Über den Blogrand: Gestalten mit sauberen Fingern

Nichts für Bärbel, fürchte ich, denn hier bleiben die Finger unweigerlich sauber. Das sinnliche Erleben fällt weg.

Aber wer einmal ausprobieren möchte, ob Stempeln Spaß machen kann ohne sich gleich eine Batterie Stempel anzuschaffen und die nächsten Tage mit bunten Fingern herumzulaufen, dem könnte diese Webseite Kurzweil schaffen:

Das Stempelgeheimnis

Glitzelwasser

Wasser ist lebensnotwendig? Ja, dachte ich bislang auch.

Luxuswasser aus Paris

Trinkwasser, ja sogar Mineralwasser ist ein ganz gewöhnliches Lebensmittel und in unseren Breiten nicht einmal selten. (Zum Glück!)

Von daher auch preislich erschwinglich. Sogar wenn man es einmal am Ausflugskiosk kaufen muß.

Doch das gilt nur für normales Wasser für uns Normalsterbliche.

In der Grande Epicerie des Bon Marché, der Lebensmittelabteilung dieses Kaufhauses, ist Wasser ein Luxusprodukt.

Die Flasche, mit echten Swarowski-Kristallen verziert, glitzerte mit Paris Hilton um die Wette (wenn letztere da wäre).

Ein absolutes „must have“ für die geschmacklo… äh… geschmackvolle Tafel.

Der Preis bezieht sich übrigens auf eine „demi bouteille“ mit 0,375 l. Kohlensäure noch nicht inbegriffen… :o)

Wie konnte ich bislang nur ohne dieses edle Nass überleben…

Bescherung!

Nachdem der Weihnachtsbaum abgeholt wurde, der letzte Strohstern vom Fenster genommen und sogar die Krippe bis hin zum letzten Schaf wieder im Keller ruht, nachdem Schneeglöcken, Krokusse und Gänseblümchen sprießen…

… ist auch mein letztes Weihnachtsgeschenk angekommen! 🙂

Der Nähfuß Nummer 61 (Schmalsäumer 2mm Zickzack) von meinem Schwiegervater.

(Also geschickt wurde er vom Näma-Händler meines Vertrauens, aber bestellen lassen hatte ihn mein Schwiegervater, der zahlt auch die Rechnung. gg)

Allerdings war er etwas kurz vor knapp bestellt worden und dann hatte es noch eine Nummernkonfusion gegeben… aber jetzt ist er da, es ist der richtige und ich sollte mich jetzt wirklich mal hinsetzen, und mir diese verflixten Kantenfüße mal untertan machen…

Nachdem ich die anderen Projekte fertig gemacht haben werde… :o)

Es bloggt wieder… die Zusammenfassung

Da die Burda-Blogs ja mehr als eine halbe Woche nicht mehr liefen (es aber niemand vor dem Wochenende für nötig hielt, dem Admin Bescheid zu geben, inklusive meinereiner…), kam ich doch glatt mal etwas zum Nähen.

Deswegen gibt es jetzt mal eine Nähwerkszusammenfassung:

Einmal habe ich jetzt ein fertiges Shirt. Mit fast ohne Querfalten über der Brust. :o) Dank der Schnittänderung wie beim Aachen-Kongress von Frau Tengler vorgeschlagen paßt das jetzt doch besser. Allerdings bekam das Shirt unfreiwillig einen Bund verpaßt. Vor lauter Begeisterung, bei Sabine auf einem Tisch zuschneiden zu können und nicht immer nur auf dem Boden habe ich den Viscosejersey beim Auslegen wohl etwas hüstel in die Länge gezogen, so daß das Endergebnis doch ein wenig kurz war… Aber es war noch Stoff da und ein doppelt gelegter Bund dient jetzt gleichzeitig als Verlängerung und sauberem Saumabschluß.

Außerdem habe ich zwei Bettdeckenbezüge für Paris schmaler genäht (in Frankreich gekauft sind sie für deutsche Steppbetten zu breit)und den letzten Handtüchern für Paris Aufhänger verpaßt. (Abteilung Strafarbeiten…)

Dann habe ich da eine schwarze Jacke aus einem Rest Seidenleinen und einem Rest Leinen von der Hose dieser Kombination in Arbeit.

Aus vielen Teilen (drei Rückenteile, vier Vorderteile, drei äußere Schößchenteile, drei Schößchenbesätze, zwei Vorderteilbesätze, zwei Kragenteile, zwei Ärmel), was wegen der Resteverwertung gut ist. Ich habe alle nötigen Teile mit G405 bebügelt. (Vorderteile, Besatz, Kragen, Schößchen) Das ist die mit dem feuchten Tuch. Leider gibt mein altes Geschirrhandtuch dabei sehr viele Fasern ab, so daß die Bügelsohle sehr schnell nicht mehr glitt, sondern nur noch schrubbte.

Also war Reinigung der Bügelsohle mit diesem Wachsstift von Goldzack angesagt. Ist effizient, aber raucht und stinkt. Habe ich schon öfter gemacht.

Allerdings hatten wir da noch keinen Rauchmelder direkt über dem Bügelbrett. :o) (Naja, nach zwei Tagen kehrt das Gehör wieder.)

Jetzt benutze ich ein anderes Geschirrtuch, das fusselt etwas weniger. Aber die Vlieseline klebt bombenfest und mein „Jackenpuzzle“ besteht schon aus viel weniger Teilen: alle Vorder- und Rückenteile sind zusammengenäht und an der Schulternaht verbunden. (Was schon deswegen gut ist, weil so der Stoff nicht mehr auf dem Stapel liegt, sondern über einem Bügel hängt.), die Schößchenteile außen sind zusammengefügt, die Schößchenteile innen auch und an den Vorderteilbesatz genäht (eine zusätzliche Tasche eingearbeitet), der Kragen ist verstürzt (muß noch abgesteppt werden) und die Ärmel sind zusammengenäht und handgesäumt.

Und eigentlich wollte ich mich heute dann endlich wieder an die Seidenjacke machen, nachdem Ma-san mir den nötigen Organza als Einlage mitgebracht hatte.

Aber dann kam der Briefträger… hatte nicht nur den „Atlas der Flechtkunst“ im Gepäck, den ich bei Amazon bestellt hatte, sondern auch „Textiles of the World“, was mein Mann mir zu Weihnachten geschenkt hatte. (Amazon braucht auch manchmal etwas länger…) Tja… das war dann heute. Vielleicht hefte ich nachher doch noch die Abnäher im Rückenteil….

Voiture de Jouy

(Mit speziellen Grüßen an Bärbel 😉 )

Toile de Jouy

Daß die Toile de Jouy in Frankreich und noch mehr Paris bis heute beliebt für Vorhänge oder auch Wände ist… das ist nicht neu.

Daß Franzosen aber auch vor Autos nicht halt machen…. diese Erkenntnis verdanke ich meinem Bruder.

Der wünschte sich nämlich zu Weihnachten eine Pfeffermühle mit anständigem Mahlwerk und dafür gibt es nur eine Quelle: Peugeot. (Da er den Wunsch aber etwas kurzfristig äußerte… mußte der Einkauf bis nach Weihnachten warten.)

Und da entdeckte ich dann unter anderem diese Variante eines Autos. Auch die Sitze… sehr interessant.

Allerdings, so vermute ich… nicht wirklich straßentauglich. Andererseits auch besser so, denn heller Stoff schmutzt schnell und Kleinwagen hin oder her… für die Waschmaschine dürfte er doch zu groß sein. :o)

Revue de Presse: Burda Modemagazin Februar 2007

Wenn uns der Winter schon keinen Schnee gebracht hat, dann grinst mir wenigstens der Hefttitel in Weiß entgegen. (Etwas gezwungen um den Mund…) Ach nein, diesmal ist es Frühlingsweiß, wie dumm von mir!

Das Editorial ist mal wieder mit ein paar Prominenten verziert… Katarina Witt, Thomas Gottschalk. Daß Gottschalk einen Anzug von Burda bekommen soll… war das nicht schon mal angekündigt? Oder kann ich hellsehen…? :o) (Und wurde nicht früher immer in der Regenbogenpresse kolportiert, daß seine Frau seine Anzüge entwerfen würde und er die so liebt…? Nun ja, ist wohl ein paar Jahrzehnte her, daß ich in diese Hefte geguckt habe, als Kind, wenn ich bei Oma übernachtete….. 😉 )

„Aktuell“ ist, wer hätte es nach dem Titel gedacht, also weiß. Zum Glück nicht nur knallweiß, sondern auch alle Töne über creme bis Vanille. Schon besser. (Knallweiß ist toll, aber nun gar nicht an mir.) Plateausandalen in weiß sehen immer noch geschmacklos aus, Mode hin oder her… Kostüm. Aha. Diese rund eingesetzten Godets sind ja nett, aber irgendwie… auch wieder nur eine Variante der Röcke der letzten Monate. Allmählich sehe ich mich satt dran. Der Lieblingsmodell Mantel sehr originell. Aber mit dem „Röckchen“… ich fürchte, ich finde es doch nur bescheuert. Knitterkleid… schöner Schnitt, aber mit solchen Stoffen…. nö. Wenn ich aussehen will, wie gerade aus dem Bett gefallen geht das mit weniger Mühe. Olala… der Stoff der Jacke, sehr spannend! (Ich stehe ja auf Struktur!) Mist Den gibt es natürlich nicht bei Blank. Wie immer, wenn ich darüber nachdenke, ob mir ein Stoff so richtig Kohle wert wäre. Der pure Schnitt wäre für meine Rosenseide auch nicht schlecht gewesen. Aber zu spät. Und zu klein… gg

Lochmuster… äh Cut Outs. Also die Schleifetunika sieht „schwanger“ aus. Selbst an einem schlanken Modell. Wie das dann wohl an „echten“ Frauen wirken mag? (Für eine echte Schwangerschaft dann wieder zu klein…)

Bleistiftrock, nun gut… aber der Stoff… schmelz creme-farbener Brokat mit… Rosen! Nun gut, glücklicherweise auch ohne Kaufquelle. uff

Jetzt die Details… ob man Lasercut ohne Unterrock und Co tragen will ist wohl eine Stifrage. Naja, mit 16 hätte ich auch… aber frau wird glücklicherweise auch mal erwachsen. Der Knitterstoff gefällt mir auch von nah nicht beser. :-/

Hei, den schönen Brokat gibt es noch mal als Tasche! Und der Schnitt sieht auch sehr wandelbar aus. Gefällt mir. Und überhaupt… so Accessoire-Bastelideen haben es mir derzeit überhaupt angetan.

Meine Neugier läßt mich natürlich auch die Reportage über die „Mein Lieblingsmodell“ Aktion lesen…

Aua, im „Extra“ wird es bunt. Was für ein Kontrast nach dem edlen weiß! Und dann gleich im 70er Jahre gelb hinterlegt. Zusammen mit rosa, grün und türkis sonnenbrillenpflichtig. 😀

Blumen leibe ich, aber nicht in braun mit blaßgrün und lila… der Schnitt…. nun gut. Rosa Rosen auf roten Grund… macht mich schwach, Leute! In der Farbkombi habe ich mir einen Schlafanzug genäht… dann kann ich das Oberteil davon ja dieses Jahr auf die Straße tragen… *g* Die Farbkombi von dem Wickelkleid hingegen… ätschig. Aber, wenn ich mir das Bild so ansehe, gut geeignet, um auch selbstgenähte Unterhosen vorzuführen. BHs bei Wickelkleidern ja eh… Mhm… die Tunika sieht auch aus anderem Stoff doof aus. (So die Trägerin nicht schwanger ist. Aber dann würde wohl die Oberweite nicht reinpassen…) Noch ein Sommerkleid (welchen Monat haben wir gerade?) Nicht schlecht der Schnitt (falsche Größe… daran habe ich mich ja gewöhnt… und nicht wirklich Plus-geeignet).. diesmal gäbe es den Stoff, aber den will ich nicht.

Die Übersicht der Lieblingsmodelle…. der Mantel… gute Farbe, falscher Schnitt. Das Wickelkleid, nicht schlecht der Schnitt (wenn auch nicht wirklich tragbar aber der Stoff… dann noch ein blauer Hosenanzug. Hm. Die Hose unmöglich bei meiner Figur. Die Jacke… na, mal sehen, die kommt sicher noch irgendwo im Detail…

Das Freizeit Thema ist blau. Ja, immer her damit. Blusen im Blousonstil mit Gürtel auf der Hüfte werde ich trotzdem nicht tragen, so lange ich jünger als 70 bin. Und hier die Jacke noch mal in groß. Schöner Ausschnitt, schöner Stoff… ich sollte den Coupon diesmal abschicken. Und zu keinem „Katag Anschlusshaus“ gehen. Da gibt es den Stoff…. gg

Blazer 122… der Stoff soll den Schnitt „modern“ machen? Als zu meiner Zeit hieß das „truschig“. 😀 blätter Nochmal schöner Stoff.. auch schöner Schnitt die 107. Kommt mir aber irgendwie… in Schnittübersicht blätter aha… ja, 106 mit anderen Taschen und Schulterklappen. Früher war so was mal Variante A und B…. aber dann würde die Anzahl der Schnitte pro Heft natürlich arg… übersichtlich. blätter

Im Styling diesmal nur zwei Varianten einer gestreiften Hose. Einmal sportlich, einmal luxuriös. Oder so. Hm. Beides nicht spannend. Aber auf der Webseite soll es mehr geben, gleich mal gucken….

such nurwo weitersuch

.. ah ja. Hm. Nun gut. Prickelt nicht.

Das Kostüm von Unrath & Strano hingegen schon! Nicht meine Größe, Stickmaschine habe ich auch keine… aber das Modell… heiß! Dank Reportage weiß ich auch, die sind in Berlin. Falls es klappt bin ich im März da auch, vielleicht reicht es dann wenigstens für einen Blick durchs Schaufenster. Denn 100000 EUR für ein Kleid sind dann doch jenseits meiner Preisklasse. :o)

Was verrät die Schnittübersicht? Jacke mit vom mir geschätzter Linienführung bei den PLUS Größen. Schön. (Okay, bis auf die Sache mit der Paßform… da mögen Burda und ich uns ja nicht so sehr.) Aber so gesamt… Seehr übersichtlich. Und wenn man dann noch abzieht, was verschiedene Nummern aber eigentlich der gleiche Schnitt… Wenn der Trend so weitergeht kann man ja bald Einzelschnitte beilegen, statt des Schnittbogens. :o) blätter

Workshop… Gabardine. Einfach zu verarbeiten, nach meiner Erfahrung. Wozu einen Workshop…? Ah ja, alles easy sagt auch der Workshop. (Was er allerdings auch nicht verrät und was ich gerne mal wüßte: Was zeichnet eigentlich Gabardine aus? Köperbindung, okay. Aber wann ist ein Köper eine Gabardine? Vielleicht sollte ich mal in der Fashionpedia nachgucken…? rumklick Nö, da steht auch nur der Heftartikel.)

Das Leserforum… ja, Tailleur heißt Schneider, auch Kostüm, aber kann ja nicht jeder französisch können. Gewebe-Erfrischer für 400 EUR? Das wäre ja beinahe einen Eintrag in Dinge die die Welt nicht braucht wert. 😛 Und wer ein 83cm langes Teil „handlich klein“ findet, der verreist selten und hat nie in einer kleinen Wohnung gewohnt… blätter

Kosmetik… schnellerblätter Stop! Die Best Basics. Diesmal bunt. Ah, als Retro wird das diesmal verkauft. Aber zugegeben, Punkte und Pünktchen sind ja durchaus ganz nett… und weil „zarte Kleider“ im Mittelpunkt dieses Trends stehen, geht es mit Hose und Bluse los. 😛 Sehr mädchenhaft irgendwie, aber ohne Rüschen. (*Börks* Die Schuhe… also wenn die in dieser Ausgabe gezeigten Schuhe beispielhaft für den Sommer sind werde ich wieder viel Geld sparen… )

Na, da kommen ja doch noch Kleider… das Wickelkleid wieder und… ein Kleid bis Größe 46! Dennoch fürchte ich, mit Puffärmeln… die mochte ich als Kind schon nicht. Obwohl sie jetzt etwas dezenter sind… blätter Röcke, Blüschen, Kleid mit Jacke… hoppla, das ist ja schon Kurzgröße… aber auch die in Tupfen.

Und endlich die PLUS-Größen… Ein Trench-angehauchter Mantel… also an einem Mantel könnte man vielleicht über Crash-Stoff noch reden. Vielleicht. Schöner Spitzenrock, endlich auch ein Recht auf Bleistiftröck für Frauen jenseits der magischen 38… Kostümschnitt, die zwei Teilnungsnähte vorne gefallen mir. (Wie macht man da allerdings eine FBA?) Nur nicht in Crash. Wenn schon „angezogen“ im Kostüm, dann nicht verknittert wie im Schlafanzug. Jacke 130 ist dann so ganz nach meinem Geschmack. Teilungsnähte, Stehkragen, aber auch die Möglichkeit, ihn umzulegen. Wenn ich nur einen Weg fände, Burdaschnitte passend zu machen ohne jedesmal vorher einen Probeschnitt zu nähen. :-/

Kommunionkleider sind jetzt kein Thema für mich, aber sie gefallen mir diesmal. Schön und festlich, aber gleichzeitig kindlich. Weder aufgeputztes Teepüppchen, noch auf Lolita gemacht. Franken sind eben bodenständig. 😉

Noch mal Bilderschau vom Burda-Award. Leider sind die Bilder natürlich viel zu wenige und viel zu klein. 😉 Da würde ich gerne mehr davon sehen.

Der Kreativteil ist diesmal weiß mit Bonbonfarben. Ich fürchte, wenn ich unser Schlafzimmer so umgestalten, dann muß ich künftig allein drin schlafen. :o) Nur für weibliche Singles also, die auf geblümt überzogene Kleiderbügel stehen…. erinnert mich allerdings daran, daß bei mir ja auch eine Schlafzimmerumgestaltung ansteht. Mal sehen, ob sie 2007 mal passiert. 2006 kam ja die Pariser Wohnung dazwischen. Die Schienen für das Vorhangsystem liegen schon seit 2006 herum. gg

Die nächste Burda Mode kommt hingegen schon in weniger als zwanzig Tagen… Hochzeit und Ostern in einem Heft. Ich bin gespannt… (Osterdeko kann ich mal neue Ideen brauchen… )

Ich hab die Faxen dicke!

Ich schneide jetzt zu.

Probejacke von hintenAuch im dritten Rücken der Probejacke sind die komischen hängenden Falten nicht verschwunden.

Noch mehr Stoff an der Stelle rausnehmen geht aber auch nicht, sonst kann ich die Arme nicht mehr bewegen.

(Immerhin habe ich jetzt Übung darin, den Rücken einer Jacke zu ersetzen ohne die Jacke ganz auseinanderzunehmen. Die Ärmeleinsatznähte sehen allerdings auch so aus… :o) )

Der Rücken wird so ab Mitte der Armausschnitte an der Mittelnaht noch etwas verbreitert (vielleicht habe ich da bei der ersten Änderung zu viel rausgenommen?) und entweder verschwinden die Falten dann oder sie sind da eben.

Oder sie lassen sich am fertigen Stück (mit allen Einlagen, den richtigen Schulterpolstern und was man sonst noch so macht) durch entsprechendes Einsetzen der (dann ausgebügelten) Ärmel noch glattziehen. (Hoffen ist erlaubt… 😛 )

Schere wetz

Über den Blogrand: Zwei Näherinnen, ein Gedanke – Burdastyle

Tja, da ist mir Ute in ihrem Blog Grüezi Schwiiz doch glatt ein paar Stunden zuvor gekommen…

Ich hatte die neue Burda-Seite vor einigen Tagen über einen FAZ-Artikel gefunden und habe auch endlich die Zeit gefunden, ein wenig darauf rumzustöbern.

Das Design in den etwas verhaltenen lila und blau-grün-grau Tönen sieht ja gar nicht nach Burda aus (wie ich es gewohnt bin), auch der Stil ist anders… ein bißchen Klatsch und Tratsch über Mode, Make-Up und Celebrities aus Blogs, alles sehr hip, sehr trendy, sehr tomorrow… Abteilung braucht kein Mensch, aber unterhaltsam, wenn man gerade sonst nichts zu tun hat.

Aber das ist ja nicht alles… es gibt tatsächlich auch ein (noch sehr kleines) Forum, Anleitungen als Video (guck ich mir mal an, wenn ich groß bin und DSL habe, macht mit ISDN nur eingeschränkt Spaß) und… ein echtes Sahnestückchen, nämlich 15 Schnitte als Mehrgrößenschnitt mit (englischer) Anleitung zum kostenlosen Download. Sozusagen eine komplette modische Saisongarderobe. (Zumindest wenn man nicht mehr als Kleidergröße 44 braucht.)

Als Anregung, wie anders die Sachen aus der Schnittmusterkollektion mit anderen Stoffen aussehen können oder auch für nächtliche „ich muß sofort nähen“-Anfälle praktisch. :o)

Die Seite scheint noch recht neu zu sein, ich nehme also an, es wird noch mehr Bewegung kommen, auch ins Forum.

Hier geht es lang:www.burdastyle.com

Schönes-Shopping in Paris: mahatsara

Tja, ich weiß nicht so recht, wie ich das Angebot des Ladens besser beschreiben soll…?

In Deutschland heißen Läden, in denen es einfach nette Sachen mit meist eingeschränktem Gebrauchswert gibt gerne „Geschenkeshop“. Und ich weiß nicht, wozu die gut sind. Denn meine Geschenke wähle ich doch lieber individuell aus, zum Empfänger passend. Außerdem ist das Angebot der Läden häufig… naja, reden wir nicht drüber.

Aber für diesen Laden fällt mir sonst kein Oberbegriff ein. Außer daß die Sachen einfach schön sind. Viel Handwerk, ein bißchen Kunst? Eher Kunstgewerbe? Die Übergänge sind fließend.

Manches ist nützlich (wie Schalen) oder wenigstens teilweise nützlich (Vasen), anderes gar nicht funktional (Figuren).

Die Herkunft der Sachen ist Afrika, manches sieht auch so aus. Anders gar nicht. Ein Entwicklungshilfeladen ist er aber auch nicht, dazu ist er zu schön, zu gestyled. Trotzdem hilft der Verkauf natürlich den Künstlern und Kooperativen in verschiedenen afrikanischen Ländern.

Und aus Mitleid muß dort keiner Kaufen, die Sachen sind schön. Und die Preise… angemessen. Keine Billigware. Schöne, handwerkliche Fertigung.

Äh.. ja… was gibt es?

Schöne Sachen. 🙂 Vasen, Schalen mit geschwungenen Mustern aus Telephondraht geflochten (oder eher gewebt?), Textilien, kleine Möbel, Objekte, handgefilzte „Steine“ von kieselklein bis felsgroß,…

Wenn man mal noch die eine oder andere ausgesuchte Kleinigkeit oder einen Hingucker für die eigene Wohnung sucht… oder als Geschenk.

Ich werde da jedenfalls noch öfter vorbeigucken!

Nicht nur im Internet: www.mahatsara.com

Adresse: 8, rue Oberkampf, 75011 Paris (Metro Filles du Calvaire)

Nochmal Happy Birthday: Keks-Bag No1

Ja, ein zweites Geburtstagsgeschenk beschäftigte mich diesen Monat. Und da ich es gestern übergeben habe, kann ich es jetzt auch zeigen…

Silvia, auch bekannt als großer Scherzkeks, hatte gestern Geburtstag.

Scherzkekstasche

Und irgendwie schwebte mir die Idee einer Kekstasche durch den Kopf. Silvia mag ja witzige Taschen und hat noch weniger Zeit zum Nähen als ich.

Natürlich fielen mir als erstes unendlich aufwendige Ideen ein, die ich alle versuchte zu verbannen, eine einfach Form sollte es werden, nur eine Kleinigkeit. Aber dafür auch pünktlich fertig.

Und als ich damit anfing war natürlich Wochenende und kein Stoff zu bekommen. Also tauchte ich erst mal in meinen Restekisten ab.

An sich kein Problem, da ist jede Menge taschengeeignetes. Nur Silvias Farben sind orange und grün und davon… habe ich wieder so gut wie nichts. Orange fand ich einen Futterrest, der war aber zu klein, weswegen ich für das Taschenfutter eine Art „Minipatchwork“ aus je vier Teilen machen mußte. Mit einem roten Cuprorest. (Eine echte Antiquität, schon zu Studentenzeiten habe ich den Stoff gekauft und verarbeitet.)

Da das Futter ein klein wenig von außen zu sehen sein sollte, mußte ich auch noch beidsetig „schöne“ Nähte machen… grr ein schnell und einfach Projekt war geplant.

Kekstasche

Für Taschenboden und Henkel mußte Fleece herhalten, denn da hatte ich auch noch orange und grün. Das dann ausreichend stabil zu bekommen war wieder zusätzlicher Aufwand.

Jeans geht zum Glück immer, daher wurde das der Außenstoff. (Reste von meinem Aachen-Kurs 2005).

Nieten in der Mitte einer steifen Fläche (ein Hoch auf die Schabrackeneinlage) einschlagen ist übrigens auch nicht vorgesehen, weder für die Zange noch für das Einschlagwerkzeug das Prym mitliefert. Klar, alles lösbar, aber… zeitaufwendig. :o)

Fischperlen

Und Schabrackeneinlage ist auch nicht wirklich geeignet, wenn man etwas verstürzen und wenden will… von dem Aufwand, alle Zacken einzeln rauszudrücken mal ganz zu schweigen… grmpf

Dafür war der kleine Fischanhänger schnell gemacht… genau, Tout a loisirs, Roccailles und wunderschöne Glasfische in Silvias Lieblingsfarben. Immerhin…

Doch da Silvia sich riesig gefreut hat… war es alle Mühe wert! 🙂

Und bei der nächsten, weiß ich schon, was ich anders machen werden. Denn die Tasche gefiel so gut, daß es sie als Schnitt mit Anleitung geben soll… da habe ich wohl noch ein bißchen was vor mir. 😉