was mir gefiel war, daß man das Muster der untersten Stofflage irgendwie noch erkennen konnte. Und für Struktur sorgen die plüschigen Raupen auch.

Eine prima Idee, den gewonnen Chenilleschneider einmal einzusetzen.

As I’ve said before… just sewing the Toile de Jouy to the knit doesn’t work for me. Is it to light in colour? Is it the structure that doesn’t match? No matter… it doesn’t work.

But some time ago, surfing the web (I don’t remember where) I saw a cushion in Chenille. What I liked about that model was, that the lowest fabric was a print and you could still figure out, that it was a flower print. No details, but the idea was still there. Plus the Chenille creates texture…

So I decided to try my newly won Chenille-Cutter.

Manchmal werde ich gefragt, woher ich denn immer vorher weiß, was hinterher rauskommt.

Die Antwort ist einfach: Ich weiß es nicht, ich probiere es.

Da ich von den Challenge-Stoffen nicht viel habe, teste ich die Idee zuerst einmal mit einem Rest eines alten Blumendruckes. (War mal ein Sonderangeobt und ich hatte sehr viel davon. Ein Schlafanzug für mich und ein Kleid für eine liebe kleine Verwandte waren damals entstanden.) Obendrauf kommen zwei Lagen des blauen Köper vom Proberock.

Zuerst lerne ich, daß es gar nicht so einfach ist, richtig mit dem Chenilleschneider umzugehen und dann lerne ich, daß die unterste Stofflage etwas größer sein sollte, damit man den Einstieg besser findet.

Ich versuche die schmalste und die breiteste Einstellung, die der Schneider hergibt. Nach zwei Runden in der Waschmaschine ist es noch nicht perfekt, aber die Richtung stimmt so grob. Es wird plüschig und die Abstände zwischen den Steppreihen sollten nicht zu klein sein. Dann könnte es klappen…

aufgeschnitten Sometimes people ask me, how I know in advance what will be the outcome of my experiments. Well, the answer is easy: I don’t know, I just try…

The amount of fabric from the Challenge is somewhat limited, so I’m using the restover of an old flower print (bought very long ago at a sale and made into pyjamas for me and a cute dress for a little girl in my family) as basis and two layers of the blue fabric of my test-skirt.

First thing I learn is, that using this tool corectly takes a little more experience than expected. (Not much, but I had expected it to work with „no experience at all“). Second thing I learn is that the lowest layer of fabric shold be a little bigger than the other, to make it easier to insert the cutter in the tunnels.

I make to samples, one in the smalles variation, the other in the largest. The first picture shows the scraps after running through the washing machine twice. Not perfect yet, I cannot see enough of the basic fabric, but if the other fabric ravels a little more… it should do.

Doch jeder Stoff verhält sich anders, also die nächste Testrunde mit dem schwarzen Silicon popelin, der auch auf das engültige Kleidungsstück drauf soll.

Der Umgang mit den Chenilleschneider klappt schon viel besser.

Diesmals wähle ich die beiden mittleren Tunnelgrößen. 1cm und 0,7 cm.

aufbürsten zwecklos But every fabric is different.

So next try, again with the flower print as basic layer but on top the black „Silicon Popelin“ I intend to use for the Challenge garment.

This time I’m choosing the two „middle“ sizes of the cutter: 1cm and 0,7cm for the tunnels.

And cutting goes much quicker now… the tool it easy to use…

Nun, das untere Bild zeigt den Stoff nach zwei Runden in der Waschmaschine.

Und heftigem Bürsten mit dem Nagelbürstchen.

Kein großer Unterschied zu Bild 2?

Richtig. Der Stoff… franst gar nicht. Nicht nenneswert jedenfalls. Das war schon mal nix… ich brauche mal wieder einen Plan B. Und diesmal… hat mein Hirn noch keinen. Aber es brütet…

Well, the last picture shows the samples after having passed the washing machine twice. And heavy brushing with a strong brush.

Not much difference to picture two, you say? Yeah… the fabric doesn’t ravel. Or only very, very few.

So I’ll need another plan. I have no idea, what my brain will come up with. Neither has my brain… but we’ll see…