RE

Leverkusen – Düsseldorf Hbf (RE) – Fahrplan 8.46 – 9.01 – Realzeit 9.10 – 9.27 (26 Minute Verspätung)

Düsseldorf Hbf – Köln Hbf (RE) – Fahrplan 16.40 – 17.11 – Realzeit 16.47 – 17.20 (8 Minuten Verspätung)

Auf der Strecke waren, die Verspätungen betreffend, die Auswirkungen der Streiks also nicht deutlich vom Normalbetrieb zu unterscheiden… :o)

Marmorieren in der Mikrowelle

Von der Challengefront gibt es keine Neuigkeiten, ich habe den Reißverschluß bekommen. Dunkelblau gab es natürlich nur in 40cm lang, wie das in Billigläden halt oft der Fall ist. Aber kürzen geht ja immer. Doch zum Einnähen bin ich noch nicht gekommen. Wird vermutlich auch noch etwas dauern, mal sehen, wie ich morgen trotz Bahnstreik zur Arbeit komme…

Aber über meine Wollexperimente kann ich weitererzählen:

Challengewise no thrilling news. I got a zipper. But hadn’t time to sew it in. And probabely wont have the next days. German railway is on strike so I’ll see how I’ll get to work tomorrow. And when. And when I’ll be back…

So I’ll tell a little more about my „wooly“ experiments. I’m plannig to write some English explanations one of the next days….)

Da über Weihnachten natürliche keine Zeit für Experimente war und auch danach erst mal nicht, blieb die Wolle eine Zeit lang liegen.

ungefärbte Naturwolle im Strang Ganz untätig war ich in der Zeit aber nicht, ich bin noch ein Stück tiefer in diverse Strickblogs abgetaucht und habe mich weiter eingelesen.

Dabei fand ich noch einige nützliche Hinweise. Tini war es glaube ich, die dringend empfahl, den Wollstrang an mehreren Stellen zu fixieren, damit man es hinterher nicht alles mühsam entwirren muß. (Falls es ein anderes Blog war: Sorry, ich weiß es wirklich nicht mehr genau. Ich lese ja viel…)

Die Wolle hatte ich ja zum Glück schon als Strang gekauft, mußte sie also nicht mehr wickeln.

Aber an mehreren Stellen habe ich weißes Baumwoll-Häkelgarn (Irgendwann habe ich mal Filethäkele gemacht, ich muß ja immer alles ausprobieren… :o) durch den Strang geflochten und locker zugeknotet.

Wolle wässernIch wollte ja keinen Fadenbatik erzeugen. Daher nur locker geknotet.

(Das wäre ja auch mal noch eine Idee…. aber nicht für dieses Mal.)

Im Ergebnis sollte das Garn marmoriert sein, mit sanften Farbverläufen.

Damit die Farbe sich gut und halbwegs gleichmäßig in der Wolle verteilt, habe ich das Garn zuerst mal gründlich gewässert (Auch das eine Erkenntnis aus einem Blog. Ich weiß nur leider nicht mehr, aus welchem 🙁 ) und zwar in Essigwasser. (

(Essigessenz, versteht sich. Essig ist für Weicheier. :o) )

Im Bild sind 100g Wolle in unserem Gästewaschbecken.

Und: ja, das Wasser bei uns ist kalkig, wie der Wasserhahn verrät.

Eierfarben auflösen Während die Wolle vor sich hinweicht (beieinmal Wasser nachfüllen, weil der Abfluss nicht dich war), wende ich mich in der Küche den Farben zu.

Nach einer Musterung der verbleibenden Farbtöne (immer noch die IRIS-Eierfarbe von Braun-Heitmann) entschließe ich mich zu einer Färbung im blau-grün Bereich. Orange wäre noch da gewesen, aber ich wollte erst mal sanft anfangen, bevor ich knallig werde. Außerdem paßt zumindest blau oft zu meiner Garderobe. (Auch wenn man es nicht meinen sollte, nachdem was ich in den letzten zwei Jahren genäht habe… aber meine Sachen sind langlebig und blau ist immer noch viel dabe.)

Keine Ahnung, wie viel Farbe man nehmen sollte, aber ich löse mal eine blaue, eine grüne und eine blaue mit einer gelben Färbetabletten zusammen auf. Das sollte einen Blauton und zwei verschiedene Grüntöne geben.

Da es sich um Lebensmittelfarbe handelt, die überdies problemlos abzuwaschen ist (ich färbe ja schon lange Jahre meine Eier damit, deswegen bin ich mir da so sicher), kann ich normale Kaffeepötte aus meinem Bestand nehmen.

Die Farbtabletten werden zuerst mit Essigessenz übergossen und dann die Tassen zu etwa zu zwei Dritteln mit kochendem Wasser aufgefüllt.

ungefärbte Wolle im Topf Das allerdings erst kurz vor dem Färben, die Farbe soll ja noch heiß sein.

Die Wolle lasse ich etwa eine Stunde im Wasser, dann wird sie etwas ausgedrückt und kommt in einen Topf.

Sieht beinahe aus wie ein Topf Spaghetti, oder? 😉

Da ich die Microwelle verwenden will, kommt Metall nicht in Frage. Glücklicherweise hat mir eine Freundin mal einen Glaskeramiktopf geschenkt, den ich fast nie verwende, weil ich immer vergesse, daß ich ihn habe. *hüstel*

Aber hierfür ist er ideal.

ein Topf gefärbte Wolle Dann wird die Farblösung drübergekippt. Ich fange mit blau an, nehme dann den etwas helleren der beiden grüntöne und am Schluß den dunklen.

Dabei versuche ich zum einen, alle Fäden zu erwischen, zum anderen nicht durch die dunkle Farbe alles hellere zu überdecken.

Also gieße ich teilweise von oben, teilweise mehr seitlich… und möglichst unregelmäßig.

Ein bißchen drücke ich die Wolle dann noch durch, aber ganz vorsichtig, weil ich ja marmorierte Wolle haben will, nicht einfarbige in einem Zwischenton.

Danach lasse ich die Wolle mit geschlossenem Deckel noch zehn Minuten „ziehen“, anschließend kommt sie für zehn Minuten in die Microwelle, wie meine Teststücke.

Heraus kommt tatsächlich leuchtend buntes Garn. fertiger Strickfilz

Von dem ich mir sooo sicher war, daß ich photographiert hätte. Zumindest auf dem Strang, der ausgewaschen und zum Trocknen in der Dusche hing. Oder auf dem Balkon.

(Kommentar meines Herzblatts: „Äh… ich will ja nichts sagen… aber ist das nicht ein bißchen ungleichmäßig geworden?)

Ist es, mein Schatz, aber das war Absicht. 😉

Dann lag das gefärbte Garn wieder eine Weile… mit anderen gefärbten Garnen, bei denen ich verschiedene Techniken ausprobiert habe. Da schreibe ich dann getrennte Einträge dafür.

Bis ich Ende Mai mit meiner Mutter nach Paris gefahren bin.

Im Zug durfte sie dann gleich mal den Strang halten, so daß ich mir ein Knäuel daraus wickeln konnte.

Dieses habe ich dann mit meinen 6er Nadeln zu einem großen Rechteck verstrickt.

Und, wieder Zuhause, in die Waschmaschine verfrachtet.

Aud, du hattest recht, die Farbe wird deutlich blasser. Wenn man ein paar Meter mit einer Färbetablette färbt, ist die Sättigung mit Farbe vermutlich deutlich größer, als wenn man vier Färbetabletten für 100g Wolle verwendet.

Ich konstatiere auch, daß der blaue Farbton offensichtlich der am wenigsten beständige ist, der grüne hingegen am besten gehalten hat.

Trotzdem gefällt mir das Ergebnis gut. Ich werde es so verwenden können. Was das wird?

Wie heißt es doch so schön: Stay Tuned! Wenn es so weit ist, werde ich es euch zeigen!

P-A-Challenge 2007: Proberock

Ein noch ungetesteter Schnitt (Vogue hin oder her) UND massive Veränderungen an demselben… das ohne Probemodell zu wagen wäre dann doch etwas… gewagt. (Oder einfach doof. :o)

Summary in English? Please scroll down… 😉

Proberock Zuschnitt Zumal ich nicht viel von dem karierten Stoff habe und ihn auch nicht nachkaufen kann.

Also krame ich aus meiner Stofftruhe erst mal ein uraltes Schätzchen hervor.

Diesen dunkelblauen Baumwollstoff erstand ich weiland in Singen, als ich meine alte Singer zur Reparatur brachte. Ich hatte mir aus der Carina (ja, die gibt es nicht mehr) einen Hosenanzug mit weiter Hose und einer legeren Jacke mit Bindegürtel ausgeguckt.

Und der Stoff kostete nur 3 DM/Meter, weil Schlußverkauf war. (Ja, gab es damals auch noch.)

Das war… hm…. irgenwann zwischen 1991 und 1995, schätze ich.

Leider dauerte die Reparatur mehrere Monate, weil das Ersatzteil so lange nicht beschafft werden konnte, also konnte ich den Stoff nicht vernähen.

Und als ich die Maschine wieder hatte… genau, der Hosenanzug war für den Winter (mit Stoff aus dem Sommerschlußverkauf), selbiger aber bereits weitgehend vorbei, also nähte ich dann erst mal wieder Sommerklamotten. (Schnellnäherin war ich ja noch nie.)

Und wie das so ist… bis zum nächsten Herbst gab es natürlich andere interessante Modelle.

Zuschnittreste Wie das halt so ist, wenn man die Sachen aufhebt.

Der (vorgewaschene) Stoff wanderte also in den Schrank, von dort in eine Kiste, von dort nach Cham, von dort nach Bures sur Yvette, von dort nach Köln,… immer schön kühl und dunkel gelagert.

Bis ich ihn so etwa 2002 wieder hervorholte, um meinem Herzblatt eine kurze Hose zu nähen.

Und dann feststellte, daß der Stoff nicht nur im Stoffbruch eine deutliche helle Linie hatte, sondern all over unregelmäßig ausgeblichen war. (Die kurze Hose gab es dann aber trotzdem, für den Garten taugts…)

Im Nachhinein war ich dann froh, den aufwendigen Hosenanzug nicht gearbeitet zu haben…. wenn der Stoff in der dunklen Kiste schon ausbleicht… was wäre wohl beim Tragen im Sonnenlicht passiert?

Jedenfalls habe ich jetzt einen geeigneten Stoff für einen Proberock.

Das obere Bild (gewaltig farbverändert, damit man überhaupt was erkennt) zeigt das Seitenteil. Da stimmen jetzt natürlich die Angaben zum Fadenlauf auf dem Schnitt nicht mehr. *hm*

Proberock fertig Ich habe mich dafür entschieden, die Verlängerung des Abnähers im Fadenlauf aufzulegen. Da das vordere und hintere Mittelteil ja ohnehin schräg geschnitten werden, gleicht sich so das Karomuster vielleicht besser an. Oder so…

Gut zu wissen ist schon mal, daß bei einem 150cm breiten Stoff auch das Seitenteil auf einer Stoffhälfte Platz hat. Das erhöht meine Chancen, daß der Schnitt hinterher auch auf den Karostoff paßt. Sicher bin ich mir da allerdings nicht.

Für Vorder- und Rückenteil habe ich den Stoff einfach im 45° Winkel gefaltet und die Schnitteile an dem so entstandenen Stoffbruch aufgelegt. Das Bild zeigt sozusagen das „Negativ“, die übrige Stoffbahn.

Das letzte Bild beweist: genäht ist der Rock schon. Allerdings konnte ich ihn noch nicht anprobieren. 🙁

Was mit natürlich fehlt ist ein passender Reißverschluss. Entweder sind sie zu kurz oder zu lang. Und einen teueren langen Reißverschluss für einen Proberock abzuschneiden… danach steht mir der Sinn gerade nicht.

Denn das Anhalten des Rockes ergab schon mal, daß die Größe nicht ganz falsch liegen kann. Und daher habe ich vor, auch diesen Rock fertig auszuarbeiten (die Nahtzugaben sind schon versäubert), damit ich ihn hinterher tragen kann. Nicht gerade für elegante Gelegenheiten, aber um damit im Garten herumzuhüpfen wird er gut genug sein. Ich habe nämlich keine passenden Freizeitröcke mehr. Obwohl ich eigentlich immer sehr gerne Röcke getragen habe. Gefüttert wird er aber nicht werden, denke ich. Wirklich nur ein einfacher Sommerrock.

(Reißverschlüsse sind übrigens eine der wenigen Kurzwaren, von denen ich ein kleines Lager habe… und natürlich ist der passende trotzdem nicht dabei. Allerdings habe ich erfreulicherweise festgestellt, daß ich für den endgültigen Rock schon einen passenden liegen habe. Auch gut.)

Morgen arbeite ich an der Hohen Straße, wenn ich Glück habe, komme ich zeitig genug raus, um es noch zum Schnäppchenmarkt am Gürzenich zu schaffen. Die haben günstige Reißverschlüsse…

Untested pattern and alterations… I’m testing my new pattern first. The fabric I bought veeery long ago, in the 1990. It was on sale in theshop where I broght my old Singer sewing-machine to have it repaired. Well… repairing took three or four month and when I got my machine back it was time for sommerclothes.

So I washed the cotton and it moved with me over the south of Germany, to France, back to Germany,… and when I wanted to use it about 2002 I found it hat plenty of ugly bleached spots. But for a test-garment it’s still good enough.

I finished the skirt this morning, but I couldn’t try it on, because I have no fitting zipper in my stash. :o) And a fitting zipper I will need, because I intend to wear that skirt, too. Not for good, but for hanging around at home.

If I’m lucky tomorrow I’ll get out of work early enough to buy a zipper. Elseway it’ll take some time. We’ll see….

P-A-Challenge 2007: Erstes Teil, erste Schritte

Okay, Schritt eins ist, einen Rockschnitt zu finden, der sich mit möglichst wenig Mühe an meine Wünsche anpassen läßt. Sozusgen ein vier Bahnen Rock, aber ohne Nähte in der vorderen und der hinteren Mitte.

Any English Readers? You’ll find a summary at the end of this entry.

Rockschnitt Das war schwieriger als gedacht.

Natürlich kann man jeden beliebigen gerade Rockschnitt nehmen, ihn aufdrehen und ihm Teilungsnähte verpassen.

Aber das macht Arbeit. Verbraucht viel Papier oder Folie.

Also bin ich erst mal in meine Schnittmustersammlung abgetaucht und bei den „habe ich mal gekauft, weil sie billig waren und ich sie nett fand, aber dann nie verwendet“ Schnitten in meinem Fundus fand sich doch tatsächlich der perfekte Schnitt. An unerwarteter Stelle, muß ich zugeben. An ein Abendkleid hatte ich jetzt nicht gedacht.

Modell D dieses Vogueschnittes liegt an Taille und Hüfte eng an und bekommt nach unten Weite.

Der Rock besteht zwar aus acht Bahnen, aber die vordere und hintere Mittelnaht verlaufen senkrecht, es ist also kein Problem, hier einen Stoffbruch statt einer Naht zu machen.

Allerdings ist bei Vogueschnitte die Nahtzugabe schon im Schnitt enthalten, ich darf also nicht vergessen, sie an dieser Stelle wegzunehmen. (Bei geraden Linien ist das mit dem großen Geodreicke glücklicherweise kein Problem. Wobei ich doch immer häufiger vom großen Patchworklineal träume, das wäre noch etwas länger…)

Jetzt muß ich für den Schnitt allerdings erst mal eine neue „Behausung“ suchen… diesen dicken Papierstapel bekomme ich nie wieder in den Umschlag rein.

Schnitteile kopiert Bei Burda habe ich zwar auch Jahre gebraucht, um das System der Faltung zu verstehen (und bei Stadtplänen vn Falk erst…) aber es gibt eins. Ein System.

Vogue hat offensichtlich keines. :-/ Außer den Schnitt irgendwie zu falten und zu pressen und das ganze maschinell.

Nun gut, aber ich habe meinen Folienschnitt.

Vordere Mitte, rückwärtige Mitte, sowie ein ausladendes Seitenteil.

Die Seitennähte verliefen natürlich nicht gerade, aber ich habe die Paßzeichen (und guckt mal, wie viele das sind!) schön auf gleiche Höhe gesteckt und im unteren Saumbereich einfach etwas Weite „geopfert“.

Damit der Rock oben auf Taille kommt, bekommen die Seitenteile einen tiefen Abnäher. Da kann ich dann auch einen Reißverschluss einbauen. (Ich hatte mir nämlich gedanklich schon den Kopf zerbrochen, wie ich in die hintere Mitte einen Reißverschluss hineinbekommen sollte… ohne Naht. Aber kaum habe ich die Teile wirklich vor mir… löst sich das Problem schon von selber.)

Und ich habe den Rock mal mit 70 Zentimeter Länge rausgemacht. Ich vermute, er wird so 65 Zentimeter bekommen, aber wegnehmen ist einfacher als zugeben.

Okay, what’s all that about? There is a Challenge going on. Everybody, in this case 52 people, recieved the same material and everyone has to sew an outfit for herself or himself from that. End of September is a big „hobbyschneiderin“-gathering in Aachen, Germany, where we will have to wear what we made. Those who can not come to Aachen will present their outfits on the internet the same day.

I decided to start with a skirt and first of all I had to find the right pattern an alter it. What I show here. I used a Vogue pattern für a 8 gored (is that the word?) skirt an made a 4 gored one. This consists of one front and one back piece an two big side pieces. The side pieces will have long darts, to bring the skirt in at waist. I’m using plastic sheet for my patterns. They don’t photograph well, I’m sorry, but it’s an inexpensive material and I like to work with it.

Paris-Aachen-Challenge 2007 – Ich habe fertig!

Jawohl!

Stoffe für Challenge

Moment, von fertig mit dem Nähen habe ich nichts gesagt. :o)

Glücklicherweise auch nicht fertig mit den Nerven. (Noch nicht, zumindest.)

Und aufgeben ist keine Option. Ich habe die Suppe eingebrockt, also muß ich sie wenigstens selber auslöffeln. (Auch wenn ich sehr gespannt bin, wie viele am Ende tatsächlich „mitlöffeln“. 52 Stoffpakete gingen raus…)

Aber fertig gewaschen habe ich die Stöffchen.

Zur Erinnerung noch mal alle im Bild: Die Wäsche bei je 30°C haben sie gut überstanden, den Strickstoff habe ich im Wollwaschgang und im Wäschesack gewaschen. Ist zwar keine Wolle, aber ein wenig fragil sieht er doch aus.

Die beiden Baumwollstoffe haben sich leichter bügeln lassen als erwartet und der afrikanische Stoff ist deutlich weicher geworden. Die anderen haben sich gar nicht verändert. Und der Karostoff ist sogar so gut wie knitterfrei. (Leider hat er einen gezogenen Faden… also schon vor dem Waschen.)

Dazugekommen ist noch ein Stück schwarzer Silicon Popelin. Ich habe mal vorsichtig 1,50m gekauft, er müßte ja noch eine Weile nachkaufbar sein. Denn inzwischen bin ich mir nicht mehr ganz so sicher, ob das reicht.

Jedenfalls bin ich jetzt bereit, richtig loszulegen!

Ab heute wird dieses Blog „Challengeaktuell“ berichten, von allen Tops und Flops, Planungen und Planänderungen, von allen Preisungen und Schimpfkanonaden.

Entwurf Einen groben Plan gibt ja. (Ja, ich weiß, ich kann nicht zeichnen, so sieht es auch aus.)

Drei Teile sollen es werden, ein Rock aus dem karierten Stoff, ein Oberteil, hauptsächlich aus dem Strick, vermutlich mit etwas schwarzem Stoff ergänzt und eine Jacke, die die beiden Baumwollstoffe verwursten soll.

Für den roten Wollstoff fehlt mir nicht die Idee, aber schlimmstenfalls geht eine Kopfbedeckung immer. :o)

Wie man sieht (so weit man überhaupt etwas erkennen kann), ist die Planung wirklich nur grob. Ungefähr die Schnittformen (für die Jacke habe ich schon einen Schnitt im Kopf, den ich hoffentlich abwandeln kann, auch für das Shirt könnte ich schon was haben.) Ob die Stoffe dafür jeweils reichen? Keine Ahnung…

Bis zum 29. September 2007 soll es fertig sein.

Bei meinem Nähtempo und dem Plan drei Teile zu nähen also ein eher straffer Zeitplan.

Beginnen werde ich mit dem Rock, weil hier meine Idee schon am ausgefeiltesten ist: etwa knielang, leicht ausgestellt und die vordere und rückwärtige Mitte schräg geschnitten. Dafür soll er keine Seitennähte haben, was mir auch eine Menge Probleme bei der Anpassung des Karos ersparen dürfte. Vielleicht noch eine Paspel in den Nähten mitgefaßt?

Mal sehen… jetzt heißt es erst einmal, einen Schnitt finden, den ich mit möglichst wenig Mühe abwandeln kann.

ICE

Köln Hbf – Stuttgart Hbf (ICE) – Fahrplan 8.54 – 11.05 – Realzeit 9.03 – 12.18 (73 Minuten Verspätung)
Stuttgart Hbf – Köln Hbf (ICE) – Fahrplan 18.51 – 21.04 – Realzeit 18.52 – 21.04

(Woraus wir mal wieder lernen, daß umsteigen bei Fernzügen ein sehr risikobehafteter Vorgang ist. Und daß einen die Gutschrift via „Verspätungsgarantie“ der Bahn nicht wirklich für verpaßte Termine entschädigt. :-/)

Eier färben für den Winter?

Das fragte sich zumindest mein Mann, als ich kurz vor Weihnachten die Färbetabletten auspackte.

Ich färbe Ostern ja immer nur rote Eier für das Osterbrot, denn alle anderen bringen die Freunde die uns besuchen mit. Dummerweise gibt es die Eierfarben aber immer nur im bunt gemischten Pack. (Einmal habe ich versucht, nur rote Farbe zu bekommen. Hat kaum ein Geschäft vorrätig. Und als ich endlich eine Packung ergattert hatte, stellte ich Zuhause fest, das nur noch die Anleitung drin war. Den Rest hatte offensichtlich schon jemand brauchen können. 🙁 ) Jedenfalls habe ich so schon eine hübsche Sammlung an gelb, orange, grün und blau.

Essig, Wolle, Färbetabletten Irgendwann im letzten Herbst stieß ich dann in einigen englischen Blogs darauf, daß Leute Wolle selber färben. Mit Lebensmittelfarbe.

Es dauerte noch ein wenig, aber dann dämmerte mir, daß die Eierfarben ja auch nur Lebensmittelfarbe sind.

Noch ein bißchen im Web recherchiert… siehe da, ich bin nicht die Einzige, die diese Idee hatte… Ostereierfarbe scheint zu funktionieren.

Auf einem Weihnachtsmarkt bekam ich dann recht günstig handgesponnene Schurwolle in „schaffarben“, die nicht mit „superwash“ ausgestattet war. Das ist wichtig. Denn Sockenwolle wollte ich nicht färben, die gibt es in vielen schönen Farben. Ich hatte anderes vor.

Die Spielereien, von denen ich jetzt hier berichte laufen seit etwa Januar oder Februar so nebenher…. deswegen bin ich nie dazu gekommen, davon zu berichten. Irgendwie stand immer was anderes im Vordergrund… aber jetzt gibt es mal einen aktuellen Stand der Experimente. 🙂

Okay, im Internet gab es zu dem Thema natürlich verschiedene Anleitungen und Techniken. Also habe ich zwei Färbetabletten „geopfert“ und mal getestet. Auch, ob die Wolle für meine Zwecke geeignet sein würde. Der Marktstand im Dumont-Carree war bis Sylvester da. Anders hingegen waren die zwei netten Leutchen nicht zu erreichen. Die Tests liefen also noch kurz vor Weihnachten.

Als Farbe habe ich die Färbetabletten „Iris Eierfarbe“ von Braun Heitmann. (Das sind übrigens die, die auch Simplicol Stoffarbe herstellen…) Die geben auf Eiern besonders intensive, leuchtende Farben. Warum also nicht auch auf Wolle?

Eine Färbetablette mit viel Essigessenz anlösen, kochendes Wasser drauf und den kleinen Wollstrang hineingleiten lassen.

Wollprobe beim Trocknen Bei den Eiern genügt es ja, sie drin liegen zu lassen um die Farbe zu fixieren. Aber die Eier kommen auch heiß hinein und sie werden hinterher nicht mehr gewaschen.

Erst mal habe ich das Glas mit der Wolle zehn Minuten stehen lassen.

Dann dachte ich, Hitze ist in dem Zusammenhang nie schlecht und habe es noch für zehn Minuten in die Mikrowelle geschoben. Auf Maximum…. mein Mikorwellchen ist eh nicht sehr stark.

Danach die Wolle rausgefischt, da sie nach dem Kochen natürlich sehr heiß ist, leistet der kleine Löffel da gute Dienste.

Ab ins Waschbecken und kaltes Wasser drauf laufen lassen.

Erste Spannung… hält die Farbe?

Heureka, sie hält!

Also wasche ich das Wollsträngchen gut aus, bis das Spülwasser klar bleibt. Um es zum Trocknen aufzuhängen genügt in diesem Fall der Hebel des Wasserhahns. („Einhandhebelmischbatterie“ ist auch so ein Wort, wie nur die deutsche Sprache es hervorbringen kann. *g*

Test bestanden, zumindest zur Hälfte.

Und um zu sehen, wie helle Farben sich verhalten, wiederhole ich die Prozedur noch mit einer gelben Färbetablette.

Wollprobe verstrickt Dann Test zwei:

Die Wolle wird verstrickt, jeweils die gleiche Zahl an Maschen und Reihen.

Das ungefärbte Patch mit Nadelstärke 4, der gelbe Streifen mit Nadelstärke 5,5 und die grüne Wolle mit Nadelstärke 6.

Daß die Farbstreifen sich auf unterschiedlicher Höhe der jeweiligen Probeläppchen befinden ist übrigens Absicht.

Noch weiß ich ja nicht, ob meine Färbung auch den nächsten Schritt überstehen wird. Und falls nicht, kann ich hinterher zumindest an der Position der Fädchen sagen, welches Läppchen mit welcher Nadelstärke gestrickt wurde.

Und ich vermesse die Stücke, um die „vorher“ Maschenprobe zu ermitteln.

Strickprobe gefilzt
Tja… und dann wandern die Patches in die Waschmaschine.

Nix mit Wollwaschgang und Schonschleudern… normales Flüssigwaschmittel kommt zum Einsatz, normaler Waschgang bei 60°C und schönem, kräftigen Schleudergang.

Nach zwei Durchgängen kommt das hier dabei heraus:

Die Farben sind erstaunlich klar geblieben, die Läppchen, die vorher sehr unterschiedlich groß waren, unterscheiden sich jetzt nicht mehr deutlich.

Nach zwei Runden in der Waschmaschine sind sie noch nicht völlig verfilzt, noch leicht elastisch, auch die Maschen noch zu erkennen. Aber für meine Zwecke reicht das.

Und überraschenderweise ist das grüne Läppchen, also das, das mit der größten Nadelstärke verstrickt wurde, am schönsten und dichtesten verfilzt. Je lockerer das Gestrick, desto besser filzt es?

An dem Punkt meiner Experimente lief ich jedenfalls los, um noch mehr von der Wolle zu bekommen. Und dann ruhte das alles so. Über Weihnachten… also bis kurz vor Ostern. :o)

For Ric: What became of my knitting

About two weeks ago at Metropoleparis-Club I was knitting. As I had been doing several times before.

But this time Ric asked me: What became of your knitting of the last time?

Great… after some months… how could I remember what I had been knitting at one special day?

But, dear Ric, I think I figured it out:

WuschelkissenWhat about a fluffy cozy cushion?

It might have been another color, because I knitted three of them. Only this one is finished, because I need fabric for the back and finding the right fabric in the right color can take some time. (Like years or so..)

(For all crafters: The backing fabric is a corduroy from Scherzkeks-Stoffe. To make it washable the stuffing is in a separate inner cushion and can be removed by opening a zipper. The yarn is Brazilia)

Kuschelkissen Rückseite

(Als ich das letzte Mal beim Metropoleparis-Club war und wie schon oft strickte, fragte micht Ric, was aus meiner Strickerei vom letzten Mal geworden sei. Prima, nach einigen Monaten kann ich mich da auch spontan dran erinnern… :o)

Aber ich glaube, ich bin draufgekommen. Es waren vermutlich die Reste meiner Puschelwolle, die zu Wuschelkissen verarbeitet wurden. Da das Garn (Brazilia) jeweils nur noch Kissenplatten gab, aber kein ganzes Kissen mehr, habe ich die Rückseite aus lila Cord gemacht. Gefüllt sind die Kissen mit Polyesterfüllwatte in einem separaten Inlet. Und damit dieses leichter entfert werden kann, habe ich mir sogar die Mühe gemacht, einen Reißverschluß einzuarbeiten.

Fehlt jetzt nur noch der passende Stoff für die anderen beiden Kissenplatten, die hier vor sich hin wuscheln. :o)

Parken in Paris

ein Smart parkt in ParisEs gibt ja Leute, die der Ansicht sind, in Paris Auto zu fahren wäre schwierig: Viel Verkehr, mehrspurige Kreisverkehre, die nicht mal eindeutige Spurmakierungen haben (wo sechs Spuren vorgesehen sind haben locker zehn Autos nebeneinander Platz…), Einbahnstraßen und die oftmal phantasievolle Interpretation der Verkehrsregeln durch die einheimischen Fahrer…. dazu noch eine Portion Ortsunkenntnis… das macht vielen Angst.

(Nicht ganz zu Unrecht, wenn man auf unbeschädigten Lack großen Wert legt. Der Rest ist Gewöhnung… )

Dabei ist das Fahren noch die einfachere Übung für einen Autobesitzer in Paris.

Spannender ist die Frage, was eigentlich kommt, nachdem man den Motor abgestellt hat… :o) Ein Smart paßt tatsächlich in die kleinste Lücke, aber das Durchschnittsauto ist größer.

Wohin also mit dem Auto, wenn man in Paris angekommen ist?

(Meine Empfehlung ist ja generell, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen… aber manchmal muß oder will man den eigenen PKW wählen.)

Der Hotelparkplatz ist eine gute Idee. So das Hotel einen hat. Auch bei teureren Hotels ist das in Paris keineswegs üblich und schon gar nicht für jedes Zimmer einen. Der Parkplatz (wenn es ihn gibt) sollte also bei der Buchung schon mitgebucht werden. Er ist auch in der Regel nicht im Zimmerpreis enthalten. („Service“ bedeutet nur, daß eine Sache möglich ist. Nicht daß sie kostenlos ist.) Ein großer Vorteil dieser Lösung ist auf alle Fälle, daß man das Gepäck nicht sehr weit tragen muß.

Dann gibt es natürlich Parkhäuser bzw. Tiefgaragen. Auch in der Pariser Innenstadt sind diese recht reichlich vorhanden. Für einen Tag parken dort muß man allerdings mit Preisen bis zu 34 EUR/Tag rechnen. (Das ist das teuerste, das ich bislang gefunden habe) Um die 25 EUR sollte man pro Tag im Budget auf alle Fälle veranschlagen.

Was es, besonders in den inneren Arrondissements nicht gibt, sind kostenlose Parkplätze am Straßenrand. Und auch keine, auf denen mal länger stehen bleiben dürfte. Zumindest nicht, wenn man keinen Anwohnerparkausweis besitzt. (Zahlen muß man auch dann, aber man darf länger stehen bleiben. So man einen freien Platz gefunden hat.) Samstags und Sonntags sind die Parkplätze dann zwar kostenfrei… aber eben belegt.

Am Stadtrand von Paris gibt es eher mal noch kostenlose Straßenparkplätze, aber da auf einen Freien zu rechnen ist mehr als optimistisch. Und je enger die Gasse, desto größer die Chance, Kratzer im Lack zu gewinnen oder einen Außenspiegel zu verlieren. (Dellen oder Kratzer im Lack erzeugen bei einem französischen Autofahrer nicht mal ein schlechtes Gewissen… die gehören in seinem Weltbild zur Standardausstattung eines Autos dazu.)

Wobei das Auto auf einem „payant“ Parkplatz an der Straße abgestellt nicht deutlich sicherer steht. Bewacht sind diese Parkplätze dennoch nicht. Außer durch die städtische Parküberwachun, was mit einem Strafzettel quittiert wird.

Allerdings… die Strafzettel sind nicht teurer als ein Tag im Parkhaus. Bewegt man sich etwas von der „inneren Innenstadt“ weg sogar günstiger. (Ab 11 EUR ist man dabei.) Und so lange man tatsächlich auf einem legalen Parkplatz steht und auch niemanden behindert… wird auch nicht abgeschleppt. :o)