Tag der Nähmaschine??

Was soll das denn sein, dachte ich, als ich das heute morgen bei der Hobbyschneiderin las.

Meine Neugier trieb mich dann natürlich zu einer weiteren Netzrecherche. Und nach einigem Wühlen… siehe da, zumindest in den USA findet man ein paar Verweise.

In allen geht es um die Entwicklung der Nähmaschine. Wann genau die erste von wem gebaut wurde… darüber herrscht Uneinigkeit, schon weil sich keiner genau festlegen will, was denn als „Nähmaschine“ gilt und was nicht.

Einig sind sich die Quellen dann erst wieder darüber, daß am 10. September 1846 in den USA ein Patent auf die Nähmaschine erteilt wurde und auch, daß Isaak Singer die ersten kommerziell erfolgreichen Nähmaschinen herstellte und verkaufte.

Und, habt ihr diesen Tag heute angemessen begangen? Schön genäht? 😉

Batistbluse: Klingen kreuzen

SchwertnadelMartialischer Name, Schwertnadel. Breit ist sie. Löcher macht sie in den Stoff, mit ihren beidseitigen „Schneiden“. Eine Art Beidhänder wohl.

Trotzdem, scharf ist sie nicht. Sie schneidet den Stoff nicht, sie verdrängt ihn. Deswegen nennt man sie auch Hohlsaumnadel (für Faule, die das nicht von Hand machen mögen), Flügelnadel oder Wingnadel.

Lange schon gekauft, verlegt, neu gekauft,… Jetzt ist sie dran.

Einfach mit Zierstichen losnähen, schon hat man ein hübsches Lochmuster. So der Plan. Empfohlen werden sie für nicht allzudicht gewebtes Stoffe wie auch Batist.

Die ersten Versuche hätten allerdings meinem Kräuselfuß alle Ehre gemacht oder wären als gerüschte Smok-Arbeit durchgegangen. :o)

Wildes Drehen an der Fadenspannung… Unterfaden rein in die Öse, raus aus der Öse,… Sticknadel… Microtexnadel… feine Universalnadel…

Irgendwie… mag sich mein Stoff nicht verdrängen lassen. hm Ist das überhaupt Batist? Leinwandbindig ist er. Sehr fein auch. Aber… auch ziemlich dicht gewebt. Offensichtlich nicht der ideale Stoff für die Technik, so auf den zweiten Blick. Egal.

Die Diagnose ist klar: Der Stoff muß fester werden, steifer, damit die Nadel hindurchgeht, die Fadenspannung die gewünschten Löcher erzeugt, der Stoff im Ganzen aber nicht die Form verliert. Normale Vlieseline scheidet aus. Denn die würde ja die Lochbildung verhindern. Außerdem soll der Stoff seine Transparenz ja behalten. (Denke ich. Mal sehen, ob das eine gute Idee ist.)

TeststicheSoluvlies und Sprühkleber kommen zum Einsatz. Besser. aber nicht gut. Immer noch dominiert der Rüscheneindruck.

Zwei Schichten Soluvlies. — Nein, viel hilft viel gilt hier nicht.

Der Stickrahmen vielleicht? Bei geplanten Längsbordüren zwar nicht gerade die praktikabelste Lösung. Aber… wenn“s hilft? — Ne, nicht gut genug.

Wasserlösliches Vlies und Stickrahmen verbessert das Ergebnis auch nicht deutlich.

Stärke empfiehlt man mir. Also auf in den Drogeriemarkt, so was habe ich doch sonst nicht. Naja, jetzt habe ich eine fast volle Sprühdose. Wofür auch immer… Für die Schwertnadel jedenfalls nicht. (Das Bild zeigt übrigens das beste der Resultate.)

Langsam Verzweiflung. Keine Lösung in Sicht.

Teststiche auf Heat AwayAnne, die Hobbyschneiderin, als erfahrene Stickerin hat noch etwas in ihrem Kästchen: hitzelösliches Vlies.

Huch? Was ist das? Steif, sehr steif. Steht von alleine. Klingt schon mal gut.

Nicht mit Sprühkleber aufkleben? HEFTEN??!?? Na gut… mit der Maschine in dem Fall.

Und…?

Doch, ja! Ich probiere munter verschiedene Zierstiche, das Stoff bleibt steif, die gewünschten Löcher bilden sich! Wie geht das jetzt wieder runter?

Mit dem Bügeleisen… heiß machen.

Braun… grau… (mein schöner weißer Stoff! schluchz und dann bröselt es von dannen.

ZiersticheZurück bleibt…

… bunte Stickerei auf hellem Stoff. Mit Löchern, aber ohne Rüschen.

Und eine gezähmte Schwertnadel.

Für die mir in Zukunft bestimmt noch ein paar andere Verwendungsmöglichkeiten einfallen werden. Auf locker gewebtem Stoff vielleicht… 😉

Batistbluse: Projektplanung

Meinem steten Bemühen, Material für die Restekiste gar nicht erst entstehen zu lassen ist der große Rest des feinen, cremeweißen Batists den ich für meine Khaliah-Ali Tunika als untere Stofflage benutzt hatte natürlich ein Dorn im Auge.

Dann habe ich zu dem bereits im April fertiggestellten Hosenanzug noch immer keine Oberteile.

Und meine schon vor langer Zeit erworbenen Schwertnadeln will ich auch endlich ausprobieren.

Drei Fliegen… mal sehen, ob ich eine Klappe finde, die dafür groß genug ist. :o)

Der Stoff ist sehr fein… könnte also eine Sommerbluse geben. Da diese verziert werden soll (Schwertnadel) brauche ich einen einfachen Schnitt. Einen gut sitzenden Blusen-Basisschnitt habe ich noch nicht. Was ich in den letzten Jahren in diese Richtung genäht habe war zwar tragbar, aber nichts so „gut“, daß es Basisschnitt tauglich gewesen wäre.

Ach ja, die Ottobre Woman habe ich hier liegen, mit einem schlichten Blusenschnitt. Dann kann ich ja außerdem testen, wie es mit der Paßform bestellt ist. (Fliege Nummer 4, sehr schön!) Leider ist nicht mehr wahnsinnig viel Stoff vorhanden… also muß ich den Schnitt wohl oder übel erst mal rauskopieren und auflegen, um zu sehen, ob der Stoff reicht. Und wehe wenn dann doch nicht… uff Er reicht. Zumindest für kurze Ärmel.

Und damit der Stoff farblich an den Hosenanzug „angeglichen“ wird, werde ich die Stickerei mit dem gleichen roten Stickgarn ausführen, mit dem ich auch den Hosenanzug schon abgesteppt habe. Also noch mal ein Rest weniger. Vielleicht bringe ich sogar noch was von den Resten des Jackenfutterrest unter, die haben ja die gleiche Farbe.

Die Themen der nächsten Zeit werden also die Schwertnadel und das Nähen von sehr feinen, transparenten Stoffen sein…. (Für nächstes Jahr, wenn es wieder warm wird, im Moment… schreit das Wetter eher nach Fleeceverarbeitung. Aber bei meinem Arbeitstempo… :o) )

Verstrickt & Zugenäht – Die Frage der Woche 36/2006

Nähfreundin will wissen:

Man braucht nicht immer einen Handwerker zu bestellen. Man kann sich sein Heim auch selbst ruinieren.

E.Kishon, Kishon für alle Fälle

Im übertragenen Sinne gefragt:

Hast Du schon mal ein gekauftes Kleidungsstück selbst ändern wollen – weil Du ja nähen kannst ;-)) – und es dann zu einem untragbaren Teil geändert??????

Kurz, langweilig und unkreativ: Nein.

Ich hasse ändern und von daher lass ich es, wenn irgend möglich. Lieber wegwerfen und neu kaufen.

Geändert werden die Anzujacken von meinem Mann. Aber damit das gut aussieht, müssen die Ärmel von der Schulter her geändert werden und das überlasse ich lieber jemandem, der sich damit auskennt.

Kostet eine Menge Geld.

Aber sieht hinterher gut aus.

Und ich… hasse ändern.

Geradstichfuß

Gradstichfuß BerninaDieser Nähfuß hat ein bißchen was antiquiertes. Denn lange bevor Nähmaschinen auch Zickzack nähen konnten, nähten sie über Jahrzehnte nur gerade Steppstiche.

Stellt sich natürlich die Frage, warum man heute einen Nähfuß benutzen sollte, der einen auf gerade Stiche beschränkt? Andererseits gibt es als Industriemaschinen nach wie vor reine Geradstichmaschinen… es könnte also auch Vorteile haben…?

Nun, der Geradstichfuß (im Bild wieder das Modell von Bernina) drückt durch seine schmale Öffnung den Stoff gleichmäßiger auf die Stichplatte und den Transporteur. Gerade feine Stoffe werden dadurch gleichmäßiger transportiert und es kommt weniger leicht zu unerwünscht gekräuselten Nähten (weil der Stoff praktisch direkt neben der Einstichstelle der Nadel festgehalten hat und so sauber durchstochen wird, statt ausweichen zu können.)

Optimalerweise kombiniert man diese Nähfuß mit einer Geradstichplatte, die nur ein rundes Loch als Öffnung hat, statt des gewohnten Ovals. Diese unterstützt den Stoff zusätzlich von unten und auch fludderiger Seidenchiffon kann nicht in die Stichöffnung gezogen werden. Je breiter die Stichöffnung einer Maschine im Normalfall ist (Maschinen für überbreite Zierstiche mit 6mm Breite und mehr), desto nützlicher ist die Geradstichplatte. (Das Auswechseln ist ein Handgriff und ich nutze ihn dazu, auch unter der Stichplatte mal wieder sauber zu machen… gg )

Gradstichfuß Bernina, Sohle

In der Ansicht von unten erkennt man, daß der Fuß ganz gerade ist, um eben besonders guten Kontakt zum Transporteur zu haben.

In der kurzen Rille können die genähten Stiche gut „gleiten“, ohne daß der Stoff staut.

Gefährlich ist es nur, wenn man den Geradstichfuß und die zugehörige Stichplatte drin läßt und einen Zickzack oder Zierstich einstellt. Dann gibts Nadelbruch. :o)

Über den Blogrand: Unglaubliche Informationsfülle

.. präsentiert diese Seite.

Wir erinnern uns… in den Anfangstagen des Webs, bevor es leistungsfähige Suchmaschinen gab, halfen uns Webkataloge und -verzeichnisse, uns zurecht zu finden. Linksammlungen, ausgewählt und nach Kategorien sortiert.

Und genau so etwas präsentiert Heike auf ihrer unglaublichen und gut gegliederten Seite Kostenlose Schnittmuster. Links zu ungefähr allen vorstellbaren Nähthemen sind hier zusammengetragen. Anleitungen, Schnitte, Tips und Tricks… aus dem ganzen Internet zusammengetragen und sortiert.

Und dabei ist sie noch nicht mal fertig…

Trotzdem, dieses wahre Lexikon gehört in jede Bookmarksammlung! Bei Brockhaus erscheint ja auch jedes Jahr nur ein Band.

Zusätzlich lässt sie uns durch ihre Blogeinträge auch noch an ihren eigenen kreativen Ideen teilhaben.

(Anmerkung, der Name der Site hat sich geändert, dieser Artikel wurde im August 2009 aktualisiert.)

Verstrickt & Zugenäht – Die Frage der Woche 35/2006

Nähfreundin will wissen:

(Diesmal mit gehöriger Verspätung meinerseits, aber ich könnte schwören, als ich Montag Abend nachgeguckt habe, war da noch keine neue Frage?? )

Gibt es etwas oder irgendwen, der/die/das immer beim Nähen dabei ist/ sein muß?

Hm… letztlich ich und die Nähmaschine. 😀

Und der Nahttrenner…

Fernsehen geht nicht mehr, weil die aktuelle Wohnung deutlich mehr Zimmer als Fernseher hat und das war auch immer so zweischneidig, denn war der Film interessant, blieb das Nähen auf der Strecke. Und war das Programm langweilig, bin ich rumgezappt, auf der Suche nach was Interessanterem.

Und die Hände frei für irgendwas habe ich auch nicht wirklich. Getränke in der Nähe schon gar nicht, der arme Stoff! 😉

Musik hören… ich sollte doch mal einen zweiten CD-Player für oben anschaffen, wo die Näma steht.

Revue de Presse: Burda Modemagazin September 2006

Durch den Parisbesuch letztes Wochenende kam ich diesmal erst recht spät an den Kiosk, nach der Arbeit am Bahnhof. Diesmal am anderen Zeitschriftenkiosk, weil der näher an der Straßenbahn liegt. Seit ich drauf gekommen bin, daß es die Burda dort auch gibt… also bezahlt, unter den Arm geklemmt und ab zum Bahnsteig.

Der Titel… interessante Farbgebung… irgendwo zwischen gemaltem Filmplakat der 50er, Manga-Comic, Heidi-Film und „guckt mal, was die Bildbearbeitung noch kann!“ 😛 Wie viel Augenfältchen Madame Pooth wohl ohne den Grafiker hätte? 😉

Das Editorial paraphrasiert diesmal nur den Heftinhalt… nun gut, vermutlich liest es außer mir eh keiner… Der Modellüberblick…… herbstlich gedeckte Farben, mit einigen bunten Tupfern, so der Globaleindruck.

Los geht es mit Military-Look. Die schlampigen Camouflage-Klamotten haben offensichtlich ausgedient, es herrschen wieder Zucht und Ordnung eines preußischen Internats für höhere Töchter un, die Eleganz der k&k Offiziere. Ich gebe ja zu, daß ich mich dem martialischen dieses Stils nicht ganz entziehen kann. Andererseits kann ich Militär als Moderichtung auch nicht ganz unbefangen betrachten, dazu ist die Sache zu ernst. Redingote 101 gefällt mir trotzdem. Nur bis Größe 42. Aber ich glaube, ich habe noch was mit ähnlichem Kragen von New Look, in meiner Größe. 🙂 Ach guck, das ist „Lieblingsmodell A“. Na dann lass ich mir den doch einfach von Burda nähen!:o) Schade, daß auch der Trenchcoat zu klein ist, da wollte ich mir ja mal wieder einen nähen. Nur nicht aus Wolle, sondern für die Übergangszeit. Und einen klassischen Schnitt mit allen aufwendigen Details findet man selten. Hm… eine Größe vergrößern könnte noch klappen. Erfordert aber Probeteil..hm

„Go east“ heißt der Trend und meint nicht Japan oder China, sondern osteuropäische Folklore. Krimmer, falscher Pelz, bunte Stoffe… weniger Folklore, als die Vorstellung der 70er von Folklore… meine Mutter hatte damals so was… Shirt 117 und Rock 121 wirken natürlich mal wieder nur, wenn man Georgette und Jersey im gleichen Muster bekommt. Das dürfte… schwierig werden. Und mit schwarzgrundigem Stoff sehe ich genauso bleich wie das blonde Model aus. gg Hemdblusen mit Blümchen… ja, genausowas hatte meine Mutter… Und so bedruckte Stoffe wie bei der Bluse mochte meine Oma… Äh… von der Bauernbluse ist der Schnitt aber gut entfernt. „Die Ärmel bauschen sich“… sind aber oben glatt eingesetzt. Also wie nun? (Nicht daß mir glatt eingesetzt nicht lieber wäre… gg) Aber so ein paar nette Krimmeraccessoires.. eine Felltasche zum Beispiel…. Janome on Tour…? Wo…? Mist, so gar nicht hier in der Nähe…

Für die Freizeit geht es mit dem 70er Jahre Revival offensichtlich weiter… Edelhippies in Wollboucle mit Ledersessel im Kornfeld. Aber interessante Kameras als Zubehör… Netter Mantelschnitt, die 126… Druckknöpfe unter den echten finde ich jetzt stillos… aber das kann man ändern. Außerdem brächte Knopflöcher in groben Boucle nähen vermutlich einen vierten Schwierigkeitspunkt… gg Und der Mantelschnitt geht bis Größe 44. Schon besser… Ach, den Schnitt für die Mütze gibt es auch? Schön, schön… (Und wie jedesmal frage ich mich, ob „Anastasios Voulgaris“ ein Pseudonym ist und falls ja, wie der arme Mensch wirklich heißt… 😛 )

Der rosa Bouclemantel darf dann auch ins Styling… alles recht rosa… „klassisch“ mit Schuhen, bei denen es mir so gar nicht leid tut, daß sie mir zu teuer sind. Über die trendige Variante könnten wir reden. Tulpenrock hatte ich schon lange nicht mehr, war aber eine ideale Rockform für breite Oberschenkel… Die Stiefel hingegen nicht für dicke Waden, denn die bekomme ich da nicht drüber. 😛 Und festlich… weiß nicht… zu langweilig, nicht Fisch nicht Fleisch… als Tagesgarderobe zu viel Klunker, für Abends zu wenig glamourös…

Top Label Orwell… zu schwarz und zu klein, den Schnitt brauche ich nicht. Aber der kochende Designer ist mir sympathisch. Kochen ist Kreativität ist ein Credo, das ich jederzeit unterstützen würde. Schade, daß ich die versprochenen Kochrezepte nicht auf der Website von Burda finde. 🙁 (Überhaupt… ich glaube sein Rezept wäre mir lieber als sein Mantel… )

Blick auf die Schnittübersicht Keine Überraschungen… die Mäntel, die mir gefallen, haben auch Schnittformen, wie ich sie mag. Hinter dem Anleitungsteil die Werbung für den Kongress der Hobbyschneiderin. Der ist bei mir ja eh schon fest gebucht. (Aber ich kann davon ausgehen, daß der Termin bekannt ist, ja? Sonst aber ab auf www.hobbyschneiderin24.net 🙂 )

Workshop über Cord… warum Cord immer unter „strapazierfähig“ geführt wird erklärt der Artikel allerdings auch nicht. Das Zeug scheuert fix durch, besonders an Hosen. Andererseits wasche ich Cord immer mit normalem Waschmittel (Feinwaschmittel in allergiefreundlich ohne Duft gibt es nämlich nicht), das stört ihn auch nicht.

Oh prima, im Leserforum ein Bild vom letztjährigen Kongress der Hobbyschneiderin in Aachen! Bei der Rubrik „mein Stoffladen“ frage ich mich wieder wie der ausgewählt wird. Das Bild zumindest finde ich diesmal nicht berauschend… Prüft Burda das nach? Oder verlassen die sich auf die Leseraussage?

Kosmetik… der Schnellüberblätterteil… stop, das mit dem Haarpainting sieht interessant aus. Kann man auch gewinnen… blätter Medizin… blätter Sauna… blätter halt, Karoalarm! Die Basics diesmal gewürfelt, schwarz-weiß, aber im bunten Karomix. Steht mir gar nicht, gefällt mir aber ganz gut. Und wieder der Mantel, diesmal in Fischgrat… ich hätte diese beiden Fischgratstoffe vor vier Jahren doch nicht eintauschen sollen… andererseits… wäre eh zu wenig gewesen. Und vom Wollen ist der Mantel auch noch nicht genäht. Aber schön wäre er.

Ah, jetzt kommt der comicbunte Teil… crosspromotion für die Werke der Marke „Verona“. Schön bunt, schon klischeehaft…… Prädikat Wiesntauglich! (Ich geh da ja nicht hin… gg) Nur schade, daß die langbeinige und schlanke Verona Pooth auch die Modelle für kleine, zierliche und vollschlanke Frauen präsentiert. Denn an der Frau sieht ja alles gut aus, die ist Profi in Selbstdarstellung. (Und so gut wie sie sich vermarktet… kann sie gar nicht so dumm sein, wie sie oft rüberkommt.) Ah ja, ihre Entwurfzeichnungen… da hat Burda diesmal aber noch eins draufgepeppt. (Komisch, die Leserinnen entwerfen Modelle werden ja immer eher etwas „beruhigt“… fällt das eigentlich diesmal unter diese Sparte? 😉 )

Und endlich kommt auch die wichtigste Sektion… die PLUS Größen. Das ist diesmal aber ein schönes Kostüm, ganz schlicht, aber mit so ein bißchen Details. Andere Farbe, andere Zierstiche… aber… doch, doch, das hat was. Und der Stoff muß nicht mal elastisch sein! Wie schön. Der Rest… jo, nicht verkehrt, aber nicht berauschend non plus…

Die Kinder kommen diesmal in den gleichen tristen „Erwachsenenfarben“ daher, wohl ebenfalls fürs Oktoberfest, weil so irgendwie trachtig angehaucht. Giesswein??? Ich dachte, die machen nur Hausschuhe??? Aber offensichtlich…. nicht. Nun gut, dann halt Tiroler Landhausstil.

Der Kreativteil wird diesmal wieder genau gemustert, denn die Pariser Wohnung braucht noch Deko… Ne, aber das Zeug mit den rohen Ästen und Baumscheiben… bäh Die Idee mit der „Strickvase“ ist ganz nett. Mal merken, falls ich mal was winterliches brauche.

Oh, schon durch? Nächstes Mal gibt es wieder was für Herren… mal sehen, ob es brauchbar ist…

Gardinen für Paris – Clipsgardine nähen

Saum abmessenDie zweite Gardine soll, wie schon erwähnt, mit Clipsen an einem Draht befestigt werden. Vorteil dieser Technik: Das dürften die wirklich allereinfachst zu nähenden Vorhänge sein. Gerade Stoffstücke säumen. Keine Kräusel, keine Bändchen, keine Schleifen.

Der Nachteil: Es sind auch die langweiligst zu nähenden. Schlaufengardinen bieten rein Nähtechnisch keine Herausforderung, Clipsgrdinen unterbieten das. 🙁 gähn Immerhin… man kann den Stoff später auch mal anderweitig wiederverwenden, denn die Stoffbahnen sind je eineinhalb mal so breit wie der Fensterflügel… :o)

Also, zuerst wird drei Zentimeter vom oberen Rand auf der rechten Stoffseite eine Querlinie gezogen. Ein großes Geodreieck hilft bei der Ausrichtung an den Streifen.

(Bei gestreiften Stoffen ist es meist besser, sich an den Streifen zu orientieren, denn selbst wenn es etwas schief zum Fadenlauf sein sollte, sieht es dennoch gerade aus. Und darauf kommt es an.)

Saum einschlagen

Entlang dieser Linie wird der Stoff dann nach links umgeklappt und gebügelt. Dann wird die obere Kante noch mal nach innen geklappt, so daß ein 3cm breiter doppelter Saum entsteht. Die obere Kante arbeite ich hier stabiler, weil die Clipse ja relativ scharfe Zähnchen haben und das Gewicht des Vorhangs tragen sollen. Und da sollte die Kante stabil sein.

Kante säumen

Die Seiten werden wie bei den anderen Schals wieder einen Zentimeter breit doppelt eingeschlagen. Oben am Beleg beschneide ich wieder wie bei den anderen Schals, ein Streifen, einen Zentimeter breit und gut fünf Zentimeter.

Dann steppe ich fest, von links und relativ nah an der Bügelkante. Wenn man von links steppt, muß man nur dran denken, einen passenden Unterfaden zu nehmen, denn den wird man am Ende vorne sehen….

Haken anclipsen

Schon fertig. An den oberen Rand werden noch die Clipse aus der Gardinenabteilung von Bauhaus geklemmt. Wie viele ich nehmen werde kann ich vor Ort entscheiden. Ich habe zehn pro Gardine, das sollte auf alle Fälle reichen.

Und gesäumt muß noch werden. Aber dazu… muß erst mal die Seilkonstruktion an das Fenster… Mal sehen, wann wir dazu kommen.

Habt ihr euch gelangweilt?

Recht so, warum soll ich alleine leiden! 😉

(Dafür wird das nächste Projekt spannender… unter dem Einsatz kleiner „Schwerter“ und Brandschatzung mit dem Bügeleisen… 😀 )

Gardinen für Paris – Schlaufenschals nähen

Schlaufenabstände festlegenJetzt müssen die Schlaufen und die Stoffbahnen nur noch in Schlaufenschals verwandelt werden.

Was die Anzahl der Schlaufen betrifft empfahl das Burda-Heftchen zehn Zentimeter als Abstand zwischn den Schlaufen. Allerdings war der Vorhang dort etwas anders angelegt und alle zehn Zentimeter eine Schlaufe erscheint mir etwas viel.

Fertig zu kaufende haben eine Schlaufe auf zwanzig Zentimeter. Bei einem 60 cm breiten Vorhangschal käme ich so auf vier Schlaufen. Das erscheint mir nun etwas wenig. Also nehm ich den goldenen Mittelweg, nämlich fünf Schlaufen.

Mit Sublimatstift zeichne ich sieben Zentimeter von der oberen Vorhangkante eine gerade Linie auf die rechte Stoffseite. (Also parallel zur Schnittkante und im rechten Winkel zu Fadenlauf und Streifen.) Das Geodreieck leistet da gute Dienste. (Daß der Sublimatstift durch Bügeln fixiert wird und die Linie möglicherweise sehr lange nicht oder nie mehr verschwindet ist in dem Fall nicht schlimm. Wäre der Vorhangstoff sehr hell oder gar durchscheinend wäre es keine so gute Idee…)

An diese Linie lege ich die Schlaufen an, die zusammengenähten Kanten stoßen genau an die Linie. Links und rechts positioniere ich sie mit zwei Zentimtern Abstand (weil ja noch ein Saum hin muß), die dritte Schlaufe kommt genau in die Mitte und Schlaufe vier und fünf genau in die Mitte zwischen Schlaufe eins und drei bzw. zwei und drei. Eben gleichmäßig verteilt.

Zur Fixierung der Schlaufen dient mir je ein Streifchen Wondertape.

Schlaufen zwischenfassenAnschließen klappe ich den Stoff an der gezeichneten Linie einfach rechts auf rechts um und stecke ihn fest.

Dann wird mit einem Zentimeter Abstand zu der gefalteten Kante entlanggenäht. So bekomme ich oben einen sauberen Beleg ohne mir noch ein Extrateil zuschneiden zu müssen.

BügelnAb geht es ans Bügelbrett.

Zuerst die Naht von beiden Seiten flach bügeln, dann erst aufklappen, so daß die Schlaufen schön oben sind und der Vorhangstoff an der oberen Kante links auf links liegt.

Das wird auch noch mal gebügelt, damit es wirklich einen schönen Abschluss gibt.

Ecke legenJetzt wird noch der Beleg an seiner Unterseite einen Zentimeter nach innen umgelegt und gebügelt, damit die Schals auch von hinten sauber und ordentlich aussehen.

Damit die vielen Stoffschichten am oberen Beleg nicht zu dick werden, beschneide ich die Kanten noch etwas.

Dazu markiere ich mir mit einer Nadel die Stelle, bis zu der der fertig gefaltete und gebügelte Beleg an der Seite nach unten reicht. (Blöd zu beschreiben, aber ich hoffe, der Pfeil auf dem Bild zeigt es deutlich genug.

Ecke bügelnDanach klappe ich das Gebügelte wieder auf und schneide an der seitlichen Kante einen einen Zentimter breiten Streifen ab und zwar von oben bis etwa einen Zentimeter vor meiner Markierungsnadel.

uff Endspurt

Die beiden Seitenkanten zwei Mal einen Zentimeter breit einschlagen (wie beim umteren Saum vom Raffrollo) und bügeln, den Beleg der oberen Kante drüberklappen und das ganze von Links knappkantig an den Einschlagkanten entlang feststeppen.

Fertig.

Bis auf die Saumlänge.

Aber dazu muß ich den Vorhang erst mal aufhängen, denn was uns die Wohnung in dem gut 300 Jahre alten Haus schon gelehrt hat: Gerade… ist da nichts. Und in situ probieren daher oft besser als messen.